Translate

Sonntag, 15. Juli 2012

Noch'n Zertifikat

Folgender Post ist schon etwas älter, er stammt aus einer Zeit, als der böse Geist der gegenwärtigen Regierungskoalition - ich rede von Horst Seehofer - noch Verbraucherminister in Berlin war - und wurde von Google neulich gesperrt. Irgendein verblödeter Fan des  weißblauen Ekels hatte sich beschwert und mich bei Google denunziert. Stasi in scheißblau eben. Oder gibt es etwa Menschen, die für Renate Künast zum Anscheißer werden? 

Am Vormittag eine Packung Milchreis gekauft. Neben dem Rezept zur Michreiszubereitung in ca. 12 Sprachen auch noch jede Menge Angaben über die Bezeichnung des Produktes (6 Sprachen) , das Gewicht, den Nährstoffgehalt, den Markennamen und Namen der Handelskette (6 Sprachen) , vorgeschriebene Lagerung der Packung (8 Sprachen) , auch noch ein Strichcode und natürlich etwas kleingedruckte Werbung ("weich & cremig") in 8 Sprachen auf der Packung. Wo bitte sollen denn nun noch Seehofers neue Angaben hin, die er gestern angekündigt hat? Und sind denn die Leute, die heute alles Fettige hin sich hineinstopfen und dann aussehen wie Mastschweine überhaupt in der Lage, diese Angaben für Nährwert usw. zu verarbeiten? Es ist zu bezweifeln. Wie bei seiner Vorgängerin Künast habe ich auch bei Seehofer immer den Eindruck, dass er sich entweder kein bischen mit seinem Job identifiziert (da er sich zu Höherem berufen meint), aber trotzdem oder auch gerade auf Grund dieses Höhenfluges irgendwelche undurchdachte Kampagnen anzettelt oder dass ihn seine Mitarbeitern im Ministerium bewußt doof halten. Das würde dann allerdings auch nicht für seine Führungsfähigkeiten sprechen...

Ein Sommergedicht


Liebe Sonne, scheine wieder, 
schein die düstern Wolken nieder! 
Komm mit deinem goldnen Strahl
wieder über Berg und Tal!

Trockne ab auf allen Wegen
überall den alten Regen! 
Liebe Sonne, lass dich sehn, 
dass wir können spielen gehn!

schrieb August Heinrich Hoffmann, bekannt als Hoffmann von Fallersleben (* 2. April 1798 in Fallersleben, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg; † 19. Januar 1874 in Corvey). Er war lt Wikipedia Hochschullehrer für Germanistik, der wesentlich zur Etablierung des Fachs als wissenschaftlicher Disziplin beitrug, Dichter sowie Sammler und Herausgeber alter Schriften aus verschiedenen Sprachen.

Nero macht zur Zeit das einzig Richtige: Sobald wieder (wie alle zwei Minuten) eine dunkle Wolke am Horizont erscheint, die sich gleich abregnen wird, ist er schon in seinem Körbchen und macht die Augen zu. Aber wir werden wieder spielen, alter Freund, es kann nicht ewig Mistwetter sein. Und schon im nächsten Sommer wird uns ein neuer kleiner Mensch beim Spielen unterstützen. Zumindest kann er uns schon zusehen...


Foto: Storch bei Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) - © mv 2008

Donnerstag, 12. Juli 2012

Sommerzeit.Urlaubszeit.Badezeit?

Eigentlich haben wir ein Wetter, dass man keinen Hund vor die Tür jagen möchte. Wirklich? Folgende Bilder vom stillen Liepnitzseee am heutigen Vormittag beweisen das Gegenteil und bewegen uns zum Durchhalten. Wir machen Urlaub - komme da, was wolle!






Fotos: © fv 2012

Mittwoch, 11. Juli 2012

Sondersitzung des Kreistages zum HOKAWE

Heute abend Sondersitzung des Kreistages zum gescheiterten HOKAWE-Kauf. Ich fahre nicht hin, denn erstens habe ich Urlaub und zweitens geht das Ganze wieder aus wie das Hornberger Schießen.  Die paar Oppositionellen (diesmal ist auch die Linke mit im Boot) werden sich redlich mühen.  Bodo I. und seine Zäpfchen werden das Thema wieder zerplappern, sie werden verzögern und leugnen, was das Zeug hält. Anderen den Schwarzen Peter in die Tasche hexen. Es wird recht eklig werden, wie sich diese Truppe wieder winden wird.

Die Hauptvertreter der Nationalen Front im Barnim, die im Bundestag gescheiterte Petra Bierwirth von der Verräterpartei und Danko Jur, abgewählter CDU-Bürgermeister von Marienwerder, haben schon in allen Medien getönt, dass sie die Sondersitzung als nicht notwendig ansehen. "Notwendig" ist sie tatsächlich nicht, sie ist aber peinlich für den Landrat  und seinen Klüngel, unangenehm für CDU/SPD/FDP und die Rumpftruppe der ewigen Ja-Sager von den Grünen dort im Kreistag. Doppelt peinlich ist es, wenn diese beiden lächerlichsten Figuren im Politzirkus des Barnim sich dann auch noch erdreisten, die Sondersitzung des Kreistages als "Sommertheater" zu bezeichnen. Hier zeigt sich wieder einmal überaus deutlich, was diese Leute von der Demokratie halten.

Aufklärung wird es nicht geben, sie ist im Detail auch gar nicht nötig. Wir wissen doch, dass wir unter die Räuber und Idioten gefallen sind, das war auch schon vor der heutigen Sitzung klar. Allerdings werden vielleicht dem einen oder anderen Wähler die Augen geöffnet, worum es den Bierwirten und Co. wirklich geht in diesem Land. Und insofern ist diese Sitzung wichtig.....

Samstag, 7. Juli 2012

Die Erben der letzten Völkerwanderung

So manches Bernauer Ereignis erinnert mich an den alten Scherz, dass die meisten Bernauer wahrscheinlich Nachkommen der Fuß- und Geschlechtskranken der letzten Völkerwanderung sein müssen. Diese waren ob ihrer gravierenden Erkrankungen so geschwächt, dass sie das Bächlein Panke nicht mehr überqueren konnten. Sonst wären sie Berliner geworden. (Für Ortsunkundige: Die Panke ist auf Bernauer Gebiet höchstens zweimeterfuffzig  breit und vielleicht an ihrer tiefsten Stellen 30 cm tief) Vergessen dürfen wir an dieser Stelle nicht, dass einige der oben genannten Krankheiten auch Erkrankungen des Gehirns nach sich ziehen können. Aber das nur nebenbei.

Jedenfalls war die unüberwindbare Panke ein Glück für die Berliner. Denn diese Art von Menschen  - immer ein bisschen unfreundlich zu "Fremden", neidisch auf jeden Nachbarn (vor allem natürlich auf die Berliner) , ziemlich  genervt und sich vor allem als etwas ganz Besonderes fühlend - blieben am Ort und gründeten Bernau. Glücklicherweise sind heute nicht mehr alle so, aber sie häufen sich offenbar in Stadtverordnetenversammlung und in entscheidenden Verwaltungspositionen.

Wie folgendes Beispiel beweist: Es gibt auch in Bernau Menschen, die arbeiten gehen, die unter Umständen einen langen Tag haben, aber trotzdem noch ein Ehrenamt bekleiden.. Auch soll es in Bernau Menschen geben, die in Berlin arbeiten - für eingefleischte Bernauer (siehe oben) etwas ganz Verdächtiges.

Als solcher Mensch war der Stadtverordnete und Vorsitzende der Unabhängigen Fraktion Peter V. am vergangenen Donnerstag den seit Jahren leider üblichen Tücken des Bahnbetriebs ausgesetzt und kam zur Sitzung des Bernauer Hauptausschusses ganze fünf Minuten zu spät. Da waren die Messen schon gesungen: Man hatte ganz schnell den Tagesordnungspunkt zu der von den Unabhängigen vorgeschlagenen neuen Verwaltungsstruktur - konkret geht es um das wegen des völligen Versagens des für das Bauwesen in Bernau zuständigen Dezernenten Illge notwendig gewordene Dezernat IV, das Baudezernat - abgehandelt und sich zu diesem Punkt vertagt. Was Herr V. nicht wissen konnte, da er sage und schreibe 5 Minuten zu spät kam.

Wie unter Kleinkindern üblich, wollte man ihm nun auf Nachfrage nicht einmal mitteilen, was zu dem Antrag seiner Fraktion zum Dezernat IV besprochen worden war. Er musste mehrfach darum bitten, ihm doch wenigstens das Ergebnis der Diskussion  mitzuteilen . Mehrere Ausschussmitglieder ereiferten sich, warum ihm diese Information überhaupt gegeben werden solle, wenn er doch zu spät gekommen sei. Auch der Dezernent Illge, wegen dessen Unfähigkeit die Vorlage zum Umbau der Verwaltung überhaupt erst nötig geworden war, mischte sich in die Diskussion ein, obwohl sich Verwaltungsmitarbeiter, solange sie keine Wahlbeamten sind, politisch neutral und sachlich-objektiv zu verhalten haben. Eindeutig unterstes Kindergartenniveau, obwohl - auch die Bernauer Kleinen im KITA-Alter  sind heute wesentlich  klüger

Wen wundert' s, dass sich Peter V. daraufhin entschloss, die  Kindertagungsstätte zu verlassen.

Politik in Bernau ist zwar aus verschiedenen Gründen viel, viel schwieriger als das Abschütteln des britischen Kolonialjochs für einen ganzen Subkontinent. Trotzdem erlaube ich mir, an dieser Stelle Mahatma Gandhi zu zitieren. Die "große Seele" sagte einst: " Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du". In Bernau sind wir jetzt gerade bei Schritt Nummer Drei, sie bekämpfen uns. Dieses Bekämpfen ist mitunter nervend und immer völlig niveaulos. Aber ich bin sicher, dass die hohe Zeit unserer Erben der Völkerwanderung langsam dem Ende entgegen geht...

P.S.: Wer sich jetzt wieder über diese Satire aufregt, möge sich einfach den Mantel des fuß - oder geschlechtskranken Bernauers nicht anziehen, sich zukünftig wie ein Erwachsener benehmen und vor allem mir zu Gute halten, dass ich von Geburt an Schönower bin, der sich im  Jahre 2003 in eine Zwangsehe mit diesen eigenartigen Nachbarn begeben musste. Und als Schönower darf ich so über die zwangsangetrauten Partner reden.

