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Montag, 26. Oktober 2026

Übrigens ...

... Gas kostet in Europa inzwischen zehnmal so viel wie in den USA. Während bei Verbrauchern und Mittelstand in Deutschland und der EU auch aufgrund der von Islamisten und roten Idioten geschürten Unruhen die Sorgen wachsen, lässt sich der Audi-Chef auf einer Trump-Rally für ein Milliardeninvestment feiern. 

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 Die Steigbügelhalter des Klimairrsinns - zu denen nicht zuletzt die Führungsriege von VW mit Audi und Porsche gehört -  verlassen das sinkende Schiff. 

Die Reichen gehen, die Beamtenschaft und der Pöbel haben sich eingerichtet und fressen sich durch, der Mittelstand zahlt immer mehr. 

Das BAMF und das Statistische Bundesamt verzeichneten 2025 rund 113.000 bis 168.000 Asylanträge (inkl. Folgeanträgen). Das sind nach UNO-Zählung anderthalb Großstädte. Allein in einem Jahr. Der Irrsinn geht "erst" seit 11 Jahren. Wir schaffen das! Berlin meint tatsächlich, Wohnungen zu brauchen? 

Und der lächerliche, von SPD und Grünen gefesselte Secondhand-Kanzler wähnt sich als die große Spinne, der alle ins Netz müssen ....

Freitag, 16. Oktober 2026

Neuer Skandal bei der Bunten Wehr

 Warum wird ein Mensch freiwillig Soldat? Warum ist jemand bereit, sich auf Befehl totschießen zu lassen bzw. andere Menschen tot zu schießen? Warum will jemand freiwillig das eigene Denken aufgeben und sich wie eine Schachfigur auf einem Spielfeld hin und her schieben lassen? Nun, abseits von den immer wieder genannten hehren Zielen wie zum Beispiel "dienen für mein Land" oder Verteidigung des Friedens und der Freiheit und der Demokratie, Rettung der Menschheit wahlweise vor dem aggressiven Russen/Chinesen/Araber/Indianer/Hunnen/Zionisten wurde in der Geschichte der Menschheit noch nie so viel geheuchelt und gelogen wie bei der Werbung von frischem Kanonenfutter. 

"Vom Sinn des Soldatseins" hieß ein Buch, das jedem Rekruten der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik beim Beginn seines Zwangswehrdienstes ausgehändigt wurde. Was für eine Verschwendung von Papier! Dabei hätte eine kleine Karte mit einem einzigen Satz ausgereicht, denn der Sinn des Soldatseins in jeder Armee der Welt besteht darin, sich auf irgend eine Weise vom Leben zum Tode befördern zu lassen, aber vorher noch ein paar Gegner umzunieten. Und Ziel ist immer "the economy, stupid!".  

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Die persönlichen Motive des frisch geworbenen Kanonenfutters - sofern es freiwillig bereit ist, sein Gehirn an der Kasernentür abzugeben -  mögen unterschiedlich sein: der nicht unerhebliche Sold, alle möglichen Zuschläge und Vergünstungen, Macht über noch Blödere , sofern man selbst sich mit einigen Sternen, Biesen, Winkeln, Blech an der Brust/ um den Hals oder ähnlichem Tand vom  übrigen Kanonenfutter abheben kann. Seit dem vor einiger Zeit einige bekloppte Flintenweiber den Wehrdienst  auch für Frauen gerichtlich durchgesetzt haben, kommt noch ein weiteres Motiv dazu, sich freiwillig zur Abgabe des Gehirns zu melden: SEX. Sex sells. Und so verwundert es nicht, wenn der Stabsgefreite, der mit seinem Leben nichts anfangen kann, versucht, sich in der Kaserne mit der Generalin zu paaren. 

Das geht nicht immer gut und nicht jede Frau meldet sich zur Bundeswehr, um unbedingt an einem Rudelbumsen teilzunehmen. Wie Springers "B.Z." heute morgen schreibt, steht das Sanitätsregiment 1 der Bundeswehr in Weißenfels  jetzt im Mittelpunkt schwerer Vorwürfe. Es soll unter männlichen Soldaten einen Wettbewerb gegeben haben, wer mit den meisten Kameradinnen Sex hat. Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass Rekrutinnen zu Sex gedrängt worden sein könnten. Als Konsequenz wurde neun Bundeswehrangehörigen untersagt, die Sachsen-Anhalt-Kaserne zu betreten. Sieben Soldaten dürfen vorerst keinen Dienst leisten und keine Uniform tragen. Gegen acht Beschuldigte laufen Disziplinarverfahren, fünf Fälle wurden bereits an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Neben der Mitgliedschaft in der AfD hat man hier eine phantastische Methode gefunden, sich vor jeglicher Art von Kriegsdienst zu drücken. Abrüstung durch Gangbang. Es lebe Viagra ...   

Montag, 12. Oktober 2026

Der Anfang vom Ende?

© fv2026 mit Chat GPT
 

 Babsy ist weg. Zwar nicht ganz, denn das lukrative Bundestagsmandat mit noch weniger Arbeit - sie musste sich bisher nicht tot schindern, für die Arbeit in ihrem Mysterium (ähm Ministerium) hat sie drei Staatssekretäre - gibt sie natürlich nicht auf. 

Seien wir zufrieden. Eine besonders schreckliche, rein persönliche  Begründung für die Zuckersteuer fällt damit weg. Bleibt nur der Larssie als abschreckendes Beispiel. 

Und die Theorie, dass Dick und Doof eigentlich mal zwei Personen waren ...

Sonntag, 11. Oktober 2026

Die ARD mal wieder!

Ich habe etwas gegen Prüderie. Ich bin selber Hobbyfotograf und habe mit diesem Hobby schon so manches Naturwunder auf die Festplatte und auf Fotopapier gebannt. Sophia, ein hübsches "Playboy"-Model aus Kiew, hat mir mal erklärt, warum sie sich nackt vor eine Kamera stellt: Damit sie später im Alter ihren Enkeln zeigen kann, wie schön sie mal gewesen ist. 

Playboy-Model Deneb im Workshop © fv 2025
Aktfotografie wird meist verkannt. Es stimmt zwar, dass ich spätestens nach einer Stunde Arbeit mit dem Model vollkommen schweißgebadet bin. Allerdings nicht wegen irgendwelcher sexueller Handlungen an ihr oder an mir. Sondern weil ich auch im reifen Alter von 74 noch den Ehrgeiz habe, eine vernünftige, kulturvolle, ästhetische Abbildung des Wunders eines menschlichen Körpers bzw. eine künstlerische Leistung abzuliefern. Dazu muss ich a. das Model beschäftigen, es z.B. richtig hinstellen, b. das Licht organisieren und c. die Kamera bändigen, die ich noch immer nicht richtig bedienen kann (einzelne Knöpfe sind mir noch immer rätselbehaftet). Meine Phantasie ist gefragt, es muss ein Konzept her. Alles nicht so einfach.Trotzdem sind meine Fotos auf der 11. Werkschau Aktfotografie in Biesdorf im September diesen Jahres vom Publikum durchweg gut aufgenommen worden. Vielleicht hat man aber auch meinen Schweiß nicht mehr gerochen. 

