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Donnerstag, 30. August 2007

Schweden ruft!


Hiermit verabschiede ich mich in den langersehnten Urlaub. Wir fahren nach Schweden und werden dort einen ziemlich großen See unsicher machen. (siehe Foto: die Mannschaft beim Training) Willy bleibt auf seinem Posten - der arme Kerl ist auch immer im Dienst - und ich hoffe vor allem, dass geschäftlich nichts anbrennt. Zwar habe ich allen Kunden, auch den potentiellen, Bescheid gesagt, aber das hatte ich vor zwei Jahren auch und war eigentlich ziemlich entspannt. Bis dann meine Mutter aufgeregt in Kroatien anrief, weil die Cottbusser Klinik unbedingt ein Angebot brauchte. Natürlich Termin vorgestern! Gottseidank hatte Jessica ihr Praktikum bei uns noch nicht beendet und so simsten, mailten und faxten wir hin und her, bis das Angebot stand. Die Handyrechnung war gigantisch und die kroatische Post ließ mich allein für den Empfang eines Faxes mit 3 Seiten sage und schreibe fast 10 € bezahlen. Aber - wir bekamen den Auftrag! Nun, wird alles schon schiefgehen! Für die neugierigen Leser dieses Blogs habe ich am linken Seitenrand einige Links angebracht. Hier gibt es auch interessante Meinungen zu lesen. Also, bis demnächst und immer schön alles hinterfragen...

Mittwoch, 29. August 2007

Alter Kumpel

Michaela hat schon vor einiger Zeit angemahnt, dass hier mal ein Beitrag über den treuesten Freund unseres Hauses erscheinen sollte. Hiermit hole ich es endlich nach: Es geht - wie kann es anders sein und wie man am Foto sieht- um unseren alten Kumpel Willy. Willy ist seit über 10 Jahren bei uns für die Sicherheit verantwortlich und erfüllt seine Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit. Am Zaun ist er einfach zum Fürchten fürchterlich. Und als Schmusekater unübertroffen...

Trauriger Ort


"Ich bin ein unbelehrbarer und militanter Optimist. Um kein Trottel zu sein, muss ein Optimist jedoch wissen, was für ein trauriger Ort die Welt sein kann. Nur ein Pessimist findet das Tag für Tag aufs neue heraus. "

Sir Peter Ustinov



Das Foto zeigt Luftverschmutzung durch Kraftahrzeuge und ist von Wikipedia.

Volkes Stimme


"Gestern ging es uns gut.
Heute geht es uns besser.
Wie viel besser wäre es,
wenn es uns wieder gut gehen würde."

abgelauscht dem einfachen Volk in Bad Frankenhausen/Thüringen im Jahre 1994, nachdem es schon 4 Jahre keinem schlechter ging...

Dienstag, 28. August 2007

Noch mal Laubentsorgung

Folgende Mail kam gerade von der Fraktionsvorsitzenden der SPD in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung:

"Zum Thema Laubentsorgung hat sich die SPD Fraktion Bernau verständigt, dass wir für die September-Sitzung am 27.9.07 eine Beschlussvorlage einbringen wollen, dass die Laubentsorgung wieder so wie bis 2005 durchgeführt wird. Wir denken, dass die jetzige Regelung nicht in Ordnung ist.

Viele Grüße

Elke Keil
Fraktionsvorsitzende"

Damit stellen sich 4 von 5 Fraktionen eindeutig gegen die von Bürgermeister Handke im Alleingang verfügte Veränderung zum Schlechten. Nun schaun mer mal, dann sehn wir ja...

Noch ein Beamtenwitz

Warum haben Beamte durchsichtige Behälter für ihr Frühstücksbrot ? Antwort: Damit sie merken, ob sie gerade kommen oder gehen!

Danke, Bernd !

Poetensprechstunde

Hannes Würtz zum ersten Todestag:

"Wachst du am Morgen neben mir auf,
duftest nach Heu und schmeckst nach Milch
- obwohl ein Federbett dich zudeckte
und die Milch im Konsum für uns
schon gestern nicht reichte -
merke ich wieder,
wie sehr du mir fehlst.
In jeder Nacht,
die du neben mir liegst
und
schläfst."