Foto: Stadtansicht von Bernau bei Berlin ( © fv 2009)

Freitag, 6. Juli 2012

Kanonen-Segner Overbeck juristisch kein Volksverhetzer


 Vorab gesagt: Ich habe nichts anderes von der Staatsanwaltschaft Essen als Reaktion auf meine Anzeige des Militär-Bischofs Overbeck  erwartet. Insofern war die Enttäuschung nicht allzu groß bzw. gar  nicht vorhanden.

Interessant sind allerdings die juristischen Handstände, Volten, Rollen rückwärts und Saltos am Reck, deren der arme Mann der Rechtspflege sich dort in Essen befleißigen musste. Nur um unsere militanten christlichen Taliban von Staats wegen zu schützen. Aber da die Staatsanwaltschaft Essen ja meint, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland so einiges aushält, nenne ich diesen unseligen Menschen Overbeck weiterhin einen Volksverhetzer. Der er auch ist. Sogar ein ganz schlimmer.

Nun steht noch die Antwort des - traut man den heute veröffentlichten Umfragen - beliebtesten Kriegsministers aller Zeiten aus. Ratet mal, was der mir schreiben wird?

Finaler Super-Gau für den Datenschutz

"‎... und denkt dran: In der DDR gab es diese böse böse Stasi." kommentiert mein Rechtsanwalt und jüngster Sohn heute das Abnicken der Änderung des sogenannten Melderechtsrahmengesetzes (MRRG) durch den Bundestag am 29. Juni.. Das Volk ist noch im Fußball-Verlierertaumel - und schon ziehen Lobbyisten ihr Ding durch und keiner merkt es! 


Künftig dürfen Meldeämter unsere persönlichen Daten verkaufen, ohne dass wir dagegen widersprechen können  "Im Paragraph 44 des MRRG, der die Herausgabe der persönlichen Daten beispielsweise an anfragende Unternehmen regelt, hieß es noch im Entwurf vom November 2011: "[...] die Auskunft verlangende Person oder Stelle erklärt, die Daten nicht zu verwenden für Zwecke a) der Werbung oder b) des Adresshandels, es sei denn die betroffene Person hat in die Übermittlung für jeweils diesen Zweck eingewilligt." kann man bei "CHIP" nachlesen


Und: "In der finalen Gesetzesfassung vom 27. Juni 2012 hingegen steht etwas völlig anderes: "Es ist verboten, Daten aus einer Melderegisterauskunft zu Zwecken der Werbung oder des Adresshandels zu verwenden, [...] wenn die betroffene Person gegen die Übermittlung für jeweils diesen Zweck Widerspruch eingelegt hat. Dies gilt nicht, wenn die Daten ausschließlich zur Bestätigung oder Berichtigung bereits vorhandener Daten verwendet werden." Der letzte Satz hat eine gewaltige Tragweite: Jede Firma, die jemals irgendwelche Daten von Ihnen erfasst hat, kann diese Daten künftig vom Einwohnermeldeamt berichtigen oder bestätigen lassen." heißt es in der Zeitschrift weiter.


Kein Entkommen vor der Werbeflut. Widerspruch ist zwecklos. Und zieht man um, fragt der Adressenhändler beim Meldeamt einfach nach der neuen Adresse  Es erfolgt ja nur eine Berichtigung. Ein Super-Datenschutz-GAU! Diese Regierung ist inzwischen schon so schlimm, dass selbst "CHIP" - eher ein Computer-Fach- denn ein Politmagazin - die Frage stellt, "warum sich Politiker immer wieder (fragen), warum sich die Bürger von ihnen verraten und verkauft fühlen".

Und unsere Kreisverwaltung wird wohl dann demnächst zwei blaue Tonnen für Altpapier vor jede Haustür stellen müssen...


Mittwoch, 4. Juli 2012

Wahrheit und Klarheit


Neulich hatte ich mich hier an dieser Stelle unmissverständlich dazu geäußert, was ich von Konzepten im allgemeinen und von Konzepten speziell in Bernau halte: Nichts. Der entsprechende Leserbrief wurde tatsächlich in der "Märkischen Oderzeitung" gedruckt und stieß natürlich auf heftige Kritik. Denn man fühlte sich angesprochen und ertappt (siehe links, zum Vergrößern bitte anklicken)

Nun schätzt nicht  nur die  Unabhängige Fraktion Bernau  den sachlichen Umgang von und mit Frau Ziemann. Mit anderen Worten: Sie ist ein angenehmer Zeitgenosse. Das ist schon viel Wert und muss an dieser Stelle ausdrücklich betont werden. Allerdings ist ganz offensichtlich bereits Wahlkampf angesagt. Im Wahlkampf nimmt man es mit der Wahrheit nicht so genau, man biegt sie sich zurecht und manchmal wird sogar ganz offenkundig gelogen. Vor diesem Hintergrund  hat mich Frau Ziemanns Entgegnung auf meinen Leserbrief zum Sozialkonzept fast amüsiert, da hier versucht wird, das Wirken der Linken in der Bernauer Stadtpolitik in ein Licht zu rücken, das der Wahrheit nicht entspricht. 

Zu den Fakten: 
  • Es waren die Linken, die den Antrag der Unabhängigen auf Erhöhung des Bürgerhaushaltes auf 200.000 Euro abgelehnt und somit eine stärkere Bürgerbeteiligung verhindert haben. 
  • Bereits vor 5 Jahren forderten die Unabhängigen zudem, dass den Stadtverordneten alle Termine von Anliegerbesprechungen bei Straßenausbaumaßnahmen mitgeteilt und die Protokolle vorgelegt werden. Dieses Ansinnen wurde seinerzeit von den Linken massiv bekämpft. 
  • Erst vor 2 Monaten wurde der Antrag der Unabhängigen Fraktion in der Bernauer SVV, wonach die Anlieger über den Umfang (und damit über die für sie anfallenden Kosten) der Straßenbaumaßnahmen vor ihrer Haustür  mitentscheiden sollen, von den Linken abgelehnt. 
  • Ebenfalls ist unser Vorstoß von vor 4 Jahren, die Protokolle der Sitzungen ins Internet zu stellen, damals am massiven Widerstand der Linken gescheitert und wurde dadurch  erst Jahre später umgesetzt.
Auch was die Ortsumgehung betrifft, verschweigen Die Linken einen entscheidenden Punkt: Die größten Versäumnisse zur Realisierung einer echten Ortsumgehung wurden in den 90er Jahren gemacht. Regelmäßige Vorstöße der Unabhängigen zum Bau einer kleinen kommunalen,  aber wirksamen Entlastungsstraße wurden ebenfalls von den Linken abgeblockt. Und dass die Bernauer Stadtverordneten dem völlig blödsinnigen Streckenverlauf der vom Land favorisierten Vogelsänger-Variante nicht zustimmten, ist vor allem dem Unabhängigen Thomas Strese zu danken. Abseits aller Polemik und Ideologie hat Herr Strese nämlich in Vorbereitung der SVV-Abstimmung mit Fotoapparat und Notizblock den Unsinn dieser Streckenführung durch die von EU-Gesetzen geschützte Panke-Niederung umfassend dokumentiert und damit die eigentlichen Entscheidungsvoraussetzungen für die Stadtverordneten  geschaffen. 

Nebenbei gesagt: Die Linken regieren in Potsdam mit, sie stellen einige Minister. Auf vernünftige Vorschläge aus dieser Ecke für eine Ortsumgehung wartet Bernau schon viel zu lange. Und: Dass der linke Finanzminister dringend auf die Altanschließerbeiträge wartet und deshalb die von den Bernauer Linken zu diesem Thema geforderten Einwohnerversammlungen in Wirklichkeit nur Opium für das Volk sind, pfeifen nicht nur  die Bernauer Spatzen von den Dächern.

Überhaupt fällt mir bei den von Frau Ziemann aufgezählten Erfolgen linker Politik in Bernau auf, dass es immer nur um konsumtive Maßnahmen geht. Brauchte Bernau ein Kunstkonzept, sind durch dieses Konzept das völlig vergammelte Konrad-Wolf-Denkmal oder das zerschlagene Denkmal an die Hexenverbrennungen restauriert worden? Werden durch das Kunstkonzept die scheußliche Replika des Mühlentors oder die Wappenuhr oder weiterer geschmackloser Nippes in der Stadt verhindert? 

Linke Politik in Bernau bedeutet: Hier mal schnell eine Idee, da ein Konzept und noch ein Plan – und alles wird schnell wieder vergessen und noch schneller abgelegt. Man suggeriert Politik, tut so als ob. Konsequente, nachhaltige Politik zum Wohle der Stadt sieht anders aus. 

Was will man mit einem alle drei Jahre fortgeschriebenen Sozialreport eigentlich bewirken? Man bleibt nicht nur in der SVV-Vorlage nebulös. 

Wer zahlt für die Unzahl von Kultur-, Sozial-  und Kunstkonzepten, ganz zu Schweigen davon, dass sie nie wirklich realisiert werden? Wirtschaftsverstand und damit die Beantwortung der Frage, wer für das alles aufkommt, geht den Linken nämlich völlig ab. Mittelstandspolitik und Schaffung von Arbeitsplätzen - und damit Steuereinnahmen -  spielen bei linker Mehrheit in der SVV in Bernau  keine Rolle. Nicht zuletzt gehören die wortgewaltigsten ideologischen Gegner der Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes und damit einer Investition in die finanzielle Unabhängigkeit Bernau zur linken Fraktion der SVV. 

Gewerbeansiedlungen, die neue Arbeitsplätze bringen - wie zuletzt des Media-Marktes in Rehberge - werden vehement bekämpft. Dazu nutzt man dann auch die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat des Gewerbegebietes. 

Den Lieken-Mitarbeitern wurden sinnlose Hoffnungen auf Erhalt ihrer Arbeitsplätze gemacht. Ominöse, nie erstellte, geschweige realisierte  Rettungskonzepte für die Großbäckerei wurden in Aussicht gestellt, man bemühte sogar angeblich einen ehemaligen Deutschen Banker- und torpedierte mit diesen Verheißungen  die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Barilla. 
.
Nach Ansicht der Unabhängigen muss sich Bernau wesentlich bürgerfreundlicher entwickeln. Aber auch hier herrscht Funkstille bei linker Politik. So kam der Vorschlag im Finanzausschuss anlässlich der Bewertung der Bürgervorschläge zum Bürgerhaushalt 2012, den Bürgerhaushalt gleich ganz zu streichen und damit das viele Geld zu sparen, aus den Reihen der linken Stadtverordneten. So sieht in Wirklichkeit linke Bürgerbeteiligung aus...




