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Samstag, 31. Dezember 2011

Rotierender des Tages: Heinrich Heine

Das Frühstücksradio meldet in den Nachrichten, dass deren Kandisbunzlerin (meine ist es nicht!) in ihrer Neujahrsansprache Heine zitiert. Der arme Mann wird wohl in seinem Grab auf dem Pariser Friedhof  Montmartre rotieren. Ausgerechnet diese Vertreterin der übelsten Reaktion und der Selbsbedienung des Kapitals will Heinrich Heines Gedächtnis beschmutzen!. Diese elende Bande arbeitet Tag und Nacht daran, in ganz Europa wieder die Zustände des Manchester-Kapitalisnus einzuführen und wagt es,.Heines Verse in den Mund zu nehmen! Es ist eine Schande!

Setzen wir dieser verdammten  Heuchelei unseren Heine entgegen. Den Heine, der sich gegen die Verlogenheit, gegen die Ausbeutung, gegen die Hetze, gegen die falschen Propheten in seinem Heimatlande zur Wehr setzte.Mit seinen ungeheuer kraftvollen Versen. Jenen wie diesen hier aus dem Gedicht "Die schlesischen Weber":

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
Und uns wie Hunde erschießen läßt –
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Und Fäulniß und Moder den Wurm erquickt –
Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht –
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreyfachen Fluch,
Wir weben, wir weben!

Trotzdem ein schönes 2012, liebe Leserinnen und Leser! Und immer daran denken: Wir müssen uns wehren!

Foto: Heines Grab in Paris, Montmartre ( © fv 2010)

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung

Eine goldene Lebensregel, die mir meine Oma da mit auf den Weg gegeben hat ! Stellt Euch bloß mal vor, ein gewisser Herr W., farbloser Parteibonze aus dem drögen Niedersachsen, Schleimer durch und durch, nicht besonders herausragend, wenig intelligent, dafür aber offensichtlich korrumpierbar und wegen all dieser Eigenschaften besonders beliebt bei unserer regierenden Pfarrerstochter, hätte die in Politikerkreisen so seltene Gabe der Selbstreflexion besessen. Was wäre dabei herausgekommen? Nun, dieser arme Mensch, Niedrigverdiener wie wir alle, hätte seine hässliche Villa, seine Urlaubsreisen und die Werbung für seine geistigen Ergüsse in Buchform selbst bezahlen müssen. Undenkbar? Richtig: Undenkbar.

Aber es gibt sie, die Fähigkeit zur Selbstkritik bei Politikern. Und es gibt sie dort, wo sie niemand vermutet - in Brandenburg. Unser bester Ministerpräsident aller Zeiten ist tatsächlich zur Selbstkritik fähig! Nicht möglich ? Doch, doch! Neulich in der „Generaldebatte“ im Potsdamer Landtag um den Haushaltsentwurf für 2012, den die rot-rote Koalition gerade eben beschlossen hat, bemerkte er gegenüber der geistig etwas einseitig gestrickten CDU- Vorsitzenden, dass Brandenburg  schon ein „sehr robustes Land“ sein muss, da es  22 Jahre einer SPD-Regierung standgehalten habe. Damit hat er wohl Recht. Trotz der SPD, ihren Kungelrunden, der überall üblichen Vetternwirtschaft, dem sich über allem befindlichen Mehltau von 22 Jahren geistiger Inzucht durch diese Partei und ihrem schläfrigen Ministerpräsidenten könnte es auch noch schlimmer sein in unserem Bundesland. Brandenburg hat Weltniveau - jedenfalls im Vergleich zu Somalia.

Ach, Ihr habt den Artikel der Potsdamer Neuesten Nachrichten auch gelesen und denkt nun, das war gar keine Selbstkritik? Sollte ich mich dermaßen in Herrn Platzeck geirrt haben?

