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Dienstag, 31. August 2010

Stichpunkte zu 20 Jahren deutscher "Einheit" - Teil 1

  • Politisch ist die Einheit gelungen, wirtschaftlich betrachtet ist das Ergebnis eine Katastrophe. (Edgar Most, Vizepräsident der Staatsbank der DDR und nach der Wende bis 2004 Manager der Deutschen Bank in einem Spiegel-Interview)
  • Mit dem Beitritt hat eine "gnadenlose Deindustrialisierung Ostdeutschlands" begonnen, meinte Matthias Platzeck, der Brandenburger Ministerpräsident, ebenfalls im Spiegel-Interview und legte noch nach: Die westdeutsche "Anschlusshaltung" sei verantwortlich für "viele gesellschaftliche Verwerfungen bei uns nach 1990, so der SPD-Politiker. Es fehlten selbst kleinste symbolische Gesten gen Osten". Den Ostdeutschen sei das Gefühl vermittelt worden, sie müssten alles wegwerfen, "es war alles Stasi und alles ideologieverseucht".
  • Im Westen hätten gern elf Prozent der Bundesbürger die Mauer zurück, im Osten würden neun Prozent "am liebsten die DDR wiederhaben". Dies ist das Ergebnis des Sozialreports 2010 der Volkssolidarität. Die ostdeutschen Haushalte verfügen heute im Schnitt immer noch über lediglich 75 bis 80 Prozent des Einkommens ihrer westlichen Pendants. Die Studie stellt unter anderem fest, dass infolge des Anschlusses der DDR an die BRD der Anpassungsdruck tatsächlich in erster Linie bei den Ostdeutschen lag. In Ostdeutschland mussten sich zwei Drittel der Befragten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren eine Erwerbstätigkeit suchen, die nichts mit ihrer ursprünglichen Ausbildung zu tun hatte.
  • Schon jetzt lebten 18 Prozent der Deutschen in Ost und West von weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens (798 Euro pro Monat), in Ostdeutschland sogar noch mehr. Besonders von Armut bedroht seien Arbeitslose, Alleinerziehende, Familien mit drei oder mehr Kindern oder Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen. (Quelle: Volkssolidarität 2010)
Junge, Junge - diese "Wiedervereinigung" ist ja wirklich gelungen. Und wenn das schon Leute feststellen, die wahrscheinlich schlauer (Most) und höher bezahlt ( Platzeck) als ich sind, habe ich vielleicht doch ein wenig Recht hier in meinem Blog?

Montag, 30. August 2010

Das "Kulinarium" - Siebzehn Jahre später


Wie schon berichtet, habe ich Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts auch einmal bei einer Studentenzeitung mitgearbeitet - dem "Kulinarium". Andreas P. und ich hatten im Sommer vor einem Jahr in Altenhof beschlossen, die Redaktion über siebzehn Jahre nach dem Ende der Zeitung wieder einmal zusammen zu rufen. Es war nicht einfach, wenigstens den harten Kern im Internet und mit GPS ausfindig zu machen, aber letztlich standen sechs ehemalige Redakteure auf meiner Einladungsliste. Dabei bedauere ich immer öfter, dass die meisten Frauen bei der Heirat den Namen des Ehemannes annehmen, denn von unseren Redakteurinnen konnte ich leider niemanden aufspüren.

Sei es wie es sei: Wir waren dann Sonnabend vor einer Woche fünf ältere Herren in Altenhof. Krankheit, dienstliche Verpflichtungen und ein Auslandsaufenthalt hielten die anderen drei von unserer lustigen Runde fern. Fragt man mich nach einer Einschätzung der Redaktionssitzung, muss ich ohne zu dick aufzutragen bemerken, dass es wie damals in den Achtzigern war. Die Jungs haben sich kaum verändert und wir fühlten uns daher auch alle sofort heimisch. Als wir dann nach Stunden auseinandergingen, stand der Redaktionsbeschluß fest: Diese Treffen wird es ab jetzt jährlich geben.

Wer oder was war nun das "Kulinarium"? Das "Kulinarium" als Zeitung zu bezeichnen, wäre zu tief gestapelt, obwohl wir uns nie so nennen durften. Offiziell gab es nur eine Zeitung an der Berliner Humboldt-Universität, nämlich die Zeitung mit dem Namen der Universität, die einmal monatlich herauskam und die die Studenten kaum ansprach. Das Kulinarium erschien ebenfalls monatlich, war das Sprachorgan der Freien Deutschen Jugend an der Sektion Nahrungsgüterwirtschaft und Lebensmitteltechnologie der Humboldt-Uni und kümmerte sich vor allem um die Belange der Studenten. Angefangen im September jeden Jahres mit wichtigen Hinweisen für die "Neuen" aus dem ersten Studienjahr, über Freizeittipps, Berichten vom Sektionsleben, Empfehlungen zu den Vorlesungen und Seminaren aus studentischer Sicht, Vorstellung von Praxispartnern der Industrie, Berichten von Absolventen aus der Praxis, Interviews mit Rockgruppen, Gratulationen zum Geburtstag oder zur Verteidigung der Promotionsarbeit, Sporttipps, Kochrezepten, Serien zu historischen Gebäuden der Universität bis hin zur Veröffentlichung meist unerwünschter Hinweise von Studenten an den Lehrkörper zur Verbesserung der Qualität unserer Lehrveranstaltungen schrieben unsere Redakteure über das bunte geistige, kulturelle und gesellschaftliche Leben an der Universität und in der Hauptstadt. Es gab Kreuzworträtsel und immer wieder Diskussionen über die Verbesserung des Studiums an unserer Sektion.

