Neulich war wiedermal die Rede vom Internet, der Datenschnorchelei der IT- Konzerne und Geheimdienste, der Handysucht vieler Teenager und überhaupt war alles Scheiße. Im Spaß formulierte ich die Erkenntnis, dass mein schöner Robotronrechner A7150 mit seinem grünen Bildschirm als Hardware und softwaremässig dBase 3+ sowie das gute alte Wordstar völlig ausgereicht hatten. Aber dann musste alle Welt einen bunten Monitor haben und die blöden Elektronengehirne sollten unbedingt miteinander sprechen. " Von nun an ging's bergab!" sang Hildegard Knef.
Irgendwann begannen die Computer, ihre Schöpfer und Benutzer zu beschäftigen, Spam und blödeste Werbung belästigen den, der mit dem Elektronikschrott arbeiten will oder muss und Programme wie Windows verkamen zur reinen Selbstbefriedung. Ich arbeite jetzt seit 1985 mit Computern und in mir verfestigt sich immer mehr der Eindruck, dass die ITler z.B. bei Microsoft nur existieren, um möglichst viele sinnlose Funktionen zu kreirend und amit die Bedienung des Computers mittelfristig unmöglich zu machen. Gleiches gilt für meist überfrachtete Anwenderprogramme wie Word oder Excel, deren Funktionen man in der Regel nur zu Bruchteilen ausnutzt. Ob LINUX in dieser Hinsicht besser ist, wage ich zu bezweifeln. Vergessen jedenfalls sind die weisen Worte von Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, wonach alles Komplizierte unnötig und alles Notwendige einfach ist.
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Wie immer, wenn man in eine Pferdekutsche einen modernen V8-Motor implantiert, muss sich das Ganze ordentlich beißen. Hirnis wie Steinbrück zwangen mich, meine Buchungen und Belege 10 Jahre lang in Papierform aufzuheben. Klingbeil will 15 Jahre. Wer schon mehrmals Computercrashs erlebt hat, wird auch den elektronisch erzeugten Sicherungskopien nicht vertrauen. Ich MUSS also zwingend ausdrucken, was mich Zeit, Druckertoner, Papier und Strom kostet. Nicht zu vergessen den Lagerraum. Der Dienstleister klinkt sich immer mehr aus und will so seine Kosten reduzieren. Meine Margen sinken. Das vorsintflutliche Steuersystem, für das die Parteien ständig neue Quellen auftun, bleibt uns natürlich erhalten.
Vieles ließe sich darüber berichten, dass offenbar einzig und allein die Werbung und der unendliche Nachschub an Spam immer funktionieren. (siehe Abbildung) Wahrscheinlich sogar bei Stromausfall. Lassen wir es. Vor Jahren war ich der Überzeugung, dass selbst der blödeste Politiker das Internet und die allgegenwärtige Computerei nicht tot kriegen würde.
Mit Gestalten wie Merz, Klingbeil, Pfuschi von der Leine und anderen "Koniferen" an der Spitze bin ich mir da in letzter Zeit gar nicht mehr so sicher ...