Generell arbeite ich zur Verbesserung der Bilder niemals mit Photoshop oder ähnlichen Programmen. Die Models sollten nicht gepierct, tätowiert oder übermäßig fett sein. Leute, denen es egal ist, wie der Betrachter mit der Ansicht ihres nackten Körpers fertig wird, sind zwar meist ganz lustige Typen, aber ich muss sie nicht für die Nachwelt auf Fotopapier festhalten. Es ist für mich eine Frage der Ästhetik, ob ich Fehlernährungen auch noch dokumentiere. Ich rede hier ausdrücklich nicht von Alten oder Behinderten oder Menschen, die sich in Ehren einen Bauch oder etwas Hüftspeck haben wachsen lassen, sondern von Menschen, die sich mittels Alkohol, Fett und Kohlehydraten schon im jugendlichen Alter selbst verstümmelt haben. Und das meist über lange Jahre. Da hilft auch keine Zuckersteuer (mehr).

Womit wir beim Thema Ästhetik wären. Die ARD hat in einer Doku die Besucher des "berühmten" Berliner KitKatClubs beobachtet. Der KitKatClub ist ein Fetisch- und Techno-Club in Berlin. Ich weiß jetzt, warum ich noch nie da war. Mit den An- und Ausblicken würde ich mental nicht fertig werden ...  

Die wichtigsten Nachrichten der Woche

Der Donny mal wieder: "Am Freitag hatte US-Präsident Trump einen Dieseldeal mit Russland angekündigt. Die Ukraine reagierte empört, nun fordert Trump eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs Selenskyj. Er habe die Schuld an den hohen Energiepreisen.

Nach seinem angekündigten Diesel-Abkommen mit Russland hat US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj massiv angegriffen - und dessen Ablösung gefordert.

© fv2026 und Chat GPT
Es sei "an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt", der bereit sei, den Krieg mit Russland zu beenden, sagte Trump vor  Journalisten im Weißen Haus. Die Ukrainer sollen einen neuen Anführer suchen, der eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges schließen könne.

Denn trotz vieler Möglichkeiten habe Selenskyj das "aus irgendeinem Grund nie getan." " (Zitat - genderbereinigt -  tagesschau 24, Trump fordert Selenskyjs Ablösung, Stand: 10.10.2026 • 20:26 Uhr).

Tja, it's the economy, stupid. Weiß in Berlin bloß keiner, auch nicht der Bunte Kanzler der Ukraine, der Herr Merz. Aber wo hätte Schwarzsteins Frühstücksdirektor Merzel das jemals lernen sollen? Was sind schon hundert Milliarden Direkthilfe für das Shithole Jukrän bzw. für deren Oligarchen? Dass er mit Putin noch nicht einmal gesprochen hat, ist bekannt. Inzwischen spricht aber auch der Donny nicht mehr mit ihm ...

Kopfschütteln, Wut, Empörung soll lt. tagesschau24 angeblich "in Berlin" der Besuch von Altkanzler Schröder bei Putins Geburtstag in Moskau hervorgerufen haben. Das ist richtig. Vor allem bei denen, die mit den architektonischen Fehlleistungen in Ost- wie in Westberlin nicht einverstanden sind. Da muss dringend wieder einmal für Nachschub an Baulücken gesorgt werden. Übrigens: Für 100 Milliarden hätten wir auch gleich die ganze "Drecksarbeit" (die Vokabel stammt von Merzel) selbst erledigen können.  

Zitat:"  Das Wort von der Schande, es macht in Berlin die Runde. Die Empörung über Ex-Kanzler Gerhard Schröder ist groß - angefangen ganz oben im Kanzleramt. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer formuliert, was Bundeskanzler Friedrich Merz über einen seiner Vorgänger denkt: 'Der Bundeskanzler ist über das Treffen von Herrn Schröder mit dem russischen Präsidenten Putin zutiefst empört... Kopfschütteln, daß ein Ex-Kanzler da mit Putin dessen Geburtstag in Moskau feiert. "Der Bundeskanzler empfindet es vor diesem Hintergrund als geradezu unmoralisch, dass Herr Schröder an einem solchen Tag mit Herrn Putin feiert.' " 

© fv2026 und Chat GPT
 
Ich meine, irritieren kann dieses Verhalten von Schröder doch nur komplette Idioten. Interessant ist in diesem Zusammenhang, wie der alte und weise Klaus von Dohnanyi Gestalten der Weltgeschichte wie Thomas Woodrow Wilson, Roosevelt oder Biden einschätzt. Dieses Interview mit dem 98-jährigen lässt jedenfalls kein Auge trocken und sagt alles über unser gestörtes Verhältnis zu Russland aus. 
 
Nebenbei: Hätte Putin sich nicht die Krim zurückgeholt, wären die Amis natürlich längst im russischen Kriegshafen Sewastopol gewesen und in Berlin würden nicht nur die Fensterscheiben klirren. Aber in London oder Washington knallen bis zum heutigen Tag die Champagnerkorken. Auch bei Blackrock, Rheinmetall und anderen Kriegstreibern. Insofern wünsche auch ich dir, Wladimir Wladimirowitsch Putin, alles Gute zum 74. Geburtstag, du alter Sack. Ich hoffe jeden Tag inständig, daß du noch einen Koffer in Berlin oder eine Freundin in Dresden hast ...

Schönen Sonntag allen meinen Lesern. 

 

Freitag, 4. September 2026

Wildwest in Oberbayern?

Es war nicht Oberbayern, es war Ostholstein, wohin uns die ARD gestern in ihrer bisher bei mir noch recht beliebten Krimiserie "Nord bei Nordwest"entführte. Insofern stimmt wenigstens "Wildwest". 

Fazit: Auch diese Serie werde ich zukünftig meiden. Bei der Vorgängerfolge bin ich nur eingeschlafen, diesesmal ging mir der Käse aufgrund seiner Unlogik nur noch auf die Nerven und ich konnte leider nicht einschlafen.  

Nur zwei Gründe: Die albern angelegte Rolle des ewigen Türken, der so schön dem Klischee des Asylanten (doof, nach zig Jahren in Deutschland noch immer deutsch radebrechend, keine richtige Arbeit, was er anpackt wird Murks) entspricht, wird langsam nervig. Inzwischen dürfte er in Schwanitz wohl alles ausprobiert haben, was keinen Schweiß und maximale Sabbelei verlangt. In der Folge gestern fing er beim Bestattungsunternehmen Töteberg & Bleckmann an und scheiterte folgerichtig am Anblick seines ersten Toten. Danach ging er dann lieber mal wieder als Immobilienhai. Na ja.

