Die Proteste gegen die GEZ-Zwangsabgabe nehmen zu. Wie kann man auch eine Abgabe akzeptieren, die das wichtigste Gut der menschlichen Gesellschaft - die Freiheit des Einzelnen - einfach ignoriert und deren Begründungen deshalb völlig abstrus sind. Jedes einzelne Argument (auch ich wurde gerade von der Potsdamer Staatskanzlei mit dem üblichen Sermon über Solidarität mit Gottschalk und ähnlichen Millionären sowie dem angeblichen Auftrag der öffentlich-rechtlichen Medien belehrt) ist widerlegbar, in Bezug auf die Qualität des Programms und die gezahlten Gagen vorgeblicher Stars oder Verwaltungsheinis bei ARD und ZDF absolut albern und deshalb unhaltbar. Dazu kommen noch unglaubliche Ungereimtheiten bei der verwaltungstechnischen Gebührenfestlegung.

Jedenfalls wächst der Widerstand gegen diesen Unsinn. Nun ist das mit juristischen Dingen in Deutschland selbst bei Murren im Volk ganz einfach: Es findet sich immer jemand, der auch die größte Ungerechtigkeit begründet und für Recht erklärt. Die Wessis hatten ja unter Adenauer schon mal einen Juristen als Staatssekretär, der die Nazi- Rassengesetze kommentiert und für Recht befunden hatte. Ganz so schlimm ist es diesmal nicht, aber
wenn man sich dieses Interview in der FAZ antut, fragt man sich schon, ob der Interviewte noch ganztägig im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte oder dauerhaft auf Droge ist.
Wer ist der Mann? Nun, Professor Paul Kirchhof war einer der ehemaligen Hüter des Grundgesetzes, später dann im Merkel-Wahlkampfteam als Finanz-und Steuerguru eingeteilt, und wurde vom asozialen Gazprom-Gerd im Wahlkampf als unsozial denunziert. Dieser Vorgang muss in dem armen Prof Rachegelüste nicht nur gegen die SPD-Wähler, sondern gegen das gesamte Volk geweckt haben, denn er bescherte uns die Prüfung der GEZ-Zwangsabgabe auf Verfassungsmäßigkeit und winkte das Unding damit quasi durch.
Was soll man zu den Ergüssen des älteren Herrn in der FAZ sagen ? Vielleicht: "Lieber Herr Professor, Sie haben unrecht.! Kurtaxe ist falsch ! Hätten Sie das Unding dieser Zwangsabgabe als Lösegeld bezeichnet, wäre ich mit gegangen." ?
Ja, die GEZ-Zwangsabgabe ist ein Lösegeld. Allerdings sind wir nicht nur durch diesen unglaublich primitiven und parteiischen ÖRR in Geiselhaft genommen. Arrogante, geldgierige Kasten haben sich überall, wo es möglich ist in diesem Staat, ihre Refugien zur Selbstbedienung inklusive der Lizenzen zum Gelddrucken geschaffen. Zwingen wir wenigsten den ÖRR, schaffen wir zunächst die GEZ-Zwangsabgabe ab ! Wehren wir uns gegen das Stockholm-Syndrom - die Sympathie mit unseren Geiselnehmern, die man uns ständig einreden will -
und unterschreiben wir die Online-Petition:
Okay, ich gehe nicht mehr in die Schule - will keine Steuern dafür zahlen.
AntwortenLöschenOkay, ich brauche keine Volkshochschulen - will dafür auch nichts zahlen.
Okay, ich gehe sehr, sehr selten in ein Programm-Kino, wieso sollte ich die Karten für andere mit subventionieren.
Okay, ich gehe in kein Theater und kein Konzert, besuche sehr, sehr selten Museen, warum sollte ich für die Subventionierung dieser Einrichtungen Geld zahlen?
Okay, ich gehe auch nicht mehr in eine Kita und habe keine Kinder mehr, die dorthin gehen. Warum soll ich die subventionieren?
Die Aufzählung ließe sich noch weiter fortsetzen. Wir sollten füreinander einstehen und uns nicht zum Gebührenstaat entwickeln. Und wir sollten gefälligst alle den Mund aufmachen und Leserbriefe schreiben, wenn die Qualität der ÖR unterirdisch ist, obwohl das nicht auf alle zutrifft und ich wirklich eine Stange Geld zahlen müsste, um mir diese Sendungen anzusehen, wenn es nach deinen Vorstellungen gehen würde. Da mein Geld endlich ist, bin ich schon froh, dass sich jemand solidarisch mit mir zeigt, so wie ich solidarisch mit alten Leuten bin, die Florian Silbereisen sehen wollen und Rosamunde Pilcher, obwohl ich das verabscheue. Wo kommen wir denn hin, wenn nur jeder dafür bezahlt, was er auch wirklich nutzt. Dann sind wir FDP. Einzelne Auswüchse für u.a. Firmen sind sehr ärgerlich und die betroffenen sollten sich zusammenschließen und Klage einreichen.
