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Sonntag, 20. Mai 2012

Rund und fett

Die G8  haben also auf ihrer jüngsten Tagung gefordert, dass Griechenland in der Euro-Zone bleiben soll

So,so. Lasst uns mal sehen: Neben Deutschland, den USA , Japan, Großbritannien, Kanada,  Frankreich und Italien (G7) ist das auch Russland. Nur drei davon sind überhaupt selbst in der Euro-Zone. Alle anderen - auch Großbritannien - könnte man mit Fug und Recht als Konkurrenten der EU und der Euroländer betrachten. Und von denen nehmen unsere Superhirne Ratschläge an? Weil die alle nur das Beste für unsere Volkswirtschaften und vor allem für die Sparstrümpfe der Bürger wollen?

Nachdem nun heimlich still und leise selbst die größten Hardliner unter den Super-Politikern ("Scheitert der Euro, scheitert auch die EU" - wer kann sich noch an all die klugen Durchhalteparolen erinnern? ) den Griechen zugestehen wollen, wieder zu ihrer Drachme zurück zu kehren, erhebt sich wieder einmal eine ziemlich naive Frage: Wozu haben wir dann Milliarden unserer Steuereuros in Griechenland versenkt, wenn der ganze Rettungsprozeß jetzt ausgeht wie der Afghanistan-Einsatz der NATO? Hätte man nicht 'ne Hausfrau (nein, nicht Merkel, die ist alles andere als eine Hausfrau !) oder 'nen mittelständischen Unternehmer fragen können?  Die hätten doch bei dieser miesen Bilanz im griechischen Haushaltsbuch sofort alle Kassen und Geldbörsen geschlossen, oder? Oder noch klarer: Selbst der blödeste Idiot hat doch schon gleich am Anfang der Krise gemerkt, dass man ein Fass ohne Boden nicht dadurch dicht bekommt, in dem man immer mehr - in diesem Fall Geld - hinein wirft..

Gemach, gemach. Ich komme selber drauf: Im Falle Afghanistan haben wir mit Steuergeldern und tausenden Toten die Rüstungskonzerne fett gemacht. Bei der Eurorettung passierte das gleiche mit den Banken.

Hat geklappt: Jetzt, nachdem alle Aasgeier schön rund und fett gefressen sind, holen wir die Truppen und die Drachme zurück...

Foto: Drachmen (stefanschwarz  / pixelio.de)

Samstag, 19. Mai 2012

Unmenschlich

Rund 6,2 Milliarden Dollar gibt das US-Militär pro Jahr für die Behandlung psychisch kranker Soldaten aus. Das sind die, die mit ihrer Rolle als Killer-Maschine im globalen Kampf um Macht und Rohstoffe nicht klar kommen. Wieviele Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser könnte man von diesem Geld bauen, wieviele Kinder ernähren, wieviele Kranke gesund machen? Am einfachsten wäre es  doch, auf Krieg in der Politik generell zu verzichten.Wir alle würden im Geld schwimmen.

Allerdings verdienen dann die Rüstungskonmerne kein Geld mehr, denn die psychisch kranken Soldaten sind in Wirkllichkeit doch nur humane Nebenkosten. Kollateralschäden eben.

Albert Einstein hat Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts im Angesicht des aufziehenden Hitler-Faschismus sinngemäß gesagt, dass Krieg abgeschafft gehört, denn er entspräche nicht dem menschlichen Wesen. Die Amis wollen uns mit ihren Killer-Drohnen, den "intelligenten " Bomben und den super-präzisen Luftschlägen seit Jahren beweisen, dass sie den Krieg ohne Soldaten führen, ihn quasi "entmenschlichen" können. Die obige Zahl beweist das Gegenteil...

(nach Informationen des "Spiegel" Heft 17/2012)

Foto: Arlington National Cemetery, Washington D.C., USA  (Sebastian Fuss  / pixelio.de)

Freitag, 18. Mai 2012

Scheißläden der Woche

  1. Die "Zeit"-Redaktion in Hamburg, weil sie nicht nur die Kommentare ihrer Leser übelst zensiert, sondern mich nach einem kritischen Kommentar zum Hochschreiben des Gauck durch die "Zeit" und fast alle bundesdeutschen Medien nun völlig gesperrt haben. Oh, mein Gott, was bin ich jetzt fertig (heul !) !!!
  2. IKEA Hamburg, weil die es fertig kriegen, ein simples Bett trotz angeblicher Lieferfähigkeit mit nur einem Lattenrost auszuliefern, den Kunden ganz nebenbei auf einem kleinen, zusammen getackerten Zettel darüber zu informieren und dann anderthalb Wochen und den höchsten Einsatz des Kunden bei völlig inkompetenten sogenannten Service-Mitarbeitern zu brauchen, um das Teil endlich zu liefern.
  3. Die Hamburger Verkehrsbetriebe, die es neulich geschafft haben, von einer Ausländerin 15 Euro Strafe zu kassieren, weil sie infolge eines selbst für Deutsche komplett unübersichtlichen Tarifsystems eine falsche Fahrkarte gelöst hatte. Der Unterschied zur richtigen Fahrkarte betrug sage und schreibe 5 (in Worten: FÜNF) CENT.
Hort der Inkompetenz, der Beratungsresistenz, der Dummheit und Gemeinheit sowie der Charakterlosigkeit?  Dort, wo man sich im Enddarm der Mächtigen so richtig wohl fühlt, der Kunde so richtig König ist und man es den Sch...-Ausländern so richtig zeigt. Eine richtige deutsche Großstadt. Willkommen in Hamburg. 

Die sorbische Methode

Unseren Bedarf an Unterschichten-Fernsehen und Doku-Soaps stillen M. und ich derzeit durch "Rachs Restaurantschule" bei RTL. Ja, Ihr könnt uns beschimpfen, wir gucken es trotzdem. Ist gar nicht mal schlecht und man fragt sich manchmal, warum die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender trotz des immensen Zwangssponsorings mit unseren GEZ-Gebühren nicht wenigstens mal den Versuch starten, etwas ähnliches zu produzieren.

Egal.. Was ich eigentlich erzählen wollte: In der Folge vom vergangenen Montag bringt  der indische Kochlehrer den beiden hippeligen Mädchen Stina und Jessica das Meditieren bei. Mal  'ne Viertelstunde nur da sitzen, Augen zu und NICHTS denken. Kein Simsen, Handyklingeln, Schnattern. Absolut empfehlenswert, entspannend, man findet zu sich selbst. Gerade für junge Menschen zweifellos wichtig.

Allerdings bevorzuge ich die bei uns "sorbisch" genannte Variante. Die hat der unnachahmliche Martin Benrath in seiner Rolle als sorbischer Großvater Esau Matts in der Jo-Baier- Verfilmung des Strittmatter- Romans "Der Laden zum Leben erweckt . Benrath sagte immer: "Ick muß mir mal 'nen bißchen von innen bekieken." , klinkte sich aus dem Familienleben aus und legte sich zur Nachmittagsruhe.

Was ich jetzt am freien Freitag nachmittag auch mache....

Mittwoch, 16. Mai 2012

Geschmackssachen

Neulich in der Mensa der TU in der Berliner Hardenbergstraße. Manches ändert sich nie. Vor Jahren - noch zu Zeiten der seligen DDR - haben drei meiner Arbeitskollegen und ich nach mehrmaligem Kantinenbesuch anlässlich eines längeren Lehrgangs die internationale Soßen.-Pipeline des RGW namens "Interschmaknostch" erfunden. Den Scherz versteht nur jemand, der weiß, was RGW war und noch die für deutsche Ohren teilweise lustigen Abkürzungen der sowjetischen Wirtschaftsunternehmen kennt. Jedenfalls schmeckten die Soßen in allen Betriebskantinen immer gleich, da sie wahrscheinlich irgendwo zentral auf BINO-Basis angerührt.und dann per Rohrleitung in die Kantinen transportiert wurden.

Heute heißt BINO MAGGI. Und die internationale Soßen-Pipeline der EU wahrscheinlich "Global Taste". Der Geschmack der Soßen ist  jedenfalls immer noch identisch...

Foto: Soße (siepmanH / pixelio.de)

Sonntag, 13. Mai 2012

So viele tote Politiker

"Die Lüge ist immer ein Selbstmord des Geistes" 
 meinte Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda; †29. Januar 1814 in Berlin). Wundert sich noch jemand, warum heutzutage soviele Politleichen herum liegen ? Und die wissen noch nicht mal, dass sie eigentlich schon lange tot sind.

Fichte war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Auf der Suche nach einem sinnvollen Leben orientierte er sich ab 1790 an der Kantschen Philosophie und entwickelte eigenständig eine stark subjektiv geprägte Weltanschauung. Im Jahre 1792, erschien zunächst anonym sein  Werk "Versuch einer Kritik aller Offenbarung" , Es begründete Fichtes Ruhm. Fichte war ein ausgesprochener Demokrat und Vertreter der Republik als Regierungsform. 

Unter der französischen Besatzung Preußens forderte er 1807/08 das Volk in seinen "Reden an die deutsche Nation" zum Widerstand gegen die napoleonische  Fremdherrschaft auf. Fichte war  der erste Philosophieprofessor und erste gewählte Rektor der 1810 gegründeten Berliner Universität, der heutigen  Humboldt-Universität zu Berlin. 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege von Kriegsverwundeten zugezogen hatte. Fichte erkrankte ebenfalls und erholte sich sich im Gegensatz zu seiner Frau nicht mehr. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt. Neben Friedrich Wilhelm Jospeh  Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel gilt Fichte als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus

2012 jährt sich sein Geburtstag zum 250. Mal. Fichte war zeitweise ein wichtiger Streiter für den Atheismus. Die Deutsche Post  ehrt ihn zu seinem 250. Geburtstag  mit einer Sondermarke, die folgenden Satz von Fichte zitiert:

"Die Wissenschaft hebt allen Glauben auf und verwandelt ihn in Schauen." 