© fv 2026 mit Chat GPT
Der wesentliche Grund, diesen Blödsinn trotz herausragender Schauspieler wie Schönemann, Marleen Lohse und Jana Klinge nicht mehr einzuschalten, kam dann aber mit dem  abschließenden Pistolenduell zwischen den beiden Mörderinnen. Es war westernreif, wie die beiden BösewichtInnen sich gegenseitig mit ihren Handfeuerwaffen abmurksten. Auf etwa 10 Meter mit der Pistole in der Handtasche voll ins Herz, alle Achtung! Vorher hatte die andere aber der anderen schon einen letztlich finalen Bauchschuß verpasst. Geschossen hatte sie natürlich aus der Hüfte.

Ich habe bei meiner Grundausbildung mit der Makarov immer maximal die Note 3 erreicht (und war damit tatsächlich unter den besten Schützen), aber die Mädels waren offensichtlich besser ausgebildet. Vielleicht wirklich im wilden Westen. Mit den dort gebräuchlichen Colts soll man ja damals  theoretisch immerhin ein Scheunentor getroffen haben. Und die Filme darüber mit John Wayne und Co. laufen noch immer wie geschnitten Brot.

Liebe Krimigemeinde im ÖRR! Für neun Milliarden Euro GEZ-Beitrag sollten ein paar Euro für  etwas mehr Realitätssinn doch wohl möglich sein ...

 

Mittwoch, 26. August 2026

Ausgeprägter Schwachsinn

© fv 2026 mit Chat GPT

Was passiert, wenn man ausgewiesenen Idioten Urlaub genehmigt, zeigt sich wieder einmal in diesen Tagen. Frei nach Georg Orwell ist „Krieg Frieden! Freiheit  Sklaverei! Unwissenheit Stärke! und Null Zucker mit einer Zuckersteuer zu belegen! Jedenfalls, wenn man dieser Karikatur eines Bundesfinanzministers folgen will. 

Wir als Bürger lernen langsam, zwei widersprüchliche Aussagen gleichzeitig als wahr zu akzeptieren. Ähnlichkeiten sind rein zufällig oder von Orwell erfunden. . 
 

Wenn diese Fehlbesetzungen nun auch noch irgendwann heraus bekommen, dass im Bier auch Zucker und sogar im Tapetenkleister höherkettige Kohlenhydrate vorkommen, wird uns nichts mehr retten. Außer, sie erfinden in Neuhardenberg oder bis zum 6. September noch einige andere, total abartige Steuern ...

Samstag, 18. Juli 2026

Eine Odyssee

Oppenheimer ist schuld. Nicht nur an der Atombombe, sondern auch an unserem Beschluß, uns das neueste Erzeugnis aus dem Hause Nolan im Kino anzusehen. Leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Und so kam  es dann, wie ich es mir gedacht hatte ... 

Christopher Nolans Die Odyssee ist ein Film, der fast zwangsläufig zwischen Meisterwerk und Enttäuschung polarisiert. Er ist technisch beeindruckend, erzählerisch ambitioniert und könnte intellektuell reizvoll  sein– gleichzeitig ist er aber ein Werk, das sich durch seine eigene Schwere und seinen Hang zur Monumentalität immer wieder im Weg steht. Wobei Monumentalität in diesem Film wohl eher ein Pseudonym für Gewalt, Blutrausch und Grausamkeit ist.  

Ein Homer-Epos im Nolan-Stil

Wer eine klassische Verfilmung von Homers Epos erwartet, wird überrascht sein. Mit einigem guten Willen kann man zu der Auffassung gelangen, daß Nolan sich weniger für die Abenteuerreise als für die psychologische Verfassung eines Mannes, der nach dem Krieg nicht mehr in seine alte Welt zurückfindet zu interessieren scheint. Odysseus ist hier kein listenreicher Held, sondern ein traumatisierter Heimkehrer.

Odysseus und Gefährten blenden Polyphem


Dieser Ansatz hätte großes Potenzial. Die Frage, ob ein Mensch nach jahrelanger erlebter und ausgeübter Gewalt z.B. in Afghanistan oder dem Irak überhaupt noch nach Hause kommen kann, zu Hause ankommen kann, könnte der Geschichte eine moderne Dimension verleihen. Nur -  Nolan bringt diesen Gedanken kaum an den Zuschauer. da der Schwerpunkt der Handlung ganz offensichtlich auf einer Aneinanderreihung von Brualitäten und Scheußlichkeiten liegt. 

Visuelle Größe statt emotionaler Nähe

Die größte Stärke des Films ist seine Inszenierung. Nolan nutzt die Landschaften des Mittelmeers und die IMAX-Kameras, um Bilder zu schaffen, die tatsächlich episch wirken. Die Seefahrten, Stürme und Küsten entfalten eine Wucht, die man selten im modernen Kino sieht. Daß die Galeeren bei dem im Film  gezeigten Ruderstil allerdings wirklich 10 Jahre brauchten, um letztlich doch noch zu Hause anzukommen, liegt auf der Hand.

Der Film erinnert mich sehr an die Filme der siebziger Jahre. Schon damals montierte man in jedes filmische Erzeugnis Szenen der gerade modernen, "woken", mithin "richtigen"  Weltanschauung hinein. Ob sie zur Handlung passten oder nicht. Wie anders sind die vielen schwarzen "Griechen" in Nolans Erzeugnis zu erklären? Und bei allem notwendigen Respekt vor der Leistung der Schauspieler: Die "schöne Helena", um die es bei dem ganzen Zinnober eigentlich ging (Entführung durch den Königssohn von Troja, 10 Jahre Belagerung der Stadt durch gelangweilte Sklavenhalter, das trojanische Pferd und das sich anschließende Schlamassel - eben die Odyssee), war mitnichten eine schwarze Prinzessin. Das ist einfach nur lächerlich. 

Matt Damon als Odysseus

Bei Matt Damon stelle ich mir immer die Frage, ob er ein Schauspieler oder genmodifizierter CIA-Agent ist. Insider werden seine Bourne-Filme kennen. Mit einigem guten Willen könnte man behaupten, er liefert eine zurückhaltende, ernsthafte Darstellung des Odysseus ab. So soll er wohl keinen strahlenden Helden spielen, sondern einen Mann, dessen Identität durch Krieg und Verlust zerbrochen ist, darstellen. Das funktioniert nicht. Die Rolle würde ein enormes Maß an innerem Spiel vertragen, die Damon nicht rüberbringen kann, die er nicht hat. Nun gut, Brad Pitt und andere Herculesse sind verbraucht, viel blieb für Nolan nicht übrig.  Manche Zuschauer werden Damons ruhige Interpretation als nuanciert empfinden, andere als erstaunlich emotionsarm.

