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Samstag, 22. September 2012

Nischt wie wech!

Ausruhen, die Paddel einfach mal ablegen... ( © fv 2007)
Also nu' is' wirklich  Pumpe hier im Blog. Beim ollen Hannes konnte ick jestern zwa' nich' widastehn, aba bis morgen Mittach werde ick jetzt einfach ma' die Klappe halten. Dann jeht nämlich unsa Flieja.

Trotzdem, liebe Leute: Lesen könnta hier jenuch, jenau tausendachthundertzweiundvierzich Beiträge, ooch Posts jenannt. Ihr könnt ooch kommentieren! Ziert Euch nich'  imma so mit Eure Meinung !

Ab jetz'  also is'  bei mia Testbild. Ick fahr' ma'  janz kurz baden. Danach jehts weita...

Freitag, 21. September 2012

Montags der alte Film - Hans Albers zum 121. Geburtstag

Es gab noch Helden in meiner Jugend: Da war der Held, der mit dem Flugboot eine ganze künstliche Insel rettete. Oder der, der unerschrocken mit kariertem Mantel und Detektiv-Lupe es mit einer ganzen Bande von Falschmünzern aufnahm, dabei eiskalte Bäder liebte, sogar den schlecht singenden Heinz Rühmann ertrug und doch nicht Sherlock Holmes war. Die Frauenherzen flogen ihm zu, auch wenn er nur ganz kurz mit den blauen Augen blitzte.

Hans-Albers-Denkmal in Hamburg
Bernd Sterzl  / pixelio.de
"Wer hinter'm Ofen sitzt und die Zeit wenig nützt, schont zwar seine Kraft, aber wird auch nichts erreichen..." sang er in die Kamera, blieb in den schlimmsten 1000 Jahren Deutschlands in seiner Heimat, ließ sich nur wenig mit den Nazis ein, rettete seine "halbjüdische" Lebensgefährtin vor dem mörderischen Wahn und lebte nach der Befreiung schon ab 1946 wieder mit ihr zusammen. Hans Albers, der blonde Hans, wahrscheinlich mit Toupet.  Kein "richtiger" Held im wirklichen Leben, Goebbels' Vorzeige-Filmmime und doch nicht nazikrank, dafür alkoholkrank .Vielleicht wegen dieser Brüche ein so gewaltiger Schauspieler.

Wenn mir manchmal über diesem verkorksten Deutschland so richtig das Brechen kommt, sehe ich mir seinen ersten Nachkriegsfilm " ... und über uns der Himmel" an. Was waren die Menschen damals gleich nach dem Krieg optimistisch! Kunststück, es konnte gar nicht mehr schlimmer kommen. Nie wieder Krieg sollte sein, nie wieder sollte ein Deutscher eine Waffe in die Hand nehmen und sie gegen seinen Bruder richten. Nie wieder. Und sie haben uns wieder verraten. Es wird noch schlimmer kommen.


Hans Albers wäre morgen 121 Jahre alt geworden. Dass er sich nach unbestätigten Quellen gern ein Jahr jünger machte, passt in unser Bild von diesem sympathischen Filmhelden und macht das Datum tauglich für dieses Blog. Also 120 Jahre. Oder auch nicht. Ich kenne ihn aus der Sendereihe " Für den Filmfreund ausgewählt" des DDR-Fernsehens, immer montags um 20 Uhr...






Dienstag, 18. September 2012

Pause


Na, geht doch!

Menschenkette- Wir sind das Volk
Heute nun ist in unserer Lokalzeitung endlich die Presseerklärung zur Asbestbelastung in der Waldstraße in Schönow erschienen. Manchmal hat man schon den Eindruck, dass irgendwo im Hintergrund von den Eigentümern des Blattes -einer südwestdeutschen Verlagsgruppe - unsichtbare Fäden gezogen werden, damit auch bloß nicht zuviel des Ärgers über unsere etablierten Parteien hochschwappt bzw. bekannt wird.

Da  berichtet man schon lieber vom x-ten Stammtisch der ehemaligen Umweltpartei zum Vorkommen des Fliegenpilzes in Brandenburg oder über eine Jugendorganisation  der CDU und der rechten SPD mit leichtem Chaos-Touch, deren Mitglieder die möglichen Formen und Wege  der politischen Auseinandersetzung (Telefon, Rauchzeichen, direktes Zweiaugengespräch, Gruppendiskussion, Boxkämpfe, Talk-Shows, Internet-Chat, e.-Mail usw. ) glatt mit Inhalten verwechseln und deshalb lieber erst keinerlei Inhalte - und wenn doch, dann nicht wirklich -  vertreten.