Dienstag, 20. Dezember 2011

Informationsverarbeitung

Laut Wikipedia ist ein Computer oder Rechner ein Apparat, der Daten/Informationen mithilfe einer programmierbaren Rechenvorschrift verarbeiten kann. Und Computer sind etwas Wunderbares! Wenn sie funktionieren. Ansonsten gilt: Computer machen uns die Arbeit, die wir ohne sie nicht hätten. Im letzten Vierteljahr haben mir fast alle Computer meines kleinen Firmennetzwerkes eine Menge Arbeit gemacht. Das Laptop litt unter der Krankheit "Flexing". Beim Tower fiel nach acht Wochen ständig neuer Fehlermeldungen und blauer Bildschirme vor ca. drei Wochen die Festplatte aus. Dazu kam noch eine Programmänderung in der Blogger-Designfunktion bei Google, über die dieses Blog läuft. Daraufhin ging in der Sidebar des Blogs nichts mehr, so dass ich mich schließlich und endlich dazu entschlossen habe, den ganzen Firlefanz zu löschen. Niemand will doch wirklich wissen, wieviel Leser sich hier täglich tummeln, welche Bücher ich gerade lese  oder welchen bundesweiten Rang die Erbsenzähler von Wikio für dieses Blog ermittelt haben. Ich finde, es ist dadurch übersichtlicher geworden, was sich - nebenbei gesagt - auch in einer stetigen Erhöhung der Leserzahlen ausgezahlt hat. Einzig die Links zu den Bloggerfreunden fehlen, das werde ich noch irgendwann und irgendwie  in Ordnung bringen - so Google es zulässt.

Inzwischen ist nun wenigstens hardwaremäßig alles repariert. Schlepptopp und Tower laufen wieder und verarbeiten treu und brav die eingegebenen Informationen. Sogar besser als vorher. Bis zum nächsten Hardware- oder Softwarecrash. Und dann ? Siehe oben...

Foto: Kontaktaufnahme (berlin-pics  / pixelio.de)

Montag, 19. Dezember 2011

Todernste Piraten

Der neue Vorsitzende der Piratenpartei im Landkreis Barnim hat seine Parteifreunde um Vergebung für eine Jugendsünde gebeten und betont, dass er ernsthaft politisch arbeiten will. Jetzt hat Veit Göritz (26) aus Schorfheide nicht etwa für die Stasi gespitzelt. Er war auch kein Junger Pionier, denn zum Ende der DDR war er wohl gerade einmal Schulkind. Nein, noch vor dem Wahlakt hatte er zugegeben, dass er vor Jahren der Pseudoreligionsgemeinschaft des "Fliegenden Spaghettimonsters" beigetreten ist. Eine richtige Todsünde!


Dass sich diese piratigen Spaßbremsen nun an der rein satirischen "Kirche" des Fliegenden Spaghettimonsters hochziehen, passt irgendwie ins Bild einer neuen Kleinbürgertruppe. Da hilft wohl auch die Jugend der meisten Mitglieder nicht viel..

Nun habe ich nicht erst seit heute das Gefühl, dass sich hier langsam aber sicher unter unseren Augen ein kleiner FDP-Ersatz aufbaut. So eine Partei der zukünftig Besserverdienenden.  Meine Meinung wird auch dadurch unterstützt, dass es bis heute keine Aussage der Piraten zu Bundeswehreinsätzen im Ausland gibt. Kriegsparteien wie die Grünen haben wir doch en masse in unserem schönen Deutschland, dazu braucht es keine neue Partei...

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Foto:Auf  Kaperfahrt ohne die Partei ( © fv 2009)

Freitag, 16. Dezember 2011

Der Beitrag des Zweiten Deutschen Fernsehens zur kapitalistischen Unkultur

Geschätzte 176 Millionen deutsche Fernsehzuschauer sehen durchschnittlich bei "Wetten, daß..." mit der blondierten Oma Gottschalck zu. Oder ist mir da ein Komma verrutscht? Keine Ahnung, ist mir auch wurscht, ich sehe den Mist nicht. Statt dessen stehe ich auf abgefahrene TV-Serien aus den USA wie z.B. "In plain sight" (dt. "In der Schußlinie") mit der einzigartigen Mary McCormack in der Rolle des US-Marshals Mary Shannon.

