"Wir snd die Fenz von Egon Krenz ..."
Nachdem der Genosse Egon Krenz (katholisch getauft, evangelisch konfirmiert, stalinistisch verseucht) ungefähr 200 Jahre den Vorsitz der sozialistischen Kampfreserve “ der Partei“ innehatte, ergab sich für ihn die Gelegenheit, infolge einer Krebserkrankung des großen Vorsitzenden "der Partei" das Ruder des Staates zu übernehmen. An seine Stelle im Jugendverband trat der Genosse Eberhard Aurich, ein Berufsjugendlicher wie Egon, wenigstens genauso verkalkt und verbohrt. Das Politbüro "der Partei" mit seiner entsprechenden Abteilung für Agitation und Propaganda lief zur Höchstform auf und reimte:
“ Die Fans von Egon Krenz sind nicht traurig, sie lieben jetzt den Eberhard Aurich."
Oder so ähnlich. Vielleicht ging es vielen seiner Fans auch nur darum, möglichst problemlos in den nächsten, mächtigen Arsch zu kriechen.
So wie es "der Partei" und dem ihr hörigen Jugendverband nie gelang, sich von den unseligen stalinistischen Maximen der Partei neuen Typus zu lösen, blieb der zelebrierte Personenkult bis in die heutigen Tage bestimmend für das Parteileben der SED und ihrer Clone. Nach wie vor gerät der einfache Genosse in größte Verzückung, wenn ersiees eine Rede von Gregor Gysi, Neidi Reichenschreck oder Luigi Partisano zum Zwecke des Nachbetens studieren da. Und so ergibt sich eigentlich die berechtigte Frage, warum man solche Knalltüten wie den Egon im Januar 1990 per Beschluss des Parteigerichts bei Nacht und Nebel aus diesem Haufen entfernt hat. Er war sicherlich nicht schlimmer als alle anderen Karrieristen, Abnicker und geistigen Tiefflieger, die uns in der DDR unter dem Label "Kommunist" beibringen wollten, wie wir zu leben hätten. Der einzige Unterschied: Egon konnte nicht einen Satz freihändig sprechen, wenigstens DAS haben seine Nachfolger in den diversen Quatschbuden dieser Bunten Republik gelernt.
Wenn sich Genosse Krenz damals nicht traute, seinem Erich die Gedanken eines Gorbatschow unter Negation des 1. Hauptsatzes jeder Volkswirtschaft nahe zu bringen ( zur Erinnerung: It's the economy, stupid!) tut das der Egon heute mit wachsender Vehemenz und er mutiert dabei sogar zum Schauspieler.
Nun also der Film „Kommunist“, seit 11. Juni in den deutschen Kinos zu sehen. Um mit noch einem Zitat auf diesen Blödsinn zu reagieren: "Egon, wenn du schweigst, dann wirkst du klüger!"
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| Aus der Banksy-Ausstellung in Barcelona |
Diese Doku über den einstigen SED-Chef Egon Krenz wirft aus
Sicht seines ehemaligen Weggefährten Eberhard Aurich
mehr Fragen auf, als sie
beantwortet. Welche möchte ich hier nicht ausführen, die "Ostdeutsche Allgemeine" bringt heute dazu einen Open-Source-Artikel von Eberhard Aurich. Nur soviel dazu: Die beiden (Egon und Eberhard) haben sich wohl nicht gemocht.
Auch ich habe mich heute leider dazu hinreißen lassen, einen längeren Kommentar zu dieser Verschwendung von Ressourcen zu formulieren. In meinen fast 74-jährigen Leben kannte ich einige Kommunisten, sie sind mir nicht in bester Erinnerung geblieben. Politische Diskussionen waren in der Regel vergebliche Liebesmüh', um nicht zu sagen sinnlos, denn sie waren und sind immer im Besitz der alleinigen Wahrheit.
Auch werde ichauch niemals verstehen, wenn angeblich geistig intakte Menschen sich mit dem Namen Väterchen Stalins auf den Lippen von stalinistischen Schergen dankbar abschlachten lassen. Analogien zu den letzten Tagen des NS-Regimes sind meines Erachtens nicht so weit hergeholt.
Wenn man diesen Gedanken weiter denkt, ergibt sich unweigerlich die Frage, ob das Ziel der Wende in der DDR nicht ein ganz anderes war: Nämlich die Ablösung einer Kaste von satten, bornierten, vernagelten, boshaften alten Männern. die sich gegenseitig in ihrem Parteighetto masturbierten, von der Spitze des Staates und seiner Organisationen. Der deutschlandweite Generationenkonflikt wurde nicht aufgelöst. Statt der Waldsiedlung gab es nach 1990 dann Bonn und später das abgeschirmte Regierungsviertel in Berlin. Statt frischem Wind 150 Jahre alte Beamtenfürze und uralte Papyrusrollen wie das Bürgerliche Gesetzbuch, statt junger Menschen mit neuen Ideen solche Typen wie Merkel, Gauck, Merz oder Phillip Amthor. Und statt hübscher, junger, intelligenter und gestandener Frauen alte, fette, strunzdumme Scharteken nicht nur von den Grünen, die ihren männlichen Pendants an Blödheit und Borniertheit noch Konkurenz machen konnten...
P.S.: Ich glaube, das Kinogeld werde ich mir wohl sparen.