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Donnerstag, 20. August 2026

Wahlkrampf: Manche sind gleicher

Copyright fv 2026 mit Chat GPT

Die SPD bedient sich in ihrem Wahlkampf in Sachsen-Anhalt öffentlich eines Liedes von 1936 aus dem Repertoire von Hitlers Reichsarbeitsdienst. "Wir sind der Deich" wird plakativ und soll den Widerstand der Partei gegen die AfD ausdrücken . 
 
Im Reichsarbeitsdienst wurden Jugendliche bis zum Alter von 17 Jahren auf den Drill in der Wehrmacht vorbereitet. In den letzten Monaten der Hitlertyrannei wurden junge Männer mit Vollendung des 17. Lebensjahres sofort in die Wehrmacht übernommen.
 
Das Lied und daraus die Parole "Wir sind der Deich" entspringt dem Liederbuch des RAD und lag in der "Hitparade" dieser Naziorganisation auf Platz 3. Während AfD-Höcke vom Landgericht Halle in zwei Verfahren wegen der Verwendung der verbotenen SA-Parole „Alles für Deutschland“ zu Geldstrafen verurteilt wurde, wird bisher nicht gegen die SPD Sachsen-Anhalt ermittelt. 
 
Die SPD in Sachsen-Anhalt steht in Umfragen derzeit bei rund 5,0 Prozent der Wählerstimmen und muss damit um den Wiedereinzug in den Magdeburger Landtag fürchten. Ihre Begründung für die Verwendung des Nazislogans lassen an die Begründung des braven Soldaten Schwejk denken, warum es so viele Blöde in der Welt gibt: "„Jeder kann nicht gescheit sein, Herr Oberlajtnant, die Dummen müssen eine Ausnahme machen, weil, wenn jeder gescheit wär, so wär auf der Welt so viel Verstand, dass jeder zweite Mensch davon ganz blöd wär“...

Zur Karikatur: "Brüder zur Sonne, zur Freiheit" gehört sowohl zum Liedgut der NSDAP, der SED  als auch der SPD

Mittwoch, 19. August 2026

Es ist noch schlimmer als erwartet

© fv 2026 mit Chat GPT
Vor Wochen irgendwas im Internet bestellt. Zum Dank dafür kam eine Werbung für ein kostenloses Probeabo verschiedener Zeitschriften. "Na," dachte ich, "kann ja nicht schaden, dümmer wird man nicht. " und nahm den "Spiegel". Inzwischen sind zwei Exemplare des Sudelblattes aufgelaufen, darunter das berühmt- berüchtigte mit Ullrich Siegmund, dem AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. 

BTW: Leider lieferten diese Schwarzköpfe das Heft ohne sein Autogramm aus :-))

Der Artikel über Siegmund, den gefährlichsten Mann Deutschlands, ist - gelinde gesagt - goldig. Er trieft vor Scheinheiligkeit. Wieder einmal sind die Könige des Konjunktivs am Werk. Wenn S. jedwede Bos- oder Gemeinheit unterstellt wird, "könnte" , " soll"  er getan  haben und "wird er sicher" dies und jenes tun. Vor allem hat er keinen Plan. Ganz boshafte Menschen meinen allerdings, dass die Hirnies unserer Blockparteien schon seit über 10 Jahren keinen Plan haben. Diese boshaften Menschen sind natürlich, können natürlich nur rääächtsradikal sein.


Der verlogene Spiegel- Quatsch wurde jedenfalls in verschiedenen Medien umfassend kommentiert und allgemein als Wahlkampfhilfe für die AfD gewertet. 

Leider ist das Niveau der übrigen Artikel ähnlich. Ich denke mit Wehmut an die Zeiten, als der "Spiegel" noch sage und schreibe 5 DM kostete - heute sind Sie mit umgerechnet fast 15 DM dabei- und man ihn ohne zu Kotzen lesen konnte ... 

