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Samstag, 18. Juli 2026

Eine Odyssee

Oppenheimer ist schuld. Nicht nur an der Atombombe, sondern auch an unserem Beschluß, uns das neueste Erzeugnis aus dem Hause Nolan im Kino anzusehen. Leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Und so kam  es dann, wie ich es mir gedacht hatte ... 

Christopher Nolans Die Odyssee ist ein Film, der fast zwangsläufig zwischen Meisterwerk und Enttäuschung polarisiert. Er ist technisch beeindruckend, erzählerisch ambitioniert und könnte intellektuell reizvoll  sein– gleichzeitig ist er aber ein Werk, das sich durch seine eigene Schwere und seinen Hang zur Monumentalität immer wieder im Weg steht. Wobei Monumentalität in diesem Film wohl eher ein Pseudonym für Gewalt, Blutrausch und Grausamkeit ist.  

Ein Homer-Epos im Nolan-Stil

Wer eine klassische Verfilmung von Homers Epos erwartet, wird überrascht sein. Mit einigem guten Willen kann man zu der Auffassung gelangen, daß Nolan sich weniger für die Abenteuerreise als für die psychologische Verfassung eines Mannes, der nach dem Krieg nicht mehr in seine alte Welt zurückfindet zu interessieren scheint. Odysseus ist hier kein listenreicher Held, sondern ein traumatisierter Heimkehrer.

Odysseus und Gefährten blenden Polyphem


Dieser Ansatz hätte großes Potenzial. Die Frage, ob ein Mensch nach jahrelanger erlebter und ausgeübter Gewalt z.B. in Afghanistan oder dem Irak überhaupt noch nach Hause kommen kann, zu Hause ankommen kann, könnte der Geschichte eine moderne Dimension verleihen. Nur -  Nolan bringt diesen Gedanken kaum an den Zuschauer. da der Schwerpunkt der Handlung ganz offensichtlich auf einer Aneinanderreihung von Brualitäten und Scheußlichkeiten liegt. 

Visuelle Größe statt emotionaler Nähe

Die größte Stärke des Films ist seine Inszenierung. Nolan nutzt die Landschaften des Mittelmeers und die IMAX-Kameras, um Bilder zu schaffen, die tatsächlich episch wirken. Die Seefahrten, Stürme und Küsten entfalten eine Wucht, die man selten im modernen Kino sieht. Daß die Galeeren bei dem im Film  gezeigten Ruderstil allerdings wirklich 10 Jahre brauchten, um letztlich doch noch zu Hause anzukommen, liegt auf der Hand.

Der Film erinnert mich sehr an die Filme der siebziger Jahre. Schon damals montierte man in jedes filmische Erzeugnis Szenen der gerade modernen, "woken", mithin "richtigen"  Weltanschauung hinein. Ob sie zur Handlung passten oder nicht. Wie anders sind die vielen schwarzen "Griechen" in Nolans Erzeugnis zu erklären? Und bei allem notwendigen Respekt vor der Leistung der Schauspieler: Die "schöne Helena", um die es bei dem ganzen Zinnober eigentlich ging (Entführung durch den Königssohn von Troja, 10 Jahre Belagerung der Stadt durch gelangweilte Sklavenhalter, das trojanische Pferd und das sich anschließende Schlamassel - eben die Odyssee), war mitnichten eine schwarze Prinzessin. Das ist einfach nur lächerlich. 

Matt Damon als Odysseus

Bei Matt Damon stelle ich mir immer die Frage, ob er ein Schauspieler oder genmodifizierter CIA-Agent ist. Insider werden seine Bourne-Filme kennen. Mit einigem guten Willen könnte man behaupten, er liefert eine zurückhaltende, ernsthafte Darstellung des Odysseus ab. So soll er wohl keinen strahlenden Helden spielen, sondern einen Mann, dessen Identität durch Krieg und Verlust zerbrochen ist, darstellen. Das funktioniert nicht. Die Rolle würde ein enormes Maß an innerem Spiel vertragen, die Damon nicht rüberbringen kann, die er nicht hat. Nun gut, Brad Pitt und andere Herculesse sind verbraucht, viel blieb für Nolan nicht übrig.  Manche Zuschauer werden Damons ruhige Interpretation als nuanciert empfinden, andere als erstaunlich emotionsarm.

Nolans größte Schwäche: die Figuren

Wie schon in Tenet, Dunkirk oder teilweise Oppenheimer zeigt sich Nolans bekannte Schwäche im Umgang mit Charakteren. Viele Nebenfiguren bleiben eher Ideen als Menschen. Penelope besitzt zwar Präsenz, erhält aber vergleichsweise wenig Raum für ihre eigene Perspektive. Auch Telemachos und zahlreiche mythologische Figuren dienen häufig der Handlung, statt eine eigene Entwicklung zu bekommen.

Das führt dazu, dass einzelne Episoden zwar beeindruckend aussehen, emotional aber nicht immer dieselbe Wirkung entfalten, sondern ob ihrer Aneinanderreihung von Grausamkeiten nur Ekel erzeugen.

Mythologie oder Realismus?

Interessant ist Nolans Umgang mit den mythischen Elementen. Er versucht häufig, das Übernatürliche mit einer gewissen Plausibilität oder symbolischen Ebene zu verbinden.

Das ist konsequent, nimmt dem Stoff aber teilweise seinen Zauber. Gerade Figuren wie Circe, die Sirenen oder andere übernatürliche Begegnungen wirken dadurch weniger geheimnisvoll als in Homers Vorlage.

Hier stellt sich die grundsätzliche Frage: Muss moderne Fantasy immer rationalisiert werden? Nolan beantwortet sie mit "Ja" – eine Entscheidung, die nicht jeder teilen wird.

Tempo und Laufzeit

Mit rund drei Stunden nimmt sich der Film viel Zeit. Manche Sequenzen entwickeln dadurch eine meditative Kraft. Andere wirken unnötig gedehnt. Vor allem im Mittelteil entsteht gelegentlich das Gefühl, dass Nolan seine Bilder länger auskostet, als es der Dramaturgie und dem Magen des Zuschauers guttun.

Themen

Der Presse und diversen Kommentaren entnimmt der vor dem Kinobesuch noch durchaus geneigte Zuschauer, daß der eigentliche Kern des Films nicht die Monster oder die Reise, sondern:

  • Schuld nach dem Krieg
  • Erinnerung und Identität
  • Sehnsucht nach Heimat
  • Verlust von Menschlichkeit
  • Zeit und Vergänglichkeit

sind. Diese Themen könnten dem Film Tiefe verleihen und ihn zu einem wichtigen Werkzeug bei der Aufarbeitung der militärischen Geschichte der USA und ihrer Verbündeten in den letzten 100 Jahren machen. Allerdings schafft es Nolan nicht, diesen Kern herauszuarbeiten. Brutalität und  überirdisches Gedöns (noch ein Monster und noch ein Monster und noch ein Monster ...)  geraten ihm zum Selbstzweck. In "Oppenheimer" hat er es noch gekonnt. 

Fazit

Die Odyssee soll vermutlich einer der ambitioniertesten Historienfilme der letzten Jahre sein. Nolan will offensichtlich Homers Epos in ein meditatives Drama über Kriegstraumata und Heimkehr verwandeln. Visuell erreicht der Film stellenweise Außergewöhnliches.

Gleichzeitig leidet er unter Problemen: Figuren bleiben emotional auf Distanz, Dialoge wirken gelegentlich funktional, und die pseudointellektuelle Konstruktion erhält oft mehr Aufmerksamkeit als menschliche Beziehungen. Und diese menschlichen Beziehungen manifestieren sich fast ausschließlich in Brutalität und Gewaltszenen. Nebenbei bemerkt: Wenn  die Amis merken, daß in der Szene, in der Circe die Odysseus' Mannschaft  von Schweinen in Menschen zurück verwandelt, nackte Männerhintern zu sehen sind, wird der Film in den USA garantiert verboten.  

Fazit: Vom zunächst vermuteten hohen Anspruch zum Horrorfilm und insgesamt ein Flop. Wir haben nach der Hälfte des Films resigniert und gingen zwecks Beruhigung unserer Mägen lieber einen Wein trinken .... 

 

Sonntag, 5. Juli 2026

Zwischen Lärm und Nachdenken – Warum Kultur gerade jetzt gebraucht wird

Es gibt Tage, an denen die politische Nachrichtenlage den Eindruck vermittelt, unsere Gesellschaft bestehe nur noch aus Gegensätzen. Demonstrationen, Parteitage, Schlagzeilen und gegenseitige Vorwürfe, Hass und Hetze bestimmen die öffentliche Wahrnehmung. Wer aufmerksam die Ereignisse dieses Wochenendes verfolgt, erkennt schnell, wie tief die politischen Gräben inzwischen geworden sind und wie dünn die Decke der Zivilisation doch ist. 

Doch gerade in solchen Momenten stellt sich eine andere Frage: Wo bleibt der Raum für das Nachdenken?

Seit Jahrhunderten ist die Kultur dieser Ort. Literatur, Musik, Theater und bildende Kunst haben nie nur unterhalten. Sie haben den Menschen geholfen, ihre Zeit zu verstehen. Goethe schrieb nicht für den Tag, Beethoven komponierte nicht für die nächste Schlagzeile, und Thomas Mann wusste, dass Demokratie ohne Bildung und Kultur ihre geistige Grundlage verliert.

Heute scheint diese Einsicht gelegentlich in Vergessenheit zu geraten. Die öffentliche Debatte wird immer schneller. Algorithmen belohnen Zuspitzung, Empörung verbreitet sich rascher als Differenzierung. Wer laut spricht, wird gehört; wer sorgfältig argumentiert, geht leicht unter.