Schön zu wissen, dass man bei der "Märkischen Oderzeitung" auch manchmal unsere Aktivitäten für den Bürger zur Kenntnis nimmt..

Bild: Juergen Jotzo  / pixelio.de. 

Sonntag, 16. September 2012

Erstes Opfer dieses Winters in Brandenburg zu beklagen

Bierdose am Bahndamm (Dietamr Lehmann, pixelio.de)
Nachdem in den Alpen der erste Schnee gefallen und der erste Tote des frühen Wintereinbruchs zu beklagen ist, wird bekannt, dass es in Brandenburg schon in der vergangenen Woche das erste Opfer gegeben hat.

Manfred W. wurde am frühen Donnerstagmorgen nur mit Unterhemd und Trainingshose bekleidet und mit einer Bierdose in der Hand an seinem Gartenzaun gefunden. Die Obduktion der Bierdose ergab, dass Herr W. trotz seiner eher leichten Bekleidung kein Opfer der morgendlichen Kühle von etwa 0 ° Celsius im Berliner Umland geworden war. Er litt nur an den Folgen einer starken Dehydration, da das Bier in seiner  Bierdose eingefroren war. Die Bierdose konnte wieder belebt werden, Manfred W. ist infolge der Entzugserscheinungen noch in der Klinik...

Mittwoch, 12. September 2012

Das Spiel

Richter in roten Roben (Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de) 
Manchmal denke ich an die schier endlosen Stunden zurück, an denen man uns gelernte Ossis  im Gewerkschafts- und Parteilehrjahr, in der Schule,. im Politunterrricht bei der NVA, während des Studiums oder im FDJ-Studienjahr mit Marxismus-Leninismus quälte. Manchmal bin ich auch schon geneigt gewesen, die viele versessene Zeit als sinnlos vertan abzutun. Und dann kommen Tage wie heute, an denen sich die Theorie in der Praxis bestätigt. Wer von uns hat wirklich geglaubt, das Bundesverfassungsgericht - also bundesdeutsche Richter, Angehörige ihrer Klasse, der herrschenden Klasse, meist noch von den herrschenden politischen Parteien vorgeschlagen und berufen - würde im Sinne unserer Steuergelder  entscheiden ?

Zur Erinnerung: Nach der sozialistischen Staats- und Rechtstheorie ist der Staat, bestehend aus Verwaltung, Polizei, Justiz und Armee, ein Machtinstrument der jeweils herrschenden Klasse. Die in deren Sinne angepasste Gesetzgebung dient der Aufrechterhaltung der errungenen Macht.

Nun wird es wieder kluge Menschen geben, die uns einreden wollen, dass die Verfassungsrichter ihre Entscheidung für die Verfassungsmäßigkeit des Europäischen Stabilitätsmechanismus an bestimmte Auflagen geknüpft und den Bundestag gestärkt hätten. Mag sein. Die kleinen Trost - und Schönheitspflästerchen sind Bestandteile des Spiels, das uns eine unabhängige Justiz vorgaukeln soll. Am Grundsatz ändert sich nichts: Die heutige Entscheidung wurde zu Lasten der kleinen Leute dieses Landes und zu Gunsten des Finanzkapitals getroffen. Von einem Machtinstrument genau dieser Bande war nichts anderes zu erwarten...

Was macht eigentlich...

... Angela Merkel ? Nun, Äntschie - wie sie von ihren Freunden aus Wirtschafts- und Finanzrikrisenkreisen genannt wird- erfreut sich nach wie größter Beliebtheit in der deutschen Bevölkerung. Dreiundneunzigkommasieben Prozent aller deutschen Pfarrerstöchter sehen in ihr ein leuchtendes Beispiel und vierundneunzigkoma kommaacht Prozent ihrer Väter wollen gar ein Kind von ihr. Die Zustimmung der Vorstandsetagen von Deutscher Bank & Co.zu ihrer Politik  bewegt sich ungefähr auf dem Niveau der bundesdeutschen Staatsverschuldung, also bei 2000 Milliarden Prozent ( in Ziffern: 2 .000.000.000.000 Euro %) - Tendenz steigend. Deshalb sorgen die Bankenmanager auch stets dafür, dass entsprechende Beliebheitsumfragen immer positiv für  AM ausgehen. Also, alles rotscher für unsere Kandisbunzlerin. Die Wiederwahl 2013 ist gesichert.

Diesen Umstand würdigt auch das nach eigenem Anspruch "endgültige" Satiremagazin "titanic" in dieser Woche mit einem wunderschönen Titelbild. Allerdings müssen wir an dieser Stelle kritisch bemerken, dass die Kollegen von der "titanic"  einem ganz wesentlichen Fehler aufgesessen sind: : Damit irgend etwas TOT sein kann, muss da vorher etwas gewesen sein und das Ding muss gelebt haben....



