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Mittwoch, 20. Februar 2013

Klare Ansagen

Man kann ja über den dicken Siggi Pop von der SPD sagen was man will: Manchmal jedenfalls findet selbst dieses blinde Huhn ein Korn. Nein, ich meine nicht seine Inszenierung des besten Kanzlerkandidaten der SPD seit 150 Jahren, den rechten Neoliberaldemokraten P€€r.

Modellanlage Flughafen im Alexa Berlin ( © fv 2010)
Ich meine eher seine Einschätzung der Linken in Brandenburg. Die lila-linken Genossen (Linke) der rosa Genossen (SPD) in der unseligen Brandenburger Regierungskoalition hatte Sigmar Gabriel (SPD) im Januar schlankweg als "rechte Sozialdemokraten" charakterisiert: Und Siggi muss das wissen, er ist schließlich selber einer und schwarze Schafe erkennen sich natürlich untereinander. Wer täglich das widerliche Geschleime der Christoffers, Markovs, Tacks, Mächtigs und so weiter gegenüber König Platzeck und seinem Klüngel. erleben darf, kann dem Siggi nur angeekelt zustimmen. Wie man den abgewirtschafteten Platzeck noch weitere Jahre politisch überleben lassen kann und dabei das Land immer weiter herunter wirtschaftet, machen die "Genossen" der Linken seit Start dieser Koalition mit erbärmlicher Konsequenz vor.

Nun stehen im September Bundestagswahlen an, der "rote" Osten könnte sowohl für Linke als auch die SPD verloren gehen. Zu schwach fällt die Leistungsbilanz aus. Besonders krass ist die Unfähigkeit der Politik beim Flughafen Berlin-Brandenburg International zu besichtigen. Schnell also eine Kehrtwende hingelegt. Seit gestern ist die Brandenburger Landesregierung nunmehr für ein striktes Nachtflugverbot. Zuvor hatten 100.000 Brandenburger in einem Volksbegehren Verhandlungen zu einem strikten Flugverbot  von 22 bis 6 Uhr. 100.000 Wähler - da beginnt man zu überlegen und streut etwas Traumsand aus. Damit die Leute sich wieder beruhigen und die Rächer der Enterbten - also SPD und Linke -  wählen.

Dass nicht alle Menschen in Brandenburg dieses durchschaubare Ablenkungsmanöver schlucken, ist klar. Deshalb kommen vor allem von den Bürgerbewegungen  klare Ansagen an Platzeck und seinen Chor der Schmeichler ( hier weiterlesen)  

Montag, 18. Februar 2013

Alle Jahre wieder

Wie stets in diesem Theater der jährliche Lebensmittelskandal. Was hatten wir nicht schon alles: Würmer im Fisch, Acrylamid in den Pommes, Kalorien in der Butterkremtorte, Salmonellen im Huhn, Schweine - und Hühnerpest, üble Grippeerreger im Geflügel, Keime auf den Gurken, mit Darmkeimen kontaminierte Erdbeeren in der Großküche  und und und. Jedes Jahr ein neuer bzw. derselbe alte Skandal.. Diesmal ist also Pferdefleisch überall drin.  Und jedes Jahr läuft es nach demselben Muster:
Darf's auch was vom Pferd sein ? (Rainer Sturm  / pixelio.de)

  1. Furchtbare Aufregung in den Medien 
  2. Noch größere Aufregung in den Medien
  3. Die Verantwortlichen in der Politik schwören furchtbare Rache an den Herstellern
  4. Die Medien machen die wahren Verantwortlichen aus: Nämlich die Verbraucher, weil sie billige Lebensmittel haben wollen und deshalb angeblich jeden Mist kaufen.(Dieses Mal suggeriert man mit der Losung " Geiz isst Gaul" wieder einmal, dass die Verbraucher betrogen werden wollen und nur zu knickrig sind, hochwertige Lebensmittel zu kaufen.)
  5. Weil die Verbraucher selbst schuld sind, werden von Staats wegen keine neuen Lebensmittelkontrolleure eingestellt und keine Maßnahmen zur Vermeidung erneuter Gefährdungen durch verdorbene oder verfälschte Nahrungsgüter ergriffen.
  6. Der Skandal schwächt ab.
  7. Niemand wird bestraft.
  8. Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung legen sich wieder hin.
  9. In ca. einem Jahr kommt der nächste Lebensmittelskandal.
  10. Erste Todesfälle und furchbare Aufregung in den Medien.
Auf die Gefahr hin, mich ständig zu wiederholen: Es ist kein Preisproblem und der Verbraucher ist nicht schuld.  Kein Hersteller wird gezwungen, mit Lebensmitteln herum zu panschen. Wer es doch macht, ist ganz einfach ein Verbrecher und gehört eingebuchtet. Der Staat respektive das Bundesland hat durch regelmäßige Kontrollen dafür zu sorgen, dass auch in billigen Lebensmittel kein Dreck drin ist. Ansonsten gehört das Zeug nicht in den Verkauf. Nebenbei: Genau dasselbe gilt für Spielzeug und Hygieneartikel wie Zahnbürsten u.ä aus China. Wenn Politiker wie die ehemalige "Verbraucher"ministerin  Künast  von den Grünen etwas anderes behaupten, lenken sie lediglich  von ihrer eigenen Verantwortung ab. Dass sich in den Medien willige Schmierfinken finden, die in dasselbe Horn tuten, lässt übrigens tief blicken, wie weit wir auf dem Weg in ein Dritte-Welt-Land schon sind.... 

Freitag, 15. Februar 2013

Ewige Wahrheiten und ihre Verneinung

Iguaçú-Wasserfälle in Brasilien  (Bildpixel  / pixelio.de)
"Ein blöder griechischer Philosoph hat mal gesagt: ' Das einzig Beständige im Leben ist der Wandel.'  Dabei weiß fast jeder, dass einzig unser Widerstand gegen den Wandel beständig ist: Wir klammern uns an das Floß unseres gewohnten Lebens, selbst wenn uns das Tosen eines Wasserfalls schon in den Ohren dröhnt." meinte jedenfalls Mary Catherine McCormack (* 8. Februar 1969 in Plainfield, New Jersey). Sie ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Von 2008 bis 2012 spielte McCormack die Hauptrolle der Mary Shannon in der Krimiserie "In Plain Sight – In der Schusslinie" aus deren ersten Episode der vierten Staffel auch dieses Zitat stammt.

Na ja, ganz so blöd war der Philosoph wohl doch nicht, denn meistens haben wir wenig Einfluss auf den tosenden Wasserfall...


Zweitbeste Lieblingsfirma

Am Wochenende las ich, dass meine zweitbeste Lieblingsfirma Microsoft ab nächstem Jahr die Unterstützung von Windows XP  einstellen will. Und das, obwohl noch viele Firmen dieses Betriebssystem auf ihren Computern installiert haben!

Fundstück : 5,25 " -Floppy Disk (PALMEra  / pixelio.de)
Natürlich warf der Schreiberling sofort wahre Schreckensszenarien an die Wand. Wir werden nun natürlich alle sterben, denn Windows 8 ist viiiiiiieeeeeeel sicherer als das alte XP usw. Was es an verkaufsfördernden Sprüchen noch so alles gibt.

Po mojemu meniju oder in my opinion oder meiner Meinung nach wird sich mit XP schon lange kein Hacker mehr beschäftigen. Die sind längst auf die neuesten Glanzleistungen von MS umgestiegen. Dort haben sie wie immer bei MS-Produkten genug zu tun. Und ob man nun Bock hat auf ständig nervende und schwer oder gar nicht abzustellende Pop-ups oder verspielte Ad-ons oder wichtigtuerische Hilfshinweise wie "Sie wollen offensichtlich einen Brief schreiben..."  muss jeder selbst wissen.

Im Netz fand ich einen schönen Witz, der sinnigerweise nicht nur auf MS passt, sondern mittlerweile fast auf alle Soft- und Hardwarefirmen und leider nicht nur auf die:

Ein Microsoftie bei der Schiessausbildung. Also, Gewehr in Anschlag und auf die 100 m entfernte Scheibe ein Schuss. Von dort wird zurückgerufen: "Kein Treffer !". Na gut, also nochmal... wieder die Meldung "Kein Treffer !". Der Microsoftie nimmt das Gewehr, hält den Finger vor die Mündung und betätigt den Abzug. Peng, der Finger ist weg. Ruft er nach hinten: "Also, bei mir funktioniert es, das Problem muss auf eurer Seite liegen..."

Unser Problem als Kunden ist, dass sich diese Art von "Microsofties" inzwischen in fast allen Kundendienstzentren dieser Republik  herum lümmeln ...

Donnerstag, 14. Februar 2013

Die geistige Aufrüstung (Teil II und Schluss)

Als mein Vater im Jahre 1946 aus englischer Kriegsgefangenschaft kam - er war 17-jährig im November 1944 zur Wehrmacht eingezogen worden und dank vernünftiger Obergefreiter schon im zeitigen Frühjahr 1945 in Gefangenschaft geraten - kam er in ein völlig zerstörtes Brandenburg zurück.
Mein Großvater - 1899 geboren und schon im WK I bei der Kriegsmarine - war trotz schweren Asthmas und eines Leistenbruchs noch im Februar 1945  als Geschützbedienung zur Marine-Flakabteilung 232  eingezogen worden. Auch er geriet in englische Gefangenschaft und wurde aufgrund seiner Krankheiten schon im November 1945 entlassen.

Meine Familie wohnte damals in  einem 1944 erbauten sogenannten Behelfsheim auf dem Grundstück hier in Schönow. Wenigstens das Land hatte ihnen der Krieg nicht nehmen können. Sie waren in Berlin dreimal ausgebombt worden und das wenige, das man aus den brennenden Wohnungen gerettet hatte, fiel dann den Plünderungen durch die Besatzungsmacht zum Opfer. Immerhin - der Krieg war zu Ende. Man dachte wieder über die Zukunft nach.

