
Vor einiger Zeit - wir befanden uns auf der Müritz mit dem Segelboot in einer Flaute - begannen wir, die Namen von Softwarefirmen und deren Programmen einzudeutschen. Da kamen so lustige Sachen heraus wie Kleinstweich für Microsoft, Kraftpunkt für Powerpoint und Fenster XP. Auch Korallenzeichnen oder Schnellen fanden wir ganz lustig und wer hat noch nie mit Auszeichnen oder Wörter gearbeitet? Vorgestern war mir aber das Lachen fast vergangen: Ich hatte blöderweise das automatische Aufdatteln von Fenster eingeschaltet und die Jungs von Kleinstweich hatten mir, fleißig wie sie sind, einen Sicherheitsflicken überspielt.Abends, nach dem Neustart des Rechners ging keine Zwischennetz-Verbindung mehr. Anfangs glaubte ich noch an einen Aussetzer meines Verfügers oder an ein loses Kabel.Dann machte ich den Schoßzylinder an, auf dem der neue Sicherheitsflicken noch nicht installiert war und siehe da: Das Zwischennetz funktionierte. Ich fand dann die Ursache. Der neue Sicherheitsflicken von Kleinstweich konnte nicht mit meiner Feuerwand von Zonenalarm.Nachdem ich den Sicherheitsflicken von Kleinstweich beseitigt hatte, lief alles wie zuvor.
Jetzt gibt es boshafte Leute, die das Programm Fenster von Kleinstweich schon immer als den größten und effektivsten Virus in der Rechnerwelt bezeichnet haben. Andere wiederum meinen, dass Kleinstweich immer dann einen gefährlichen Flicken ins Netz stellt, wenn ihre Aktie am Boden liegt.Durch die Behebung der dadurch entstehenden Schäden bei den Kunden machen sie soviel Kohle, dass sich der Aktienwert wieder erholt.
Überhaupt Programme und Updates (Aufdatteln?): Mittlerweile hält sich meine Begeisterung für die 17.0 + xte Variante eines Programmes in Grenzen.Meistens werden die Programme nur verschlimmbessert und kaum den wirklichen Kundenbedürfnissen angepasst. Wenn ich nur daran denke, was Fenster XP für einen Tanz veranstaltete, als ich einmal einen selbstgedrehten und daher nicht von Kleinstweich autorisierten Videofilm vorführen wollte. Dieses idiotische Teil konnte sich gar nicht mehr einkriegen. Oder Schnellen, eine Finanzverwaltung der Firma L. Die müssen sogar eine als "Nutzer helfen Nutzer" getarnte Netzseite mit einem Unterstützungsteam in Potsdam unterhalten, damit die Weichware einigermaßen am Funktionieren bleibt. Natürlich sind die Jungs dort von ihrer Aufgabe durchdrungen und sowas von eingebildet... Vor allem verstehen sie nicht, dass ein normaler Rechnerbenutzer keine Lust hat, das Register in der Heykeyendusermotherfuckingshitmachine (oder wie der Mist heißt) zu durchsuchen und ihnen den Ausdruck per Elektropost zu schicken, sondern einfach nur will, dass die Weichware mit der Hartware zusammen arbeitet und vor allem funktioniert.So hat sich bei mir die Ansicht durchgesetzt, niemals ein gesundes Pferd zu wechseln. Leider sind die Weichware-Firmen noch weit von dieser Erkenntnis entfernt, aber vielleicht helfen wir Verbraucher einfach mal nach. Erste Ansätze gibt es schon: Die Zahl der für Fenster Aussicht verkauften Lizenzen lag im Vergleichszeitraum um 59 Prozent niedriger als bei Fenster XP. Auch die Einnahmen in den ersten Wochen nach dem Verkaufsstart lagen bei Fenster Aussicht um 32 Prozent niedriger als die mit Fenster XP...
Grafik: "Sicherer PC" (fellex, pixelio.de)
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