Dienstag, 11. September 2012

Pöstchen, Kriechtiere und die Qualität

Vorige Woche war ich zur Verleihung des Qualitätspreises Berlin-Brandenburg in die Potsdamer Nikolaisäle eingeladen und hatte mal wieder genügend Muße, mich über Politik zu wundern. Die Veranstaltung begann verspätet. Das sorgte - wenigstens bei mir - für etwas Unmut, denn wir befanden uns immerhin in der Hauptstadt Preußens. Was die meisten Anwesenden  und auch der wahrscheinlich vorgefertigte oben verlinkte Bericht nicht wussten: Die als eine der Hauptredner vorgesehene Wirtschaftssenatorin von Berlin, Sybille von Obernitz, hatte zu diesem Zeitpunkt schon keine Lust mehr und wollte nicht erscheinen. Sie ließ sich dann auch am Anfang der Folgewoche folgerichtig vom Berliner Regierenden Partymeister abberufen..Die Bitte um Abberufung hat gegenüber dem Rücktritt den Vorteil, dass man/frau dann auch noch für Arbeitsverweigerung ein schönes  Ruhegehalt hinterher geschmissen bekommt. Wie ist es doch unterschiedlich verteilt im Leben! Für wenige Wochen Arschkriechen beim Regierenden oder bei seinem CDU-Stellvertreter Henkel erst ein Bomben-Pöstchen als Senatorin und dann noch 'nen Haufen Kohle für's Nichstun!!! Wenn ich mich doch bloß mal zu ein wenig Arschkriecherei durchringen könnte!  Nun gut, ich kann mich - genau wie diese Kriechtiere -  nicht mehr ändern. Deshalb werde ich einfach weiter arbeiten.

Interessant war im Zusammenhang mit dem Qualitätspreis allerdings noch, dass es offensichtlich im Berliner Senat weder Staatssekretäre, noch Hauptabteilungsleiter oder gar Pressereferenten gibt. Auch werden derartige Termine wie Preisverleihungen in etwa so plötzlich angesetzt wie Weihnachten. und sind damit unplanbar.  Zwei Gründe dafür, dass man aus Berlin niemanden als Vertretung für die überforderte Dame hatte schicken können. Ironie aus, denn natürlich gibt es garantiert genügend höhere Sesselfurzer im Berliner Wirtschaftssenat und der Termin war etwa ein halbes Jahr vorher bekannt.

So blieb es organisationsmäßig eine rein Brandenburger Veranstaltung, wenn auch  Berliner Unternehmen trotz der offensichtlichen Missachtung ihrer Arbeit durch den Senat als Preisträger gut vertreten waren.

Genug gewundert: Glückwunsch an alle Teilnehmer der Qualitätsinitiative und vor allem natürlich an die Preisträger.Es ist schon großartig, was Sie Tag für Tag leisten. Für Ehrfurcht allein ist allerdings kein Platz. Selber machen ist wichtig und gerade dazu habe ich am vorigen Donnerstag so richtig Lust bekommen...

Bild: © Qualitätsinitiative Berlin-Brandenburg

Sonntag, 9. September 2012

Heute mal wieder mit einem Wort zum Sonntag

"Lehrers Kinder, Pfarrers Vieh
gedeihen selten oder nie."

(alte mecklenburgische Volksweisheit)

Manchmal ist es auch anders herum, wie uns aktuelle Beispiele aus der Bundespolitik seit Jahren beweisen....

Mittwoch, 5. September 2012

Glück gehabt!

Schnelle Arbeit vom Labor. Die fünf Proben sind glücklicherweise negativ. Kein Asbest! Bleiben der Dreck in der Wohnung, die Staublunge beim Spazierengehen und die Staubstürme wie in der Wüste. Danke, liebe Bernauer Stadtverwaltung!



(Zum Vergrößern der Analyse bitte Bilder anklicken) 



Dienstag, 4. September 2012

Asbest-Analyse

Neulich sprach mich ein Nachbar an. Er ist einer der wenigen Hardcore- Fußgänger, die auch zum S-   Bahnhof noch zu Fuß gehen. Nun wurden unsere "Straßen" (eigentlich eher Sand, Staub- oder Matschpisten, man hat je nach Wetter die Wahl)  vor einiger Zeit mit sogenanntem Recycling-Material aufgefüllt. Das hat den Effekt, dass sich schon nach maximal drei Tagen Trockenheit hinter jedem Auto eine Staubwolke von wahrhaft afghanischen Ausmaßen bildet. Selbst bei zugelassenem Tempo 30. Richtig gesund für jeden Fußgänger und vor allem für spielende Kinder, von denen wir hier bei uns in der Straße glücklicherweise einige haben. Natürlich dringt der Staub aufs Grundstück und durch jede Ritze ,er kommt selbst durch Thermofenster, bei uns liegt er dann auf den Küchenmöbeln oder der Badewanne. Kann nicht gesund sein.