Als ich im Jahre 1970 begann, meine Schülergedichte an die Zeitung "Junge Welt" zu schicken, gab es die
Poetensprechstunde dort schon lange. Redigiert und initiiert vom Redakteur Hannes Würtz wurden einmal in der Woche auf der letzten Seite der Freitagsausgabe Gedichte von Schülern, Lehrlingen, Studenten und Soldaten abgedruckt. Neben einer Menge Anfängerzeug waren auch eine ganze Reihe von kleinen Meisterwerken dabei, die Hannes kontinuierlich zusammenstellte und dann in der Reihe "offene fenster" des Verlages "Neues Leben" veröffentlichte. Es dauerte auch gar nicht lange und ich bekam eine Einladung für den von ihm geleiteten Lyrikzirkel im Jugendklub Lückstraße in Berlin-Lichtenberg, der alle 14 Tage mittwochs tagte. Wir lasen uns unsere neuesten Werke vor, es wurde ausgiebig diskutiert und vieles anschließend weggeworfen. Einiges blieb, wie auch das obige kleine Gedicht. Es wurde nur deshalb nicht veröffentlicht, weil die Versorgung mit Milch eine elementare Aufgabe des volkseigenen Handels der Deutschen Demokratischen Republik und natürlich tagtäglich und zu jeder Stunde gewährleistet war. Dementsprechend war der Passus des Gedichtes, der sich auf das oben genannte Grundnahrungsmittel bezog, natürlich an der sozialistischen Realität vorbei gedichtet. Fairerweise muss ich sagen, dass dieser Nonsense nicht von Hannes Würtz kam. Er ließ uns mit Ideologie so weit es ging in Ruhe, versuchte, uns bestimmte Grundregeln der Dichtkunst beizubringen und lud die besten von uns zum jährlichen Poetenseminar in das Schweriner Schloss ein. Einige aus unserem Kreise sind ziemlich berühmt geworden: Die großen Meister - meistens schon lange vor meiner Zeit durch diese Schule gegangen - kann man unter dem Stichwort "Poetenseminar" bei Wikipedia nachlesen.

Zu meiner Zeit war vor allem bei zwei meiner Dichterkollegen das schlummernde Talent sehr deutlich zu spüren: Jens Sparschuh und Jan-Michael Feustel. Sparschuh hat inzwischen mehrere Bücher geschrieben, ist Mitglied im P.E.N. und hat seine damaligen Versuche und mich sicherlich vergessen. Mir blieb vor allem sein komisch-nachdenkliches Gedicht "Wie Willi wurde" - eine längere Ode über die Entstehung und die erste Lebenszeit eines Babys, alle Wörter begannen mit einem "W" - im Gedächtnis.

Mit Jan Feustel - dem Sohn der Kinderbuchautoren Günther und Ingeborg Feustel, die viele Kinderbücher und auch für den "Bummi" schrieben- verband mich während meiner Armeezeit eine feste Freundschaft. Er schickte mir nicht nur seitenlange Briefe in mein ödes Grenzdorf, sondern sorgte auch des öfteren mit einem intelligenten, klassischen Krimi aus der "Kronenkrimi"-Reihe des Eulenspiegel-Verlages dafür, dass ich nicht völlig verblödete. Die Poesie haben mir allerdings 18 Monate Grenz-und Kommißdienst komplett ausgetrieben. Jan ist heute, nach Mathematikstudium und Habilitation, vor allem Historiker, Autor und Fachjournalist. Publizistisch wurde er nach der Wende mit Brandenburger Geschichten bekannt. Es ist an der Zeit, sich mal wieder bei ihm zu melden und zu fragen, wie es ihm geht.

Hannes Würtz ist im August des vorigen Jahres verstorben. Er war ein Lehrer, ein Publizist und Herausgeber, der forderte und förderte. Er hat nicht nur mich entscheidend beeinflusst, viele seiner Schüler tragen noch heute dazu bei, die Menschheit ein bischen nachdenklicher zu machen. Danke, Hannes! Du lebst in uns allen ein Stückchen weiter.

4. Drachenboot-Cup in Flensburg

Am vergangenen Sonntag fand in Flensburg der 4. Drachenboot Cup - diesmal mit 91 teilnehmenden Teams- statt. Sieger, Verlierer, ein gekentertes Team und noch annehmbares Wetter zählten zu den Highlights des Drachenboot-Cup an der Flensburger Hafenspitze. Begeisterte Teilnehmer aus den wichtigsten Flensburger Firmen - der Cup wird alljährlich von den Flensburger Wirtschaftsjunioren organisiert - lieferten sich spannende Rennen und hunderte Zuschauer sahen den Wettkämpfen auf der 250-Meter-Distanz zu. Wettkämpfe mit Drachenbooten, d. h. 12 Meter 50 langen und ein Meter 16 breiten Kanadiern mit einer Besatzung von maximal 20 Paddlern plus Steuermann und Trommler, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Dabei sind Sieg oder Niederlage fast völlig nebensächlich, das wichtigste ist der Spaß dabei. Und es ist ein Gerücht, dass diese Bootsgattung nach den mitpaddelnden Frauen benannt sein soll. Der Name stammt aus China, wo die Boote mit großen Drachenköpfen verziert sind.
Jedenfalls war unser Michael kurzfristig im Boot der MLP Private Finance als Gast eingesprungen. Obwohl das Boot im breiten Teilnehmerfeld einen achtbaren mittleren Platz erringen konnte, wurde klar ersichtlich, dass ein einziger preußischer Recke allein zwischen lauter Erbsenzählern das Paddel nicht herumreißen kann. Schade, Micha verläßt Flensburg im Oktober, so dass die Jungs und Mädchen von MLP im nächsten Jahr ohne ihn auskommen müssen. Aber vielleicht läßt er sich ja mit Geld und guten Worten zu einem erneuten Gastauftritt verleiten...