Gerade deshalb kommt den kulturellen Institutionen eine besondere Verantwortung zu. Museen, Bibliotheken, Theater und Konzerthäuser sind keine luxuriösen Extras einer wohlhabenden Gesellschaft. Sie sind Orte des freien Denkens. Sie erinnern daran, dass jede Generation ihre Antworten auf alte Fragen neu finden muss: Was bedeutet Freiheit? Was hält eine Gemeinschaft zusammen? Wie gelingt ein respektvoller Umgang trotz unterschiedlicher Überzeugungen? Und sie sollten schon aus diesem Grunde für Finanzminister und Erbsenzähler jeder Coleur ein absulutes Tabu sein. 

Die aktuellen politischen Auseinandersetzungen zeigen vor allem eines: Demokratie ist niemals selbstverständlich. Sie lebt von der Bereitschaft, den anderen nicht sofort zum Gegner zu erklären, ihm nicht "sofort auf's Maul" zu hauen oder ins Gesicht zu treten. Demokratie lebt ebenso von der Fähigkeit, Ambivalenzen auszuhalten. Genau diese Fähigkeit vermittelt Kultur. Auch fünfzigtausend kulturlose Idioten am Wochenende in Erfurt können irren. Oder auch 600 Delegierte, eingepfercht in einer Thüringer Halle.  

Ein gutes Buch zwingt uns nicht zu einer Meinung. Es eröffnet eine Perspektive. Ein gutes Theaterstück präsentiert keine fertigen Lösungen. Es stellt Fragen. Ein Konzert schafft Gemeinschaft, ohne nach Herkunft, Parteibuch oder Weltanschauung zu fragen. Vielleicht liegt darin ihre größte politische Kraft. Kultur hat nämlich vordergründig keinen Erziehungsauftrag, hätte sie den, hieße sie Agitprop. Dazu fallen  mir schreckliche Beispiele ein. 

Wobei : Noch vor kurzer Zeit vertrat ich die Ansicht, dass man mit Klassikern in Theater und Oper nichts falsch machen kann. Eine Oper von Mozart oder klassisches Ballett würden sich nicht verhunzen lassen, meinte ich. Inzwischen musste ich mich auch hier korrigieren: Idiotische Aufführungen im Sinne einer völlig geschichtslosen und daher einseitigen politischen Korrektheit von Tschaikovskys "Nussknacker " oder Mozarts “Entführung aus dem Serail“ belehrten mich eines schlechteren. 

Wer sich einmal näher mit dem Werk Michael Bulgakows beschäftigt hat, findet heute und hier einen unsäglichen Trend aus stalinistischen Zeiten wieder. Iwan Besdomny - auf deutsch Hans Hauslos, ein Mensch, der jede Geschichte verneint, ohne jede Vergangenheit im Sinne von Traditionen oder Überlieferungen aufwächst und letztlich jede Kunst aus der Zeit "vorher" verneint und lediglich die stalinistischen Maxime gelten lässt, ist auferstanden. Er plappert Unsinn im Sinne einer bestimmten Doktrin, damals waren das u.a.  "die historische Mission der Arbeiterklasse", heute wären das zum Beispiel die unsägliche Sprachverhunzung namens Gendern, das Märchen vom Klimawandel allüberall oder die Parole "Ganz Erfurt hasst die AfD". Niemand macht sich noch die Mühe, zu Ursachen vorzudringen, historische Prozesse zu analysieren und daraus Lösungen vorzuschlagen und voranzubringen.  Jede Äußerung, jede Kunst wird so einseitig, wird falsch, jede Kultur ist so nur noch Fälschung. Und schlimmer: "Those that fail to learn from history are doomed to repeat it."* wie Winston Churchill allen geschichts- und damit kulturlosen Gesellen ins Stammbuch schrieb.

Banksys Parlament
Wer Kultur fördert, investiert deshalb nicht allein in Kunst. Er investiert in die geistige Widerstandskraft einer Gesellschaft. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu. Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts gehörte der Wiederaufbau von Bibliotheken, Opernhäusern und Universitäten bewusst zum demokratischen Neuanfang Europas. Man wusste damals: Demokratie braucht mehr als Gesetze. Sie braucht gebildete, kritische und verantwortungsbewusste Bürger. Vielleicht sollten wir uns daran wieder stärker erinnern, denn die eigentliche Alternative zur Polarisierung ist nicht Gleichgültigkeit, sondern Bildung. Und Bildung beginnt dort, wo Menschen bereit sind zuzuhören, nachzudenken und andere Sichtweisen kennenzulernen oder sogar zu akzeptieren. 

In einer Zeit, in der vieles lauter wird, bleibt Kultur die leise Stimme der Vernunft. Sie wird nicht jede politische Auseinandersetzung lösen. Aber sie kann verhindern, dass wir verlernen, miteinander zu reden. Das allein wäre heute schon ein großer Gewinn.

Es gehört zu den Eigentümlichkeiten unserer Zeit, dass wir über nahezu alles informiert sind und doch immer weniger Gelegenheit haben, das Geschehen zu verstehen. Nachrichten erreichen uns im Sekundentakt, Meinungen entstehen in Minuten, Urteile werden oft gefällt, bevor Fragen überhaupt gestellt worden sind.

Dabei hat Demokratie niemals vom Lärm gelebt. Sie lebt von der Fähigkeit zum Gespräch. Schon Hannah Arendt erinnerte daran, dass Politik dort beginnt, wo Menschen miteinander sprechen und die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Wo nur noch Gewissheiten existieren, endet der Dialog – und mit ihm ein wesentlicher Teil demokratischer Kultur.

Die Zukunft entscheidet sich nicht nur in Parlamenten oder auf der Straße, zwischen Wasserwerfern und Gummiknüppeln.  Sie entscheidet sich ebenso in Klassenzimmern, Bibliotheken, Opernhäusern, Konzertsälen und überall dort, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören und gemeinsam nach Wahrheit zu suchen. Vielleicht beginnt genau dort die Hoffnung, die unsere Zeit so dringend braucht. 

Damit wir eine Zukunft haben ...

 

* "Jene, die es versäumen, von der Geschichte zu lernen, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen." 


Montag, 6. April 2026

Zwischen Mythos und Misere: Die deutsche Lufthansa

6. April 1926 - Drei Monate nach Gründung der Deutschen Luft Hansa AG nimmt das Unternehmen mit einem Flug von Berlin-Tempelhof nach Zürich den Flugbetrieb auf. 

Unsere berühmte Serie
Wenn heute über die Deutsche Lufthansa AG gesprochen wird, schwingt oft noch der Mythos einer deutschen Vorzeige-Airline mit: technische Präzision, globale Vernetzung, Premium-Service. Doch dieser Mythos wirkt zunehmend wie ein Relikt. Wer genauer hinschaut, erkennt eine Geschichte voller Brüche – und eine Gegenwart, die von Widersprüchen geprägt ist.


Die verdrängte Vergangenheit

Die offizielle Erzählung beginnt gern 1955, als die „neue“ Lufthansa gegründet wurde. Tatsächlich reicht die Geschichte aber weiter zurück – zur 1926 gegründeten Deutschen Luft Hansa. Diese war eng mit dem NS-Regime verflochten: Sie unterstützte militärische Strukturen und profitierte von Zwangsarbeit. Über 12.000 Menschen sollen in diesem Kontext ausgebeutet worden sein. ([Reuters][1]  
Lange Zeit versuchte die Nachkriegsgesellschaft, sich von dieser Vergangenheit zu distanzieren – formal nicht ganz unberechtigt, aber moralisch fragwürdig. Erst in jüngster Zeit, ausgerechnet zum 100-jährigen Jubiläum, beginnt der Konzern, diese Geschichte offensiver aufzuarbeiten. (DIE WELT[2])


Doch diese verspätete Aufarbeitung wirft Fragen auf: Warum erst jetzt? Und wie ernst ist das Bekenntnis, wenn es gleichzeitig Teil einer Jubiläumsstrategie ist?
 

 

Vom Staatsprojekt zum globalen Konzern

Nach dem Krieg entwickelte sich Lufthansa zu einem Symbol des westdeutschen Wirtschaftswunders. Der Staat hielt lange Anteile, bevor das Unternehmen schrittweise privatisiert wurde. ([Wikipedia][3])

Mit der Liberalisierung des Luftverkehrs in den 1990er-Jahren wandelte sich Lufthansa endgültig zum globalen Konzern – mit Beteiligungen, Allianzen und aggressiven Wettbewerbsstrategien. Effizienz wurde zum Leitprinzip, nicht mehr nationale Repräsentation.

Doch genau hier beginnt das strukturelle Dilemma: Lufthansa wollte gleichzeitig Premium-Airline und Kostenführer sein – ein Spagat, der bis heute nicht gelingt.

 

 Die Gegenwart: Dauerkrise im Premium-Anzug

Die aktuelle Lage ist paradox: steigende Umsätze, aber schwache Gewinne. ([DIE WELT][4])
Die Ursachen sind vielfältig – und teilweise hausgemacht:
 

1. Sparpolitik vs. Qualitätsversprechen

Kunden klagen seit Jahren über sinkenden Service: Verspätungen, Gepäckprobleme, schlechtere Verpflegung. ([reisetopia][5])
Gleichzeitig wird sichtbar, dass an vielen Stellen gespart wird – oft auf Kosten des Markenkerns. ([Frankfurtflyer.de][6])

2. Managementfehler und Verzögerungen

Großprojekte wie die neue Business Class verzögern sich über Jahre, Fehler werden inzwischen offen eingeräumt. ([Frankfurtflyer.de][7])
Das Problem ist weniger ein einzelner Fehler als eine Kultur der Überkomplexität.

