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Sonntag, 5. Juli 2020

Linker Zeitgeist

"Wenn Sie seine Sprache nicht sprechen, seine Rituale nicht ausführen, seine Mantras nicht rezitieren und seine Gebote nicht befolgen, dann werden Sie zensiert, verbannt, auf die schwarze Liste gesetzt, verfolgt und bestraft." meinte gestern Donald Trump, der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, anlässlich seiner Rede zum 4. Juli  am Mount Rushmore über grassierende militante linke Weltanschauungen.

Das neue Monopoly (Netzfund)
Verfolgt man die sich abwechselnden Kampagnen der deutschen Blockparteien, ihrer linken Mainstream - presse und solcher Kasper wie Gräte, Langstrecken- liese, Äkstinkschen Rebellion, Freidäs for Futschie oder Schölefrö kommt man zu folgender Schlussfolgerung: Ungebremster linker und militanter  Zeitgeist führt unweigerlich zu einer Gesellschaft, in dem die Masse des Volkes arm und blöd bleibt, kein Fleisch mehr essen darf, auf der Suche nach essbaren Pflanzen mit dem Bollerwagen statt dem Golf herum zuckelt,  in ungeheizten Erdhöhlen vegetieren muss und in der für die Bonzen neue Wohnghettos a la Wandlitz geschaffen werden.

Langstreckenliese kann - als Vorkämpferin der Deindustrialisierung Deutschlands - natürlich in der Reemtsma - Villa wohnen bleiben und erhält eine lebenslange Pension in Form von Essenmarken.

Der Rest des Volkes darf an hohen Feiertagen sogar das neue Monopoly spielen ...


Freitag, 14. Februar 2020

Früh übt sich

Wohl jeder kennt die drei Leitsätze des deutschen Berufsbeamtentums, die immer wechselseitig angewendet werden, um ein eventuell aufkommendes Problem oder gar einen Protest im Keim zu ersticken.

Als da sind: 
  1. Das haben wir noch nie so gemacht oder
  2. Das haben wir schon immer so gemacht oder - wenn beide nicht zutreffen -
  3. Da kann ja jeder kommen. 
So weit so gut und hier schon einmal publiziert. Jetzt haben unsere kleinen Enkel  diese bedeutenden Regeln noch einmal ergänzt:

      4. Das habe ich ja noch NIE  gesehen und
      5. Das ist saugefährlich.

Früh üben sich schon die Enkel, die keine Untertanen sein wollen. Die auf der anderen Seite kommen mit  diesen fünf Lebensregeln sicher  gut durch ihr Beamtenleben ...
 

Samstag, 23. November 2019

Ein Mann muss nicht immer schön sein

Das Lied "Ein Mann muss nicht immer schön sein "  sang Alice Babs schon im Jahre 1955.

Und weiter im Text:

Darauf kommt es gar nicht an! „Nein!"
Die Schönheit macht es nicht allein.
Nur das eine muß er sein: Ein Mann!

Ein Mann muß nicht immer brav sein!
Darauf kommt es gar nicht an!
Ich könnte manches ihm verzeih'n.
Nur das eine muß er sein. Ein Mann!

Was er verspricht, das soll immer wahr sein!
Er soll mein Held in jeder Gefahr sein!
Und andrerseits, da soll er auch zart sein,
wenn er mich liebt und dann Küsse mir gibt!


 Nun, die letzten Männer der CDU sind offensichtlich seit langem ausgestorben. Statt Männern tummeln sich in dieser Partei nur noch Bettvorleger wie Merz, die Lusche Laschet oder Klops Altmeier, deren Vorbild ganz offensichtlich Horst Drehhofer (CSU) ist.

Mit dieser Erkenntnis verlassen wir dann mal endgültig den CDU-Jubelparteitag in Leipzig und richten uns auf weiter 15 Jahre Murks mit Merkel ein . Jedes weitere Wort zu diesem bezeichnenden Ereignis ist an dieser Stelle umsonst. Obwohl: Eigentlich wollte ich noch etwas über schöne Frauen in der Politik schreiben, aber Claudia Roth ist mit dem Schminken nicht fertig geworden. 

Dafür gibt es ein wunderschönes Bild unserer allseits beliebten, unfehlbaren, großartigen, ewig lebenden Sonne und   Staatsratvorsitzenden. 

Schönes Wochenende und bitte nicht verzweifeln, es haben sich schon ganz andere tot gesoffen  ...







 

Sonntag, 2. Dezember 2018

Merkelstan: Nachrichten aus einem Land, irgendwo am Ende der dritten Welt

Fast hatte man es schon vergessen: Pfuschi von der Leine ist nicht die erste Abrüstungsministerin in Deutschland. Schon 1990 gab es den etwas kopfkranken Pfaffen Eppelmaus, der noch zu DDR-Zeiten dem Wachregiment in Berlin den Exerzierschritt verbot, weil den angeblich schon die Nazis hatten. Auf die Idee, überhaupt den aufrechten Gang zu verbieten, weil ihn damals schon die Nazis anwandten, sind allerdings seine Genossen (und die von der Spezialdemokratischen Partei) erst in heutigen Tagen gekommen.

Pfuschi jedenfalls wirkt! Mir ist bis heute leider unklar, ob die Frau wirklich so doof ist oder ob sie ihre Unfähigkeit mit Absicht lebt. Jedenfalls klappt die Abrüstung auf Pfuschis Befehl wunderbar und nur bis in die Ukraine hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass die deutsche Bundesmarine keine funktionierenden Schiffe hat, um den ukrainischen Nazis die Drecksarbeit in der Straße von Kertsch gegen die Russen abzunehmen. Schade, Herr Bandera Poroschoko!

Auch mit Panzern, U-Booten und Flugzeugen sieht es nicht so gut aus. Kanonen soll man schon durch Besenstiele ersetzt haben. Und seitdem man die letzten funktionierenden Jagdflugzeuge vom Typ MIG 29 damals verschenkt hat, fliegt eben auch nicht mehr soviel.