Foto: MV

Montag, 27. August 2007

Peloponnes

Stefan ist seit einer Woche in Griechenland, er wollte zwei Wochen in der Ägäis segeln und anschließend auf einem Informatiker-Kongress in Athen einen Vortrag halten. Gestern meldete er sich per SMS von der Halbinsel Peloponnes, wo gerade die schlimmsten Brände toben und wo sich die Ohnmacht der Politik gegenüber Katastrophen, die die einfache Bevölkerung betreffen, überdeutlich zeigt. Die Jungs - sein Freund Clemens ist auch dabei - sind jedenfalls am Feuer vorbeigefahren und jetzt auf dem Wasser. Sie wollen nur da anlegen, wo kein Feuer ist. Galgenhumor.


Der Peloponnes (fachsprachlich die Peleponnes, griechisch Πελοπόννησος (f. sg.) , Pelopónnisos, altgr. Aussprache Pelopónnēsos, „Insel des Pelops“) ist eine Halbinsel im Süden Griechenlands mit etwa einer Million Bewohnern.Vom Festland ist der Peloponnes über eine Landenge von ca. 6,3 km Breite, den Isthmus von Korinth, zu erreichen, der jedoch 1893 durch den Kanal von Korinth durchbrochen wurde. Dennoch ist die Peloponnes keine Insel, weil der Kanal ein künstliches Bauwerk ist. Seit 2004 ist der Peloponnes durch die 2,2 km lange Rio-Andirrio-Brücke zwischen den Orten Rio und Andirrio mit dem Festland verbunden.Der Name ist hergeleitet von der mythologischen Gestalt Pelops, der ein Sohn des sagenhaften Königs Tantalos gewesen sein soll. Der zweite Teil des Namens ist das griechische Wort für Insel, νήσος Nisos in altgr. Aussprache Nesos, also Insel des Pelops. (Karte und Text: Wikipedia)