 

3. Arbeitskonflikte und Strukturprobleme

Streiks, Tarifkonflikte und Vorwürfe des Sozialdumpings innerhalb des Konzerns zeigen: Die interne Stabilität bröckelt. ([DIE WELT][8])

 


 4. Externe Krisen – aber keine Ausreden

Geopolitische Spannungen, steigende Kerosinpreise und Lieferprobleme setzen Lufthansa unter Druck. ([DIE WELT][9])
Doch viele Probleme bestehen unabhängig davon – etwa ineffiziente Strukturen und strategische Unklarheit.


 Identitätskrise über den Wolken

Vielleicht ist das größte Problem der Lufthansa kein operatives, sondern ein ideelles:
Was will dieses Unternehmen eigentlich sein?

* Eine Premium-Airline? Dann reicht der aktuelle Service nicht.
* Ein Kostenführer? Dann ist die Struktur zu schwerfällig.
* Ein nationaler Champion? Dann fehlt die politische Rückendeckung früherer Zeiten.

Diese Unklarheit spiegelt sich in fast allen Bereichen wider – von der Markenstrategie bis zur Flottenplanung.

 

Fazit: Ein Konzern im Übergang – oder im Stillstand?

Lufthansa steht heute exemplarisch für viele europäische Traditionsunternehmen: historisch bedeutend, global präsent, aber strategisch verunsichert.

Die verspätete Aufarbeitung der eigenen Geschichte zeigt immerhin: Bewegung ist möglich. Doch für die Zukunft reicht symbolische Selbstkritik nicht aus.

Die entscheidende Frage bleibt:
Kann Lufthansa sich neu erfinden – oder bleibt sie gefangen zwischen Vergangenheit und Gegenwart?

Im Moment deutet vieles auf  Ersteres hin. Und es ist kein Zufall, dass viele Parallelen zur Konkurrenz am Boden - der Deutschen Bahn - zu Tage treten. Behäbigkeit, Bräsigkeit, mangelnde Zukunftsaussichten: DIe Lufthansa ähnelt der DB, nur dass sie zur Zeit noch ohne Schienen auskommt ...

 

1]: https://www.reuters.com/business/germanys-lufthansa-takes-nazi-past-it-turns-100-2026-02-04/?utm_source=chatgpt.com "Germany's Lufthansa takes on Nazi past as it turns 100"
[2]: https://www.welt.de/article69d323428ba297d4b1230207?utm_source=chatgpt.com "Vor 100 Jahren hob Lufthansa erstmals ab"
[3]: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Lufthansa?utm_source=chatgpt.com "Geschichte der Lufthansa"
[4]: https://www.welt.de/article69ce006ade66bddfe53e2cde?utm_source=chatgpt.com "Vor 100 Jahren hob Lufthansa erstmals ab"
[5]: https://reisetopia.de/kolumne/lufthansa-premium-airline/?utm_source=chatgpt.com "Wird Lufthansa wieder zur Premium-Airline?"
[6]: https://frankfurtflyer.de/zu-viel-gespart-zerstoert-lufthansa-den-jahrzehnte-alten-guten-ruf/?utm_source=chatgpt.com "Zerstört Lufthansa den Jahrzehnte alten guten Ruf?"
[7]: https://frankfurtflyer.de/lufthansa-ceo-raeumt-managmentfehler-bei-der-entwicklung-der-neunen-business-class-ein/?utm_source=chatgpt.com "Lufthansa CEO räumt Managmentfehler bei der ..."
[8]: https://www.welt.de/article69ce5ede0aecbf4b48bd8767?utm_source=chatgpt.com "Streit um Freistellungen während des Piloten-Streiks"
[9]: https://www.welt.de/article69d2550380914f761125355f?utm_source=chatgpt.com "„Versorgung mit Kerosin beginnt schwierig zu werden\""

Dienstag, 24. März 2026

An ihrem dummen Geschnatter sollt ihr sie erkennen

 "Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen, je selbstverständlicher, je unbewusster ich mich ihr überlasse." (Zitat nach V. Klemperer: " LTI - Notizbuch eines Philologen", Reclam Taschenbuch Nr. 20149).

Und sie entlarven sich jeden Tag mehr. Ob es ein Secondhand-Kanzler ist, der seinen Wählern Faulheit vorwirft oder ein ehemaliger Bundespräsident, der 16 Millionen Einwohnern seiner Heimat mal eben Unfähigkeit für Demokratie unterstellt: Es wird immer schlimmer. "Nichts ist mächtiger als Sprache ... " schreibt Julian Reichelt in seinem Vorwort zum Sammelband "links - Deutsch / Deutsch- links" (Westend Verlag 2026) und weiter: "Das Erkennungsmerkmal der vollständig links besetzten Sprachzone ist übrigens das  Gendern. Wo konsequent gegendert wird, wird nur noch in eine politische Richtung gedacht."

Gedacht. Der Witz war gut ...

Selbst wenn man sich - wie ich -  nur noch selten zu ARD oder ZDF verirrt, fällt der zunehmende Dschänderwahn ins Auge oder besser: Ins Ohr.  Mir kräuseln sich regelmäßig die Trommelfelle, wenn z.B. die ulkigen "Sterne"köche (kann man Sterne kochen? ) in den Kochshows des ÖRR  sich fast die Zunge verbiegen, um auch wirklich ständig mit Wortschöpfungen wie "Zuschauerinnen und Zuschauer",  "Teilnehmenden",  "Kochenden" oder "Spätzlende" die Sprache Goethes und Schillers, Heines und auch Klempereres  zu verhunzen. Die scheinen (GEZ-) Geld dafür zu bekommen. Wenn  sie dann wenigstens noch konsequent wären! Aber verbindliche Dschänderregeln gibt es offenbar nicht. Gottseidank! 

Mittlerweile werden selbst Masterarbeiten, die sich der Dschänderei verweigern, konsequent niedriger bewertet. Eine Klagewelle steht den durchweg links verseuchten Hochschulen bevor. Es wird immer schlimmer und je mehr der Wähler von den Einheitsparteien abrückt, desto fanatischer liegt man ihm mit dem Dschänder-Geschwätz in den Ohren. 

Man mag zu Julian Reichelt und seinem "NIUS" unterschiedlicher Meinung sein. Wenn er bemerkt, daß "wer in linker Sprache denkt, schreibt, Politik macht, ... immer nur linke Ergebnisse produzieren (wird)" gilt das zweifelsfrei auch für das Gegenteil. Ausschließlich EINES von beiden ist von Übel und führt in  ein politisches, gesellschaftliches, kulturelles und mediales Gefängnis. Dem Indiviuum kann es letzendlich egal sein, ob es von der Stahlrute eines SA-Aufsehers erschlagen oder von der Kugel des Gulag-Schergen getötet wird. Oder vorher von linkem oder rechtem Geschwätz politikmüde gesabbelt.

 Aller gesellschaftlicher Wandel  beginnt mit Sprache. Wir sollten sie uns nicht weg nehmen lassen ....  

Dienstag, 17. März 2026

Volksmund, Sprüche, Hass und Hetze

 Hier ist einer von 1979: 

"Fleißig, fleißig, fleißig. 

Die DDR wird dreißig. 

Die Großen kaufen sich 'nen Golf.

Die Kleinen schindern sich 'nen  Wolf."


Rudolpho Duba
Erklärung:  Im Jahr 1978 importierte die DDR 10.000 VW Golf I im Rahmen eines Kompensationsgeschäfts, um den überalterten Fahrzeugbestand zu modernisieren und die Stimmung zu verbessern. Die Fahrzeuge kosteten ca. 23.000 bis 35.000 Ostmark, was sie für viele unerschwinglich machte. Ausserdem wurden sie überwiegend den verdienten Stasi-IM und guten SED-Genossen zugeteilt. Zum Ende der DDR fuhren rund 27.000 VW Golf in Ostdeutschland.

Heute träumt VW wahrscheinlich von derartigen Geschäften... 

Sonntag, 15. März 2026

"Jungfer Husch" - Zum Geburtstag der Königin Luise von Preußen

 Am 10. März jährte sich der Geburtstag einer der beliebtesten Monarchinnen der deutschen Geschichte: Luise von Preußen. Geboren wurde sie am 10. März 1776 in Hannover als Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg - Strelitz. Als Königin an der Seite von Friedrich Wilhelm III. prägte sie nicht nur den preußischen Hof, sondern wurde weit darüber hinaus zu einer Symbolfigur für Mut, Würde und nationale Identität. Einen bemerkenswerten Beitrag über ihr Leben gibt es hier. 

Eine Königin mit Herz und Haltung

                                             

Luise bestach durch Natürlichkeit, Charme und Volksnähe – Eigenschaften, die sie in einer Zeit politischer Umbrüche besonders auszeichneten. Preußen befand sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einer tiefen Krise, vor allem nach der verheerenden Niederlage gegen Napoleon Bonaparte im Jahr 1806.

In dieser schwierigen Phase zeigte die Königin bemerkenswerte Standhaftigkeit. Berühmt wurde ihr persönliches Treffen mit Napoleon in Tilsit 1807, bei dem sie versuchte, mildere Friedensbedingungen für Preußen zu erwirken. Auch wenn ihre diplomatische Mission keinen durchschlagenden Erfolg hatte, wurde ihr Einsatz vom Volk hoch geschätzt. Sie verkörperte Hoffnung in einer Zeit der Demütigung.

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### Mythos und Erinnerung

Nach ihrem frühen Tod im Jahr 1810 – sie wurde nur 34 Jahre alt – setzte eine wahre Verehrung ein. Luise wurde zur Identifikationsfigur im Kampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft. Ihr Andenken lebte weiter, unter anderem durch ihre Kinder, besonders durch den späteren Kaiser Wilhelm I..