Frieden schaffen mit immer weniger Waffen. Meint offenbar die Pfuschi. Und da die Bundesluftwaffe wohl auch die Flieger der Regierung wartet, musste uns Äntschie tatsächlich bis nach Buenos Aires und zurück laufen. Die sinnlose Tagung dort hieß ja denn auch "GEH 20". Werbung für die dort versammelten Fuß-, Geistes- und Geschlechtskranken dieser Erde?


War dann wohl für das Murksel auch besser, den Linienflieger zu nehmen. Sonst wäre das Bundeswehr-Dingens noch über dem Atlantik abgestürzt! Ohne Überlebende. Und hinterher hätte man tatsächlich Deutschland retten können...

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Morgen ist ein wichtiger Tag !

Wir feiern morgen am 7. Oktober
  • 67 Jahre DDR
  • 26 Jahre Anschluss der DDR an die BRD
  • 11 Jahre Kanzleramt von der FDJ besetzt
Was sagte dazu einer der Gründerväter unseres modernen Überwachungsstaates? Richtig: Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs' noch Esel auf!

Das Zentralkomitee der Einheitspartei hat dazu passend die bei den massenhaften Feierlichkeiten der Werktätigen in Ost und West zu verwendenden Losungen festgelegt:
  • Es lebe die Freie Deutsche Jugend, die Kampfreserve der Partei
  • Lang lebe unsere internationale Solidarität und Peter Hartz an der Spitze!
  • Von Hillary lernen heißt mit Drohnen leben!
  • Donald Trump ist doof - wir wollen Killary!
  • Lang lebe die Amadeu-Antonio-Stiftung, Schild und Schwert der Partei!
  • Wir grüßen Maybrid Illner, Anne Will, Sandra Maischberger und Steffen Seibert - unsere verdienten Werktätigen der Massenmedien
  • ARD und  ZDF machen schlau - schon GEZahlt?
  • Angela Merkel und die Vorsehung sind auf unserer Seite.
  • Nieder mit dem Pack und den Ratten in Dresden!
  • Sachsen raus aus Deutschland! 
  • Ohne Euro versinkt ganz Europa im Meer! Auch die Schweiz und Andorra!
  • Draghi for Weltpresident !
  • Wir begrüßen die Abschaffung des Bargeldes als weitere Stufe auf unserem Weg  zum Kommunismus!
  • Wir wollen endlich wieder richtige Autoabgase von VW!
  • Deutschland ist reich! Alle!
  • Weg mit den Steuergeldern - jeder deutschen Großstadt einen BER!
  • Islam for Staatsreligion!
  • Refutschies wellkamm - All Analphabetics and IS-terrorists to Germany, please! 
  • Grenzen sind für Weicheier!
  • Ohne Migranten werden unsere Frauen nicht mehr befriedigt!
  • Alles Nazis - außer Mutti!
  • Deutschland muss wieder mehr Verantwortung in Russland übernehmen!
  • Bundeswehr auch nach Liechtenstein, Neufundland und Tasmanien!
  • Schluss mit dem Rumeiern - wir wollen wieder richtigen  Krieg mit Joachim Gauck an der Spitze!
Bitte unbedingt beachten: Die Verwendung anderer als dieser genehmigten Losungen führt zur Ächtung in den sozialen Medien und zur Gegenüberstellung mit Anetta Kahane oder zu einer Liebesnacht mit Heiko Maas...

Montag, 21. April 2014

Mehdorn letzte Hoffnung für Fußball-WM in Brasilien

In Brasilien ist es immer wieder zu Verzögerungen beim Bau von Stadien und Infrastruktur für die im Sommer geplante Fußball-WM gekommen. Anfang des Monats hatte FIFA-Chef Blatter die Verspätungen noch auf "die jahrelange Untätigkeit der Brasilianer seit der Vergabe der WM" zurückgeführt. Jetzt benannte Blatter auch andere Schuldige für die Baurückstände: "Die Arbeitsorganisation ist schlecht. Das hat nichts mit dem Fußball zu tun. Die großen Unternehmen, vor allem aus Deutschland und Frankreich, sind verantwortlich", sagte der Schweizer dem französischen Fernsehsender BeIN Sports.

Auch auf ausdrückliche Rückfrage von Vallis Blog wollte der FIFA-Chef nicht bestätigen, dass ihm eine Bewerbung des derzeitigen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Hartmut Mehdorn, für die vakante Stelle des Aufbauleiters der Fußball-WM vorliegt.

klicken für Zufalls-KarikaturMehdorn hatte erst kurz vor Ostern zwei wesentliche Erfolge in seinem erst einjährigen Kampf um die Eröffnung des Fluchhafens Berlin Brandenburg International zu verzeichnen: Zum einen schrottete er eigenhändig seinen recht unstandesgemäßen Dienstwagen vom Typ Audi A 8 und kann nun auf einen Daimler der S-Klasse hoffen. Nach eigenen Angaben habe er sich den wesentlich größeren repräsentativen Wagen mehr als verdient. Auch konnte Mehdorn nun mit dem Sankt Nimmerleinstag erstmals einen konkreten Eröffnungstermin für den Flughafen BER nennen. Unter den Hauptstädtern und Brandenburgern brach daraufhin gewaltiger Jubel aus.

Der Kritik einiger Zeitungen und vor allem des Aufsichtsratsvorsitzenden des Flughafens und Berliner Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, der Ehrentag des bekannten Kirchenheiligen Nimmerlein werde gar nicht gefeiert und sei wie Ostern nicht konkret terminisiert, entgegnete Mehdorn mit der Drohung einer sofortigen fristlosen Kündigung Wowereits sowie  seiner Zeitungsabonnements. Er forderte Wowereit schon mal vorsorglich zur Räumung seines Arbeitszimmers im Roten Rathaus auf ...   

Donnerstag, 6. Juni 2013

Der Wixxer schlägt wieder zu

Hartmut "Even Longer" Mähdown - intern auch "Der Wixxer" genannt (weil er wie diese Filmfigur immer wieder wie der Teufel aus der Kiste springt und die Menschen mit neuen teuflischen Ideen  überrascht) - musste offensichtlich nun endlich Farbe bekennen. Er will "bis etwa September" einen neuen Zeitplan für die Eröffnung des Hauptstadtflughafens vorlegen.