Sonntag, 26. August 2007

Scheherazade

Angie will uns alle glücklich machen. Nein, nicht was Ihr denkt, das wäre ja auch zu eklig. Sie will das ganze Volk am Aufschwung teilhaben lassen! Aufschwung? Das Statistische Bundesamt hat gerade die Detailergebnisse des 2. Quartals 2007 bekannt gegeben. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist mit einem schwachen Plus von nur 0,26 % gegenüber der ersten Quartal erneut ausgesprochen enttäuschend ausgefallen. Das entspricht einer Jahresrate von 1,0 %.Vollmundig angekündigt wurden mal 2,5 Prozent für das ganze Jahr 2007. Das Wachstum im 2. Quartal 2007 ist damit verglichen mit dem 2. Quartal 2006 auf wenig mehr als ein Viertel gesunken. Es ist der geringste Zuwachs seit Ende 2004. Der negative Trend hält nun - mit der kleinen Unterbrechung im 4. Quartal 2006 - schon seit vier Quartalen an. Die deutsche Wirtschaft befindet sich damit derzeit wieder im Zustand der Fast-Stagnation des Jahres 2005. Im EU-Vergleich landet Deutschland nur gegen Ende des Vergleichsfeldes. Aber nicht nur, dass mit " Aufschwung" die Vokabel völlig falsch gewählt ist, würde mich mal interessieren, wie die gute Angela nun uns alle besser stellen will. Ich persönlich lese ja nun Verlautbarungen der Regierung schon lange nicht mehr, mir reichen schon die Überschriften. Und deshalb habe ich darüber nachgedacht, welche Segnungen diese Regierung und ihre Vorgänger (SPD!) schon unter das Volk gebracht haben:
  • Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007
  • Hartz IV
  • Ökosteuer
  • Abschaffung der Eigenheimzulage, die ja vor allem weniger bemittelten Familien zur Verfügung stand
  • ständige Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge
  • Versicherungssteuer erhöht
  • Ökosteuer eingeführt, so stammen rund 80 % des Benzinpreises aus dieser Steuer. Entgegen vollmundigen Versprechungen auch durch die Große Koalition nicht abgeschafft
  • die Erhöhung der Renten-und Pflegeversicherungsbeiträge ist schon länger im Gespräch
  • zwei sogenannte Unternehmenssteuerreformen, die vor allem bewirkt haben, das klein-und mittelständische Firmen steuerlich mehr belastet und Konzerne entlastet wurden.
Und die nächsten Segnungen der Regierung Merkel stehen ins Haus, zum Beispiel die 25-prozentige Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge, die für viele Menschen eine Altersvorsorge bedeuten. Diese Steuer heißt nichts anderes, dass auf jeden Zinsertrag automatisch von der Bank 25 Prozent ans Finanzamt gezahlt werden. Anschließend kann der Sparer - egal ob Schüler, Arbeitsloser, Arbeitnehmer oder Rentner- sich seine Zinsen, wenn er dann mit der Gesamtsumme unter einem Freibetrag bleibt, mühsam vom Finanzamt zurückholen. Ein gigantisches Beschäftigungsprogramm für die Finanzämter, wobei man gleichzeitig dafür gesorgt hat, dass der Sparer eventuelle Kosten für den Steuerberater nicht mehr beim Finanzamt geltend machen kann. Genial, was?
Wo soll denn auch das Geld herkommen, mit dessen Hilfe "es (wieder einmal !) allen besser gehen" soll ? Man hat den Konzernen gerade Milliarden geschenkt. Mit der Abschaffung sogenannter "Steuerschlupflöcher" für den Mittelstand will man diese Geschenke an die "Bedürftigen" a la Ackermann finanzieren. (Nebenbei bemerkt sind die "Steuerschlupflöcher" legale, vom Bundestag beschlossene Steuergesetze, keine - wie ständig suggeriert - mafiösen Konstrukte, die auch für viele kleine Firmen in Deutschland die einzige Möglichkeit darstellen, ein bisschen Geld zu verdienen.) Die Regierung steht vor einem gewaltigen Rentenloch. Der Finanzminister ergötzt sich an 1,4 Milliarden Überschuss, wobei sich über diese Aufrechnung von Äpfeln, Birnen und Tomaten sogar das ZDF amüsiert. Der Bundeshaushalt - also das, wofür Steinbrück eigentlich verantwortlich ist - hat 14 Milliarden Miese gemacht. Das Plus stammt aus unseren ständig steigenden Beiträgen an das Sozialsystem, also Krankenkassen-, Renten- und Arbeitslosenbeiträgen.Und nun, wie gesagt, Beteiligung am Aufschwung für jeden!? Am Aufschwung der Steuern, Abgaben, Beiträge, Gebühren, Preise, Politikerdiäten, Konzerngewinne?

So wie Scheherazade ihrem Sultan jede Nacht eine neue Geschichte erzählen musste, damit sie den nächsten Morgen überlebt, lullt uns diese Regierung in regelmäßigen Abständen mit ihren Lügengeschichten ein. Sinn der Sache ist es offensichtlich, noch weitere zwei Jahre mit der Großen Koalition zu überleben, vor allem im Ausland zu glänzen und sich hofieren zu lassen, Milliarden bei Miltäreinsätzen im Ausland zu verpulvern, die Reichen noch reicher zu machen, den Mittelstand auszudünnen und die Armen bei Hartz IV, Bier, "Bild", RTL und Fußball ruhig zu halten. Und wer aufmuckt oder hinterfragt, fällt unter Terrorismusverdacht...


Anmerkungen:

Aus der obigen Abbildung (bitte Anklicken zum Vergrößern!) kann man folgendes ersehen: Die Arbeitnehmereinkommen (netto Steuern) stagnierten im Vorjahresvergleich nach Abzug der Entwicklung der Verbraucherpreise bei einem knappen Plus von 0,6 % und gingen im Vergleich zum Vorquartal sogar um 0,6 % zurück. Über den ganzen Zeitraum seit 2000 sind die Arbeitnehmereinkommen um 3,4 % gesunken, während die Unternehmens- und Vermögenseinkommen um 36 % expandiert sind.(Quelle: J. Jahnke- siehe auch Angabe auf der Abbildung und Link am Seitenrand)