Ein bedeutender Erinnerungsort ist das Mausoleum im Schlosspark von Schloss Charlottenburg in Berlin, wo sie bis heute ihre letzte Ruhe gefunden hat. Dort wird sie noch immer als „Königin der Herzen“ geehrt.

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### Warum wir heute noch an sie erinnern

Luise von Preußen steht bis heute für Werte wie Pflichterfüllung, Mitgefühl und Mut. Ihr Leben zeigt, wie stark persönliche Haltung und Charakter auch in politisch schwierigen Zeiten wirken können.

Ihr Geburtstag am 10. März ist daher mehr als ein historisches Datum – er ist Anlass, sich an eine Frau zu erinnern, die Geschichte nicht nur erlebte, sondern sie durch ihre Persönlichkeit mitprägte

Dienstag, 10. März 2026

Rehaugen, Wahlen und andere Abnormitäten

1975 schrieb der ehemalige Aktivist der Studentenbewegung, der „außerparlamentarischen Opposition“ und der „Sponti“-Szene Daniel C.-B. über seine Erfahrungen als Erzieher in einem Kindergarten in Frankfurt am Main: „Mein ständiger Flirt mit den Kindern nahm erotische Züge an. Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln.“

Dieser ekelerregende Mensch wurde für eine ganze Generation der Grünen bei ihrem Durchmarsch durch die Institutionen zum Vorbild. Schlimmer noch: Die Grünen der sechziger, siebziger und achtziger Jahre waren in besonderer Weise anfällig dafür, selbst abartigste sexuelle Neigungen zu tolerieren, zu propagieren, ja entsprechend zu agieren und zu agitieren, so dass unter anderem sogar politisch ein Recht auf Pädophilie eingefordert wurde. 

Nun, es wurde noch schlimmer. Irgendwann führte diese Partei eine wahre Kehrtwende durch, war diese Partei zu einem Sammelbecken von heuchelnden, verklemmten, kleingeistigen Kirchensklaven mit Moralvorstellungen aus dem 15. Jahrhundert mutiert. (Irgendwie vermute ich, dass diese Entwicklung mit dem zunehmenden Einfluss von seelisch verkorksten,dummen, hässlichen und fetten Emanzen, also solche Frauen, die in der Schule nie angeguckt wurden, zu tun hatte) Wenn diese seelisch verkorksten, dummen, hässlichen und fetten Emanzen dann noch aus Baden-Württemberg oder Bayern kommen und einfache Moralvorstellungen wie Ehrlichkeit, Taktgefühl, Verständnis für den Mitmenschen sowie Fairness bei der Wahl der Mittel der Auseinandersetzung vermissen lassen, wird es schlimm wie im Wahlkampf in Baden-Württemberg. 

Nun also Zoe M. aus Karlsruhe, Mitglied des Deutschen Buntentages und damit höchst unterbezahlt. Ein neun Jahre altes Video mußte es sein, in dem so furchtbare Dinge vorkamen wie braune Haare, Rehaugen und eine 16-jährige - nicht 5-jährige - Schülerin. Ein Hosenlatz, Streicheln oder gar ein ständiger Flirt kamen nicht vor, da erfreute sich ein 29-jähriger Jungspund aus der Politik an einem Wunder der Natur. Wahrscheinlich, weil er auch in seiner Partei nur .... naja, lassen wir das, es kann nicht jeder ein Habück sein. 

Mehr war jedenfalls nicht. Er hat sie nicht angefasst, er hat ihr nicht mal hinterher gepfiffen. Er hat sich nicht mit ihr verabredet und sie nicht blöde angemacht. Und als er nach Hause kam, hat der Trottel diese rein platonische Bewunderung sogar noch seiner Frau erzählt. Die reagierte natürlich wie jede junge Ehefrau und wusch ihm den Kopf. Ich gebe zu, als ich 17 war, habe ich wegen so einem rehäugigen Wunder mein erstes Gedicht geschrieben. 

Worum ging es also Zoe M.? Nicht um Moral, nicht um Feminismus. Der tiefere Sinn ihrer Handlung besteht darin, dass die grüne Sekte alles propagiert, damit im Umgang der zwei Geschlechter miteinander nichts mehr als normal gilt. Alles wird in die Nähe von Dreck oder direkt in den Dreck gezogen, die vormals völlig normalen menschlichen Beziehungen werden skandalisiert, die Grünen  sind eben moralisch heimatlose Taliban.  Dass der farblose, kleingeistige, schwache CDU-Kandidat für den Ministerpräsidentenposten dabei über die Klinge springen sollte, war nur der Nebeneffekt. Mit etwas Arsch in  der Hose und ohne das kleingeistige schwäbische Hinterland wäre die ganze Aktion in das Gegenteil umgeschlagen. So bleibt dem neuen Ministerpräsidenten die Einführung des Tschador für alle Miezen ab 14. Damit geile CDU- Fürsten unbedingt ausgebremst werden. 

Gleichzeitig muss ein Verbot der Brotzeit bzw. des Besuchs der Besenwirtschaft nach dem sonntäglichen Kirchgang (denn da werden so richtig dreckige Witze erzählt) kommen. 

Mal wieder wird so mancher meiner Leser fragen, ob ich spinne. Ich meine aber, dass sich diese Vorschläge durchaus in die Reihe der neuesten Vorschläge der ruhmreichen Wahlgewinner Baden-Württembergs einreihen können. Der Vorschlag, dass alle 2,5 Jahre der andere Wahlsieger den Ministerpräsidenten stellt, hat durchaus Charme. Ich würde jeden Tag, jede Stunde wechseln. So könnte der Tschem zum Beispiel von 11 bis 12:00 Uhr vormittags den Laden schmeißen, das zarte Pflänzchen von der CDU wäre dann von 12 bis 13:00 Uhr dran und dürfte sogar entscheiden, ob es in der Kantine Kartoffelstampf oder Kartoffelbrei gibt. 

Und wenn wir schon bei den blöden Vorschlägen sind:  Cohn-Bendit und Zoe M. sollten für ihre Leistungen in den Reihen der Moralpolizei umgehend den höchsten Orden des Landes Baden-Württemberg, den Landesorden, offiziell als Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg bezeichnet, angeheftet kriegen. Vielleicht kann Zoe dann bei der Verleihung noch etwas nesteln? Leider ist der Orden nicht am Hosenband zu tragen. 

Wenn man dann noch das Bundesland Baden-Württemberg ganz offiziell in Baden-Türkenberg umbenennt, jedem Balkon im Ländle eine Cannabispflanze  verordnet und allen Schwabeninnen und Schwaben die Zwangsmitgliedschaft bei Miles and More verpasst, ist die grün-schwarze Welt endlich wieder in Ordnung und alle haben sich wieder lieb. 

Auch wenn sie bis zu ihrem Lebensende in die braunen Rehaugen vom Tschem Ö. gucken dürfen ...

Sonntag, 8. März 2026

Zum Internationalen Frauentag

Heute ist der 8. März. Mal ehrlich: Das hätten wir bei all dem Getöse um Donnies und Bibis Supertaten  abseits des Völkerrechts fast vergessen. Die Medien machen zwar Getöse um das Kopftuch der Iranerinnen und die Untaten der Mullahs gegenüber friedlichen Demonstranten, fordern aber gleichzeitig, dass Burka und Co.  als Zeichen der Selbstbestimmung muslimischer Frauen in Deutschland angesehen werden sollen. Muss so eine Art Schizophrenie sein.

Zwar gibt es in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Saarland noch offiziell ein Kopftuchverbot für den öffentlichen Dienst, aber unsere freundlichen Mitbürger aus Westasien, Afghanistan und dem übrigen Morgenland klagen sich gerade zu noch mehr islamischer Gleichberechtigung hoch. Wer das beim Namen nennt, ist natürlich rassistisch, nazistisch, antiislamisch und pfuibaba. Dabei wäre es so einfach: Wer sich als Frau unbedingt in einen Sack egal welcher Farbe stecken lassen will und damit unwillkürlich (gewollt oder nicht) die freie, offene Gesellschaft des Westens konterkariert und letztlich bekämpft, kann doch einfach in das Heimatland seiner Vorfahren zurück gehen, oder ?  

Aber lassen wir mal die Frauenfeindlichkeit einer gewissen Religionsgemeinschaft beiseite, kümmern wir uns um das Inland. In diesem Artikel hier sind einige grundsätzliche Irrtümer der heutigen Frauenbewegung tief verinnerlicht. Frau frönt auch hier der  idiotischen Meinung von Neidi Reichenschreck, die da meinte: "Das Problem sind Männer!". Nein Heidi, mitnichten. Blutroter Lippenstift und Tätowierungen reichen nicht für eine vernünftige Weltanschauung, du solltest auch als Pseudo-Linke ein wenig Clara Zetkin, Rosa Luxemburg oder gar Friedrich Engels gelesen haben, Dann würdest du wissen, dass das Problem die Gesellschaft ist. Und vielleicht könntest du auch mal verinnerlichen, was schon die Römer mit "devide et impera" meinten. 

Ein kleines Beispiel, aus dessen Verallgemeinerung wieder einmal bedeutende Rückschlüsse auf das Ganze ermöglicht werden: Vor einiger Zeit wurde bei der "Apothekenumschau" -  einem an sich völlig unbedeutenem Blatt mit gutem Kreuzworträtsel - eine neue Chefredakteurin ernannt. Die Dame wandte sich sofort an ihre Leser und drohte damit, erstens die Dschänderei einzuführen und zweitens dafür sorgen zu wollen, dass Frauen im Gesundheitswesen mehr sichtbar werden. 

