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Sonntag, 8. April 2012

Heute mal mit Nachhilfe zum Grundgesetz

Also, ich halte die Islamische Republik Iran nicht gerade für einen Hort der Demokratie und der Menschenrechte. Bekleidungsvorschriften oder Religionspolizeien jeder Coleur und jeden Glaubens sind mir ein Gräuel. Und der iranische Staatspräsident Ahmadinedschad ist für mich nicht nur ein übler Maulheld, sondern auch ein dummer, kleiner Schreihals. Aber er ist ein iranischer dummer Maulheld und deshalb kümmert er mich nicht so sehr wie unsere eigenen dummen Maulhelden hier im Land. Gleiches gilt nebenbei gesagt auch für den Israeli Netanjahu. Jedes Volk muss mit seinen Maulhelden und Schreihälsen allein fertig werden. Meiner Meinung nach. Allerdings bin ich auch der Ansicht, dass man uns in unserer von der Politik gleichgeschalteten Presse durchaus nicht die Wahrheit sagt über die Dinge, die im Nahen Osten vor sich gehen. Wie gesagt: Meine Meinung, meine Ansicht.

Die darf ich haben, weil es in Deutschland keine Religions- oder Ansichts - oder Meinungspolizei gibt. Wir haben statt dessen ein  Grundgesetz. Der Absatz 5 dieses Grundgesetzes beschäftigt sich  ausdrücklich mit der Meinungs-und Pressefreiheit, mit der Freiheit der Kunst und der Wissenschaft.

In seinem Absatz 1  lautet dieser Artikel wörtlich: " Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."

Dieser Artikel unseres Grundgesetzes gilt für alle Menschen in Deutschland. Auch für Günther Grass. Allerdings auch für seine Kritiker. Aber wenn man Kritik übt, dann sollte man mit Argumenten arbeiten.  Ein Argument (lateinisch argumentum,eigentlich: Veranschaulichung, Darstellung; übertragen: Beweisgrund, Beweismittel) ist eine Aussage, die zur Begründung oder zur Widerlegung einer Behauptung gebraucht wird. Argumente können andere Menschen von der Richtigkeit oder Falschheit einer Behauptung überzeugen.

Argumente unterscheiden sich von der gegenwärtig an Grass geübten Kritik deutlich. Ich lese immer nur, dass Grass alt, verkalkt, dumm, ekelhaft, ein Antisemit, immernoch ein siebzehnjähriger SS-Mann ist. Auch dass er wahlweise einen hässlichen Schnauzer, eine alte Brille oder  eine viel zu große Nase hat und die "Blechtrommel" total überbewertet ist. Auch kann er gar nicht dichten. Meinen die Schreihälse und Maulhelden dieser Bundesrepublik.

All das sind keine Argumente, es sind lediglich Beschimpfungen, die die persönlich Ehre des Beschimpften herab setzen sollen. (siehe auch Art. 5 GG, Absatz 2, der die persönliche Ehre ausdrücklich gegen die Freiheit der Meinung verteidigt) .

Und deshalb  lehne ich die vorgebliche  Kritik der "BLÖD"-Zeitung sowie der Herren Reich-Ranitzki, Friedmann, Joffe, Hochhuth  und wie sie alle heißen ab. Und jedem dieser Schreihälse und Maulhelden empfehle ich eindringlich einen Blick in das Grundgesetz dieser Republik


Grafik: Freiheit Tag und Nacht aushalten (Gerd Altmann, pixelio.de)

Donnerstag, 5. April 2012

Der weltweite Schrecken

"Das weltweite Internet bietet alle Voraussetzungen, um die in den ersten zehn Artikeln unserer Verfassung verankerten Grundrechte aller Bürger in diesem Land auszuhöhlen."

Joachim Gauck, 72, Bundespräsident, im Vorwort zu einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet, einer von der Deutschen Post AG gegründeten gemeinnützigen Gesellschaft. (zitiert nach "Der Spiegel" 10/2012)

Da müssen wir ja richtig Angst haben!!! Allerdings nicht vor dem Internet, sondern vor diesem Menschen und denen, die ausgerechnet  den  zum Bundespräsidenten gewählt haben...

Grafik: Gerd Altmann  / pixelio.de

Mittwoch, 4. April 2012

Ein Sender (fast) ohne Zuschauer

"Nur noch 6,1 Prozent Marktanteil nannte der RBB da sein eigen und landete im Vergleich aller Dritten ARD-Programme auf dem letzten Platz. Zu betulich, zu bieder, zu langweilig lauten die Vorwürfe gegen die Sendeanstalt, die weder als echter Hauptstadtsender wahrgenommen wird, noch in Brandenburg identitätsstiftend wirkt." schreibt die "Märkische Oderzeitung" über den Marktanteil des Rundfunks Berlin-Brandenburg Ende 2011.

Man könnte sicherlich noch viele Eigenschaften für das Programm dieses Senders nennen. Die unglaubliche permanente Missioniererei oder das krampfhafte Beschäftigen von abgewirtschafteten westdeutschen TV-Größen wie Ulla Kock am Brink oder diesem Thaddeus zeugt von der Unfähigkeit der Programmdirektorin Claudia Nothelle, die ursprünglich wohl mal katholische Religionslehrerin gelernt hat und die aus Unna kommt. Welches Anforderungsprofil diese Frau erfüllt? Keine Ahnung, eine Ausschreibung der Stelle scheint es nicht gegeben zu haben. Sie kannte die Intendantin, die offensichtlich ebenfalls keine Visionen für den Sender hat.

Seit 2008 - solange wirtschaftet Frau Nothelle den Sender bereits herunter -  beglückt man die Haupstadtregion nun schon mit nordrhein-westfälischem Geist und Esprit. Nichts gegen Unna, aber wer schon mal versucht hat, einen Stau am Kamener Autobahnkreuz zu umfahren, ist vielleicht auch durch Unna gefahren. Außer ein paar übrig gebliebenen Puffs für die britischen Besatzungstruppen gibt es dort wirklich nichts Aufregendes. So wie Unna, so der RBB.

Also schickt man dann einen Zwiederwurzen aus NRW mehrmals auf Expedition durch Brandenburg - einmal mit dem Kanu, ein anderes Mal mit dem Esel. Der Esel hatte Abitur. Im Gegensatz zu dem  Wurzen  aus NRW. Als man ihn dann zum dritten Mal auf einem Floß die Havel herunter schickt, fragt er doch tatsächlich einen Werftarbeiter, wer Wilhelm Pieck war. Unglaublich, dieser NRW-Komiker verbrät unsere GEZ-Gebühren und weiß nichts über die Gegend, durch die er schippert!? Auch ich musste ja lernen, was das Wunder von Lengede war, dass im Februar 1973 in Köln eine Pappnase abbrannte oder wie der erste  Bundeskanzler hieß. Sonst hätte man mich am 3. Oktober 1990 nicht in die BRD aufgenommen. Aber für einen Wurzen mit Riesennase ist es vor allem wichtig, dass man Frau Nothelle kennt. Die Maden im Speck der GEZ.

In der übrigen Sendezeit wiederholt dann  auch der RBB alte "Tatörter" oder andere Filme, die bereits seit 10 Wochen durch alle anderen dritten Programme der ARD gelaufen sind. Wer will das sehen,  wer braucht das wirklich? Was mich zu der Frage bringt, ob man in Zeiten von Kabel, Satellitenfernsehen und Internet überhaupt noch teure dritte Programme der ARD haben muss und warum man diese Beschäftigungsanstalten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens krampfhaft am Leben hält? Damit Pfaffen und hirntote Politiker in den Medienbeiräten herumquatschen  und Kohle absahnen dürfen ?

Änderung beim RBB ist nicht in Sicht. Ein Anfang der Woche veröffentlichtes Interview mit Frau Nothelle vermittelt keinerlei Einsicht. Im Gegenteil, es wird so weiter gehen - bis zum Untergang. Und auch dann wird noch weiter gesendet. Geld genug ist ja da. Und das muss weg.

Was kann, was soll man noch retten beim RBB? Hier ein Vorschlag für ein Notprogramm:
  • Intendantin Reim und Programmdirektorin Nothelle ablösen, 
  • dann Nervtöter Ulli Z. in die Zelle sperren. 
  • Sender weitgehend auflösen bis auf ein regionales Sendefenster mit Nachrichten und Berichten aus der Region morgens und abends zwischen 6 und 8 im Hauptprogramm der ARD. Wie es in den 60 Jahren des vorigen Jahrhunderts war.  
Mit letztem Punkt hätte sich dann auch Gottschalks Rentenplatz bei der ARD áutomatisch erledigt. Der Rest des ganzen übrigen Zinnobers beim RBB ist verzichtbar. Und so sparen wir uns wenigstens unser Geld...


Grafik: Gerd Altmann/Carlsberg1988  / pixelio.de

Vorsicht ist geboten

Vorsicht ist immer dann geboten, wenn Politiker scheinbar uneigennützige Lösungsvorschläge präsentieren. So bei den Kaufbemühungen des Landrates Ihrke beim Holzkraftwerk. Zur Zeit zieht er ein Gutachten nach dem anderen aus dem Zylinderhut. Best ones that money can buy. Alle beweisen, dass der Kauf des HOKAWE durch den Landkreis dringend notwendig ist und dem Landkreis nichts als Vorteile bringt. Während sich jeder denkende und rechnende Mensch mit Grausen abwendet, ist die Fraktion der Ja-Sager im Kreistag bereits umgefallen und allzeit bereit. Zwei Ausschüsse haben diesem verbrecherischen Unsinn schon  zugestimmt.
Nun gut, wem nicht zu raten ist,  ist auch nicht zu helfen. Dann kauft das bankrotte Ding endlich. Ist ja nicht euer Geld. Zur Not erhöht ihr euch einfach wieder die Kreisumlage und damit uns die Steuern.

Allerdngs möge der Kreistag in namentlicher Abtitmmung beschließen. Und er möge auch beschließen, dass  Landrat Ihrke und alle anderen Befürworter des Kaufs heute und zukünftig mit ihrem Privatvermögen inklusive  Landratspension und Renten  für künftige Insolvenzen und weitere finanzielle Zuschüsse an das HOKAWE haften. Mal sehen, was dann passiert...




Montag, 2. April 2012

April ! April ?

Natürlich waren diese Weltmeisterschaften im Luftkettensägen gestern ein Aprilscherz! Allerdings nicht komplett, denn es steht zu befürchten, dass der Landrat mit den Stimmen seiner SPD und der auf Landesebene verbandelten Linken den angestrebten Kauf des bankrotten HOKAWE im Kreistag durchdrückt.  Insofern war der gestrige Post kein Scherz und letzten Endes wird Ihrke dann wirklich irgendwann jeden Kleingärtner im Barnim verpflichten müssen, dem HOKAWE jeden Tag ein Kilo Äste oder mehr zu liefern: Es gibt keinerlei politischen Irrsinn, der in Brandenburg und speziell im Barnim nicht irgendwann Realität wird...