Bild: Bürgerhaushalt (Dr. Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de)

Dienstag, 3. Juli 2012

Null + Null = EU

"Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist."  meinte Stanislaw Jerzy Lec ((* 6.3.1909 als de Tusch-Letz in Lemberg; † 7.5.1966 in Warschau). Lec war ein polnischer Lyriker und Aphoristiker.

Die Gipfel der hochangebundenen Nullen, auf denen Puttchen Merkel herumturnt und unser Geld ausgibt, hatte er da noch nicht einmal erlebt...

Samstag, 30. Juni 2012

Pressemitteilung der Bürgerinitiative: Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat!


BI-Aktion: Erdkabel statt Freileitung! 
Der Gelbe Pfeil erreicht Eberswalde

Am kommenden Montag, 2.7.2012, wird die Bürgerinitiative in Kooperation mit dem Ortsvorsteher von Finow, Arnold Kuchenbecker und dem Ortsvorsteher des Brandenburgischen Viertels, Carsten Zinn, an der Trasse der geplanten 380-kV-Freileitung zwei Gelbe Pfeile setzen, um die Forderung nach der Erdverkabelung der geplanten 380-kV-Höchstspannungsleitung  im Stadtgebiet  sichtbar zu dokumentieren.
 
Die Aktion, zu der die Presse und die Eberswalder, vor allem die Anwohner recht herzlich eingeladen sind, beginnt um 19.30 Uhr unter der 220-kV-Freileitung an der Eberswalder Straße Ecke Kopernikusring.

Um 20.15  Uhr  wird der Gelbe Pfeil unter der 220-kV-Freileitung an der Ecke  Schönholzer Str. / Zum Schwärzesee im Brandenburgischen Viertel gesetzt.

Der Gelbe Pfeil wurde vom Freileitungsprotest in Niedersachsen entwickelt. 380-kV? Ab in die Erde!  Das ist die Botschaft dieses Symbols.

Der Gelbe Pfeil ist eine Orientierungshilfe für die Bürger, die erkennen, wo die 380-kV-Freileitung geplant ist, aber auch für die Planer von 50 Hertz Transmission, denn er symbolisiert die Forderung der Erdverkabelung der Stromleitung, die von der Stadt erst kürzlich wieder bekräftigt wurde.

Mit dieser Aktion weist die Bürgerinitiative auf das gegenwärtig laufende Beteiligungsverfahren hin. Bis zum 16.Juli können die Bürger Einwendungen gegen die geplante 380-kV-Freileitung bei der Genehmigungsbehörde, dem Bergamt im Cottbus, einreichen.

Die Bürgerinitiative appelliert an die Bürger, ihre Beteiligungsrechte wahrzunehmen und dafür die  Bürgerinformation der BI zu nutzen.  

Chorin, 28.6.2012

Hartmut Lindner
Sprecher der BI: Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat!


Bürgerinitiative
Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat!
Choriner Ende 5 
16230 Chorin OT Senftenhütte


Foto: Petra Bork / pixelio.de

Zerreden, Verzögern, Verhindern

Wie nach dem Verlauf der Ausschußsitzungen nicht anders zu erwarten war, wurde der Vorstoß der Unabhängiggen Fraktion in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung zur Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes von den Bernauer Ratsdamen und -herren mit fadenscheinigen Argumenten abgeschmettert. Auch ich hatte mir im Finanzausschuß den Mund fusselig geredet und musste mir den größten Blödsinn entgegnen lassen. Die Linke hatte sogar einen Volkswirtschaftsstudenten aufgefahren, der unsere Datenbasis - da von einem bundesweiten Unternehmerverband - als einseitig geißelte. Zweifelllos ist an der DIHK zu kritisieren, dass sie keine pseudorevolutionärte Gruppe ist. Aber wenigstens versteht diese Organisation etwas von Wirtschaft. Im Gegensatz zur Bernauer Linken. Als der linke Agitator dann eine Vergleichbarkeit von Bernau und  Ludwigsfelde bestritt, hatte er sich zumindest in meinen  Augen völlig disqualifiziert. Allerdings setzte dann der Herr H., im Jahre 2011 noch der Oberverhinderer der Ansiedlung des Mediamarktes im Gewerbegebiet Rehberge, sogar noch  einen in Inkompetenz drauf, in dem er unsere Zahlen der Gewerbegebietsauslastung in Bernau als veraltet bezeichnete. Tja, Pech gehabt, lieber Herr H.! Ganz offensichtlich haben Sie und Ihre Aufsichtsratskollegen des Gewerbegebietes Rehberge die neuesten Zahlen nicht an die WITO, die Fördergesellschaft des Landkreises Barnim für Wirtschaft und Tourismus, gemeldet. Daher waren nämlich die Zahlen und neuere gab es in Eberswalde oder im Bernauer Rathaus  nicht. Bei wem liegt also der Schwarze Peter?

Wie dumm und ideologisch verbohrt muss man eigentlich sein, wenn man eine Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes - also einen Anreiz zur Ansiedelung von mehr Gewerbe auf den überwiegend leer stehenden Gewerbeflächen der Stadt und damit eine Investition für zukünftige Ennahmen- als Steuergeschenk an die Unternehmer bezeichnet?

Chaos also und ständige Verhinderung, wohin man auch guckt. Was man nicht sofort verhindern kann, wird erst zerredet und damit verzögert und schließlich doch tot geschlagen. Man wähnt sich auf dem richtigen Weg und rennt doch nur einem Wahn hinterher.Wir sind ja in Bernau soooo gut, uns kann keiner und die Globalisierung findet ausschließlich bei uns statt. Weil wir Bernauer sind. Was ganz Großes.

Ich überlege immer öfter, ob man diese Kälber nicht einfach sehenden Auges in die Messer laufen lassen sollte. Die Messer, die da "Auslaufen des Solidarpaktes II" oder "Senkung der Schlüsselzuweisungen" oder   "Schuldenbremse"  oder gar "Eurokrise"  heißen. Rettungsschirm ? Nie gehört ! Macht sich irgend jemand  mal Gedanken , woher die Gelder kommen sollen, wenn nicht von den Ländern und Kommunen?

Aber dann denke ich an die vielen vertrauensvollen Bürger der Stadt Bernau, die diese Art von dilettantischen "Volksvertretern" eigentlich nicht verdient haben.

Wie die Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung zur Vorlage abgelaufen ist,  kann man übrigens hier nachlesen.
..

Freitag, 29. Juni 2012

Heute mal - wen wundert's - mit Fußball

Eigentlich war die Sache klar: Wie kann man nur gegen eine Mannschaft antreten, in der der beste Stürmer Bal(l)otelli heißt? Musste schiefgehen.

Nun, die Jungs haben in Ehren verloren. M. meinte zwar zwischendurch, die Italiener hätten etwa 15 Spieler auf dem Feld und alle würden vor ihrem Tor stehen. Hat mal jemand gezählt? Aber diese Übermacht in der Verteidigung nach dem 0:2 war nur gefühlt. Und natürlich logisch.

Das Spiel war spannend, die deutsche Mannschaft ist im Gegensatz zu den routinierteren Kämpfern aus Italien wesentlich jünger. Noch nie erschien mir zudem eine deutsche Nationalmannschaft so elegant und als Ganzes durchweg intelligent .Beste Voraussetzungen also für neue Taten. Löw hat alles richtig gemacht  In zwei Jahren zur WM sieht alles schon wieder gaaanz anders aus. 


Allerdings wird nun wieder das übliche Scherbengericht einsetzen und die, die vorher laut "Jogi hier und Jogi da " säuselten, werden kein gutes Haar am Bundestrainer lassen. Die Attacken haben ja schon begonnen.
Nichts Neues. Die Hyänen jaulen, die Mannschaft und Joachim Löw machen (hoffentlich) weiter...



Mittwoch, 27. Juni 2012

Tag der offenen Tür in der Kreisverwaltung: Beirat für Migration und Integration stellt sich vor

Der Beirat für Migration und Integration stellt sich am Tag der offenen Tür der Barnimer Kreisverwaltung am Samstag, den 30. Juni in Eberswalde einem breiten Publikum vor.


Bitte lesen Sie hier weiter....


Grafik: Integration (Gerd Altmann / pixelio.de)

Ihrke war Einkaufen

Der Chef des Barnimer Landratsamtes war Einkaufen: Im Selbstbedienungsladen. Mit unseren Steuergeldern. Das heißt, unser Steuergeld musste weg.Und da der Landrat von der traurigen Gestalt, Bodo Ihrke, das bankrotte HOKAWE nicht kaufen konnte, musste nun etwas Anderes, aber natürlich auch etwas Teures, her. Kennt jeder, nennt sich Frustkauf.


Und Bodo hat zugeschlagen. Wie die "Märkische Oderzeitung" heute berichtet hat die Kreisverwaltung einen  Opel Ampera mit  111-Kilowatt-Elektromotor unter der Haube als neuen Dienstwagen des Barnimer Landrates angeschafft. "Gut ausgestattet kommt der futuristische Ampera auf fast 50000 Euro Listenpreis" weiß die Zeitung weiter, wenn man auch vom neuen Pressesprecher des Landrates wie fast immer keine vernünftige Auskunft bekommen konnte. Das Bürschlein hat noch nicht die richtige Übung im gezielten Verschleiern von politischen Sachverhalten, er übt noch und kommt dabei immer wieder ins Schleudern. Mal sehen, wie lange die Nationale Front im Landkreis ihn üben lässt. 


Meiner unwesentlichen Meinung nach dürfte Ihrke ja eigentlich höchstens Dreirad fahren - wenn es denn wirklich nach Leistung ginge in diesem unseren Land. Und dass man uns den ganzen Kauf dann auch noch als was ganz Großes verkaufen will, ist natürlich auch ein  Treppenwitz.