Im Jahre 1946 ging mein Vater also wieder in die Lehre bei einer  Berliner Firma. Diese lag im Westteil der Stadt. Schon nach kurzer Zeit waren dort die strammen Parteigenossen der NSDAP wieder am Ruder. Die Lehrmeister konnten den ehemaligen Wehrwirtschaftsführern gar nicht schnell genug in den Hintern kriechen. Mein Vater - Zeit seines Lebens kein Kommunist und häufig mit den strammen SED-Genossen aus Margot Honeckers Volksbildungsverwaltungen in Clinch - zog die Konsequenzen: Er setzte seine Berufsausbildung  in Ostberlin fort. Ein Verlassen Ostdeutschlands oder der späteren DDR kam für ihn nie in Frage. Er hatte während seines relativ kurzen Kriegsdienstes zuviel Elend gesehen und konnte die Rückkehr der Verursacher an die Macht  nicht ertragen. Der bessere deutsche Staat war für ihn fortan im Osten.

Warum die ausgiebige Einsicht in die Familiengeschichte? Nun, weil wir alle von unserem Umfeld, von unseren Familiengeschichten mehr oder auch weniger geprägt sind. Ein Pfarrer Gauck, dessen Mutter schon 1932 in die Nazipartei eintrat (damals gab es dafür noch überhaupt keinen wie auch immer gearteten "Zwang" ) und dessen Vater von den Russen als Kriegsverbrecher  verurteilt und auch nach 1990 nie rehabilitiert wurde, musste zwangsläufig zum Kommunistenfresser mutieren, wenn sich ihm später die Gelegenheit dazu bot. Alles menschlich, alles verständlich - allerdings nicht gut zu heißen. Auch muss man sich vor allzu schnellen Schlussfolgerungen a la Sippenhaft  hüten: Größere Geister haben sich stets von ihren reaktionären Elternhäusern losgesagt. Gauck tat das nicht, sondern folgte Mama und Papa in ihrem Hass.

Auch bei Thomas de Maizière, dem derzeitigen bundesdeutschen Kriegsminister, lohnt es sich, Einblick in die Familiengeschichte zu nehmen. De Maizière ist 1954 geboren, mithin ein Vertreter meiner Generation, die  durch ihre Väter geprägt worden sind - wenn sie denn aus dem Krieg zurück kehrten. War dieser Vater auch in Kriegsgefangenschaft, lag er in den eisigen Frühjahrstagen 1945 ohne Mantel im Dreck an der belgischen Kanalküste und überlebte nur, weil der Golfstrom etwas wärmeres Wasser heranführte und es endlich richtiger Frühling wurde?

Dank des Internets erfahren wir einiges über den Background unseres obersten Truppenverwesers, des Friedensengels Thomas de Maizière, der so gern in Drohnen investiert und die Bundeswehr - Söldner noch öfter in  die Weltgeschichte eingreifen lassen möchte. De Maizière ist der Sohn des ehemaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr Ulrich de Maizière. Dieser diente in der Reichswehr und  der Wehrmacht und war zuletzt General des Heeres der Bundeswehr.

Ulrich de Maizière hat es immer verstanden, den Reaktionären zu Diensten zu sein und hat wahrscheinlich nie in den Wolchowsümpfen gefroren. Auch kümmerte ihn das Schicksal der von der Wehrmacht eingeschlossenen Stadt Leningrad nicht die Bohne. Befehl ist Befehl und nur durch treue Befehlserfüllung kann man sich in den Generalstab des Heeres im Oberkommando des Heeres hoch dienen. Und immerhin konnte er auch noch zu guter Letzt seinen Führer persönlich kennen lernen. Mich ekelt es, ich kann nicht mehr weiter lesen bei Wikipedia. Diese Menschen sind schon immer wie die Fettaugen auf jeder Suppe geschwommen. Zu Lasten ihrer Untergebenen und des ganzen Volkes.

Es ist klar,dass dieser Mensch für den Neuaufbau der Bundeswehr  gebraucht wurde. Wie gesagt, das Internet vergisst nichts - man kann alles nachlesen. Und man müsste speien. Wenn man dann noch den Querverweisen folgt und liest, dass einer der famosen ehemaligen Chefs des Ulrich de Maizière (der Ritter von Leeb, ein verurteilter Kriegsverbrecher) es zum Namensgeber der Bundeswehrkaserne in Landsberg am Lech gebracht hat, wundert einen nichts mehr: "Im Moment sind 32 Kasernen nach Wehrmachtsangehörigen benannt. Nur zehn davon gehörten zumindest zeitweise dem militärischen Widerstand an. Kriegsverbrecher seien keine darunter, behauptet die Bundesregierung – mit dem wenig überzeugenden Argument, es sei ja keiner von ihnen verurteilt worden. Ausdrücklich bekennt sie sich zu General Adolf Heusinger, der sich »um den Aufbau der Bundeswehr in besonderer Weise verdient gemacht« habe. Da stört es nicht weiter, daß Heusinger zuvor im Oberkommando des Heeres die Planungen für den Überfall der Naziarmee auf die Sowjetunion erarbeitet hatte." schreibt die "junge welt"  am Dienstag dieser Woche. Und weiter im traurigen Text: "34 Divisionen der Naziarmee wurden am Volkstrauertag im November vorigen Jahres (2012 !)  auf dem Gelände des Ausbildungszentrums Munster geehrt, darunter auch die Panzergrenadier-Division Großdeutschland, die sich unter anderem der Ermordung mehrerer hundert französischer Kriegsgefangener schuldig gemacht hatte. Zum Abschluß der Zeremonie sangen zwei rüstige Rentner das »Treuelied der SS«".

Wie die Väter, so die Söhne. Es ist deshalb kein Wunder, dass unser gegenwärtiger Kriegsminister so vehement für sein Ressort die Werbetrommel rührt. So wurde auch der Wehrkundeunterricht a la Margot Honecker wieder eingeführt. Im Rahmen dieses Unterrichts konnten Jugendoffiziere der Bundeswehr 2012  fast 144.000 Jugendliche erreichen – 10.000 mehr als im Vorjahr. Die Vorträge der Jugendoffiziere gelten als regulärer Unterricht mit Anwesenheitspflicht. Nur, diesmal ist das natürlich völlig  in Ordnung. Denn während es damals im Kalten Krieg nur um ein militärisches Gleichgewicht und um die Verteidigung eines angeblichen "Unrechtsstaates" ging, dürfen die umworbenen Schüler heute überall auf der Welt für das Kapital sterben.
Gerd Altmann  / pixelio.de

Kriegshetze mit Nachwuchswerbung im Klassenzimmer, Kriegseinsätze in aller Welt, Aufrüstung um jeden Preis ( Bundeskriegsminister Thomas de Maizière lobte die angeblich präzise Kampftechnik von Drohnen und wehrte sich gegen Kritik: »Wir können nicht sagen: ›Wir bleiben bei der Postkutsche‹, während alle anderen die Eisenbahn entwickeln«, erklärte der Minister am 31. Januar im Bundestag. »Militärisch gesehen ist eine bewaffnete Drohne nichts anderes als ein Flugzeug, das Raketen abschießt.« - Tagesspiegel vom 10.2.2013), immer noch die alten Kameraden von Wehrmacht und SS als Vorbild und Muster. Dass sich der Bundeskriegsminister in einem Gespräch mit DGB-Chef Sommer nicht entblödete, von der Bundeswehr selbst als Teil der Friedensbewegung zu schwafeln, setzt dem Fass die Krone auf und ist pure ideologische Kriegsführung gegen die eigenen Bevölkerung.

Wie die Väter, so die Söhne. Diese "Friedensbewegten" haben nichts, aber auch gar nichts aus den "Friedensmissionen"  von kaiserlichem Heer, Wehrmacht und SS im vorigen Jahrhundert gelernt. Stoppt diese Mörder ! Raus aus Afghanistan! Deutsche Soldaten haben im Ausland nichts zu suchen! Nie wieder Krieg - egal unter welchem Vorwand und mit welchem Verbündeten !

Damit die Militaristen, Kriegsgewinnler und Verwalter des Todes bei ihrer Volksverblödung und in ihrem Mordsgeschäft öfter mal aus dem Tritt kommen, sollten wir die Geschichten unserer eigenen Väter nie vergessen und sie an unsere Kinder und Kindeskinder weitergeben...



Dienstag, 12. Februar 2013

Vergeudung

"Wer auch nur eine Stunde seiner Zeit zu vergeuden wagt, hat den Wert des Lebens noch nicht erkannt." 

Tick-Tack (Erwin Lorenzen  / pixelio.de)


meinte Charles Darwin (* 12. Februar 1809 in Shrewsbury; UK; † 19. April 1882 in Downe). Darwin war ein britischer Naturforscher. 

Er gilt wegen seiner wesentlichen Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler. Darwin wäre heute 204 Jahre alt. 

Freitag, 8. Februar 2013

Guter Rat!

Apropos Tontafeln (Ruth Rudolph  / pixelio.de)

"Gilgamesch, fülle deinen Bauch, 
sei fröhlich bei Tag und Nacht, 
lass jeden Tag ein Fest der Freude sein, 
tanze und musiziere bei Tag und bei Nacht. 
Ziehe ein sauberes Gewand an, 
wasche dein Haar und bade in Wasser. 
Blicke das Kind an, das deine Hand hält, 
lass deine Frau sich an deiner Umarmung erfreuen! 
Dies allein ist die Aufgabe des Menschen."