Sonntag, 1. April 2012

Weltmeisterschaften im Luftkettensägen erstmals im Barnim

Erstmals finden die Weltmeisterschaften im Luftkettensägen in diesem Jahr im Barnim statt. Vom 16. bis zum 19. April diesen Jahres treffen sich die nationalen Meister in dieser Sportdisziplin in der Barnimer Kreisstadt Eberswalde. Schirmherr der Veranstaltung ist der Barnimer Landrat Bodo Ihrke, der sich von dieser Weltmeisterschaft vor allem Impulse für die Rohstoffsicherung des demnächst kreiseigenen Holzkraftwerkes verspricht. " Wenn nur genügend Grundstückseigentümer üben, können wir demnächst im Kreistag eine allgemeine Ablieferungspflicht für Energieholz beschließen. Damit ist die Zukunft des HOKAWE gesichert!" freut sich Ihrke im Interview mit Vallis Blog.

Luftkettensägen funktioniert  ähnlich wie Luftgitarrespielen. Die Athleten treten zu einem selbstgewählten Playback-Sound einer beliebigen, imaginären - also nur gedachten -  Kettensäge (Benzin, Elektro oder Akku) an und zeigen in einer in der Regel ausgefeilten und ästhetisch anspruchsvollen zehnminütigen Choreografie das Fällen und Ausästen eines imaginären Baumes. Die Bewertung erfolgt durch eine fünfköpfige Jury im wesentlichen nach den Kriterien des Deutschen Turnverbandes auf einer Punkteskala von 1 bis 10.

Erfunden wurde das Luftkettensägen übrigens von dem Panketaler Carsten B., der ursprünglich vor allem die lange Zeit des amtlichen Fällverbotes für Bäume zwischen dem 1. März und dem 30. September jeden Jahres überbrücken wollte. Für diese wegweisende Idee  erhielt er bekanntlich schon vor einigen Jahren die Goldene Kettensäge.


Bild: (Reale) Spielzeugkettensäge (Maclatz  / pixelio.de)

Freitag, 30. März 2012

Der Songtext zum Wochenende

"This is my face
I've got a thousand opinions
And half the time I'm trying to explain

And this is my body
And no matter how you try and disable it
Yes I'll still be here

And, this, is my mind
And although you try to infringe
You cannot confine

And, this, is my brain
And even if you try and hold me back
There's nothing that you can gain."

 

meinte jedenfalls Kate Nash in dem Titel " Mouthwash" (Mundwasser) aus dem Album "Made of Bricks" (Fiction Records London 2007). Wunderbarer Plan nicht nur für Blogger. 
 Schönes Wochenende...


Bild: Gehirn einschalten (Gerd Altmann  / pixelio.de)



Dienstag, 27. März 2012

Die Hauptsache sind Bewegung und Suggestion

Nach 22 Jahren BRD merke ich langsam, wie Politiker ticken. Es ist ganz einfach: Es kommt nicht auf das Ergebnis an, sondern darauf, möglichst viel Geschrei und nebensächliches Gehampel zu produzieren. Das Ergebnis ist völlig unwichtig, ja, es kann vollkommen kontraproduktiv oder gar negativ im Vergleich zum bisherigen Zustand sein. Insofern war Kohls dummer Spruch, dass wichtig sei, was "hinten" raus kommt, auch wirklich nur ein dummer Spruch.

Ganz besonders fiel mir das neulich wieder bei einer Verlautbarung aus dem Laienspieltheater - Verzeihung, ich meine natürlich das Bundesarbeitsministerium - auf. Unsere Super-Mutti Uschi hat die drohende Altersarmut der Selbstständigen und Freiberufler entdeckt. In den seltensten Fällen sind diese Menschen reich wie die Familie Schlecker und können ihre entlassenen Angestellten  einfach den Steuerzahlern zur weiteren Fürsorge auf das gesellschaftliche Auge drücken, während sie selbst ganz munter von den paar übrig gebliebenen Milliönchen dahin vegetieren müssen.

Nein, die Mehrheit dieser Menschen hat sich irgendwann einmal mit großen Träumen  selbstständig gemacht und beutet sich oder die gesamte Familie aus, um vor allem das Finanzamt und die Berufverbände befriedigen zu können. Da bleiben für die Rentenversicherung oder irgendwelche Rücklagen einfach keine Euros übrig! Die Kohle reicht immer gerade so. Oder auch nicht. Wie es vielen geht, kann man in Sendungen des Privatfernsehens wie "Rach- der Restauranttester" oder bei diversen Schuldenberatungen sehen.

Aber Hilfe naht: Super.-Uschi hat schon zur Punktlandung angesetzt. Es ist doch ganz einfach! Diese Menschen werden einfach alle zur Zahlung in die Rentenklasse oder die berüchtigte Rührum-Rente verpflichtet. Dann ist das Problem gelöst! Die Altersarmut ist automatisch weg. Suggeriert die Uschi. Und macht wieder einmal was. Doll!

Natürlich kann sich Super-Uschi von der Laienspieltruppe, mit dem goldenen Löffelchen im Mund geboren und immer fein alimentiert von Papa und später vom Männe und/oder dem Steuerzahler  überhaupt nicht vorstellen, dass sie die Altersarmut mit dieser feinen Regelung bei vielen in die alltägliche Gegenwartsarmut verwandeln wird...

Foto: Christian Pohl  / pixelio.de

Kernkompetenzen

Infratest dimap hat im Saarland die Wähler gefragt,. was für sie die wahlentscheidenden Themen waren. Mit 40 Prozent steht "Soziale Gerechtigkeit" auf dem ersten Platz. Eigentlich doch eine Kernkompetenz der Linken, wenn man deren Geschrei traut. Allerdings hat sich scheinbar bis ins ferne Saarland herumgesprochen, dass die Linken - einmal an der Macht - sich vor allem um eine ganz bestimmte soziale Gerechtigkeit kümmern: Um die auf ihren eigenen Girokonten. Auch da, wo man nur im Landtag sitzt, stimmt man der Selbstbedienung immer fein zu. Liebe Genossen, macht ruhig weiter so. Vorne salbungsvoll labern, hinten kassieren. Dann sind minus fünfkommazwei Prozent sicher erst der Anfang. Die Wähler sind nämlich nicht so blöd, wie ihr denkt. Hat sich 1989 schon mal gezeigt...

Montag, 26. März 2012

Polnische Ausgabe des "Manifest" löst Debatte aus

Kaum ist die gbs-Grundlagenschrift "Manifest des evolutionären Humanismus" inPolen erschienen (unter dem Titel "Humanizm ewolucyjny" als erster Beitrag der Reihe "Kontraste und Kontroversen" im Verlag "Dobra Literatura"), schon löst sie heftige Diskussionen aus. Allein auf der Website "Wirtualana Polska" ("Virtuelles Polen") gab es bislang über 560 Kommentare auf die Ankündigung des Buchs. 
Die Debatte zeigt die weltanschauliche Zerrissenheit Polens: Einerseits wird das Land noch immer von einer sehr dogmatischen Spielart des Katholizismus dominiert, andererseits neigen junge Großstädter immer häufiger dazu, sich offen zu säkularen, liberalen Positionen zu bekennen, was auch den Erfolg der antiklerikalen Partei "Ruch Palikota" erklärt, die bei den letzten Parlamentswahlen als drittstärkste Kraft in das polnische Parlament einzog. 
 
(aus dem März-Newsletter der Giordano-Bruno-Stiftung)

Freitag, 23. März 2012

Dienstwagen und Diäten

Anfang dieser Woche hatte ich noch vom unnachsichtigen Durchgreifen des Brandenburger Finanzministers Markov (Linke) gelesen. Der hatte werbewirksam und wirklich ohne Ansehen der Person  durchgesetzt, dass alle Regierungsmitglieder mit Dienstwagen ein ordentliches Fahrtenbuch führen müssen, um auch die Privatfahrten abzurechnen Da dies bisher nicht passiert war, hatte er die Bücher prüfen lassen und bei einigen Großkopfeten Nachzahlungen angefordert. So weit, so gut. Die Linkspartei kam bei Umfragen wieder über 10 Prozent der Wählerstimmen.

Allerdings war mir zu diesem Zeitpunkt schon nicht klar, warum  nicht jeder Dienstwagennutzer der Landesregierung einfach jeden Monat generell  ein Prozent des Neuwagenlistenpreises + Kosten für die Extras über die gesamte Nutzungsdauer des Autos zahlt. Das wären in den Größenordnungen der Minister (Audi A 8) sicher schon mal 1000 Euro monatlich oder wenig dadrunter. Eigenartig. Bei uns Otto Normalverbraucher klappt das doch, obwohl ja so ein Auto jedes Jahr um 20 Prozent abgeschrieben wird, also an Wert verleirt, und der Neuwert bei der 1-Prozentversteuerung daher reine Abzocke durch die Haie vom Finanzamt ist.

Noch ein "Allerdings": Schon neulich meinte ich zu M., dass sich die armen Regierungsfuzzis da wohl demnächst die Gehälter erhöhen werden, weil es nun mit den Nachzahlungen hinten und vorne nicht mehr reichen würde. Kein Golfclub mehr und kein Lagerfeldt für die Damen. Elend und Hunger würden um sich greifen. Welcher verantwortungsvolle Steuerzahler will das schon? Wir geben es doch gern unseren Bedürftigen.

Und richtig, mein Flehen wurde erhöht. Zumindest teilweise. " Innerhalb von zwei Tagen, unter Ausnutzung verkürzter Fristen und ohne Debatte hat der Landtag den Weg dafür frei gemacht, dass die Diäten ab diesem Jahr wieder steigen können. Die entsprechende Gesetzesänderung passierte einstimmig den Landtag." schreibt die "Märkische Oderzeitung" heute. Na, was den auch sonst. Die NEP (Neue Einheitspartei, früher Nationale Front), bestehend aus SPD, Linken, CDU, FDP und Grünen war sofort einig. Wie sagt der Volksmnund: Egal wie die Schweine auch heißen, am Trog sind sie alle immer ganz vorne.

Vielleicht sitzt ja nun nicht jeder Dienstwagennutzer der Landesregierung auch im Landtag, aber der erste Schritt gegen die Verarmung unserer Landes-Elite ist getan. Weiter so...