Scheherazade (auch Scharsad von persisch شهرزاد‎ schahrzād) ist eine der Hauptfiguren aus der Rahmenhandlung der Geschichten von Tausendundeiner Nacht. Sie ist die Tochter des Wesirs des Königs Scharyâr, der von seiner Frau mit einem schwarzen Sklaven betrogen wurde. Davon überzeugt, dass es keine treue Frau auf Erden gibt, fasst Scharyar den Entschluss, sich nie wieder von einer Frau betrügen zu lassen. Deshalb heiratet er jeden Tag eine neue Frau, die er am nächsten Morgen töten lässt. Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, lässt sich Scheherazade von ihrem Vater dem König zur Frau geben. In der Nacht beginnt sie, dem König eine Geschichte zu erzählen, deren Handlung am nächsten Morgen abbricht. Neugierig auf das Ende der Geschichte lässt König Scharyar sie am Leben. Unterstützt wird Scheherazade dabei von ihrer Schwester Dinharazade, die sie jede Nacht um eine neue Geschichte bittet. Dieses Spiel geht 1001 Nächte lang. In dieser Zeit bringt Scheherazade drei Kinder zur Welt. Am Ende ist König Scharyar von der Treue seiner Frau überzeugt und von ihrer Klugheit so beeindruckt, dass er sie am Leben lässt. Die Geschichte von Scheherazade und Schahryâr basiert auf einer alten persischen Märchensammlung mit dem Namen Hezâr Afsâna, Tausend Mythen. (Text: wikipedia)

Im Gegensatz zu dieser Geschichte wird es wohl mit unseren obersten Märchenerzählern nicht gut ausgehen.Außerdem ist Frau Merkel kaum attraktiv und kriegt keine Kinder. Wie immer liegt der Teufel also im Detail...

Samstag, 25. August 2007

Wörterbuch Ost-west, Teil 7

Heute ein weiterer, unweigerlich zur Erhellung in unseren Köpfen führender Teil unseres allseits beliebten Lexikons:

Uhrzeit:Die Uhrzeit ist Zeitangabe für den Zeitpunkt eines Tages durch Angabe von Stunden, Minuten und Sekunden. Sie wird in Abhängigkeit von der Ortslage ab Mitternacht gemessen. Der Tag ist gewöhnlich in 24 Stunden, die Stunde in 60 Minuten und die Minute in 60 Sekunden unterteilt. Im Westen Deutschlands wird die Uhrzeit aufgrund jahrzehntelanger Besatzung durch anglo-amerikanische Truppen nach englischer oder amerikanischer Weise angegeben. Zwar kennt man die Angabe der halben Stunde mit "halb", aber "viertel" wird nur in Beziehung zu "viertel vor" oder "viertel nach" wie im englischen Sprachraum genutzt."Dreiviertel" ist völlig unbekannt und so kann man einen Wessi noch 17 Jahre nach der Wiedervereinigung prima verwirren, wenn man sich mit ihm z.B. um "dreiviertel 5" verabredet. Nach seinem "Besatzungstruppensprech" ist das "viertel vor 5". Fast noch schlimmer für ihn ist aber auch die ostdeutsche Angabe "viertel 5", um ein ähnliches Beispiel zu benutzen. Das ist für ihn "viertel nach 4 ". Unlogisch, aber schönes "Denglish" und damit natürlich ungeheuer modern , sorry, I ment "in".

Bundespräsident: wird im Schauspiel "Wilhelm Tell" 3. Aufzug, 3. Szene von Friedrich Schiller ausführlich dargestellt. Es gibt dem bis heute nichts hinzuzufügen, außer, dass ein Hut natürlich viel billiger ist und nicht reden kann, daher auch nicht ständig grässliche Floskeln absondert, gottseidank.

Freitag, 24. August 2007

Holt die alten Lieder wieder 'raus...


... damit hat es schon mal geklappt:

Zum Weltfriedenstag am 1. September, gewidmet
der Merkel und Bush samt Hintermännern
Masters of War by Bob Dylan

Come you masters of war
You that build all the guns
You that build the death planes
You that build the big bombs
You that hide behind walls
You that hide behind desks
I just want you to know
I can see through your masks

You that never done nothin'
But build to destroy
You play with my world
Like it's your little toy
You put a gun in my hand
And you hide from my eyes
And you turn and run farther
When the fast bullets fly

Like Judas of old
You lie and deceive
A world war can be won
You want me to believe
But I see through your eyes
And I see through your brain
Like I see through the water
That runs down my drain

You fasten the triggers
For the others to fire
Then you set back and watch
When the death count gets higher
You hide in your mansion
As young people's blood
Flows out of their bodies
And is buried in the mud

You've thrown the worst fear
That can ever be hurled
Fear to bring children
Into the world
For threatening my baby
Unborn and unnamed
You ain't worth the blood
That runs in your veins

How much do I know
To talk out of turn
You might say that I'm young
You might say I'm unlearned
But there's one thing I know
Though I'm younger than you
Even Jesus would never
Forgive what you do