Asbest : Zutritt verboten (Jan Tornack  / pixelio.de)
Der Nachbar macht sich vor allem Sorgen um die Asbestbelastung des Recycling-Zeugs und des Staubes. Denn natürlich hat uns Anwohner damals niemand aus der Stadtverwaltung über die Umweltverträglichkeit des gemahlenen Schutts informiert. Warum auch ? Unsere Verwaltung ist von Gott gesandt und arbeitet deshalb per se fehlerfrei. Denkt sie.

Dass ich nun inzwischen 350 Euro für eine Untersuchung mehrerer Proben unter dem Rasterelektronenmikroskop aufgetan habe, ist nur meinem chronischen Misstrauen gegen jede Art vorn Obrigkeit im Allgemeinen und gegen die Bernauer Stadtverwaltung im Besonderen geschuldet. Und sollten die Proben hoffentlich nicht mit Asbest belastet sein, hat mein ewiges Nörgeln wenigstens für sorglosen  Schlaf in unserer Straße gesorgt...

Zur Erinnerung: Der Begriff Asbest steht für eine Gruppe sehr beständiger und nicht brennbarer Minerale mit faseriger Struktur. Bis Anfang der 90er Jahre wurden sie vorwiegend zur Wärmeisolation oder zum Brandschutz genutzt. Asbest findet sich in Bremsbelägen und Kupplungen, in Elektrogeräten, in Maschinen und technischen Anlagen, in Heizungen und vor allem als Baustoff in sehr vielen Gebäuden. Asbestfasern, die in die Lunge gelangen, können eine so genannte Asbestose auslösen, eine Verhärtung und Vernarbung des Bindegewebes, und Krebs erzeugen.
Inzwischen wurde auch für Asbestersatzstoffe, wie künstliche Mineralfasern (KMF), nachgewiesen, dass sie Krebs auslösen können. (aus einer  Information der CRB Analyse Service GmbH, bei der man Asbest-Analysen in Auftrag geben kann)

Montag, 3. September 2012

Rette sich wer kann

Euro-Rettung  Thorben Wengert / pixelio.de
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird in 10 Tagen über die Zukunft des Europäischen Stabilitätsmechanismus (kurz ESM, englisch European Stability Mechanism, französisch Mécanisme européen de stabilité) entscheiden. Bisher haben wir schon rein theoretisch etwa 2.500 Euro an jeden  Griechen, Portugiesen und Iren gezahlt. Allerdings ging das Geld nicht etwa an die Betroffenen, an die Rentner, Kranken, bankrotten Häuslebauer oder Langzeitarbeitslosen .Die haben nichts davon, denn bei ihnen wird zukünftig noch mehr gespart, sind sie doch nach geltender, gelenkter Propaganda für die Krise verantwortlich. Unsere „Solidarität“, ein oktroyerter angeblicher Willen zu „mehr Europa“, wird im Auftrag der Bankeneigentümer und Investmentgesellschaften von subalternen Bankangestellten wie Merkel, Junckers, Schäuble und Dhragi ausgenutzt. Das einzige, was diese Euro-„Retter“ in Griechenland erreicht haben, dass die Gläubiger wie z.B. Privatbanken befriedigt wurden – während sich die Lage im Land immer mehr verschlechtert. Inzwischen haben die Banken ihre Verluste aus dem Griechenlandgeschäft fast komplett auf uns Steuerzahler übertragen. 

Und das soll noch schlimmer werden: Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) erklärte, er habe kein Problem damit, Deutschlands Haushalts-Souveränität für die Umsetzung des ESM-Vertrags aufzugeben. Damit gingen nationale finanzpolitische Rechte nach Brüssel, an eine demokratisch nicht legitimierte Mammutbehörde wie die EU-Kommission, die von machtgierigen und ausgemusterten Politzwergen wie Oettinger oder Stoiber  dominiert werden. Selbst der armselige Lügen-Baron von Guttenberg hat sich dort wieder durch die Hintertür eingeschlichen. Diese Art von Menschen soll zukünftig darüber bestimmen, wo unsere Steuern eingesetzt werden? Das Glühlampenverbot, der sogenannte "Bio-"Sprit E 10 aus Futter- und Brotgetreide, die inzwischen nach Jahren des Irrsinns und der Nahrungsmittelvernichtung abgeschaffte Eurogurke oder das Eurokondom lassen grüßen! "Allein um den Banken während der Finanzkrise unter die Arme zu greifen, nahm der bundesdeutsche Staat 322,5 Milliarden Euro zusätzliche Schulden auf. Finanz-»Hilfen« für Portugal, Irland und Griechenland kosteten bis jetzt 67,5 Milliarden Euro. Das Rettungspaket für Spanien ist in diesen Schätzungen der Bundesregierung nicht einmal enthalten, »da sie Konditionen für Spanien noch nicht im Detail vorliegen.« schreiben gestern die "Deutschen Mittelstands-Nachrichten".