 

Mittwoch, 9. Mai 2012

Innovationskraft Brandenburger Unternehmen sinkt weiter


In einer jetzt vorliegenden Studie zur Halbzeitbilanz auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik der rot-roten Landesregierung kommen die Autoren Bastian Jantz und Dr. Markus Seyfried von der Universität Potsdam zu überwiegend vernichtenden Ergebnissen. Die Studie wurde im Auftrag der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg erstellt und ist hier abrufbar.
In vier Schwerpunkten stellen die Autoren die Ziele des Koalitionsvertrages von SPD und Linken den bisher erreichten Ergebnissen gegenüber. Resultat  mangelhaft bis ungenügend. Wesentliche Rückstände Brandenburgs bei Infrastruktur, Bereitstellung von Breitbandanschlüssen oder in der Fachkräfteabsicherung konnten nicht aufgeholt werden. Vor allem auf dem Gebiet von Innovationen, Transfer und Wissenschaftskooperation haben sich die Rückständes unseres Bundeslandes innerhalb Deutschlands weiter verstärkt.



Bild: JMG / pixelio.de

Wir können nichts - außer Party

Ein vermeintlich witziges Bild findet man heute auf der Facebook-Seite des Berliner Radiosenders 104,6 RTL. Zu lesen ist auf dem Foto die neueste Werbebotschaft der Bundeshauptstadt Berlin: "Wir können alles- außer Flughafen." Und etwas kleiner darunter: " ... und S-Bahn."

Na ja, wenn man ehrlich ist, die können doch gar nichts. Ich bin beispielsweise völlig davon überzeugt, dass -sollte dieser Irrwitz von einem Flughafen (am völlig falschen Ort, jetzt schon zu klein, Fluglärm nur für Ossis)- jemals in Betrieb gehen, im letzten Moment irgend jemand merken wird, dass die Klotüren oder gar gleich  alle Toiletten komplett fehlen. Die "Financial Times Deutschland" gibt übrigens abseits aller Polemik  hier einen schönen Überblick über diese komplette Katastrophe und ihre Auswirkungen  für die Hauptstadtregion und unsere Steuergelder. Denn die finanziellen Sanktionen werden saftig sein und die zahlen - na ? - richtig: Wir !  Über die Steuern.  

Die beiden Hauptverantwortlichen Wowereit und Plattscheck sind nun nicht für ihren Arbeitseifer oder überragende Intelligenz bekannt. Und auch ihre Untergebenen wie z.B. der Brandenburger Infrastrukturminister Vogelsänger sind nicht gerade die Crème de la Crème des Tatendurstes oder gar des Überblicks. Vogelsänger musste deshalb gestern -anstatt sich um die fast zeitgleich bekannt gegebene erneute Super-Pleite des Hauptstadtflughafens zu kümmern (immerhin ist ein Flughafen schon ein wenig Infrastruktur, oder?) - lieber die Ortsdurchfahrt in Zepernick offiziell für den Verkehr freigeben. Hach, Bändchen durchschneiden ist soooo geil. 

Die Ausbaulänge der Straße betrug nach Angaben des Infrastrukturministeriums stolze 1100 Meter. Für diesen reichlichen Kilometer brauchte man dann auch mehr als ein Jahr. Die Umleitung ging übrigens über Schönow und strapazierte fast 14 Monate unser Nervenkostüm hier im Dorf. Ein wahres Jahrhundertprojekt, dessen Eröffnung unbedingt Vogelsängers Teilnahme erforderlich machte. Und das Donnerwetter von Plattscheck wegen Schönefeld konnten dann auch die subalternen Mitarbeiter dieses Brandenburger Superministers weg stecken....

Dienstag, 8. Mai 2012

Sülzen auf Staatskosten

Nachdem er vor allem in Ostdeutschland noch immer auf breite Ablehnung stößt, lässt man ihn lieber auf unsere armen Nachbarn los: Den Großinquisitor Gauck, die Ikone der deutschen Medienwelt, die Fackel einer selbst definierten diffusen Art von Freiheit. :Nun hat er schon unseren östlichen Nachbarn in Polen seine Art von Freiheit nahe bringen dürfen und er war vergangene Woche in den Niederlanden. Keinen hat es so richtig interessiert. Aber er hat auch die Niederländer an ihre Befreiung 1945 erinnert, die ohne seine Hilfe - und die seiner Nazi-Familie - sicher nicht möglich gewesen wäre. Dieser Mensch ist sowas von peinlich! Schlimm ist nur, dass diese Art von Pein keine Schmerzen beim Verursacher hervorruft. Das Gebrüll im Schloß Bellevue würde niemand aushalten.

Jetzt darf er nach Israel. Und ich hoffe, dort wird er wie immer seinen Stuss über "Freiheit" sülzen. Viellleicht aber auch seinen berühmten Satz: «Für uns Deutsche ist der Holocaust einzigartig, aber.….». Und hinter dem "aber" kommt ja dann in der Regel eine Relativierung der Nazi-Verbrechen an den Juden Europas..

Ob dann mal jemand merkt, dass dieser Mensch genau wie KZ-Baumeister Lübke ( "...liebe Neger...") als Bundespräsident eigentlich untragbar ist ?

Und wenn nicht: Wann werden sich denn Herr Pastor mal mit den mehr als 10 Millionen unfreien Arbeits - und Sozialamtsklaven in dieser Republik beschäftigen?

Montag, 7. Mai 2012

Weil Wählen Ehrensache ist


Vom 4. Mai bis 11. Juni sind alle Unternehmer in Ostbrandenburg aufgerufen, ihre ehrenamtlichen Vertreter in der Vollversammlung - dem Unternehmerparlament - zu wählen. Die gewählten 50 Unternehmer werden dann fünf Jahre lang die Richtung der IHK-Arbeit bestimmen. Ich bin einer von zur Wahl stehenden 95 Kandidaten und bewerbe mich im Wahlbezirk Barnim für die Wahlgruppe III - Großhandel.

Den Mitgliedern der Vollversammlung obliegt die Bestimmung der Richtlinien der IHK-Arbeit, die Satzungshoheit, die Finanzhoheit (u.a. Feststellung des Wirtschaftsplanes sowie der Beitragssätze). die Personalhoheit über die Organe der IHK (z.B. Wahl des Präsidenten und der Mitglieder des Präsidiums sowie Bestelltung des Hauptgeschäftsführers) und die Errichtung von Geschäftsstellen sowie die Beteiligung der IHK an Gesellschaften..


Grundsätzlich werde ich mich als Mitglied der Vollversammlung für folgende Schwerpunkte einsetzen

  1. 1. Staatliche Institutionen inklusive Finanzämter dürfen sich nur im Ausnahmefall in unternehmerische Entscheidungen einmischen.. Einzig eine  passive Unterstützung des Mittelstandes durch Bund, Land und Kommunen, u.a. durch zeitnahe Genehmigungsverfahren, Hilfen bei Förderanträgen, kompetente Ansprechpartner für behördliche Dienstleistungen usw. sind  wesentlicher Baustein für wirtschaftlichen Erfolg.
  2. Mittel- bis langfristige Wirtschaftspolitik in Brandenburg muss zuerst und entscheidend die Innovationskraft der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) fördern. KMU sind  das Rückgrat der Brandenburger Wirtschaft bei Arbeits – und Ausbildungsplätzen sowie bei der  Wertschöpfung. 
  3. Eine wirkliche Reform des Unternehmenssteuerrechts darf keine Steuergeschenke an die Konzerne beinhalten, die dann durch die KMU ausgeglichen werden müssen.
  4. Das Problem der Kapitalausstattung der StartUp -Unternehmen und der Schaffung solider Eigenkapitalreserven sowie des Cashflow müssen  endlich gelöst werden. Stichwort: Mikrokredite auch für das wirtschaftliche Entwicklungsland Brandenburg!
  5. Die überhöhten Sozialbeiträge für  kleine und mittelständische Unternehmer, die auch bei finanziellen Verlusten aufgrund viel zu hoher  Mindestbemessungsgrenzen  des Einkommens zu zahlen sind,  müssen gesenkt werden. Das Krankengeld für freiwillig versicherte Unternehmer ist wieder ohne zusätzliche Beiträge zu gewähren. Um Unternehmer der KMU mit einer menschenwürdigen Rente auszustatten, müssen Mindestrenten auf  dementsprechendem Niveau festgelegt werden.
Nutzen Sie Ihr Wahlrecht. Die Wahlunterlagen gehen Ihnen in den nächsten Tagen zu. Mit nur 4 Klicks wählen Sie im Internet unter www.wahl-ihk.de.








Freitag, 4. Mai 2012

Hinterhältige Geschenke

Geschenke können hinterhältig sein: Die hässliche Vase von Tante Erna zur Hochzeit, die bei jedem Besuch der guten Erbtante mühsam gesucht und aufgestellt werden muss. Oder die sechs Kaffeemaschinen zum 50. Geburtstag, von denen man dann fünf mit großem Aufwand umtauschen muss. Jeder hat das schon einmal erlebt. Es ist alles ein wenig ärgerlich, aber die Schenker meinen es immerhin gut und der Beschenkte macht gute Miene dazu.