Aus dem Gilgamesch-Epos, einer Gruppe literarischer Werke, die vor allem aus dem babylonischen Raum stammen. Das Epos ist eines der ältesten überlieferten schriftlich fixierten Dichtungen, die ursprüngliche Fassung stammt wenigstens aus dem 18. Jahrhundert vor Christus, wahrscheinlich aber aus dem 24. Jahrhundert v. Chr. und ist damit zwischen 3800 und 4400 Jahre alt. Es ist überwiegend auf Tontafel überliefert.


Die geistige Aufrüstung (Teil I)

Zwar lernen nicht  nur die deutschen Militaristen nicht aus ihren Niederlagen, allerdings sind sie auch in dieser Beziehung besonders - dumm.  Kaum aus dem Bunker, den Stahlhelm noch auf dem hohlen Schädel, schwadronieren die übrig gebliebenen Totschläger sofort über neue Kriege und neue Siege.

Besonders gute Beispiele für diese unsäglichen Typen finden sich im Buch von Rudolf Petershagen " Gewissen in Aufruhr". Petershagen (* 4. Juni 1901 in Hamburg; † 13. April 1969 in Greifswald) war in den letzten Tagen des  Zweiten Weltkriegs als Oberst der deutschen Wehrmacht und Ritterkreuzträger Kampfkommandant von Greifswald. Er rettete die Stadt durch kampflose Übergabe vor der Zerstörung durch sowjetische Truppen.

Petershagen, ein durchaus bürgerlich-national gesinnter Mensch und glühender Soldat, als solcher fast an Hitlers Marsch auf die Feldherrenhalle in München beteiligt, beginnt vor Stalingrad umzudenken. Als ihm die Verbrechen der SS und der Wehrmacht im Osten bewusst werden, wendet er sich von den Nazis ab und ignoriert den sogenannten "Führerbefehl", Städte und Dörfer bedingungslos vor den Russen zu verteidigen und "Verrat" durch den Tot zu ahnden. Er selbst entgeht den faschistischen Häschern in den letzten Kriegsstunden nur durch Zufall.

Soldatengrab (H.D.Volz  / pixelio.de)
Das Buch "Gewissen in Aufruhr" führt uns aber noch weiter. Es führt uns in die ersten Jahre der Bundesrepublik Deutschland, in die Zeit der sogenannten Entnazifizierung und die Einbeziehung der Alt-Nazis und Kriegsverbrecher in die Kriegspolitik der USA gegen den ehemaligen Verbündeten Sowjetunion. So wurden "Verteidigungs"ministerium, Bundeswehr, Militärischer Abschirmdienst, Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst nicht nur zum Sammelbecken dieser Verbrecher und unbelehrbaren Militaristen. Diese Institutionen wurden überwiegend von Nazis in den leitenden Positionen  aufgebaut.  In den fünfziger Jahren waren  z.B. mehr als zwei Drittel der leitenden Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes ehemalige Mitglieder der SS.

1968 und der darauf folgende, konterkarierte  "Marsch durch die Institutionen"  wird immer wieder als Wendepunkt der bundesdeutschen Geschichte und als Bruch mit der faschistischen Vergangenheit kolportiert. Bei näherer Betrachtung ist auch das eine der großen Lebenslügen dieser Gesellschaft. Die Auseinandersetzung der 68er mit der faschistischen Vergangenheit der BRD führte nicht etwa dazu, dass die Pensionen der SS-Chargen und hohen Nazi-Generäle der Wehrmacht gekürzt oder gar gestrichen wurden.

Der Artikel 131 des Grundgesetzes hatte bereits ab 1951 die Rückkehr der Alt-Nazis in den öffentlichen Dienst und die Berücksichtigung ihrer Dienstzeiten während des Hitlerregimes für Pensionen und Dienstbezüge abgesichert. Überführte SS-Verbrecher, wie z.B. Sepp Dietrich, wurden trotz von alliierten Gerichten verhängten lebenslangen Haftstrafen aus den Zuchthäusern entlassen und bekamen ihre Pension aus den Zeiten des Dritten Reiches mitsamt den seitdem entgangenen Dienstbezügen ausgezahlt. Die ehemaligen Nazi-Beamten und  Offiziere blieben auch nach 1968 in ihren Ämtern, sofern sich nicht bereits eine biologische Lösung ergeben hatte. Sie hinterließen zudem von ihnen angelernte, jüngere Brüder im Geiste, die auch heute noch ihr Unwesen treiben.

Was haben die 68er daran geändert? Nicht viel. Und schon gar nichts (mehr), nachdem sie in den  warmen und wohlversorgten Amtsstuben dieser Bundesrepublik angekommen waren. So ist leider auch dieser große "Aufbruch" der bundesdeutschen Gesellschaft mitsamt der sogenannten umfassenden Aufarbeitung der Nazizeit nur eine Chimäre, mit der man das einfache Volk und die Weltöffentlichkeit beruhigen wollte.

Wie sich die ewigen alten und neuen, großen und kleinen  Militaristen dieser Bundesrepublik heute als Friedenskämpfer aufführen, diskutieren wir demnächst in diesem Blog...

Dienstag, 5. Februar 2013

Noch ' ne Realsatire

Die Satire - Webseite  "Der Postillion" bringt gestern unter der Überschrift "Flughafen BER nur Attrappe: Trickbetrüger "Wowi und Platze" mit Milliarden untergetaucht" einen Beitrag, in dem behauptet wird, die Schönefelder Bauruine wäre eine rein Potemkinsche Fassade, ein Teil davon nur aus Pappmaché und Pressspan, ein anderer immerhin aus Legosteinen.

© fv 2010
Nichts ist in Deutschland so sehr Satire, dass es nicht noch wahr werden könnte. So lese ich gestern in "Forum" - dem "Zentralorgan"  der Brandenburger IHK, dass nicht nur der mängelbehaftete Brandschutz Schuld am bisher viermaligen Verschieben des Eröffnungstermins für den Flughafen BBI ist. "Mittlerweile haben sich weitere Fehler herausgestellt, die von zahlreichen gravierenden technischen Mängeln bis zu falsch gepflanzten Bäumen reichen. Selbst die Entkernung einzelner Gebäude würde nicht ausgeschlossen. " schreibt das Brandenburger Wirtschaftsmagazin in seiner Februar-Ausgabe.

So langsam muss man sich wirklich jede Satire oder jeden Witz verkneifen. Alles wird wahr. Jetzt warte ich nur noch auf die Meldung, dass Wowi und Platze demnächst eine gemeinsame Reise nach Barbados oder ein anderes Offshore-Steuerparadies antreten....

Foto: Funktionierender Flughafen auf der Modellbahnanlage Alexa am Berliner Alexanderplatz


Realsatire mit P€€r


Wem "Neues aus der Anstalt" oder die "heute-show" immer zu spät am Abend gesendet werden, hat jetzt eine Alternative, die den ganzen Tag über zur Verfügung steht: Den P€€R-Blog. Wer sich mal so richtig schlapp lachen will, möge sich dort die Super-Posts reinziehen und vor allem die Kommentare lesen. Auch die Fotos von dem Kerl sind gruselig-schön komisch. Das fürchterliche Ding soll übrigens von irgendwelchen Unternehmern mit sechsstelligen Summen (also größer 100.000 Euro - das Parteienspendegesetz lässt grüßen! ) gesponsert werden. Deshalb sind die Beiträge auch so gut (hahaha).

Gut, ich würde auch diesen Scheiß genau wie die endgültige Stilllegung des Berlin- Brandenburger Flughafens BBI für die Hälfte der Kohle und quasi nebenbei erledigen. Aber darum geht es gar nicht. Viel wichtiger ist, dass in dieser humor- und einfallslosen , plastifizierten Republik, zwischen all den öden Medien-Satrapen der Blockparteien CDUFDPCSUSPDGRÜNE  dieses neue Blog für - sicher ungewollte -  Erheiterung durch Realsatire sorgt.

So einen absolut unkritischen Hurrapatriotismus in Bezug auf eine einzelne Person habe ich das letzte Mal kurz vor dem 40. Jahrestag der DDR über Genossen Erich Honecker gelesen. Ich frage mich  inzwischen sogar besorgt, ob die ihre Elogen auf  P€€R, den allseeligmachenden Propheten des Gottes Mammon, wirklich Ernst meinen oder ihre Leser nur verklappsen wollen.

Ist dieses P€€R-Blog gar eine raffinierte Attacke der Merkels mit Bundespressefuzzi Seibert an der Spitze? Kein Mensch, auch nicht total verblödet, schon ohne Hirn und Rückgrat und gleich mit SPD-Gen geboren, kann doch im Ernst SO denken !!!??? Wer glaubt denn diesem P€€Rnocchio, dem ähnlich wie der Holzpuppe des Holzschnitzers Geppetto allerdings schon jetzt, noch mitten im Wahlkampf ob seiner Lügen eine überlange Nase wächst? Und wo ist eine wirkliche Alternative zum unseligen Merkel-Clan ?

P.S.: Mein Kommentar über den Götterboten P€€r war auf P€€r-Blog ganze 20 Minuten. Dann war er weg. Gute Traditionen sterben glücklicherweise nicht aus!

Grafiken: Tony Hegewald  / pixelio.de

Montag, 4. Februar 2013

Der Winter unseres Missvergnügens



"Nun ward der Winter unsers Missvergnügens
Glorreicher Sommer durch die Sonne Yorks;
Die Wolken all, die unser Haus bedräut,
Sind in des Weltmeers tiefem Schoß begraben.
Nun zieren unsre Brauen Siegeskränze,
Die schart'gen Waffen hängen als Trophä'n;
Aus rauhem Feldlärm wurden muntre Feste,
Aus furchtbarn Märschen holde Tanzmusiken."

Nun, das Drama wird er nicht überleben, der Adelssproß, der da so optimistisch Shakespeares "Richard III." mit seinem Monolog eröffnet. Am Ende wird er sich dringend "Ein Pferd, ein Pferd!" wünschen und dafür das ganze Königreich hergeben wollen. Und seine Krone rollt vom abgeschlagenen Kopf in den Staub Englands.