Noch sind wir die Zahlmeister. Wir sollten uns allerdings vor Augen führen, dass uns in Griechenland zur Zeit nur vorgeführt wird, was allen Europäern in der Eurozone und in der EU  in absehbarer Zeit  blüht. Macht das Bundesverfassungsgericht dem unseligen Treiben des Finanzkapitals und seiner willigen Vollstrecker ein Ende?


Donnerstag, 30. August 2012

Berufung in den Ausschuss für Finanzen und Steuern der IHK Ostbrandenburg


Gestern habe ich meine Berufung zum Mitglied des IHK-Ausschusses für Finanzen und Steuern erhalten.Die Industrie- und Handelskammern bilden meist zahlreiche Fachausschüsse zur Unterstützung der IHK- Arbeit. Diese Ausschüsse werden beratend für die Vollversammlung, das Präsidium und die Geschäftsführung tätig. Wer sich näher mit der Arbeit und den Aufgaben des Ausschusses für Finanzen und Steuern beschäftigen will, findet hier die entsprechenden Fakten.

Es ist eine große Ehre für mich, in diesem Ausschuss mitarbeiten zu dürfen. Als Landespolitischer Sprecher für Innovationspolitik unserer Bürgerbewegung liegen mir vor allem die finanzielle Förderung von Innovationen der kleinen - und mittelständischen Wirtschaft in Brandenburg sowie Reformen der Steuergesetzgebung am Herzen. Für beide Schwerpunkte werde ich mich besonders einsetzen. Ich freue  mich auf den Austausch von Meinungen und Erfahrungen in diesem Gremium und auf die gemeinsame Arbeit zum Nutzen der kleinen und mittelständischen Unternehmen und damit für mehr Arbeitsplätze in unserem Bundesland.


Montag, 27. August 2012

Platzeck auf dem Dixie-Klo

Das Gegacker begann im Jahre 2006. Damals tauchten im Stadtentwicklungsausschuss  von Bernau die ersten Planungen zu einem Fahrradparkhaus am Bahnhof auf. Dann passierte lange nichts, denn man hatte die Planungen ohne den Besitzer des Grundstücks am Bernauer Bahnhof gemacht. Die Deutsche Bahn sah keine Veranlassung, der Stadtverwaltung billig und sofort das Grundstück zu verkaufen; So ist das nun mal in der freien Marktwirtschaft. Weiß jeder Häuslebauer und deshalb plant dieser auch erst, wenn er ein Grundstück hat. Nicht so die Bernauer Stadtfürsten. Wenn wir alle so arbeiten würden...

Nun war endlich - nach sage und schreibe sechs Jahren- Grundsteinlegung. Und es kam hoher Besuch: Der Brandenburger Infrastrukturminister Vogelsänger (SPD) - eine Niete und Fehlbesetzung, passend zum Objekt. Vogelsänger  ist allerdings keine Konkurrenz für den amtierenden Fürsten von und zu Plattscheck und darf wohl vor allem deshalb den Minister spielen. Gemeinsam mit unserem Handke guckte er am vergangenen Freitag in jede verfügbare Kamera. Der Landesregierung muss das Wasser wirklich bis zum Hals stehen, denn dieses Mal beginnt das Dauergrinsen selbst in Überwachungskameras oder in deren Attrappen schon etwa ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl.

Die "Erfolgsbilanz" der sogenannten Landesregierung aus halbschwarzer SPD und rosafarbenen Linken ist aber auch gar zu dürftig: Der Landesrechnungshof kritisierte gerade massiv die Geldverschwendung bei Investitionstätigkeiten des Landes (unsere linientreue Lokalzeitung berichtet natürlich NICHT) , der Landtagsneubau ist vergeigt, man streitet sich wie ein Bierkutscher mit den Baufirmen ums Geld wie bei der Hamburger Elbphilharmonie. Das kann bis zur Eröffnung des unnützen Potsdamer Stadtschlosses noch sehr lange dauern. The Masters of  Desasters sind besonders emsig beim Flughafen BBI: Wo war und wo ist Vogelsänger? Oder ist ein Flughafen keine Infrastruktur? Und warum ist Flughafen-Aufsichtsrat Platzeck immer noch auf seinem Thron?