Vor einer, d.h. eigentlich vor zwei ähnlich kritischen Situationen steht zur Zeit die Stadt Bernau. Das erste, völlig uneigennützige Geschenk an die Stadt ist unaufhaltsam in Vorbereitung. Seit 5 Jahren arbeitet der "Verein zum Wiederaufbau des Mühlentores" unermüdlich und Tag und Nacht an eben demselben. Ohne Rücksicht auf Verluste. Jetzt hat man die Fördermittel sicher, Baubeginn soll im Juni sein wie die "Märkische Oderzeitung" Ende April in einem Beitrag schrieb. Der Vereinsvorsitzende Manfred Hübler vor der Krönung seines Lebenswerks, die Stadt Bernau glücklich ob des Geschenks? Zumal  - wie man seit fünf Jahren immer wieder betont - der Stadt keinerlei Kosten entstehen. Mitnichten. 


Zunächst einmal: Niemand braucht heute und in Zukunft das Mühlentor, es wurde um 1885 aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen. Die Militärtechnik war damals so weit gediehen, dass man fast gleichzeitig überall in Europa Befestigungsbauwerke schliff. Der Abriss hatte den angenehmen Nebeneffekt, dass man jetzt (noch) einen phantastischen Blick aus der Mühlenstraße in die Stadt und auf  die Marienkirche genießen kann. Die Stadt wurde damals freier und luftiger. 


Zweitens: Die Fördermittel der Pommerania sind laut einem früheren Bericht der "MOZ" eigentlich für die Pflege und Sanierung  existierender Stadttore vorgesehen. Bisher scheint der Pommerania noch nicht aufgestoßen zu sein, dass es sich beim Mühlentor um einen kompletten Neubau handelt.  Selbst wenn die Pommerania was merkt , kann es dem Herrn H.  piepegal sein, denn die Stadt Bernau und nicht der Förderverein fungiert ja jetzt als Fördermittelempfänger. Wer wird  dann die Fördergelder zurückzahlen? Keine Kosten für die Stadt? Ob die Kosten der Planungsverfahren oder des notwendigen Straßenbaus vom Verein oder aus Fördergeldern bezahlt werden? Wer zahlt für Erhaltungsmaßnahmen und Pflege des guten Stückes? Gibt es für all das Verträge zwischen Stadt und Verein? Wenn es sie gibt, wer hat sie beraten und genehmigt? Die Stadtverordneten? Wer ist eigentlich der Bauherr, wer steht anschließenmd im Grundbuch? Im Finanzausschuß der Satdt wurden  jedenfalls nicht eine dieser Fragen beraten. Man sieht, das Mühlentor ist ein  tückisches Geschenk. 


Dass das geplante, bisher völlig funktionslose  Tor und seine Stelen  nun wirklich potthäßlich sind und an eine Ausgeburt von Albrecht Speer, dem Lieblingsarchitekten Adolf Hitlers, erinnern, ist natürlich eine Geschmacksfrage. Aber dass  wieder  einmal die Bürger nicht gefragt werden, ob sie das Monstrum überhaupt haben wollen, ist typisch für Bernau. Und die Stadtverwaltung spielt wieder einmal mit. Es ist eben so eine Sache mit Geschenken.


Aber den Bürgern Bernaus dräut noch eine weitere Geschmackslosigkeit: Die größte Wappenuhr der Welt. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) hat offensichtlich die Mieten ihrer Mieter so effektiv angesetzt, dass sie dieses hochkarätige Gunstwerk bei dem Angermünder Kunstschmied Wilfried Schwuchow in Auftrag gegeben hat. Und genau um beides ging es in der öffentlichen Diskussion - um die Kosten und um Kunst oder Kitsch. Abschließend wurden diese Fragen nicht entschieden, so dass die Bernauer wohl auch mit diesem Machwerk leben lernen müssen. Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder gegen den Chef der Bernauer Wobau wurde inzwischen eingestellt.  Eine anonyme Anzeige hatte dem Geschäftsführer vorgeworfen, unberechtigt und zum Nachteil des städtischen Unternehmens aus einer "persönlichen Laune" heraus Gewinne aus Mieteinnahmen zweckentfremdet für die Herstellung dieser wahrhaft wunderbaren Wappenuhr verwendet zu haben. ("Märkische Oderzeitung" vom 2.Mai 2012) Der Vorwurf ist rein vom gesunden Menschenverstand her nicht ganz von der Hand zu weisen, allerdings nicht justitiabel. Leider. Da der Wobau-Chef heftige Retourkutschen gegen den anonymen Anzeiger angekündigt hat - sicherlich wird er seine Rache aus der  eigenen Tasche und nicht der der Mieter finanzieren - versichere ich hiermit an Eides statt, dass ich es nicht war. Eigentlich schade.

In Bernau setzt sich scheinbar jeder Mist durch. Auch wenn es die hässliche Vase oder die Wappenuhr von Tante Erna sind. Die Stadt wird zwar davon nicht schöner, aber fast so großartig wie die edlen Spender.
Und so warte ich auf die nächsten geschmacklosen und unnützen Geschenke. Den überfälligen Brunnen auf dem Marktplatz oder das Reiterstandbild für den langjährigen Bürgermeister Hubert H. Unabhängig davon, ob man jemals mit Bahnhofsvorplatz, Fahrradparkhaus, Parkhaus Waschspüle, Plansche, Freibad, Rathaus II oder ähnlichen Dauerbaustellen fertig wird...



Montag, 30. April 2012

Demokratie im Kleinen wie im Großen

Man kann es mit der Demokratie auch etwas übertreiben: Frau  B.-  eine Nachbarin, Mutter zweier Kleinkinder und selber Lehrerin - erzählt von der Kita ihrer Sprösslinge. Dort wurde neulich bei den 4-jährigen abgestimmt, ob man bei dem schönen Wetter draußen spielen wolle. Die Rasselbande wollte nicht. Nach diesem Abstimmungserfolg werden sie jetzt wohl demnächst Cola als Standardgetränk einführen und den Mittagsschlaf abschaffen.

Allerdings hat sich Mutter B. an den Kopf gefasst und will jetzt gemeinsam mit anderen Eltern ein ernstes Wort reden. Mit den Erziehern. Denn  was hier als Demokratie getarnt daher kommt, ist einfach nur deren Desinteresse und eine gewisse Form der Bequemlichkeit. Denn Diskussion mit Überzeugungskraft bedeutet Arbeit...

Foto. Kita- Sommerfest (Jürgen Frey / pixelio.de)

Sonntag, 29. April 2012

Milliarden Dollar wert?

Gesichtsbuch oder wie der Laden heißt schickt mir eine e-mail: Meine Freundin G. in C.  hat nächste Woche Geburtstag. Da irrt Gesichtsbuch nicht, das steht in meinem Kalender. Aber Gesichtsbuch schreibt mir auch, dass G. einhunderundeins Jahre alt wird. Nun hat G. sich sicher einen Spaß gemacht und Gesichtsbuch ausgetrickst, denn sie wird höchstens 33 1/2.

Empörend. Wenn das nun alle machen würden ! Gesichtsbuch hatte Ende März rund 901 Millionen aktive Nutzer und  macht sein Geld mit Werbung. Der Laden soll schon jetzt vor dem Börsengang im Mai etwa 100 Milliarden Dollar "wert" sein. Was für eine gigantische Kaugummiblase...

Grafik: Dollar abwärts (Tony Hegewald / pixelio.de)

Donnerstag, 26. April 2012

Jeder blamiert sich so gut er kann

Gebe irgendwelchen  kleingeistigen Charakteren Macht über andere Menschen und sie werden gnadenlos. Die grüne Gesinnungspolizei des Barnim ist nun Kraft ihrer Wassersuppe gerade dabei, jede Diskussion über die ominöse Rolle  von zwei Kreistagsabgeordneten beim Kauf des HOKAWE durch den Landrat mit allen Mitteln abzuwürgen. Das heißt im Klartext, dass der Vorstand des Kreisverbandes die Aufklärung des Vorwurfes verhindern will, ein Änderungsantrag der beiden "grünen" Damen für die Kreistagsvorlage zum Kauf des insolventen Werkes sei ihnen vom Landratsamt formuliert und sie seien quasi "gekauft" worden.

Wie unter kleinen  Jungs üblich, lässt man es nicht damit bewenden, dem Gegner die Sandburg zu zerkloppen. Nein, man pullert auch noch gleich so in den ganzen Sandkasten, dass gar keiner mehr dort spielen will. Im Klartext heißt das, dass man kritische grüne Geister einfach von der grünen Debattenliste aussperrt. Folgende E-mail erreichte mich gerade:


Absender:
Empfänger: "Mailliste KV Barnim" <info.barnim@gruene.de>
Betreff: Listenverteiler Barnim - Vorstandsbeschluss



 
Liebe Listenteilnehmerinnen und Teilnehmer,
aufgrund aktuellen Handlungsbedarfs hat der Vorstand des Kreisverbandes heute beschlossen,  Dr. Andreas Steiner als vorläufige Sofortmaßnahme von der Barnimer Debattenliste auszuschließen.
Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Reaktion auf Dr. Steiners inhaltliche Position, dass die Entscheidung des Kreistages zugunsten des HoKaWe-Erwerbs falsch sei. 
Diese inhaltliche Position wird von vielen Mitgliedern - auch von einzelnen Mitgliedern des Vorstandes - durchaus geteilt und kann/darf selbstverständlich über die Debattenliste geäußert werden.
Für kontroverse Diskussionen ist die Debattenliste ja da!
Sondern es handelt sich vielmehr um eine Reaktion auf die Art und Weise, mit der Dr. Steiner, gegen alle Grundsätze einer kultivierten Debattenkultur verstoßend, Andersdenkende beschimpfte und mit teils wahrheitswidrigen und ehrabschneidenden Tatsachenbehauptungen nach Innen und Außen agierte.
So etwas hat mit einer respektvollen Diskussionskultur oder akzeptablem Umgang mit demokratisch zustande gekommenen Entscheidungen nichts zu tun, sondern so etwas überschreitet die Grenzen zur Persönlichkeitsverletzung und zwingt den Vorstand zum Handeln.
Folgende Erwägungen flossen darüber hinaus in die Entscheidung ein: 
  • Dr. Steiner ist kein Mitglied unserer Partei und er ist... 
  • ...aus der Eberswalder Stadtfraktion durch seinen Umzug nach Schorfheide ausgeschieden. Er hat damit auch keinen Anspruch auf eine Listung in der Debattenliste mehr.  
Diese Sofortmaßnahme soll bis zur nächsten Kreismitgliederversammlung gelten. Für die nächste Mitgliederversammlung des Kreisverbandes werden wir einen zusätzlichen TOP aufnehmen: "Wiederzulassung von Andreas Steiner zur Debattenliste". Möge dann die Mitgliederversammlung darüber entscheiden, ob man ihn wieder auf die Liste zulassen und seine Beiträge zur Kenntnis nehmen möchte oder nicht.
Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Böhmer
Thomas Dyhr