Space Center in Leicester/ England (Ch.Wismans/pixelio.de) 
Die Rede ist vom Herzog von Gloucester, dem späteren Richard III. (* 2. Oktober 1452 auf Fotheringhay Castle, Northamptonshire; † 22. August 1485 in Market Bosworth, Leicestershire). Er war von 1483 bis 1485 König von England und der letzte König aus dem Haus Plantagenet, dessen Nebenlinien, die Häuser York ( Wappen Weiße Rose) und Lancaster ( Wappen Rote Rose) , einen jahrzehntelangen Machtkampf gegeneinander austrugen. Mit Richards Tod und der Niederlage der Yorks endete die Epoche der sogenannten Rosenkriege. Im Shakespearschen Stück lässt Richard den Rest der ganzen Sippe York und damit alle übrigen Kronprätendenten umbringen, um auf den Thron zu gelangen. Im realen Leben hat er seine Spuren so genial verwischt, dass ein  Teil seiner vermeintlichen Opfer nie gefunden wurde.

Am 7. August 1485 landet Heinrich Tudor, der letzte Nachkomme Heinrich des V. und aus dem Hause Lancaster, mit walisischen und französischen Truppen sowie einem Söldnerkontingent in England. Richard zieht ihm entgegen, und am Montag, 22. August, wird bei Market Bosworth, einem Flecken zwischen Shenton und Dadlington in Leicestershire, um die Krone Englands gekämpft. Richards zehntausend Mann stehen 5000 Soldaten Heinrichs gegenüber. Richard wird verraten, er verliert die Schlacht und sein Leben, sein Leichnam wird geschändet, im Wirtshaus "The New Wake" in Leicester ausgestellt und schließlich im dortigen Franziskanerkloster bestattet. Als Heinrich VIII. aufgrund seiner Weibergeschichten vom katholischen Glauben abfällt und die Klöster säkularisiert, werden Richards sterbliche Überreste angeblich in einen Fluss geworfen. 

Im August vorigen Jahres findet man ein komplettes Skelett unter dem Beton eines öffentlichen Parkplatzes in Greyfriars, einem Stadtteil  Leicesters. Ein Teil des Parkplatzes liegt auf den Grundrissen einer Kirche, diese wurde im 16. Jahrhundert abgerissen. Da Richard verwachsen war und das Skelett entsprechende Merkmale aufweist, schien der Augenschein die Identität der Überreste zu bestätigen. Entsprechende vergleichende DNA- Tests und  weitergehende Untersuchungen der Knochen inklusive der Anwendung der Radiocarbon-Methode haben jetzt bestätigt, dass Richards sterbliche Überreste gefunden wurden. 

Ein Krimi, vor 528 Jahren passiert und dann aufgeschrieben von William Shakespeare, hat sein Ende gefunden...



zum Foto: Das Raumfahrt-Zentrum Leicester birgt faszinierende Fossile der Geschichte und außerdem das Challenger Learning Centre. 

Kreative Formen des Widerstandes

Die neue GEZ-Zwangsabgabe bietet offensichtlich Raum für Kreativität. Zwar müssen ja seit dem 1. Januar für jede  sogenannte Betriebsstätte und für jede Wohnung Abgaben an die Nachfolgeorganisation der GEZ bezahlt werden und es ist dem Staat scheißegal, ob man einen Fernseher hat oder nicht.

Wenn die Betriebsstätte allerdings  „gottesdienstlichen Zwecken gewidmet“ ist, gehen ARD und ZDF  leer aus. Warum wundert mich das jetzt nicht wirklich? Unser absolut säkularer Staat (Ironie aus!) hilft den armen Staatskirchen mit dem  Artikel 5 des Rundfunkbeitragsstaatsvertrag,.Es könnte ja sonst sein, dass der Papst irgendwann den Petersdom verkaufen muss, wenn für allzu viele Kirchenbauten GEZahlt werden muss

"Nicht vorgeschrieben sind die Art der Religion oder die Gestaltung der Gottesdienste, darauf weist beispielsweise sogar der Bayerische Landtag ausdrücklich hin (Drucksache 16/7001, S.19): „Diese Bestimmung ist im Lichte von Artikel 3 des Grundgesetzes auszulegen und gilt nicht nur für christliche Kirchen.“ Allerdings sind zwei Dinge zu beachten: „Erforderlich ist ein religionstypischer Widmungsakt.“ und „Gelegentlich abgehaltene Gottesdienste begründen keine Ausnahme von einer im Übrigen bestehenden Beitragspflicht.“ schreibt der Humanistische Pressedienst auf seiner Webseite.


Die Frage ist nun, warum Handelsunternehmen wie Rossmann noch gegen die GEZ-Zwangsabgabe klagen? Gerade Super- oder Drogeriemärkte oder Kaufhäuser haben es doch mit Artikel 5 besonders leicht! Einfach den Markt zum "Konsumtempel" erklärt und Ruhe ist mit der Zahlungspflicht  Die ehemalige GEZtapo sieht in die sprichwörtliche Röhre!

Ich denke, es lässt sich noch mehr machen. Man kann sicherlich auch seine Wohnung zur Kirche umwidmen. Und wenn man sich auf's Grundgesetz beruft, sind selbst Naturreligionen schützenswert.  Heidenspass statt Höllenqual beim Betrachten des Girokontos, das damit geschont wird! 


Auch die Regelung zu Gemeinschaftsunterkünften im neuen Rundfunkstaatsvertrag lässt eine Menge Raum für Kreativität. "Raumeinheiten in Gemeinschaftsunterkünften (z.B. Kasernen, Internate oder Unterkünfte für Asylbewerber) sind von der Beitragspflicht ausgenommen. Im Gegensatz dazu zählen Studenten- und Schwesternwohnheime natürlich nicht als Gemeinschaftsunterkünfte, eine Beitragspflicht für die Bewohner besteht. Für die Abgrenzung ist maßgeblich, dass die jeweilige Raumeinheit nicht der dauerhaften Unterbringung der jeweiligen Personen dient. Ist dagegen ein unbefristetes Bewohnen der Raumeinheiten vorgesehen, wie etwa in Behinderten- oder Altenpflegeheimen, ist die Raumeinheit ebenfalls beitragspflichtig." informiert sachsen.de  So weit, so schlecht, denn man trifft natürlich mit dieser Regelung wieder die Ärmsten der Gesellschaft. Für die  Kirchen  und die Kasernen wird dagegen wieder einmal eine Ausnahme gemacht. Wenn da nicht Methode dahinter steckt...

Aber auch hier gibt es die Möglichkeit des Sparens: So zahlen die finanziell leistungsfähigen Personen in Wohngemeinschaften den Rundfunkbeitrag gemeinschaftlich. Ist nur eine Person finanziell leistungsfähig (z.B. in einer WG mit Empfängern von Arbeitslosengeld II oder nicht volljährigen Personen) zahlt sie den Rundfunkbeitrag allein. Was hindert uns also, nur für diesen Zweck die alten DDR-Hausgemeinschaften wieder ins Leben zu rufen und unseren 18-Geschosser in Berlin-Marzahn einfach zur WG zu erklären? Pro Stockwerk je nach Typ des Hochhauses vielleicht 4 Wohnungen = 72, bedeutet 25 Cent pro Wohnung. Das lässt sich doch finanziell aushalten! Auch für Krankenhaus - Konzerne und Pflegeheime ergeben sich hier ungeahnte Möglichkeiten.

Ob die Kultusminister der Länder auf Dauer allerdings den Spaß mitmachen ist zweifelhaft. Politische Einflussnahme ist  sicherer als jede Form von Kreativität im Umgang mit dem gierigen Moloch namens "öffentlich -rechtlicher Rundfunk".und seinen scheinheiligen Interessenvertretern in den Landesregierungen.. Deshalb sollte man lieber noch heute die Petition gegen die GEZ-Zwangsabgabe unterschreiben.



Foto. Aus der Reihe "Paläste des Öffentlich- Rechtlichen Rundfunks" - Das MDR-Hochhaus in Leipzig.  ( Peter von Bechen  / pixelio.de)


Donnerstag, 31. Januar 2013

B.B. - der ewige Optimist


"Das Sichere ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht."

meinte jedenfalls Bertolt Brecht (  * 10. Februar 1898 in Augsburg; † 14. August 1956 in Berlin). Brecht war ein einflussreicher deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. 

Die Hoffnung stirbt auch in diesem langsam dahin siechenden Land zuletzt...

Mittwoch, 30. Januar 2013

Bekennerbrief des Tages

Tja, was soll man dazu sagen?  Was würde der Bundesinnenminister von der CSU dazu sagen? Ich weiß: "Wir brauchen die Vorratsdatenspeicherung und ein totales Fernsehverbot für Kinder, vor allem für die Sesamstraße. Sie verdirbt den Charakter."

Dabei ist genau das Gegenteil der Fall...

Nebenbei gesagt: Der "Spiegel" irrt. Wieder einmal. Das Foto des Bekennerschreibens zeigt nicht das Krümelmonster, sondern einen blauen Kermit. Und der ist ein Frosch. Na ja, die bundesdeutsche Presse ist auch nicht mehr das, was Persil früher einmal war...


Dienstag, 29. Januar 2013

Valli auf Reisen

Also, wir hatten einen Gutschein der Deutschen Bahn bekommen: Einmal bezahlen, ein zweiter Fahrgast kommt umsonst mit. Gut, dachten wir. Zwar wären generell billigere Bahnpreise ohne Firlefanz der Sorte  "Dieser Gutschein gilt nur Menschen im Alter von 60,5 Jahren in der Zeit zwischen Silvester und Neujahr von 0.00 Uhr bis 0:05 Uhr" oder Tarife, die einfacher zu überblicken und zu buchen sind, wesentlich besser. Aber  warum nicht?  Fahren wir mal nach S. unseren kleinen Enkel besuchen. Man sollte sowieso öfter das Auto stehen lassen.