 Über den Sinn oder besser Unsinn des Kaufes des sogenannten Öko-Autos klärt uns der Artikel der "MOZ" auf. Und wenn auch der Anschaffungspreis des Gefährtes im Dunklen bleibt, freuen wir Steuerzahler uns doch an zwei  Möglichkeiten: 

  • Vielleicht hat Ihrke ja das Auto - wie auch sein Amt - in einer Lotterie gewonnen?
  • Am Tag der offenen Tür der Kreisverwaltung  am kommenden Sonnabend darf jedermann den Dienst-Opel des Landrats in Eberswalde Probe fahren - in Begleitung eines Mitarbeiters der Verwaltung.


Da sehen wir gern darüber hinweg, dass wir wie immer für das teure  Spielzeug unserer Oberen aufkommen dürfen...


Grafik: Grabmal der unbekannten Steuergelder (Gerd Altmann, pixelio.de) 

Lächerliche Summen

Auf  310.000.000.000 Euro beziffert das Bundesfinanzministerium die Haftung der BRD  für die Bürgschaften und Kredite für die Euro-Rettung. Ein Ende der Währungsunion wäre aber noch teurer  Meint das Bundesfinanzministerium nach einem Bericht des Handelsblattes. Dreihundertundzehn Milliarden - dadurch wird die schon bestehende Pro-Kopf-Verschuldung jedes einzelnen Bundesbürgers in Höhe von derzeit ca. 25.998 Euro gerade einmal um die lächerliche Summe von 388 Euro erhöht. Wirklich nicht der Rede wert. Meint wahrscheinlich das Bundesfinanzministerium. Sicherlich will uns das Bundesfinanzministerium auch einreden, dass o.g. 310 Milliarden niemals fällig werden, da es ja nur Bürgschaften und Kredite sind. Worauf wollen wir wetten? Okay, war nur ein Versuch, Euch über's Ohr zu hauen. Kommt nicht wieder vor - jedenfalls nicht so plump und nicht in diesem Blog.

Dass Deutschland inzwischen mit einer offiziellen Staatsverschuldung von 1,977 Billionen  = 1.977.000.000.000 Euro oder 3.866.675.900.000 Deutsche Mark ( Wert von  September 2011, entspricht etwa 81,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, also dem Gesamtwert aller GüterWaren und Dienstleistungen , die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen) leben muss, zu der noch einmal rund 5 Billionen Euro an nicht getätigten Pensionsrückstellungen und anderen Lasten kommen - über die sich anscheinend keine Sau in dieser Regierung einen Kopf macht -  sagen wir mal an dieser Stelle an niemanden  weiter.


Das Bundesfinanzministerium meint wahrscheinlich auch, das Fass ohne Boden namens Euro und Bankenrettung wäre schon voll und alle bedürftigen Banken oder Milliardäre seien gerettet. Dabei hat sich gerade ganz nebenbei und unbemerkt das kleine Zypern unter den Euro -Rettungsschirm geflüchtet. Griechenland/ Italien/ Spanien/ Portugal/ Irland/ Frankreich/ Belgien/ Slowenien / Deutschland usw. sind gerettet/ nicht gerettet/ bankrott/ explodiert/ gerade untergegangen. (Nicht Zutreffendes bitte streichen).

Was soll man zu einer derartigen Politik noch sagen, ohne sich ständig zu wiederholen ? Vielleicht nur noch eines: "Kinda, Kinda, kooft Kämme - 's kommen lausige Zeiten"

Und dieser Spruch stammt von meiner Tante Hedwig. Sie starb 1983 im hohen Alter von 93 Jahren und  hatte noch viel größere Vollidioten und Verbrecher an der Regierung erlebt....

Bild: Schwebende Verfahren (Gerd Altmann / pixelio.de)


Dienstag, 26. Juni 2012

Schauspieler und Regisseur Til Schweiger verrückt geworden?

Der Zivi - ja, der Typ hat den Dienst an der Waffe verweigert - Til Schweiger turnt bei der Bundeswehr in Afghanistan herum und bringt dort sein Verständnis und seine Bewunderung für "unsere"  Soldaten  im Kriegseinsatz zum Ausdruck . Nun ist Schweiger zwar Wessi und als solcher per se nicht in der Lage, politische Zusammenhänge zu erkennen. Trotzdem kann er nicht so naiv sein und nicht merken, wer ihn dort vor den Karren spannt.

Nachdem nun auch der über alles und von allen geliebte Bundespräsident, Kanonen- Pfarrer Gauck, anlässlich eines Besuches bei der Bundeswehr-Akademie festgestellt hat, dass es süß und ehrenvoll ist, für das Vaterland zu sterben - auf entsprechende persönliche, konsequente  Heldentaten seinerseits warten 70 Prozent der Ostdeutschen - und die Bevölkerung nur zu verbockt ist, um das endlich anzuerkennen, reiht sich auch Knatter-Mime Schweiger in den Chor der Hyänen auf dem Schlachtfeld ein. Deutschland und damit vor allem wir alle sollen fit gemacht werden für weitere Kriege in aller Welt. Noch sperrt sich die Mehrheit. 


Bleibt die Frage, warum Schweiger sich vor die Geschützlafetten spannen lässt? Wie gesagt, naiv ist er nicht. Bleiben noch Verblendung, Geisteskrankheit oder Geldgier.Er hat den Bundeswehrdienst verweigert, Verblendung müsste eigentlich als Grund für diesen Blödsinn ausscheiden. Vielleicht ist er nur korrumpierbar und seine Scheidungskinder brauchen mehr mehr Geld ? Oder er ist wirklich über Nacht irre geworden.


Sei es wie es sei: Noch ein sogenannter Künstler mehr, dessen Erzeugnisse ich mir künftig sparen werde...

Samstag, 23. Juni 2012

Schweigen im (Ebers-) Walde

SPD und CDU - im Barnim in treuer Blockflöten-Nibelungentreue vereint - tun gemeinsam alles, um den gescheiterten Landrat zu schützen. So schart man sich um den Möchtegern-Fabrikbesitzer Ihrke, der sein Holzkraftwerk nun doch nicht gekauft hat. Die politischen Hintergründe des angestrebten Kaufs, der massiven Stimmungmache vor der entscheidenden Kreistagssitzung und die Umstände des Scheiterns dürfen partout nicht an das Tageslicht. Allerdings gibt es noch Fraktionen im Barnimer Kreistag, die nicht locker lassen werden:

Bitte lesen Sie hier weiter....

Mittwoch, 20. Juni 2012

Sozial, sozialer, Sozialreport

Das Positive zuerst: Für den am vergangenen Donnerstag in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung gegen die Stimmen der meisten anderen Fraktionen beschlossenen Sozialreport der Linken müssen nun nur noch 40 Kennziffern zusammen gestellt und ausgewertet werden. In einem ersten Entwurf sollte die Bernauer Stadtverwaltung noch 60 Datensätze erfassen. Das Negative: Es sind noch 40 Kennziffern zuviel

Nun könnte man als Steuerzahler meinen, dass die Linke - wenn sie einen Sozialreport braucht - diesen gefälligst auch bezahlen soll. Aber man ist raffinierter, man lässt die Stadtverwaltung arbeiten und uns alle zahlen. Und als sozial denkender Mensch könnte man fast denken, dass ein derartiger Report wirklich wichtig ist. Wirklich ?

"Der Sozialreport ist ein richtiges Dokument, um künftig in unserer Stadt zielgenauer Entscheidungen in verschiedenster Hinsicht treffen zu können" heißt es da in dem Antrag der Linken an die SVV  Von einem bisher bei Entscheidungen der Stadtverordneten zu Rate gezogenen Bauchgefühl ist die Rede. Man möchte die Arbeit der Ratsdamen  und  - herren auf eine solide statistische Grundlage stellen. Nichts dagegen zu sagen. Warum man aber dann eine Vorlage zur Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes zum Zwecke der besseren Auslastung der immer noch zu leeren Gewerbegebiete der Stadt aus einem lächerlichen revolutionären Bauchgefühl  heraus mit dem Argument bekämpft, hier würden Steuergeschenke an Unternehmer verteilt und die Datenbasis des DIHT - in den Augen einiger übereifriger linker Volkswirtschaftsstudenten offensichtlich als konterrevolutionäre Institution verschrien - wäre einseitig, erschließt sich dem langjährigen Beobachter linker Spiegelfechterei nicht.

Bringen wir etwas Licht in die Angelegenheit: Im nächsten Jahr sind wichtige Wahlen - Bundestagswahlen. Frau E. - in Bernau auch die Heilige Dagmar genannt - möchte wieder rein. Da den Linken die Wähler wegsterben und neue Mitglieder wahrscheinlich nur dann gewonnen werden können, wenn sie selbst für eine  Mitgliedschaft bei den Piraten zu dick und unbeweglich sind, sieht es zur Zeit nicht gut aus.

In Brandenburg kommt noch dazu, dass der Chef-SPD-Schwiegersohn und Ministerpräsident Platzeck den Regierungspartner PDL kräftig demontiert hat. Braunkohleverstromung, unterirdische Kohlendioxidverpressung, ekelhafte Nachbarschaftsfehden von linken Ministern mit harmlosen Ponyhofbetreibern am Rande des Existenzminimums, gnadenlose Anpassung an die SPD - dafür steht die Brandenburger Linke heute. Die Bernauer Linke ist vor allem als Verhinderer von Gewerbeansiedlung bekannt. Man hat sich im Politzirkus dieser Republik gut eingerichtet, das Girokonto wird jeden Monat wohl gefüllt. Da ist ein bisschen Arschkriecherei bei der SPD wohl nicht zuviel verlangt. Dieser Opportunismus  fällt der PDL allerdings jetzt auf die Füße, denn  der Wähler ist nicht ganz so dumm, wie mancher Funktionär denkt.

Höchste Zeit also für die PDL, sich wieder einmal als Rächer der Witwen und Waisen zu präsentieren. Und da einigen Linken ganz offensichtlich der Führungsoffizier verloren gegangen ist, beauftragt man kurzerhand die Stadtverwaltung mit Datensammelei. Und man macht gleich einen Rundumschlag: Zahlen zur Bildung, Umwelt, Wahlbeteiligung, soziale Verhältnisse nach Ortsteilen sollen da gesammelt werden. Gesundheit, kommunale Ökonomie und Erwerbstätigkeit werden erfasst. Gleichzeitig bricht man in Tränen aus: " Es gibt die verständliche Sorge, ein solcher Report wäre zu teuer..". "Wir erkennen aber, dass die Daten bzw. Quellen im Wesentlichen alle existieren" gibt man sich in dem Antrag an die Bernauer SVV überzeugt. "Bundesagentur für Arbeit, Landkreis Barnim, Finanzamt, Statistisches Schulamt, Stadtverwaltung, Vereine, Arbeitslosenserviceeinrichtungen, Wohlfahrtsverbände" werden als ausdrückliche Quellen genannt, die es abzuschöpfen gilt. Die Daten sind tatsächlich da, das stimmt sogar, aber sie existieren aus guten Gründen in unterschiedlichen Institutionen und verschiedenen Datenbanken und eben nicht in einer Zentralkartei in der Berliner Normannenstraße, der ehemaligen Zentrale von Mielkes Mannen.