Was für ein Zirkus, was für ein armseliger Gesinnungsterror! Dass sich derselbe Kreis noch vor kurzer Zeit voller Häme und Hass dazu hergab, die Verleumdungen und den Gesinnungsterror sogenannter "linker Antifaschisten" - die sich in Wirklichkeit genauso übel wie richtige Nazis aufführen - gegen unabhängige Bürgerbewegte in Bernau zu rechtfertigen, passt in das Bild. Diese Personen meinen wirklich, sie sind großartig und könnten mit jedem Menschen umspringen, wie es ihnen gerade passt...

Ach ja, und mit den Anschuldigungen ( Verstoß gegen eine kultivierte Debattenkultur, Beschimpfung Andersdenkender, teils wahrheitswidrige und ehrabschneidende Tatsachenbehauptungen nach Innen und Außen) meinen sie nicht etwa ihre eigenen verqueren Tiraden, sondern wahrscheinlich die Diskussion hier im Barnim-Blog, an der sich diese widerlichen "grünen"  Taliban übrigens auch  hätten beteiligen können.

Mittwoch, 25. April 2012

Alles nur Querulanten hier!

Also, ich kenne nur wenige Mitglieder der grünen Partei hier im Barnim. Und die, die ich persönlich kenne, möchte ich eigentlich nicht kennen, denn sie sind leider ziemlich hinterhältig und verlogen. Leider scheinen diese Leute auch den Ton anzugeben in dieser Partei, die sich immer mehr wie die FDP mit etwas rotem Anstrich gebärdet. Zur Zeit gibt es gerade unter den ehrlichen Mitgliedern  und Sympathisanten - ja, auch die gibt es  und sie werden langsam wach - dieser offenbaren Splittergruppe von  Barnimer SPD/CDU/FDP eine rege Diskussion des Faktes, dass zwei grüne Kreistagsmitglieder gemeinsam mit der Nationalen Front aus SPD und CDU im Kreistag für den Ankauf des unseligen HOKAWE gestimmt haben. Angeblich soll der Stellvertreter des Landrats, Carsten Bockhard (CDU), den beiden grün-vergessenen Damen  einen grün-angestrichenen Änderungs-/Ergänzungsantrag als ökologisches Feigenblatt für deren Zustimmung geschrieben haben. Diesen Antrag hätte er vorher schon den Linken angeboten, damit diese dem Kauf des HOKAWE zustimmen und den Mund halten. (Die Linke lehnte den Kauf vor allem aus sozialer Verantwortung ab)

Ein Riesenskandal, dass diese „ökologischen“ Anforderungskriterien nun wahrscheinlich gar nicht von den Gärtnern, sondern vom Bock selbst stammen. Die Diskussion unter den Mitgliedern und   Sympathisanten der Grünen über diese Schweinerei reißt nicht ab und natürlich ist das einigen grünen Bonzen unangenehm, wie die folgenden Auszüge aus einer mir gerade zugespielten E-mail überdeutlich zeigen. Der Autor dieses "hochdemokratischen" Machwerks ist glücklicherweise nur ehemaliges Kreistagsmitglied. Schreib- und Grammatikfehler wurden nicht korrigiert, der gewöhnungsbedürftige Ausdruck ist dem Autor der Mail anzulasten:

"Liebe Grüne,
so langsam geht mir der Egotrip unserer HOKAWE-Kämpfer auf die Nerven. Sie tun ja so, als wüßten sie genau, was der Stein des Weisen ist. Aber leider hat den noch niemand gefunden und wer geglaubt hat ihn zu besitzen, war bisher immer im Irrtum. Das wird auch bei Triller, Steiner und Bona so sein. Politik ist Konsenssuche. Wenn der nicht zu erzielen ist (was nicht so selten vorkommt und verschiedene Gründe haben kann) wird abgestimmt. Dann gibt es eine Mehrheitsentscheidung. Wer zur Mehrheit gehört kann damit zufrieden sein, daß er sich durchsetzen konnte, wer nicht, muß sich auch damit abfinden (incl. Zähneknirschen). Irren können sich übrigens beide Seiten.
...
Nun zu den Akteuren. Da haben wir Herrn Triller. Wenn ich mich recht entsinne einstens Mitglied der PDS oder der Linken im Kreistag. Worüber er sich mit denen überworfen hat, weiß ich nicht mehr. Da haben wir Dr. Steiner, ehemals SPD, überworfen wegen der Baumfällpläne bei Bernau und wir haben Jochen Bona, der schon einmal den Versuch gemacht hat mit einer eigenen Liste gegen die Grünen anzutreten deren Mitglied er auch damals war, weil die ihm keine Plattform geboten haben, die seiner Eitelkeit genügt hätte. Dankenswerter Weise hat das ein damaliger Fraktionsmitarbeiter verhindern können (wegen Formfehlern). Die beiden ersten gehören unserer Partei nicht einmal an, gebärden sich aber, als hätten sie den genauen Einblick in die Gemütslage der grünen Basis und halten sich selbst wohl für ein Teil dieser. Dann hatten wir zwei Austritte von Mitgliedern, die selbst auch gern mitregiert hätten und sich übergangen gefühlt haben, die aber leider auch nicht so furchtbar oft (nie?) den Weg in die Mitgliederversammlung gefunden haben (wo das alles passieren könnte). Schade.

Wirklich bedauern tue ich den Rücktritt von H.-J. Pohle. Ich halte seinen Schritt für falsch aber es ist natürlich zulässig, sich bei Differenzen aus der Partei-/Fraktions-/Ausschussarbeit zurückzuziehen.

Im übrigen halte ich die Frage ob Steiner, Krakau, MOZ oder Linke lügen für ziemlich unsinnig. Politische Lebensäußerungen der MOZ waren so oft neben der Sache, daß ich diese Zeitung schon seit Jahren abbestellt habe. Das Steiner das Thema braucht um sich weiter profilieren zu können ist klar und wenn ich als Linke so gefragt werde, wie hier, würde ich vielleicht auch in die Versuchung kommen noch ein paar Daten in Umlauf zu setzen, die Verwirrung stiften und den politischen Gegner in unfruchtbare Diskussionen zieht. Da war es plötzlich nicht mehr der 16. sondern der 2.4. Na so was.

Ich meine, wie sollten dieses Thema als eMail-Schriftverkehr jetzt abschließen. Wir sollten in einer Mitglieder (!) versammlung eine Abschlußdiskussion führen. Die grünen KT-Abgeordneten sollten sich überlegen, mit wem Bündnisse nach dem Ausscheiden von Triller weiter sinnvoll sind. Vielleicht würde es ja manches klären, wenn die Grünen jetzt als Grüne auftreten ohne sich von anderen hineinreden zu lassen."




Interessant ist an dieser Mail, wie man grünen-intern über einzelne Mitstreiter oder über die unabhängige Presse denkt, die natürlich nur dann schlecht ist, wenn sie die eigenen Schandtaten aufdeckt. Und dass man als grüner Bonze einfach nicht glauben kann, dass es auf der Welt Menschen mit einem Gewissen oder mit Gerechtigkeitsempfinden gibt - weil man selbst nichts dergleichen besitzt - und jedem Kritiker sofort Profilierungssucht unterstellt. 

Interessant ist auch, dass man als Mitglied der Grünen offensichtlich jede Kröte zu schlucken hat. Hauptsache, es ist eine "demokratische" Kröte. Egal, wie die "demokratische".Kröte heißt und wie sie geboren wurde, denn "demokratische" Missgeburten kann es im Bonzenverständnis niemals geben.  Mit dieser Einstellung und mit sattem Girokonto schluckt man alles, auch den Krieg in Afghanistan mit Josef Maria Fischers Bundeswehrbeteiligung.

Noch Fragen? Nein? Sardonisches Gelächter abgeklungen? Na, dann: RUHE IST DIE ERSTE BÜRGERPFLICHT!!! Die grüne Obrigkeit im Verein mit der Nationalen Front kann nicht irren. Alles andere sind nur Querulanten. Der grüne Michel soll weiter schlafen...





Foto: Michael Lorenzet / pixelio.de



Anfrage an den Sender Jeriwan

Anfrage an den Sender Jeriwan: Wie blöd und  verlogen muss man eigentlich sein, um in Deutschland Bundeskanzlerin spielen zu dürfen? Antwort: Keine Ahnung, die Merkel-Skala ist nach unten offen.
Schlußfolgerung: Es sind also auch im hoffentlich letzten Jahr der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP noch wesentlich stärkere Niveauabsenkungen der bundesdeutschen Regierungspolitik zu erwarten.