In unserer Serie "Uni- eine höhere Schule ?" diskutierten wir lange Zeit die Qualität der Lehre insgesamt und der einzelnen Lehrveranstaltungen, gaben Studenten Raum für ihre Hinweise und ihre Vorschläge und ließen in der Diskussion natürlich auch interessierte Dozenten zu Wort kommen. Da wir (siehe oben) keine Zeitung sein durften, gab es unser jährliches Pressefest ironischerweise mit einem " L" am Wortende, also einem kleinen Pressefest. Unsere Redakteure spiegelten das bunte Bild der Sektion wieder. Newbees, gestandene Studienjahrgänge, Assistenten und Forschungsstudenten und selbst Universitätsmitarbeiter wirkten mit. Und ich kann ohne jede Übertreibung behaupten, dass uns, der Redaktion, die Zusammenstellung jeder Nummer unserer Zeitung wahrscheinlich mehr Spaß gemacht hat, als dem Leser das spätere Lesen.

Obwohl wir duchaus gutmütig mit unseren Oberen umgingen, wurden wir von Anfang an nicht nur von der SED-Kreisleitung der Universität misstrauisch beäugt. Wenn wir es wagten, einzelne Bereiche der Lehre sanft zu kritisierten, kam sofort die Frage, ob wir das denn auch dürfen. Trotzdem gab es auch immer wieder Leute aus dem Lehrkörper oder in leitenden Positionen außerhalb der Uni, die uns mit Zuspruch und Einfluss unterstützten.

Noch etwas zur Statistik: Die erste Nummer des "Kulinarium" erschien im Januar 1978 noch auf Ormig. Bereits im April 1978 konnten wir unsern Lesern stolz die erste, im Kleinoffsetverfahren gedruckte Ausgabe mit zehnmal im Jahr etwa 700 Stück und zum Einzelverkaufspreis von 60 Pfennig präsentieren. Nach einigen kleinen Auseinandersetzungen mit dem damaligen ersten Sekretär der SED-Kreisleitung stand das gesamte Projekt bereits im Sommer 1980 auf der Kippe, als man uns hochoffiziell der Pornographie bezichtigte. Wir hatten einen Messeprospekt einer westdeutschen Kabelfirma als Grundlage einer Fotomontage für ein Sommerposter benutzt. Das auf dem Poster abgebildete Modell zeigte etwa 30 Prozent ihres Busens. Wirklich nur des Busens, also der Vertiefung zwischen den weiblichen Brüsten!

Man scheute aber das endgültige Verbot, wahrscheinlich weil man mit Protesten nicht nur der Studenten rechnete. Die im Jahre 1983 einsetzende Sparpolitik der Regierung wurde dann als Vorwand für die Einstellung der Zeitung genutzt. Man musste Papier sparen. Die für lange Zeit letzte gedruckte Ausgabe erschien im März 1983. Nebenbei: Auch die FDJ-Zeitung "Forum", die sich ebenfalls -. allerdings in größerem Rahmen - an Studenten und junge Hochschulmitarbeiter richtete, erschien ab 1983 nicht mehr.

Ab 1983 gab es das "Kulinarium" dann in unregelmäßigen Abständen und kleiner Auflage auf Fotopapier. Mit einer "Kulinarium-Diaschau Rund um den Thaer" meldete sich die Redaktion ebenfalls regelmäßig zu Wort.

Ab Mai 1987 gab es dann wieder gedruckte Ausgaben und ab 1.1.1989 sogar eine Lizenzurkunde für unsere Zeitung vom Magistrat von Berlin.

Was der sogenannte Unrechtsstaat und die SED nicht schafften, erledigte die Hochschulpolitik des Berliner Senats nach dem Anschluss an die BRD so quasi nebenbei gleich mit: Da die Sektion Nahrungsgüterwirtschaft/ Lebensmitteltechnologie der Humboldt-Universität von der TU Berlin geschluckt wurde - von einer Fusion, die gleichberechtigte Partner voraussetzt, möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen - erschien die letzte Ausgabe unseres "Kulinarium" im November 1991. denn an einer freiheitlich-demokratischen Universität westlicher Prägung brauchte man offensichtlich keine Zeitung als Stimme der Studenten. Und da in dieser Gesellschaftsordnung alles seine betriebswirtschaftliche Ordnung haben muss, stellte die letzte Redaktion ihre Arbeit mit Abschlussprotokoll und einem finanziellen Überschuss von über 3000 DM offiziell am 27. März 1993 ein.

Ehre ihrem Andenken.