Allerdings hat er auch mit dieser Aussage wieder bewiesen, dass er doch den längsten besitzt. Mähdown nannte  nämlich vorsichtshalber keine Jahreszahl. Trotzdem keimt Hoffnung auf  beim  Steuerzahler: Irgendwann in einem fernen September also..

Donnerstag, 8. November 2012

Meinungsplattformen

Thomas Max Müller  / pixelio.de
Pruegel (oder so), die selbsternannte Meinungsplattform für Deutschland & Europa, befragt mich manchmal online zum aktuellen Weltgeschehen und ähnlichem Käse, Na gut, was soll der Spaß, mache ich mal  eben bei der neuesten Umfrage mit.


  1. Frage: Mit welchem Prominenten würden Sie gern Heilig Abend verbringen?  Hhmm, da fallen mir auf Anhieb Karl Kraus und Kurt Tucholsky ein. Nach längerem Nachdenken füge ich auch noch Erich Honecker hinzu.
  2. Frage: Welcher deutsche Komiker ist am besten? Guido Westerwelle, ohne Konkurrenz! 
  3. Frage: Welchen Prominenten  können Sie im Fernsehen nicht mehr sehen? Bevor ich mit der ganz langen Liste anfange, schreibe ich  erstmal "Merkel" hin.

Wenn morgen früh in der Zeitung steht, dass irgendwo ein Großrechner explodiert ist, wird das wohl an meinen Antworten gelegen haben...

Mittwoch, 1. Februar 2012

Arbeit und Hobby

"The secret to enjoying your job is to have a hobby thats's even worse."

(aus: It's a magical world - A Calvin and Hobbes Collection by Bill Watterson)

 


Trotzdem bleibe ich dabei: Auch mit Arbeit kann man sich mächtig den Tag versauen. Oder den anderen...







Bild: Berufsbilder - Beamter (Stefan Bayer  / pixelio.de)

Freitag, 13. Januar 2012

Weltumspannende Erkenntnisse

Die dapd Nachrichtenagentur  berichtet heute morgen aus dem australischen Dschungelcamp des Unterschichten- Fersehsenders RTL: "Dort ist es zehn Stunden später als nach Mitteleuropäischer Zeit. Die Kandfidaten sind den deutschen Zuschauern also einen Tag voraus."

Mal ganz abgesehen von der beschriebenen grottigen, völkerverblödenden Sendung: Offensichtlich reicht es heute nicht mehr aus, als Journalist in der Schule Mathe und Deutsch abgewählt zu haben. Nein, jetzt muss es auch noch Geographie (oder Erdkunde) sein...

Foto: In Deutschland nicht nötig ... Warnung vor Dschungelcamp-Moderator Dirk Bach (unten) 

(Foto von  Rosel Eckstein  / pixelio.de)

Freitag, 24. Juni 2011

Brennnesseln und Rosen

M. ist meine häusliche Kräuterfee. Sie fertigt neben Salat und Gemüse in allen Variationen auch eine Brennnessel-Jauche an, die richtig kernig riecht und dadurch Blattläuse auf unseren Rosen vertreibt.

Vallis Blog hat daraufhin 100 Blattläuse befragt, was sie von M.s Brennnessel-Cocktail halten. Hier die Ergebnisse der Umfrage:
  • 43,7 % aller Läuse fanden die Jauche echt nervend, packten ihre Sachen, gingen in die Emigration und gründeten dort umgehend einen Traditionsverein.
  • 31,5 % der Läuse waren unschlüssig, zogen aber schließlich mit.
  • 17,3 % ignorierten den Gestank bzw. steckten sich eine Wäscheklammer auf die Nase.
  • 8,3 % antworteten auf unsere Frage mit "Häh ? " bzw. "Weißnich'"
  • 2,3 % aller Blattläuse hatten keine Ahnung von Prozentrechnung und deshalb kommen hier letztlich auch wesentlich mehr als einhundert befragte Läuse heraus.
Frappierend an diesem Umfrageresultat ist die Vergleichbarkeit mit ähnlichen Unfragen der bundesdeutschen Meinungsforschungsinstitute bei menschlichen Einwohnern des Landes zum Beliebtheitsgrad von Mitgliedern der Bundesregierung und anderer Politiker...

Foto: Meeting ( © fv 2010)

Mittwoch, 23. März 2011

Die größte Bundesrepublik Deutschland der Welt


Ich habe ja schon einmal an dieser Stelle den ollen Theo Fontane mit seiner Sentenz zitiert, dass man am Zustand seiner Straßen und Schulen den gesamten Zustand eines Landes erkennen kann.

Heute war es wieder einmal soweit: Wir befanden uns im Jahre 2011 nach Christus in der größten, angesagtesten Hauptstadt der allergrößten bundesdeutschen Republik. Das ist diese, deren Atomkraftwerke vor Sicherheit nur so strotzen bzw. denen ein "Rat der Weisen" neues Leben einhauchen soll. Das ist das Land jener Deutschen, deren Regierung gerade wieder 300 frische Soldaten nach Afghanistan schickt, damit sie nicht Libyen mit bombardieren muss. Ein Land auch, das andere Länder gern belehrt, wenn es um Menschenrechte, technische Standards, Gesetze und Demokratie geht. Bei uns kann ja so etwas wie in Japan nie und nimmmmmmmmmmmmmer passieren, nicht wahr! Wir sind ein so reiches Land, dass wir uns Radwege ins Nirgendwo leisten können auf denen noch nie ein Radfahrer gesichtet wurde. So wie im Universum der Enterprise, wo an manchen Stellen noch nie Menschen waren.

Anderswo wiederum hat man ebenfalls für viel Geld Radwege im Hier und Jetzt gebaut und per richterlichem Urteil müssen sie nicht zweckentsprechend genutzt werden. Die Radfahrer fahren also trotz der Radwege mitten auf der Fahrbahn für Autos oder auf dem Gehweg. Aber das nur nebenbei, weil ich anschaulich machen will, wie reich dieses Land und wie kaputt im Kopf so mancher seiner Einwohner ist. Wobei "Mancher" nicht nur für manchen Radfahrer oder Richter steht.