Einen wesentlichen Tiefpunkt stellt bisher die Debatte um das sogenannte Betreuungsgeld (besser: Herdprämie) dar. "Das Betreuungsgeld" liest man auf der Webseite "betreuungsgeld aktuell", " ist eine Geldleistung des Staates an die Eltern, also an Mütter und Väter, die sich in den ersten Jahren nach der Geburt eines Kindes zu Hause in Vollzeit der Erziehung widmen. Es ist für Eltern gedacht, die ganz bewusst keinen Krippenplatz, also keine Kindertagesstätte in Anspruch nehmen wollen."

So what? Die Kinder sind da, sie müssen auch gewickelt, gefüttert, bespielt und liebevoll geknuddelt werden, wenn es kein Geld gäbe. Oder wird jetzt jede Mutter zu Hause von dem bischen Kohle im Monat eine zusätzliche Erzieherin einstellen, mit dem Kind Kurse besuchen oder ins Kino gehen? Begründet wird das ganze Konstrukt wie fast immer mit der Wahlfreiheit: " Im Koalitionsvertrag, der nach der Bundestagswahl 2009 zwischen FDP und CDU/CSU geschlossen wurde, ist zu lesen: Um Wahlfreiheit zu anderen öffentlichen Angeboten und Leistungen zu ermöglichen, soll ab dem Jahr 2013 ein Betreuungsgeld in Höhe von 150,- Euro, gegebenenfalls als Gutschein, für Kinder unter drei Jahren als Bundesleistung eingeführt werden." (Quelle: siehe oben)

Aber ist es nicht eher so, dass man mit der Herdprämie Mütter und Väter vom Arbeitsmarkt fernhalten will und dass die westlichen Bundesländern es innerhalb von 5 Jahren  nicht geschafft haben, den nach dem Kinderförderungsgesetz  bundesweit ab 1. Juli 2013 bestehenden  Rechtsanspruch für alle unter Dreijährigen auf einen Krippenplatz umzusetzen? Angestrebt wurde einmal eine Betreuungsquote von 35 Prozent. Das wären 750.000 Krippenplätze. Rund 417.000 Plätze sollen inzwischen vorhanden sein.  Um dem tatsächlichen Bedarf nachzukommen und eine Betreuungsquote von 66 Prozent zu sichern, wären bis 2013 rund 1,3 Millionen Krippenplätze nötig. Selbst wenn ausreichend Geld zur Verfügung stünde, gäbe es bei weitem nicht genügend Erzieher für eine Betreuung in diesem Umfang.

Da ist die Herdprämie natürlich viel billiger.Und sie rettet diese unsägliche und völlig tote Regierungskoalition. Womit bewiesen wäre, dass es gar nicht um die Kinder oder um Wahlfreiheit für ihre bestmögliche Betreuung und Erziehung geht...

Foto: Kinder sind die Zukunft (© fv 2009)

Dienstag, 24. April 2012

Der unerfüllbare Traum

Die Bernauer Stadtverwaltung hat dringend Erfolgsmeldungen nötig. Der Bahnhofvorplatz ist fehl projektiert und muss für viel Geld umgeplant und umgebaut werden. Endrechnung offen. Der Wochemarkt weiß nicht so Recht, wo er hin soll: Die vielen teuren Konzepte zur Entwicklung des Wochenmarktes im Stadtzentrum verwirren nicht nur die Marktleute, sondern auch die Steuerzahler. Jetzt wird es wieder ein neues Konzept geben. Unsere Steuergelder müssen weg!

Die großartig eröffnete Plantsche befindet sich seit zwei Wintern in der Selbstauflösung, jetzt ist man mit schwerer Technik angerückt oder schüttet das Ding gleich zu. In jedem Fall haben wir im Finanzausschuss schon die Eintrittsgelder für Kinder, Erwachsene und Gruppen beschlossen. Auch wenn dort wahrscheinlich nie jemand baden wird. Aber die seit zwei Jahren fertige Straße an der Plantsche ist laut Amtsblatt endlich "gewidmet". Bisher fuhren die Autos dort wahrscheinlich illegal.

Viele Konzepte, viele Baustellen, fast nichts funktioniert. Vor fünf Jahren gab es in der Stadtverordnetenversammlung schon einmal einen Vorstoß für eine Entlastungsstraße. Nichts hat sich getan.

Aber Bernau hat jetzt wenigstens eine überdachte Plantsche. Mein Gartenteich ist 1,00 Meter tief, das neue Bernauer Schwimmbad immerhin 1,35 Meter. Eine überdachte Plantsche in Ermangelung der echten? Das Projekt wurde wie das Weltraumprogramm der NASA zelebriert. Na ja, wenn man schon sonst nichts hin bekommt!?

Jedenfalls wurde nun ordentlich eröffnet: Im Beisein des UN-Generalsekretärs, der Bundeskanzlerin und des Musikcorps der Bundeswehr badete Bürgermeisterstellvertreter Illge an. Ach nein, auch das ist nicht korrekt: "Am Sonnabend wurden im Bernauer Sportforum die Pforten zur Besichtigung geöffnet. Der öffentliche Badebetrieb kann erst in etwa einer Woche beginnen. Letzte Arbeiten und die Freigabe durch das Gesundheitsamt stehen noch aus." schreibt die "Märkische Oderzeitung" gestern. Kopfspringen streng verboten, Schwimmen lernen leicht gemacht, denn größere Kinder laufen einfach über den Grund. Die Prüfung  für's "Seepferdchen" wird man allerdings wohl woanders ablegen müssen.

Und mit meinem Gartenteich hat das neue Schwimmbad auch noch die Auskleidung mit Folie gemeinsam. Großartig, wie fast alles in Bernau. Jedenfalls bis auf die Stadtverwaltung...

Bild:   Schwimmen - ein unerfüllbarer Bernauer Traum (Dieter Schütz  / pixelio.de)

Montag, 23. April 2012

Die ganze Welt ist eine Bühne - Teil 2

Der große englische Dramatiker, Dichter und Lyriker William Shakespeare ist auch nach rund  400 Jahren lebendig wie nie zuvor. Am 25. April 1564 wurde er in Stratford-upon-Avon getauft. Er starb dort im Mai 1616. Hinterlassen hat er der Menschheit ein Erbe von Historiendramen, Komödien, Tragödien und Versdichtungen, das - überspitzt  gesagt - alle Dichtung nach ihm oftmals überflüssig erscheinen lässt.

Shakespeare ist - beschäftigt man sich mit seinen Werken - so lebendig wie ein Dichter nur sein kann. Sein Herz schlägt so lebendig, dass die britische Royal Shakespeare Company im Zusammenhang mit dem World Shakespeare Festival 2012 ein Projekt ins Leben gerufen hat, dass die Frage klären soll, wie wir heutigen Menschen diesen Dichter heute interpretieren. Um das Ziel etwas modern-poetisch auszudrücken: Man will Shakespeares digitalen Herzschlag messen. Das Projekt läuft vom 17. April bis November 2012, man kann sich hier informieren und teilnehmen.

Da ich seit über 40 Jahren Mitglied der Deutschen Shakespeare- Gesellschaft, der ältesten literarischen Vereinigung der Welt, bin, war es mir eine besondere Freude, die gestern im Link zum Post publizierte enthusiastische  Hymne von Kate Tempest an den Dichter ins Deutsche zu übersetzen. Und hier ist sie, die Ode an William "My" Shakespeare mit der Begründung, warum Willi so lebendig ist:

Kate Tempest

Mein Shakespeare

 Er ist bei jedem Liebenden, der jemals
allein unter einem Fenster stand,
in jedem eifersüchtig geflüstertem Wort,
und in allen Geistern, die keine Ruhe finden.

Er ist in jedem Vater mit einem Lieblingskind,
in jedem Auge, das begehrt, was andere haben
und dabei verspürt vor Neid die Enge in der Brust..

Er steckt in jedem jungen Kerl, der überheblich prahlt,
in jedem Älteren, der stets tot müde und betrunken
Unmengen von falschen Warnungen verschwendet

Er ist da: 
In jedem Durcheinander, das völlig außer Kontrolle torkelt
Und niemals aufhört.
Auch wenn niemand mehr den Anlass kennt.

Er ist in jedem Mädchen, dass jemals seinen Verstand gebrauchte.
Oder ihr Bestes im eitlen Wahn zu gefallen tat.
Er kennt jeden heißblütigen Emporkömmling
jedes falsch verstandene Wort an das erhitzte Gemüt.
Jede Schachfigur, von ihm exakt geführt, gewinnt
und glaubt doch, sie hätte nie gespielt.

Jede Liebe unter schlechtem Stern,.
Jede Idee, die dich mit den Zähnen knirschen lässt,
jeder atemlose Held, kurz vor dem Abgrund,
der Leitfaden unserer Verrücktheit
- so frisch wie festgetretener Schnee –
das Haar, das uns zu Berge steht,
ist er.

Er sah, dass all’ das Glitzern nicht aus Gold ist,
wir niemals auch nur ein Auge schließen dürfen,
dass wir das Herz in unserer Hose tragen
Und dass uns die Bestie mit den zwei Rücken
Schon längst auf die Knie gezwungen hat
Während wir Feuer mit Feuer bekämpfen.

Zu viel von einer guten Sache
Macht uns verrückt.
Seine Feder ist mächtiger als das Schwert
Und immer noch scheint er unsere  Namen zu rufen,
denn ihm gehört die Milch der frommen Denkungsart,
warm genug, um jedes Eis zu schmelzen.

Das Ungeheuer mit den grünen Augen,
noch immer sauer eingelegt.
Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Seine Briefe legen ihre Arme
Um unsere Schultern,
Stolzieren bis zum Ende ihrer Sätze
Und sind stolz auf ihre Tat.
Seine Worte sind die Kulissen
Für unsere Geschichten.