Der Gipfel der Demagogie ist dann in dem Moment erreicht, wenn man dem Leser der "Märkischen Oderzeitung" heute morgen per Leserbrief weismachen will, dass auch andere Kommunen (Plural !) in Brandenburg derartige Stasiakten führen und diese auch nutzen. Auf Recherche der Bernauer Stadtverwaltung kam heraus, dass einzig Strausberg einen Sozialreport erstellt, dafür extra eine teure Verwaltungsstelle geschaffen hat und der Nutzen bzw. die Nutzung des Reports sich bisher - freundlich ausgedrückt -  in engen Grenzen hält.

Ein ganz privates Fazit: Meine inzwischen über 40-jährigen Erfahrungen mit statistischen Erhebungen zeigen eindeutig, dass statistische Daten immer nur kurzfristige und schnell vergängliche Momentaufnahmen sind. Datenerhebungen quasi auf Vorrat sind daher sinnlos, denn das Leben ist viel schneller als jede Statistik. Im Falle einer anstehenden politischen Entscheidung z.B. zu Schulneubauten o.ä. wird die Bernauer Stadtverwaltung in jedem Fall für teures Geld neue und zusätzliche Daten erheben müssen. Die dann bei der bürokratischen Langsamkeit unserer Planungsprozesse im Falle der Realisierung auch schon wieder veraltet sein werden. Der teuer und aufwändig erstellte Sozialreport wird also das Schicksal der meisten Bernauer Konzepte und Ausarbeitungen teilen. Er verschwindet in einem großen Schrank, dessen Standort im Bernauer Rathaus nur der  Bürgermeister kennt. Die Steuergelder dafür sind allerdings weg, ohne dass sich irgendetwas bewegt hätte. Auch die Heilige Dagmar weiß das. Es geht also nur darum, wieder einmal Aktivität zu zeigen. Wegen der nächsten Wahlen... 




Grafik: Privat - kein Zutritt (Gerd Altmann / pixelio.de)




Dienstag, 19. Juni 2012

Die Wende und der Goldrausch der Ganoven

"Eine Bewegung, die als Triumph der Demokratie begann, endete mit einer großen Niederlage. weil einfach die Demokratie und der Rechtsstaat am Ende nichts zu sagen hatten." meinte Dirk Laabs im Interview mit Inforadio Berlin zu seinem Buch " Der deutsche Goldrausch: Die wahre Geschichte der Treuhand" (Pantheon Verlag München; 3. Auflage 2012).

Laabs deckt in seinem Buch Schandtaten der Treuhand, ihrer Manager und der für sie verantwortlichen Politiker auf, die wir zwar irgendwann schon alle vermutet hatten, aber nicht mal in unseren finstersten Träumen für real gehalten hätten. Dass er dabei hinterhältige Machtpolitiker wie Schäuble oder den Lieblingspopulisten des wütenden Kleinbürgers, Thilo Sarrazin, als das entlarvt, was sie sind - nämlich charakterschwache Kleinganoven, die sich rücksichtslos an die Macht geboxt haben und diese Macht gnadenlos gegen Unterlegene einsetzen - macht das Buch richtig lesenswert. Fazit: Wir ehemaligen DDR-Bürger sind damals spätestens im März 1990 wirklich unter die übelsten Räuber und größten Halsabschneider gefallen. Und wohl niemals in der deutschen Geschichte war der Name einer staatlichen Institution verlogener und daher zur Vernebelung des eigentlichen Zweckes besser gewählt: Treuhand...

Foto: Kombinatsdirektor (M. Großmann / pixelio.de)

Sonntag, 17. Juni 2012

Der 9. Altenhofer Liedersommer steht vor der Tür


liebe musik- und kulturfreunde und freunde des altenhofer liedersommers,

wir möchten euch über das programm zum altenhofer liedersommer 2012 informieren und würden uns freuen, euch als gäste begrüßen zu können.über ein fröhliches weitermailen wären wir , wie immer dankbar

9. altenhofer liedersommer 2012  vom 24. bis 25 .august in altenhof am werbellinsee:

das motto dieses jahr  lautet: „ ich mache meinen frieden....

  • eröffnet  wird die veranstaltungsreihe am  24. august  um 19°° uhr mit einer ausstellungseröffnung im bootshaus „am breten“ mit bildern von werner paul puschmann aus saarmund. 
  • um 20:30 uhr gibt es dann  ein thet a thet mit anthony thet und seinem vater sonni thet . anthony ist sicher einigen aus der serie x faktor bekannt und sonny gehört ja schon fast zum liedersommerinventar. spontane momente und hart erarbeitete perfektion. sonny und anthony thet führen diese kombination in eine neue richtung, denn das was sie verbindet, ist die leidenschaft zur musik.


  • in diesem jahr gibt es erstmals ein kinderprogramm. am nachmittag um 14:30 wird sich anlässlich des liedersommers das taron theater wiedervereinigen und das kinder musical mavina von gerhard gundermann aufführen http://www.taron-theater.de/index.html


  • am samstagabend startet dann wieder ab 20°° uhr das große liedermachersommerkonzert mit dem wettbewerb um die brunhilde. dazu haben wir eingeladen :

         suse jank und jens süssenbach www.susejank.com/duo.html
         hier hat sich eine generation liedern aus der ddr angenommen, die diese lieder nur aus den  
         plattensammlungen ihrer eltern kennengelernt haben. die das damalige gesellschaftliche umfeld nicht    
         erlebt haben und denen die frage dass die ostlieder sind schon gar schnuppe ist. herausgekommen sind
         liederversionen, die ihre poesie jung und unverbraucht entfalten und teilweise erstaunlich aktuell wirken.

  • stolz sind wir dass wir als hauptact dziuks küche gewinnen konnten. wiglaf droste schreibt u.a. über ihn: ...als musiker hat sich danny dziuk längst einen unantastbaren ruf erworben. die meriten sind zahllos, er war mit größen wie david lindley im studio und tourte durch ganz europa und die usa. dziuks musisches potenzial ist zu groß, als dass er sich gestatten dürfte, stets nur anderen zu dienen und nicht seiner eigenen kunst. nachdem er endlich auch ihm adäquate musiker fand, konnte er sein bisher stärkstes album produzieren. „freche tatoos auf blutjungen bankiers“ ist ein großer poetischer und musikalischer wurf. in dieser welt sich nicht zu verheddern, zu verfriemeln und zu verfransen, nicht dem irrsinn anheimzufallen, nicht dem terror des positiven denkens und nicht der verzweiflung, ist ein großes wagnis. es ist gelungen. im schlusslied „weichen“ singt danny dziuk: „o herz, von dem man sagt, nur das / gebroch’ne sei noch ganz / was brachte dich vor langer zeit / zur welt so auf distanz?“ musikalisch vereint er, vorsichtig und sachte allein am klavier, seine hausgötter bob dylan und johann sebastian bach. und findet dabei, was für ein glück, danny dziuk, höchst persönlich. Vielen ist er bestimmt auch durch die zusammenarbeit mit axel prahl bekannt
  • den abschluss bildet dann ein guter alter bekannter ist  christian haase mit seiner seine band www.haase-band.de. er begleitet den altenhofer liedersommer seit beginn im jahr 2004.


  • zwischentexte gibt es dieses jahr von  sebastian lehmann .


alle künstler bewerben sich mit ihren  auftritt um den liederpokal, die "brunhilde".

der eintritt  zum konzert am freitag beträgt  10 euro für erwachsene und ermäßigt 6 euro. am samstag 12 und ermäßigt 8 euro. karten, für beide tage kosten für erwachsene 20 euro und ermäßigt 11 euro. zu bestellen unter 033363/4262

sollte es wider erwarten dauerregen geben, finden die veranstaltungen im bootshaus an der europäischen jugendbegegnungsstätte statt !!!!

altenhofer kulturkreis e.v.
günter landmann
vereinsvorsitzender


V.i.S,.d.P.: “altenhofer kulturkreis e. v”, 16244 schorfheide  ot altenhof, Altenhofer dorfstr.3
vorsitzender: günter landmann  tel.:033363/4262


Bild: musikalischer griff (s.media / pixelio.de)

Dienstag, 12. Juni 2012

Idiotensteuer

Der Brandenburger Finanzminister Markov (Die Linke) ist aufs Land gezogen. Wenn Städter aufs Land ziehen, sollten sie das eigentlich nur wegen der Ruhe und der Natur tun. Allerdings gibt es auch einen leider nicht zu vernachlässigenden Anteil von Leuten, die - einmal auf dem Land angekommen- sofort anfangen, Natur und Umwelt nach ihren unwesentlichen Maßstäben umzugestalten. Da wird sofort alles betoniert, es werden Bäume gefällt und Sträucher gerodet, es wird sich über Hahngeschrei,.Vogelgebrüll und Hundegebell beschwert. Wenn alles nichts nutzt, bemüht man die Gerichte. Zu dieser Art von hässlichen und dummen Mitmenschen  gehört leider auch Markov.

Jeder weise Rabbi würde nun zuerst die einfache Frage stellen, wer zuerst da war: Die Erdbeertorte, Markov oder die Pferde. Und dann den stinkigen Minister zum Teufel jagen. Nicht so in Brandenburg, da gibt es keine weisen Rabbis. Nur willfährige Richter. Es ist zu hoffen,. dass die Familie auf dem Pferdehof sich weiter gegen diese Willkür eines arroganten Emporkömmlings wehren kann.