Nun, es gibt dort noch die Möglichkeit, dass man der Redaktion einen Leserbrief schreibt. Was ich umgehend tat. Inhalt: Letzteres fände ich sehr lobenswert. Dann stellte ich die Frage, ob die Dame schon mal in einer Arztpraxis, in einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim gewesen wäre und wer dort ihrer Meinung nach sichtbar ist? Und ob es nicht wichtiger wäre, die Menschen nicht mit :innen, :außen, ***,  enden-Endungen und ähnlichem Blödsinn zu nerven, zu verwirren und vor allem abzulenken, sondern ihnen vor allem einen ordentlichen Lohn und gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu zahlen? Nebenbei: In einem Team, in dem auschließlich Frauen arbeiten, stets und ständig von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu plappern, zeugt von geistiger Unfähigkeit. Wenn nicht gar von Hirnriss.

 Nun gut, es ist natürlich viel einfacher und vor allem billiger, von einigen Kasperinnen und :außen die deutsche MUTTERsprache verhunzen zu lassen anstatt tarifliche Gerechtigkeit durchzusetzen oder gar ordentliche Löhne zu zahlen - an Frauen UND Männer. Zum Ausgleich für die Doppelbelastung der Mütter in diesem Land könnte man auch als erste Maßnahme den monatlichen Haushaltstag aus der DDR wieder einführen, der pünktlich zum 3. Oktober 1990, am Tag der Wiedervereinigung, gestrichen wurde. Das wäre doch mal was Konkretes abseits der Sichtbarkeit von Doppelpunkten, Sternchen und anderen Affereien.  Ich meine ja nur. Fragen wir doch mal unseren Pinocchio, wíe der - abgesehen von seinen Wählerbeschimpfungen, adressiert an die faulen Deutschen - darüber denkt ....

 

P.S.: Mein täglicher Gruß zum Frauentag gilt der überragendsten, schönsten, liebsten, fürsorglichsten Ehefrau, die es je gab. Und meinen wunderbaren Schwiegertöchtern, ohne die Familie nicht möglich wäre und die in jeder Sekunde dafür sorgen, dass "der Laden" läuft.Trotz Feminismus, Dschänderei und offiziell propagiertem Männerhass a la "teile und herrsche".

Mittwoch, 21. Januar 2026

Grönland oder Globalisierung - in einfachen Worten

Vor 35 Jahren hatte das Ende der Geschichte endlich angefangen: Der Kapitalismus hatte unwiderruflich über das Böse in der Welt - sprich: den Kommunismus- gesiegt, himmlische Zeiten brachen an. Unsere Konzerne verlagerten Produktion, Patente und Knowhow in den Osten. Man erzählte uns, dass das vor allem deshalb geschah, weil man die chinesischen/indischen/indonesischen Reisbauern aus ihren Erdhütten herausholen wolle. Aus reiner Menschenfreundlichkeit. Eben jener Menschenfreundlichkeit, mit der man uns, die Bewohner der vorgeblich sozialistischen Länder, 40 Jahre lang überzogen hatte und die sich vor allem in Sabotage, der gezielten Abwerbung von Ärzten und anderen Fachkräften, in unzähligen Boykotten und Handelsperren wie z.B. der Comecon-Liste manifestierten. 

Letzten Endes ging es auch bei der Globalisierung nur um den Profit. Die Kapitalisten verkauften ihren Feinden auch noch den Strick, an dem diese sie - die Globalisten - aufhängen wollten. Und man trug ihnen - den Feinden - freiwillig alles an. So kam es dann unter anderem dazu, dass China inzwischen mehr als 60% der in Deutschland benötigten Medikamente herstellt. Alle Stoffe für OP-Kittel und Abdecktücher werden in Indien hergestellt. "Nit mööööööglich!" würde da der Clown Grock ausrufen und sich an den Kopf fassen. Und das sind nur zwei Beispiele!

Grönland - Creative Commons
Wie sich eine derart beschränkte, ausschließlich profitorientierte  Wirtschafts"strategie" auswirkt, haben wir während der Coronaseuche ertragen müssen. Und plötzlich stellen wir außerdem fest, dass der böse Feind gar nicht tot ist. Er sitzt in China, bei den Kommunisten, die in Wirklichkeit auch nur primitive Imperialisten sind. Bei den Chinesen, denen wir freiwillig unsere in Stuttgart, Wolfsburg, Köln und Ingolstadt abmontierten Fließbänder hingestellt haben und die damit jetzt bessere Elektroautos bauen als unsere Automobilkonzerne. Chinesische E-Autos, deren Absatz wir laut Willen des Merz mit 6000 Teuro fördern. Schlau, nich´? 

Und er bedroht uns, der Chinese, in dem er die Seidenstraße baut und seine Handelsflotten über die Nordwestpassage an Grönland vorbei nach Westeuropa schickt. Und nun kommen Donny und die NATO ins Spiel. Zwischen den ganzen Handelsschiffen werden sich nämlich sicherlich auch viele chinesische U-Boote verbergen, denn die Chinesen gönnen uns unseren Wohlstand nicht, den wir gerade abbauen, weil wir uns gegen sie (und Putin) verteidigen müssen. Also muss der Donny uns schützen und uns in den NATO-Ländern zwingen,wenigstens fünf Prozent unseres BIPs für US-amerikanische Waffen auszugeben und ihm Grönland auszuhändigen.

Alles begann mit der Globalisierung. Wenn ich es mir richtig überlege, waren die DDR-Politiker wohl doch nicht so doof. Den ganzen Mist hätten auch Honecker und Co. hingekriegt. Sie haben nur zu früh aufgegeben ...   

Dienstag, 23. Dezember 2025

Dieter N. - ohne Applausometer


Ein Applausometer ist ein Gerät, mit dem man den Schalldruck resp. -pegel messen kann – es wird vor allem bei öffentlichen Veranstaltungen wie Publikumsabstimmungen und Wettbewerben eingesetzt. Offiziell war von Schalldruckmessungen des Publikumsbeifalls bei der letzten Dieter Nuhr-Show in diesem Jahr nichts zu bemerken. Dabei wäre es mal ganz interessant gewesen, die Unterschiede bei der Bewertung seiner Gags durch das Publikum objektiv - d.h. wissenschaftlich mit einem Messgerät - zu bewerten.


Nun hat Herr Nuhr es nicht leicht. Er muss essen, er muss sich und die Seinen kleiden.  Und - er bekommt das Geld dafür zwar von uns, aber über den Umweg der ARD. Wenn man-wie er es zweifellos tut- den Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ernst nimmt, muss also selbst ein Kabarettprogramm ausgewogen daher kommen. Neben Witzen über Flunkerfritz und seine Bande im Berliner Regierungsviertel sollte daher auch die Opposition ihr Fett weg bekommen. Dieter Nuhr erfüllt diesen Auftrag vorbildlich und in vielem, was er über die einzig vorhandene Opposition gegen die grottenschlechte Politik unserer Blockparteien sagt, hat er völlig recht. Und wird trotzdem sowohl von links als auch von rechts angegriffen. 

Ich persönlich möchte mich auch nicht mit dem deutschnationalen Flügel der Alternative für Deutschland gemein machen. Dazu ging auch aus dieser Richtung viel zu viel schief in der deutschen Geschichte. Ich liebe Alice Weidels messerscharfe, durch konkrete Fakten und Zahlen untermauerte Analysen der Regierungspolitik und Tino Chrupallas Aufrufe zum Frieden in der Ukraine, aber schon die Vertreter der AfD in Brandenburg sind mir suspekt, da undurchschaubar. 

Gute Frage!

Ich sage es trotzdem deutlich: Meine 100-prozentige Sympathie haben alle, die persönlich angegriffen, bedroht und politisch ausgegrenzt werden. Da reihen sich die Leute von der AfD in meinem Bewusstsein ein selbst bei den unmöglichen Grünen, den ehrlichen SPD- und CDU-Mitgliedern und den Genossen der friedfertigen Linken. Die soll es ja auch geben. Als langjähriges Mitglied der Freien Wähler in Brandenburg möchte nicht eines Tages mit ihnen gemeinsam wegen Verbreitung von Hass und Hetze gemäß § 188 StGB ("Majestätsbeleidigung") in einem Straflager, bewacht von Kreaturen der Fäncy Näser oder des Axellander Doofrind,  aufwachen. Oder eine Hausdurchsuchung im Bademantel erleben müssen.


Nun, wie gesagt ein Applausometer war bei Dieter Nuhr leider nicht in Betrieb. Ich konnte mich daher nur auf meinen rein subjektiven Eindruck verlassen. Und der sah so aus, dass etwa 85 % des  Beifalls (Länge und Schalldruck) und des Gelächters im Publikum auf Witze über unsere Blockparteien und die alberne Bundesregierung unter Bundesaußenkanzler Flunkerfritz und seine vermeintlichen "Erfolge" fielen, bei etwa 5 % überhaupt nicht gelacht und geklatscht wurde und etwa 10 % des durch die Zuseher und Zuhörer  erzeugten Lärms auf Witze über die AfD fielen.  

Was mir wiederum sehr zu denken gab ... 

Sonntag, 15. Juni 2025

Veteranentag


 Kaum etwas hasse ich so sehr wie jede Form des Militärs. Als ich es damals wagte, mich in der 13. Klasse der Kinder-und Jugendsportschule mit westlicher Beatmusik zu beschäftigen, folgten bald der als “ ehrenvolle Verabschiedung“ verbrämte Rausschmiss aus dem Sportclub sowie mehr oder weniger üble Mobbereien an der Sportschule. Die letzte kleine Rache eines in seinen Grundzügen getroffenen Altstalinisten in der Kaderabteilung des Sportklubs war dann noch die umgehende Einberufung zum Grundwehrdienst in der Nationalen Volksarmee der DDR sofort nach dem Abitur. 