Die Film-Mary kommt aus einer total durchgeknallten Familie. Die Mutter ist Alkoholikerin, die Schwester dealt mit Koks, der Vater ist vor Jahren abgehauen. Mary hat es geschafft, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Ständig löst sie die fast unlösbaren Probleme ihrer Familienmitglieder, meist gegen deren ausdrücklichen Willen. Beruflich betreut sie das Zeugenschutzprogramm der US- Regierung in Albuquerque / New Mexiko und hat es deshalb auch dienstlich ausschließlich mit durchgeknallten, meist kriminellen Typen zu tun. Deshalb ist die Film-Mary ziemlich deutlich in ihren Ansprachen, knurrig, reichlich beziehungsunfähig und in Wirklichkeit ein zutiefst unglücklicher, weil sensibler Mensch. Beide Marys haben sehr intelligente Drehbuchschreiber und am Ende jeder Folge gibt es einen  Satz, über den man fast immer lange nachdenken kann oder  muss.

Mit dem ZDF hat diese Serie nur insofern zu tun, als dass dieser Sender einige Folgen ständig wiederholt. Im ZDF selbst, in ZDf neo undundund. Immer dieselben Folgen. In Endlosschleife. Inzwischen sind weitere zwei Staffeln aiuf dem Markt, eine davon ist bereits synchronisiert. Aber natürlich sind Shoffs am Samstag abend mit unintelligenten blondierten Millionärs-Omas viel wichtiger als eine halbwegs schlaue US-Serie, über die man ab und zu mal nachdenken  kann oder muss.


Am Ende der  Folge Eins der dritten Staffel ( neu, nicht im ZDF zu sehen) spricht Mary über die Verletzungen im ihrem Leben. Und da dieses Zitat so einigermaßen in die Weihnachtszeit passt, sei es hier  wieder gegeben:

" Manchmal vergessen wir, wie verletzend das Leben sein kann. Es kann geliebte Menschen verletzen und ungeliebte. Oder Menschen, die zwischen den Fronten stehen. Sogar Menschen, die alles dafür tun, um nicht erneut verletzt zu werden. Doch manchmal kann man dem Schmerz nicht aus dem Weg gehen. Er trifft uns, wir können ihn nicht aufhalten, er ist in uns und unsichtbar. Oder er liegt im Dunkeln neben uns und wartet.
Manchmal aber kommt etwas anderes aus dem Nichts heran geflattert und bleibt gerade lang genug, um uns Hoffnung zu geben.Und selten, sehr selten, doch manchmal genau dann, wenn wir es am meisten brauchen und am wenigsten erwarten, dürfen wir durchatmen."

In diesem Sinne: Leute, lasst die anderen herum hetzen, sich gegenseitig auf die Füße treten und auf den Nerv gehen. Es ist bald Weihnachten, hört auf, Euch gegenseitig zu verletzen! Atmet einfach durch.
Schönes Wochenende.

Foto: Kathrin Brechbühler  / pixelio.de




Donnerstag, 15. Dezember 2011

Erkenntnis des Tages

 "Ich bin, was ich bin! "  
Das meinte jedenfalls  der bedeutendste Philosoph aller Zeiten namens Popeye, der Seemann ( * 17. Januar 1929 in New York). 

Wenn ich es mir richtig überlege, haben wir zwei viel gemeinsam. Zwar bin  ich nicht tätowiert, aber auch ich fühle mich auf dem Wasser am wohlsten. Wir beide sind knurrig, herzensgut, schlagfertig und vor allem unbesiegbar. Denn der Kerl isst Spinat. Und ich schieße damit. Mit dem Löffel. Flatsch. Auf' s Auge. Damit manche Leute in ihrem rot glühenden Zorn mal wieder grün sehen...

