Absicht oder Dummheit? Obwohl die Bernauer Linke sich aus der Diskussion um Altanschließerbeiträge und Abwahl des Bürgermeisters fast völlig heraushält, sorgt sie heute morgen für einen Knaller in der Morgenzeitung. Da wird vom Sozialreport der Stadt Bernau berichtet, der nun erstmals als Entwurf vorliegt. Eigentlich braucht den Report niemand und auch die Linke weiß bis heute noch nicht so richtig, was man mit dem Zahlenwerk anstellen kann. Aber man hat sich das Werk 2012 in der Stadtverordnetenversammlung beschließen lassen und ist noch heute mächtig stolz darauf.

Sei es wie es sei, eines jedenfalls beweist der Sozial-Wälzer: Huberts Freunde lügen ihrem Idol in die Tasche! Niemanden wundert das wirklich, jeder Mensch mit Verstand kann die Aussagen auf den Wahlplakaten und Flyern der Hubertusjünger -
wie z.B. zum Gesundheitsstandort - nur ironisch grinsend oder laut lachend ertragen. Aber es ist schön, wenn denn ein Bauchgefühl auch mal mit Zahlen bestätigt wird. Zum Beispiel die "geringste Arbeitslosenzahl in Barnim/Uckermark mit 6,8 Prozent"(Zitat Wahlplakat und Flyer von " Wir für Bernau"), die man dem Bürgermeister als Erfolg anrechnet.
Jeder, der sich morgens in die schon an der Endstation Bernau überfüllte S-Bahn quetscht, weiß, dass hier irgend etwas nicht stimmen kann. Und richtig ! Der Sozialreport deckt auf, dass im Jahre 2012 von den 13.699 sozialversicherungspflichtig beschäftigen Bernauern gerade einmal 3.544 Menschen auch in dieser Stadt arbeiten. Die Mehrheit von 74,1 Prozent (= 10.155 Menschen) sind sogenannte Auspendler. Das heißt, sie haben sich ihre Arbeit außerhalb Bernaus gesucht, weil es hier keine adäquate Arbeit gibt.Und weil der Bürgermeister und Vorsteher des Wasser- und Abwasserzweckverbandes mit seinen Altanschließerbeiträgen die Ansiedlung von Unternehmen verhindert oder z.B. Unternehmen wie die Großbäckerei, bei der 1,5 Millionen Euro an Altanschließerbeiträgen fällig geworden wären, verjagt hat. Zweihundertsiebzig Menschen wurden allein hier Knall und Fall arbeitslos. DAS ist die Wirklichkeit in Bernau ...