Zum Bild: Garantiert kein Busen - Sommerposter 1981


Danke an Andreas P. für die geschichtlichen Daten.

Sonntag, 29. August 2010

Noch einmal zum Thema Ironie

"Ironie ist keine Waffe, sondern eher ein Trost der Ohnmächtigen."
meinte jedenfalls Ludwig Marcuse (* 8. Februar 1894 in Berlin; † 2. August 1971 in Bad Wiessee). Er war ein deutsch-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller. Dem jüdischen Großbürgertum entstammend, nahm er nach Beendigung der Schulzeit im Jahr 1913 ein Studium der Philosophie in seiner Heimatstadt auf. Später wechselte er nach Freiburg im Breisgau, um dort sein Studium auf dem Gebiet der Literatur fortzusetzen. Im Jahre 1917 promovierte er in Berlin bei Ernst Troeltsch mit einer Arbeit über Friedrich Nietzsche. Dieser blieb ihm zeitlebens ein Leitstern, den er gegen die vielfältigen modischen Vereinnahmungen vor allem der Nazis zu verteidigen wußte. Der Ausspruch „Nietzsche ist der größte Pechvogel der Philosophiegeschichte. Er wurde von Analphabeten nicht nur in ihr Deutsch übersetzt, sondern auch noch in ihre Wirklichkeit.“ stammt von ihm und beschreibt Wirklichkeit uund Ideologie im Dritten Reich sehr zutreffend und vor allem hintergründig.

Tja, viel ist uns nicht geblieben. Ohnmächtig sind wir manchmal. Aber Widerstand. ist möglich...

Herumschleichen in Altenhof oder: Thilo und ich - Teil 2

Ich muss mal wieder ganz ehrlich sein, denn wie jedem Atheisten fehlt mir die regelmäßige Beichte sehr.

Also: Thilo hatte Recht. Nein, nein ! Nicht diese durcheinander gequirlte braune Kacke, die er gerade wieder absondert und die sogar die Stammtische spaltet. Nicht diese Halbwahrheiten, die jede vernünftige und seriöse Diskussion über zweifellos vorhandene Probleme unmöglich machen, weil sie unnütz polarisieren und keine wirklichen Lösungen anbieten.

Ich meine seine Äußerungen, als er noch Finanzsenator in Berlin war und so treffend seine Beamten charakterisiert hat. Wißt Ihr noch, das mit dem schlechten Geruch in den Amtsstuben? Weiß jeder, muss auch stimmen, denn als Frau F. vom Ordnungsamt der Gemeinde Schorfheide neulich aus dem Urlaub kam, war er gleich wieder da - der üble Mundgeruch ihres Chefs.

Ob das nun an seinem Magengeschwür oder dem Erscheinen von Frau F. lag, diskutieren wir an dieser Stelle mal nicht weiter aus. Jedenfalls verdonnerte der Chef die Frau F. gleich zu Wochenenddienst in Altenhof.

Das Wochenende war schön, es gab warmes Wetter und die Leute kamen nach Altenhof, um im Werbellinsee zu baden, sich Eisbecher einzuverleiben und Unmengen von Fisch oder Pommes zu mampfen. Die drei Parkplätze - sie verdienen den Namen eigentlich nicht, denn es sind notdürftig planierte Kartoffeläcker - waren im Nu überfüllt, die ersten PKWs hatten schon mit der Vorderachse aufgesetzt und sich in den Schlaglöchern die Stoßdämpfer gestaucht.

Reiche Ernte für Frau F., denn es gab genügend Autofahrer, die das irgendwo hinter einem Baum oder am Orteingang versteckte "Zeichen 290/292" nicht gesehen hatten und einfach in den nicht beschilderten Nebenstraßen parkten - ohne jemanden damit zu ärgern oder zu behindern. Fünfzehn (T)Euros pro Auto: Da freut sich das Herz des Ordnungsamtsaußendienstlers ! Und dabei sogar dem schlechten Mundgeruch des Chefs entronnen!

Wieviele der abgestraften Gäste Altenhof, seine Badestrände und vor allem seine Wirte zukünftig meiden werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das ineressiert den Chef, sein Magengeschwür und Frau F. nicht. Denn das ist allein das unternehmerische Risiko dieser Wirte.

Auch ich werde Altenhof eine Weile meiden. Bis ich die sinnlos ausgegebenen fünfzehn Euro wieder herausgearbeitet habe, denn auch ich verdiene mein Geld jeden Tag unalimentiert von Vater Staat und ausschließlich mit unternehmerischen Risiko.

Dabei wünsche ich mir innigst, dass auch jeder kleingeistige, faule und stinkende Beamte in diesem Land (die soll es ja geben) für auch jeden kleinsten Fehler (die sollen ja vorkommen) sofort gnadenlos in Regreß genommen wird. Wie sie selbst es so gern ausschließlich zur Geldbeschaffung mit uns Autofahrern tun.