Wie immer in Brandenburg und anderswo in der Provinz, sind persönliche Interessen der Mächtigen - zu denen seit zwei Jahren leider auch die Linke gehört - mit den Staatsdingen eng verwoben. Und so schlagen Markovs Fliegen auf der Erdbeertorte - die er in Berlin-Marzahn vielleicht nicht hätte - auch politisch Wellen. Denn wen wunderts: Ganz urplötzlich kocht von irgendwoher die Idee einer Pferdesteuer  hoch. Siebenhundertfunfzig Euro pro Jahr und Pferd sind im Gespräch. Ein Narr, wer da an den preußischen Finanzminister denkt, der sich vor Urzeiten über seine Mätresse geärgert hatte und sofort die Hundesteuer einführte. Die Dame hatte 12 Pekinesen. Seitdem zahlen wir Hundesteuer. Weil eine gewisse Dame nicht mehr mit ihrem ministerialen Zuhälter kopulieren wollte. So ist Politik. Dabei ist es unerheblich, von wem die Steuervorschläge kommen. Im Falle der Pferdesteuer sind sie  angeblich auf dem Mist des  Geschäftsführers des Brandenburger Städte- und Gemeindebundes, Herrn Böttcher gewachsen. "Nachtijall, ick hör' dir trapsen" sagt da der Berliner.

Für irgendwas muss die Regierungsbeteiligung der Linken in Brandenburg doch gut sein. Auch wenn man lediglich seine persönlichen Mütchen kühlt und dabei ganz nebenbei einen ganzen Wirtschaftszweig ruiniert.
Und weit und breit leider keine Idiotensteuer in Sicht! 

Wenn man über diesen Markov und seine Handlanger auch nur den Kopf schütteln kann, hat der Pferdesport doch inzwischen eine wichtige Bedeutung für unser Land. Der Landespolitische Sprecher für Ländliche Entwicklung der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen/ Freie Wähler, Jürgen Kurth,  hat sich mit der geplanten Pferdesteuer, die den Todesstoß für das zarte Pflänzchen Aufschwung in dieser Branche bedeuten würde, auseinandergesetzt:

Bitte hier weiterlesen....

Foto: Fohlen (Kurt F. Domnik  / pixelio.de)

Montag, 11. Juni 2012

Ins Gehirn gepieselt?


KRITIK AN MILITÄRBISCHOF OVERBECK: VERTEIDIGUNGSMINISTER THOMAS DE MAIZIÈRE ZU STELLUNGNAHME AUFGEFORDERT

In einem Brief an den Bundesminister der Verteidigung, Thomas de Maizière, hat der Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung die jüngsten Äußerungen des katholischen Militärbischofs Franz-Josef Overbeck kritisiert. Overbeck habe nichtreligiösen Menschen das Menschsein abgesprochen und sie als Soldaten zweiter Klasse abgestempelt. Der Minister dürfe dies nicht unwidersprochen stehenlassen, zumal es in den Streitkräften mehr konfessionsfreie als katholische Soldaten gebe.

Die vollständige Meldung unter:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/kritik-an-militaerbischof-overbeck




In jeder Armee der Welt herrscht ein etwas rauer Ton. Einen solchen Menschen wie Overbeck sollte man als atheistischer Soldat doch mal klar fragen, ob ihm irgend jemand ins Gehirn gepieselt hat. Leider wird sich das in dieser Bundesrepublik kein Soldat trauen.
 
Ich habe daher beschlossen, diesen unsäglichen Menschen wegen Volksverhetzung bei der zuständigen Staatsanwaltschaft anzuzeigen und gleichzeitig den Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière aufzufordern, diesen Hassprediger von seinem Amt als Militärbischof abzusetzen. Sollte sich de Maizière nicht dazu bequemen, gegen diesen Menschen disziplinarisch vorzugehen, erfolgt auch gegen den Minister Strafanzeige - wegen Strafvereitelung im Amt. Die Schreiben an die Staatsanwaltschaft Essen und an den Bundesminister der Verteidigung gibt es hier rechts und  weiter unten. Vielleicht finden sich außer mir noch ein paar andere Menschen, die diesem unglaublichen Vorgang in unserem laut Grundgesetz eigentlich säkularen Staat entsprechend würdigen und schriftlich gegen die Volksverhetzer protestieren. Zum Vergrößern die Briefe bitte anklicken! 




Es reicht! Wenn man sich überlegt, dass diese Schreibtischtäter solche Sprüche schon wieder in der Öffentlichkeit loslassen! Was quasseln sie wohl da erst hinter verschlossenen Türen !? Wahrscheinlich wird intern bereits wieder Holz gesammelt. Für die kommenden Autodafes an den vielen Ungläubigen... 

Mittwoch, 6. Juni 2012

Weibliche Gelehrsamkeit ohne Frauenquote

"Es ist zweierlei, Verstand empfangen haben,
und den Verstand, den man empfangen hat,
auch anzuwenden gelernt haben."

meinte Dorothea Christiane Erxleben, geborene Leporin ( geb. 13. Novmber 1715 in Quedlinburg, gest. 13. Juni 1762 ebenda). Sie war die erste promovierte deutsche Ärztin überhaupt..

Dorothea Leporin war ein begabtes Mädchen.  Ihr Vater - Arzt in Aschersleben und später Stadtsyndikus in Quedlinburg - unterwies sie in Naturwissenschaften und theoretischer sowie praktischer Medizin . Wie ihre  Brüder sollte Dorothea Medizin studieren. Im November 1740 richtete man ein  Gesuch an den preußischen König Friedrich II.  - Quedlinburg und weite Teile Sachsen-Anhalts gehörten damals zu Preußen -  das dieser auch bewilligte.

Infolge des Siebenjährigen Krieges sollten ihre Brüder eingezogen werden. Sie flüchteten in die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Auch der Vater tauchte vorübergehend unter, so dass an ein Studium für Dorothea - allein mit Mutter und der jüngeren Schwester - nicht zu denken war. Trotz ihres breiten medizinischen Wissens blieb ihr damit der Zugang zur Universität zunächst verwehrt.

Im Mai 1741 wandte sich Dorotheas  Vater mit einem erneuten Bittgesuch an Friedich II. von Preußen, seiner Tochter die Promotion zu genehmigen. Friedrich  wies daraufhin im selben Jahr die Universität in Halle (Saale) an, Dorothea Leporin zur Promotion zuzulassen. Dorothea hatte inzwischen geheiratet und musste erst  die vier Kinder ihres Mannes aus erster Ehe und später noch vier eigene einigermaßen groß ziehen. Sie konnte das königliche Privileg also zunächst nicht in Anspruch nehmen.

 Neben ihrer hausfraulichen Arbeit fing sie an zu praktizieren, übernahm 1747 die Praxis ihres verstorbenen Vaters und wurde folgerichtig für die damalige Zeit von den anderen Ärzten ihrer Heimatstadt angezeigt, da sie keine formelle, universitäre Ausbildung zur Ärztin hatte. Mit 39 Jahren, kurz nach der Geburt ihres vierten Kindes, reichte Dorothea Christiane Erxleben im Januar 1754 ihre Dissertation mit dem Titel "Quod nimis cita ac quounde curare saepius fiat causa minus tutae curationis", (1755 auf Deutsch: "Academische Abhandlung von der gar zu geschwinden und angenehmen, aber deswegen öfters unsicheren Heilung der Krankheiten"), ein.

Am 6. Mai 1754 promovierte sie in Halle mit großem Erfolg. Sie war damit die erste Frau in Deutschland, die Doktor der Medizin wurde. Anschließend betrieb sie ihre Praxis in Quedlinburg weiter, kümmerte sich um die Kinder und den Ehemann und  führte den Haushalt. Insofern unterschied sich ihr Leben vor 250 Jahren nicht von dem heutiger berufstätiger Frauen.

Wikipedia verrät uns außerdem, dass erst "am 20. April 1899 (...) Frauen im Deutschen Reich erstmals offiziell zu den Staatsprüfungen der Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie zugelassen (siehe auch Artikel Frauenstudium) (wurden) . An den Universitäten von Preußen wurden Medizinstudentinnen erstmals im Wintersemester 1908/1909 zugelassen."  Und: "Von 1960 bis zu ihrer Schließung 1991 trug die Medizinische Schule bzw. Medizinische Fachschule Quedlinburg den Namen „Dorothea Christiane Erxleben“. An dieser für die DDR  einmaligen Einrichtung wurde medizinisches Personal aus sechzig Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas ausgebildet bzw. qualifiziert."  Heute trägt noch das Quedlinburger Klinkum den Namen dieser außerordentlichen Frau

Und eine ganz andere, leider völlig ungeklärte Frage ist - nur mal so nebenbei bemerkt - der Zugang zu den Universitäten und Hochschulen für Frauen und Mädchen aus ärmeren, sogenannten "bildungsfernen"  Schichten oder mit  Migrationshintergrund  ...

Quellen: Wikipedia und "Brandenburger Blätter", Nr. 224 vom 1. Juni 2012, einer Beilage der "Märkischen Oderzeitung", deren Autoren ich die Anregung verdanke, sich anlässlich ihres 250. Todestages etwas näher mit dem Leben dieser Pionierin der Gleichberechtigung und Emanzipation der Frauen  zu beschäftigen.


Abbildung: Briefmarke der Deutschen Bundespost mit dem Konterfei von Dorothea Christiane Erxleben.
( Abb. nach § 5 Abs. 1 UrhG gemeinfrei.)

Sie kommen näher

Normalerweise haben Modeerscheinungen, Staatsdoktrinen, Wahnvorstellungen oder Massenhysterien die Eigenschaft, zuerst in den USA aufzutreten und sich dann wellenartig nach Osten auszubreiten. Man kann empirisch nachweisen, dass es immer etwa drei Jahre (plusminus 2)  dauert, bis so etwas in Westeuropa ankommt. Nach Osteuropa braucht es dann noch einmal drei Jahre, nach Russland weitere drei Jahre.  Das war so z.B. mit dem Minirock, der Ende der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts erfunden wurde. Als ich 1976 in der Sowjetunion war, konnte man dort die schönsten Minröcke und wunderschöne Beine bewundern. Drei Jahre später war man dann schon bei Midi, was für mich eine herbe Enttäuschung bedeutete. Gleiches lässt sich bei bestimmten Wirtschaftstheorien, Managementmethoden, Starkulten oder sogar bei der Verbreitung von modischen Sportgeräten feststellen.