Montag, 12. Dezember 2011

Schokolade

Mal ehrlich: Wer hat schon einmal eine ganze Tafel Schokolade am Stück aufgegessen? So wie eine Scheibe Brot? Wir sind ja unter uns, Ihr könnt es ruhig zugeben! Es ist auch keine Schande, denn mit dem Griff zur Schokolade sorgen wir dafür, dass unsere Stimmung steigt. Der (vereinfachte) Mechanismus der Schokowirkung  ist folgender: Der Zucker in der Schokolade bewirkt einen raschen Insulinausstoß, welcher wiederum den Einstrom von Tryptophan, der Ausgangssubstanz von Serotonin, in das Gehirn erleichtert. Serotonin heißt der Botenstoff,der im .Ergebnis einen relativ lang andauernden Anstieg  der guten Laune bewirkt. Der Serotoninspiegel ist auch abhängig von der Länge und der Intensität der Sonneneinstrahlung auf unseren Körper Und so verwundert es nicht, dass wir Leute in Nordeuropa mehr Schokolade essen als die Südeuropäer.(Dass Schokolade im warmen Süden schneller in der Hosentasche schmilzt, kann natürlich auch eine Ursache dafür sein)

Nun scheint die Chefin der Stadtmarketing GmbH hier in Bernau diese Mechanismen genau zu kennen. Deshalb hat sie auch in der vergangenen Woche ein kleines Dankeschön an alle Sponsoren der Bernauer Blumenampeln verschickt. M. und ich konnten gestern Abend jeder zwei Stück der köstlichen Pralinen probieren. Hmmm.
 
Ein großes Dankeschön an Frau Hausding für viel Serotonin-Ausstoß, die Sonne hatte es am Nachmittag kostenlos dazu gegeben...

P.S.: Die Pralinen in ähnlicher Verpackung gibt es übrigens in der Buchhandlung "Schatzinsel" in der Alten Goethestraße 3 in Bernau zu kaufen. Oder aber man sponsort eine Blumenampel...



Freitag, 2. Dezember 2011

Nachdenken über Literatur

Christa Wolf ist tot. Sie starb gestern um Alter von 82 Jahren. Und ich bekenne: Ich habe (fast) nichts von ihr gelesen! "Nachdenken über Christa T." hieß eines ihrer Bücher. Liegt es an mir, an uns (auch M. hat sie bisher kosequent ignoriert), dass Christa T.s Schicksal uns zu DDR-Zeiten nicht interessiert hat und uns auch heute völlig kalt lässt? Und würde ich heute in einer Buchhandlung vor ihren gesammelten Werken stehen, fiele mir wahrscheinlich nur ein, dass sie recht fleißig war. De mortuis nihil nisi bene
 
Was macht Bücher, was macht Literatur überhaupt wichtig für den Menschen? M. hasst z.B. Anna Seghers, weil ihr eine langweilige Deutschlehrerin gefühlte 12 Schuljahre mit dem "Siebten Kreuz" auf den Nerv ging. Natürlich war es nur ein Schuljahr, aber seitdem kriege ich M. nicht mal dazu, sich die recht gute Verfilmung der MGM mit Spencer Tracy in der Regie von Fred Zinnemann anzusehen. So kann Schule das Leben verhunzen! Trotzdem habe ich auch nach der Schulzeit Schiller und Goethe gelesen und bin sogar in die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft, die älteste literarische Gesellschaft der Welt, eingetreten. Freiwillig!