Aber das steht auf einem anderen Blatt und ist allein ein frommer Wunsch. Auch auf Thilo war da kein Verlaß. Denn er hätte zumindest als Senator in Berlin einiges ändern können. So können wir auf Maulhelden und superschlaue Hilfspolitiker vom Schlage eines Sarrazin gern verzichten. Die ändern nichts, machen im Gegenteil alles noch schlimmer und kosten auch nur unser sauer verdientes Geld...

Foto: Strafzettel (rike/pixelio.de)

Samstag, 28. August 2010

Patriotismus, Schurken und alberne Fähnchen

"Patriotismus ist die letzte Zuflucht der Schurken"
meinte Samuel Johnson (* 7. September nach dem julianischen Kalender/ 18. September 1709 nach dem gregorianischen Kalender in Lichfield; † 13. Dezember 1784 in London; ) Er war ein englischer Gelehrter, Lexikograf, Schriftsteller, Dichter und Kritiker. Nach William Shakespeare ist Johnson der meistzitierte englische Autor und war im 18. Jahrhundert die wichtigste Person im literarischen Leben Englands, vergleichbar mit Gottsched in Deutschland. Zwischen 1747 und 1755 erarbeitete Johnson das berühmte Dictionary of the English Language (1755, 2 Bände), das 1758 bereits in 6. Auflage erschien und bis heute alle ähnlichen Lexika über die englische Sprache beeinflusst hat.

Und diese böse Bemerkung ausgerechnet im Jahr der Fußball-WM ! Na ja, die albernen Fähnchen sind ja nun endlich auch von den Autos verschwunden...

Thilo und ich - Teil 1

Neulich auf einer längeren Autofahrt (ich neige auf längeren Autofahrten zum Autoradiohören und anschließendem Sinnieren) habe ich mal über Thilo Sarrazins Sprüche nachgedacht. Lohnt nicht, meint Ihr? Nur bedingt richtig. Es ist interessant, die Gedanken dieses Möchtegern-Politikers zu Ende zu denken, quasi eine Art Gedankenspiel zu treiben. Was wäre, wenn die Entwicklung wirklich so eintrifft, wie uns "uns" Thilo das vorhersagt? Werden seine Schreckensszenarien wahr, wird Deutschland türkisch-arabisch-muslimisch, dann
  • werden die lt. Thilo zu 100 Prozent vom Staat lebenden Einwanderer wieder auswandern, denn nach Thilos "Logik" arbeitet dann niemand mehr in Deutschland und es gibt einfach kein Geld mehr für die Stütze,
  • werden die protestantisch-katholisch-ökumenisch gefärbten Fundamentalisten, die sich bisher trotz der angeblichen Trennung von Kirchen und Staat in alles und jedes in Deutschland einmischen- auch z.B. in das Rundfunk-und Fernsehprogramm, in die Erziehung und Schulbildung, in unser Sexualleben und vor allem in die sexuelle Entwicklung unserer Kinder - einfach durch andere Personen abgelöst,
  • werden die Rufe der Muezzins das ewige Dröhnen der Rasenmäher meiner Nachbarn übertönen und es wird wenigstens fünfmal amTag während des Gebetes Ruhe geben,
  • wird der typische Brandenburger, die Krone der Rückentwicklung des Menschen- Bierbüchse in der Hand, zweikommanull Promille im Blut und im Unterhemd am Gartenzaun - vielleicht endlich aussterben.
Ich gebe zu, das Schweinefleisch wird mir etwas fehlen. Sarrazin nicht. Aber vielleicht gibt es Ausnahmeregelungen - für das Schweinefleisch...

Freitag, 27. August 2010

Das Wort zum Sonntag

"Es ist leichter, eine Lüge zu glauben,
die man hundertmal gehört hat,
als eine Wahrheit,
die man noch nie gehört hat..."

meinte Alfred Polgar (* 17. Oktober 1873 in Wien; † 24. April 1955 in Zürich, eigentlich Alfred Polak; Pseudonyme: Archibald Douglas, L. A. Terne). Er war ein österreichischer Schriftsteller, Aphoristiker, Kritiker und Übersetzer.

Beim Stichwort Lüge fällt mir sofort Einiges ein. Aber wann hat man denn in letzter Zeit irgendwo - jedenfalls offiziell - eine Wahrheit gehört? Nicht mal 'ne ganz kleine, unerhebliche...

Mittwoch, 25. August 2010

Niveau. Wo?

Heute früh am Morgen schon heftiges Freuen beim gesellschaftskritischen Blogger: Die ansonsten galoppierende öffentliche Verblödung hat eine Pause eingelegt! Tatsächlich. Es ist zwar kaum zu glauben, aber in der Zeitung steht, dass zu Mehrzad Marashis Konzerten keine Zuhörer kommen wollen. Die Konzerttournee wurde mangels Interesse, d.h. zu wenig verkauften Karten abgesagt Zunächst heftiges Erschrecken ob der Unkenntnis: Wer ist MM? Ach ja, muss man nicht kennen. Eine jener armen Kreaturen aus Frankenstein Bohlens Versuchsküche "Deutschland sucht den Superstar", von denen seit Jahren Unzählige die Supermarkteröffnungen, Baumarktfeste und Kindergeburtstage dieser Republik bespaßen. Eine davon war z.B. Daniel Kübelböck. Wie MM hat auch Daniel sich inzwischen von seinem Erzeuger getrennt und hofft, seine Karriere als Superstar ohne den Klonkrieger Dieda besser hinzukriegen. Wohl bekomm's !

