
Außerdem haben Abgeordnete auch nur noch 12.000 Euro/Jahr für Büroausstattung zur Verfügung. Das reicht natürlich ebenfalls nicht: Allein im Jahr 2009 bestellten 115 Bundestagsabgeordnete insgesamt 396 Montblanc-Füller im Wert von 68.000 Euro über die Bundestagsverwaltung.
Den Abgeordneten des Deutschen Bundestages wird in Berlin rund um die Uhr ein Fahrservice mit Dienstlimousinen und Chauffeur angeboten. Dazu gibt es eine Netzkarte erster Klasse der Bahn für ganz Deutschland für das ganze Jahr. Eigentlich alles nur für den dienstlichen Gebrauch. Aber genau wie bei Spesen, Mitteln für das Büro und den Montblanc-Füllern kontrolliert das natürlich keine Sau.
Zwei Tage habe ich über dieses unsägliche Elend unserer obersten Volksvertreter bittere Tränen vergossen. Nicht mal das Salär eines Bundesrichters bekommen sie dafür, sich ab und zu mal den Hintern breit zu sitzen. Dann las ich diesen Artikel in meiner Morgenzeitung. Und dann dachte ich daran, dass in einem Teil Deutschlands früher, bis vor 21 Jahren, jeder Mensch einmal alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenfreie Brille hatte. Nur, wenn man einen modischen Rahmen haben wollte, musste man zuzahlen, die Gläser waren umsonst.
Aber dieser ehemalige Teil Deutschland ist heute pfuibaba und jemand, der sich an ihn erinnert, ein ewig Gestriger oder gar Kommunist und überhaupt: Was gehen uns alte Leute an? Das Geld für den Sozialstaat sowie für richtige, auch erwähnenswerte Rentenerhöhungen brauchen wir doch dringend für die Bundeswehr in Afghanistan, die Finanzhilfe an den Quisling Karzai, seine Gangster- Clique und ähnliche Despoten sowie für das Aushalten eigener Parasiten...
Grafik: Gerd Altmann/dezignus.com / pixelio.de
über diesen Artikel habe ich mich auch aufgeregt.
AntwortenLöschenDoch eine ohnmächtige Wut bringt nur Magengeschwüre und die kann ich mir in dieser Zeit auch nicht leisten.
Ich denke wieder mal an Dr. Liebermanns Ausspruch. Er ist so aktuell wie nie:" Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchten"
Barnimer