Es gibt hier in Berlin eine Bundestraße, die B2. Sie führt unter anderem von Berlin-Weißensee über den Ortsteil Malchow bis kurz vor Bernau, wo sie zur plötzlich zur Landesstraße mutiert, weil die Bundesregierung Geld sparen musste. Unter anderem für die kaputten Straßen in Afghanistan und die 5000 deutschen Soldaten dort. Nichts geht uns soviel an, wie die kaputten Schulen und die kaputten oder nicht vorhandenen Straßen dort in Afghanistan. Nur das libysche Öl ist noch wichtiger.

Jedenfalls: Der Abschnitt der B2 zwischen Berlin-Weißensee und Berlin-Malchow ist wohl der meist befahrende Abschnitt dieser Bundesstraße. Auto an Auto und insgesamt drei Ampeln, die auch nicht für weniger Verkehr oder besseren Verkehrsfluss sorgen. Das haben heute auch die neuen Tempo-20-Schilder mit dem Zusatzschild "Straßenschäden" nicht geschafft. Eher im Gegenteil. Eines der reichsten und arrogantesten Länder der Welt mit der hippesten, schönsten Hauptstadt! Allerdings sollen laut ADAC inzwischen 30 Prozent des deutschen Straßennetzes unter aller Sau sein. Wenn wir an Old Theos Merksatz (siehe oben) denken, geht es unweigerlich zu Ende mit diesem Land...

P.S. Übrigens: Nach einer außerordentlich "netten" Begegnung mit einem auf Erbsengröße aufgeblasenen Affengehirn auf zwei Rädern - ich war Fußgänger und hatte mich (sehr leise und mehr für mich) über seine rüde Fahrweise auf dem Gehweg gewundert - habe ich jetzt immer einen dicken Knüppel dabei. Nur falls mich nochmal so ein gewalttätiger Idiot dazu auffordern sollte, die Brille abzunehmen.

Foto: So fahren (fast) alle Fahrradfahrer in Berlin (Jens Bredehorn / pixelio.de )

Dienstag, 8. März 2011

Henry Ford und die Brandenburger Linken



Heute mal mit Lokalkolorit- von Rosa bis Braun

Was hat Henry Ford, dieser Erzkapitalist, mit den Linken zu tun ? Vordergründig erst einmal nichts. Henry Ford (* 30. Juli 1863 in Wayne County, Michigan, USA; † 7. April 1947 in Dearborn, Michigan) begründete die Ford Motor Company und perfektionierte die Fließbandtechnik im Automobilbau. Es kam zu einem gigantischen Sprung in der Entwicklung der Produktivkräfte, vielleicht annähernd vergleichbar mit der Einführung der modernen Computertechnik. Das eigentliche Fließband hatte allerdings schon Ransom Eli Olds 1902 in vereinfachter Form in seiner Automobilfirma Oldsmobile vorweggenommen. Ford war Zyniker, Menschenfeind und Antisemit. Er publizierte zeitweise antisemitische Schriften wie The International Jew. Ford war allerdings auch ein hervorrragender Menschenkenner, wie wir später noch sehen werden.

Die Linke in Brandenburg und der Automobilbau: Diese Verbindung leuchtet bei näherer Betrachtung schon eher ein. Erinnert diese Partei doch in ihrer Rolle in der Brandenburger Regierungskoalition mit der SPD zunehmend an das so genannte Mäusekino, eine Art Benzinverbrauchsanzeige in Echtzeit, die Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts in Ermangelung echter Innovationen in das DDR- Automobil "Trabant" eingebaut wurde. Dieses Mäusekino war jedenfalls manchmal das einzige, was sich bewegte.

Die Platzecksche SPD in Brandenburg ist eigentlich tot. Der Einpeitscher Speer ist weg, Platzeck leidet offensichtlich unter Burnout, die Regierung ist ihren Aufgaben nicht gewachsen und hat im wesentlichen damit zu tun, die schwachbrüstigen und provinziellen Attacken einer so genannten Opposition aus CDU, Grünen und FDP klein zu halten. Diese Opposition verdient eigentlich ihren Namen nicht, schafft es aber regelmäßig, die Regierungsparteien mit komplettem Unsinn - z.B. einer Enquetekommission zur Aufarbeitung der Landespolitik in den Jahren nach der Wende oder der Berufung einer Stasibeauftragten - zu beschäftigen. Dabei vergeht die Zeit. Es ist heute schon abzusehen, dass Brandenburg mit dem Auslaufen des Solidarpaktes Ost und dem Wegfall bedeutender finanzieller Fördermittel der EU finanziell frontal gegen die Wand fahren wird.

Die Linken hatten ihren Wählern vor der Landtagswahl eine ganze Menge versprochen. Seitdem sie an der Regierung sind, zeichnen sie sich vor allem durch Angepassheit gegenüber der SPD aus. Sie haben ihre Wähler im wesentlichen verraten, nicht nur was das Durchpeitschen der CCS-Erprobung im Auftrag von Vattenfall durch den linken Wirtschaftsminister Christophers betrifft. Ganz offensichtlich gibt es schon seit einiger Zeit die Parole der Parteizentrale in Potsdam, dass man eine Kritik des Koalitionspartners SPD auf allen Ebenen vermeiden soll. Und so können die SPD-Fürsten auch in den Kommunen und Landkreisen weiterhin ihre Spielchen treiben, wobei das Land mittel-bis langfristig bei der Entwicklung auf der Strecke bleibt.

Ganz besonders schlimm ist es im Landkreis Barnim. Hier haben die Linken zusammen mit der SPD, der CDU, der FDP und Teilen der Grünen den so genannten "Barnimer Weg" ins Leben gerufen. Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine Neuauflage der Nationalen Front aus DDR- Zeiten unter Führung diesmal der SPD. Ein zwanzigjähriger Kreisparteichef sieht es - gerade neu gewählt - als seine Hauptaufgabe an, den "Barnimer Weg" zu stärken! Kritische Stimmen werden gemeinsam nicht nur im Kreistag niederdiskutiert, man stellt sie in rechts-bzw. linksradikale Ecken, schmeißt sie aus den eigenen Fraktionen und hat vor allem mit dem Machterhalt zu tun. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, alles ist super geregelt, schweige still, Bürger!