So fand ich mich dann am 3. November 1972 gezwungenermaßen am vorgeschriebenen Treffpunkt in Berlin-Lichtenberg ein, um mit mehreren Dutzend Leidensgenossen zu einem Vorortbahnhof transportiert zu werden und dort einen Personenzug zu besteigen. Im Zug rannten dann so komische Leute in Uniform mit grünen Schulterstücken hin und her. Ich hatte keine Ahnung,  welcher Waffengattung ich von nun an angehören sollte, noch kannte ich mich in irgendwelchen preußischen Dienstgraden aus. Man transportierte uns nach Wismar, kleidete uns dort ein, verpasste uns das volle Sturmgepäck und am nächsten Morgen ging es nach dem obligatorischen Haarschnitt weiter in ein Lager aus baufälligen Baracken auf der Insel Rügen. Zur Grundausbildung. Zum Zwangswehrdienst.

Um mich kurz zu fassen: ich habe 21 Monate meines jungen Lebens mit einem sinnlosen Wehrdienst plus Rervistenübungen vergammeln müssen, nur um nach dem 9. November 1989 die hilflosen Entschuldigungen des SED-Politbüros zur Kenntnis zu nehmen. Die waren von der Art "Es war ja alles nicht so gemeint und wir bitten um Entschuldigung". Warum haben diese Wichser nicht gleich 1949 die weiße Fahne gehisst, wenn jetzt alles ein Irrtum gewesen sein sollte? Noch heute befallen mich Mordgelüste, wenn  ich den dämlichen Krenz in irgendeine Kamera grinsen sehe. Wenigstens die Raffzähne würde ich ihm gern ausschlagen oder seine "wichtige" Autobiographie in mittlerweile drei Bänden verbrennen. 

Im tiefsten Unterbewusstsein glaube ich aber noch heute daran, dass mir irgendjemand, vielleicht Gevatter Hein -  am Ende meiner Tage die verplemperten 21 Monate einfach noch  hinten ranhängen wird. Spaß muss sein!

Meinen geneigten Leser wird es nicht verwundern, dass ich jeden Cent, der in die Rüstung fließt, mit Vehemenz ablehne und diese Regierung Merz mit ihrem "Kanonen statt Butter" am liebsten im russischen Straflager in Sibirien sehen würde. Leider liegt das nicht in meiner Macht, aber ich hoffe jeden Tag inständig, dass Wladimir Putin sich gerne an seine Zeit in Dresden erinnert oder dort vielleicht sogar noch eine Freundin hat und daher lieber das Sauerland bombardieren lässt. Im übrigen: Auch die Russen haben mich persönlich damals nicht so ausgeplündert wie heute mein  Finanzamt.


Aber eigentlich wollte ich heute den Veteranentag der Bundeswehr feiern! Bevor es aber soweit ist, habe ich noch schnell einen Antrag an die Rentenversicherung auf Nachzahlung von insgesamt 1800 € gestellt. Diese Summe ist mir seit der Berentung nur deshalb entgangen, weil ich wie hunderttausende Jugendliche aus der DDR den Zwangswehrdienst in den bewaffneten Organen der DDR - ohne Möglichkeit für Verweigerung-  absolvieren musste, meinen letzten Dienstgrad " Gefreiter der Reserve" nicht führen darf und damit auch nicht als Veteran zähle. Das wurde damals von der Kriegsministerin Pfuschi von der Leine festgelegt. 


Dass mir pro Monat im Vergleich mit meinen westdeutschen Waffenbrüdern Landsleuten Altersgenossen 14 € weniger Rente ausgezahlt werden, berichtete schon 2022 der Mitteldeutsche Rundfunk. So komme ich auf die oben genannte Summe von 1800 €. Eine Nachzahlung müsste doch bei den angedachten Milliardensummen, mit denen man sinnloserweise die Bundeswehr aufpeppen will, eigentlich ein Klacks sein.

Alles andere, z.B. Veteranentag,blödsinnige Feiern, öffentliche Vereidigungen, Aufrüstung, Wehrpflicht, Militärmusik, Kriegseinsätze, Orden, den ganzen NATO-Dreck und ihren dümmlichen Russenhass können sich die neuen Machthaber, Kriegstreiber und Rüstungskonzerne gern in den Allerwertesten schieben. Und ganz nebenbei: Die heutigen Begründungen für die ganze gequirlte Scheiße könnten auch im SED-Polibüro ersonnen worden sein ...  

Samstag, 29. März 2025

Christa

Die  vergangene Woche bot wieder die Möglichkeit darüber nachzudenken, was von einem Menschen bleibt. Der Morgen hatte besonders trübe angefangen, gegen Mittag saß ich mit einer ehemaligen lieben Kollegin auf einer Friedhofsbank im Berliner Stadtbezirk Pankow und plötzlich brach die liebe alte Sonne mit Urgewalt durch die Wolkendecke. Wir warteten auf den Beginn der Trauerfeier für unsere Christa, dem guten Geist unserer Abteilung im damaligen Institut für Agrarökonomie der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR. Das mit der Sonne war wieder typisch für Christa, da wo sie war, war es nie lange trübe, Optimismus und Freude kehrten ein. Heute mussten wir uns von ihr verabschieden.

Christa war 1922 in den damaligen deutschen Ostgebieten geboren worden, 1944 floh ihre Mutter mit ihr und den drei Geschwistern nach Leipzig. Der Vater war in Kriegsgefangenschaft, die Mutter schlug sich mit den vier Gören durch. Ein Schicksal, das die kleine Christa nicht kleinkriegte. Sie lernte einen richtigen Beruf in der Landwirtschaft, sie heiratete, der Nachwuchs kam, langsam kam ein wenig Wohlstand, man zog nach Berlin in eine vernünftige Wohnung und Christa fing wieder an zu arbeiten. Sie wurde die gute Seele an unserem Institut.

Manch einer meint, die Ökonomie wäre eine Wissenschaft, was nicht stimmt. Und obwohl meine Doktorarbeit sich in wesentlichen Teilen mit einem ökonomischen, betriebswirtschaftlichen Thema beschäftigte, war ich mein Leben lang diesen Themen eher abgeneigt. Es gibt jedoch heute noch Zeiten, in denen ich die Sumerer dafür verfluche, dass sie damals vor etlichen 1000 Jahren die Zahlen und das Geld erfunden haben. Seither, seit etlichen 1000 Jahren, versuchen Ökonomen  die Wirklichkeit mit ihren meist eigenwillig interpretierten ökonomischen Gesetzen zu vergewaltigen. Ich muss zugeben, dass diese Spezies an unserem Institut stark vertreten war. In ihnen paarte sich die unbändige Kraft des Wortes mit dem Willen, den realen Zahlen körperliche Gewalt anzutun und einem tief sitzenden gläubigen Wissen. Der Sozialismus würde siegen.

Christa nun wiederum schaffte es fast immer, diese sogenannten Wissenschaftler auf den Boden der sozialistischen Tatsachen in der Landwirtschaft der DDR zurückzuholen. Meist genügte dafür nur ein einziger Satz, der Phrasendrescher zerplatzte mit leisem Pffff und  wir jungen Kollegen versuchten, das heimliche Grinsen über den Superökonomen zu verbergen. Uns jungen Leuten am Institut war sie nicht nur auf diese feine, hintergründige Art, sondern auch privat immer eine Stütze und Freundin.

Nun hat sie uns im zweiundneunzigsten Lebensjahr verlassen. Sie liegt wieder neben ihrem Günter und ich stelle mir zum wiederholten Male die Frage, was von einem Menschen bleibt.

Von der kleinen Christa ein ganze Menge ...
 

Sonntag, 2. März 2025

Die höchste Stufe des Größenwahns

Die höchste Stufe des Größenwahns ist es zweifellos, wenn der Blogger anfängt, sich andauernd selbst zu zitieren. In meinem konkreten Fall liegt das allerdings an der ständigen Wiederholung bestimmter Ereignisse. D.h., Geschichte wiederholt sich in Endlosschleife, nur die Namen der Akteure wechseln ab und zu. Besser wird es in gar keinem Fall. 

So fand ich in diesem Blog zum Thema“ Idiot“ folgenden interessanten Blogpost: http://vallisblog.blogspot.com/2019/02/sozialismus-pur-1.html . Um ein weiteres Zitat zu verwenden: die Schweine wechseln, die Futterkrippen bleiben dieselben. Oder einfacher gesagt: man muss eigentlich nur die Namen der Akteure austauschen (siehe oben).

Weiter zum Thema: nicht wenige amerikanische Präsidenten und beleibe nicht alles Idioten oder Debile oder Verbrecher wie beide Bidens haben großen Einfluss auf die Weltgeschichte genommen. Genannt seien Roosevelt und Kennedy im positiven oder Lyndon B. Johnson und Richard Nixon im negativen Sinne. Weniger präsent in unserer Erinnerung  oder auch stets lächerlich gemacht ist z.B. Bill Clinton. Abgesehen davon, dass er uns lehrte, Zigarren an jungen Mädchen auszuprobieren und eine bedenkenswerte Definition von Geschlechtsverkehr in den politischen Sprachgebrauch einführte, ist vor allem eine seiner Redensarten es wert, stets und ständig in der Politik bedacht zu werden. Ich meine ganz konkret seinen zugegebenermaßen bei Karl Marx abgekupferten Lehrsatz: "It's the economy, stupid!" 

Mit diesem Wahlkampf-Slogan gewann Bill Clinton 1992 die US-Präsidentschaftswahlen. Und das, obwohl der damalige Amtsinhaber George Bush ein Jahr davor - kurz nach der Invasion im Irak - noch Zustimmungswerte von 90 Prozent erhalten hatte. Der Slogan hat in der gegenwärtigen Zeit politischer und  ökonomischer Unsicherheiten und der Herausbildung von neuen Allianzen nichts von seiner Dringlichkeit eingebüßt. Es sind und bleiben die ökonomischen Rahmenbedingungen, die einen Großteil des politischen Handlungsspektrums abstecken. 