Als ich in der Morgenzeitung weiterlese, glaube ich kurzzeitig, das westdeutsche Abendland geht unter. Jedenfalls das niedersächsische. Selbst zu Lena Müller-Landruts bühnentechnischen Or-gans-men wollen nicht genug Zuschauer kommen! Eine Katastrophe. Und als mir der Kommentator auch noch mitteilt, dass RTL die nächste Staffel des "Dschungelcamps" wegen fehlender Werbebuchungen absagen musste, befällt mich kurzzeitig ein derartiger Optimismus, dass ich Deutschland nach langer, langer Durststrecke wieder auf dem Weg zum Land der Dichter und Denker sehe. Jedenfalls medienniveaumäßig.

Stände da nicht die Drohung im Raum, dass das Team von „Deutschland sucht den Superstar" auch in diesem Jahr auf große Casting-Truck-Tour geht. Ab dem 20. August 2010 werden in über 20 Städten neue Gesangs-Talente gesucht.

Gesangs-Talente also. Sie geben nicht auf. Genauso verbohrt wie damals bei Stalingrad. Es gibt wieder einmal keine Alternative!

Na ja, da ich aber wirklich niemanden zu nahe treten oder bei seiner angestrebten Karriere im Wege stehen will, verrate ich hier auch noch, dass diese Truppe um Knautsch-Gesicht Dieda Bowlen am 2. Oktober sogar nach Frankfurt an der Oder kommt. Bei dieser Nachricht dann fällt es mir allerdings wie Schuppen aus den Haaren: Soweit ist es also schon! Und allein dieser Fakt lässt nun wirklich tief blicken und bringt mir den kurzzeitig verlorenen Optimismus zurück...

Foto: DSDS-Star gefunden!(schubalu, www.pixelio.de)

Montag, 23. August 2010

Freiheit statt Angst

Ein breites Bündnis ruft dazu auf, für Bürgerrechte, Datenschutz und ein freies Internet auf die Straße zu gehen. Die Demonstration “Freiheit statt Angst” findet am Samstag, den 11.09.2010 im Rahmen des internationalen Aktionstages “Freedom not Fear” statt. Treffpunkt ist um 13.00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin.

Wulff bleibt Evangelikalen treu

Offensichtlich hat der Protest säkularer Organisationen doch etwas bewirkt: Bundespräsident Christian Wulff lässt seit Amtsantritt seine Mitgliedschaft im Kuratorium der evangelikalen Missionsbewegung "ProChrist" ruhen, weil er "ein Präsident aller Deutschen" sein will. Öffentlich distanziert hat er sich jedoch nicht von dem evangelikalen Netzwerk, das u.a. Initiativen unterstützt, die aus religiösen Gründen Ergebnisse der Evolutionsbiologie bestreiten und Homosexualität als "Sünde wider die Natur" bekämpfen. Fühlen sich Evangelikale zu Unrecht kritisiert, mündet die Mobilisierung der Mitglieder durchaus auch in extremen Drohungen gegenüber unliebsamen Journalisten. Christian Wulff hielt aber auch bei der ersten Rede nach der Wahl mit seinen religiösen Überzeugungen nicht hinter dem Berg und ignorierte die zahlreichen nichtreligiösen, konfessionsfreien Menschen in Deutschland. Der Repräsentant aller Deutschen betonte stattdessen am Ende seiner Ansprache vor der Bundesversammlung: „Gott schütze unser Land".

Mit diesen Kräften an der Spitze unseres Landes hat Gott sicherlich sehr viel zu tun. Wir sollten ihn dabei besser unterstützen und uns lieber selber schützen...