Nolans größte Schwäche: die Figuren

Wie schon in Tenet, Dunkirk oder teilweise Oppenheimer zeigt sich Nolans bekannte Schwäche im Umgang mit Charakteren. Viele Nebenfiguren bleiben eher Ideen als Menschen. Penelope besitzt zwar Präsenz, erhält aber vergleichsweise wenig Raum für ihre eigene Perspektive. Auch Telemachos und zahlreiche mythologische Figuren dienen häufig der Handlung, statt eine eigene Entwicklung zu bekommen.

Das führt dazu, dass einzelne Episoden zwar beeindruckend aussehen, emotional aber nicht immer dieselbe Wirkung entfalten, sondern ob ihrer Aneinanderreihung von Grausamkeiten nur Ekel erzeugen.

Mythologie oder Realismus?

Interessant ist Nolans Umgang mit den mythischen Elementen. Er versucht häufig, das Übernatürliche mit einer gewissen Plausibilität oder symbolischen Ebene zu verbinden.

Das ist konsequent, nimmt dem Stoff aber teilweise seinen Zauber. Gerade Figuren wie Circe, die Sirenen oder andere übernatürliche Begegnungen wirken dadurch weniger geheimnisvoll als in Homers Vorlage.

Hier stellt sich die grundsätzliche Frage: Muss moderne Fantasy immer rationalisiert werden? Nolan beantwortet sie mit "Ja" – eine Entscheidung, die nicht jeder teilen wird.

Tempo und Laufzeit

Mit rund drei Stunden nimmt sich der Film viel Zeit. Manche Sequenzen entwickeln dadurch eine meditative Kraft. Andere wirken unnötig gedehnt. Vor allem im Mittelteil entsteht gelegentlich das Gefühl, dass Nolan seine Bilder länger auskostet, als es der Dramaturgie und dem Magen des Zuschauers guttun.

Themen

Der Presse und diversen Kommentaren entnimmt der vor dem Kinobesuch noch durchaus geneigte Zuschauer, daß der eigentliche Kern des Films nicht die Monster oder die Reise, sondern:

  • Schuld nach dem Krieg
  • Erinnerung und Identität
  • Sehnsucht nach Heimat
  • Verlust von Menschlichkeit
  • Zeit und Vergänglichkeit

sind. Diese Themen könnten dem Film Tiefe verleihen und ihn zu einem wichtigen Werkzeug bei der Aufarbeitung der militärischen Geschichte der USA und ihrer Verbündeten in den letzten 100 Jahren machen. Allerdings schafft es Nolan nicht, diesen Kern herauszuarbeiten. Brutalität und  überirdisches Gedöns (noch ein Monster und noch ein Monster und noch ein Monster ...)  geraten ihm zum Selbstzweck. In "Oppenheimer" hat er es noch gekonnt. 

Fazit

Die Odyssee soll vermutlich einer der ambitioniertesten Historienfilme der letzten Jahre sein. Nolan will offensichtlich Homers Epos in ein meditatives Drama über Kriegstraumata und Heimkehr verwandeln. Visuell erreicht der Film stellenweise Außergewöhnliches.

Gleichzeitig leidet er unter Problemen: Figuren bleiben emotional auf Distanz, Dialoge wirken gelegentlich funktional, und die pseudointellektuelle Konstruktion erhält oft mehr Aufmerksamkeit als menschliche Beziehungen. Und diese menschlichen Beziehungen manifestieren sich fast ausschließlich in Brutalität und Gewaltszenen. Nebenbei bemerkt: Wenn  die Amis merken, daß in der Szene, in der Circe die Odysseus' Mannschaft  von Schweinen in Menschen zurück verwandelt, nackte Männerhintern zu sehen sind, wird der Film in den USA garantiert verboten.  

Fazit: Vom zunächst vermuteten hohen Anspruch zum Horrorfilm und insgesamt ein Flop. Wir haben nach der Hälfte des Films resigniert und gingen zwecks Beruhigung unserer Mägen lieber einen Wein trinken .... 

 

Dienstag, 7. Juli 2026

Warum "DAS" nichts werden kann

 "WIR SCHAFFEN DAS" meinte damals 2015 eine andere unfähige Politikerin. Warum DAS bis heute nicht klappt, wurde mir heute wieder einmal klar.


Ich auf dem Weg zum Arzt in Berlin. Ein paar Stationen mit dem Bus, dann mit der S-Bahn nach Berlin. Vorher, an der Bushaltestelle, in die "Kleine Bibliothek" (wie Lisa, die kleine Nachbarin, immer sagt) - eine umfunktionierte Telefonzelle. Sie haben heute vor allem DDR-Literatur, keine Krimis. Nur ein Mankell sticht heraus: Das Auge des Leoparden. Besser als nichts für die Fahrt, denke ich. Erst bin ich skeptisch, dann fasziniert. Das Buch macht mich so fertig, daß ich im Wartezimmer meinen Namen erst beim dritten Aufruf höre. 

Mankell beschreibt die unbeschreiblichen Zustände in Afrika, nachdem die meisten Völker dort unabhängig wurden. Vor allem unglaubliche Brutalität, Hass, Zerstörungswahn bestimmen das tägliche Leben der Menschen. Mankell benennt klar den Unsinn der sogenannten Entwicklungshilfe. Zitat : "Welches Land bekommt die meiste Entwicklungshilfe aus Europa?" Nein, nicht Tansania. Die Schweiz. Namenlose Nummernkonten. 


Als ich auf dem Rückweg in die S-Bahn einsteige, fällt mir als erstes ein Schwarzer auf, der seine Schuhe auf den Polstern der  gegenüber liegenden Sitze abwischt. Woher soll der junge Mann auch wissen, wieviel das alles kostet, er zahlt bestimmt keine Steuern. Daß er mit dieser Handlung seine Nichtachtung unserer Kultur zum Ausdruck bringen will, möchte ich ihm nicht unterstellen, denn schließlich gibt es auch weisse Dreckschweine. 

Trotzdem ist es immer wieder schön, wenn ein Klischee bestätigt wird und man das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen jeden  Tag neu aushandeln darf, oder? 

Sonntag, 5. Juli 2026

Zwischen Lärm und Nachdenken – Warum Kultur gerade jetzt gebraucht wird

Es gibt Tage, an denen die politische Nachrichtenlage den Eindruck vermittelt, unsere Gesellschaft bestehe nur noch aus Gegensätzen. Demonstrationen, Parteitage, Schlagzeilen und gegenseitige Vorwürfe, Hass und Hetze bestimmen die öffentliche Wahrnehmung. Wer aufmerksam die Ereignisse dieses Wochenendes verfolgt, erkennt schnell, wie tief die politischen Gräben inzwischen geworden sind und wie dünn die Decke der Zivilisation doch ist. 