Montag, 17. August 2026

100 Jahre später : Das Ende der SPD oder wie Kurt Tucholsky Recht behielt

 Kurt Tucholsky sollte letztendlich doch Recht behalten. So meinte er nach der von Ebert, Noske und Scheidemann verratenen Revolution von 1918 sehr treffend: 

" Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas - vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: Zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.  "

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Lange hat es gedauert und noch quält und ziert sie sich. Allerdings hält der Niedergang an und ist nicht mehr aufzuhalten. Jedenfalls nicht mit diesem fürchterlichen Personal. Bei den Landtagswahlen am 6. September müsste es den Nasen um Klingbeil doch gelingen, weniger als 5 Prozent der Wählerstimmen einzufahren, oder?

Allerdings würde der  völlige Zusammenbruch in eine wirtschaftliche Katastrophe münden, den Immobilienmarkt vernichten und durch die plötzlich freien Verlage die Meinungsfreiheit in Deutschland endlich in ungeahnte Höhen oder sogar zu den Sternen schießen.  


Hier nun eine chronologische Bilanz der SPD auf Bundesebene 2016–2026:

2016 – Sigmar Gabriel: Höhepunkt und beginnender Niedergang

Sigmar Gabriel ist SPD-Vorsitzender, Vizekanzler und Wirtschaftsminister. Er steht für die pragmatische, regierungsorientierte SPD der Großen Koalition.

Doch die Partei verliert zunehmend Profil. Gabriel wird innerhalb der SPD für seinen Kurs kritisiert, gleichzeitig liegen die Umfragewerte schlecht.

Bilanz: Gabriel ist noch mächtig, aber die SPD sucht bereits nach einem neuen Gesicht.


Januar 2017 – Martin Schulz ersetzt Gabriel

Der überraschende Wechsel: Gabriel verzichtet auf die Kanzlerkandidatur und macht Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten. Schulz übernimmt anschließend auch den Parteivorsitz.

Zunächst entsteht der sogenannte „Schulz-Effekt“: Die SPD schießt in den Umfragen zeitweise deutlich nach oben.

Dann folgt der Absturz.

Bei der Bundestagswahl 2017 erreicht die SPD nur 20,5 % – ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl bis dahin.

Verschleißfaktor: hoch.

Schulz verliert innerhalb weniger Monate praktisch seinen politischen Kredit.


2018 – Schulz scheitert endgültig

Nach der Bundestagswahl kündigt Schulz zunächst an, die SPD werde in die Opposition gehen. Danach stimmt die SPD doch für eine erneute Große Koalition.

Schulz will zunächst Außenminister werden, zieht sich nach massivem innerparteilichem Widerstand aber zurück.

Februar 2018: Rücktritt vom Parteivorsitz.

Damit ist der „Hoffnungsträger“ von 2017 innerhalb eines Jahres politisch weitgehend verbraucht.

Gabriel → Schulz: erster großer Personalbruch.


2018–2019 – Andrea Nahles

Andrea Nahles übernimmt den Parteivorsitz und wird zugleich SPD-Fraktionschefin.

Sie soll die Partei erneuern und aus dem historischen Tief herausführen.

Das gelingt nicht.

Bei der Europawahl im Mai 2019 stürzt die SPD weiter ab. Innerhalb der Partei wächst der Widerstand gegen Nahles.

3. Juni 2019: Nahles kündigt ihren Rücktritt als SPD-Chefin und Fraktionschefin an.

Damit sind innerhalb von gut zwei Jahren drei SPD-Spitzenfiguren – Gabriel, Schulz und Nahles – aus der ersten Reihe verschwunden.


Sommer/Herbst 2019 – Führungsvakuum

Die SPD wird vorübergehend von Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel kommissarisch geführt.

Die Partei führt anschließend erstmals eine Mitgliederbefragung über eine Doppelspitze durch.

Zur Wahl stehen unter anderem:

  • Olaf Scholz / Klara Geywitz
  • Saskia Esken / Norbert Walter-Borjans

Gewählt werden schließlich Esken/Walter-Borjans.

Das ist politisch bemerkenswert: Olaf Scholz verliert die Mitgliederentscheidung, wird aber nur zwei Jahre später Kanzlerkandidat.