Nach Informationen der Giordano-Bruno-Stiftung

Foto: ad, www.pixelio.de

Brechts Grusche, Esaus Großmutter und Horstens Schwester


Carmen-Maja Antoni zum 65. Geburtstag

Die Welt und ganz besonders ihr Teil Berlin sind nur ein Dorf. Früher habe ich bei einem Gang über den Alex mindestens zwei Bekannte getroffen. Heute gehe ich nicht mehr über den Alex, er ist mir zu hässlich geworden. Nichtdestotrotz trifft man immer noch relativ häufig Bekannte oder auch bekannte Menschen in der großen Stadt wie folgendes Beispiel zeigt:
Vor einigen Jahren suchte unser jüngster Sohn eine Wohnung in Berlin. Da seine Anwaltskanzlei an einem Sonntag ein wichtiges Meeting für den Montag vorbereitete, mussten wir für ihn den Maklertermin wahrnehmen. Wir fanden uns also in einer Seitenstraße der Schönhauser ein, es war noch Zeit und wir beschlossen, in einem kleinem Cafe gegenüber des Kinos ein Stück Kuchen zu essen. Es war Selbstbedienung angesagt und gerade als ich uns am Tresen den Kaffee abholen wollte, stand eine kleine Frau vor mir an, die ganz offensichtlich gewohnt war, dass man sie erkennt. Ihr schelmisches Lächeln, mit dem sie mich von der Höhe ihrer 1,52 Meter ansah, kam mir irgendwie bekannt vor. Während ich sonst kaum einen berühmten Menschen erkenne, machte es diesmal sofort Klick: Carmen-Maja Antoni ! Wir hatten sie gerade in der grandiosen Baierschen Verfilmung des "Ladens" von Erwin Strittmatter gesehen und festgestellt, dass sie und Martin Benrath die besten Darsteller des Filmensembles gewesen waren. So tat ich etwas, was ich bisher nur bei Helga Hahnemann und Günther Fischer getan hatte: Ich bat sie um ein Autogramm. Nun, natürlich hatte sie keine Autogrammkarte dabei, es war Sonntag nachmittag. Aber sie bat mich um meine Visitenkarte und versprach mir, das Autogramm nach Hause zu schicken. Wir kamen noch ein wenig ins Gespräch, über Fernseh- und Theaterproduktionen, Eintrittspreise am Berliner Ensemble usw. Einige Tage später kam dann ihre Autogrammkarte. Mit großem Vergnügen sahen wir sie dann in den Jahren 2007 und 2009 in den Folgen des "Polizeiruf 110" als vertrocknete und hochbesorgte, da unbemannte Schwester des dicken Horst Krause. Einfach köstlich, was sie da ablieferte.

Heute wird Carmen-Maja Antoni 65 Jahre alt. Begonnen hat sie als Schauspielerin in der Rolle eines "Blauen Blitzes" im Pionier-Kabarett. Später dann war sie die jüngste Grusche in Brechts " Der Kaukasische Kreidekreis". Engagements an Volksbühne und BE folgten mit wichtigen Rollen. Ein reiches Schauspielerleben.

Wir wünschen ihr alles, alles Gute, viel Gesundheit, Glück, noch viele Super-Produktionen und vielleicht auch mal wieder eine Bombenrolle wie im "Laden. Egal ob im Fernsehen oder am Theater.

Foto: Autogrammkarte von Carmen-Maja Antoni mit freundlicher Widmung

Sonntag, 22. August 2010

Hubert hat nicht Recht gekriegt

Hubert ist schon des öfteren der Ansicht gewesen, dass ihm die Bürger und Stadtverordneten von Bernau eigentlich den Buckel herunterrutschen können. So auch in dem zum Himmel stinkenden Vorgang um den Ausbau der Bernauer Nelkenstraße. Die ganze unglaubliche Geschichte liest man hier.

Nachdem Hubert wegen vielen seiner stinkenden Fische im Rathaus nun schon zweimal im ZDF auftreten sollte und beide Male den Interviewwunsch des Fernsehens abschlägig beschieden hat, frage ich mich langsam besorgt, was mit unserem Hubert los ist. Ist er etwa nach seiner Wiederwahl im Herbst vergangenen Jahres größenwahnsinnig geworden? Stecken pathologische Gründe hinter seiner immer wieder zu Tage tretenden Unfähigkeit, vernünftig zu kommunizieren und die Geflogenheiten des demokratischen Umgangs mit den Bürgern und den Stadtverordneten einzuhalten? Oder ist er nach 18 Jahren als Bürgermeister etwa doch ausgebrannt? Was ist los und wo führt ein derartiges Verhalten noch hin ?

Die Wahrheit

"Was wahr ist, ist weder gut noch böse,
sondern einfach nur wahr..."

meinte richtigerweise Rabindranath Tagore [ɾobin̪d̪ɾonat̪ʰ ʈʰakuɾ]; * 7. Mai 1861 in Kolkata; † 7. August 1941 ebenda). Er war ein bengalischer Dichter, Philosoph, Maler, Komponist und Musiker, der 1913 den Nobelpreis für Literatur erhielt und damit der erste asiatische Nobelpreisträger war.

Freitag, 20. August 2010

Ein tragisches Ereignis, Blogger und ein fehlbesetztes Amt

Die Stadtverwaltung von Duisburg gibt den Kampf gegen die Verbreitung eines geheimen Zwischenberichts zur Loveparade durch verschiedene Blogs nun auf. Interessierte Kreise wollten die Veröffentlichung eines Zwischenberichts zum Loveparade-Unglück mit einer einstweiligen Verfügung stoppen. Ursprünglich waren die Dokumente in vollem Umfang nicht einmal den Ratsmitgliedern - also den Volksvertretern der Duisburger Bürger- zugänglich.

Die Stadtverwaltung hat ihren Kampf gegen den Blogger Xtranews.de aufgegeben. Thomas Rodenbücher, der Herausgeber des Nachrichten-Blogs Xtranews.de, musste die Dokumente zwar von seiner Seite löschen, 'die unkontrollierbare Verbreitung der vertraulichen Dokumente sei faktisch jedoch nicht mehr zu unterbinden’, sagte der Pressereferent des Oberbürgermeisters Josip Sosic. Die einstweilige Verfügung kann derzeit nur für Xtranews.de geltend gemacht werden.
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat in der WDR-Sendung „Kreuzverhör“ am vergangenen Sonntag die Tragödie der Loveparade erneut bedauert. Einen Rücktritt schließt er jedoch weiterhin aus, stellt sich aber die Frage, ob man das Amt nach so einem tragischen Ereignis weiter ausüben könne.

