VALLIS BLOG
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Montag, 6. April 2026
Zwischen Mythos und Misere: Die deutsche Lufthansa
6. April 1926 - Drei Monate nach Gründung der Deutschen Luft Hansa AG nimmt das Unternehmen mit einem Flug von Berlin-Tempelhof nach Zürich den Flugbetrieb auf.
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| Unsere berühmte Serie |
Die verdrängte Vergangenheit
Die offizielle Erzählung beginnt gern 1955, als die „neue“ Lufthansa gegründet wurde. Tatsächlich reicht die Geschichte aber weiter zurück – zur 1926 gegründeten Deutschen Luft Hansa. Diese war eng mit dem NS-Regime verflochten: Sie unterstützte militärische Strukturen und profitierte von Zwangsarbeit. Über 12.000 Menschen sollen in diesem Kontext ausgebeutet worden sein. ([Reuters][1]
Lange Zeit versuchte die Nachkriegsgesellschaft, sich von dieser Vergangenheit zu distanzieren – formal nicht ganz unberechtigt, aber moralisch fragwürdig. Erst in jüngster Zeit, ausgerechnet zum 100-jährigen Jubiläum, beginnt der Konzern, diese Geschichte offensiver aufzuarbeiten. (DIE WELT[2])
Doch diese verspätete Aufarbeitung wirft Fragen auf: Warum erst jetzt? Und wie ernst ist das Bekenntnis, wenn es gleichzeitig Teil einer Jubiläumsstrategie ist?
Vom Staatsprojekt zum globalen Konzern
Nach dem Krieg entwickelte sich Lufthansa zu einem Symbol des westdeutschen Wirtschaftswunders. Der Staat hielt lange Anteile, bevor das Unternehmen schrittweise privatisiert wurde. ([Wikipedia][3])
Mit der Liberalisierung des Luftverkehrs in den 1990er-Jahren wandelte sich Lufthansa endgültig zum globalen Konzern – mit Beteiligungen, Allianzen und aggressiven Wettbewerbsstrategien. Effizienz wurde zum Leitprinzip, nicht mehr nationale Repräsentation.
Doch genau hier beginnt das strukturelle Dilemma: Lufthansa wollte gleichzeitig Premium-Airline und Kostenführer sein – ein Spagat, der bis heute nicht gelingt.
Die Gegenwart: Dauerkrise im Premium-Anzug
Die aktuelle Lage ist paradox: steigende Umsätze, aber schwache Gewinne. ([DIE WELT][4])
Die Ursachen sind vielfältig – und teilweise hausgemacht:
1. Sparpolitik vs. Qualitätsversprechen
Kunden klagen seit Jahren über sinkenden Service: Verspätungen, Gepäckprobleme, schlechtere Verpflegung. ([reisetopia][5])
Gleichzeitig wird sichtbar, dass an vielen Stellen gespart wird – oft auf Kosten des Markenkerns. ([Frankfurtflyer.de][6])
2. Managementfehler und Verzögerungen
Großprojekte wie die neue Business Class verzögern sich über Jahre, Fehler werden inzwischen offen eingeräumt. ([Frankfurtflyer.de][7])
Das Problem ist weniger ein einzelner Fehler als eine Kultur der Überkomplexität.
3. Arbeitskonflikte und Strukturprobleme
Streiks, Tarifkonflikte und Vorwürfe des Sozialdumpings innerhalb des Konzerns zeigen: Die interne Stabilität bröckelt. ([DIE WELT][8])
4. Externe Krisen – aber keine Ausreden
Geopolitische Spannungen, steigende Kerosinpreise und Lieferprobleme setzen Lufthansa unter Druck. ([DIE WELT][9])
Doch viele Probleme bestehen unabhängig davon – etwa ineffiziente Strukturen und strategische Unklarheit.
Identitätskrise über den Wolken
Vielleicht ist das größte Problem der Lufthansa kein operatives, sondern ein ideelles:
Was will dieses Unternehmen eigentlich sein?