@PeWi: Für alles, was Du anführst, werden Steuern erhoben und ich habe es rein theoretisch in der Hand, durch Wahlen die Verwendung dieser Steuern zu beeinflussen. Wenn ich eben keine Sozialleistunmgen will, wähle ich FDP. Beim Gegenteil die Linken.Bei ARD und ZDF besteht aber nicht einmal diese theoretische Möglichkeit.Auch aus der Kirche kann ich austreten und die Steuern sparen, wenn ich den krichlichen Beistand nicht mehr will. Bei ARD und ZDF soll das nicht möglich sein? Weil ein verrückter Professor und DU das toll finden? Die traurige Wahrheit ist, dass den ÖRR die Zuschauer und Zuhörer weglaufen ob ihrer grottigen Programme. Und sie werden den Teufel tun und darüber nachdenken, weil sie sich gerade diese Lizenz zum Gelddrucken namens GEZ-Zwangsabgabe geschaffen haben.Genau diese Abgabentour ist es doch, die verfassungsfeindlich ist. Niemand kann das kontrollieren.ICH WILL NICHT SOLIDARISCH MIT JAUCH, PIEL, SILBEREISEN UND DIESEN NULPEN SEIN. Wenn ich solidarisch mit jedem Millionär in diesem Land bin, kann ich mich unter der Brücke ansiedeln. So ist die bittere Wahrheit. Und glaube mir, es geht
AntwortenLöschenkomplett ohne diesen Mist.
Ach ja, und rücke mich bitte nicht in die Mitte der FDP, nur weil ich meine paar Kröten zusammen halten muss.
Danke für den Hinweis auf die Peti.
AntwortenLöschenBetrift mich soweit als Feiberufler, dass ich ein Büroraum nutze. Dort steht nicht einmal Computer und muß trotzdem bezahlen.
Die vielen Besäufnisse auf den Filmbällen als Selbstdarstellung unter ihren Gleichen bezahlen wir auch alle
PS,Valli hat Recht
@Freiberufler und Selbstständige sind im Verständnis des Staates ALLE Millionäre. Sie müssen so richtig geschröpft werden. Ich zahle seit 8 Jahren für mein Firmenfahrzeug jeden Monat 5,98 €, obwohl ich nur zwei Ohren habe. D.h. ich kann immer nur an einer Stelle - im Büro oder im Auto Radio hören. Nun hatte ich mal angenommen, dass wenigstens dieser Beitrag weg fällt, da Radios und Computer im Büro des eigenen Hauses frei sein sollten. Nach der Formel Summe der Kfz ( =1 in meinem Fall) minus Summe der Betriebsstätten (= 0 in meinem Fall) ergibt sich ein Beitrag von 5,99 €. Hätte ich ein Büro irgendwo gemietet, würde kein Zwangsbeitrag anfallen. Dazu natürlich noch die Erhöhung von 5,98 auf 17,98 € beim privaten Zwangsbeitrag. Ein Ohr im Büro, das andere im Wohnzimmer? Wer kann so eine gequirlte Kacke akzeptieren?
AntwortenLöschenDoch nur eine Geisel mit Stockholm-Syndrom.
@PeWi: Blinde un Hörgeschädigte werden doch belastet. (siehe Interview mit dem verrückten Professor)
Es zeigt sich, dass Politiker einfach nicht in Zusammenhängen denken können und wissen nicht was sie eigentlich so von sich geben.
AntwortenLöschenDas Ding geht doch für den Steuereinnehmer nach hinten los.
Habe als Freiberufler bisher keine GEZ gezahlt, weil...
Nun muss ich rund 220€/ Jahr zahlen.
Das Geld bekommt die GEZ, aber für mich sind es Betriebsausgaben, die meine Steuerlast um 220€ mindert, weiter.
Auf die 220 zahle ich aber auch 33€ weniger Kranken plus Pflegeversicherung plus Soli.
Diese Zahlung mindern wiederum meine Steuerlast, das sie der Vorsorge angerechnet werden können.
Mit Zustimmung des Staates und unser Landespolitiker füllen sich einige Lobiisten die Taschen.
Unser Landeschef hat ja am Flughafen bewiesen, was er so drauf hat, auf jeden Fall kann er keine Zusammenhänge erkennen...
Jeder der Mathe in der Schule nicht abgewählt kann den weiter rechnen...
Abgesehen davon, dass auch die versteuerten 220 € konsummäßig besser in der Region aufgehoben wären als in Köln oder Mainz. Selbst wenn man nur die Regionalzeitung abonniert, geht das Geld nicht in die dicken Autos und operierten Gespielinnnen von Profifußballern oder in Gottschalks Villa nach Malibu (Ich weiß: schlechtes Beispiel, weil Oma Gottschalk gerade nicht in ARD oder ZDF zu sehen ist - aber sie arbeiten an seinem Comeback.Unter Garantie)
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