So ein Jammer, Herr Oberbürgermeister. Wo Sie doch nur das Beste wollen - für sich und ihre Karriere. In vollem Gegensatz zu den Nachrichtenagenturen habe ich das Wort "Stadt" hier durch "Stadtverwaltung" ersetzt. Denn es sind nicht die Stadt Duisburg oder gar ihre Bürger, die hier die Freiheit der Meinung und die Wahrheit unterdrücken wollen - es ist eine unsägliche Verwaltung, die ganz offensichtlich Dreck am Stecken hat und die Öffentlichkeit - selbst die eigenen Ratsherren und -damen - fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Keep on blogging, Freunde, keep on blogging...

Donnerstag, 19. August 2010

Die DDR ist an allem Schuld!

Schon wieder und leider wohl auch wieder an diesem Kommentar. Zwanzig Jahre fast durchweg gequirlter Schwachsinn aus dem Brandenburger (Ver-) Bildungsministerium, meist importiert von Leihbeamten aus NRW, machen mich und meine Familie froh, noch überwiegend in den Genuß des " indoktrinären DDR-Bildungssystems" gekommen zu sein. Drei Diplomingenieure, ein Dr. rer.nat., ein Volljurist und ein Dr.-Ing. zeigen deutlich, wie schlimm das mit dem Bildungszwang in der DDR war.

Dass mit dieser Art von Kommentaren unfähigen Politikern ein Persilschein ausgestellt wird, sei geschenkt. Allerdings lässt mich das Geschwätz des Kommentators, dass systematische Bauarbeiten im Bildungssystem angeblich nicht möglich wären, am Verstand der Meinungsmacher in diesem Bundesland zweifeln. Aber wahrscheinlich weiß es Herr Thiessen nicht besser, weil ihm Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Und um ein Bonmot von Stanislaw Jercy Lec zu bemühen: Gerade seit den letzten zwanzig Jahren gab und gibt es viele Eskimos, die den Menschen am Kongo erzählen wollen, wie die zu leben haben.

Mittlerweile pfeifen es nämlich selbst die Spatzen von den Dächern, dass uns Brandenburger ein reformiertes DDR-Bildungssystem mit polytechnischen Oberschulen, ohne Staatsbürgerkunde und Wehrunterricht, Englisch als erster und Russisch oder Chinesisch als zweiter Fremdsprache weltweit wohl in die Spitzengruppe bei den PISA-Tests katapultiert hätte. Und vielleicht würde dann die Wirtschaft in Brandenburg nicht ständig über total bildungsunfähige Lehrstellenbewerber klagen. Aber so wird wohl auch noch in zwanzig Jahren herum experimentiert werden und die armen Schüler werden immer blöder...

Mittwoch, 18. August 2010

Guter Rat an Freigeister

"Das Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen."
meinte Giacomo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; † 4. Juni 1798 in Duchcov, Erzherzogtum Österreich, heute Tschechien). Er war ein venezianischer Schriftsteller, Priesteramtskandidat, Abenteurer und Freigeist des 18. Jahrhunderts, bekannt durch die Schilderungen zahlreicher Liebschaften. Er gilt als Sinnbild des Verführers und blieb doch zeitlebens im päpstlich-diplomatischen Dienst.

Und hat sich offensichtlich nicht viel um seinen Dienstherrn gekümmert. Das ist eben der Vorteil, wenn man im Außendienst ist. Sogar beim Heiligen Vater...

Dienstag, 17. August 2010

Die Rangliste der Ekelnummern 2010

Der "bekennende Wechselwähler" Seibert (alles außer Linke hätte er schon gewählt, erklarte er neulich dem "Stern") ist angekommen: Ganz, ganz tief im Arsch der Mächtigen. Und wie lebt es sich dort toll! Man wird von Äntschie angehimmelt (brrr!!!!), hat ein vertraglich zugesichertes Rückkehrrecht zum zwangsbeitragsalimentierten ZDF und ist dicker, fetter Staatssekretär mit dickem, fettem Gehalt. Kein Wunder, dass sein Stellvertreter auf der gestrigen Bundespressekonferenz auf die Frage eines richtigen Journalisten, ob diese Art Verträge a la Seibert zukünftig nicht auch für andere Arbeitnehmer gelten sollten, antwortete: "Kein Kommentar!".

Fazit: D a s ist die bisherige Nummer EINS der bundesrepublikanischen Ekelnummern des Jahres...

Sonntag, 15. August 2010

Blinde Nationen

Laut einer Meldung der "Welt online" hat US-Präsident Barack Obama einem Zeitungsbericht zufolge von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt „Schattenkriege“ gegen Terroristen in Asien und Afrika deutlich verstärkt. „Was als verdeckter Krieg unter der Bush-Regierung begann, ist unter Präsident Obama ausgeweitet worden“, schreibt die „New York Times“ online. Praktisch keiner der „neuen, aggressiven Schritte“ der US-Regierung seien öffentlich geworden.