Er war ein Dichter,
der Dichtkunst  tief in unsere Sprache senkte,
er ist in unseren Mündern,
seine Worte haben sich um uns gewickelt
und drücken unsere Empfindungen so aus
wie wir sie fühlen.
Kann jemand sich vorstellen,
ohne ihn fühlen zu können ?

Seht die Söhne
Antworten von den fehlenden Vätern fordernd
Vergesst dabei das alte Bühnenbild.
Und seht die wilde Ungewissheit unserer  letzten Umarmung

Er ist 
das Gelächter der Nacht vor allen Taten,
die zusammen gebissenen Zähne am Morgen danach.
Er ist in uns.
Teil unserer Könige und unserer Schurken.
Mehr als jede Schule uns lehren konnte
An Sprachen, die niemand versteht.

Er ist mehr
Als das Gefühl der Unvollkommenheit
Wenn wir unsere Prüfungen bestehen müssen.
Er ist in jeder weisen Frau,
in jedem erbärmlichen Schuft.
Jedem großen König, jedem geborenen Verlierer
Jeder vorgetäuschten Träne.

Sein Vermächtnis ist
In den Leben, die in all dem  leben,
was er je schrieb.

Und ich,
ich sehe ihn überall.

Er ist
Mein Shakespeare.


Das englische Original gibt es hier.Und bevor wir wieder unsere täglichen  Prüfungen bestehen müssen, atmen wir noch einmal durch und denken an Romeo und Julia oder den armen Hamlet...

Copyright: Kate Tempest (für das englische Original)
                    fv 2012 (für die deutsche Übersetzung)









Samstag, 21. April 2012

Die ganze Welt ist eine Bühne - Teil 1


"All the world's a stage,
And all the men and women merely players." 
sagte William Shakespeare in "Wie es euch gefällt".

Und wenn Ihr meint, der alte Willi ließe sich von irgendwelchen blöden Filmen über ihn verwirren - denn es ist ganz klar. Literarisches von Weltrang konnte und kann nur der Adel schaffen ( siehe Guttemberg) - möge sich einmal diese Performance ansehen. It is gorgeous, isn't it?

Donnerstag, 19. April 2012

Der Fluch der bösen Tat

Der Kreistag hat zugestimmt: Der Barnimer Landrat Ihrke bekommt das bankrotte HOKAWE Eberswalde, sein Holzkraftwerk. Nur leider wird man dort nicht die Holzköpfe von SPD, CDU und Grünen verfeuern, sondern sich die benötigten jährlichen 200.000  Tonnen Brennholz aus einhundertsechzig Kilometern Umkreis holen. Einhundertsechzig Kilometer im Umkreis von Eberswalde - das sind rein anschaulich im Westen bis kurz vor Salzwedel, im Osten bis weit nach Polen hinein, im Norden geht es bis nach Rügen  und im Süden bis nach Lauchhammer. Das alles mit LKW, denn das Holz muss ja irgendwie transportiert werden. Wer da noch von Null-Emission schwafelt, ist entweder total vernagelt oder bedient bestimmte Interessen. Wie die Wälder dann aussehen werden, kann man sich zur Zeit schon am Rand der Chaussee von Schönow nach Schönwalde ansehen, wo derzeit rücksichtslos gefällt wird.

Und ist es Wahnsinn auch, so hat es doch Methode. Siebenundzwanzig  wahrscheinlich geistig umnachtete Kreistagsmitglieder von SPD, CDU und Grünen stimmten für diesen Irrwitz, drei Nasen von der FDP erschienen erst gar nicht zur Abstimmung. Die Fraktion der Grünen ist inzwischen etwas korrodiert: Albrecht Triller, der Kreistagsabgeordnete des Bündnisses für ein demokratisches Eberswalde, hat nach der Abstimmung über den Kauf des HOKAWE auf dem gestrigen Sonderkreistag die gemeinsame Fraktion mit den Barnimer Bündnisgrünen verlassen. Als Grund gab er an, daß die Fraktionsvorsitzende Ute Krakau und deren Mitstreiterin Karen Oehler für den HOKAWE-Kauf stimmten. Der dritte bündnisgrüne Abgeordnete in der Fraktion Heinz-Joachim Bona hatte gegen den Kauf gestimmt.

Eine Liste der namentlichen Abstimmung findet man hier. Gut abspeichern, wenn wir uns in absehbarer Zeit unsere verplemperten Steuergelder zurück holen !

That's Brandenburg. Auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Mich ekelt es nur noch. Steuerverschwendung, Desinformation, offenkundige Lügen, Kungeleien, Heilsversprechen für die Anhänger der Politik eines offenkundig geistig  völlig überforderten SPD-Landrates. Gutachten, bis es endlich passt. Pressekampagnen  bis zum Umfallen mit Unterstützung eines gelernten Sozialpädagogen von der “MOZ” , der nun gerade und natürlich  pünktlich zum Pressereferenten des Landrates mutierte. Unter 164 Bewerbern gab es keinen besseren? Sicherlich keinen mit weniger Rückgrat, denn im Wandlitzer Bürgermeisterwahlkampf 2011 steckte Oliver K: offenkundig so tief im Anus des SPD-Kandidaten, dass es allen ehrlichen Wandlitzern peinlich war und sie den SPD-Bonzen endlich abwählten.

Was für eine Wirtschaft, was für “geniale” Wirtschaftslenker! So ganz ist mir noch nicht klar, wessen Handpuppe der Ihrke in Fall des HOKAWE war. Und nun ist auch noch die Frage offen, wessen SchwiegersohnNeffeEnkelParteifreund den Versorgungsposten des Werksleiters im VEB HOKAWE bekommt.

Vor zwei  Jahren hatten Wähler und Kreistag den Wechsel im Landratsamt in der Hand gehabt. Es wurde nichts, auch wegen der Betonköpfe von Grünen und Linken im Kreistag. Das ist der Fluch der bösen Tat der Nichtwähler, aber auch der Taktierereien der Mächtigs und Co. Die Folgen baden nun wir Steuerzahler und unsere Wälder aus...

Blumberger Bürger sagen Ja zum „Ahrensfelde-Netz“!

Pressemitteilung Nach der Vorstellung der Konzeption „Ahrensfelde-Netz“ zur Versorgung der Ortsteile Mehrow und Blumberg mit schnellem Internet in der Märzsitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Bauwesen, Umwelt und Natur der Gemeinde Ahrensfelde, haben die Mitstreiter der 2007 gegründeten Initiative „DSLnachBlumberg“ eine Unterschriftensammlung initiiert.

Am 16. April übergab Torsten Westphal der Gemeindevertretersitzung nun 391 Unterschriften, welche die Blumberger Schülerinnen und Schüler, Mitglieder der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Blumberg und des Blumberger Sportvereins BSV Blumberg gesammelt hatten. Die jugendlichen Unterschriftensammler wurden fast ausnahmslos aufgeschlossen begrüßt und gelobt, dass in der Sache endlich etwas Konkretes unternommen wird. Die Blumberger Bürger sprechen sich für die Realisierung des im März vorgelegten Projektvorschlages „Ahrenfelde-Netz“ aus. Damit wurde den Abgeordneten das Interesse der Blumberger an schnellem Internet über ein leistungsfähiges Glasfasernetzes bekundet.

Rund 90% der befragten Bürger wünschen sich eine zukunftssichere Breitbandversorgung und ein aktives Handeln der Gemeinde.

In der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 21. Mai soll nach Aussage des Bürgermeisters die Realisierung des Projektvorschlages „Ahrensfelde-Netz“ teil der Tagesordnung sein. Es gilt, konkrete Beschlüsse zur Realisierung des vorliegenden Konzeptes zu fassen und die nächsten Schritte festzulegen.

Die Bürgerinitiative „DSLnachBlumberg“ (www.DSLnachBlumberg.de) unterstützt ausdrücklich die Initiative des Bürgermeisters und die Vorhaben der Gemeinde Ahrensfelde zur Verbesserung der Breitbandinfrastruktur. Sie fordert einen klaren Zeitplan und die zielgerichtete Umsetzung, um bis Jahresende erste Ausschreibungen vornehmen zu können und die notwendigen Mittel in den Haushalt 2013 einzustellen.

Blumberg, den 19. April 2012 

Philipp Schöning
Hauptverantwortlicher Bürgerinitiative „DSLnachBlumberg“ – www.DSLnachBlumberg.de



Grafik: Highspeed surfen (Gerd Altmann  / pixelio.de) 

Dienstag, 17. April 2012

Deutsche zweiter Klasse - Teil 16

"Sachsen-Anhalt ist laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auch mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ein Niedriglohnland. Das Einkommensniveau im Verhältnis zu Westdeutschland liegt im Durchschnitt bei 77 Prozent, wie aus der am Mittwoch ( 11. April 2012 - der Blogger) in Magdeburg vorgestellten ersten repräsentativen Beschäftigtenbefragung hervorgeht. 1000 Frauen und Männer aller Branchen wurden von Mai bis August 2011 nach Arbeitsbedingungen und Einkommen gefragt. «Die Ergebnisse sind bestürzend», sagte Helmut Meine, IG-Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt" berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" online. Es hat sich ein ausgesprochener Niedriglohnsektor entwickelt. Wen wundert`s ? Ossiland war und ist Experimentierfeld für den Manchester- Kapitalisten. Das, was hier ohne wesentliche Arbeiter-Aufstände läuft, wird auch im Westen durchgezogen.