2020 – Esken/Walter-Borjans

Die neue Doppelspitze steht zunächst für eine deutlich kritischere Haltung gegenüber der Großen Koalition.

Dann kommt Corona.

Die SPD profitiert zunächst von der Regierungsverantwortung. Gleichzeitig wird Olaf Scholz immer stärker zum eigentlichen Gesicht der Partei.


2021 – Der erstaunliche Wiederaufstieg von Olaf Scholz

Die Bundestagswahl verändert alles.

Die SPD erreicht 25,7 %, nach 20,5 % im Jahr 2017. Sie wird stärkste Partei.

Olaf Scholz wird Bundeskanzler.

Damit erlebt die SPD innerhalb von vier Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung:

Schulz: 20,5 % → Scholz: 25,7 %.

Die Partei ist wieder Kanzlerpartei.


2021–2023 – Scholz, Esken und Klingbeil

2021 wird die Doppelspitze Saskia Esken/Lars Klingbeil gewählt. Klingbeil erhält 86,3 %, Esken 76,7 %.

Damit entsteht ein neues Machtmodell:

Scholz im Kanzleramt – Esken und Klingbeil an der Parteispitze.

Klingbeil entwickelt sich zunehmend zum wichtigsten innerparteilichen Machtpolitiker.


2023 – Esken/Klingbeil werden bestätigt

Die SPD bestätigt beide Parteivorsitzenden. Esken erhält dabei 82,6 %, Klingbeil 85,6 %.

Damit scheint der alte Personalverschleiß zunächst beendet.

Aber: Die Ampelregierung verliert zunehmend Zustimmung.


2024 – Olaf Scholz und das Ampel-Desaster

Der entscheidende politische Bruch kommt im November 2024.

Scholz entlässt Finanzminister Christian Lindner. Die Ampel zerbricht.

Die SPD muss mit Scholz als Kanzlerkandidat in einen vorgezogenen Bundestagswahlkampf gehen.

Innerhalb der SPD gibt es zwar keine erfolgreiche Revolte gegen Scholz – aber die Frage, ob er der richtige Kandidat ist, wird durchaus diskutiert.


2025 – historischer Rückschlag

Die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 wird für die SPD zur Katastrophe.

Die SPD fällt auf 16,4 % und verliert massiv Sitze. Sie kommt nur noch auf 120 Sitze, 86 weniger als 2021.

Damit ist die Kanzlerschaft von Olaf Scholz beendet.

Scholz wird zum nächsten großen Opfer der SPD-Führungsgeschichte.

Interessant: Anders als bei Schulz oder Nahles geht Scholz nicht unmittelbar nach der Wahl aus der Politik, aber seine Zeit als Kanzler ist beendet.


2025/26 – neue SPD-Führung: Bärbel Bas und Lars Klingbeil

Nach der Wahlniederlage erfolgt erneut ein personeller Schnitt.

Die SPD wird seit dem Parteitag 2025 von Bärbel Bas und Lars Klingbeil geführt. Klingbeil bleibt damit an der Parteispitze; Bas ersetzt Esken.

Klingbeil übernimmt zugleich eine zentrale Regierungsfunktion.

Damit beginnt die nächste Phase:

Bas/Klingbeil → neue Verantwortung in der schwarz-roten Bundesregierung.

Und inzwischen gibt es bereits 2026 wieder deutliche innerparteiliche Kritik an der Doppelrolle von Parteivorsitz und Regierungsamt.


Die eigentliche Verschleißkurve

Wenn man die vergangenen zehn Jahre zugespitzt zusammenfasst:

Sigmar Gabriel

Martin Schulz

Andrea Nahles

Esken / Walter-Borjans

Esken / Klingbeil

Olaf Scholz

Bärbel Bas / Lars Klingbeil

Besonders auffällig sind dabei vier politische Brüche:

Jahr Person Ergebnis
2017 Martin Schulz 20,5 %, schlechtestes SPD-Bundestagswahlergebnis bis dahin
2019 Andrea Nahles Rücktritt nach Europawahlniederlage
2021 Olaf Scholz 25,7 %, Kanzler
2025 Olaf Scholz 16,4 %, Ende der Kanzlerschaft

Mein Fazit

Der Begriff „SPD-Personalverschleiß“ ist durchaus vertretbar, wenn man ihn politisch zuspitzt. Besonders deutlich ist die Abfolge Gabriel → Schulz → Nahles: Innerhalb von knapp drei Jahren verlor die SPD drei ihrer wichtigsten Bundespolitiker.

