
Nach Silly und Anna Loos, Boris Aljinovic und clair-obscur, Dana Fuchs und Band nun der vierte Streich beim Bernauer Musikfestival "Siebenklang", am Freitag abend in der Bernauer Stadthalle: Ein Mensch mit einem überdimensionalen "polnischen " Schnurrbart betritt die Buhne und okkupiert sofort das Schlagzeug.. Noch ist er nicht "chackedicht" , aber er lässt sofort "Wudka" im Publikum verteilen. Als wir gelernt haben, wie Polen zu trinken, geht es los mit seiner obskuren Geschichte. Danach hätte Großvater Popolski vor 100 Jahren die Popmusik erfunden und über 180.000 Titel geschrieben, die heute alle als große Hits bekannt wären- allerdings alle von anderen Interpreten dargeboten ! Alles geklaut ! Was für ein Skandal ! Aber "noch ist Polen nicht verloren" und wir kringeln uns fast zweieinhalb Stunden auf unseren Sitzen über die unglaublichen Familiengeschichten, die Pawel Popolski - um den handelt es sich beim Eingangs beschriebenen Schlagzeuger - zum besten gibt. Wer wusste bisher schon, dass Opa Popolski kurz vor "die bekloppsten Amerikaner " auf "die Mond" war und Neil Armstrong da oben im Mondstaub als erstes eine leere "Wudkaflasche" aus Polen fand ? Und dann die Musik ! Opa Popolski schrieb unter anderem solche großen Hits wie "Sweet Child in Time" oder "I can't get no (satisfaction) " oder auch "Schöne Maid, hast du heut" für mich Zeit ?" . Es wird auch klar, dass" Dita Bohlen chat gestohlen alle großen Chits aus Polen". Überhaupt Polen: Jeder weiß ja inzwischen, dass die Dampfmaschine und das heliozentrische Weltbild in Polen erfunden wurden. Auch die berühmte Modemarke Dolski und Gabanski sowie das Internet stammen aus Polen. Oder der wahrscheinlich dickste Sänger der Welt - Isidor Popolski mit drei Oktaven Stimmumfang. Am schönsten ist allerdings die Sängerin mit "die wahrscheinlich rotesten Kleidern" - Dorata Popolska. Gigantisch !
Die Popolskis spielen dazu einfach erstklassig auf, bedienen dabei auch des Deutschen ewige Sehnsucht nach der Polka. Es geht quer durch die Geschichte der populären Musik und es bleibt kein Auge trocken. Und nicht erst, als wir alle vom Lachen "chackedicht" sind, fällt uns auf, dass hinter dem überdimensionalen Bart Achim Hagemann steckt, der uns hier samt Band eine amüsante Ladung Humor und Musikalität verpasst hat und uns quasi nebenbei alle ein bißchen "verkloppste"...
P.S. Am 27.Mai in der Galerie Bernau Hans-Eckardt Wenzel, am 4. Juni Moving sounds im Wasserturm und am 7. Juni David Orlowsky Trio im Schloß Börnicke - die beiden erstgenannten Veranstaltungen sind leider ausverkauft.
Foto: Christian Seidel (www.pixelio.de)
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