Aber wie sieht es nun insgesamt mit der Wiedervereinigung aus ? Ich frage hier nicht nach den gigantischen Prestigebauten wie Autobahnen - die gerade wieder zerbröckeln- oder Regierungspalästen in Stadt und Land - die auch gerade wieder rekonstruiert werden müssen. Was hier mit viel Tamtam und vielen Milliardentranfers als Aufbau Ost deklariert wurde, floss im wesentlichen sofort wieder an die westdeutschen Baukonzerne zurück. Insofern richtet sich das Gejammer der Ruhrgebiets-Bürgermeister auch an die völlig falsche Adresse. Der einfache Ossi - 1990 vermögensmäßig auf dem Stand von 1946 - hat sich für seine Anliegerstraßen, Häuser, Abwasserkanäle oder Wohnungen ordentlich verschulden müssen. Bei mir ist von den Milliardentransfers nichts angekommen. Das Aufbau-Geld ging zurück - in die Kassen der Baukonzerne.

Nebenbei gesagt: Seit Jahren höre ich mir an, dass in der DDR alles marode war. Was ist es eigentlich für ein Armutszeugnis für diesen Staat, wenn z.B. Bochum nach über 60 Jahren im glänzenden Paradies der Bundesrepublik immer noch nicht auf eigenen Füßen stehen kann und dort inzwischen alles zusammen fällt?

Aber seien wir stolz: Unsere Pfaffen und Pastorentöchter sind nach der Wende wenigstens was geworden! Merkel und Gauck in den höchsten Ämtern zeugen von der Gleichberechtigung der Ostdeutschen im gemeinsamen Staat. Wird behauptet. Wie es - abgesehen von wenigen politischen Quislingen- wirklich um den Anteil der Ossis an dieser Bundesrepublik bestellt ist, zeigt ein Beitrag von  Steffen Mau für die "Zeit" auf.

Hier mal kurz die wichtigsten Aussagen dieses Artikels mit dem Titel  "Ossifreie Zone" zusammengefasst:
  • unter den 15 Ministern der Regierung Merkel befindet sich kein einziger Ossi, bei Kohl waren es 1990 noch drei;
  • Johanna Wanka ist nach fast 22 Jahren die einzige Ostdeutsche in einer westdeutschen Landesregierung (Niedersachsen);
  • von 180 Vorständen der im DAX notierten Unternehmen sind gerade einmal zwei aus Ostdeutschland;
  • Deutschland schickt 140 Botschafter in alle Welt, davon sind ebenfalls nur 2 aus dem Osten (in so  unerhört wichtigen Staaten wie Botswana und Gabun);
  • unter den 500 vermögendsten Familien Deutschland befindet sich KEINE einzige aus Ostdeutschland;
  • kein Vorsitzender eines Bundesgerichtes ist Ossi;
  • ein einziger Intendant der ARD-Sender bzw. des  ZDF ist aus Ostdeutschland (MDR);
  • gerade einmal 3 Prozent der Direktoren von Max-Planck- und Leibnitz-Instituten kommen aus der ehemaligen DDR;
  • unter den 37 Generälen und Admirälen der Bundeswehr befindet sich kein einziger Ostdeutscher,
  • dafür sind über 50 Prozent des deutschen Kanonenfutters - also der Manschaftsdienstgrade-  im Kosovo und Afghanistan Ossis;
  • das durchschnittliche Geldvermögen der ostdeutschen Haushalte ist gerade einmal halb so groß wie im Westen;
  • infolge der Privatierung des Volkseigentums durch die Treuhand und deren Nachfolger befindet sich fast das gesamte Volksvermögen heute in westdeutschen oder ausländischen Händen.
Um dämlichen Stammtisch-Kommentaren von jenseits der Elbe vorzubeugen: Wir schreiben 2012, die "Wiedervereinigung" ist 22 Jahre her. Menschen, die damals Abitur gemacht haben, sind heute im besten Karrierealter. Nicht alle waren bei der Stasi. Und sie sind nicht dümmer als ihre westdeutschen Mitbürger. Steffen Maus Schlußfolgerungen möge jeder selbst lesen. Für mich sind die ostdeutsche Realität und sein Artikel ein Zeugnis dafür,dass es sich 1990 eben doch um eine feindliche Übernahme, um einen Anschluß a la Sudetenland oder Österreich handelte....

Foto: Fertigmachen zum Lügen und Heucheln - Tag der deutschen Einheit (Jörg Sabel  / pixelio.de)

Montag, 16. April 2012

Wollen Sie die BILD in Ihrem Briefkasten?

Der Springer-Konzern plant eine exorbitante Werbemaßnahme: An jeden Haushalt in Deutschland soll am 23. Juni ein kostenloses Exemplar der Verblödungsmaschine BILD-Zeitung verteilt werden. Hintergrund ist das sechzigjährige Bestehen dieser Postille.

Doch wer austeilt, muss auch einstecken können: Eine Aktion zur massenhaften Verweigerung der Zustellung will eine Debatte über die journalistisch höchst fragwürdige BILD-Berichterstattung anstoßen.

Ich möchte die BILD-Zeitung nicht geschenkt, weder als Sonder-, noch als reguläre Ausgabe. Daher habe ich gerade dem Springer-Verlag untersagt, mir die Jubiläums-BILD zuzustellen. Das geht ganz einfach und schnell über ein Online-Formular.

Erteilen auch Sie der BILD eine klare Absage:  BILD ? Nein, danke!

Freitag, 13. April 2012

Heute mal mit Schweinkram

Vallis Blog goes Pornofilme...


...aber nur wenn man die Pornos bei gmx.at sucht.

Screenshot: fv 2012

Mittwoch, 11. April 2012

Bahnbrecher

Irgendwo in einer Kiste auf dem Dachboden dümpelt er noch herum. Und M und ich haben allerhöchstes Verbot, ihn jemals zu entsorgen: Den Commodore C 64 - Heimcomputer unserer beiden Söhne. Denn auf dieser Daddelkiste haben sie beide mit dem "Computern" angefangen. (In Wirklichkeit hatte unser Opa sich im Westen das Nachfolgermodell C 128 D gekauft und die Jungs lernten vor allem auf diesem Teil mit den drei Betriebssystemen - über das sogenannte CPM vertrug er sich sogar mit dem Robotron A 7150, ich konnte so auch zu Hause einige Arbeiten erledigen - das Computerspielen . Den C 64 kauften sie sich dann später selbst, ihr Großvater war Billiardmeister auf seinem C 128 D).

Nun ist Jack Tramiel, der Vater des legendären C 64 gestorben. Ich glaube, heute abend werden wir das Gerät wieder einmal aus seinem Karton holen und einige Runden spielen. Inzwischen gibt es viele der Spiele in C64-Optik auch für den PC: Aber nichts ist so schön wie das legendäre Summen des 5,25" - Diskettenlaufwerkes, wenn ein Spiel geladen wird. So ehren wir Jack Tramiel am besten...

Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de

Sonntag, 8. April 2012

Heute mal mit Nachhilfe zum Grundgesetz

Also, ich halte die Islamische Republik Iran nicht gerade für einen Hort der Demokratie und der Menschenrechte. Bekleidungsvorschriften oder Religionspolizeien jeder Coleur und jeden Glaubens sind mir ein Gräuel. Und der iranische Staatspräsident Ahmadinedschad ist für mich nicht nur ein übler Maulheld, sondern auch ein dummer, kleiner Schreihals. Aber er ist ein iranischer dummer Maulheld und deshalb kümmert er mich nicht so sehr wie unsere eigenen dummen Maulhelden hier im Land. Gleiches gilt nebenbei gesagt auch für den Israeli Netanjahu. Jedes Volk muss mit seinen Maulhelden und Schreihälsen allein fertig werden. Meiner Meinung nach. Allerdings bin ich auch der Ansicht, dass man uns in unserer von der Politik gleichgeschalteten Presse durchaus nicht die Wahrheit sagt über die Dinge, die im Nahen Osten vor sich gehen. Wie gesagt: Meine Meinung, meine Ansicht.

Die darf ich haben, weil es in Deutschland keine Religions- oder Ansichts - oder Meinungspolizei gibt. Wir haben statt dessen ein  Grundgesetz. Der Absatz 5 dieses Grundgesetzes beschäftigt sich  ausdrücklich mit der Meinungs-und Pressefreiheit, mit der Freiheit der Kunst und der Wissenschaft.

In seinem Absatz 1  lautet dieser Artikel wörtlich: " Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."

Dieser Artikel unseres Grundgesetzes gilt für alle Menschen in Deutschland. Auch für Günther Grass. Allerdings auch für seine Kritiker. Aber wenn man Kritik übt, dann sollte man mit Argumenten arbeiten.  Ein Argument (lateinisch argumentum,eigentlich: Veranschaulichung, Darstellung; übertragen: Beweisgrund, Beweismittel) ist eine Aussage, die zur Begründung oder zur Widerlegung einer Behauptung gebraucht wird. Argumente können andere Menschen von der Richtigkeit oder Falschheit einer Behauptung überzeugen.

Argumente unterscheiden sich von der gegenwärtig an Grass geübten Kritik deutlich. Ich lese immer nur, dass Grass alt, verkalkt, dumm, ekelhaft, ein Antisemit, immernoch ein siebzehnjähriger SS-Mann ist. Auch dass er wahlweise einen hässlichen Schnauzer, eine alte Brille oder  eine viel zu große Nase hat und die "Blechtrommel" total überbewertet ist. Auch kann er gar nicht dichten. Meinen die Schreihälse und Maulhelden dieser Bundesrepublik.

All das sind keine Argumente, es sind lediglich Beschimpfungen, die die persönlich Ehre des Beschimpften herab setzen sollen. (siehe auch Art. 5 GG, Absatz 2, der die persönliche Ehre ausdrücklich gegen die Freiheit der Meinung verteidigt) .