Doch gerade in solchen Momenten stellt sich eine andere Frage: Wo bleibt der Raum für das Nachdenken?

Seit Jahrhunderten ist die Kultur dieser Ort. Literatur, Musik, Theater und bildende Kunst haben nie nur unterhalten. Sie haben den Menschen geholfen, ihre Zeit zu verstehen. Goethe schrieb nicht für den Tag, Beethoven komponierte nicht für die nächste Schlagzeile, und Thomas Mann wusste, dass Demokratie ohne Bildung und Kultur ihre geistige Grundlage verliert.

Heute scheint diese Einsicht gelegentlich in Vergessenheit zu geraten. Die öffentliche Debatte wird immer schneller. Algorithmen belohnen Zuspitzung, Empörung verbreitet sich rascher als Differenzierung. Wer laut spricht, wird gehört; wer sorgfältig argumentiert, geht leicht unter.

Gerade deshalb kommt den kulturellen Institutionen eine besondere Verantwortung zu. Museen, Bibliotheken, Theater und Konzerthäuser sind keine luxuriösen Extras einer wohlhabenden Gesellschaft. Sie sind Orte des freien Denkens. Sie erinnern daran, dass jede Generation ihre Antworten auf alte Fragen neu finden muss: Was bedeutet Freiheit? Was hält eine Gemeinschaft zusammen? Wie gelingt ein respektvoller Umgang trotz unterschiedlicher Überzeugungen? Und sie sollten schon aus diesem Grunde für Finanzminister und Erbsenzähler jeder Coleur ein absulutes Tabu sein. 

Die aktuellen politischen Auseinandersetzungen zeigen vor allem eines: Demokratie ist niemals selbstverständlich. Sie lebt von der Bereitschaft, den anderen nicht sofort zum Gegner zu erklären, ihm nicht "sofort auf's Maul" zu hauen oder ins Gesicht zu treten. Demokratie lebt ebenso von der Fähigkeit, Ambivalenzen auszuhalten. Genau diese Fähigkeit vermittelt Kultur. Auch fünfzigtausend kulturlose Idioten am Wochenende in Erfurt können irren. Oder auch 600 Delegierte, eingepfercht in einer Thüringer Halle.  

Ein gutes Buch zwingt uns nicht zu einer Meinung. Es eröffnet eine Perspektive. Ein gutes Theaterstück präsentiert keine fertigen Lösungen. Es stellt Fragen. Ein Konzert schafft Gemeinschaft, ohne nach Herkunft, Parteibuch oder Weltanschauung zu fragen. Vielleicht liegt darin ihre größte politische Kraft. Kultur hat nämlich vordergründig keinen Erziehungsauftrag, hätte sie den, hieße sie Agitprop. Dazu fallen  mir schreckliche Beispiele ein. 

Wobei : Noch vor kurzer Zeit vertrat ich die Ansicht, dass man mit Klassikern in Theater und Oper nichts falsch machen kann. Eine Oper von Mozart oder klassisches Ballett würden sich nicht verhunzen lassen, meinte ich. Inzwischen musste ich mich auch hier korrigieren: Idiotische Aufführungen im Sinne einer völlig geschichtslosen und daher einseitigen politischen Korrektheit von Tschaikovskys "Nussknacker " oder Mozarts “Entführung aus dem Serail“ belehrten mich eines schlechteren. 

Wer sich einmal näher mit dem Werk Michael Bulgakows beschäftigt hat, findet heute und hier einen unsäglichen Trend aus stalinistischen Zeiten wieder. Iwan Besdomny - auf deutsch Hans Hauslos, ein Mensch, der jede Geschichte verneint, ohne jede Vergangenheit im Sinne von Traditionen oder Überlieferungen aufwächst und letztlich jede Kunst aus der Zeit "vorher" verneint und lediglich die stalinistischen Maxime gelten lässt, ist auferstanden. Er plappert Unsinn im Sinne einer bestimmten Doktrin, damals waren das u.a.  "die historische Mission der Arbeiterklasse", heute wären das zum Beispiel die unsägliche Sprachverhunzung namens Gendern, das Märchen vom Klimawandel allüberall oder die Parole "Ganz Erfurt hasst die AfD". Niemand macht sich noch die Mühe, zu Ursachen vorzudringen, historische Prozesse zu analysieren und daraus Lösungen vorzuschlagen und voranzubringen.  Jede Äußerung, jede Kunst wird so einseitig, wird falsch, jede Kultur ist so nur noch Fälschung. Und schlimmer: "Those that fail to learn from history are doomed to repeat it."* wie Winston Churchill allen geschichts- und damit kulturlosen Gesellen ins Stammbuch schrieb.

Banksys Parlament
Wer Kultur fördert, investiert deshalb nicht allein in Kunst. Er investiert in die geistige Widerstandskraft einer Gesellschaft. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu. Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts gehörte der Wiederaufbau von Bibliotheken, Opernhäusern und Universitäten bewusst zum demokratischen Neuanfang Europas. Man wusste damals: Demokratie braucht mehr als Gesetze. Sie braucht gebildete, kritische und verantwortungsbewusste Bürger. Vielleicht sollten wir uns daran wieder stärker erinnern, denn die eigentliche Alternative zur Polarisierung ist nicht Gleichgültigkeit, sondern Bildung. Und Bildung beginnt dort, wo Menschen bereit sind zuzuhören, nachzudenken und andere Sichtweisen kennenzulernen oder sogar zu akzeptieren. 

In einer Zeit, in der vieles lauter wird, bleibt Kultur die leise Stimme der Vernunft. Sie wird nicht jede politische Auseinandersetzung lösen. Aber sie kann verhindern, dass wir verlernen, miteinander zu reden. Das allein wäre heute schon ein großer Gewinn.

Es gehört zu den Eigentümlichkeiten unserer Zeit, dass wir über nahezu alles informiert sind und doch immer weniger Gelegenheit haben, das Geschehen zu verstehen. Nachrichten erreichen uns im Sekundentakt, Meinungen entstehen in Minuten, Urteile werden oft gefällt, bevor Fragen überhaupt gestellt worden sind.

Dabei hat Demokratie niemals vom Lärm gelebt. Sie lebt von der Fähigkeit zum Gespräch. Schon Hannah Arendt erinnerte daran, dass Politik dort beginnt, wo Menschen miteinander sprechen und die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Wo nur noch Gewissheiten existieren, endet der Dialog – und mit ihm ein wesentlicher Teil demokratischer Kultur.