Donnerstag, 22. März 2012

Narren und Weise

" Der einzige Unterschied zwischen einem Narren und einem Weisen ist der, dass der Weise die schwereren Fehler macht. Unbd das nur, weil niemand geneigt ist, einen Narren mit einer wichtigen Entscheidung zu betrauen. Nur Weise bekommen Gelegenheit, Schlachten oder Länder zu verlieren." schreibt Thomas Leo Clancy Jr. (* 12.4.1947  in Baltimore, Maryland) Er  ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der unter dem Namen Tom Clancy schreibt und besonders für seine Politthriller bekannt ist. Das Zitat ist aus dem Roman "Clear and present Danger" (dt.: Der Schattenkrieg, Heine Taschenbuch 2001)

Denkt man diese Angelegenheit weiter, ergeben sich gleich mehrere Fragen:
  1. Ist es sinnvoll, dass sich die sogenannten Weisen als Weise aufführen dürfen oder machen wir da etwas falsch?
  2. Stimmen vielleicht einfach unsere Perspektiven nicht, sind die Weisen vielleicht blöd und die Narren in Wirklichkeit weise?
  3. Wären die letzten sechstausend Jahre Menschheitsgeschichte vielleicht besser mit Narren an der Spitze  gelaufen?
  4. Warum machen wir nicht einfach mal 'nen Versuch und drehen die ganze Chose um?
Sind ja nur Fragen und ich bin ja auch nur ein Narr, denn ich habe nichts zu sagen...


Foto: Selbst ein Narr ist ratlos (Karl-Heinz Laube  / pixelio.de)

Mittwoch, 21. März 2012

Jetzt sind sie völlig durchgeknallt

Manchmal zieht es mir nach 22 Jahren Bundesrepublik immer noch die Schuhe aus. Die "junge welt" meldet heute unter dem Titel "Wohlfühlprogramm für Interventionstruppen", dass sämtliche Bundestagsparteien die Kommunikationsbedingungen für Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz verbessern wollen. Besonders weit geht die Linksfraktion, die kostenlose Telefon- und Internetmöglichkeiten für die Soldaten fordert.

Die Linke! Das war bisher die einzige Partei im Bundestag, die Auslandseinsätze der Bundeswehr wie die Beteiligung an dem grundgesetzwidrigen Krieg in Afghanistan ablehnten! Es wird Zeit, diesen rückgratlosen Gestalten um Gysi, Ernst oder Bartsch endlich die sprichwörtliche rote Karte zu zeigen.

Abgesehen davon, dass jeder Soldat der Bundeswehr PRO TAG einen Zusatzsold von 110 Euro bekommt und sich wohl dafür nicht nur  ein Telefongespräch mit Mami PRO TAG leisten könnte, treiben es mir die Gysis und Co. in ihrem Anpassungswahn an die übrigen Blockparteien etwas zu weit. Es reicht! Gregor, auch mit noch mehr Arschkriecherei bei den Volksverhetzern, Rüstungslobbyisten und Kriegstreibern werdet ihr in den nächsten 50 Jahren nicht den Bundeskanzler stellen. Da sind die vielen ehrlichen Wähler vor, die Eure Spielchen längst durchschaut haben...

Dienstag, 20. März 2012

Wie Little Greenman zu Eightman wurde (Teil 2 und Schluß)

Berechtigterweise gab es verschiedene Anfragen von Lesern, die sich in der politischen Landschaft des Barnim nicht auskennen und die dementsprechend mit dem Comic nichts Richtiges anfangen konnten. Es ist wahr, dass der Inhalt der Bildergeschichte schon etwas spezifisch ist. Aber er spiegelt allgemeine Eigenschaften von Möchtegern-Politikern der brandenburgischen Provinz wieder, die so oder so ähnlich sicher überall auftreten. Diese Art von Mensch ist eben einfach großartig und besiegt ständig irgend jemanden. 

Selbst zur gerade simulierten "Wahl" des BuPrä gibt es Ähnlichkeiten, denn SPiDerman wurde im Örtchen Punkertal von der NEP aufgestellt, der Neuen Einheitspartei Deutschlands, bestehend aus vier formal eigenständigen, sogenannten Volksparteien. Insofern waren wir hier in der Provinz der Bundespolitik schon immer um Längen voraus.

Hier der zweite und letzte Teil unseres Comics, in dem Little Greenman zum Eightman reift, um nur wenige Monate später die Nominierung des Pfaffen Gauck zum BuPrä-Kandidaten bejubeln zu können:










"Wir verändern."

 Ach ja? Seit zweieinhalb Jahren koaliert in Brandenburg die SPD mit der Partei Die Linke. Vorab: Es ist nichts, aber auch gar nichts besser geworden. Und Veränderung? Erst recht nicht zum Positiven. Die Zusammenarbeit bekommt der  Platzeck-SPD sehr gut, den Linken aber hat es gehörig die Petersilie verhagelt, denn viele ihrer Wähler fühlen sich verraten. Besonders der Vattenfall-Minister Christoffers sorgt ständig für Unmut, denn er tut fast alles für den in Brandenburg und Berlin allgewaltigen schwedischen Energiekonzern.

Am Wochenende jedenfalls beehrte uns die Linke mit einem "Brandenburg Report". Die Partei wollte offenkundig um gut Wetter bei ihren Wählern betteln. Nun, der Informationsgehalt des vierseitigen Blättchens war dann auch mit der Sonderausgabe des SED-Zentralorgans  "Neues Deutschland" von der Leipziger Frühjahrsmesse 1989 zu vergleichen: Nur Erfolgsmeldungen und  wo es nicht läuft, sind wie immer die Anderen Schuld.

Besonders putzig wird es bei den Schuldzuweisungen unter der Überschrift "Wir tragen auch die Lasten der vergangenen 20 Jahre". Hier entblödet man sich nicht, den in den 90er Jahren angeblich fehlenden unterstützenden Protest der Bürger  gegen den Flughafenneubau in Schönefeld zu kritisieren. Ich frage mich allen Ernstes, warum diese Partei damals in der Oppostion im Landtag bzw. im Berliner Abgeordnetenhaus saß, warum sie eigentlich gewählt wurde? Wenn sie es nicht fertig brachte, das Thema im Sinne der Betroffenen auf die Agenda zu setzen, die Bürger zu sensibilisieren und ihren Protest  anzuführen? Sind das nicht die Aufgaben einer Oppositionspartei?

Jetzt - wo das Kind schon jahrelang im Brunnen liegt und der Lärm des Flugverkehrs sehr bald über halb Brandenburg zu hören sein wird - den Schwarzen Peter auf die angeblich dummen und schlafmützigen Bürger abzuwälzen, ist mehr als billig. Es ist Roßtäuscherei. Und es erhärtet sich wieder einmal der Verdacht, dass der Parteiname wirklich vom Verb "linken" abgeleitet ist...

Foto: Nach der Wahl (Lisa Eiling-Wilke  / pixelio.de)

Montag, 19. März 2012

Vallis Blog heute mit einem echten Comic Strip

In diesen alternativ-, da wahllosen Zeiten erinnern wir uns gern an die politischen Erfolge vergangener Epochen.Einen besonders großartigen Sieg errang im vorigen Jahr ein besonders großartiger Politiker  in einem besonders großartigen Dorf des besonders großartigen Landkreises Barnim. Dieser Wahlerfolg - denn darum handelte es sich - war so großartig, dass er eine ganze Ära prägte und der obengenannte Politiker noch heute von seiner Großartigkeit durchdrungen ist. Erst neulich hat er seine Parteioberen von dieser Großartigkeit überzeugen können - wieder einmal. Wie sang einst Ringo Starr mit drohendem Unterton in der Stimme: " I am the Greatest - and you better believe it, baby!!!".

Unser Zeichner simplepics hat die spannende Geschichte von Greenman, der zu Eightman wurde, und seinem treuen Knappen Helmet Steel mit wenigen Strichen nacherzählt:











Fortsetzung folgt....

Sonntag, 18. März 2012

Endlich! Endlich! Endlich?

Gibt man bei der von mir einstmals sehr geschätzten "Zeit" das Stichwort "Gauck" in die Suchfunktion ein, öffnen sich insgesamt 65 Seiten mit Überschriften und Artikelanfängen zum neuen Heiland der Neoliberalen. Und was dort alles zusammengeschwätzt, gelobhudelt und arschgekrochen wird:
Die Überschriften
  • Gauck beginnt Wahl-Tag mit Gottesdienst
  • Hohe Erwartungen an Joachim Gauck
  • Gauck hatte heute harten Stuhlgang
  • Er hat die Leute elektrisiert
  • Es lebe der König!
  • "Ich hoffe, Herr Gauck wird ein bisschen wie Herr Rau"
  • Gaucks bunte Wählergemeinschaft
  • Gaucks Enkel
  • DDR-Weggefährten erzählen von Gauck
  • Rösler kostet den Gauck-Coup aus
  • Gaucks Enkel legen los
  • Gauck wird zum Liebling der CDU
  • Gauck kann Merkel in den Schatten stellen
  • So schön ist Politik!
  • Gauck: Retter der Menschheit vor dem Rinderwahn
  • Gaucks letzter Auftritt als Privatier
  • Stellvertreter auf Erden
  • Wofür er steht
  • Das Schlafzimmer des Präsidenten
  • Ich will Gauck
  • Der konservative Störenfried
  • Wie gut kennen Sie Joachim Gauck?
  • Gaucks Stärke ist seine Geschichte
  • Joachim Gauck der Ehrliche
  • Gauck macht Blinden sehend
  • Mehrheit der Deutschen will Gauck als Bundespräsidenten
  • Super-Gauck gesucht
sind nur eine kleine Auswahl aus einer einzigen Zeitschrift. Einer Zeitschrift, die einmal vorgab, seriöse und unabhängige Berichterstattung zu liefern. Schade, viel freie Presse bleibt nicht mehr in dieser Parteiendemokratur.

Allein die Überschriften sollen uns, dem Volk, anscheinend suggerieren, dass der Heiland erschienen ist. Endlich. Wie damals am 30. Januar 1933 oder ab 1945, als ein anderer GröFaZ die Geschicke eines Teils unseres Landes mit kluger Hand und unfehlbar regelte. Wohl niemals wieder seit dem Todestage Josef Stalins sind in Deutschland dermaßen peinlich-lobhudelnde Artikel über einen sterblichen Menschen erschienen. Ich schäme mich für diese Art von Journalisten und diese Journaillie. Und ich schäme mich für einen verwirrten Menschen, der diesen widerlichen Schleim jeden Tag über sich ausgießen lässt und ihn wahrscheinlich sogar noch genießt, ohne dessen Verursacher in die Schranken zu weisen.