Und deshalb  lehne ich die vorgebliche  Kritik der "BLÖD"-Zeitung sowie der Herren Reich-Ranitzki, Friedmann, Joffe, Hochhuth  und wie sie alle heißen ab. Und jedem dieser Schreihälse und Maulhelden empfehle ich eindringlich einen Blick in das Grundgesetz dieser Republik


Grafik: Freiheit Tag und Nacht aushalten (Gerd Altmann, pixelio.de)

Donnerstag, 5. April 2012

Der weltweite Schrecken

"Das weltweite Internet bietet alle Voraussetzungen, um die in den ersten zehn Artikeln unserer Verfassung verankerten Grundrechte aller Bürger in diesem Land auszuhöhlen."

Joachim Gauck, 72, Bundespräsident, im Vorwort zu einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet, einer von der Deutschen Post AG gegründeten gemeinnützigen Gesellschaft. (zitiert nach "Der Spiegel" 10/2012)

Da müssen wir ja richtig Angst haben!!! Allerdings nicht vor dem Internet, sondern vor diesem Menschen und denen, die ausgerechnet  den  zum Bundespräsidenten gewählt haben...

Grafik: Gerd Altmann  / pixelio.de

Mittwoch, 4. April 2012

Ein Sender (fast) ohne Zuschauer

"Nur noch 6,1 Prozent Marktanteil nannte der RBB da sein eigen und landete im Vergleich aller Dritten ARD-Programme auf dem letzten Platz. Zu betulich, zu bieder, zu langweilig lauten die Vorwürfe gegen die Sendeanstalt, die weder als echter Hauptstadtsender wahrgenommen wird, noch in Brandenburg identitätsstiftend wirkt." schreibt die "Märkische Oderzeitung" über den Marktanteil des Rundfunks Berlin-Brandenburg Ende 2011.

Man könnte sicherlich noch viele Eigenschaften für das Programm dieses Senders nennen. Die unglaubliche permanente Missioniererei oder das krampfhafte Beschäftigen von abgewirtschafteten westdeutschen TV-Größen wie Ulla Kock am Brink oder diesem Thaddeus zeugt von der Unfähigkeit der Programmdirektorin Claudia Nothelle, die ursprünglich wohl mal katholische Religionslehrerin gelernt hat und die aus Unna kommt. Welches Anforderungsprofil diese Frau erfüllt? Keine Ahnung, eine Ausschreibung der Stelle scheint es nicht gegeben zu haben. Sie kannte die Intendantin, die offensichtlich ebenfalls keine Visionen für den Sender hat.

Seit 2008 - solange wirtschaftet Frau Nothelle den Sender bereits herunter -  beglückt man die Haupstadtregion nun schon mit nordrhein-westfälischem Geist und Esprit. Nichts gegen Unna, aber wer schon mal versucht hat, einen Stau am Kamener Autobahnkreuz zu umfahren, ist vielleicht auch durch Unna gefahren. Außer ein paar übrig gebliebenen Puffs für die britischen Besatzungstruppen gibt es dort wirklich nichts Aufregendes. So wie Unna, so der RBB.

Also schickt man dann einen Zwiederwurzen aus NRW mehrmals auf Expedition durch Brandenburg - einmal mit dem Kanu, ein anderes Mal mit dem Esel. Der Esel hatte Abitur. Im Gegensatz zu dem  Wurzen  aus NRW. Als man ihn dann zum dritten Mal auf einem Floß die Havel herunter schickt, fragt er doch tatsächlich einen Werftarbeiter, wer Wilhelm Pieck war. Unglaublich, dieser NRW-Komiker verbrät unsere GEZ-Gebühren und weiß nichts über die Gegend, durch die er schippert!? Auch ich musste ja lernen, was das Wunder von Lengede war, dass im Februar 1973 in Köln eine Pappnase abbrannte oder wie der erste  Bundeskanzler hieß. Sonst hätte man mich am 3. Oktober 1990 nicht in die BRD aufgenommen. Aber für einen Wurzen mit Riesennase ist es vor allem wichtig, dass man Frau Nothelle kennt. Die Maden im Speck der GEZ.

In der übrigen Sendezeit wiederholt dann  auch der RBB alte "Tatörter" oder andere Filme, die bereits seit 10 Wochen durch alle anderen dritten Programme der ARD gelaufen sind. Wer will das sehen,  wer braucht das wirklich? Was mich zu der Frage bringt, ob man in Zeiten von Kabel, Satellitenfernsehen und Internet überhaupt noch teure dritte Programme der ARD haben muss und warum man diese Beschäftigungsanstalten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens krampfhaft am Leben hält? Damit Pfaffen und hirntote Politiker in den Medienbeiräten herumquatschen  und Kohle absahnen dürfen ?

Änderung beim RBB ist nicht in Sicht. Ein Anfang der Woche veröffentlichtes Interview mit Frau Nothelle vermittelt keinerlei Einsicht. Im Gegenteil, es wird so weiter gehen - bis zum Untergang. Und auch dann wird noch weiter gesendet. Geld genug ist ja da. Und das muss weg.

Was kann, was soll man noch retten beim RBB? Hier ein Vorschlag für ein Notprogramm:
  • Intendantin Reim und Programmdirektorin Nothelle ablösen, 
  • dann Nervtöter Ulli Z. in die Zelle sperren. 
  • Sender weitgehend auflösen bis auf ein regionales Sendefenster mit Nachrichten und Berichten aus der Region morgens und abends zwischen 6 und 8 im Hauptprogramm der ARD. Wie es in den 60 Jahren des vorigen Jahrhunderts war.  
Mit letztem Punkt hätte sich dann auch Gottschalks Rentenplatz bei der ARD áutomatisch erledigt. Der Rest des ganzen übrigen Zinnobers beim RBB ist verzichtbar. Und so sparen wir uns wenigstens unser Geld...


Grafik: Gerd Altmann/Carlsberg1988  / pixelio.de

Vorsicht ist geboten

Vorsicht ist immer dann geboten, wenn Politiker scheinbar uneigennützige Lösungsvorschläge präsentieren. So bei den Kaufbemühungen des Landrates Ihrke beim Holzkraftwerk. Zur Zeit zieht er ein Gutachten nach dem anderen aus dem Zylinderhut. Best ones that money can buy. Alle beweisen, dass der Kauf des HOKAWE durch den Landkreis dringend notwendig ist und dem Landkreis nichts als Vorteile bringt. Während sich jeder denkende und rechnende Mensch mit Grausen abwendet, ist die Fraktion der Ja-Sager im Kreistag bereits umgefallen und allzeit bereit. Zwei Ausschüsse haben diesem verbrecherischen Unsinn schon  zugestimmt.
Nun gut, wem nicht zu raten ist,  ist auch nicht zu helfen. Dann kauft das bankrotte Ding endlich. Ist ja nicht euer Geld. Zur Not erhöht ihr euch einfach wieder die Kreisumlage und damit uns die Steuern.

Allerdngs möge der Kreistag in namentlicher Abtitmmung beschließen. Und er möge auch beschließen, dass  Landrat Ihrke und alle anderen Befürworter des Kaufs heute und zukünftig mit ihrem Privatvermögen inklusive  Landratspension und Renten  für künftige Insolvenzen und weitere finanzielle Zuschüsse an das HOKAWE haften. Mal sehen, was dann passiert...




Montag, 2. April 2012

April ! April ?

Natürlich waren diese Weltmeisterschaften im Luftkettensägen gestern ein Aprilscherz! Allerdings nicht komplett, denn es steht zu befürchten, dass der Landrat mit den Stimmen seiner SPD und der auf Landesebene verbandelten Linken den angestrebten Kauf des bankrotten HOKAWE im Kreistag durchdrückt.  Insofern war der gestrige Post kein Scherz und letzten Endes wird Ihrke dann wirklich irgendwann jeden Kleingärtner im Barnim verpflichten müssen, dem HOKAWE jeden Tag ein Kilo Äste oder mehr zu liefern: Es gibt keinerlei politischen Irrsinn, der in Brandenburg und speziell im Barnim nicht irgendwann Realität wird...

Sonntag, 1. April 2012

Weltmeisterschaften im Luftkettensägen erstmals im Barnim

Erstmals finden die Weltmeisterschaften im Luftkettensägen in diesem Jahr im Barnim statt. Vom 16. bis zum 19. April diesen Jahres treffen sich die nationalen Meister in dieser Sportdisziplin in der Barnimer Kreisstadt Eberswalde. Schirmherr der Veranstaltung ist der Barnimer Landrat Bodo Ihrke, der sich von dieser Weltmeisterschaft vor allem Impulse für die Rohstoffsicherung des demnächst kreiseigenen Holzkraftwerkes verspricht. " Wenn nur genügend Grundstückseigentümer üben, können wir demnächst im Kreistag eine allgemeine Ablieferungspflicht für Energieholz beschließen. Damit ist die Zukunft des HOKAWE gesichert!" freut sich Ihrke im Interview mit Vallis Blog.

Luftkettensägen funktioniert  ähnlich wie Luftgitarrespielen. Die Athleten treten zu einem selbstgewählten Playback-Sound einer beliebigen, imaginären - also nur gedachten -  Kettensäge (Benzin, Elektro oder Akku) an und zeigen in einer in der Regel ausgefeilten und ästhetisch anspruchsvollen zehnminütigen Choreografie das Fällen und Ausästen eines imaginären Baumes. Die Bewertung erfolgt durch eine fünfköpfige Jury im wesentlichen nach den Kriterien des Deutschen Turnverbandes auf einer Punkteskala von 1 bis 10.

Erfunden wurde das Luftkettensägen übrigens von dem Panketaler Carsten B., der ursprünglich vor allem die lange Zeit des amtlichen Fällverbotes für Bäume zwischen dem 1. März und dem 30. September jeden Jahres überbrücken wollte. Für diese wegweisende Idee  erhielt er bekanntlich schon vor einigen Jahren die Goldene Kettensäge.


Bild: (Reale) Spielzeugkettensäge (Maclatz  / pixelio.de)

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...