Change we need ? Es wird Zeit, dass die US-Amerikaner, aber auch die Westeuropäer endlich merken, dass der größte, weltweit agierende Terrorist in Washington direkt am Chefschreibtisch im Oval Office des Weißen Hauses sitzt. Und deshalb nicht überall in der Welt gesucht werden muss...

Samstag, 14. August 2010

Wie immer unwählbar: Die Grünen und die SPD

Seit einiger Zeit berichten unsere komplett "freien" Medien vom Aufwärtstrend der SPD und der Grünen in der Wählergunst. Mit anderen Worten: Wären morgen Wahlen, könnten Schröder und Fischer oder deren nicht bessere Nachfolger sofort wieder da weiter machen, wo sie damals aufgehört hatten - nämlich bei der Verwirklichung des forcierten Sozialabbaus mittels ihrer famosen Agenda 2010. Finanz-und Monopolkapital würden sich noch mehr die Hände reiben, denn "Rot-Grün" würde wieder das durchsetzen, was sich Schwarz-Geld zur Zeit nicht mehr trauen.

In diesem Sinne befürchte ich auch ein schon längst stattgefundenes Umschwenken der wahrhaft Herrschenden in diesem Land, denn die gegenwärtige Regierung ist ihnen viel zu zahm geworden, nicht nur beim Sozialabbau. Auch die Aggressivität nach außen wird von Merkel und selbst von ihrem Lügenbaron (man beachte dieses herrliche Foto dieses herrlichen Mannes!) nur noch sehr halbherzig betrieben. Es wird wohl wieder einmal Zeit für den Seeheimer Kreis der SPD und die sogenannten Realos der ehemaligen Ökoaktivisten. Denn die haben ja auch mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr entgegen Völkerrecht und dem erklärten Willen der Bevölkerung begonnen.

Auch der "Focus" trötet in das Reklamehorn für "Rot-Grün" und macht die Truppe um FrankminusWalter, Specki Gabriel und die grüne Renegatenbande gerade wieder regierungsfein. So gehen den rechten SPD-Kräften die geplanten Kürzungen und die Aussetzung der Wehrpflicht bei der Bundeswehr viel zu weit: "Wir melden uns damit von den Zusagen im Bündnis ab“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold. „Das entspricht nicht den Interessen und der Rolle Deutschlands. Die Fähigkeiten zur Bündnisverteidigung müssen bestehen bleiben.“ Auch reiche der geplante Umfang nicht aus, um mehrere größere Auslandseinsätze gleichzeitig bestreiten zu können.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: "mehrere größere Auslandseinsätze gleichzeitig". Jetzt sind sie völlig durchgeknallt. Und der ehemalige " linke Grüne" Trittin setzt dann nach der Verbreitung eines Nebelvorhangs mittels einigem unverbildlichen Gesabbel um Wehrgerechtigkeit und Wehrpflicht noch einen drauf: Für Stabilisierungseinsätze brauche die Bundeswehr „gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten, keine Amateure“, sagte Trittin.

Wer will diese Scharfmacher wirklich und wahrhaftig wählen? Hinterher ist es - wie schon mehrmals in der jüngeren deutschen Geschichte seit 1933 - wieder keiner gewesen....

Foto: Stillgestanden (Gemen64, www.pixelio.de)

Freitag, 13. August 2010

Noch ein Vollidiot

Wer »dient«, noch dazu in Afghanistan, kann ein besserer Mensch werden. Das meint der Mannheimer Sänger Xavier Naidoo , der im Juni zur Truppenunterhaltung am Hindukusch im Einsatz war. Wenn der Krieg in Afghanistan die Soldaten nicht breche, mache er aus ihnen bessere Menschen, sagte Naidoo laut Vorabmeldung der Frankfurter Neuen Presse (Samstagausgabe). »Unsere Frauen und Männer erfahren dort täglich, daß wir in Deutschland im Paradies leben. Sie lernen dort, das Leben stärker zu schätzen und sehr intensiv im Hier und Jetzt zu leben.«

Paradies? Deutschland? Für wen? Was will dieser Schnulzenkönig in Afghanistan? Wärest du doch zu Hause geblieben, oh Xavier, und hättest du lieber geschwiegen. Denn wenn du schweigst, wirkst du ein wenig klüger.

Schnulzen machen also wirklich und definitiv blöd. "WZBW" oder "was zu beweisen war". Wie mein Mathelehrer immer sagte...

Impressum und V.i.S.d.P.

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Dr. F. Valentin
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16321 Bernau
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1. einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden..."
Die allgemeine Begründung dafür ist, dass Zitate der kulturellen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung einer Gesellschaft dienen.Trotzdem: Sollten mit diesen Zitaten irgendwelche weitergehenden Urheberrechte berührt werden, bitte ich um umgehende Mitteilung- der entsprechende Beitrag oder Link wird sofort entfernt.
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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...