
Nun, Personen sind austauschbar. Insofern ist es unerheblich, wer da als Boss auf der Hardthöhe sitzt (Zur Erinnerung: Den Berliner Bendlerblock leisten wir Steuerzahler uns ja immer noch nur als Zweitsitz des Kriegsministeriums).
Die Personalie "Die Misere" ist allerdings insofern raffiniert, als dass der Bursche bisher vor allem als ganz willfähriges Sprachrohr ohne jede eigene Meinung aufgefallen ist. Quasi als Gefäß, dass man mit jeder reaktionären Doktrin füllen kann. Ob bei Vorratsdatenspeicherung, Nacktscannern und was es so an "innerer Sicherheit" noch alles gibt, Tommy die Misere ist immer sofort dabei. Ein Internet-Ausdrucker par excellence. Heimlich, still und leise. Ohne Machtwörter und großes Getöse a la Polter-Schäuble. Kein Glamourtyp wie der Baron, eher ein stiller Arbeiter im Weinberg seiner Herren. Ein Leisetreter mit Vergangenheit als sächsischer Innenminister. Der zieht jede Sauerei hemmungslos durch, wenn man es von ihm erwartet.
Und so ist es kein Wunder, dass die Tagesschau in ihrer heutigen Mittagsausgabe vor allem hervorhebt, dass der neue Kriegsminister den "Umbau" der Bundeswehr zur international einsatzfähigen Killertruppe wohl möglichst geräuschlos bewerkstelligen wird. Was sein pomadiger und mediengeiler Vorgänger offensichtlich auch nicht konnte.
Das Mediengetöse um den alten und den neuen Kriegsminister sollte uns allerdings nicht die Augen vor Nachrichten wie dieser verkleistern. Und wir müssen immer daran denken, das dieses sinnlose Sterben einfach nicht aufhören wird, solange BuWe und die NATO-Truppen nicht endlich aus Afghanistan abziehen...
Foto: Friedensdemo (Irak-Krieg) in Düsseldorf auf der Heinrich-Heine-Allee (Dietmar Meinert / pixelio.de)
frei nach Kalle M. - es kann nicht anders laufen. Das sind die Gesetzmäßigkeiten, die uns bis zum Erbrechen eingebläut wurden. Wir hatten das blos nicht richtig erkannt.
AntwortenLöschenDas Volk kann sich drehen und wenden.
Es geht alles seinen imperialistischen Gang.
Barnimer