Auch der Westen hat ja seine hochgelobten Meister der Feder. Zum Geburtstag bekam ich dieses Jahr Kurzgeschichten von Dürrenmatt. Danke, nett gemeint. Aber über die erste ("Der Tunnel") bin ich nicht hinausgekommen.Den Grass verabscheue ich geradezu. Sein nur ihn bewegendes Werk " Ein weites Feld" vergammelt halbgelesen in unserem Bücherschrank. Dann  lieber den echten Fontane! Woran liegt es also, ob Bücher uns ansprechen, uns "etwas geben" ? Keine Ahnung. Vielleicht am persönlichen Geschmack, an den eigenen Erfahrungen  oder am Marketing der Buchverlage?

Statt Wolf, Grass, Böll, Dürrenmatt und Brecht lese ich zur Zeit lieber  Harry Potter und disappariere jetzt nach diesem ganz unmöglichen Geständnis schnell und verschämt aus diesem Blog...

Foto: Spannende Lektüre (Paul-Georg Meister  / pixelio.de)






Mittwoch, 30. November 2011

Noch einer vom Tiger...


Um populär zu werden,
kann man seine eigene Meinung behalten...
Um populär zu bleiben, weniger...
meinte Kurt Tucholsky (* 9._Januar 1890 Berlin; 21. Dezember 1935 Göteborg), deutscher Journalist u. Schriftsteller,der u.a. unter den Pseudonymen 'Theobald Tiger' oder auch 'Peter Panter' für die "Weltbühne" schrieb.


Donnerstag, 24. November 2011

Ein letztes Lied

Ein Nachruf für Georg Kreisler

Georg Kreisler, ein scharfzüngiger, manchmal boshafter Kommentator des öffentlichen Lebens in Österreich und in Deutschland , starb gestern im  Alter von 89 Jahren. Als Kind einer  jüdischen Familie in Wien geboren, musste er 1938 in die USA emigrieren, wo er in Hollywood  erste Kompositionsaufträge bekam..  1943 wurde der gerade eben US-Staatsbürger  gewordene junge Mann zur Armee eingezogen. In Deutschland verhörte er später  Julius Streicher, den Gauleiter von Nürnberg und Herausgeber des Nazi-Kampfblattes "Der Stürmer" . Judenhasser Streicher entpuppte sich als armseliges Würstchen. Auch der zweite Gangster-Boss des Nazi - Regimes, Göring saß Kreisler gegenüber und wusste angeblich nichts von den Vernichtungslagern der Faschisten.

Einen bemerkenswerten Artikel zu Leben und Tod von Georg Kreisler findet man online in der "Zeit" . Dieser Artikel war Anlass, einmal nach dem vollständigen Text des dort ganz unten zitierten Liedes zu suchen.Es ist ein wahrer Genuss::

      Vorletztes Lied
Es hat keinen Sinn mehr, Lieder zu machen
Statt die Verantwortlichen niederzumachen
Es hat keinen Sinn mehr, Worte zu wählen
Die Zeiten sind vorbei

Es hat keinen Sinn mehr, Lacher zu sammeln
Statt ein paar tatkräftige Macher zu sammeln
Es hat keinen Sinn mehr, Reime zu schmieden
Die Zeiten sind vorbei

Es hat keinen Sinn, den Zug zu versäumen
Oder von zukünftigen Taten zu träumen
Schlagt die Pointe entzwei!
Sie macht unsre Kinder nicht frei

Es hat keinen Sinn, ins Blaue zu schießen
Statt einem Reichen auf die Klaue zu schießen
Es hat keinen Sinn, auf Sprache zu bauen
Die Zeiten sind vorbei

Vergesst unser Hoffen, begrabt unser Trauern
Lasst euch die Zukunft nicht durch Sänger versauern
Wenn sich der Dichter verneigt
Besorgt eure Sache und schweigt

Erfüllt sie mit Furcht, die hassen und lachen
Lasst die Komödien zum Leben erwachen
Es hat keinen Sinn mehr, Lieder zu machen
Die Zeiten sind vorbei
Die Zeiten sind vorbei.