Die Zukunft entscheidet sich nicht nur in Parlamenten oder auf der Straße, zwischen Wasserwerfern und Gummiknüppeln.  Sie entscheidet sich ebenso in Klassenzimmern, Bibliotheken, Opernhäusern, Konzertsälen und überall dort, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören und gemeinsam nach Wahrheit zu suchen. Vielleicht beginnt genau dort die Hoffnung, die unsere Zeit so dringend braucht. 

Damit wir eine Zukunft haben ...

 

* "Jene, die es versäumen, von der Geschichte zu lernen, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen." 


Freitag, 15. Mai 2026

11. Werkschau - Aktfotografie am 05.September und 06. September 2026

 

© fv 2024-2026




Ort: Theater am Park, Berlin-Biesdorf, Beginn: jeweils 13 Uhr, 


 

 

 

 

 

Triggerwarnung

© Theater am Park 2026
 

 „Die Leute haben eine seltsame Einstellung zu Nacktheit, genau wie zu Sex. Nacktheit und Sex sind die natürlichsten Dinge der Welt. Trotzdem tun die Leute oft so, als existierten sie nur auf dem Mars.“ meinte Marylin Monroe, sie wäre am 1. Juni 2026 100 Jahre alt geworden.

Diese Ausstellung enthält künstlerische Aktfotografie mit Darstellungen nackter Körper. Die gezeigten Werke thematisieren Intimität, Körperlichkeit, Sexualität und Verletzlichkeit. Wir zeigen ausdrücklich keine Pornographie. Besuchern wird empfohlen, unsere Ausstellung nur zu betreten, wenn sie sich mit solchen Inhalten wohlfühlen. 






Samstag, 9. Mai 2026

Höchstes Glück




Höchstes Glück ist für mich, den Eseln im Tierpark gemeinsam mit der 5-jährigen Enkeltochter das Lied "Der Kuckuck und der Esel " vorzusingen. Und keiner rannte weg, im Gegenteil ... 


Sonntag, 26. April 2026

Hoffen und Harren?

Die vergangene Woche hatte es in sich. Am Montag fuhr ich mit der Deutschen Bahn in Richtung Köln. Die üblichen Verspätungen, dreckige Bahnhöfe, Anschlusszüge gerade noch erreicht. Die Abholung am Bahnhof Unna klappt tadellos, danke Jan! Das Hotel bietet uns noch ein leichtes Abendessen und ein Bierchen an. Beides wird dankbar angenommen. Erste Besprechung unserer Anliegen. Was soll morgen unbedingt geklärt werden? Und, ganz wichtig: wir 3 duzen uns endlich!

Am nächsten Morgen kommt der Vertragspartner zu uns ins Hotel, wir besprechen die wichtigsten Punkte und brechen um 12:00 Uhr zur Produktschulung und Betriebsbesichtigung auf. 

In der Firma selbst werden wir vom Firmengründer begrüßt, Peter H. ist nur wenige Monate älter als ich und kann auch nicht aufhören. Vor meinem inneren Auge sehe ich dagegen als Negativbeispiel unseren Hampelmann Bundeskanzler mit seinen  hilflosen Appellen an die deutsche Wirtschaft. Lasst ihn quatschen, wir machen einfach!

Nebenbei bemerkt: Den Peter kenne ich jetzt auch erst 33 Jahre, er freut sich mich zu sehen und ein Erinnerungsfoto muss unbedingt sein. 
 

Nach einem erfolgreichen Tag, einer endlosen Autobahnfahrt durch drei Bundesländer und abendlichen anderthalb Stunden Fahrt mit dem Regionalexpress holt mich meine liebe M. um 22:30 Uhr vom S-Bahnhof ab. Ich werde anschließend wie ein Stein schlafen. 

Morgen geht es weiter ... 

Samstag, 4. April 2026

Warum ...

 ... liebe Deutsche Bahn, muss ich eigentlich meine Platzkarten zweimal bezahlen, wenn Ihr am Karfreitag meinen gebuchten ICE nach Frankfurt/ Main einfach ausfallen lasst, vermeintlich großzügig die Zugbindung aufhebt, mich aber dazu zwingt, die Platzkarten für mich und die beiden Enkel zum zweiten Mal zu kaufen? Warum nehmt Ihr die Platzkarten für den gecancelten Zug nicht in Zahlung? Braucht Ihr meine Kohle auch noch für die Bonuszahlung an irgendeinen abgeranzten Politbonzen, der sich bei Euch für höhere Aufgaben ausruht? 


Nebenbei bemerkt: Jedesmal, wenn ich den konkreten glücklichen Moment erlebe, dass "mein" Zug in den Bahnhof einläuft, weiß ich,  dass die Misere der Deutschen Bahn eigentlich kein Hardware-Problem ist ...

Dienstag, 17. März 2026

Volksmund, Sprüche, Hass und Hetze

 Hier ist einer von 1979: 

"Fleißig, fleißig, fleißig. 

Die DDR wird dreißig. 

Die Großen kaufen sich 'nen Golf.

Die Kleinen schindern sich 'nen  Wolf."


Rudolpho Duba
Erklärung:  Im Jahr 1978 importierte die DDR 10.000 VW Golf I im Rahmen eines Kompensationsgeschäfts, um den überalterten Fahrzeugbestand zu modernisieren und die Stimmung zu verbessern. Die Fahrzeuge kosteten ca. 23.000 bis 35.000 Ostmark, was sie für viele unerschwinglich machte. Ausserdem wurden sie überwiegend den verdienten Stasi-IM und guten SED-Genossen zugeteilt. Zum Ende der DDR fuhren rund 27.000 VW Golf in Ostdeutschland.

Heute träumt VW wahrscheinlich von derartigen Geschäften... 

Sonntag, 8. März 2026

Zum Internationalen Frauentag

Heute ist der 8. März. Mal ehrlich: Das hätten wir bei all dem Getöse um Donnies und Bibis Supertaten  abseits des Völkerrechts fast vergessen. Die Medien machen zwar Getöse um das Kopftuch der Iranerinnen und die Untaten der Mullahs gegenüber friedlichen Demonstranten, fordern aber gleichzeitig, dass Burka und Co.  als Zeichen der Selbstbestimmung muslimischer Frauen in Deutschland angesehen werden sollen. Muss so eine Art Schizophrenie sein.

Zwar gibt es in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Saarland noch offiziell ein Kopftuchverbot für den öffentlichen Dienst, aber unsere freundlichen Mitbürger aus Westasien, Afghanistan und dem übrigen Morgenland klagen sich gerade zu noch mehr islamischer Gleichberechtigung hoch. Wer das beim Namen nennt, ist natürlich rassistisch, nazistisch, antiislamisch und pfuibaba. Dabei wäre es so einfach: Wer sich als Frau unbedingt in einen Sack egal welcher Farbe stecken lassen will und damit unwillkürlich (gewollt oder nicht) die freie, offene Gesellschaft des Westens konterkariert und letztlich bekämpft, kann doch einfach in das Heimatland seiner Vorfahren zurück gehen, oder ?  