Da ist die Grundsteinlegung für ein Fahrradparkhaus natürlich genau richtig für diesen Minister und seine Public Relations. Das nächste Dixie-Klo wird dann wahrscheinlich vom Ministerpräsidenten selbst eröffnet...

Freitag, 24. August 2012

Drew a map of Canada *

Als Landessprecher für Innovationspolitik unserer Bürgerbewegung habe ich mit großem Elan und noch mehr Spaß an unserem Grundsatzprogramm mitgearbeitet. Ehrlich gesagt, manchmal war ich selbst erschrocken, wie hinterwäldlerisch unsere Landesregierung mit der Förderung von Forschung und Entwicklung und damit der Basis von notwendigen Innovationen umgeht. Nur mit hoch innovativen Produkten kann sich Deutschland mit seinen Unternehmen auf einem  immer mehr globalisierten Markt behaupten. Diese Aussagen  gelten auch und vor allem für das Bundesland Brandenburg, das in den entsprechenden  deutschlandweiten Auswertungen bei allen untersuchten Kriterien, z.B. beim wirtschaftlichen  Erfolg  von geförderten Innovationen der kleinen und mittelständischen Unternehmen, einen jeweils unterdurchschnittlichen Platz im letzten Drittel aller Bundesländer belegt. Seit  2007 sinkt die Anzahl der in Brandenburg angemeldeten Patente stetig ab. Einzig der Anteil der innovationsaktiven Unternehmen, der eine öffentliche finanzielle Förderung von Innovationsprojekten (inklusive Forschungs- und Entwicklungsprojekten) erhalten hat, lag in den untersuchten Jahren 2006 bis 2008 in Brandenburg mit am höchsten, was in Verbindung mit den anderen untersuchten Kriterien eine  unspezifische, unkontrollierte Förderpolitik mit der Gießkanne durch die Landesregierung erkennen lässt.
Almut Bieber  / pixelio.de

Nun, unser Grundsatzprogramm enthält auch Lösungsmöglichkeiten für diesen in 22 Jahren SPD-Herrschaft quasi betonierten Zustand. Manchmal allerdings empfand ich diese von mir aufgeschriebenen Forderungen schon als sehr revolutionär. Ob das denn überhaupt alles geht ?

Gestern war ich bei einem Wirtschaftsmeeting zum Thema "Life science" (Medizin, Biotechnologie; Pharmazie, Medizintechnik, Lebensmittelwissenschaft) in der kanadischen Botschaft. Die kanadische Bundesregierung im Verein mit den Regierungen einiger kanadischer Bundesstaaten hatten gemeinsam mit der IHK Berlin, dem Unternehmen BioTOP und dem Netzwerk Gesundheitswirtschaft Health Capital zu dieser Veranstaltung eingeladen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es geht noch viel mehr als im Grundsatzprogramm gefordert! Man könnte ausländischen Unternehmen, die in Brandenburg (oder Berlin) forschen z.B. für fünf Jahre die Einkommensteuer erlassen. Und wenn es in Kanada möglich ist, durch entsprechende Steuererleichterungen von 100 Prozent der Kosten für Forschung und Entwicklung bis zur Marktreife des Produktes rund fünfundfünzig Prozent einzusparen, wundert es nicht, dass auch deutsche mittelständische Gesundheitsunternehmen die Arbeitsplätze lieber in Kanada schaffen! Nur weil deutsche Neidhansel aus allen Parteien wieder anfangen würden, von Steuergeschenken an Unternehmer zu faseln und Gegenfinanzierungen zu fordern, weil sie um ihre eigenen Steuerpfründe fürchten, wird nicht an die Zukunft gedacht? Der Aspik wird immer fester, wenn wir uns nicht langsam mal von Platzeck und ähnlichen Verhinderern trennen.

"Andere Mütter haben auch hübsche Töchter" pflegte mein Vater zu sagen, wenn ich als Teenager wieder einmal mit furchbarem Liebeskummer nach Hause kam. Das tröstete mich dann auch immer irgendwann.
Und andere Länder haben eben sehr gute Ideen, wenn es gilt, Wege aus der Krise zu finden. Nur - letztere  Aussage tröstet mich diesesmal nicht wirklich ...

* Joni Mitchell: "A Case of you"

Mittwoch, 22. August 2012

Heute mal mit Kraftfahrzeugen aus dem Süden

Schock an der Tankstelle (von Stefan Bayer  / pixelio.de)
Gestern rollt der Servicetechniker zur jährlichen Heizungswartung auf den Hof. Sein Kleintransporter ist rein optisch eine Augenweide, obwohl ich das Teil zunächst nur von der Seite sehe. Als ich meine ästhetische Bewunderung zum Ausdruck bringe, lächelt der Mann und sagt: "Ja, und günstig war der auch! Für das Geld müsste ich bei D. (einem großen deutschen Hersteller - der Blogger) jedesmal aussteigen, wenn ich die Spiegel verstellen will.Hier geht das automatisch. " Da sehe ich erst, das schmucke Teil ist von FIAT. Auch sonst ist der Mann absolut zufrieden mit seinem südländischen Gefährt. Mmh.