Nur leider sind Menschen wie Georg Kreisler oder Franz Josef Degenhardt  inzwischen fast ausgestorben...

Music and Lyrics by: Georg Kreisler


Muslimisches Netzwerk Landkreis Barnim gegründet

Beirat für Migration und Integration legt Projekte für 2012 fest 

Auf seiner jüngsten Sitzung beschloss der Beirat für Migration und Integration des Landkreises Barnim den Projektrahmen für das kommende Jahr. Die Teilnehmer der Sitzung in den Räumen der Jüdischen Gemeinde kamen darin überein, ein buntes Programm aufzustellen. Neben Interkulturellen Projektwochen sind Vorträge in Schulen und Diskussionsabende geplant. Dabei sollen Kultursensibilität und -begeisterungsfähigkeit im Mittelpunkt stehen. Der Vorsitzende Péter Vida wird hierzu alle weiterführenden Schulen des Landkreises anschreiben, um nhaltliche Kooperationen vorzubereiten. Des Weiteren ist die Erstellung einer Broschüre mit Tipps zur Erziehung von Kindern in der Zweisprachigkeit vorgesehen. Ebenso soll es Informationsabende zum Asyl- und Aufenthaltsrecht geben.

Am Rande der Sitzung wurde das Muslimische Netzwerk Landkreis Barnim gegründet. In ihm sollen die Interessen der vornehmlich aus der Türkei und arabischen Ländern stammenden Migranten gebündelt werden. Gerade die Belange der Muslime haben bisher im Landkreis keine zentrale Rolle gespielt. Durch die Gründung soll diesen mehr Gehör verschafft werden. Sprecher wird der Bernauer Ömer Yildirim sein. Im Namen des Beirates für Migration und Integration vereinbarte Péter Vida mit Ömer Yildirim eine enge Kooperation und einen bereichernden Platz des islamischen Netzwerkes in der Jahresplanung für 2012.

Bild: Ömer Yildirim (4. v.l.) wird Sprecher des Muslimischen Netzwerkes Landkreis Barnim. ( © pv)

Mittwoch, 23. November 2011

Felix Krull von Gartenzwerg

Also, ich möchte hier ja niemanden beeinflussen, aber ich habe schon abgestimmt.

Hochfallen

"Fallen ist nicht schlimm,
es kommt darauf an,
worauf du fällst"

meinte Bernd Stromberg, amt. Leiter der Abteilung Schadensregulierung der Capitol  - Versicherung.

Bei diesem Urbild der deutschen Führungspersönlichkeit fällt mir immer ein anderer Spruch ein:
" Keiner ist so schlecht, dass er nicht noch als schlechtes Beispiel dienen kann..."

Montag, 21. November 2011

Lothar

So wie wir einen Zug nehmen,
um nach Tarason oder Rouen zu kommen,
so nehmen wir den Tod,
um zu den Sternen zu gelangen.
                                                 Vincent van Gogh


Mein Freund Lothar B. starb am Freitag, dem 18. November in seiner Heimatstadt Greiz im Vogtland an einer heimtückischen Krankheit.  Liebe Eva, wir trauern mit Dir...

Sonntag, 20. November 2011

Wertvolle Erkenntnis

"Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen." 

Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis. 

Wenn ich es mir richtig überlege: Es sind einfach zu viele mit herunter geklettert. Und die meisten von denen würden auch im Ozean  nur Chaos anrichten, dummes Zeug plappern  und die anderen Fische verärgern...

Unsere Medien - Sau treib' uns heute...

Diese Woche Rechtsradikale, nächste Woche Linksradikale, danach sind es  wieder wahlweise die gierigen Rentner, die faule Jugend, die Lahmen, die Griechen/Portugiesen/Iren/Italiener/Cook-Insulaner, die Armen, die Reichen, die Islamisten, die viel zu verfressenen Haustiere oder die Außerirdischen, die an allem Schuld sind.