Ein gutes Beispiel für diese schädliche Politik wurde gestern wieder einmal in der Märkischen Oderzeitung deutlich gemacht. Es ging um die WITO Barnim GmbH, die Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft für den Landkreis Barnim. Ins Leben gerufen wurde diese Gesellschaft vom Landratsamt. Sie steht unter Kuratel des Wirtschaftsdezernenten und soll "auf Unternehmen zugeschnittene Förderstrategien und das Außenmarketing für den Wirtschaftsstandort" als branchenunabhängige Dienstleistungen erbringen, heißt es auf der Webseite der Gesellschaft. Weiter heißt es: " Es werden Netzwerke zur Weiterentwicklung von Branchenkompetenzen in der Region aufgebaut und betreut. Die Ergebnisse dieser Arbeit spiegeln sich im Netzwerk "Gesundheitsregion Barnim" und im „Netzwerk Metall“ wieder. " (Wobei meines Wissens wenigstens das Netzwerk "Gesundheitsregion Barnim" auch schon ohne die WITO existierte.)

"Die Mitarbeit im Existenzgründernetzwerk Barnim/Uckermark und die Investorenbetreuung im Landkreis sind weitere Elemente zur Förderung und Entwicklung des Landkreises. Die InnoZent GmbH konzentriert sich auf die Kernbereiche Betrieb des Technologiezentrums und Immobilien- und Gewerbeflächenmanagement. Über einen Betriebsführungsvertrag ist sie eng mit der WITO Barnim verbunden." teilt uns die Webseite der WITO weiter mit.

Kritiker werfen der WITO schon seit Jahren vor, dass lediglich der Kernbereich Immobilien- und Gewerbeflächenmanagement funktioniert. Alles andere sind Luftnummern. Allerdings wird Kritik an der Tätigkeit der WITO niemals allzu laut oder gar öffentlich, denn der Geschäftsführer ist ein ehemaliger Journalist der "Märkischen Oderzeitung". So war auch der gestrige Artikel mit seinem Titel "Der eingeschränkte Blick" eher auf die Kritiker gemünzt, denen man wieder einmal unterschwellig mangelnde Einsichten in die Arbeit dieses "wichtigsten" Wirtschaftsförderinstrumentes der Kreisverwaltung bescheinigen wollte.

So kam es, wie es kommen musste: Das Thema des ersten „Biesenthaler Gesprächs“ 2011 am Freitagabend "Bilanz und Ausblick bei der WITO" wurde offenbar glatt verfehlt. Als Gast konnte die Linken-Fraktion im Kreistag Barnim den Geschäftsführer des Unternehmens, Rüdiger Thunemann, begrüßen. Und Thunemann zog wohl gleich richtig vom Leder. Eine bewährte Methode aller Thunemänner dieser Republik ist es, potentielle Kritiker sofort mit einem richtigen Zahlensalat totzuschlagen. Hier mal ein paar Äppel mit ein paar Birnen verglichen und fertig ist die Erfolgsgeschichte. Kann ja eh keiner nachprüfen und Abgeordnete lieben Erfolgsgeschichten. Abschließend noch schnell ein paar Luftballons steigen lassen.

Wer sagt eigentlich, dass die vom Geschäftsführer der WITO als eigene Erfolge propagierten Zuwächse nicht auch ohne die vor allem kommunalen und damit aus Steuern stammenden Zahlungen in eine sogenannte Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft zustande gekommen wären? Kritische Nachfragen unterblieben wie gesagt, man ging "barnimlich" miteinander um.

Dabei wäre wenigsten die Frage zur Präsentation des Landkreises Barnim auf der diesjährigen Grünen Woche, der weltweit größten Landwirtschaftsausstellung, bei der es selbstverständlich auch um den Zusammenhang Landwirtschaft und Tourismus geht, so wichtig und vor allem Nahe liegend gewesen! Ich zitiere die "MOZ" vom 19.Januar 2011: "Der Barnim ist in diesem Jahr nicht auf der Grünen Woche in Berlin vertreten. In den Jahren 2009 und 2010 präsentierte sich der Landkreis den Messebesuchern noch auf dem Stand des Landkreistages. Dort können Landkreise jedes Jahr gebührenfrei in eigener Sache werben. Sie müssen lediglich für ihre eigenen Auslagen aufkommen. Die Kosten für die Standfläche, den Standbau und den Strom übernimmt der Verband. In diesem Jahr erreichte Markus Mempel, den Pressesprecher des Landkreistages, keine Bewerbung aus dem Barnim."

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Man bekommt also einen richtig teuren Messestandplatz gesponsort und keiner - weder WITO noch Landkreis Barnim - geht hin! Unglaublich. Ignoranz, Dummheit, Überheblichkeit ? "Broschüren und Urlaubsjournale" sollen es nun laut Wirtschaftsdezernent Bockhardt richten. Wie bringt man die an den Kunden ? Per Post oder per Kurierdienst ? In Berlin hätte der Kunde (=Tourist) sie direkt am Ausstellungsstand abgeholt. Aber das ist nur ein ganz kleiner Aspekt der Traumtänzerei namens WITO.

Man baut offensichtlich Luftschlösser auf und erzählt Märchen, so das von den rund sechs Millionen Euro an Steuern aus der Tourismusbranche, die jährlich in die Kassen der Barnimer Kommunen fließen und die sie wohl nur wegen der WITO einnehmen, oder ? Gibt es überhaupt Konzepte für diese WITO? Außer, dass sie nach wie vor überwiegend nur Immobilien verwaltet? Wo will man mal hin? Was ist z.B. mit den drohenden Altanschließerbeiträgen für Wasser/Abwasser, die eine Ansiedlung von größeren Unternehmen in Brandenburg und damit auch im Barnim massiv verhindern ? Davon ist auch ganz offensichtlich die Ansiedlung von Weber Motors in Bernau betroffen. Aber da baut Thunemann ja schon mal vor und wäscht seine Hände in Unschuld . „An uns liegt es nicht“, so der WITO-Geschäftsführer. Was ist in diesem Zusammenhang mit der Großbäckerei Bernau, die im April geschlossen wird - inklusive Verlust von 200 Arbeitsplätzen ?