Allerdings ist die Geschichte nicht einfach eine gerade Linie des Niedergangs. 2021 gelang der SPD mit Scholz sogar eine spektakuläre Erholung von 20,5 auf 25,7 %.

Das eigentlich Bemerkenswerte ist deshalb eher die extreme Instabilität der Führung: Die SPD hat in zehn Jahren mehrfach ihre strategische Ausrichtung und ihr Spitzenpersonal gewechselt - wenn man diese Gestalten so benennen möchte. Die Partei steht nach dem Einbruch von 2025 erneut vor einer grundlegenden Richtungsfrage.

Wenn man es noch bissiger formulieren möchte: Vom Gabriel-Abgang 2017 bis zum Scholz-Absturz 2025: Wie die SPD in acht Jahren fünf Spitzenkonstellationen verschliss.

Und denkt man an  Blindgänger wie Scharping, Steinbrück und Steinmeier, Klein Kevin, den verkappten Kriegsminiskus Pistolius oder gar den verrückten Professor lässt man jede Hoffnung auf  positive Veränderungen in diesem Siechenheim für Vollpfosten fahren ...

Sonntag, 16. August 2026

Wildwasser

© fv 2026 mit Chat GPT
Nach fast 14 Tagen auf der nördlichen Havel und ihren Seen neigt sich unser Aktivurlaub dem Ende entgegen. Sieht man von wenigen Mückenstichen ab, gab es keinerlei Verletzungen oder Unfälle. Die "Wah-ta-wa", unser Flaggschiff von der amerikanischen Firma Madriver Canoes, ist inzwischen 20 Jahre alt und bewährt sich wie am ersten Tag. Am schönsten sind immernoch die Rückenlehnen.

Morgen geht's nach Hause. Wir grüßen alle Wassersportler, die untermotorisierten mit den brüllenden Aussenbordern, aber auch die übermotorisierten, die uns am Leben ließen - trotz ihrer Riesenheckwellen. Alle waren immer  nett und freundlich. 

So wie wir ...

Samstag, 15. August 2026

Zurück in die Zukunft?


© fv2026 mit Chat GPT

Artikel wie dieser  über ganz eindeutige Idiotien von ganz eindeutigen  Idioten  werfen meines Erachtens nur eine Frage auf: Wie lange wird es nach den anstehenden  entscheidenden Wahlsiegen der AfD auf Landes- oder Bundesebene dauern, bis die Kader der Blockparteien in den Ärschen von Weidel, Chrupalla, Höcke oder Siegmund stecken oder es zumindest versuchen: 

a. NUR SEKUNDEN

b. Immerhin ein paar  MINUTEN

c. Wenige STUNDEN


Ich frage für einen Freund, setze auf a. und nehme gerne Wetten an ... 

Freitag, 14. August 2026

Bittschee 2 Koartn fia'n neichn Eberhofer-Füm

© fv2026 mit Chat GPT
So lautete gestern Abend mein Test des netten Kartenverkäufers im Neustrelitzer MovieStar-Kino. Sprachtest bestanden und wir haben uns bei diesem neuen Erzeugnis von BezzelSchwarzPotthoff und dem Rest der Bande wieder einmal köstlich amüsiert. 

"Das Elend der Welt für anderthalb Stunden weglachen: Der neue Eberhofkrimi läuft im Kino an" titelt die Berliner Zeitung heute morgen. Und weiter : " „Steckerlfischfiasko“ ist die zehnte Verfilmung der großartigen Krimireihe der Schriftstellerin Rita Falk. Hier ist deutscher Humor wirklich lustig und alle Unbill dieser Tage anderthalb Stunden lang fern."

Dem ist nichts hinzuzufügen ....


 

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...