Betrachtet man nun die Geschichte des Ukraine- Kriegs unter diesem Gesichtspunkt so wird klar, dass etwa 75 % unserer westdeutschen Landsleute den Sinn dieser Parole nicht verstanden haben. So ist man immer noch im strikten Antikommunismus verfangen und die Russen sind im öffentlich-westdeutschen Bewusstsein alle immer noch Hardcore-Kommunisten, Putin ein Wiedergänger Stalins. Dazu kommt seit Generationen der unbändige Russenhass, auch Baerbocks und Habecks SS-Verwandte mussten schließlich vor diesen russischen Untermenschen fliehen. 

Nichts davon, dass USA, NATO und EU mittels willfähriger Kläffer in der Ukraine so lange an den russischen Gartenzaun pinkelten, bis Putin seinen Dobermann losließ. Die deutschen Mainstreammedien tuten genau in dieses Horn. Nichts davon, dass auch hier wieder die ECONOMY den Hauptgrund für den Krieg lieferte (siehe den von Trump angestrebten Deal mit der Ukraine, der im Moment gescheitert scheint). Wer weiß schon, dass inzwischen mehr als 20 Prozent des Schwarzerdebodens der Ukraine Finanzhaien wie Blackrock ( denen gehört auch der Merzel!) gehören? 

Vergessen wir nicht, dass dem “ doofen" Trump aufgefallen zu sein scheint, dass die USA zur Zeit etwa die Summe des 1,3 fache ihres Militäretats für die Tilgung ihrer Staatsschulden aufwenden müssen. Dass böse Menschen wie Musk jetzt dabei sind, die unter Biden verschwundenen Milliarden des Staatshaushaltes ausfindig zu machen, passt genau wie die Faust auf's Auge. Wie gesagt, der Trump ist ja doof, wohingegen unser frisch gewählter Bundeskanzler in spe superschlau ist und deshalb die Schuldenbremse aushebeln will. Mit dem Segen und für den Segen der Rüstungskonzerne. Wer Ironie findet, kann sie behalten.

Es geht immer nur um Economy. Als ich vor fast 13 Jahren die schöne Stadt Odessa am Schwarzen Meer besuchte, fiel mir auf, dass an fast jeder Ecke eine russische Bankfiliale zu finden war. Das konnte nicht lange gut gehen. Kurze Zeit später verstärkte sich dann der nationalistische ukrainische Terror gegen die russischen Landsleute nicht nur in den östlichen Bezirken der Ukraine. Man verbot  die russische Sprache als zweite Amtssprache, man fing an, mit Artillerie auf die Landsleute im Donbass zu schießen.  Dass der Imperialist Putin die ukrainische Kündigung des russischen Kriegshafens Sewastopol auf der Krim wie ein typischer Imperialist beantwortete, war abzusehen.


Vergessen wir nicht: Putin wurde dafür gewählt, die Interessen Russlands durchzusetzen. Das ist eine Amtsauffassung, die man sich gern mal von den Schreihälsen und Landesverrätern in Deutschland oder der EU wünschen würde. Man muss  den russischen Imperialisten nicht  gut finden, aber wenn man ihn verurteilt, sollte man ihn mit Schorchdabbelju Bush, Clinton, Obama und Biden zusammen auf die Anklagebank setzen.

Übrigens, kommen wir nochmal zu den Zitaten: Damals vor 13 Jahren habe ich unsere Reise nach Odessa in einer kleinen Podcast -Reihe unter dem Titel "Wo ist eigentlich Europa?" ausgewertet. Vieles davon ist überholt, aus der damaligen Sicht auch manchmal naiv, trotzdem in einigen Teilen interessant. Wer Lust hat, sich  meine damalige Sicht der Dinge noch einmal anzuhören, kann das unter diesem Link tun...
 


 

Samstag, 11. Januar 2025

Elon Hitler, Adolf Weidel, die Blockparteien und ihre Medien

So langsam habe ich den Eindruck, die AfD könnte zur Bundestagswahl auch einen ausgehöhlten Kürbis zur Wahl stellen. Er würde gewählt werden. Die ganze Lächerlichkeit der Merzelsscholzenshabückslindners ergießt sich seit Wochen über den deutschen Wähler. Und zwar in der Form, dass man

  • jeden Kritiker in die rechte Ecke stellt bzw. gleich die Staatsanwaltschaft auffährt, falls sich der ergrimmte Bürger einmal nicht so gentlemanlike aufführt, wie wir es ursprünglich von den Grünen und/oder Scholz, Stegner und Eskens gewöhnt sind (Ironie off);
  • Äußerungen der "in Teilen rechtsradikalen" Gegner aus dem Zusammenhang reißt und mit dem Zusatz "in Teilen rechtsradikal" versieht;
  • sich ansonsten nur noch mit der AfD beschäftigt und dabei völlig vergißt, dass man dem geneigten Wähler ja mal so nebenbei ein paar eigene Programmpunkte und damit seinen eigenen Markenkern erläutern könnte.

Gerade letzteres bleibt offenbar völlig auf der Strecke. Da wird über Musk spektakelt, als ob die Blockparteien die Hallen von Tesla in Grünheide allein hoch gezogen hätten. Wie kann der aber auch seine Meinung sagen! Leute, wenn es euch stört, schaltet doch Twitter, Ix, Fratzenbuch oder Ypsilon und Zett einfach aus! Ihr habt doch die Wahl! 

Der Elon darf seine Meinung sagen, auch wenn er Milliardär und damit in Deutschland persona non grata ist und damit schon mit einem Bein auf der Guilliotine steht. Mir selbst hat der gute Elon übrigens wieder zu meinem X-Account verholfen, unter seinen verblödeten, woken Vorgängern war ich lebenslang gesperrt. Warum auch immer. Wahrscheinlich verstanden die Zensoren oder die KI keine Ironie. Allerdings habe ich es mehrere Jahre ohne Twitler ausgehalten. Glaubt mir, es geht. 

Verfolgte man gestern ein anderes "soziales" Medium - nämlich youtube - fiel einem auf, das sämtliche Massenmedien, von Springers "Welt" über ARD und ZDF und Süddeutscher Zeitung alias "Alpenprawda" bis hin Stalins "Roter Fahne" auf Sendung waren und das Gespräch der Weidel mit Musk auf X bewerteten. Fazit: Also, die Weidel! Hat die sich wieder demaskiert, hat die wisst schon Hitler und so. Hitler ein Linker? Geht gar nicht. Weiß man doch, der war räääächts! Die hat sich richtig blamiert. So sehr, dass alle Mainstreammedien zumindest auf youtube die Kommentarfunktion gesperrt haben. 

Es ist in deren Welt ganz einfach: Hitler war Deutscher, Mozart und Beethoven Österreicher und Stalin ein richtiger Russe. Der letztere hat nur den falschen Kommunismus praktiziert. Der richtige Kommunismus wartet darauf, richtig gemacht zu werden. Mit den Merzelsscholzenshabückslindners in trauter Koalition der wahren "Demokraten" unter Führung der Grünen und dem Kanzler der feuchten Höschen a la Caren Miosga. Wahr ist auch, dass wir in der Ukraine mal wieder die Freiheit verteidigen,  uns 1945 eigentlich die Ukrainer befreit haben und wohl unsere Mütter und Großmütter damals auch nur von Ukrainern vergewaltigt wurden?
 

Nebenbei bemerkt: Kluge Menschen und anerkannte Historiker wie Sebastian Haffner würden der Weidel wohl zustimmen: Hitler war ein Linker, genau wie Mussolini: 

Lieber Leser, bitte verstehe mich nicht falsch: Es ist Sache der AfD, sich gegen diesen Schmutz zu wehren, es geht mich eigentlich nichts an. Dieser Dreck, dieser nicht einmal besonders intelligente Müll erinnert mich nur in grauslicher Weise an die Zeiten, als im Barnim noch manchmal die Grünen gewählt und von Seiten der Blockparteien CDUSPDLINKEFDPGRÜNE mit den Freien Wählern genauso umgesprungen wurde. Und deshalb sei dieser verdammten Demagogie  am 23. Februar ein ordentlich dicker Riegel vorgeschoben ...

 

Samstag, 16. November 2024

35. Jahrestag der Maueröffnung

Das Ereignis der Maueröffnung ist schon ein paar Tage her und deshalb antworte ich an dieser Stelle nur ganz kurz auf die Frage der netten und hübschen Sophia aus der Ukraine, die mich nach dem Unterschied zwischen den beiden Systemen gefragt hat. 

Liebe Sophia, es ist relativ einfach: in der Deutschen Demokratischen Republik konnte man ungestraft  den eigenen Chef vor allen Kollegen als Idioten bezeichnen. Wenn man allerdings öffentlich Gleiches über den gottgleichen Staatschef  Stalin/ Ulbricht/ Honecker behauptete, ging es unweigerlich nach Bautzen in den Knast.

In der Bundesrepublik Deutschland war es lange Jahre andersherum: den Regierenden schien es piepegal, wenn der Pöbel sie beschimpfte. Es gibt sogar eine Vielzahl von Grundsatzurteilen des höchsten bundesdeutschen Gerichts, das den Politikern und Parteien die Empfindlichkeitsschwelle für Beleidigungen sehr hoch setzte. Politiker sollten nach diesen Urteilen sogar schwerste Beleidigungen aushalten, das würde zu ihrem Job gehören. Kritik am eigenen Chef bedeutete dann allerdings sofortigen Arbeitsplatzverlust, bei Wiederholung die Einstufung auf dem Arbeitsmarkt als Querulant und damit wirtschaftlichen Ruin. 