Richtige "Aufklärung" sieht jedenfalls anders aus und insofern scheint der Abend verschenkt gewesen zu sein. Aber offensichtlich sind Erfolgsmeldungen gefragt, denn die Linkie bewährt sich ja gerade an der Regierung. Mit Plattscheck, dem Charmeur und Schwiegermutterschwarm. Dem muss man sich als wohlgesonnen zeigen und nicht etwa die Arbeit seiner SPD-Landräte und deren Institutionen kritisieren.

Womit wir wieder automatisch bei Henry Ford sind, denn von dem stammt ein besonders perfider Ausspruch, der sich offenbar aus seiner langen Erfahrung in einer Führungsposition seines Konzerns speiste. So wird von ihm kolportiert, dass er eines Tages nach einer Aufsichtsratssitzung zu einem Vertrauten wortwörtlich sagte:" Um die tief im Braunen vergrabenen Nasen meiner Herren Direktoren aus meinem Arsch zu entfernen, bräuchte man einen Schweißbrenner." Wie gesagt, Ford war wahrscheinlich Misanthrop.

Von der "MOZ" muss man in diesem Zusammenhang als Steuerzahler langsam verlangen können, dass sie ihre falsch verstandene Kollegialität gegenüber Herrn Thunemann aufgibt und endlich einmal wirklich kritische Fragen zur Verwendung unserer Steuermittel und damit zu Aufwand und Ergebnis der Arbeit der WITO stellt. Wenn die Linken es aus bestimmten - wahrscheinlich Fordschen - Gründen schon nicht mehr können oder wollen...

Grafik: Wir halten die Wirtschaft am Laufen... (Gerd Altmann / pixelio.de)

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Parasiten, von Stückwerk-Plärre und öffentlich-rechtliche Versorgungswerke


Mit den Worten "Der Parasit hat den Wirt gewechselt" kommentierte der damalige Chef des Fernsehsenders RTL, Helmut Thoma, den Wechsel von Dumpfbacke Thomas Gottschalk von RTL zum besser alimentierten öffentlich-rechtlichen ZDF im Jahre 1995. Nun ist Thoma Österreicher und die dürfen das - wie die deutsche Geschichte überdeutlich zeigt. Ich meine den Vergleich von Menschen mit Parasiten. Sieht man sich die heutige deutsche Fernsehlandschaft an ist man allerdings geneigt, dem Herrn Thoma noch nachträglich uneingeschränkten Beifall zu spenden.

Endlich, endlich, endlich: Der neue Rundfunkstaatsvertrag ist durchgewunken worden. Die Parasiten jubilieren. Die Kohle für die nächsten 1000 Jahre ist gesichert! Steuerfinanzierte Verblödung allüberall, auf allen Kanälen. Gottschalk, Hinternseer, die Hellwig senior in ständiger Wiederholung wie Roy Blech, Die Bergwacht, Um Himmels Willen, Traudl und Ernst, Die Wildbecker Schmerztuten, Der Bergdoktor, In aller Freundschaft, Blindenstraße, Bibelverdreher und christliche Taliban im Kinderkanal, SOKOs in Leipzig, Stuttgart,Wismar, Altglienicke und Soest, Otto Waalkes als neuer Tatort-Kommissar (sofortiges Dementi, denn das hätte ja Niveau !) und die fünftausendundeinundachtzigste Wiederholung von Pretty Women.

Deutschland freut sich über die neue GEZ-Steuer. Und gottseidank muss die GEZ nicht aufgelöst werden. Die kontrolliert jetzt die Kontrollettis und GEZ-Gebühreneintreiber bei den Finanzämtern oder so. Weiß noch keiner so richtig. Nur dass der Schrottladen natürlich weiter existieren wird und die Gebühren- Milliarden mit verbrät. Zur Not haben wir da auch noch Platz für ein paar Rentner mehr. Wenn die Rundfunkräte als Altersruhesitze und zusätzliche Pensionsquelle so voll werden, dass sich SPD/CDU/FDP/Grünen- und Justizrentner auf die Füße treten. Womit wir wahrscheinlich die Ursache gefunden haben, warum GEZ-Gebührenerhöhungen und der neue unsägliche Quatsch einer Fernsehsteuer für alle immer und wirklich immer durch die Politik so problemlos durchgewunken werden.

Ach ja: Ich werde doppelt zahlen müssen. Einmal als Privatperson und einmal als Unternehmer. Womit die Kultusminister mir dann bescheinigt haben, dass ich eigentlich doppelt bin und gleichzeitig in zwei Glotzen gucken darf. Einmal Gottschalks Hüpferling beim Abstürzen zusehen und auf dem anderen Apparat den Baron samt adliger Schnalle im Wüstencamp bewundern. Da wird man sicher irgendwann schizophren und merkt dann nicht mehr, wo man noch überall abgezockt wird. Solange noch was zum Abzocken da ist.

Aber was ist in Deutschland nicht noch alles schizophren. Sommerzeit und Energiesparlampen. Bahnhöfe und Flughäfen, die keiner will und keiner braucht. Die Mülltrennung und die süße Illusion, damit die Umwelt zu retten. Schlichtungsgespräche, deren Ergebnisse schon vorher feststehen. Baronessen, die Kinderschänder entlarven und sie dann nicht verhaften dürfen. Fliegende Kriegsminister, die ihre Parasiten nach Afghanistan mitschleppen. Eine Pfarrerstochter, die wie alle Pfarrerstöchter in der DDR nicht studieren durfte, dann trotzdem Physik studieren musste, um Bundeskanzlerin zu werden. Die glänzend Russisch spricht und trotzdem in jeden Amiarsch kriecht. Mitglieder einer Splitter-Partei, die einer fremden Macht die geheimsten Regierungsgeheimnisse hinterbringen und dafür wider Erwarten nicht sofort erschossen werden.