Dem Kleinen geht es gut, er wächst ordentlich und ist gesund. Eltern, Großeltern und Urgroßmütter sind überglücklich. Auch das mit dem Kitaplatz im unterentwickelten Westen wird wohl noch klappen, auch wenn die zuständigen Behörden alles dafür tun, um alle jungen Eltern in S. durch umfassende Desorganisation völlig zu verwirren  und damit für Nervenkitzel zu sorgen.

So ist man von Amts wegen in S. nicht in der Lage, eine einfache Bedarfsliste aufzustellen und die Verteilung der raren Plätze zu organisieren.. Resultat. Jeder muss einzeln losrennen und sich bei der Kita seines Vertrauens auf eine Liste setzen lassen. Da ich diese überbordende Verteilungsbürokratie  z.B: bei Autoanmeldungen aus der DDR kenne (jede Familie hatte letztlich vier oder mehr Anmeldungen zu laufen, so dass meist alle zwei Jahre für neue Trabbis gesorgt war), kann man sich nun völlig sicher sein, dass sich viele junge Eltern einfach bei verschiedenen Kitas - mithin doppelt, dreifach, vierfach - anmelden. Der Bedarf an Kita-Plätzen steigt somit auf dem Papier ins Unermessliche. Ähnliches kennen Studenten bei den sogenannten Numerus-clausus-Fächern. Da wird sich auch munter bei allen möglichen Unis beworben, irgendwo wird es schon klappen. Grässlich nervende Verteilungsspielchen in einer Mangelwirtschaft. Ich hatte nach 1990 gehofft - ähnlich wie beim Rollsplitt in Schlaglöchern oder den Puhdys -  nie wieder mit diesen unrühmlichen Hinterlassenschaften der verblichenen DDR konfrontiert zu werden. Allerdings waren die sogenannte Wende und der folgende Anschluss auch in dieser Beziehung absolut enttäuschend.
  

Apropos von Amts wegen: Wer in S. in das Reisezentrum der Deutschen Bahn geht, sollte wie auf dem Arbeitsamt oder bei der Asylbewerbung unbedingt eine Nummer ziehen  Man wird aufgerufen bei der Bundesbahn in S. und wehe  der Antragsteller und potentielle Ruhestörer weist keinen Nummernzettel nach! Die Bahnbeamten, die angeblich schon lange keine mehr sind, weigern sich mit buchhalterischer Konsequenz , den Nummernlosen abzufertigen! Von Bedienen möchte ich in diesem Zusammenhang schon gar nicht mehr reden.

Meine Frage, ob der umstrittene und teure Tiefbahnhof in S. deshalb so teuer und umstritten ist, weil man überall Nummernautomaten aufstellt, wurde nicht umfassend beantwortet. Überhaupt hatte man wenig Verständnis für meine etwas böse und laute Kritik an diesem nummerierten Unsinn, der wahrscheinlich vor allem dafür sorgen soll, dass sich Bahnkunden wieder so richtig als Bittsteller fühlen ...


Foto: Berlin Bahnhof Zoo in der Modelleisenbahnanlage Alexa am Berliner Alexanderplatz ( © fv 2010)


Freitag, 25. Januar 2013

Rassisten, Terroristen, Glaubenspolizei

" Umso absurder, ihn abzuschaffen. Vor dem Negerkönig fürchtet sich kein Kind. Das Problem sind die Erwachsenen, sie projizieren das hinein." meint der Psychologe Professor Dr: Dr.  Hartmut Kasten * zur  gegenwärtigen gewalttätigen Weichspülaktion bei Kinderbüchern durch die politisch-korrekte Glaubenspolizei der Bundesrepublik Deutschland  und auf die rhetorische Feststellung des Interviewers der "Zeit", dass "der Negerkönig in Pippi Langstrumpf  ... gar nicht negativ besetzt"  ist.

Und weiter stellt Kasten fest, dass ein Kind nicht zum Rassisten wird, weil es in Pippi Langstrumpf vom »Negerkönig« liest. Sondern dass daran das gesellschaftliche Umfeld, also vor allem das Elternhaus den größten Anteil hat. weiterlesen...

Meine Meinung zu der mehr als absurden Aktion, alte Kinderbücher auf "unanständige" Wörter wie "Neger" zu durchsuchen oder Märchen zu zensieren - und sie damit auch ihres historischen Gehalts zu berauben, ist natürlich wieder politisch völlig unkorrekt:

Es ist nämlich ganz sonnenklar, dass wir mit dem Verbot solcher Worte wie "Neger" , "Nigeria" , "Niger" , "Nigga" und "Nero" automatisch jedwede Art von Rassismus beseitigt haben  Hat sich ja schon an anderen Stellen bewährt. Führt politisch-korrekten Schönsprech ein - keine Probleme mehr. Wort weg = Problem weg.

Die Mauer war z.B. als "antifaschistischer Schutzwall" gleich viel schöner. Keine Sorgenkinder mehr - schon zieht in Familien mit behinderten Kindern jeden Tag Fröhlichkeit und wahrer Sonnenschein ein. Arme nennen wir Hartzis - schon gibt es keine Armut mehr. Behinderte sind nicht behindert - sie sind Personen mit besonderen Bedürfnissen. Schon werfen sie Krücken und Rollstühle weg. Wozu brauchen sie da noch Barrierefreiheit? Oder gar unsere Unterstützung, denn  schließlich hat jeder von uns besondere Bedürfnisse.

Auch Frauen sind ja neuerdings richtige Menschen mit einem großen "I" - was automatisch zu gleichen Löhnen, weiblicher Selbstverwirklichung im Beruf, zu genügend Ganztags-Kinderbetreuungsplätzen  und denselben Karrierechancen bei Mann und Frau führt. Nur Ossis bleiben Ossis, werden niemals zu richtigen  Deutschen  und dürfen deshalb auch weiter mit blöden Sprüchen und niedrigeren Löhnen sowie Renten bestraft werden.(Ironie aus)

(Und nur so nebenbei: Weder "Neger" noch "Plattenbau" waren in der DDR - um mit der "Zeit" zu gehen - "negativ besetzt".  Das - mit allen negativen Attributen- mussten wir erst nach 1990 lernen, um unsere Anpassungsfähigkeit als Ossis zu beweisen. Ebenso, dass türkische Putzfrauen meist unangenehm riechen, wie man mir erst 1991 im Berliner Bayer-Haus beibrachte. Bis dahin hatte ich nichts gegen türkische Putzfrauen gehabt, geschweige denn an ihnen herum geschnuppert. Im Gegensatz zu meinen West-Kollegen hatte ich trotzdem nie etwas und habe auch heute nichts gegen Putzfrauen. Im Gegenteil: Ich verehre sie ! Es gab nämlich in der DDR fast keine, in den Büros wurde meist von den Angestellten selbst sauber gemacht. Mir ist es auch egal, aus welchem Land die Putzfrauen  kommen. Ich gönne jedem seine Arbeit und noch mehr gönne ich jedem einen ordentlichen Lohn für gute Arbeit)

Fazit. Mit Schönsprech kann man vor allem  jeder Auseinandersetzung oder Diskussion aus dem Wege zu gehen. Man eckt nicht an, verlagert allerdings sozial unerwünschtes Verhalten in den Untergrund der Gesellschaft oder an die Stammtische. Letztlich erreicht man sogar genau das Gegenteil, was sich auch. immer dann  ergibt, wenn man versucht, einem Kleinkind ein besonders garstiges Schimpfwort zu verbieten oder seine Fragen zur  Sexualität abblockt anstatt sie kindgerecht zu beantworten.

Hört auf, an unseren Büchern herum zu zensieren ! Wer für die Verwirklichung seiner eventuell sogar gut gemeinten Ideen eine Sprach-, Denk- , Gesinnungs- oder Glaubenspolizei braucht, ist ein Fanatiker und sollte in den Iran gehen oder gleich bei den Taliban anmustern. Was soll danach als nächstes kommen ? Ein Musikverbot, weil Musik zu unkontrollierbaren Zuckungen führen kann?

Stoppt die Wort-Terroristen !
Jetzt !




*Prof. Dr. Dr. Hartmut Kasten ist Frühpädagoge und Familienforscher am Staatsinstitut für Frühpädagogik und außerplanmäßiger Professor für Psychologie an der Universität München. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher  z.B. über Geschwister, Einzelkinder, Geschlechtsrollen, Pubertät und Adoleszenz.




Mittwoch, 23. Januar 2013

7

7 Millionen graue Haare, wenigstens 7. 000 verspätet angefangene Familienessen, 2.555 durchgrübelte  Nächte, 70 mal kaputt gesaugte Finger, 1.906 Beiträge,  133.965 Seitenaufrufe (davon 836 aus Slowenien und 1.439 aus Russland, 76.097 mit dem Firefox-Browser und 105.878 = 79  Prozent unter Windows), 1.752 Kommentare (daran arbeiten wir noch ! ), nur 7 mal Spam (aber dafür sehr übler), 7 zerhämmerte Computertastaturen, 7Jahre  Riesenspaß ,
7 Jahre Vallis Blog

und 1 großer Dank an alle  Leser. 


Heute vor  7Jahren erschien hier der erste Post. Es ging um's Wetter.  Machen wir gemeinsam die "10" voll ? Wenigstens?