Seit einigen Jahren hat sich die Situation gewandelt. Politiker gefallen sich darin, Kritiker wegen "Hass und Hetze" anzuzeigen und jede Kritik abzubügeln. Treu nach dem Wahlspruch Mao Tse-tungs " Bestrafe einen, erziehe Hunderte" gehen politische Minderleister wie z.B. das Tschäbli, Plärrbock, Flak-Zimmerling oder Habück gerichtlich gegen Kritiker vor

Wir sind also 35 Jahre nach der Maueröffnung tatsächlich in Ost und West dergestalt zusammengewachsen, dass wir das schlechteste aus beiden Gesellschaftsordnungen übernommen haben.

Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber dafür habe ich im Herbst 1989 nicht demonstriert ...

Dienstag, 17. September 2024

Charakter oder die Last night of the proms

Nachdem in den vergangenen Jahren auch bei der britischen BBC versucht wurde, die Zuschauer (und Zuhörer) der "Last night ..." auf  grünrot-woke Linie zu trimmen, fiel mir in diesem Jahr lediglich der deutsche Kommentator des WDR unangenehm auf. Denn natürlich konnte er den nationalen Zauber solcher Volkslieder wie "Rule Britania" oder "Jerusalem" nicht unkommentiert lassen und fabulierte typisch rotgrün von einem nationalen Himmelreich der Musik anstelle nationaler Anwandlungen. 

Nun, was soll's: Das Wichtigste an dieser über drei Stunden dauernden Sendung war tatsächlich die Musik und die US-amerikanische Sängerin Angel Blue schaffte es mehrmals, bei mir eine Gänsehaut zu verursachen. Was bisher nur Mozart, den Beatles und Jody Mitchel (mit "River") gelungen war.

Gestern nun nochmal in der Mediathek angesehen und bei der Zeile "Britons never will be slaves" wieder einmal Vergleiche angestellt. Nun ist ja in Britain und Greater Britain wirklich nicht alles Gold was glänzt, aber welche Rückschlüsse auf den Volkscharakter bietet der Vergleich z.B. mit dem deutschen Lied " Die Gedanken sind frei" aus den Zeiten vor 1848, des Vormärz? 

Dort der Stolz, seit über 1000 Jahren niemals wieder versklavt worden zu sein (damals fielen die Normannen in England ein) und hier die verschämte Freude darüber, dass niemand meine aufrührerischen Ideen auch nur ahnen könne. Was für ein deutsches Trauerspiel: Der eine greift zu Schwert, Langbogen oder Spitfire, wenn da einer mit Versklavung droht, der andere zieht sich in imaginäre Welten zurück und wählt heute als maximale Form des Widerstandes gegen die aggressiven Idioten und Geschäftemacher wieder nur die CDU mit dem Merzel an der Spitze  ...

 

Freitag, 30. August 2024

Ampel an die Ostfront

Ich werde diesen Gedanken nicht los. Immer, wenn ich das Geschrei der Plärrbocks, Flak-Rheinmetalls (oder wie die Flintenweiber der Ampelpampel und der CDU auch immer heißen) höre, möchte ich gern im vordersten NATO-Schützengraben des Donbass verschiedene Automaten auftstellen. 

Vielleicht reicht ja auch einer für Alles, so wie diese Dinger an Baumärkten, die neben Espresso, Filterkaffee, Latte macchiato und Tee auch Gulaschsuppe ausspucken ? Meiner sollte für kleinen Preis Kondome beinhalten (damit sich das kriegerische Dreckzeug nicht noch weiter vermehrt), Aspirin (gegen die Amputationsschmerzen bei schwerer Verwundung), vor allem aber Tampons spenden, denn selbstverständlich bleibe ich bei meiner Forderung, dass jeder, der den Krieg dort weiter forciert und Deutschland immer mehr in dieses Tohuwabohu* hinein zerrt, sich umgehend an der Front einzufinden hat. Gilt auch und vor allem für das Flintenweib Kiesewetter von der Murksel-Partei...


* nebenbei bemerkt: das schöne Wort "Tohuwabohu" bedeutet "völliges Durcheinander; Wirrwarr, Chaos", stammt nicht aus polynesischem Pidgin-English, sondern passenderweise aus dem Hebräischen und taucht schon im Alten Testament der Bibel auf.

Sonntag, 21. Juli 2024

Drei unsagbar kostbare Dinge

 
"Wir haben es der Güte Gottes zu verdanken, daß wir in unserem Land drei unsagbar kostbare Dinge besitzen: Die Redefreiheit, die Gewissensfreiheit und die Klugheit, keines von beidem je in die Tat umzusetzen" meinte Mark Twain, eigentlich Samuel Langhorne Clemens (* 30. November 1835 in Florida, Missouri; † 21. April 1910 in Redding, Connecticut). Er war ein amerikanischer Schriftsteller.

Sonntag, 23. Juni 2024

Bismarck und die NATO

 "Wie verteidigen wir Europa ohne die Amerikaner? Da Donald Trump Russland dazu anstiftet, „zu tun, was zum Teufel es will“, weil die Nato-Mitglieder nicht genug zahlen, ist klar, dass ein Trump 2.0 das Bündnis zerstören könnte." schreibt die britische Zeitschrift "The Spectator" in ihrer gestrigen Onlineausgabe und benennt die Aufgaben, die auf Deutschland in diesem Falle zukommen werden.  

Achtung, Feind hört mit!
Interessant sind dabei die aufgezählten Fakten: Da sind einmal die aufgelaufenen Kosten für eine modernere Infrastruktur (Bahn, Straßen, Brücken, Telekom, Schulen usw.) - wenn man denn eine modernere Infrastruktur haben wollte. Zum anderen geistern da wieder die komplett lächerlichen Zahlen von 300 einsatzbereiten Bundeswehrpanzern durch die Zeilen, worauf die Antwort des Ministers Pistolius lautet, schnell 105 Stück nachzuordern. Das wären dann genau 405 Leopard II. Nebenbei: Die bisher größte Panzerschlacht der Menschheitsgeschichte war die Schlacht am Kursker Bogen im Sommer 1943. Dort standen sich 2500 deutsche und 5500 sowjetische Panzer gegenüber. Selbst wenn man unterstellt, dass der Leopardpanzer vielleicht zehnmal effektiver tötet als der Tiger, sind die angepeilten Rüstungszahlen des beliebtesten Kriegsministers aller Zeiten ( so die Einheitspresse) einfach lächerlich.

 Rekapitulieren wir nur einmal ein paar ungeordnete Gedanken, die sich bei der Lektüre des Artikels ergeben: 

  • wir haben einen ungeheuren Merkelstau bei öffentlichen Investitionen;
  • wir haben einen ungeheuren Geldbedarf für Soziales u.a. für Flutlinge, der ständig wächst, weil sich keiner zu einem Stopp der ungebremsten Einwanderung durchringen kann;
  • die 1 Milliarde Sondervermögen für die Bundeswehr ist bereits verplempert;
  • auch Rüstungsfírmen brauchen u.a. Strom, aber auch Infrastruktur;
  • auch Rüstungsarbeiter sollte man nicht unbedingt verhungern lassen, weil sie dauernd nur Steuern zahlen, da dem Staat das Geld nicht reicht.
Fazit: Wir sind im Arsch, die Kohle reicht hinten und vorne nicht und selbst wenn sich der Lindner oder seine Nachfolger noch sonstwas für Steuern, Sondervermögen, Lastenausgleich oder Soli  einfallen lassen, werden das Geld und die vorhandene Menpower nicht reichen, um den Russen bis hinter den Ural zu jagen und/oder den Chinesen in China zu halten.
 
Es gibt daher meiner Meinung nach eigentlich nur eine Schlussfolgerung: Es muss einen anderen Weg geben, in Europa ohne die USA und die NATO, aber mit Russland und den Chinesen auszukommen. Der Weg der unbegrenzten Aufrüstung kann nicht der richtige Weg sein. 
 
 

Otto v. Bismarck hat einmal gesagt: „Wenn Russland und Deutschland Freunde sind, geht es Europa gut.“ Ich glaube, dass dies noch immer gilt, und dass von guten deutsch-russischen Beziehungen auch alle anderen europäischen Länder profitieren. Ob es uns passt oder nicht: Wir können Russland nicht einfach links liegen lassen. Es ist das größte Land der Welt – und wird dies auch nach dem Ukrainekrieg sein, egal, wie dieser ausgeht. 
 
Über unsere 405 Panzer lacht man nicht nur in Moskau. Und gerade eben lachen Gäste aus ganz Europa z.B. über unsere Bahn, unsere Mobilfunknetze mit ihren weiten Maschen und über unsere verschnarchte Beamtenschaft in Verwaltungen,Verbänden und Klubs, die sich gerade bemüht, eine Fußball-Europameisterschaft einigermaßen über die Bühne zu bringen. Dass u.a. die Polizei dabei nicht einmal die Nationalfarben zeigen darf, wird sich sicherlich auch positiv auf den Wunsch der jungen Generation auswirken, süß und ehrenvoll für das Vaterland oder die Ukraine zu sterben.
 


Vielleicht war der alte Bismarck doch nicht so dumm, wie er heute von Annalena Baerbock und Konsorten hingestellt wird. Aber mir fehlen die Worte für so viel Wahnsinn auf der Welt ...

 
  

Dienstag, 18. Juni 2024

Einladung

 Leute, es wird immer verrückter! Wir sollten daran denken, daß der Unterschied zwischen einer Verschwörungstheorie und der oftmals blutigen Realität im Minimum ein halbes Jahr ist. Insofern sind alle Gerüchte über die Kriegsplanungen der NATO wahrscheinlich nicht soweit hergeholt. 

Wir sollten deshalb nicht nur über Lebensmittel- und Brennstoffvorräte oder  Notstromagregate nachdenken, wir sollten uns auch über zukünftige Infokanäle unterhalten. 

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...