Abends dann steht beim Nachbarn ein SUV. Zwar finde ich die Dinger sowas von blödsinnig und unnütz, aber auch dieser Penisersatz sieht edel aus. Und ist von FIAT.

"Denke, denke,denke"  sagte da immer mein Freund Pittiplatsch, der Liebe. Haben mir nicht gerade alle bundesdeutschen Medien von Spiegel bis BZ wortreich erklärt, dass Deutschland deshalb so gut durch die Krise kommt, weil die deutschen Firmen  so gute, marktkonforme  Produkte und gute Qualität liefern? Und speziell die Autofirmen wären supii aufgestellt, wohingegen die Südländer mit ihren Kleinwagen unter massiven Absatzeinbußen litten. Weil sie eben ausschließlich Kleinwagen herstellen und dieser Markt eingebrochen wäre

Dann denke ich an die gegenwärtigen Benzinpreise und wie "weitsichtig" es trotz Klimakatastrophe und Euroweichwährung von unseren Automobilkonzernen ist, auf große Autos zu setzen.Und die ADAC-Pannenstatistik fällt mir ein, die schon jahrelang von deutschen Nobelmarken angeführt wird.. Und Mitsubishi oder Hyundai durch Zuverlässigkeit glänzen.

Kann es sein, dass die deutschen Konzerne nur deshalb soviel Profit einfahren, weil der unselige SPD-Kanzler Schröder zum einen die Billigjobs eingeführt hat und zum anderen fast alle Arbeitnehmer  seit über 10 Jahren auf fast alle Real-Einkommenserhöhungen verzichten mussten ? Und kann es sein, dass es Otto und Karin Normalverbraucher eigentlich einen Schmarrn interessieren sollte, ob die deutschen Konzerne Maximalprofite einfahren ?



Dienstag, 21. August 2012

Alternativlos

„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“

meinte Marcus Tullius Cicero, (* 3. Januar 106 v. Chr. in Arpinum, † 7. Dezember 43 v. Chr. bei Formiae) Cicero war ein  römischer Politiker, Anwalt und Philosoph, berühmtester Redner Roms und Consul im Jahr 63 v. Chr. Seitdem ist das Gegenteil zu diesen Forderungen stets alternativlos...




Freitag, 17. August 2012

Alles Russland. Oder wat?

Frühjahrsputz am Dnjepr (Helga Ewert  / pixelio.de)
Gestern abend Anruf bei der Hotline meiner Krankenkasse. Es geht um eine Auslandskrankenversicherung, Reiseland Ukraine. Ich lande  in einem Callcenter wahrscheinlich irgendwo auf dem Mond, denn die Mitarbeiterin fragt: " Ukraine? Ukraine ? Das ist doch Russland!" Ich muss schlucken ob soviel Ignoranz und sage: " Nicht wirklich." Und: " Da war in diesem Jahr die Fußball-Europameisterschaft und sicherlich haben sich auch einige deutsche Fans krankenversichert." Selbst ich als eher sehr sporadischer Fußball-Fan (um mein Desinteresse für diese Sportart etwas freundlich zu kaschieren) habe mitbekommen, dass dieses bedeutende Fußball-Ereignis auch in verschiedenen Städten der Ukraine stattfand. Und die Ukraine war auch schon immer die Ukraine, selbst damals in der Sowjetunion. Und die SU ist nun auch schon wieder 19 Jahre tot. Dieses Mäuschen am Telefon hat diese Zeit damals bestimmt noch nicht erlebt, so klingt jedenfalls ihr Stimmchen.

Schließlich findet sie irgendeine Liste und dort auch die Ukraine. Was habe ich für ein Glück! Weißrussland steht da nämlich nicht drauf. Allerdings frage ich mich wieder einmal, was die bundesdeutschen Schüler eigentlich überhaupt noch in der Schule lernen. Wahrscheinlich nur noch Selbstverwirklichung oder die Jahrestage bedeutender deutscher Siege in diversen Kriegen? Wobei Siege an der Ostfront zur Zeit wohl noch ausgenommen sind...