Und natürlich braucht man zur Abwehr der täglichen Gefahren für Regierung, Staat und "Europa" unbedingt die Vorratsdatenspeicherung, die Polit-Leiche  von und zu Guttenberg, den Bundestrojaner, Frau Schmitt an unserem Gartenzaun (die hört  i m m e r   mit) oder Erich Mielke. Bei all der ausufernden Heuchelei der Verantwortlichen, die jetzt in Permanenz tagen, wird mir aber auch sowas von schlecht! Und natürlich wird man den Teufel tun und aufklären, wieweit die ganze Neonazi-Blase von Verfassungsschmutz, MAD und anderen interessierten Kreisen aufgeblasen wurde..

Mittwoch, 16. November 2011

Kreisläufe

Wie wir bereits beim NPD- Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und nun erneut im Zusammenhang mit der Nazi-Terrorzelle in Thüringen lernen durften, existiert der überwiegende Teil der NPD eigentlich nur deshalb, weil der Verfassungsschutz unsere Steuergelder dort hinein pumpt. Das Bundesverfassungsgericht hatte schon vor zehn Jahren ein NPD-Verbot genau mit dieser Begündung abgelehnt. Auch die Vorgänge um die Thüringer Terrorzelle lassen vermuten, dass der VS nicht nur falsche Ausweise geliefert hat.

Nun weiß man nicht erst seit heute, dass das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend dankenswerter Weise seit Jahren einiges Geld in das Bundesprogramm "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" gesteckt hat. Mit diesem Programm verstärkt die Bundesregierung den Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in Deutschland.

Zählt man nun Eins und Eins zusammen heißt das nichts anderes, als dass Vater Staat auf der einen Seite mit viel Geld die Nazis aushält und sie auf der anderen Seite mit viel Geld bekämpft. Beides mit unseren Steuergeldern.

Steigern diese Geldkreisläufe eigentlich das Bruttoinlandsprodukt? Ist Deutschland vielleicht deshalb so wirtschaftsstark, jedenfalls laut Statistik ? Wie nennt man ein solches Verfahren? Wertstoffkreislauf, Geldkreislauf, Beschäftigungstherapie oder einfach nur Verarsche des braven Bürgers?

Dienstag, 15. November 2011

Die Vergesellschaftung der Frauen im Saarland

Als die damals in der DDR mit der Kollektivierung der Landwirtschaft anfingen, wagte der RIAS eine Vorhersage: " Die Kommunisten werden auch die Frauen kollektivieren". Abgesehen davon, dass manch ein Bäuerlein nur deshalb in die LPG ging, weil er hoffte, die Kommunisten würden auch seinen Drachen zu Hause weg kollektivieren, scheint das größte Finanzgenie aller Zeiten, Oskar Springbrunnen, auch an die Vergesellschaftung der Frau im Kommunismus zu glauben. Allerdings nur für sich. Ob er nach dritter mißglückter Ehe nun bei Sahra endlich seinen Lebensmittelpunkt findet?

Spaß beiseite: Jetzt wird es vorwärts gehen mit den Linken. Karl und Rosa sind wieder auferstanden, Und nein - ich bin nicht annähernd neidisch auf Karl Springbrunnen.