Let me ask you one question
Is your money that good
Will it buy you forgiveness
Do you think that it could
I think you will find
When your death takes its toll
All the money you made
Will never buy back your soul

And I hope that you die
And your death'll come soon
I will follow your casket
In the pale afternoon
And I'll watch while you're lowered
Down to your deathbed
And I'll stand o'er your grave
'Til I'm sure that you're dead


Copyright © 1963; renewed 1991 Special Rider Music


Bob Dylan (* 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota, USA als Robert Allen Zimmerman) ist ein US-amerikanischer Folk- und Rockmusiker sowie Dichter. Bob Dylan singt, spielt Gitarre, Mundharmonika und Klavier und gilt als einer der einflussreichsten Musikschaffenden des 20. Jahrhunderts. (Text zur Biographie und Foto: Wikipedia)

Stillstand

Manchmal
für
den
kleinen
Moment
wenn
alle
Türen
verschlossen
sind
und
das
Geräusch
verstummt
kurz
bevor
der
Zug
zur
Beschleunigung
ansetzt,

höre ich mich
atmen.

Stefan V., aus: Studentenmagazin "Unicum", Heft 9/1998

Gestern abend, Viertel Neun, ich kam gerade aus dem neuen REWE-Markt, wir hatten Pflaumen geerntet und wollten noch Marmelade kochen, allerdings war der Gelierzucker alle, mußte erst welchen kaufen. Es war für Zehntel Sekunden genau so, wie mein Sohn es in seinem Gedicht beschrieben hat, es funktioniert auch ohne S-Bahn. Vor mir der leere neue Parkplatz, der Blick auf das Dorf , die Sonne verschwand langsam, Stille, die Welt um mich herum schien erstarrt, nichts bewegte sich außer mir. Eine kleine Romantik im Barnim - und dann sofort wieder das Gedröhn eines Idioten im Geländewagen auf der Bernauer Chaussee. Aber: Ich hatte mich atmen gehört. Ich lebe.

Donnerstag, 23. August 2007

Akzeptanzprobleme

Jürgen Jakobs, Inspekteur der brandenburgischen Polizei, hat die hohe Zahl der Geschwindigkeitskontrollen in Brandenburg verteidigt. Die Zunahme der Kontrollen habe zu einer Abnahme der Unfälle durch zu hohes Tempo geführt. "Im ersten Halbjahr 2007 haben wir die Kontrollen um 20 Prozent gesteigert. Die Geschwindigkeitsunfälle sind um 37 Prozent zurückgegangen". Die erhöhte Repression zeige Wirkung. Das Argument, es werde nur der Landeskasse zuliebe mehr kontrolliert, könne er nicht nachvollziehen. Es gehe der Polizei um den Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit. Jürgens räumte aber ein, dass es ein Akzeptanzproblem mit den Kontrollen gebe. Selbst aus den Reihen der Polizei war Kritik an der Blitzer-Politik im Lande gekommen. Polizeigewerkschaft und Politiker hatten dem Innenministerium vorgeworfen, es mit den Geschwindigkeitskontrollen zu übertreiben.

Akzeptanzprobleme. So, so !? Ich glaube, kein vernünftiger Autofahrer wird die Notwendigkeit von Kontrollen bestreiten. Wohl jeder flucht über Chaoten , die im Nebel oder in der Kurve überholen oder die bei Tempo 5o innerorts mit 80 unbedingt vorbei müssen, drängeln, schneiden, dann noch einen Vogel oder andere Gesten zeigen und sich selbst und andere gefährden. Wie immer liegt der Teufel aber im Detail und im ganz Speziellen.
Konkret: Warum steht die Polizei mit den Laserpistolen immer da, wo etwas schneller fahrende, weil eventuell vor sich hin träumende oder ortsunkundige Autofahrer keinerlei Gefährdung darstellen, ja wo man meistens nicht mal erkennt,dass man sich noch innerorts befindet, wie z. B. am Ortsausgang Schönow, Richtung Schönwalde (rechts Wald, links nicht mal ein Gehweg), in Bernau- Rehberge, Schönower Chaussee am Ortseingang aus Richtung Schönow (keinerlei Bebauung und ergo keine Fußgänger) oder in Bernau, Richtung Waldfrieden (dto.) oder gar im toten Dorf Hobrechtsfelde, wo man Tempo 30 nur aufgrund der absolut miesen Fahrbahn eingerichtet hat und es nicht mal Hühner zum Überfahren gibt ? Wann wurden vor der Schönower Schule, der Schönower Kita in der Dorfstraße, in der Bernauer Chaussee (die am Wochenende zur Rennstrecke vor allem für Motorräder mutiert) die letzten Kontrollen durchgeführt ? Wann wurden auf der Bernauer Chaussee das letzte Mal todesmutige bzw. lebensmüde Radfahrer von der Straße auf den teuren Radweg verwiesen ? Und warum kontrolliert man immer im Berufsverkehr ? Nachts und am Wochenende gehen die schlimmen Dinge ab, liebe Polizei ! Meine Akzeptanz hält sich tatsächlich gegenüber Beamten in Grenzen, die immer den ganz einfachen und vor allem den profitablen Weg gehen und sich als üble Abzocker betätigen! Mit Statistik lässt sich bekanntlich alles beweisen. Vor allem kann man immer von " Oben" herab argumentieren und schön unkonkret bleiben...