* Eine Premium-Airline? Dann reicht der aktuelle Service nicht.
* Ein Kostenführer? Dann ist die Struktur zu schwerfällig.
* Ein nationaler Champion? Dann fehlt die politische Rückendeckung früherer Zeiten.
Diese Unklarheit spiegelt sich in fast allen Bereichen wider – von der Markenstrategie bis zur Flottenplanung.
Fazit: Ein Konzern im Übergang – oder im Stillstand?
Lufthansa steht heute exemplarisch für viele europäische Traditionsunternehmen: historisch bedeutend, global präsent, aber strategisch verunsichert.
Die verspätete Aufarbeitung der eigenen Geschichte zeigt immerhin: Bewegung ist möglich. Doch für die Zukunft reicht symbolische Selbstkritik nicht aus.
Die entscheidende Frage bleibt:
Kann Lufthansa sich neu erfinden – oder bleibt sie gefangen zwischen Vergangenheit und Gegenwart?
Im Moment deutet vieles auf Ersteres hin. Und es ist kein Zufall, dass viele Parallelen zur Konkurrenz am Boden - der Deutschen Bahn - zu Tage treten. Behäbigkeit, Bräsigkeit, mangelnde Zukunftsaussichten: DIe Lufthansa ähnelt der DB, nur dass sie zur Zeit noch ohne Schienen auskommt ...
1]: https://www.reuters.com/business/germanys-lufthansa-takes-nazi-past-it-turns-100-2026-02-04/?utm_source=chatgpt.com "Germany's Lufthansa takes on Nazi past as it turns 100"
[2]: https://www.welt.de/article69d323428ba297d4b1230207?utm_source=chatgpt.com "Vor 100 Jahren hob Lufthansa erstmals ab"
[3]: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Lufthansa?utm_source=chatgpt.com "Geschichte der Lufthansa"
[4]: https://www.welt.de/article69ce006ade66bddfe53e2cde?utm_source=chatgpt.com "Vor 100 Jahren hob Lufthansa erstmals ab"
[5]: https://reisetopia.de/kolumne/lufthansa-premium-airline/?utm_source=chatgpt.com "Wird Lufthansa wieder zur Premium-Airline?"
[6]: https://frankfurtflyer.de/zu-viel-gespart-zerstoert-lufthansa-den-jahrzehnte-alten-guten-ruf/?utm_source=chatgpt.com "Zerstört Lufthansa den Jahrzehnte alten guten Ruf?"
[7]: https://frankfurtflyer.de/lufthansa-ceo-raeumt-managmentfehler-bei-der-entwicklung-der-neunen-business-class-ein/?utm_source=chatgpt.com "Lufthansa CEO räumt Managmentfehler bei der ..."
[8]: https://www.welt.de/article69ce5ede0aecbf4b48bd8767?utm_source=chatgpt.com "Streit um Freistellungen während des Piloten-Streiks"
[9]: https://www.welt.de/article69d2550380914f761125355f?utm_source=chatgpt.com "„Versorgung mit Kerosin beginnt schwierig zu werden\""
Samstag, 4. April 2026
Warum ...
... liebe Deutsche Bahn, muss ich eigentlich meine Platzkarten zweimal bezahlen, wenn Ihr am Karfreitag meinen gebuchten ICE nach Frankfurt/ Main einfach ausfallen lasst, vermeintlich großzügig die Zugbindung aufhebt, mich aber dazu zwingt, die Platzkarten für mich und die beiden Enkel zum zweiten Mal zu kaufen? Warum nehmt Ihr die Platzkarten für den gecancelten Zug nicht in Zahlung? Braucht Ihr meine Kohle auch noch für die Bonuszahlung an irgendeinen abgeranzten Politbonzen, der sich bei Euch für höhere Aufgaben ausruht?