Zur Feier des Tages beginnt ZDFNeo heute jedenfalls eine neue Talgschoff-Reihe mit dem alles überragenden Benjamin von Stückwerk-Plärre, der vor Jahren mal irgendein Buch geschrieben hat und seitdem immer mal wieder mit lausig-dämlichen Sprüchen im Fernsehen auftaucht. So wie alle diese Parasiten, die weiterhin ohne sich wesentlich anstrengen zu müssen auf unsere Kosten leben werden. Ob wir wollen oder nicht...

Bild: Testbild des DDR-Fernsehens von 14:10 Uhr und 10 Sekunden

Samstag, 13. November 2010

Einwecken, Pökeln, Plastinieren ?

"Einflussreiche CDU-Politiker stärken Finanzminister Wolfgang Schäuble demonstrativ den Rücken. Er genieße noch immer das vollste Vertrauen." schreibt die Welt online heute über Rücktrittsgerüchte zu unserem Bundes-Ekelpaket resp. Finanzminister. Und weiter heißt es: "Schließlich habe der Finanzminister den Sparkurs der schwarz-gelben Bundesregierung durchgesetzt." Und: "Das soll ihm erst einmal jemand nachmachen,“ meint Unionsfraktionschef Volker Kauder und versichert, Schäuble genieße weiter das Vertrauen der Unionsfraktion und der CDU-Parteispitze.

Nun ja, dazu lässt sich einiges bemerken: Zunächst einmal genießt man volles Vertrauen oder man genießt es nicht. Noch voller als voll kann Vertrauen nicht sein. Deshalb ist "am vollsten" grober Quatsch.

Was für Kauder offensichtlich ein Lob bedeutet - die Durchsetzung des unsäglichen Sparpaketes von Schwarz-Geld - sehen Millionen von Bundesbürgern ganz anders. Nämlich die hauptsächlich Betroffenen: Die Bürger, die Städte und Gemeinden, die Länder - also wir.

Dass Schäuble ein übler, rechthaberischer Menschenhasser ist, mag Ursachen in seinen Gebrechen infolge des Attentats von 1990 haben. Dafür und nur dafür kann man ihn bedauern. Aber auch diese körperlichen und geistigen Krankheiten ließen sich - einmal in Pension - behandeln. Denn wenn er mit den Belastungen seines Amtes nicht klar kommt, gehört er an den heimischen Herd geschickt. Er ist jetzt 68 Jahre alt, wie lange will er uns und seine Mitarbeiter noch nerven ? Punkt.

In Klammern: Beim Studium der heutigen Zeitung überlegen wir, was man mit einem kranken Menschen tun soll, der partout seine Macht nicht abgeben und nicht in Rente gehen will, der aber seinen Job aufgrund körperlicher oder geistiger Gebrechen kaum noch bewältigt und dazu noch seinen Frust an der in seinen Augen dummen Menschheit in üblen Reden und Gesetzen auslässt. Ich schlage "Einwecken oder Pökeln im Amt" vor. Das wären nicht mehr zeitgemäße Technologien meint M. trocken und verweist auf die Telefon-Hotline von Gunther von Hagens...

Foto: Maren Beßler / pixelio.de

Samstag, 28. August 2010

Thilo und ich - Teil 1

Neulich auf einer längeren Autofahrt (ich neige auf längeren Autofahrten zum Autoradiohören und anschließendem Sinnieren) habe ich mal über Thilo Sarrazins Sprüche nachgedacht. Lohnt nicht, meint Ihr? Nur bedingt richtig. Es ist interessant, die Gedanken dieses Möchtegern-Politikers zu Ende zu denken, quasi eine Art Gedankenspiel zu treiben. Was wäre, wenn die Entwicklung wirklich so eintrifft, wie uns "uns" Thilo das vorhersagt? Werden seine Schreckensszenarien wahr, wird Deutschland türkisch-arabisch-muslimisch, dann
  • werden die lt. Thilo zu 100 Prozent vom Staat lebenden Einwanderer wieder auswandern, denn nach Thilos "Logik" arbeitet dann niemand mehr in Deutschland und es gibt einfach kein Geld mehr für die Stütze,
  • werden die protestantisch-katholisch-ökumenisch gefärbten Fundamentalisten, die sich bisher trotz der angeblichen Trennung von Kirchen und Staat in alles und jedes in Deutschland einmischen- auch z.B. in das Rundfunk-und Fernsehprogramm, in die Erziehung und Schulbildung, in unser Sexualleben und vor allem in die sexuelle Entwicklung unserer Kinder - einfach durch andere Personen abgelöst,
  • werden die Rufe der Muezzins das ewige Dröhnen der Rasenmäher meiner Nachbarn übertönen und es wird wenigstens fünfmal amTag während des Gebetes Ruhe geben,
  • wird der typische Brandenburger, die Krone der Rückentwicklung des Menschen- Bierbüchse in der Hand, zweikommanull Promille im Blut und im Unterhemd am Gartenzaun - vielleicht endlich aussterben.
Ich gebe zu, das Schweinefleisch wird mir etwas fehlen. Sarrazin nicht. Aber vielleicht gibt es Ausnahmeregelungen - für das Schweinefleisch...

Donnerstag, 15. Juli 2010

Eine dringend nötige Nachlese


Der politische Alltag hat uns wieder. Und da das politische Leben so überaus schnell vor sich geht, ist heute schon vergessen, was uns gestern noch wochenlang beschäftigte. Deshalb an dieser Stelle ganz schnell eine dringend nötige Nachlese zur Wahl unseres Bundespräsidenten, bevor der Kerl wieder in der völligen Versenkung verschwindet:

Kritische Staatsbürger wußten im voraus, was ihnen mit diesem Bundespräsidenten eingehandelt wurde. Allerdings gab es - jedenfalls vom realistischen Standpunkt aus - keinerlei Alternativen, denn Frau Jochimsen war wohl von den Linken nur als Lückenfüller wie weiland die zweimal von der SPD verladene Gesine Schwan gedacht. So in dem Stile "Wir kennen da auch noch jemanden, die/der es gern werden würde!". Da waren Peter Sodann oder selbst Gesine Schwan wohl noch bekannter und hatten konkrete Inhalte zu vertreten.