Wenn man dann auch noch daran denkt, dass
  1. in Deutschland nur noch zehn Medienkonzerne die Volksmeinung manipulieren und
  2. ein gewsser Hugenberg, reaktionärer Medienzar der Weimarer Republik, maßgeblich am "Hochschreiben" Hitlers beteiligt war,
kann einem um diese Republik richtig Angst und Bange werden.

Sei's drum: Nun wählt ihn endlich, sperrt ihn ins Schloß Bellevue und werft den Schlüssel weg. Der Katzenjammer wird groß, auch bei seinen Verursachern....

P.S.: Um die Seriosität dieses Blogs zu wahren: Drei der "Zeit" - Überschriften sind tatsächlich von mir hinzu gedichtet. Aber mal ehrlich: Fallen die in diesem Wust von Heilsversprechen wirklich noch  irgend jemanden auf?

Nachsatz: Der obige Text war heute, am 19.3.2012, wirklich 2,5 Stunden bei der "Zeit" als Kommentar zu einem weiteren Schleim-Artikel über den G. zu  lesen. Dann wurde er weg zensiert. Toll, wie man in dieser Reaktion mit Kritik umgeht. So demokratisch...
.

Donnerstag, 15. März 2012

Skide godt

"Ostdeutsche sind halt anders" meinte Morton Grunwald, Darsteller des Benny in den dänischen Filmen über die Olsenbande auf die Frage, warum diese Filme nur in der ehemaligen DDR bekannt sind, nicht aber in Westdeutschland.
Damit hat Benny wohl Recht. Wir hier haben vor allem einen unbändigen Humor. Der ist uns auch in den letzten 22 Jahren nicht vergangen, vergeht uns auch mit 87 Prozent der Rente der Westdeutschen und 80 Prozent der Löhne nicht. Er bleibt uns auch erhalten, wenn unsere Kinder hunderte von Kilometern in die Ferne ziehen müssen, um eine adäquate Arbeit zu bekommen. Wir lachen auch, wenn das Arbeitsamt seine Statistik zusammen lügt oder wenn unsere Pflegekräfte oder andere Arbeitnehmer bei einer Lohnerhöhung gewerkschaftlich abgesegnet mal wieder weniger bekommen als die Leute westlich der ehemaligen Staatsgrenze. Und nach wie vor ertragen wir lächelnd die blöden Sprüche jedes Politikers, wenn man uns wieder einmal einen Brosamen wie die geplante Renten"erhöhung" hinwirft. Auch wenn wir Rechnen können und es wohl bei diesem Tempo der von der Laien und Co. wohl wenigstens noch 100 Jahre dauern wird, bis wir "richtige"  deutsche Staatsbürger sein werden...

P.S.: "Skide godt" ist dänisch, heißt so etwa "mächtig gewaltig" und war Bennys Lieblingsredewendung als Kumpan von Bandenchef Egon Olsen. Mächtig gewaltig ist das, was deutsche Politiker nur beim Füllen der eigenen Taschen sind..Was mich zu der Frage bringt, warum wir uns eigentlich nicht mit Dänemark  wieder vereinigt haben?

Freitag, 9. März 2012

Leseempfehlung zum Wochenende

Ärgern macht krank. Und insofern freut sich derjenige, der den Ärger hervor gerufen hat. Zum Beispiel ist die Rentenkasse - ergo: die Bundesregierung-  sicher froh über jeden tot geärgerten Rentner. Also, was hilft?  Zurück ärgern. Und wie kann man besser zurück ärgern, als dass man den Ärgerer verarscht, verscheißert, verhöhnt, unmöglich macht.

Passt gut für die Politkaste, wie wir gestern am Schloss Bellevue hören konnten. Die Tröten haben die Selbstbeweihräucherung der Absahner, Lügner  und Volksverächter doch einigermaßen gestört und werden deshalb wohl demnächst verboten. So wie Facebook, das Internet, Twitter oder Leserbriefspalten und unzensierte Onlinekommentarforen in Zeitungen.

Aber nicht nur die laute Satire kann moralisch töten. Auch vermeintlich leise Töne rütteln an den Grundfesten dieser Demokratur und schicken unsere Großlaffen dahin zurück, wo sie hingehören - auf die Witzseiten der Illustrierten.

Zu diesen eher leisen Töne des Kampfes um wahre Demokratie und Bürgerrechte gehören in Deutschland nicht erst seit Heinrich Heine auch Gedichte. Wer  gern mal so richtige Liebeslyrik über einige der Mitglieder des Bundesgruselkabinetts lesen möchte, sollte  diesen Link hier anklicken. Niemand und nichts beschreibt zum Beispiel den unseligen Rechtsaußen Friedrich so kurz und so prägnant. Und wer noch mehr über diese Lichtgestalten lesen möchte, sollte sich weiter unten zu den Oden nicht an die Freude, sondern über Ramsauer, Niebel, Frau Leut (der Name ist mir zu lang) oder das Kohl-Girlie Schröder durch klicken: Spaß ist garantiert. Und nur mit Spaß und Satire lässt sich diese Kaste noch halbwegs ertragen...

Mittwoch, 7. März 2012

Von der Wiege bis zur Bahre: GEZ und GEMA

Folgendes Schreiben sorgt im Familienkreis für Verwirrung.
 
Was machen die da nur mit ihren Kunden auf dem Friedhof dieser kleinen Stadt in Mecklenburg? Was für ein Unterhaltungsprogramm wird geboten? Touren die Gottschalcks, Bohlens, Klumps, Raabs, von der Lippes, Jauchs, Cantz`s und  Co. jetzt schon über die Friedhöfe dieser Republik? Und wir Nachfahren müssen dafür löhnen? Für Unterhaltung? An GEZ und GEMA? Wenn das wirklich stimmt, möchte ich in keinem Fall  tot sein ! Ich könnte ja nicht einmal mehr ausschalten!!! Oder mich einfach weg drehen...

Großer Zapfenstreich

Dem Vernehmen nach hat unser ehemaliges Wülffchen sich verschiedene Lieder zum Großen Zapfenstreich gewünscht. Es sei dahingestellt, wie "Somewhere over the rainbow" als Blasmusik von einer Bundeswehrkapelle klingt. Es ist mir auch wurscht, dass sich das Wülffchen, bescheiden wie er so ist, statt der üblichen drei Stück gleich vier gewünscht hat. Mir ist einzig allein wichtig, dass wir den Kerl endlich los sind. Und eigentlich könnte er seinen designierten Nachfolger auch gleich mit in die Versenkung nehmen. Natürlich ohne "Ehrensold".

P.S. : Allerdings war Wülffilein auch bei seiner Musikauswahl ziemlich inkonsequent. Ich hätte ihm " Money for nothing" von den Dire Straits empfohlen. Wie für diesen Abstauber geschrieben:

Now look at them yo-yos that's the way yo do it
you played the guitar in the Schloss Bellevue
that ain't working that's the way you do it
money for nothing and the cheques for free

Now that ain't working that's the way you do it
let me tell you them guys ain't dumb
maybe get a blister on your little finger
maybe get a blister on your thumb.

Wer findet die Fehler? Natürlich nur im Text, nicht im System....

Foto: Dämmerung am Schloss Bellevue (Schakatak  / pixelio.de)


Dienstag, 6. März 2012

Abseits von Quoten und jeder Art von Emanzipation

"Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie."
 meinte jedenfalls Albert Einstein (* 14. März 1879 in Ulm; † 18. April 1955 in Princeton, New Jersey). Er  war vor allem theoretischer Physiker

Tja, Albert, da helfen keine Grübeleien. Man muss nicht alles verstehen, lieben ist doch mehr als genug... 

Alles Gute zum Internationalen Frauientag am 8. März.

Sonntag, 4. März 2012

Affären, Wahlen und viele Fragen

Die Affäre um den lebenslangen "Ehrensold" (Achtung, Ironie!) unseres verflossenen Bundespräsidenten lässt mich wieder einmal über unsere sogenannte Demokratie sinnieren. Einiges kommt da zusammen:
  1. regen sich unsere Medien seit Wochen über Putin, den personifizierten Undemokraten, auf. Heute wird nun in Russland gewählt und es stellt sich heraus, dass der sogar fünf Gegenkandidaten hat! Wieviel ernst zu nehmende Gegenkandidaten, die nicht von der Partei  "Einiges Deutschland"* , bestehend aus Nationaler Front von CDU, FDP, SPD und Grünen, aufgestellt wurden, hat eigentlich Gauck?
  2. wurde Putin als Kandidat von der BLÖD-Zeitung ausgewählt und aufgestellt wie unser zukünftiger oberster Pfaffe?
  3. sind 10.000 Demonstranten von 80 Millionen Deutschen eine Nachricht wert, wenn sie vor dem Brandenburger Tor demonstrieren. Es sind eine ganze Menge, nämlich rund 0,01 Prozent der Bevölkerung.  10.000 Putin-Gegner von 160 Millionen Russen sind nur lächerlich, wahrscheinlich müssen die Korrespondenten der deutschen Medien jeden Tag heftig nach ihnen suchen.
  4. sind vierundachtzig Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung - nämlich 67,2 Millinen einfche Menschen - dagegen, dass ein Lügner und Abstauber, der außerdem laut eigener Abtrittsrede aus persönlichen Gründen weg getreten ist, diese rund 200 T€ pro Jahr zugeschanzt bekommt. Natürlich können die 67,2 Millionen offen ihre Meinung sagen, was uns vielleicht von offenen Diktaturen unterscheidet. Aber nutzt das was?  Sehnt sich da nicht mancher nach Mielkes Mannen zurück? Von denen wurden Regimegegner wenigstens noch ernst genommen! In unserer Demokratur holt man die Gegner der Regierung nicht ab, man ignoriert sie einfach, lässt sie quatschen und macht weiter. Ist diese Form der Diktatur nicht viel effektiver? Und vor allem zermürbender für alle politischen Gegner der herrschenden Kaste?
Bevor mir hier wieder einer irgend etwas unterstellt - es sind nur Fragen. Ich will und ich brauche keinen Putin, Die Fragen sind auch nicht besonders tiefgründig oder umfassend. Ich bin nur der Ansicht, wir sollten nicht vor den Türen anderer Völker herum lärmen, sondern lieber die eigene politische Bruchbude sauber machen......

* "Einiges Russland" heißt die Putin-Partei.

Bild: Wilhelmine Wulff  / pixelio.de

Donnerstag, 1. März 2012

Revolucion

Nein, keine Angst, niemand hat Abstauber Wulff oder dem Merkel die Scheiben eingeworfen. Auch den Banken geht es nach wie vor gut. Es flogen keine Molotow-Cocktails ins Bundeskanzler-  oder Bundespräsidialamt. Es gibt nichts Neues in Deutschland. Revolution ist nicht in Sicht, wir zahlen alle weiter freudig für unsere Abstauber, Heuchler und Spekulanten. Bis an unser Lebensende. Und ins zwanzigste Glied.