Mittwoch, 15. August 2012

Denkmäler, eine ferne Zukunft und der neue BBI

Foto: Baustelle BBI (Peter Schmidt  / pixelio.de)
Heute, am 19. März 2057, befinden wir uns auf dem Vorplatz des Flughafens Berlin-Brandenburg International "Willy Brandt" in Sperenberg. Bundespräsident Franz Gans wird in wenigen Minuten das Denkmal für die unlängst verstorbenen ehemaligen Landesväter der beiden Bundesländer, Matthias Platzeck und Klaus Wowereit, enthüllen. Das Denkmal konnte aufgrund privater Spenden geschaffen werden. Größte Spender waren der Verein der privaten Bauwirtschaft Berlin-Brandenburg sowie der Bürgerverein Brandenburg-Berlin e.V. und andere Bürgerinitiativen gegen Fluglärm. Während die Bürger  Platzeck und Wowereit für ihren stillen, hinhaltenen Widerstand gegen die Eröffnung  des Hauptstadtflughafens in Schönefeld  und damit als Retter der Ostberliner Naherholungsgebiete um Erkner, Königs Wusterhausen und den Müggelsee ehren, wollten sich die Bauunternehmer vor allen für die Milliardengewinne bedanken, die der jahrelange Bau des BBI in Schönefeld und der darauf folgende Abriss aufgrund von Betonkrebs im Jahre 2033 in ihre Kassen gespült haben. Der Betonkrebs heißt wissenschaftlich auch  Alkali-Kieselsäure-Reaktion (kurz AKR) oder auch nur Alkalireaktion oder Alkalitreiben, Es ist die Bezeichnung für die chemische Reaktion zwischen Alkalien des Zementsteins im Beton und Betonzuschlägen mit alkalilöslicher Kieselsäure und führt zur völligen Zerstörung des verarbeiteten Betons..

Insgesamt kostete der Bau von Schönefeld - der Flughafen ging aufgrund von Planungsmängeln und anschließendem Zerfall nie in Betrieb - 20,3 Milliarden DM.  Ursprünglich geplant waren einmal rund 2,5 Milliarden Euro. Zur Erinnerung: Der Euro war eine sogenannte Gemeinschaftswährung einiger europäischer Länder. Er wurde bereits 2013 wieder abgeschafft, da er lediglich dem Wunschdenken einiger Politiker entsprungen war und als solches keinerlei ökonomische Basis besaß. Aufgrund der aus der Abschaffung des Euros resultierenden Wirtschaftskrise trat auch in Schönefeld ein Baustopp von ca. 20 Jahren ein. Danach begann der durch den Betonkrebs verursachte großflächige Abriss der zudem völlig veralteten Flughafenanlagen.


Kaiser Nicht mehr *

Die Regierungskoalition mit der Platzeck- SPD ist den Linken in Brandenburg bisher nicht bekommen.Überall wenden sich enttäuschte Wähler von der Partei und ihren Kandidaten ab. Da wird es auch nicht helfen, dass man die bisherige Fraktionsvorsitzende Kerstin Kaiser absäbelt. "Am Montagabend wurde ... die Spitze (der Brandenburger Linken - der Blogger) vom Koalitionspartner SPD informiert, dass Kaiser sich aus den Führungspositionen zurückziehen werde." schreibt die "Märkische Oderzeitung" heute zu diesem Vorgang.  Mehr als die bisherigen Taten der Partei in dieser Koalition beschreibt der obige Satz, wie weit diese im  Hintern der Platzeck-SPD steckt. Die SPD informiert die Führungsspitze der Linken! Einfach nur noch unglaublich.

Leider ist an ein Umdenken nicht zu denken: Der designierte Nachfolger Görke, ein ehemaliger Lehrer aus Rathenow und bisher Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, hat sich seit der Bildung der Koalitionsregierung als wichtigster Ansprechpartner der SPD herausgebildet.

Allerdings werden auch diese Personalrochaden den denkenden Wähler nicht mehr überzeugen. Deutschland braucht nichts weniger als noch eine Partei, die den Konzernen willfährig nach dem Munde redet und vor allem bestrebt ist, an die Macht zu gelangen. Wenn man dann (mit) an der Macht ist, werden sich die Taschen gefüllt und der Wähler ist vergessen.

All die Vergessenen, Ausgestoßenen, 1-Euro-Jobber, Hartz IV- Empfänger, Aufstocker, Enteigneten - kurz: alle Opfer dieses Gesellschaftssystems - sowie die Kriegsgegner in diesem Staat brauchen eine starke Opposition. Und keine zweite Verräterpartei. Statt derer kann man als Masochist lieber gleich das Original wählen - die SPD:


* Frau Kaiser hieß bis zu ihrer Scheidung von ihrem zweiten Mann "Kaiser-Nicht" 


Impressum und V.i.S.d.P.

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Waldstr. 70
16321 Bernau
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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...