Auch die Mode der wiedergeborenen Christen Marke Schorschdabbelju Bush ist ja vor einiger Zeit über den großen Teich herübergeschwommen. Die versuchen im Moment, zunehmend Einfluß auf das politische Leben der Bundesrepublik zu gewinnen. Gleiches gilt für die Kreationisten. Das sind die, die die Darwinsche Evolutionslehre völlig  ablehnen, die Bibel wörtlich auslegen und meinen, der liebe Herrgott hätte Erde, Pflanzen und Lebewesen auf ihr geschaffen. In den USA haben sie tatsächlich ein Museum gebaut, in dem Saurier neben Urmenschen ausgestellt sind, denn Gott hätte alle gleichzeitig geschaffen und deshalb müssen die Vorzeitechsen und Adam und Eva natürlich alle gleichzeitig auf der Urerde herumgekrabbelt sein.
Nebenbei: Der Storch bringt die Kinder, der Weihnachtsmann die Geschenke, der Osterhase legt Schokoeier und wenn man als Mann in Thüringen bei der Missionarsstellung von links auf die Frau steigt, wird es ein Mädchen. Andersherum ein Junge. Wenigstens in den Siebzigern war das noch so. Man muss es nur glauben, Wissen ist unnötig.

Nun kann man ja glauben, was man will, aber leider sind diese Zeitgenossen nicht nur ziemlich mili- sondern auch penetrant. Heute morgen lese ich, dass auch Südkorea auf Druck dieser völlig zurückgebliebenen Zeitgenossen Evolutionsbeispiele aus seinen Schulbüchern entfernt hat. Im Bible belt - dem christlich-fundamentalistischen Mittelwesten der  USA -  ist das gang und gäbe.

Diesesmal schwappt die Welle der Verblödung also andersherum. Von West nach West.  Nicht von West nach Ost. Asien im Aufbruch ? Eher doch nicht, denn auch bei uns sind sie schon: Regelmäßig stehen zwei dieser schrägen Typen einsam und verlassen an ihrem Klapptisch auf dem Bernauer Wochenmarkt herum und warten auf Kundschaft.

Wenn man so etwas sieht, kann man schon an der Evolution zweifeln. Entwickelt sich die Menschheit geistig wirklich weiter ? Ist der Zeitpunkt abzusehen, an dem  wir auch in Deutschland durch aggressive Märchenerzähler gezwungen werden, zweitausend Jahre Entwicklung der Wissenschaft einfach zu vergessen? Natürlich nicht ! Die Evolution - auch die geistige des Menschen - geht eben nur leider nicht so schnell...

Sonntag, 3. Juni 2012

Neues von Nero

Nero aus dem Tierheim Ladeburg ist jetzt mehr als anderthalb Jahre bei uns. Er hat sich prächtig entwickelt. Das erste Handyfoto, mit dem ich ihn M. damals im Herbst 2010 vorgestellt habe, zeigt einen schmalbrüstigen, verschüchterten jungen Hund, nicht gerade unterernährt, aber eben einen Heimbewohner, der wenig Sport, Spiel und Spaß genießen konnte.

Jetzt ist er ein richtiger Hundemann geworden. Nach wie vor ist er sehr misstrauisch gegenüber Fremden. Das hat er vom Vorbesitzer mit bekommen. Auch, dass er jeden größeren Mann mit Bart und irgendeiner Art von Stock (Harke/Motorsense/Schneeschieber/ Regenschirm) sofort angeht, lässt auf den Vorbesitzer schließen und tief in die Hundeseele blicken. Nun, wir haben mit ihm eine Super-Hundeschule besucht und wissen mit seinen von schlechten oder dummen Menschen verursachten Eigenheiten umzugehen. Er hat es gut bei uns.


Die folgenden  Fotos entstanden am Pfingstwochenende und zeigen einen lustigen Kerl, der endlich einmal ein wenig Glück im Leben hatte:



Und damit jeder sieht, dass wir die Pläne unserer rot-roten Landesregierung für den weiteren Abbau der Polizei auf unsere ganz spezielle Art unterstützen, gibt es noch ein Foto von Nero im vollen Lauf. Wer ist schneller?



Zeichnung: © mv 2012
Fotos: © fv 2012

Freitag, 1. Juni 2012

Bürgerinformation zum aktuellen Planfeststellungsverfahren für die 380-kV-Freileitung von Bertikow - Neuenhagen ("Uckermarkleitung")



Im Planfeststellungsverfahren haben die Betroffenen und die Träger öffentlicher Belange (Kommunen und anerkannte Umweltverbände) das Recht während der Planauslegungsfrist Einsicht in die Planung zu nehmen und gegen das Planvorhaben Einwendungen bei der Genehmigungsbehörde vorzubringen  eteiligungsverfahren).

Bereits im Herbst 2010 sind die Freileitungspläne sechs Wochen lang ausgelegt gewesen und haben eine Vielzahl von begründeten Einwendungen provoziert, so dass sich  50 Hertz Transmission veranlaßt gesehen hat, umfangreiche Umplanungen vorzunehmen (Vgl. bbp, Mai 2012, Neuplanung mit altem Konzept). Durch die Neutrassierung ist eine Neuauflage des Beteiligungsverfahrens notwendig. Die Auslegungs- und Einwendungsfrist beginnt am 4.6.2012 und endet am 16.7.2012.  Die umfangreichen Planungsunterlagen liegen während der Bürozeiten in der Stadtverwaltung aus und es ist offenkundig, dass nur sehr wenige Bürger überhaupt die Möglichkeit haben, ihre Beteiligungsrechte wahrzunehmen. Deshalb bietet die Bürgerinitiative durch die Bürgerinformation eine Argumentations- und Formulierungshilfe an. Mitglieder der Bürgerinitiative wurde bereits vor Beginn der Auslegungsfrist der Zugang zu den Planungsunterlagen ermöglicht, so dass die für die Einwohner kritischen Punkte identifiziert werden konnten. Die Bürgerinitiative appelliert an alle Einwohner, ihre Beteiligungsrechte wahrzunehmen und ihre Einwendungen vorzubringen.

Die Einwendungen sind an das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, 03046 Cottbus, Inselstr.26 zu adressieren.

Folgende Punkte können vorgebracht werden:

"In Wahrnehmung meiner Beteiligungsrechte im Planfeststellungsverfahren für die 380-kV-Freileitung Bertikow-Neuenhagen (Umplanung Eberswalde) erhebe ich als persönlich Betroffener folgende Einwendungen gegen die Realisierung der beantragten 380-kV-Freileitung.
Als Einwohner /Grundstücks- und Hausbesitzer /in Eberswalde, lehne ich die Errichtung der beantragten 380-kV-Freileitung ab, da sie mich in meinen Rechten verletzt..."

- Fehlerhaft durchgeführtes Raumordnungsverfahren  Im Raumordnungsverfahren wurden keine alternativen  
 Trassierungen geprüft, denn alle untersuchten Trassenvarianten sahen die Querung des Eberswalder Stadtgebiets, des Naturparks Barnim und des Biosphärereservats Schorfheide-Chorin vor.

- Kein konkreter Nachweis der Erforderlichkeit der beantragten 380-kV- Freileitung mit einer Übertragungskapazität von 3600MVA, dem 4.5-fachen der bestehenden 220-kV-Freileitung
Der aktualisierte Erläuterungsbericht leistet auf den S. 9-42 nur eine allgemeine Begründung des Netzausbaus für die Einspeisung von Erneuerbaren Energien, für die Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung, für die Herstellung des europäischen Strommarktes, bleibt aber den konkreten Nachweis der Notwendigkeit dieser Leitung mit der 4.5 fachen Kapazität der bestehenden 220-kV-Freileitung schuldig.Die Leitung ist überdimensioniert und damit weder notwendig, noch wirtschaftlich vertretbar.

- Technische Alternativen: Als technische Alternativen zur nicht hinnehmbaren Freileitung bieten sich
   im Raum Eberswalde die Erdverkabelung und auf anderen Teilen der Leitung der Einsatz von Hochtemperaturseilen an, durch die eine Kapazitätsausweitung um 100 % zum Bruchteil der Kosten des Neubaus der  Leitung möglich würde. Um die Kosten für die Erdverkabelung gering zu halten, sollte die   Bündelung mit der planfestgestellten Ferngasleitung 304 geprüft werden.  Bei einer Abstimmung der Erdarbeiten ergeben sich Kostenersparnisse.    

- Die Erdverkabelung ist die stadtverträglichste Lösung.Durch die Ausführung der Leitung als ERdkabel würde das Ortsbild nicht beeinträchtigt, die Belastung der unmittelbaren Wohnbebauung mit magnetsichen Wechselfeldern entfallen, die Geräuschbelästigung der Anwohner bei feuchten Wetterlagen durch Koronaentladungen entfallen und der Immobilienbestand wirtschaftlich geschont.    

- Entwertung des Immobilien- und Grundeigentums: Wenn Sie Grundstückseigentümer in unmittelbarer Nähe der Trasse sind,  müssen Sie mit einer erheblichen Entwertung Ihres Immobilienbesitzes rechnen, die nicht durch den Verursacher entschädigt wird.

- Visuelle Beeinträchtigung durch technische Überwältigung: Wenn Sie Anwohner der Trasse sind (z.B. Kopernikusring,  Ringstr., Zum Schwärzesee) sollten Sie die Beeinträchtigung Ihres Wohlbefindens durch
  die visuelle Überwältigung durch die technische Überformung des Ortsbildes geltend machen. Sie werden die ca. 50 m hohen Zwei- Ebenenmasten tagtäglich vor Augen haben. Gerade am Kopernikusring, Ring Str. und Zum Schwärzesee ist der Abstand zur Freileitung zwischen 90 und ca. 300m. Eine  Untersuchung von Prof. Peters hat ergeben, dass Freileitungsmasten, die weniger als 700 m entfernt stehen, die Wahrnehmung des Landschaftsbildes stark beeinträchtigen.