Auch die Berliner S-Bahn fährt nach wie vor unpünktlich oder gar nicht, wie wir gestern abend  leidvoll erfahren durften. Da ging es nämlich zur "Revolucion" im Berliner Admiralspalast. Glücklicherweise hatten wir das Auto am S-Bahnhof.. Die Ansage, dass am S-Bahnhof Humboldthain ein ausgefallener Zug auf den Gleisen stehe, überraschte uns ja auch nicht wirklich. Ab ins Auto, mit Höchstgeschwindigkeit - ohne Blitzer - nach Mitte, Parkplatz gesucht, fünf Euro dafür gelöhnt, Sprit nicht mitgerechnet, S-Bahnfahrkarte war auch schon entwertet (2,30 €) . Berlin, ick liebe dir! Und die Deutsche Bahn. Und Grube. Und Haupt-Verursacher Mehdorn. Wen vergessen?

Was so "super" beginnt, kann doch eigentlich nur besser werden, oder ? Leute, es wurde bombastisch. Premiere der Show war am 22. Februar, die Tänzer und die Band sind überragend, kein Wort auf dieser Internetseite hier ist gelogen: Die Tickets sind zwar teuer, aber sie sind jeden Cent wert. Kratzt Eure Kohle zusammen und hin! Jede weitere Beschreibung wäre reine Blasphemie!

Wir waren zwei Stunden in der Karibik, auf Kuba. Als wir dann wieder auf die Straße kamen, empfing uns der gewohnte Berliner Nieselregen. Was soll's? Wir werden uns noch lange über dieses Tanzerlebnis freuen.

Foto: Havanna (Martin Kummer  / pixelio.de)

Mittwoch, 29. Februar 2012

Die Krähen

Na, nun weiß ich endlich, warum das Sch..finanzamt unbedingt 1200 Euro von mir zurück haben will: Nicht die Griechen sind Schuld, sondern dieses abstaubende Arschgesicht. Woher soll das Geld auch kommen? Es war ja völlig klar, dass sich die Geier und Saatkrähen - also die, die täglich auf unsere Kosten herum schmarotzen  - nicht gegenseitig ins Portemonnaie greifen würden. Schön daran ist lediglich die bundespräsidalamtliche Bestätigung, dass der Lügner Wulff nicht privat, sondern als Politiker gelogen und abgestaubt hat. Die Besten der Besten der Besten - genau DAS ist unsere Elite...

Erkenntnis nach der Sitzung des Finanzausschusses

"Politik ist Krieg ohne Waffen.
Krieg ist Politik mit Waffen."
meinte jedenfalls Mao Zedong ( chinesisch: 毛澤東 / 毛泽东 auch Máo Zédōng, Mao Tsê-tung oder Mao Tse-tung *  26. November 1893 in Shaoshan † 9.September 1976 in Peking.
  
 Er mag damit Recht gehabt haben. Mir geht jedenfalls bei zuviel Bürokraten-, Heuchler- und Politikergewäsch  immer das Messer in der Tasche auf...

Dienstag, 28. Februar 2012

Gierschlünde

Deutsche Beamte, vor allem Finanzbeamte, schicken ihre Drohbriefe an den Bürger gern kurz vor dem Wochenende raus. Der Brief kommt dann Freitag oder Sonnabend an und der Bürger kann sich am gesamten Wochenende grün und blau über irgendwelche gequirlte Beamtenkacke ärgern.

Ich neige in diesen Momenten dazu, an rein persönliche Animositäten dieser ganz besonderen Spezies Mensch gegen  mich zu glauben und finstere Pläne zu schmieden. So auch am vergangenen Wochenende, als sich wieder mal mein Lieblingsfinanzamt bei mir meldete. Steuererleichterungen, seit 13 Jahren anstandlos ausgezahlt, werden plötzlich gegen jede Rechtsgrundlage ignoriert. Dummheit oder Pflicht?

Nach einer Terminvereinbarung mit dem Steuerberater wird klar, dass Letzteres der Fall ist. Der Staat braucht Kohle  für ominöse Rettungspakete und anstehende Diätenerhöhungen. Und mein Steuerberater schiebt Sonderschichten, denn scheinbar sind fast alle seine Klienten von diesem gedankenlosen Irrsinn betroffen. Sie werden Einsprüche einlegen. Da kommt viel Arbeit auf die von uns alimentierten Sesselfurzer in den Amtsstuben  zu ...

Migrations-- und Integrationsrat Brandenburg wählte neue Vorstandsmitglieder

"Am vergangenen Wochenende fand die erste Sitzung des Migrations- und Integrationsrates des Landes Brandenburg (MIR) im neuen Jahr statt. Der MIR ist der landesweite Dachverband der Migrantenorganisationen. Er vertritt die in Brandenburg lebenden Menschen mit Migrationshintergrund und verhandelt regelmäßig mit der Landesregierung über die Verbesserung der Lebensbedingungen und Integrationsmöglichkeiten der hier lebenden ausländischen Bevölkerung." (lesen Sie hier weiter...)

Herzlichen Glückwunsch!

VEB Holzkraftwerk Eberswalde ?

Das Eberswalder Holzkraftwerk (HOKAWE) ist schon geraumer Zeit pleite. Aber: Hilfe naht. Der Landrat Bodo Ihrke will das HOKAWE kaufen und als kreiseigenen Betrieb  weiter führen lassen. Eine willkommene Gelegenheit, um Partei- und andere Freunde mit Posten zu versorgen ? Oder doch ein genialer Schachzug von König Bodo I., um nachhaltige Energiewirtschaft im Landkreis Barnim zu  stärken? Kreistagsmitglied Johannes Madeja jedenfalls ist strikt gegen den Kauf des HOKAWE, es rührt sich breiter Widerstand gegen Ihrkes Pläne für noch mehr risikobehaftetes Volkseigentum. 

Und Herr Madeja beantwortet in seiner nun folgenden Antwort auf ein Interview Ihrkes für die "Märkische Oderzeitung"  auch gleich die Frage, warum das HOKAWE eigentlich insolvent ist bzw. warum sich offensichtlich kein privater Käufer für die Investruine findet: 

"Nichts spricht für's HOKAWE 

Sicher haben Sie auch das Interview von Landrat Bodo Ihrke zum HOKAWE mit der MOZ gelesen. Es ist in der Ausgabe vom 07.02.2012 abgedruckt. Herr Ihrke spricht davon, dass das HOKAWE neben Strom auch Fernwärme produzieren kann und dass das betriebswirtschaftlich und ökologisch machbar ist. Ein Gutachten bestätige das. Mir ist dazu folgendes aufgefallen:

Herr Ihrke sagt: Das HOKAWE als Fernwärmelieferant garantiert geringe Heizkosten für unsere Bürger.
Richtig ist: Herr Ihrke sieht als einzigen Abnehmer für die Fernwärme die EWE, die dann den Bürgern die Wärme verkaufen soll. Den Preis bestimmt die EWE. Herr Ihrke kann ihn nicht beeinflussen. Es ist ja noch nicht einmal geklärt, ob die EWE die Wärme überhaupt abnehmen will und - wenn ja - zu welchem Preis.

Herr Ihrke sagt: Das HOKAWE verbessert unsere Klimabilanz.
Richtig ist: Das HOKAWE emittiert pro Jahr 250 000 t Kohlendioxid, so viel wie ein Braunkohlekraftwerk vergleichbarer Leistung. Diese Menge wird klimawirksam.
Die angebliche Einsparung von Kohlendioxid ist nichts weiter als ein Definitionstrick

Herr Ihrke sagt: Die einkalkulierten Gewinne kommen allen Bürgern des Landkreises zu Gute
Richtig ist: Es gibt gar keine echten Gewinne. Die so genannten Gewinne bestehen aus Bonuszahlungen an das HOKAWE, die alle Bürger letztlich über die von ihnen geforderten Strom- und Wärmepreise selbst finanzieren.
Durch das HOKAWE werden weder Strom noch Wärme billiger.

Herr Ihrke sagt: Für das HOKAWE gibt es 5 Millionen Euro Anschubfinanzierung vom Landkreis. Die restlichen 11,8 Millionen Euro finanziert die zu gründende Tochtergesellschaft des Kreises.
Richtig ist: Die Gesellschaft wird eine 100%-Tochter des Kreises sein. Letztlich finanziert also doch der Kreis, d.h.. der Bürger. Er trägt auch alle Risiken und die Belastung durch Kredite. Wenn sich das HOKAWE wirklich rechnen würde, dann hätte es nicht Insolvenz anmelden müssen.

Herr Ihrke sagt:
Der Gesamtbedarf des HOKAWE könnte in der Zukunft regional aus Energieholz genommen werden.
Richtig ist: Selbst ein Radius von 160 km um das HOKAWE reicht nicht aus, um den Energieholzbedarf zu decken. Es bleibt eine Lücke von mindestens 50 000 t Holz. das in besserer Qualität auf dem freien Markt - zu Marktpreisen versteht sich - gekauft werden muss. Sonderkonditionen gibt es nicht mehr. Daran ist das HOKAWE letztlich gescheitert und daran wird jeder Betreiber scheitern."

Dazu kann man nur noch eins sagen: Den  Wahnsinn der Kreisverwaltung stoppen! Spätestens im Kreistag....



P.S.: Danke an Herrn Madeja, der sich zu den angegebenen Kennziffern mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde abgestimmt hat.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Beschämend

"Der Verein Pflegestation für Wildtiere in Melchow kümmert sich seit 1995 um tierische Einwohner der Region, die in Not geraten sind. Die etwa 30 Personen umfassende Initiative von Natur- und Umweltschützern um den Tierarzt Andreas Valentin päppelt erkrankte oder verletzte Wildtiere wieder auf. Zwischen 500 und 700 Wildtiere werden jedes Jahr in der Station gepflegt, auch Insekten und Reptilien. Dafür ist der Verein 24 Stunden am Tag erreichbar, und all das geschieht ehrenamtlich." schreibt die "Märkische Oderzeitung" in ihrem heutigen Barnim-Echo. Abgesehen davon, dass der Mann DR. Andreas Valentin heißt - das absichtliche  Verschweigen akademischer Grade in Presseveröffentlichungen ist  nach den kriminellen Eskapaden des fränkischen Lügenbarons Guttemberg richtig in Mode gekommen- zeugt der Artikel wieder einmal von der Kleinkariert- und Unverschämtheit unserer herrschenden Brandenburger Polit-Pfiffiküsse.Während  Bodo Ihrke, Barnimer Landrat aus der Lostrommel, gerade aufwändig für wenigstens 30.000 Euro den Ankauf des insolventen Eberswalder Holzkraftwerkes prüfen lässt, dabei mal locker 17 Millionen springen lassen und gleichzeitig dem weiteren Raubbau an der Natur Tür und Tor öffnen will, reicht er der Melchower Wildtierstation großmütig 300 (in Worten: Dreihundert) Euro als Preis für deren rein ehrenamtliche Arbeit aus. Und lässt sich auch noch mit Dr. Valentin fotografieren. Beschämend. Weiter nix.