Foto: Wikipedia; Infos aus einem Interview mit Herrn Jakobs mit der "Markische Oderzeitung" vom 21.08.2007

Vorsicht ! Satire !

Fiktive Nachrichtenmeldung von ddp aus dem Jahre 2007 nach einer repräsentativen Umfrage unter der Bevölkerung der neuen Bundesländer:

" 95,3 % der Bevölkerung in den neuen Bundesländern befürworten den Wiederaufbau der Berliner Mauer und der Grenzbefestigungen zu Westdeutschland. Über einen Schießbefehl - diesmal ausschließlich in Richtung Westen- würden sie zumindest nachdenken. Der Umfrage waren Überlegungen des CSU-Hinterbänklers Kobler vorausgegangen, die Ostrenten aufgrund der besseren "Erwerbsbiographie" der ostdeutschen Frauen zu kürzen. Diese erneute Abwertung der Lebensleistung der Ostdeutschen hatte zu massiven Protesten geführt."

Noch ist der Prozentsatz der Mauerbefürworter wohl nicht ganz so hoch. Aber man arbeitet dran: Gleiche Rentensätze - Fehlanzeige, gleicher Sold bei Soldaten und Zivis - Fehlanzeige, gleicher Lohn oder Gehalt bei Angestellten oder Beamten - Fehlanzeige! Neonazis gibt es nur im Osten, die Chefs wurden nicht etwa aus dem Westen importiert wie in Meck-Pomm und Sachsen. Nein: Das ist ausschließlich ein ostdeutsches Problem, nicht wahr ? Und ständig kommen irgendwelche Hinterwäldler mit Super-Stammtischideen, die die Mauer in den Köpfen nur wachsen lassen - auf beiden Seiten. Ich ertappe mich schon seit Jahren dabei, mit "Wessis" einfach nicht mehr reden zu wollen, denn es gibt nur wenige Ausnahmen, die den ständigen dumpfen Stammtischdebatten nicht erlegen sind. Sind wir wirklich "ein Volk" ? Darf man eigentlich laut Grundgesetz aus diesem Sch... land mit diesen überwiegend beknackten Landsleuten wieder austreten ?

Die Berliner Mauer war Teil der Grenze zwischen beiden deutschen Staaten und trennte vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 West-Berlin vom Ostteil der Stadt und dem sie umgebenden Gebiet der DDR. Sie war eines der bekanntesten Symbole für den Kalten Krieg und die Teilung Deutschlands. Bei dem Versuch, die schwer bewachten Grenzanlagen in Richtung Westen zu überwinden, wurden viele Menschen getötet. (Foto: Wikipedia)

Mittwoch, 22. August 2007

Wahrheiten ? Nachdenken!

" Das Verschwinden des Kommunismus hat man dummerweise als Sieg gesehen. Man denkt deshalb, das alles, was wir machen, gut ist. Ich finde das Gegenteil."

Sir Peter Ustinov


(Sir Peter Alexander Baron von Ustinov, bekannt als Sir Peter Ustinov; * 16. April 1921 in Swiss Cottage, Camden, London; † 28. März 2004 in Genolier, Kanton Waadt, Schweiz; war ein britischer Schauspieler, Schriftsteller, Erzähler, Regisseur, Produzent, Dramatiker, Komiker, Kabarettist, Drehbuchautor, Karikaturist und Zeichner internationaler Herkunft und Geltung. Über sein Ehrenamt als Sonderbotschafter des UN-Kinderhilfswerkes UNICEF hinaus trat er weltweit für Frieden und Humanismus ein. 1992 übernahm er den Vorsitz des World Federalist Movement. Ab 1971 war Ustinov Kanzler der University of Dundee, ab 1992 Kanzler der University of Durham. Zudem besaß er die Ehrendoktorwürden zahlreicher anderer internationaler Institute und Universitäten.)

Wer ihn - wie M. und ich - im Jahre 2003 bei einem seiner letzten Leseabende in Berlin erlebt hat, ist auch heute noch von ihm begeistert. Er war ein großer Denker, ein wahrer Freund der Menschen und ein tapferer Kämpfer für alle Kinder der Welt.