Montag, 14. November 2011

Das Äffchen auf der Drehorgel

Nachdem 1990 alle Blockparteien und die so genannten Bürgerrechtler der ehemaligen DDR blitzschnell zum Klassenfeind übergelaufen waren und sich gemeinsam mit den Wessis einen feuchten Kehricht um das Schicksal des von ihnen wiedervereinigten Volkes kümmerten, setzten viele Ostdeutsche ihre Hoffnung in die gewendete SED. Wer sollte sich sonst um Renten- und Sozialkassenunrecht, Millionen von abgewickelten Leben, rückabgewickelte Häuser, Niedriglöhne und Renten kümmern? Die PDS fuhr bei jeden Wahlen höhere Achtungserfolge ein. Viele im Osten Deutschlands fühlten sich mit dem  Einigungsvertrag nicht vereinigt, sondern nur benachteiligt . Wir litten fast alle an blödsinnigen West-Chefs, denen man selbst bei uns in der arbeitnehmerfreundlichen DDR wegen Unfähigkeit den Stuhl vor die Tür gestellt hätte, kämpften gegen Raubritter der modernen Art, die die unerfahrenen Ossis über den Tisch zogen. Betrogene Rentner, drangsalierte Arbeitnehmer, Arbeitslose, gutausgebildete Menschen, die plötzlich ohne Berufsabschluß dastanden, weil Schäubles Mannen oder Günter Krause den Beruf nicht kannten - alle wählten Gysi,Enkelmann,Bisky. Sie freuten sich nach jeder Wahl über den Aufschrei der westdeutsch dominierten Medien, wenn die "Kommunisten" wieder Wählerstimmen dazu gewonnen hatten. Und wie der fette Kohl das Wort "Kommunisten" aussprach! Allein das ließ mich die ewigen Auftritte des  aufgeblasenen Gysi in fast jeder Talg-Shoff ertragen.

Was ist daraus geworden? Ab der Jahrtausendwende begannen die Genossen sich an verschiedenen Landesregierungen als Partner der SPD zu beteiligen. Die Medien vermeldeten, dass sich die so genannten Realos bei der PDS durchgesetzt hatten. Bei den Grünen war das schon viel früher passiert und dieser Prozeß führte Deutschland in die unmittelbare Mitwirkung bei den Jugoslawien-Kriegen und nach Afghanistan.

Auch bei der PDS gewöhnten sich die Realos an die Macht und vor allem an die regelmäßigen Zahlungen aus dem Staatshaushalt auf das Girokonto. Dabei merkten sie nicht (oder wollten nicht merken), dass sie sich als Juniorpartner der SPD bei ihren Wählern unglaubwürdig machten und sich quasi von der ersten Verräterpartei zur zweiten Partei dieses Typus stempeln ließen. Die Quittungen durch die Wähler erfolgten sowohl in Berlin als auch in Meck-Pomm, in Brandenburg steht der PDS/Linken diese Erfahrungen noch bevor. Aber man arbeitet daran.Die Befürwortung von CCS (Einlagerung von Kohlendioxid unter der Erde),dem regelrechten "Hier"-Gebrüll bei der Suche nach einem Atomklo für ganz Deutschland und die Durchsetzung solcher Scheußlichkeiten wie der dritten Startbahn für Schönefeld oder Altanschließergebühren bei Wasser und Abwasser werden von der SPD und der CDU in Brandenburg genutzt werden, um die Linke weiter zu demontieren.Die SPD nennt das "Entzaubern". Dabei hat die Vereinigung der PDS mit der westdeutschen WSAG - meist alte SPD-Mitglieder - den Anpassungsgalopp der Realos wahrscheinlich nur noch beschleunigt.

Inzwischen geht es nicht mehr um die Interessen ihrer Wähler. Auch von der Antikriegspartei ist fast nichts mehr geblieben. Die Massendemos gegen Krieg und Aufrüstung werden heute von anderen organisiert. Gleiches gilt für die Bewegung gegen Armut oder gegen die Allmacht der Banken oder unsinnige Rettungsschirme.

Die Linke heute erinnert mich immer mehr an das kleine Äffchen, das mit einer Kette um den Hals auf der Drehorgel sitzt. Die Kette ist das mit Diäten wohl gefüllte Girokonto und die Drehorgel spielt das Lied vom langsamen, schleichenden Tod dieser Gesellschaft, vom Krieg, von Umweltzerstörung,Verdummung der Bevölkerung, Riesenprofiten und Massenarmut. Ein trauriges Bild, denn die Kurbel drehen andere...

Impressum und V.i.S.d.P.

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Waldstr. 70
16321 Bernau
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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...