Nebenbei bemerkt: Jedesmal, wenn ich den konkreten glücklichen Moment erlebe, dass "mein" Zug in den Bahnhof einläuft, weiß ich, dass die Misere der Deutschen Bahn eigentlich kein Hardware-Problem ist ...
Donnerstag, 2. April 2026
Cassandra mal wieder
Und dann waren doch noch zwei schlechte Schauspieler, einer dick, eine dünn, 
der Omega - Klasse. Omega ist - wie wir alle wissen - der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. Mit anderen Worten: Sie waren keine B-und auch keine C-Promis, man musste schon ein weiteres Bewertungssystem, eben das griechische, bemühen, um ihre Sonderklasse zu charakterisieren.
Die beiden hatten einander geheiratet, eine Tochter gemeinsam gezeugt und viele Filmmeter mit abartigem Quatsch befüllt, den sie dem öffentlich-rechtlichen Schundfunk angedreht hatten.
So weit, so schlecht. Dass sie sich dann beim Vögeln auch noch selber filmen mussten, war ja ganz lustig. Als der dicke Sich-zur-Schausteller, bei dem man immer an einen schwulen Koalabären denken musste, die Filmchen aber ins Internet stellte, war irgendwann Schluß mit lustig und die Republik war wochenlang beschäftigt. Unter anderem damit, neue Zensurgesetze für das widerborstige Internet einzuführen. Die beiden rutschten auf der nach unten offenen Promiklasse auf Dschungelcampniveau ab.
Ich schwöre, so war's. So ist die Wahrheit, ohne alle Staatsanwälte und Polizisten. Und wenn es nicht so war, will ich nicht mehr Cassandra heißen ...
Montag, 30. März 2026
Ketten am Karussell
WEIL ICH GESAGT HABE:
wurden über meinem Kopf
einige Nachttöpfe entleert:
Als Gegenbeweis.
Günter Kunert
Marx und Apologeten hatten Unrecht: Zwar wiederholt sich Geschichte, aber nicht als Farce. Geschichte an sich wiederholt sich auch nicht per se, sondern nur in ihren Schlechtigkeiten, miserablen Taten miserabler, schlechter Menschen. Insofern ist jede Geschichte eher wie ein Kettenkarussell, die Ketten drehen sich in alle Ewigkeit im Kreis...
Sonntag, 29. März 2026
Übrigens ...
.... ist Ostalgie gar nicht so verkehrt. Zumindest eine Sache war in der DDR deutlich besser und ich hätte sie gern zurück: Das Westfernsehen.
Freitag, 27. März 2026
Klimawandel? Oder so ...
Was macht eigentlich der Klimawandel? Nichts Neues: Russen, Ukrainer, Amis, Israelis und Perser versauen den Planeten, als ob es kein Morgen gäbe. VW soll jetzt wieder Kübelwagen bauen ( Mensch, dafür hat der Föhrer doch damals Wolfsburg gegründet!) . Pistolius stellt die Gesellschaft auf Kriegswirtschaft um.
Gräte Thunfisch räumt mit den Juden auf und Langstreckenluise mit allen Männern. Früher hätte man sagen können, dass die Hühner einfach nur untervögelt sind.
Apropos Vögel: Zwei C-Promis ( oder war es Omega?) filmen sich beim Bumsen und stellen es ins Internet. Die Republik bebt.
Robert erzählt wie immer die graichen Märchen oder schreibt Horrorszenarien von seiner Frau ab, Ricarda ist immer noch breiter als lang, Klodi weint, Plappalena hat einen Hammer und leitet als einzige die Welt gekonnt von New York aus.
Über allem wächst die Nase von Pinocchio. Und das einzige Verlässliche in diesen schweren Zeiten ist die Flucht der Wähler vor der SPD.
Keiner hat mehr Zeit für Klima oder gar Umwelt. BTW: Gestern Abend fällt das Thermometer binnen einer Stunde von 3,6 auf 0,6 °C. Immer diese dröhnende Hitze ! Nicht auszuhalten!