Foto: Insasse einer Wildtierpflegestation (sabine schmidt  / pixelio.de)

Mittwoch, 22. Februar 2012

Der Gute, der Ehrliche, der Göttliche ?

Es ist schon sehr peinlich und tut richtig weh, wie dieser unglaubliche, verschwurbelte  Hassprediger von den Medien hochgelobt und - geschrieben wird. Einige Redakteure z.B. bei der "Zeit" müssen wirklich metertief  bei dem Kerl und wechselweise bei ÄntschieRöslerTrittinGabriel im Enddarm stecken. Eine SPD-Schranze aus dem Nachbarort darf  tatsächlich in der Bundesversammlung "mitwählen" ( was für ein Quatsch ist es, in diesem Zusammenhang von einer Wahl zu reden ? Meint DAS wirklich irgend jemand ernst ?) und bekennt heute in der Morgenzeitung, dass sie wie gefühlte 198 Prozent aller Deutschen ein Kind von ihm will.

Da kamen wir tatsächlich seit Jahren ohne diesen Messias aus und haben es gar nicht gemerkt! Niemand gab uns in den letzten Jahren die moralische Rüstung gegen die Anfeindungen des Klassenfeindes und die Richtung vor, sagte uns, wir wir über böse Demonstranten (gute gab es nur 1989 in der DDR) , Migranten, PDFF, Kommunifften (für die korrekte Aussprache dieser beiden Reizwörter siehe Helmut Kohl)  und das heilsbringende Finanzkapital denken dürfen. Und dann gibt es auch noch die böse Blogger- und Internetgemeinde, die doch tatsächlich Zitate des Erhabenen aus dem Zusammenhang reisst. Gerade das rückt ihn allerdings erst richtig in die Nähe des Erlösers, denn auch Jesus Christus wurde Zeit seines Lebens missverstanden und letztendlich von Bloggern- glaube ich- gekreuzigt. Weil er zwar einen Draht zu Gott, aber keinen Internetanschluß hatte. Und wie Jesus ersteht der Heiland gerade wieder neu:.. Diesmal im Internet, durch Gerechtigkeitsfanatiker wie Sascha Lobo oder ähnliche Schwätzer. Wahr ist: Das Internet vergisst nichts und ist gerecht. Typen wie Gauck sind dagegen niemals gerecht zu anderen, nur immer selbstgerecht.

Auch ich habe mich schon wieder viel zu weit herausgelehnt und wurde dementsprechend kritisiert. Von wegen Originalquellen und so. Nun kann jeder mit ein wenig Mühe bei "Tagesspiegel" und "Standard"  undsoweiter Originalaussagen dieses Wunderheilers und .Superdemokraten aus dem Schoß der evangelischen Kirche der DDR nachlesen. Einfach googeln. Für jene, die nicht wissen, wie es geht, habe ich hier noch einmal einige zusätzliche Links zusammengestellt. Man kann Gaucks Gesülze gut finden oder nicht. Ich bin nach wie vor der Ansicht, ein derartiger Rechtsaußen  gehört höchstens als Gärtner  ins Schloß Bellevue oder auf den Rasen zu Hertha BSC in die Altherrenmannschaft. Aber auch in diesen Jobs würde er versagen. 


Anatol Stefanowitsch sagt in seinem scilog etwas ähnliches wie ich in meinem gestrigen Post: 
"... ich hätte mir ein Staatsoberhaupt gewünscht, dem die Herausforderungen der unmittelbaren Zukunft klar sind und der progressive und partizipative Ideen dazu hat, wie wir sie angehen könnten.
Aber natürlich war es eine Illusion, dass uns eine politisch bankrotte Regierung und eine im Moment nur wahltaktisch agierende Opposition ein solches Staatsoberhaupt geben würden. Es wäre ein unverhofftes und unerwartetes Geschenk gewesen, aber im Leben gibt es eben nichts geschenkt. Diejenigen von uns, die ein solches Staatsoberhaupt wollen, werden es uns erarbeiten müssen.
Nach Gauck."

Genau. Wir müssen da durch. Schlimmer geht zwar immer, aber nicht mehr nach Gauck.

Hier noch einige  Links über, zu und mit dem Heiland Gauck, der nun zu dieser sogenannten "Wahl" als Bundespräsident höchstwahrscheinlich  ein ähnliches Ergebnis einfahren wird wie weiland Erich Honecker. Herzlichen Glückwunsch. Apropos Honecker: Wie ähnlich sich diese beiden Klugscheißer doch in ihren kleinkarierten Charakteren sind..

http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/kultur/2012-02-21/der-boese-gauck-und-das-netz

http://www.publikative.org/2012/02/21/voll-im-kontext-gauck-und-die-uberfremdung/

http://www.freitag.de/politik/0017-akte-akte-zahn-zahn

http://www.freitag.de/politik/0018-wiedersehen-herr-gauck



Ausriß : Die Welt, Nr. 94, 23. April 1991, Seite 8. Einschätzung des Führungsoffiziers:



Das war der gewaltige Widerstand Gaucks zu DDR-Zeiten. So wie der von der FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda an der Akademie der Wissenschaften der DDR, Deckname: IM Erika...

Montag, 20. Februar 2012

Das ist genau der Richtige!

Nun bin ich ja schon geraume Zeit (genau 21 Jahre lang) der Ansicht, dass wir in dieser Bananenrepublik Deutschland erst so richtig durch die Kloake gehen müssen, damit die Mehrheit der Bevölkerung aufwacht und damit sich etwas in dieser Demokratur ändert. Köhler war unsäglich, Wulff so richtiger Abschaum und der Nächste wird noch schlimmer. Insofern rege ich mich über Äntschies erneuten Griff ins Klo bei der BuPrä-Kandidaten-Vorauswahl auch gar nicht auf, sondern sehe das als weiteren Schritt zu mehr Freiheit und Demokratie. Irgendwann.

Wer nun allerdings immer noch glaubt, der Rostocker Pfaffe wäre genau der Richtige, dem seien hier einige wenige Zitate dieses Herrn kredenzt - einfach so für das eigene Urteil. Man muss ja nicht alles nachplappern, was die Presse so (hoch-) schreibt:.
  • "Unsäglich albern" (16.10. 2011, zur Finanzmarkt-Debatte)
  • "Das wird schnell verebben." (16.10.2011, zur internationalen Protestbewegung "Occupy")
  • “töricht und geschichtsvergessen, wenn der Protest gegen Sozialreformen unter dem Titel Montagsdemonstration stattfindet” (August 2004)
  • man könne wichtige politische Entscheidungen, wie etwa den Ausstieg aus der Kernkraft, nicht von der Gefühlslage der Nation abhängig machen. Genau das aber tue die Regierung Merkel, weil die Furcht vor der nächsten Wahlniederlage das politische Handeln dominiere. „Ich fürchte mich vor einem modernen Politikertyp, der völlig auf Inhalte verzichtet“, (16. Oktober 2011 anläßlich einer Zeit-Matinee in den Hamburger Kammerspielen)
  • " Er hat über ein Problem, das in der Gesellschaft besteht, offener gesprochen als die Politik.” (am 30. Dezember 2010 im “Tagesspiegel”- Exklusiv-Interview  über das Buch von Sarrazin "Deutschland schafft sich ab")
  •   "Das kann ich nicht akzeptieren, dass das gefeiert wird, das ist ein elementarer Verlust von Recht."(im Dezember 2010 bei einem Podiumsgespräch im Wiener Burgtheater zu den Veröffentlichungen von Wikikleaks über US-amerikanische Kriegsverbrechen im Irak. Ihm widerspricht sogar der anwesende Otto Schily, der Erfinder der Otto-Kataloge)
  • "Sie  (er meint  die Bürger - der Blogger) müssen wissen, dass etwa die Speicherung von Telekommunikationsdaten nicht der Beginn eines Spitzelstaates ist."  (ebenda)
  • Nacktscanner sind ihm "völlig schnurz-egal", er gehe ja auch auf den FKK-Strand. Und vielleicht könne man "die kostbaren Geschlechtsteile verdecken".(ebenda)
Und vielleicht reden wir ja auch bald wieder über etwas mehr als dieses Foto (rechts im Bild übrigens der Wulff-Freuind Maschmeyer, der war ein Stolperstein für den Schnorrer Wulff) oder über einige  Seiten aus einer gewissen Stasi-Akte oder über  Sonder-Ausreisekonditionen. Wie gesagt: Dieser Mensch mit dem Tarnnamen "Larve" ist genau der Richtige auf diesem Thron...


Quellen:  (1) http://www.rp-online.de/politik/deutschland/hartz-iv-weiter-streit-um-montagsdemonstrationen-1.1622178
(2) http://www.tagesspiegel.de/politik/politik-und-gesellschaft-gauck-attestiert-sarrazin-mut/3685052.html
(3) www.google.de/search?q=Gauck+zitate&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a
(4) http://derstandard.at/1291454160226/Diskussion-im-Burgtheater-Der-Staat-darf-nicht-zum-Spitzel-werden

Freitag, 17. Februar 2012

Märchenstunde

"Der Wulff ist tot, der Wulff ist tot" jubilierten die drei kleinen Schweinchen aus dem gleichnamigen Märchen. Der böse Wulff hatte wochenlang versucht, sich bei einem von den drei Schweinen einzunisten. Selbstverständlich, ohne Miete zahlen zu wollen!  Das Haus aus Stroh war ihm allerdings viel zu popelig. Als er es abgewohnt hatte, gab er dem ersten kleinen Schweinchen ein wenig Bargeld zurück. Für die  Steuer. Das Holzhaus des zweiten Schweinchens war viel zu klein für Betty Wulffs Dutzende erbettelte  Kleider und als dann auch noch das Bobby car gesponsert wurde, gab es nicht mal ' ne Garage. 