Dienstag, 22. Januar 2013

Der verrückte Professor

Die Proteste gegen die GEZ-Zwangsabgabe nehmen zu. Wie kann man auch eine Abgabe akzeptieren, die das wichtigste Gut der menschlichen Gesellschaft - die Freiheit des Einzelnen - einfach ignoriert und deren Begründungen deshalb völlig abstrus sind. Jedes einzelne Argument (auch ich wurde gerade von der Potsdamer Staatskanzlei mit dem üblichen Sermon über Solidarität mit Gottschalk und ähnlichen Millionären sowie dem angeblichen Auftrag der öffentlich-rechtlichen Medien belehrt) ist widerlegbar, in Bezug auf die Qualität des Programms und die gezahlten Gagen vorgeblicher Stars oder  Verwaltungsheinis bei ARD und ZDF absolut albern und deshalb unhaltbar. Dazu kommen noch unglaubliche Ungereimtheiten bei der verwaltungstechnischen Gebührenfestlegung.

Jedenfalls wächst der Widerstand gegen diesen Unsinn. Nun ist das mit juristischen Dingen  in Deutschland selbst bei Murren im Volk ganz einfach: Es findet sich immer jemand, der auch die größte Ungerechtigkeit begründet und für Recht erklärt. Die Wessis hatten ja unter Adenauer schon mal einen Juristen als Staatssekretär, der die Nazi- Rassengesetze kommentiert und für Recht befunden hatte. Ganz so schlimm ist es diesmal nicht, aber wenn man sich dieses  Interview in der FAZ antut, fragt man sich schon, ob der Interviewte noch ganztägig im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte oder dauerhaft auf Droge ist.

Wer ist der Mann? Nun, Professor Paul Kirchhof war einer der ehemaligen Hüter des Grundgesetzes, später dann im Merkel-Wahlkampfteam als Finanz-und Steuerguru eingeteilt, und wurde vom asozialen  Gazprom-Gerd im Wahlkampf als unsozial denunziert. Dieser Vorgang  muss in dem armen Prof  Rachegelüste nicht nur gegen die SPD-Wähler, sondern gegen das gesamte Volk geweckt haben, denn er bescherte uns die Prüfung der GEZ-Zwangsabgabe auf Verfassungsmäßigkeit und winkte das Unding damit quasi durch.

Was soll man zu den Ergüssen des älteren Herrn in der FAZ sagen ? Vielleicht: "Lieber Herr Professor, Sie haben unrecht.! Kurtaxe ist falsch ! Hätten Sie das Unding dieser Zwangsabgabe als Lösegeld bezeichnet, wäre ich  mit gegangen." ?

Ja, die GEZ-Zwangsabgabe ist ein Lösegeld. Allerdings sind wir nicht nur durch diesen unglaublich primitiven und parteiischen ÖRR in Geiselhaft genommen. Arrogante, geldgierige Kasten haben sich überall, wo es möglich ist in diesem Staat, ihre Refugien zur Selbstbedienung inklusive der Lizenzen zum Gelddrucken geschaffen. Zwingen wir wenigsten den ÖRR, schaffen wir zunächst die GEZ-Zwangsabgabe ab ! Wehren wir uns gegen das Stockholm-Syndrom - die Sympathie mit unseren Geiselnehmern, die man uns ständig einreden will - und unterschreiben wir die Online-Petition:




Montag, 21. Januar 2013

Die Wahl in Niedersachsen - drei Schlußfolgerungen

1. Schlussfolgerung:
Menschen, die dem verfaulten Leichnam einer Partei durch Eigenblut- und Sauerstoffspende künstliches Leben einhauchen, gehören eingesperrt. Die Mauer muss wieder her ! Mit Minenfeldern und Wachtürmen. Ich erkläre mich bereit, achtzehn Monate meines jungen Lebens darauf zu verwenden, dass keiner dieser Leichenschänder aus Niedersachsen, die der FDP zu fast 10 Prozent Wählerstimmen verholfen haben,  jemals wieder den Fuß auf deutschen Boden setzt.

2. Schlussfolgerung:
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört abgeschafft.
Begründung:
Der Brechsender ARD schaffte es gestern doch tatsächlich, anstelle von Gottschalk oder Silbereisen den teuren Gazprom-Gerd um seine absolut unmaßgebliche Meinung zu fragen und damit die Mattscheibe jedes Fernsehgerätes in diesem Land unerträglich zu verschmutzen. Von innen.

Der ÖRR-Sender Info-Radio Berlin schaffte es trotz aufgeregtestem Geschnatter und Befragung auch des letzten Hausmeisters aus SPD- und CDU-Zentralen in Hannover und Berlin bis heute 10 Uhr nicht, uns auch nur annähernd die Wahlbeteiligung mitzuteilen. Nach 10 habe ich diesen "Info-" Sender dann nicht mehr bemüht. Es waren immerhin 59,4 Prozent, eine leichte Steigerung gegenüber 2008. Damals gingen nur 57,10 Prozent hin. Mehr als 40 Prozent der Wähler in Niedersachsen haben sich also quasi aus der Politik verabschiedet. Mit dieser Erkenntnis wollte man uns während der überbordenden Siegesfeiern der Blockparteien  CDUSPDFDPGRÜNEN wohl verschonen.

3. Schlussfolgerung:
In einem Bundesland wie Niedersachsen sind Wahlen absolut verzichtbar. Es reicht, wenn sich die Ober-Dödel der Blockparteien turnusmäßig alle 5 Jahre einfach abwechseln. Spart Geld, das man für  Auslandseinsätze der Bundeswehr, z.B. in Mali, dringend braucht. Die sich bereitwillig der weiteren Verarschung unterwerfende Wählerschar der obigen Parteien merkt eh nichts mehr.

Sonntag, 20. Januar 2013

Namen merken !

Bushaltestelle im Winter (Rainer Sturm  / pixelio.de)
Vergangenen Donnerstag um fünf vor acht Uhr früh an der Bushaltestelle "Am Stern" in Schönow. Mit mir warten etwa 20 Schülerinnen und Schüler  wahrscheinlich auf ihren Schulbus, der nicht kommt.  Punkt Acht rauscht ein völlig überfüllter Bus, in dem sich die Kinder stapeln, vorbei. "Barnim Gymnasium" steht dran. Der Bus hält nicht, es würde sowieso keiner mehr reinpassen.Wäre das hier ein Schlachtviehtransport, regten sich diverse Verbände inklusive der Grünen berechtigterweise furchtbar auf. Da aber "nur" Schüler durch die Gegend gekarrt werden, ist es wahrscheinlich der ganz normale tägliche Wahnsinn, der sich hier vor meinen Augen abspielt.

Acht Uhr sechs kommt pünktlich der Linienbus aus Zepernick nach Bernau. Die Kinder möchten nun gern mit fahren. Der Fahrer telefoniert immerhin, lässt sie aber mit der Mitteilung wieder aussteigen, dass noch ein Bus kommt. Draußen sind minus 4 ° C.

Diese Begebenheit fiel mir gerade eben wieder ein, als ich den Beitrag unseres Kreistagsmitglieds Péter Vida über die vergangene Sitzung des Bildungsausschusses des Kreistages zur " Stärkung der ländlichen Infrastruktur" gelesen habe. Es ist gut, dass in diesem Beitrag Namen wie beispielsweise der des Herrn Dietrich Bester vom sogenannten Bündnis Schorfheide genannt werden. Namen von Verhinderern und von Leuten, denen der eigene armselige Arsch näher ist als z.B. das Wohl unserer Kinder und die es deshalb nicht wagen, eine eigene Meinung abseits ihrer Fraktion/Partei zu äußern.

Leute, Eltern ! Merkt Euch diese unsäglichen Typen. Dieser "Bester" ist ja als Schlechtester leider nicht allein!  Die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Schmeißt sie raus aus den Parlamenten, sie haben uns lange genug verwest!

P.S.: Hat sich eigentlich schon mal jemand überlegt, dass das ewig schlechte Abschneiden Brandenburger Schüler bei entsprechenden internationalen Vergleichen wie PISA etc. vielleicht auch daran liegt, weil die Kinder die längste Zeit ihres Schülerlebens in Bussen durch die Gegend gekarrt werden. Weil es in ihrem Heimatort keine Schule mehr gibt oder weil irgendwelche geistigen Flachzangen in irgendeinem Ausschuss immer gegen eine Schule votieren? Lebenszeit von Schülern wird deshalb einfach so im ÖPNV verplempert. Zeit, in denen die Kinder lernen oder spielen könnten...


Samstag, 19. Januar 2013

Mehr Funktionen, (noch) kein Kreuzworträtsel

Problem-Analyse-Lösung (Gerd Altmann  / pixelio.de)
Never change a running system. Diese Abwandlung des alten Sprichwortes, dass man niemals ein rennendes Pferd wechseln sollte, hat mich bisher vom Hinzufügen neuer (alter) Gadgets hier im Blog abgehalten. Zur Erinnerung: 2011 gab es hier fast einen Totalabsturz, nur die Minimalvariante lief noch. Irgendwo bei Google, über die diese Seite hier läuft, war der Wurm drin. Alle installierten Zusätze, wie Übersicht über die Kommentare, Blog-Archiv, Kreuzworträtsel usw. waren plötzlich weg. Die Kommentare konnte ich gerade noch retten. So entschied ich mich nach langer Bastelei am Layout - es  wurde nicht besser - notgedrungen für  "No thrills", wie die Billig-Fluglinien eine Beschränkung auf das Notwendigste nennen. 2012 haben wir nur mit den Blog-Posts durchgehalten

Ehrlich gesagt grauste es mich vor weiterer Bastelei. Die gestrige Kritik eines Lesers hat mich nun die ganze Nacht nicht ruhen lassen. Seit heute gibt es wieder eine Übersicht über die aktuellen Kommentare - so dass man die abgegebenen Kommentare auch wieder kommentieren kann- und ein Blog-Archiv sowie eine Suchfunktion zum Durchsuchen des Blogs. Oben links kann man sich die Posts übersetzen lassen, zumindest im Englischen erscheint mir die Funktion besser als das alberne Bing bei Facebook. Und sollte ein Leser oder eine Leserin das Kreuzworträtsel oder ein Sudoku hier im Blog vermissen - ich bin für Experimente offen. Bis zum nächsten Absturz...