P.S. : Wir pflanzen nächste Woche 20 🌳. Das ist die einzig vernünftige Antwort auf den ganzen Wahnwitz.
Dienstag, 24. März 2026
An ihrem dummen Geschnatter sollt ihr sie erkennen
"Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen, je selbstverständlicher, je unbewusster ich mich ihr überlasse." (Zitat nach V. Klemperer: " LTI - Notizbuch eines Philologen", Reclam Taschenbuch Nr. 20149).
Und sie entlarven sich jeden Tag mehr. Ob es ein Secondhand-Kanzler ist, der seinen Wählern Faulheit vorwirft oder ein ehemaliger Bundespräsident, der 16 Millionen Einwohnern seiner Heimat mal eben Unfähigkeit für Demokratie unterstellt: Es wird immer schlimmer. "Nichts ist mächtiger als Sprache ... " schreibt Julian Reichelt in seinem Vorwort zum Sammelband "links - Deutsch / Deutsch- links" (Westend Verlag 2026) und weiter: "Das Erkennungsmerkmal der vollständig links besetzten Sprachzone ist übrigens das Gendern. Wo konsequent gegendert wird, wird nur noch in eine politische Richtung gedacht."
Gedacht. Der Witz war gut ...Selbst wenn man sich - wie ich - nur noch selten zu ARD oder ZDF verirrt, fällt der zunehmende Dschänderwahn ins Auge oder besser: Ins Ohr. Mir kräuseln sich regelmäßig die Trommelfelle, wenn z.B. die ulkigen "Sterne"köche (kann man Sterne kochen? ) in den Kochshows des ÖRR sich fast die Zunge verbiegen, um auch wirklich ständig mit Wortschöpfungen wie "Zuschauerinnen und Zuschauer", "Teilnehmenden", "Kochenden" oder "Spätzlende" die Sprache Goethes und Schillers, Heines und auch Klempereres zu verhunzen. Die scheinen (GEZ-) Geld dafür zu bekommen. Wenn sie dann wenigstens noch konsequent wären! Aber verbindliche Dschänderregeln gibt es offenbar nicht. Gottseidank!
Mittlerweile werden selbst Masterarbeiten, die sich der Dschänderei verweigern, konsequent niedriger bewertet. Eine Klagewelle steht den durchweg links verseuchten Hochschulen bevor. Es wird immer schlimmer und je mehr der Wähler von den Einheitsparteien abrückt, desto fanatischer liegt man ihm mit dem Dschänder-Geschwätz in den Ohren.
Man mag zu Julian Reichelt und seinem "NIUS" unterschiedlicher Meinung sein. Wenn er bemerkt, daß "wer in linker Sprache denkt, schreibt, Politik macht, ... immer nur linke Ergebnisse produzieren (wird)" gilt das zweifelsfrei auch für das Gegenteil. Ausschließlich EINES von beiden ist von Übel und führt in ein politisches, gesellschaftliches, kulturelles und mediales Gefängnis. Dem Indiviuum kann es letzendlich egal sein, ob es von der Stahlrute eines SA-Aufsehers erschlagen oder von der Kugel des Gulag-Schergen getötet wird. Oder vorher von linkem oder rechtem Geschwätz politikmüde gesabbelt.
Aller gesellschaftlicher Wandel beginnt mit Sprache. Wir sollten sie uns nicht weg nehmen lassen ....
Rätseln
Die Westpresse fragt sich, ob das Trumpel und Bibi mit ihren Bombenangriffen den neuen obersten Anführer der Islamofaschisten im Iran erwischt haben, ob der komische Vogel noch lebt. Gemach, gemach Leute! Bei Biden wurde das 4 lange Jahre nicht klar ...
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Dr. F. Valentin
Waldstr. 70
16321 Bernau
frank(at)drvalentin.de
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- 2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden..."
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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...