So standen diese Nassauer, nämlich die ganze Wulff-Familie, bei Schweinchen Schlau vor dem Haus aus Stein, in dem schon die beiden anderen Schweine-Brüder Asyl gesucht hatten. Nun war bei den Schweinen Schluß mit lustig und Schweinchen Schlau schloß das Haus rigoros ab. Der Wulff schaltete zuerst seinen Anwalt ein, aber auch der konnte ihm nicht mehr helfen.Der Wulff  hustete und pustete, er hustete und pustete. Keiner glaubte ihm mehr und keiner wollte ihm mehr helfen. Schließlich war er vollkommen geplatzt. Betty Wulff musste nun mit der ganzen Mischpoke im eigenen Haus wohnen.

Die Schweinchen waren froh, dass sie den Abstauber los waren. Aber Schweinchen Schlau dachte an die Waldhexe. Es würden keine 5 Minuten vergehen und die böse Baba Äntschie würde ihnen und dem Rest der Waldbewohner einen neuen Waldmeister vorgauckeln oder ein anderes abgetakeltes Gespenst aus dem Hut ziehen...

Foto: Malerei - Schweinchen Schlau (siepmannH  / pixelio.de

Donnerstag, 16. Februar 2012

Einfache Trugschlüsse und hochbezahlte Direktoren

Nach Ansicht des Direktors des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig, Rainer Unsinn - Verzeihung, der Mann heißt Eckert - hat das Schulsystem der DDR vorrangig der Indoktrination junger Menschen gedient, meldet dapd heute.

Mag sein, zu DDR-Zeiten hieß das allerdings noch Indoktrinierung und bestand bei mir zu wenigstens 98 Prozent aus Lesen-, Schreiben- und Rechnenlernen sowie aus einer soliden Ausbildung in den Fächern Biologie, Geschichte, Erdkunde, Physik, Chemie, Astronomie, Russisch und Englisch. Ohne ständige Experimente am offenen Herzen des Bildungswesens, Schularten aus dem Mittelalter oder der Frühzeit des Kapitalismus, überalterte Lehrkörper, viel zu hohe Schülerzahlen in der Klasse und stundenlangen Busfahrten morgens und abends.

Das  bißchen Staatsbürgerkunde bei unserem Lehrer Streuffert, einem alten Fichte-Sportler, regte  höchstens zu eigenem Denken an und niemanden auf.

Das Andere da, diese Indoktrination muß dann wohl  außerhalb der Schule, im freiwilligen Religionsunterricht, der sogenannten Christenlehre, stattgefunden haben...

Foto: Schultafel (Karl-Heinz Laube  / pixelio.de)

Mittwoch, 15. Februar 2012

Nazis, wohin man sieht

"Der Dreiachteljude, der einen volljüdischen und einen halbjüdischen Großelternteil besitzt, gilt als Mischling mit einem volljüdischen Großelternteil, der Fünfachteljude mit zwei volljüdischen und einem halbjüdischen Großelternteil als Mischling mit zwei volljüdischen Großeltern." Mit dieser Präzision kommentierte Hans Globke, führender Mitarbeiter im nazistischen Reichsinnenministerium, die Nürnberger Rassengesetze.Und er sorgte dafür, dass den deutschen Juden zwangsweise die Vornamen Sara und Israel verordnet wurden.

Nach der Zusammenbruch des NS-Regimes wurde dieser unheilvolle Jurist nicht etwa vor Gericht gestellt. Nein, er arbeitete sich wieder hoch und ab 1953 war er Chef des Bundeskanzleramtes und Ober-Staatssekretär unter  Bundeskanzler Konrad Adenauer. Globke gilt auch heute noch als Symbol für die fast vollständige Durchseuchung aller Machtstrukturen der BRD mit Alt-Nazis.

"... jeder, der es wissen wollte, (konnte) die antisemitischen Machwerke des furchtbaren Juristen nachlesen..." schreibt der " Spiegel" in seinem ersten Heft 2012. Adenauer störte das nicht: "Ich wüsste keinen, der mir den Globke ersetzen könnte." äußerte er.

So wie Globke gab es Tausende und sie waren nicht nur Schreibtischtäter. Während man nun heute, fast 70 Jahre nach dem Ende des faschistischen Staates,  endlich beginnt, die Nazi-Vergangenheit der bundesdeutschen Institutionen aufzuarbeiten, sind die meisten dieser Verbrecher gestorben und haben vorher  in Ruhe ihre Pension unter voller Anrechnung der Bezüge des Nazi-Reichs  verzehren können. Die Akten und damit die Dokumentationen ihrer Greueltaten sind zum größten Teil vernichtet oder verschollen. Und immer noch und immer öfter  regt sich die Hand dieser Strolche aus dem Grabe,  denn die geistigen Erben der Täter sind nicht untätig, wenn z.B. beim Verfassungsschutz urplötzlich Beweise gegen neonazistische Verbrecher "verschwinden" müssen...


Dienstag, 14. Februar 2012

Plagiate

Wann spricht man von Plagiaten ? In der Wirtschaft ist das relativ einfach und wenn man als Plagiator besonders fleißig ist, gibt es sogar einen Preis - den Plagiarius. Einen handelsüblichen Gartenzwerg, schwarz lackiert und mit einer goldenen Nase versehen, einem Symbol für Gewinn durch Plagiate. Eine schöne Idee.
2012 waren es übrigens nicht nur die "bösen" Chinesen, die  mit einem der zehn verliehenen Zwerge geehrt wurden. Oftmals steckt ein Europäer als Auftragsgeber für die Kopie hinter dem chinesischem Produzenten.

Wie sieht es nun in den übrigen Bereichen des Lebens aus? Wenn man sich regelmäßig selbst kopiert, ist das nicht strafbar. Es finden sich meist genügend Volltrottel, die einem den ständig gleichen Mist abkaufen. Merkels Krisenlösungen sind so ein Beispiel  Läuft immer nach dem gleichen Rezept ab: Zunächst aussitzen, richtig reifen lassen. Dann einen Gipfel einberufen und Aktivität vortäuschen. Nächtelang tagen, damit die Wähler mit den schwer arbeitenden Politikern Mitleid empfiinden. Ein paar Statisken fälschen - Verzeihung, "Anpassen" nennt man das. Wahlweise Steuern erhöhen bzw. den Lobbyisten Steuergeschenke machen/ Geld drucken/ Rentenalter heraufsetzen / Beiträge der Sozialkassen "dem demographischen Wandel anpassen"/ Leute anschließend tot quatschen. Das Wort "alternativlos" nicht vergessen. Dann wieder aussitzen.  Klappt immer, das Wahlvolk findet es toll, denn Merkel macht was. Nur was, wird nicht hinterfragt.

Oder Whitney Husten: Alle ihre Erfolgstitel kann man ohne Pause hintereinander abdudeln, es finden sich weder Anfang noch Ende. Alles die gleiche Kaufhausmusik. Aber sie wird zur großartigen Künstlerin hoch geschrieben. Hoffentlich beerdigt man nicht ihren Tontechniker mit ihr zusammen, denn offensichtlich war es auch mit der Stimme nicht weit her. "To much pills and liquor" singt Sally Bowles im Musical "Cabaret" von ihrer toten Freundin Elsie. In dem wirklich phantastischen Film mit Michael York spielt die wunderbare Liza Minelli diese Sally und hat dann im realen Leben ähnliche Probleme gehabt. Liza hat die Kurve noch gekriegt, Whitney nicht.  Aber  vielleicht ist ja alles nur Cabaret, eine gigantische Inszenierung, damit Sony nur dreißig Minuten nach Whitney Houstons Tod den Preis für ihr "Ultimate Collection Album" bei iTunes und Amazon in Großbritannien um sechzig Prozent erhöhen konnte? Die Erde sei ihr leicht.

Womit wir bei Inszenierungen sind: Kann man bei unterschiedlichen Aufführungen eines  bestimmten Stückes oder einer Oper, also desselben Stoffes an verschiedenen Theatern,von Plagiaten sprechen? Zweifellos nicht! Regisseure; Schauspieler und der ganze Troß der fleißigen Theaterarbeiter geben in der Regel ihr ganz individuelles Herzblut in die Inszenierung hinein, so dass aus den "Räubern", der "Aida" oder aus dem "Kaukasischen Kreidekreis" im günstigen Fall immer etwas Neues heraus kommt.

Wie ist es bei Filmen? War es notwendig, Stieg Larsson "Vergeltung" noch einmal zu verfilmen? Es gibt bereits eine spannende und gut gemachte schwedisch-deutsche Verfilmung der gesamten "Millenium"- Trilogie.  Kann irgend jemand Noomi Rapace als Lisbeth Salander das Wasser reichen? Und wenn man nun schon in Hollywood keine eigenen Ideen mehr hat, musste man dann noch das gräßliche Teiggesicht Daniel Graig den Mikael Blomkvist darstellen lassen?

Fragen über Fragen. Die Antwort ist einfach: Sie heißt Patricia Rooney Mara, die in der Rolle als Lisbeth Salander den lahmen Bond-Ersatz gnadenlos an die Wand spielt. Und wenn sie in diesem Film den wahrscheinlich außerhalb der Pornoszene besten Orgasmus der Filmgeschichte mimen darf, ist der gute Graig auch hier wieder nur ein Stück der Kulisse. Um wie in seinen James-Bond-Filmen die Explosionen besser wirken zu lassen....

Samstag, 11. Februar 2012

Was ist komisch?

Komisch ist zum Beispiel, wenn der Komiker Hans Peter Wilhelm Kerkeling alias Königin Trixi den Jacobsweg in Richtung Santiago de COMPOSTela  wandert und sich auf den letzten hundert Kilometern vor dem Ziel ständig über den penetranten Duft nach Mist, Gülle und  Kuhfladen beschwert. Ja, was hat der denn erwartet? Wäre er doch nach Santiago de la Rosa in Kolumbien gelatscht!

Hape hat seinen sechshundert Kilometer langen Gewaltmarsch aufgeschrieben und aufgesprochen. Das Ereignis der Pilgerei  fand zwar schon vor 11 Jahren statt, aber erst jetzt habe ich mir das Hörbuch reingezogen. Weil man bei dem kalten Wetter früher ins Bett geht und wir noch was Nettes hören wollten. Und ich muss sagen, die Tagebuchnotizen sind  selbst für einen notorischen Atheisten hörenswert. Einfach. weil der Autor als Mensch stimmt...


Freitag, 10. Februar 2012

Kranzniederlegung

Am 17. Februar 1600 wurde Giordano Bruno als Ketzer auf dem Scheiterhaufen der "Heiligen Inquisition" verbrannt. Die gbs-Regionalgruppe Berlin-Brandenburg (Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg) und der Berliner Landesverband des HVD (Humanistischer Verband Deutschland) treffen sich am 17. Februar 2012 am Berliner Bruno-Denkmal, um an seine Hinrichtung zu erinnern und auch den unzähligen anderen Opfern religiöser Gewalt zu gedenken.