Freitag, 18. Januar 2013

Bessere Besetzungen

Flughafen BBI: Hier hebt nie mehr was ab ! .
Beste Effizienz. Hohe Effektivität. Superplanung. Überragender Fleiß. Größte Schnelligkeit. Erfrischende Sauberkeit. Höchste Termintreue. Niedrige Endkosten. Gibt es so etwas noch in der deutschen Bauwirtschaft ? In Berlin? Unglaublich? Na ja, wenn man an den Super-Flughafen, die verschobene Staatsoper, das zu teure Potsdamer Stadtschloss, das heute schon fast verkackte Berliner Stadtschloss  und ähnlich geniale Leistungen der  Super-Planer und Super-Macher wie Wowereit oder Plattscheck und ihren ganzen Klüngel denkt, melden sich berechtigte Zweifel.

Fernab aller Politik, heimlich, still und leise, allerdings auf ähnlich kriminellem Niveau, hat es in der vergangenen Woche in Berlin-Steglitz eine fast unbeachtete, überragende Bauleistung gegeben. Mit all den oben aufgeführten positiven Attributen ! Und - das Bauwerk ist fertig, wurde sogar schon genutzt und steht jetzt der Öffentlichkeit zur Verfügung ! Klasse ! Wer immer noch nicht glauben kann, dass es so etwas Schönes auch in Berlin gibt, sollte hier nachlesen.

Das Problem ist zur Zeit, dass diese einsam-genialen Berliner Baumeister nicht auffindbar sind. Ansonsten wären sie die ideale Besetzung für Bauleitung und Aufsichtsrat des Berliner Flughafens BBI....

Foto: Klaus Serek  / pixelio.de

Donnerstag, 17. Januar 2013

Für Emily, Anton, Finja, Emilia, Frieda, Fiete und Gustav *

"Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: 
Die Sterne der Nacht, 
Die Blumen des Tages und 
Die Augen der Kinder." 

meinte der italienische Dichter und Philosoph Dante Alighieri ( * Mai oder Juni 1265 in Florenz; † 14. September 1321 in Ravenna) Er überwand mit seinem Werk "Die Göttliche Komödie" das bis dahin dominierende Latein und führte das Italienische zu einer Literatursprache.

* Die Vornamen stehen für alle Kinder, die in der letzten Zeit im Familien- , Freundes- und Bekanntenkreis geboren wurden. Das Paradies für alle Großeltern...

Mittwoch, 16. Januar 2013

Sprichwörter und hohle Sprüche

"Ein Ministerpräsident hat seinem Land besonders dann zu dienen, wenn die Zeiten schwierig werden", äußerte der Brandenburger Regierungschef Platzeck am vergangenen Montag  während einer Sondersitzung des Landtages in Potsdam. Diese Sitzung war notwendig geworden, weil Platzeck sein Ministerpräsidentenamt und den Aufsichtsratsvorsitz der Flughafengesellschaft BER miteinander verknüpft und die Vertrauensfrage gestellt hatte. Am heutigen Mittwoch soll Platzeck  zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt werden. In namentlicher Abstimmung stimmten 55 Landtagsabgeordnete für Platzeck, 32 gegen ihn.

In weiter Ferne - Start am Flughafen BER
Auf den ersten Blick ein kühner Satz unseres Hauptvertreters für Pattex, dem Super-Leim, der jeden Politiker unverrückbar auf seinem Stuhl festhält. Ein Satz, würdig eines Piratenkapitäns aus der Karibik. Auf den zweiten Blick fragt sich der kritische Beobachter dieser gigantischen Verschwendung unseres erarbeiteten Volksvermögens (Steuern) namens Berlin-Brandenburg International "Willy Brandt", ob man in der realen Schifffahrt dem 1. Offizier eines Luxus-Liners, der gerade erst viermal den Eisberg gerammt hat - so oft wurde der Eröffnungstermin des Flughafens wegen Baumängeln schon verschoben -  wirklich weiterhin das Steuerruder überlassen würde? Wohl eher nicht. Man würde ihn mitsamt dem Kapitän bestenfalls zum Schiffsjungen degradieren oder beide nie wieder an Bord eines Schiffes lassen. Nicht so in Brandenburg, hier darf der (Mit-) Verursacher der Misere weiterwurschteln, wahrscheinlich solange, bis das ganze Ding namens Flughafen völlig zerbröselt ist.

Verantwortung vor Euren Wählern sieht anders aus, liebe Landtagsabgeordnete!  Da es Euch aber nicht um Eure Verantwortung, sondern um die warmen und gut bezahlten  Plätze im Parlament geht wird man sich  die Namen der Mitglieder des Landtages aus SPD und Linken, die aus Parteiräson unserem Pattex-Plattscheck erneut das Vertrauen ausgesprochen haben, bis zur nächsten Landtagswahl  gut merken müssen. Im Namen unserer Steuergelder und damit auch im Namen unserer Zukunft...

P:S: Ich hätte nun wirklich gern schwarz auf weiß, wie meine Lieblingsabgeordneten von SPD und Linken namentlich abgestimmt haben. Denn nur was man schwarz auf weiß besitzt, kann man im nächsten Wahlkampf einigen Großschnauzen Mächtig um die Ohren hauen und vor allem nachfragen, wo genau meine Steuern unter dem Schönefelder Beton verbuddelt sind. Allerdings wird die Veröffentlichung einer Liste mit den Ergebnissen der namentlichen Abstimmung im Landtag tatsächlich 14 Tage bis 3 Wochen brauchen. Das ergab gestern mein Anruf bei der Pressestelle des Landtages. Man rechnet also ganz offensichtlich mal wieder mit dem kurzen Gedächtnis des Wählers. Oder sind die Computer, Drucker, Server im Landtag kaputt, der Toner  alle oder sämtliche Schreibkräfte  krank? Demokratie ist wirklich was Schönes, vor allem, wenn alle "Demokraten" mit machen. Oder hackt hier bloß mal wieder die eine Krähe der anderen kein Auge aus?

Grafik: Gerd Altmann  / pixelio.de

Montag, 14. Januar 2013

Der Scheißladen des Jahres 2012


Das Fremdsprachen-Institut Colón in Hamburg

Das Fremdsprachen-Institut Colón in Hamburg bietet Sprachkurse in allen Varianten, z.B.  Intensivkurse, Abendkurse und Einzelunterricht an. Hier kann man als Ausländer die deutsche Sprache erlernen. Touristen, Asylbewerber und Immigranten lernen hier. Und quasi ganz nebenbei werden sie von einigen Mitgliedern des Lehrkörpers mit albernen antroposophischen Lebensweisheiten traktiert und erhalten recht eigenartige Einblicke in jüngste deutsche Geschichte und Gegenwart.

So ist man bei Colón in Hamburg auf Seiten einiger Lehrkräfte fest davon überzeugt, dass die Westdeutschen ganz besonders unter der Wiedervereinigung leiden, da nur sie den sogenannten Solidaritätszuschlag  -  also eine Zusatzabgabe in Höhe von 5,5 Prozent der Lohnsteuer / Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer - zahlen müssen. Vor allem glaubt man, dass der umgangssprachlich "Soli" genannte Beitrag auch wirklich hundertprozentig  in Ostdeutschland ankommt. So wie die Ökosteuer voll in die Umwelt geht, die Autosteuer nur für den Straßenbau verwendet wird und die Tabaksteuer ausschließlich der Versorgung der Opfer des Lungenkrebses gewidmet ist. Die Erkenntnis, dass sich alle Deutschen -jedenfalls die Glücklichen,die im Besitz eines einigermaßen bezahlten Arbeitsplatzes sind und egal ob in Ost, West, Süd oder Nord (das sind im Osten allerdings immer noch viel weniger als im Westen) - seit 1991 mit dieser Zusatzsteuer herumquälen und davon durchaus auch die neuen Drohnen oder die Munition für die Bundeswehr in Afghanistan bezahlt werden, hat sich bei  einigen Mitarbeitern von Colón in den vergangenen 21 Jahren noch nicht herumsprechen können.

Auch die NPD und die Neonazis hat man bei Colón zielsicher geortet: Die gibt es ausschließlich in Ostdeutschland und man warnt die Deutsch lernenden Ausländer ganz eindringlich davor, diesen Landstrich auch nur auf den Transitwegen nach (West) Berlin zu betreten. Die Mauer muss wieder her!
Kein Wort davon, dass  Mölln und Solingen im Westen liegen, kein Wort von Neonazi-Demos in Hamburg oder davon, dass NPD-Bonzen fast ausschließlich aus dem Westen Deutschlands in den Osten kamen. Kein Wort auch vom ausschließlich westdeutsch verfassten Verfassungsschutz, der maßgeblich an der Organisation und Finanzierung dieser Neonazi-Partei beteiligt ist.

Helene Souza  / pixelio.de
Nun kann ja glücklicherweise jeder Idiot seinen privaten Blödsinn jedem anderen Menschen um die Ohren schmieren. Das ist Bestandteil der persönlichen, ganz privaten Freiheit. Allerdings werden die obigen kruden Theorien offiziell im Unterricht vor Menschen vertreten, die Deutschland kaum kennen. Und so macht dieser verquirlte Unsinn  natürlich Eindruck bei den so Beschulten.