- gesundheitliche Risiken
   Den Planungsunterlagen ist ein technisches Gutachten beigefügt, das belegt, dass die magnetische Flussdichte, der einzelne Gebäudeteile an der Trasse ausgesetzt sind, zwischen 0,37 und 0,88  Mikrotesla betragen. Diese Werte liegen zwar erheblich unter den Grenzwerten der 26.Bundesimmissionsschutz-verordnung (100 Mikrotesla), aber diese magnetische Feldstärke ist  gesundheitlich nicht unbedenklich, denn epidemiologische Studien  belegen, dass bei einer magnetischen Flußdichte ab 0,3 Mikrotesla das Risiko für Kinder an Leukämie zu erkranken deutlich steigt. Dr. Oberfeld, der im Auftrag der Stadt Eberswalde und anderer Kommunen und des Vereins "Wir in der Biosphäre" e.V.  ein    umweltmedizinisches Gutachten zur geplanten 380-kV-Freilietung vorgelegt hat, kritisiert den Grenzwert der 26. Bundesimmissionsschutz-verordnung als wissenschaftlich überholt und unhaltbar. Elektrische und magnetische Felder von Freileitungen bergen noch andere  gesundheitliche Risiken: Konzentrationsstörungen, Alzheimer und Demenz bei älteren Menschen können ausgelöst oder verstärkt werden. (Vgl. BUND, Hintergrund: Schutz vor niederfrequenten magnetischen Wechselfeldern bei Hochspannungsfreileitungen und Erdkabel.  Tabelle S.9)

Nicht über unsere Köpfe!
Keine Freileitung durch Schutz- und Wohngebiete

( v.i.S.d.P. : H.Lindner, Sprecher der Bürgerinitiative: Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat!)


Kein Holz. Nirgends

oder: Geschichten aus dem Brandenburger Tollhaus

Die Nachricht traf politikinteressierte Barnimer wie ein Blitz: Anlässlich der Kreistagssitzung am vergangegen Mittwoch verkündete der Barnimer Landrat von Fortunas Gnaden, Bodo Ihrke, das "Aus" für seine Pläne zur Übernahme des insolventen Holzkraftwerkes Eberswalde. Auf einer Sondersitzung des Kreistages war zuvor der Kauf des HOKAWE durch die Kreisverwaltung mit 27 zu 25 Stimmen durchgepeitscht worden, die grüne Kreistagsfraktion ist daran zerbrochen.

"Viel Lärm um nichts", um mal wieder die Klassiker zu bemühen oder doch ein gigantisches Leuchtzeichen für die Unfähigkeit des Landrates und seiner Satrapen? Eher letzteres, denn wie alle großen Wirtschaftslenker der Neuzeit ist auch Ihrke unbelehrbar.Aus mir vorliegenden Unterlagen geht nämlich hervor, dass es für die Bereitstellung der jährlich benötigten 200.000 t preisgünstigen Holzes aus dem Landeswald lediglich eine mündliche Zusage von untergeordneten Mitarbeitern des Brandenburger Infrastruktur-Ministeriums gab! Man stelle sich vor, der Pförtner der Kreisverwaltung verleiht einfach Ihrkes Dienst-Mercedes und ich melde daraufhin mit diesem Dienstwagen ein Taxiunternehmen an. Unvorstellbar? Nein, genau so ist die Realität im Barnim. Genau so läuft es.

Alle Kritiker des HOKAWE-Kaufes hatten auf die Preisentwicklung bei Energieholz hingewiesen, Ihrke verließ sich darauf, dass das Land  die alten Verträge mit dem HOKAWE auch mit einem neuen Eigentümer weiterführen würde. Wollte das Land aber nicht, da jetzt auf dem freien Markt bessere Preise zu erzielen sind und außerdem EU-Strafen wegen verbotener Beihilfen drohen. Kein billiges Holz - kein rentables HOKAWE. So einfach ist das. Immer lauter ertönen seit gestern die Forderungen nach einem Rücktritt von König Bodo I. . Mal sehen, was der Irrsinn noch produziert.

Der Insolvenzverwalter hat jedenfalls Klage gegen die Entscheidung der Landesregierung angedroht und will Alternativlösungen zur Sanierung prüfen, bei denen der ursprüngliche Vertragspartner erhalten bleibt und somit kein neuer Vertrag mit dem Land nötig wäre. Statt eines Endes mit Schrecken ein Schrecken ohne Ende? So wird uns dieses Trauerspiel noch weiter beschäftigen und vor allem noch mehr  unserer Steuergelder kosten.

Traurig ist in diesem Zusammenhang das Hickhack um die Arbeitsplätze der Beschäftigten des HOKAWE, denen eine verfehlte Politik immer wieder neue Hoffnungen macht.

Wer in der Überschrift Anleihen bei Christa Wolf entdeckt hat, liegt natürlich richtig.  Auch bei einer weiteren Glanzleistung Barnimer Politiker fiel mir ein Wortspiel ein mit dem Titel ihres 1979 erschienenen Romans "Kein Land. Nirgends" , in dem sie sich kritisch mit der Realität in der DDR auseinandersetzte  Und manche unserer Politiker leben eben immer noch in der DDR, was wahrscheinlich auf ihre üppige Alimentierung durch unsere Steuergroschen zurück zu führen ist. Im nächsten Jahr sind Bundestagswahlen. Deshalb möchte Dagmar Enkelmann, Bundestagsabgeordnete der "Linken", wie tausende Brandenburger Pendler einen Zehnminutentakt der S-Bahn von Bernau nach Berlin. Dafür und für ihre Wiederwahl rührt sie die Trommel. Da die Sowjetunion allerdings nach dem zweiten Weltkrieg das zweite S-Bahngleis zwischen Berlin-Buch und Bernau als Reparationsleistungen abbauen ließ, fehlt hier ein wesentliches Stück Infrastruktur.

Bei einem Treffen mit Abgeordneten der Landesgruppe Brandenburg der Bundestagsfraktion Die Linke zu Fragen des regionalen Verkehrs wurde nun Rainer Bretschneider, Staatssekretär im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, von Frau Enkelmann auf den zweifellos notwendigen 10-Minutentakt der S-Bahn angesprochen. "Dieser sei möglich, aber derzeit nicht finanzierbar, erteilte Staatssekretär Bretschneider der Bernauer Stadtfraktionsvorsitzenden eine klare Abfuhr" schreibt die "Märkische Oderzeitung" vorgestern lapidar

Kein Gleis. Nirgends. Und darauf konnte man nun auch gar nicht von alleine kommen...

Foto: Erich Westendarp  / pixelio.de
 

Impressum und V.i.S.d.P.

Dieser Weblog ist ein privates Tagebuch von
Dr. F. Valentin
Waldstr. 70
16321 Bernau
frank(at)drvalentin.de

Alle Beiträge geben ausschließlich meine eigene Meinung zu den besprochenen Themen wieder.Das Recht auf eigene Meinung ist durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland geschützt. Um meine Beiträge ohne längere Erklärungen verständlich machen zu können, sind manchmal Zitate aus Büchern, Filmen, Zeitschriften, Fernsehsendungen, Liedtexten oder auch von Internetseiten nötig. Diese Zitate ( auch Bilder, Karikaturen, Grafiken, Tabellen, Diagramme oder Zeichnungen) dienen lediglich als sogenannte "Aufhänger", um Meinungen oder gesellschaftliche Tendenzen besser und gegebenenfalls komprimierter darstellen und herausarbeiten zu können. Zitate sind somit ein weltweit erlaubtes Mittel der Publizistik. Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht (UrhG) geregelt und unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, ohne dass eine Erlaubnis des Urhebers eingeholt oder diesem eine Vergütung gezahlt werden müsste. Paragraph 51 UrhG in Deutschland besagt dazu: "Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe, wenn in einem durch den Zweck gebotenen Umfang

1. einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden..."
Die allgemeine Begründung dafür ist, dass Zitate der kulturellen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung einer Gesellschaft dienen.Trotzdem: Sollten mit diesen Zitaten irgendwelche weitergehenden Urheberrechte berührt werden, bitte ich um umgehende Mitteilung- der entsprechende Beitrag oder Link wird sofort entfernt.
Achtung: Inhalte dieses Blogs - sofern sie einen publizistischen Neuwert darstellen - unterliegen natürlich ebenfalls dem Urheberrecht. Selbstverständlich sind Zitate erlaubt, aber alles was über das gesetzlich Zulässige (siehe oben) hinaus geht, bedarf meiner vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Die Kommentarfunktion am Ende jedes Beitrages ermöglicht für den Leser dieses Blogs die Diskussion der angesprochenen Themen. Die jeweiligen Verfasser sind für den Inhalt ihrer Kommentare selbst verantwortlich. Anonyme Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht. Ich behalte mir außerdem vor, Kommentare zu löschen. Soweit Links auf externe Seiten führen, bedeutet dies nicht, dass ich mir den dortigen Inhalt zu Eigen mache.

Haftungsausschluss:

Haftung für Inhalte:
Die Inhalte dieses Blogs wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Diensteanbieter sind gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links:
Dieses Blog enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

Urheberrecht:
Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitte ich um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Inhalte umgehend entfernt.

Datenschutz:
Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.
Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten durch Dritte zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-Mails, vor.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Facebook-Plugins (Like-Button):
Auf unseren Seiten sind Plugins des sozialen Netzwerks Facebook, 1601 South California Avenue, Palo Alto, CA 94304, USA integriert. Die Facebook-Plugins erkennen Sie an dem Facebook-Logo oder dem "Like-Button" ("Gefällt mir") auf unserer Seite. Eine Übersicht über die Facebook-Plugins finden Sie hier: http://developers.facebook.com/docs/plugins/.
Wenn Sie unsere Seiten besuchen, wird über das Plugin eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Browser und dem Facebook-Server hergestellt. Facebook erhält dadurch die Information, dass Sie mit Ihrer IP-Adresse unsere Seite besucht haben. Wenn Sie den Facebook "Like-Button" anklicken während Sie in Ihrem Facebook-Account eingeloggt sind, können Sie die Inhalte unserer Seiten auf Ihrem Facebook-Profil verlinken. Dadurch kann Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Benutzerkonto zuordnen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch Facebook erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von facebook unter http://de-de.facebook.com/policy.php. Wenn Sie nicht wünschen, dass Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Facebook-Nutzerkonto zuordnen kann, loggen Sie sich bitte aus Ihrem Facebook-Benutzerkonto aus.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Twitter:
Auf unseren Seiten sind Funktionen des Dienstes Twitter eingebunden. Diese Funktionen werden angeboten durch die Twitter Inc., Twitter, Inc. 1355 Market St, Suite 900, San Francisco, CA 94103, USA. Durch das Benutzen von Twitter und der Funktion "Re-Tweet" werden die von Ihnen besuchten Webseiten mit Ihrem Twitter-Account verknüpft und anderen Nutzern bekannt gegeben. Dabei werden auch Daten an Twitter übertragen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch Twitter erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von Twitter unter http://twitter.com/privacy. Ihre Datenschutzeinstellungen bei Twitter können Sie in den Konto-Einstellungen unter http://twitter.com/account/settings ändern.


Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...