Die Kranzniederlegung findet um 18 Uhr statt; das Denkmal befindet sich im Eingangsfoyer zum S-Bahnhof Potsdamer Platz, Potsdamer Straße/Ecke Ebertstraße.  Am selben Tag finden auch in anderen deutschen sowie österreichischen Städten Events im Gedenken an Giordano Bruno statt. Einen Überblick liefert die Seite: 
http://www.giordano-party.net

Website zum Berliner Bruno-Denkmal:
http://www.bruno-denkmal.de 

Website der Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg:
http://gbs-berlin.org 

Quelle:gbs-Newsletter vom 10.2.2012

Schicksalsschläge, Macht und Charakter

Abraham Lincoln wird neuerdings der Satz in den Mund gelegt, dass wenigstens achtzig Prozent der Zitate im Internet frei erfunden sein sollen. Aber das hier ist wohl wirklich vom Präsidenten himself:


"Mit Schicksalsschlägen werden fast alle Menschen fertig.
Um jemand auf seine Charakterfestigkeit zu prüfen,
muss man ihm Macht geben."
 
Auch wenn Abraham es nicht war, hat er mal wieder Recht gehabt und Menschenkenntnis bewiesen...
 
 Bild: Schwarz-Gelb (Wilhelmine Wulff  / pixelio.de)

Dienstag, 7. Februar 2012

Wollen wir ihm das glauben?

Jürgen S. ist Stadtverordneter von Bernau und ein alter Spielkamerad  von mir. Das heißt, wir haben schon im Sandkasten zusammen gesessen und wurden abends in der Zinkbadewanne gemeinsam abgeschrubbt. Die Wurzelbürsten meiner oder seiner Mutter trafen immer den Richtigen.So lange kennen wir uns.

Jürgen hat vor langer Zeit auf einer Veranstaltung im Bernauer Bürgermeisterwahlkampf  2009 für große Heiterkeit gesorgt, indem er einen Brief der Bernauer Stadtverwaltung zur Straßenbeleuchtung in der Schönower Straße An der Panke vorlas. Die Verwaltung hatte einen Ortstermin veranstaltet und festgestellt, dass es in der Straße eigentlich nicht dunkel sei. Jürgen hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen einjährigen Kampf mit dem Amtschimmel zum selbigen Thema hinter sich. Wie es sich gehört, fand der Ortstermin natürlich ohne ihn statt - um 11 Uhr vormittags.Da war es auch nicht dunkel.

Inzwischen sitzen Jürgen  und ich nicht mehr im Sandkasten zusammen, sondern im Finanzausschuß. Die Heiterkeit zum Thema Beleuchtung in der Straße an der Panke war längst verflogen, denn Bürgermeister Handke konnte auf Jürgens ständige Anfragen niemals antworten und vertröstete auf die nächste Sitzung. Zweieinhalb Jahre lang. Wohlbemerkt - eigentlich ging es um eine einzige Laterne an einer Stelle, an der es nachts dunkel wie im Sack war. Inzwischen hatte Jürgen den Mast für die Laterne ausgeguckt, die Stromquelle und die separate Abrechnung der Kosten geklärt und der Verwaltung sogar den Lampentyp vorgeschlagen.  Dreieinhalb Jahre erging man sich in der Stadtverwaltung also in schier endlosen Abwehrgefechten. Denn wie lautet Regel Nummer 2 des deutschen Berufsbeamtentums?  Richtig, gut aufgepasst: "Da kann ja jeder kommen" . Regel 2 a: "Selbst von Stadtverordneten lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen."

Heute berichtet die "Märkische Oderzeitung", dass es in der Straße An der Panke jetzt endlich eine Straßenbeleuchtung gibt. Nach sage und schreibe dreieinhalb Jahren. Wollen wir das dem Bürgermeister wirklich glauben?

Foto: Turm der Marienkirche in Bernau - von der Hohen Steinstraße aus gesehen 
(  © fv 2009)

Sonntag, 5. Februar 2012

Daggi E. in Betrachtung des Mondes

" Populismus (lat.: populus, „Volk“) bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt...  Zielgruppen des Populismus sind in der Regel soziale Schichten und gesellschaftliche Gruppen, die sich durch die bestehende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Ordnung oder ihre Entwicklung benachteiligt sehen." (Wikipedia)

Dagmar E., Bundestagsabgeordnete der Linken und Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Bernau, rettet gern die Welt. Im vorigen Jahr hat sie die letztendlich dann doch geschlossene Großbäckerei  Bernau (fast) gerettet. Wurde nicht so richtig, weil da fachlicher Unsinn gepredigt wurde. Aber ihre etwas verbohrte Wählerschaft hat immerhin erkannt, dass "sie wenigstens was macht". Alle anderen würden ja immer nur reden. Aha, da haben wir wieder etwas gelernt: Es kommt nicht etwa darauf an, dass in der Legebatterie  irgendwann tatsächlich ein Ei erscheint. Gackern allein reicht zur Wiederwahl.

Jetzt wird Daggilein vom Verfassungsschutz  beobachtet, was ihr in den Augen ihrer Anhänger erneut den Status der Heiligen Johanna verleiht. Und prompt läuft die heilige Dagmar zur Höchstform auf, indem sie mal kurz den Verfassungsschutz auflöst. Oder jedenfalls fordert, die Schlapphüte ausnahmslos in Rente zu schicken. Anstatt froh zu sein, dass die Kölner Amtsfuzzis so schön die Reklametrommel für die PDL und speziell für Daggi rühren. Nichts aktiviert die potentiellen Wähler mehr als richtige Märtyrerschaft.

Wir hatten diese Salonbolschewisten und linken Sozialdemokraten schon fast vergessen und uns daran gewöhnt, lieber gleich das Original, die SPD, zu wählen. Und nun diese Bestätigung, dass die Linke vielleicht doch etwas ändern will in dieser Bundesrepublik? Nee, nee. Eher ein amtlicher Irrtum, der aus dem Beharrungsvermögen des deutschen Berufsbeamtentums resultiert, denn wie lautet Regel 3 dieser Schnarchsäcke: Das haben wir schon immer so gemacht! Und wie im Amt um die Ecke, so auch in Köln.
Was soll also Daggis Forderung anderes sein, als der Auftakt des Bundestagswahlkampfes 2013?

Aber Daggi wäre nicht die Heilige Dagmar, wenn sie nicht noch einen drauf setzen würde. Im nächsten Jahr  will sie wieder in den Bundestag und so hat sie sich jetzt an die Spitze einer seit Jahren schwelenden Kampagne gesetzt, die sich die Wiedereinführung  des 10-Minuten-Taktes der S-Bahn zwischen Berlin-Buch und Bernau zum Ziel gesetzt hat. Dieser wurde vor rund 70 Jahren notgedrungen abgeschafft, weil das zweite Gleis zwischen beiden Stationen nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparationsleistung in die Sowjetunion ging.

Daggi hat zunächst einmal allen Bürgern mitteilen lassen., dass sie als Bundestagsabgeordnete auch S-Bahn fährt. Allerdings auch umsonst auf unsere Kosten. Wie wählerverbunden! Jedenfalls im Gegensatz zum Bundes-Wulff. Und ganz selbstverständlich  hat die S-Bahn Berlin überhaupt keine dringenderen Probleme als das zweite Gleis nach Bernau. Zwar legt man bei der Berliner S-Bahn gerade wieder einmal ganze Linien lahm, es gibt wahlweise keine Fahrer / Triebwagen / beheizbare Weichen/ Bahnhöfe/ Computer/ funktionierende Stellwerke/ Strom. (Nur Manager und Fahrkartenkontrolleure haben sie komischerweise immer genügend! ). Aber bevor sich S-Bahn Berlin und Deutsche Bahn AG bald völlig aus Berlin und Umgebung zurückziehen, wird man natürlich auf Daggis Wunsch den 10-Minuten-Takt zwischen Buch und Bernau wieder einführen. Garantiert!

Wie war das doch gleich mit dem Populismus? Einfache Lösungen vorstellen? Unzufriedenheiten instrumentalisieren? Früher, als man es noch nicht so mit Fremdwörtern aus der Politkiste der Politkaste hatte, sagte man auch einfach "heiße Luft" dazu  Aber - wie schon gesagt - Daggi macht was! Wenn es auch grober Unfug ist, bringt es sicher Wählerstimmen.

P.S: Ich fordere übrigens seit 21 Jahren die sofortige Kontaktaufnahme zu den Klingonen sowie den umgehenden Stopp aller Geschwindigkeitskontrollen auf den EU-Straßen sowie im Weltraum. Und keine Sau kümmert sich darum...

Bild: Zwei Männer in Betrachtung des Mondes, Caspar David Friedrich, 1819, Dresden, Galerie Neue Meister

Donnerstag, 2. Februar 2012

Soooooo kalt...

Während man im  Bundesfinanzministerium wohl bereits an einer neuen Abgabe für die am Rande der Armutsgrenze agierenden Energiekonzerne feilte, ist es doch noch einmal richtig Winter geworden. Bei uns waren es vergangene Nacht lockere  minus 16 ° Celsius. Da stellt für unsere Gegend hier kurz vor Sibirien zwar noch lange keinen Rekord dar, ist aber schon ganz ordentlich. Die Halsabschneider der Energiemafia triumphieren.

Auch anderswo bedeuten diese Temperaturen nichts anderes, als dass die Wölfe und die Tiger wegen der Kälte bis an das oder gleich in das  Bett kommen (siehe Foto).

Nero zum Beispiel schläft zwar ausschließlich in seinem Körbchen, kommt aber seit geraumer Zeit jeden Morgen kurz vor dem Weckerklingeln an Frauchens Bett. Der Wecker hat schließlich schon mal versagt und so weckt der Hund uns schon mal vorsorglich. Auch am Wochenende. Und wenn wir dann treu und brav aufstehen und unserem Tagewerk nachgehen, legt der Hund sich sofort wieder hin. Bis gegen halb elf...

Foto: Hund und Katz... (A. Holzknecht  / pixelio.de)

Mittwoch, 1. Februar 2012

Arbeit und Hobby

"The secret to enjoying your job is to have a hobby thats's even worse."

(aus: It's a magical world - A Calvin and Hobbes Collection by Bill Watterson)

 


Trotzdem bleibe ich dabei: Auch mit Arbeit kann man sich mächtig den Tag versauen. Oder den anderen...







Bild: Berufsbilder - Beamter (Stefan Bayer  / pixelio.de)

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Waldstr. 70
16321 Bernau
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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...