Sei es wie es sei. Nun haben wir endlich wieder einmal einen Liebling des Volkes im Schloß Bellevue - einen Volkstribun wie Karl-Eduard von und zu Nichtbeitrost, diesen auch geistig etwas verwachsenen Kriegsminister, oder wie den Wulff-Vorgänger Köhler, der so überaus beliebt war, dass ihn jeder knuddeln wollte. Nebenbei gesagt: Der Arme ist jetzt arbeitslos und bekommt als HartzIV-Empfänger bis zum Ende seiner Tage nur 210.000 Euro pro Jahr. Einfach lächerlich, diese Summe. Trotzdem muss ich wieder stänkern, denn ich hätte es genauso schlecht für die Hälfte gemacht! Denkt mal drüber nach!

Ein anderer Liebling des Volkes hat es dagegen nicht ins Schloß Bellevue geschafft, obwohl fast sämtliche Massenmedien auf die Wahlfrauen und - männer der Bundesversammlung einhämmerten. So wie der "Stern" texteten unisono Springer, Burda und wie sie alle heißen: "Das Volk würde Gauck wählen". Durfte es aber nicht ! Auch deshalb geht der Preis für die blödeste Bildunterschrift des Jahres an die Redaktion der Illustrierten "Stern", die tatsächlich unter ein Bild des Großinquisitors Gauck von Mielkes Gnaden ( denn hätte es Erich Mielke nicht gegeben, wäre J. Gauck ja nicht so beliebt, oder ?) das Wort "Revolutionär" schrieben. Dieses Wort war wahrscheinlich von einem früheren Artikel über Che Guevara übriggebleiben. Positiv daran ist, dass Vallis Blog gleichzeitig für diese Tat der "Stern"-Redaktion den Preis für die beste Resteverwertung hinterher schiebt. Und mit "Resteverwertung" ist durchaus nicht das o.g. Wort, sondern ausschließlich das Bildmotiv gemeint...

Foto. Das Berliner Schloß Bellevue - der Sitz des Bundespräsidenten (Juana Kreßner, www.pixelio.de)

Sonntag, 11. Juli 2010

Leistung zahlt sich aus


Sagen wir es deutlich und ohne Augenwischerei: Mein Berufsleben geht unwiderruflich dem Ende entgegen. Auch wenn eine wie auch immer zusammengesetzte Koalition den Beginn des Rentenalters für uns irgendwann auf 75 Jahre festlegt, habe ich den größten Teil meiner Zeit als Wertschöpfer oder Produzent von Neuwert in dieser Gesellschaft schon hinter mir. In stillen Stunden überlege ich mir daher manchmal, was ich in meinem Berufsleben falsch gemacht habe, da eine ganz große Karriere bisher an mir vorbeiging. Konkret besteht immer die Frage, in wieviel und in wie große Ärsche man(n) hätte kriechen müssen, um einen richtig steilen Aufstieg hinzulegen.

Einer, der es geschafft hat, ist der hier. Und Leute, mal ehrlich: Was der sich ständig den Kopf hat waschen müssen! Oder hat der den permanent-braunen Streifen rings um seine Birne kurz oberhalb der Ohren samt Geruchsbelästigung irgendwie kaschiert ? Und in diesem Sinne ist auch die Überschrift zu diesem Beitrag zu verstehen...

Foto: Thomas Blenkers, www.pixelio.de

Sonntag, 13. Juni 2010

Heute mal mit Fanartikeln oder: Elf Würstchen sollt ihr sein !


Während sich boshafte Blogger über die galoppierende Fahnenseuche an manchen Autoscheiben lustig machen, gehe ich etwas weniger ironisch an den überbordenen Handel mit WM-Fanartikeln und Devotionalien heran. Schließlich kann man niemanden für sein Spatzenhirn verantwortlich machen, außer - er hat sein Denkorgan zielgerichtet versoffen. Nein, ich hoffe immer nur, dass mein Vordermann die Deutschlandfahnen auch sicher an seinem Auto verankert hat und mir dieser überflüssige Scheiß nicht doch noch in die Windschutzscheibe knallt.

Aber es gibt auch richtig gute WM-Fanartikel: Ab morgen um Acht kann man beim Discounter Brutto (oder so) eine Doppelpackung Bockwürste der Firma Germancountriemen (oder so) im WM-Look kaufen. Einfach zwei Bockwurstgläser zusammen geklebt, ein Bild von einer Deutschlandfahne rangepappt und zwei Ballbilder - fertig ist der WM-Fanartikel. Sinnvoller als alle Fahnen und es schmeckt garantiert besser als 'ne Fahne! Nur ein klitzekleines Problem stellen die Germanländler mit ins Nuttoregal: Es sind insgesamt zwölf Würste. Dabei heißt es doch:"Elf Würstchen sollt ihr sein !"

Foto: Zwei Ersatzspieler (Betty, www.pixelio.de)

Sonntag, 6. Juni 2010

Rente mit 85 ?

Die Koalition werkelt - wie wir heute vernehmen durften - an neuen Einsparvorschlägen für den Bundeshaushalt. War nicht anders zu erwarten, denn wie immer müssen wir die Zeche für die Milliardengeschenke an die Bankster und ähnliche Ganoven zahlen. Und wie immer geht es zuerst nicht etwa an die Kriegskassen, denn den Afghanistan-Krieg stellt niemand im Kabinett Merkel auch nur ansatzweise in Frage. Zuerst geht es an die Sozialkassen. Im Gespräch sind neben Kürzungen bei Hartz IV auch weitere Ausdehnungen des Rentenalters. Warum nicht gleich bis zum 85. Lebensjahr ? Papa Razzi macht es uns allen vor und der braucht ja bekanntermaßen nur noch zwei Jahre bis zu Rente. Wirklich toll, was uns da winkt. Ich stelle mir da gerade so einen flotten, immer noch schaffenden Dreiundachtzigjährigen an der Schaltwarte eines Atomkraftwerkes vor, denn auch deren Laufzeiten sollen ja bekanntlich verlängert werden...

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...