Aber lassen wir mal die Frauenfeindlichkeit einer gewissen Religionsgemeinschaft beiseite, kümmern wir uns um das Inland. In diesem Artikel hier sind einige grundsätzliche Irrtümer der heutigen Frauenbewegung tief verinnerlicht. Frau frönt auch hier der  idiotischen Meinung von Neidi Reichenschreck, die da meinte: "Das Problem sind Männer!". Nein Heidi, mitnichten. Blutroter Lippenstift und Tätowierungen reichen nicht für eine vernünftige Weltanschauung, du solltest auch als Pseudo-Linke ein wenig Clara Zetkin, Rosa Luxemburg oder gar Friedrich Engels gelesen haben, Dann würdest du wissen, dass das Problem die Gesellschaft ist. Und vielleicht könntest du auch mal verinnerlichen, was schon die Römer mit "devide et impera" meinten. 

Ein kleines Beispiel, aus dessen Verallgemeinerung wieder einmal bedeutende Rückschlüsse auf das Ganze ermöglicht werden: Vor einiger Zeit wurde bei der "Apothekenumschau" -  einem an sich völlig unbedeutenem Blatt mit gutem Kreuzworträtsel - eine neue Chefredakteurin ernannt. Die Dame wandte sich sofort an ihre Leser und drohte damit, erstens die Dschänderei einzuführen und zweitens dafür sorgen zu wollen, dass Frauen im Gesundheitswesen mehr sichtbar werden. 

Nun, es gibt dort noch die Möglichkeit, dass man der Redaktion einen Leserbrief schreibt. Was ich umgehend tat. Inhalt: Letzteres fände ich sehr lobenswert. Dann stellte ich die Frage, ob die Dame schon mal in einer Arztpraxis, in einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim gewesen wäre und wer dort ihrer Meinung nach sichtbar ist? Und ob es nicht wichtiger wäre, die Menschen nicht mit :innen, :außen, ***,  enden-Endungen und ähnlichem Blödsinn zu nerven, zu verwirren und vor allem abzulenken, sondern ihnen vor allem einen ordentlichen Lohn und gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu zahlen? Nebenbei: In einem Team, in dem auschließlich Frauen arbeiten, stets und ständig von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu plappern, zeugt von geistiger Unfähigkeit. Wenn nicht gar von Hirnriss.

 Nun gut, es ist natürlich viel einfacher und vor allem billiger, von einigen Kasperinnen und :außen die deutsche MUTTERsprache verhunzen zu lassen anstatt tarifliche Gerechtigkeit durchzusetzen oder gar ordentliche Löhne zu zahlen - an Frauen UND Männer. Zum Ausgleich für die Doppelbelastung der Mütter in diesem Land könnte man auch als erste Maßnahme den monatlichen Haushaltstag aus der DDR wieder einführen, der pünktlich zum 3. Oktober 1990, am Tag der Wiedervereinigung, gestrichen wurde. Das wäre doch mal was Konkretes abseits der Sichtbarkeit von Doppelpunkten, Sternchen und anderen Affereien.  Ich meine ja nur. Fragen wir doch mal unseren Pinocchio, wíe der - abgesehen von seinen Wählerbeschimpfungen, adressiert an die faulen Deutschen - darüber denkt ....

 

P.S.: Mein täglicher Gruß zum Frauentag gilt der überragendsten, schönsten, liebsten, fürsorglichsten Ehefrau, die es je gab. Und meinen wunderbaren Schwiegertöchtern, ohne die Familie nicht möglich wäre und die in jeder Sekunde dafür sorgen, dass "der Laden" läuft.Trotz Feminismus, Dschänderei und offiziell propagiertem Männerhass a la "teile und herrsche".

Mittwoch, 21. Januar 2026

Grönland oder Globalisierung - in einfachen Worten

Vor 35 Jahren hatte das Ende der Geschichte endlich angefangen: Der Kapitalismus hatte unwiderruflich über das Böse in der Welt - sprich: den Kommunismus- gesiegt, himmlische Zeiten brachen an. Unsere Konzerne verlagerten Produktion, Patente und Knowhow in den Osten. Man erzählte uns, dass das vor allem deshalb geschah, weil man die chinesischen/indischen/indonesischen Reisbauern aus ihren Erdhütten herausholen wolle. Aus reiner Menschenfreundlichkeit. Eben jener Menschenfreundlichkeit, mit der man uns, die Bewohner der vorgeblich sozialistischen Länder, 40 Jahre lang überzogen hatte und die sich vor allem in Sabotage, der gezielten Abwerbung von Ärzten und anderen Fachkräften, in unzähligen Boykotten und Handelsperren wie z.B. der Comecon-Liste manifestierten. 

Letzten Endes ging es auch bei der Globalisierung nur um den Profit. Die Kapitalisten verkauften ihren Feinden auch noch den Strick, an dem diese sie - die Globalisten - aufhängen wollten. Und man trug ihnen - den Feinden - freiwillig alles an. So kam es dann unter anderem dazu, dass China inzwischen mehr als 60% der in Deutschland benötigten Medikamente herstellt. Alle Stoffe für OP-Kittel und Abdecktücher werden in Indien hergestellt. "Nit mööööööglich!" würde da der Clown Grock ausrufen und sich an den Kopf fassen. Und das sind nur zwei Beispiele!

Grönland - Creative Commons
Wie sich eine derart beschränkte, ausschließlich profitorientierte  Wirtschafts"strategie" auswirkt, haben wir während der Coronaseuche ertragen müssen. Und plötzlich stellen wir außerdem fest, dass der böse Feind gar nicht tot ist. Er sitzt in China, bei den Kommunisten, die in Wirklichkeit auch nur primitive Imperialisten sind. Bei den Chinesen, denen wir freiwillig unsere in Stuttgart, Wolfsburg, Köln und Ingolstadt abmontierten Fließbänder hingestellt haben und die damit jetzt bessere Elektroautos bauen als unsere Automobilkonzerne. Chinesische E-Autos, deren Absatz wir laut Willen des Merz mit 6000 Teuro fördern. Schlau, nich´? 