Ich kann die Qualität der angebotenen Sprachkurse nicht einschätzen. In "Politischer Weltkunde" oder wie dieses Unterrichtsfach in Hamburg heißt, erhält ein Teil des  Colón-Personals jedenfalls die Note "6 - ". Der Leitung des Instituts empfehle ich, den oben beschriebenen "Leerkörper" einmal umfänglich in neuerer deutscher Geschichte und in den Grundzügen der Politik oder des Steuerrechts zu schulen. Es könnte sonst sein, dass man das Fremdsprachen-Institut Colón in Hamburg wirklich als richtigen Scheißladen bezeichnen muss...

Samstag, 12. Januar 2013

Da wir neulich gerade...

... über die GEZ-Zwangsabgabe gesprochen haben: Da war letzte Woche der dreiteilige Kostümschinken vom Herrn Berben im ZDF. Über's Berliner Hotel Adlon direkt neben dem Brandenburger Tor. Drei Abende lang konnten sich Lieschen Müller und Max Mustermann in den Kreisen der deutschen und amerikanischen High Society wohl fühlen, virtuell in Lachs, Kaviar und Schlammpanjer schwelgen. Zehn (10) Millionen an GEZ- Gebühren soll der Quatsch gekostet haben. Natürlich ohne Anspruch auf historische Wirklichkeit. Ansonsten hätte nämlich die wichtigste Berliner Szene Unter den Linden und auch in der Geschichte des Adlon nicht fehlen dürfen: Die Nacht des 30. Januar 1933, in der Hitler - gerade von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt - vom Balkon Unter den Linden die Parade seiner SA-Horden abnimmt. Ausgerechnet diese Szene wurde nicht gebracht. Dreiteiliger Schmarrn,  wie alles von ARD und ZDF.

Allerdings wissen wir jetzt, warum die Hütte dann 1945 abgebrannt ist. SA-Führer Jürgen Vogel war's. Der war auf der Flucht vor den bösen Russen und hatte deren Säufer im Weinkeller des Adlon so erschreckt, dass eine Kerze umfiel und der gute Cognac explodierte...

Dienstag, 8. Januar 2013

Pflaume tauscht mit Gurke

Martina Friedl  / pixelio.de
Muss man dazu noch irgend etwas sagen? Außer, dass hier überdeutlich der Sinn des Politikerseins vorgeführt wird: An der Macht kleben, mit wenig Arbeit viel Kohle abzocken, die Untertanen verscheißern und vor allem ruhig halten!
Die Trottel in den beiden Parlamenten werden den Humbug weiter abnicken, da sie bei Neuwahlen eventuell ihre warmen Pöstchen verlieren würden. Pflaume Teflon - Klaus tauscht mit Gurke Pattex- Matze die Plätze. Das Ganze nennt sich Demokratie. Die beste, die man für Geld kriegen konnte. Solange noch Steuermittel zum Verjuxen da sind, geht es immer so weiter.

Vor geraumer Zeit, im Sommer des letzten Jahres nach der dritten Verschiebung des Eröffnungstermin von BBI, habe ich eine Geschichte im Stile Jules Vernes geschrieben  Ich hasse es, wenn meine schlimmsten Ahnungen Wirklichkeit werden...

Sonntag, 6. Januar 2013

Blau auf einer Party im Freien

Benjamin Thorn  / pixelio.de


Heute vor 75 Jahren wurde in Mailand der italienische Sänger, Schauspieler und Moderator Adriano Celentano geboren. Ein lustiger Typ, den ich in seinen Filmen immer gern gesehen habe. Dass er sich im italienischen Fernsehen in einer eigenen Show massiv gegen den gefährlichen Idioten Berlusconi eingesetzt hat, macht ihn noch sympathischer.

Ich weiß nicht, wie das Wetter heute an seinem Wohnort in Italien ist, aber bei uns verlockt es nicht gerade zu "Una Festa Sui Prati" , um nachher "Azzurro"  zu sein....

Freitag, 4. Januar 2013

In memoriam Günter Rösler

Bereits am 31. Dezember 2012 starb der Leipziger Fotograf Günter Rösler. Er wäre am kommenden 6. Januar 87 Jahre alt geworden.

Rösler war ein Pionier der künstlerischen, mithin ästhetischen Aktfotografie. Als solcher hat er Weltgeltung. Eine kleine Auswahl seiner Werke findet man hier. Es ist zu hoffen, dass noch viele Bildbände von ihm und über ihn erscheinen werden. Günter Rösler arbeitete bis zuletzt analog, d.h. natürlich auch in der Dunkelkammer, wobei ihm die Arbeit dort immer schwerer fiel.

Sandra ( © fv 2002)
Sein Werk ist von der Art, dass man selbst jeden Fotoapparat am liebsten weg werfen würde, da man niemals diese Ausdrucksstärke und Genialität erreichen wird- schon gar nicht bei Menschenbildern. Unsere finanziell und geistig westbestimmte Presse nennt ihn denn auch einen "Helmut Newton der DDR"  Nun habe ich noch nie gehört, dass irgendjemand im Westen z.B als die " Katarina Witt der BRD" bezeichnet wird. Umgekehrt sind diese Vergleiche aber offenbar ganz selbstverständlich, allerdings nicht weniger hirnlos. Ich möchte daher bezweifeln, ob der Leipziger diesen Titel als Ehre empfunden hat. Zwar haben beide Künstler, sowohl Rösler als auch Newton, auf ihrem Gebiet eigenständig Ästhetisches geleistet und vor allem die Fotografie des nackten menschlichen Körpers aus der kleinbürgerlichen Schmuddelecke herausgeholt. Allerdings unterschieden sie sich stark in ihrem Anspruch und vor allem im Stil und sind deshalb kaum vergleichbar. Naturgemäß wurde der Berliner Newton, der vor dem Rassenwahn der Nazis in die USA fliehen musste, einfach mehr vermarktet.

Rösler hatte 1984 eine zehnseitige Fotostrecke unter dem Titel "Mädchen der DDR" im deutschen Playboy. Da es zu einer der wesentlichen Lebenslügen der westdeutschen Gesellschaft gehört, dass im "Playboy" gute und künstlerische Aktfotos erscheinen, waren Rösler Fotos wohl eine einmalige, lobenswerte  Ausnahme für diese Zeitschrift...

Mittwoch, 2. Januar 2013

Achtung, Brückentage - nicht stören!

casiocan  / pixelio.de
Ein Beitrag  vom Tage im Dudelfunk weckt in mir einen Verdacht: Wenigstens ein Vierteljahr werden Deutschlands Amtsstuben damit zu tun haben, die diesjährigen Brückentage genauestens auf den individuellen Urlaub umzulegen und diesen dann zu planen. Ein weiteres Vierteljahr- genau 60 Tage, denn soviel Urlaub ist in diesem Jahr mit Brückentagen zusammen mit Urlaubstagen heraus zu schlagen - ist dann keiner da. Es soll allerdings auch noch Leute geben, die auf Arbeit richtig arbeiten wollen, sogar sich 'nen Kopf machen und nicht nur Brückentage zählen...

Dienstag, 1. Januar 2013

Nekrolog auf ein Jahr

Es ist schon seltsam, wie sich die Bilder gleichen. Vom Ende der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts und der Weimarer Republik ein Gedicht von Mascha Kaléko:


Nekrolog auf ein Jahr   

Nun starb das Jahr. Auch dieses ging daneben.
Längst trat es seinen Lebensabend an.
Es lohnt sich kaum, der Trauer hinzugeben,
Weil man sich ja ein neues leisten kann. ( weiter lesen)


Pleitegeier, Vogel Strauß, das Geld regiert:  Und was im Anschluss kam, wissen wir noch alle... 

Montag, 31. Dezember 2012

Einen ham wa noch!

Jedenfalls im Jahr 2012:  ШНАУЦЕ ВЕССИ sucht in einem fulminanten Jahresendspurt den "Besserwisser des Jahres" , d.h. das dämlichste Zitat über den Osten Deutschland. Als Preis für den ausgewählten Dummschwätzer winkt eine schöne braune Banane. Leute, die mithelfen, den größten  DusselIn auszuwählen, können ein Buch gewinnen.

Die Aktion gefällt mir. Es ginge zwar noch radikaler:
knipseline  / pixelio.de
Man könnte auch gleich DEN "Besserwessi" suchen. Fakt ist, dass es in den selbst entlarvenden Aussagen unserer westdeutschen Schlaumeier über die DDR und Ostdeutschland  immer noch einen Zacken dämlicher geht. Auch, wenn man manchmal denkt, blöder geht es nicht. Dann kommt immer noch ein größerer EselIn oder DödelIn oder DoofIn und sondert etwas sehr Merkwürdiges ab. Und solange man nicht endlich einen dieser plappernden Schwachköpfe im guten Stalinschen Sinne zur Abschreckung an die Wand gestellt hat, wird sich da auch nichts ändern. Da erschießen allerdings (noch) verboten ist, sollten wir sie einfach auslachen!

Also, heißt es für uns: Mitmachen, Abstimmen und eventuell Jahresendprämie kassieren!

Allerdings sind alle Leser von Vallis Blog schon automatisch Gewinner, denn sie gehen humorvoll und damit gesund ins Neue Jahr. Alles, alles Gute und viel Glück. Das werden wir mit wessibehafteter Sicherheit 2013 brauchen...



Sonntag, 30. Dezember 2012

Optimisten und die Austern

"Ein Optimist ist ein Mensch, 
der ein Dutzend Austern bestellt, 
in der Hoffnung, 
sie mit der Perle, 
die er darin findet, 
bezahlen zu können."

Schön wär's (Rosel Eckstein  / pixelio.de)
meinte jedenfalls Theodor Fontane, der heute vor 193 Jahren  in Neuruppin geboren wurde. Fontane war einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller und Dichter des poetischen  Realismus. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ 1862–1888, „Effi Briest“ 1895 und „Der Stechlin“ 1897. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.

Seien wir optimistisch ! Was bleibt uns im nächsten Jahr auch weiter übrig? 

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...