Und er bedroht uns, der Chinese, in dem er die Seidenstraße baut und seine Handelsflotten über die Nordwestpassage an Grönland vorbei nach Westeuropa schickt. Und nun kommen Donny und die NATO ins Spiel. Zwischen den ganzen Handelsschiffen werden sich nämlich sicherlich auch viele chinesische U-Boote verbergen, denn die Chinesen gönnen uns unseren Wohlstand nicht, den wir gerade abbauen, weil wir uns gegen sie (und Putin) verteidigen müssen. Also muss der Donny uns schützen und uns in den NATO-Ländern zwingen,wenigstens fünf Prozent unseres BIPs für US-amerikanische Waffen auszugeben und ihm Grönland auszuhändigen.

Alles begann mit der Globalisierung. Wenn ich es mir richtig überlege, waren die DDR-Politiker wohl doch nicht so doof. Den ganzen Mist hätten auch Honecker und Co. hingekriegt. Sie haben nur zu früh aufgegeben ...   

Donnerstag, 8. Januar 2026

Der Winterdienst

"Nach dem Wintereinbruch mit Eis und Schnee in Bernau häufen sich die Fragen nach dem Winterdienst und verfügbaren Kräften. Laut Stadtverwaltung ist ein „komplettes Team des Bernauer Bauhofs im Zwei-Schicht-System“ seit dem 3. Januar im Dauereinsatz, um die 180 Kilometer Straße und die etwa 40.000 Quadratmeter Geh- und Radwege, Haltestellen, Parks und Plätze freizumachen." schreibt vorgestern unser heimatliches Käseblatt, die Märkische Oderzeitung.

Frohen Mutes ob dieser Meldung machten wir uns am Dienstagabend in Umgehung des ständig gestörten S-Bahnverkehrs mit dem Auto auf den Weg nach Berlin-Biesdorf. Und da war er wieder: Der Unterschied zwischen dargestellter Theorie am Schreibtisch und der Kfz-Praxis auf der vereisten Fahrbahn. 


Wie immer bei Schneefall hat man zum Beispiel die Schönower Pappelallee offenbar wieder völlig vergessen, jedenfalls was den Winterdienst betrifft. Breite Spurrinnen aus festgefahrenem Schnee machen die Autofahrt zum Vabanquespiel. Ich erinnere mich noch gut an den letzten Schneefall in unserer Gegend. Da stritt sich unser Bürgermeister mit dem Landrat über die Zuständigkeiten, wer für die Räumung der Pappelallee verantwortlich ist. Für Nichtortskundige: Die Straße führt am Gewerbegebiet vorbei, das mittlerweile aus allen Nähten platzt, und ist ein wichtiger Zubringer zur Autobahn. Dieser Fakt wird von unseren kommunalpolitischen Größen allerdings vehement.bestritten, die Leute könnten ja durch die Stadt bzw. durch ein Wohngebiet zur Autobahn schleichen.  


Der Streit zwischen unserem Bürgermeister und dem Landrat ist offenbar noch immer nicht ausgefochten. Man hatte sich zwischenzeitlich wohl wenigstens darauf geeinigt, die Straße in Helmut-Schmidt- Allee umzubenennen. Helmut Schmidt, der spätere Bundeskanzler, war hier in der Nähe, in den Liekobschen Bergen, als junger Leutnant der Wehrmacht in einer Flakstellung stationiert. Mit der Straßenumbenennung hoffte man offensichtlich auf sein tatkräftiges Eingreifen, obwohl er schon 10 Jahre tot ist. 

Wie hieß es nochmal im Gedicht von Bertold Brecht "Die Teppichweber von Kujan-Bulak ehren Lenin" ? Ach ja, statt eine Statue des weisen ersten Führers der Sowjetmacht zu errichten,  vollbringen die lieben Weber eine praktische Tat– sie kaufen Petroleum, um die Mücken zu bekämpfen, die Fieber verursachen – und ehren Lenin so auf ihre eigene Weise: Sie verstehen ihn, indem sie sich selbst helfen und die sozialistischen Ideale der Praxis umsetzen, anstatt leere Rituale zu vollziehen. Leere, aber teure Rituale wie zum Beispiel Straßenumbenennungen. 

Es muss ja auch nicht immer Petroleum sein. Vielleicht sollten wir dem  Bürgermeister und dem Landrat beim nächsten großen Schneefall einfach  einen Besen und einen Schneeschieber in die Hand drücken?  So ehren wir Helmut Schmidt, in dem wir uns selber nutzen ... 

 

P.S.: Dem Propagandablatt der regierenden Sozialdemokratie im Landkreis Barnim möchte ich empfehlen, die Quadratmeter der zu räumenden "Geh- und Radwege, Haltestellen, Parks und Plätze" beim nächsten Mal in Quadratzentimeter umzurechnen. Klingt noch bombastischer. 



Dienstag, 18. November 2025

Bis morgen, Großer!

 

Nachbarhund Harry war jetzt 3 Wochen bei uns in Pflege, denn seine Eltern kurten mit den Kindern an der Ostsee. Heute Mittag kamen sie nach Hause. 

Schön war's mit dem Burschen. Er ist inzwischen im besten Rüdenalter und hält uns ganz schön auf Trab. Und er fehlt uns jetzt. Da Herrchen und Frauchen aber morgen wieder zur Arbeit müssen, dauert die Hunde-Abstinenz glücklicherweise nur eine Nacht. Morgenstunde hat Harry im Munde ...

Sonntag, 16. November 2025

Splitter

 Ein kurzes Lebenszeichen vom Blogger zwischen intensiver Reisetätigkeit nach Kopenhagen, Marienbad und Wien: Geplant war ein Klinikaufenthalt mit meinem "geliebten" Doktor Parkinson ab 5. November. Alles war gepackt, Termine verplant und der dreiwöchige Aufenthalt in einer Berliner Klinik fest gebucht. 12 Stunden vorher dann die Absage der Klinik: Kein Bett!


Nun gut, ich hatte genug zu tun, ich musste mich erst mal etwas von den Reisen erholen (Altwerden ist nichts für Weicheier), d.h. körperlich ging es mir nicht so gut, ich habe die Nächte in meinem eigenen Bett erst einmal genossen. Dann ist da immer noch die Firma, die mich auch noch auf Trab hält.

Vorige Woche ging auch noch mein geliebter Computer mit Windows 7 kaputt. Nun gut, nichts hält ewig, schon gar keine Hardware mit Windows drin. 

Glücklicherweise gab es noch ein Laptop. Alles neu macht der November. Das Arbeitszimmer sieht noch chaotischer aus als normal. Alle anderen Schäden sind behoben. 

Laut Aussagen der Klinik wollen sie mich jetzt ab 20. November empfangen, zur Not schlafe ich im Klubraum. Die Verabredung mit meinem Kumpel Holger steht jedenfalls noch, es gibt dann dort in unserem Doppelzimmer in den folgenden drei Wochen sehr viel zu bereden, denn wir haben uns fast ein Jahr lang nicht gesehen. 

Ach ja, Therapie ist ja auch noch…

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...