Biographische Daten und Foto: Wikipedia

Dienstag, 21. August 2007

Es ist an der Zeit

Weit in der Champagne im Mittsommergrün,
da wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blühn,
da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht
im Wind der sanft über das Gräberfeld streicht.
Auf deinem Kreuz finde ich, toter Soldat,
deinen Namen nicht, nur Ziffern, und jemand hat
die Zahl neunzehnhundertundsechzehn gemalt,
und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt.


REFRAIN:
Ja,auch dich haben sie schon genauso belogen, so wie sie es mit uns heute immer noch tun. Und du hast ihnen alles gegeben: deine Kraft, deine Jugend, dein Leben.


Hast du, toter Soldat, mal ein Mädchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt,
können Zärtlichkeit und Vertrauen gedeihn.
Warst Soldat, um zu sterben, nicht um jung zu sein.
Vielleicht dachtest du dir, ich falle schon bald,
nehme mir mein Vergnügen wie es kommt mit Gewalt.
Dazu warst du entschlossen, hast dich aber dann
vor dir selber geschämt und es doch nie getan.


REFRAIN
...

Es blieb nur das Kreuz als die einzige Spur
von deinem Leben. Doch hör meinen Schwur
für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein.
Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein,
dann kann es geschehn, dass bald niemand mehr lebt,
niemand, der die Milliarden von Toten begräbt.
Doch es finden sich mehr und mehr Menschen bereit,
diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit.


Willkürliche Jahreszahlen: 1939, 1951,1956, 1961,1968, 1973. 1981, 1991,2001 usw. - überall nur Kreuze, Halbmonde, Jahreszahlen, Schriftzeichen auf Grabmalen. Es vergeht kein Jahr ohne Krieg auf diesem Planeten. Wer braucht das, wer verdient daran ? Und was lassen Merkel und Co. auf die Grabkreuze schreiben ?


Deutscher Liedtext: Hannes Wader; das Foto zeigt den Glockenturm der Gedenkstätte Halbe


Montag, 20. August 2007

4. Altenhofer Liedersommer

Unserem Paddelboot haben wir es zu verdanken, dass wir im vorigen Jahr Günther und Marion wieder treffen konnten. Sie sind zwei Kommilitonen von M. und mir, haben sich auch geheiratet, leben am Werbellinsee und betreiben dort den Bootsverleih "Am Breten". Da sich M. fast regelmäßig mit ihren Studienfreundinnen trifft, erinnerte sie sich an den Bootsverleih und wir hatten einen wunderbaren Platz zum Einsetzen unseres Kanadiers sowie für Eis-Kaffee-Bockwurst zwischen den Kraftanstrengungen des Paddelns gefunden. Natürlich blieb auch genügend Zeit zum Quatschen und so erfuhren wir, dass der Altenhofer Kulturkreis e.V. in jedem Jahr im August einen Liedersommer veranstaltet. Günther ist dabei federführend, genauso wie wir es von ihm aus seiner Studienzeit an unserer Uni kennen.
In diesem Jahr stand der Liedersommer unter dem Motto "... dass du noch singen kannst,... Wir sind doch pleite!...", frei nach einem Gerhard-Gundermann-Konzert von Pfingsten 1996. Vom vergangenen Freitag an bis einschließlich Sonntag tummelten wir uns mit vielen anderen Zuschauern und Zuhörern am schönen Werbellinsee. Es ging los am Freitag mit der Eröffnung der Ausstellung von Andreas Bogdain. Bogdain lebt in Chorin, wo er seit 2004 sein ARTelier mit regionalen Künstlern betreibt. Der Künstler setzt oft Wortspiele oder Redensarten in Bilder um, so dass ganz eigene Deutungen und manchmal völlig neue Inhalte entstehen. Dadurch glückt ihm meistens sein Vorhaben," den Betrachtern ein kleines Schmunzeln (zu) entlocken". Wir haben nicht nur geschmunzelt, sondern auch gelacht. Anschließend ging das Lachen gleich weiter: Thomas Bruhn las aus seinem Buch "Das großartige Wiederhabenwollen", die Lesepausen umtermalte Jörg "KO" Kokott mit seinem unnachahmlichen Gitarrenspiel und nachdenklichen, manchmal auch frechen Texten. Nebenbei: Auch mit Thomas Bruhn verbinden mich alte Kontakte. Er und ich machten in unserer Jugendzeit zunächst den Stones mit der überaus überragenden Band "Team 70" Konkurrenz und haben dadurch ganz nebenbei einen Sportklub und eine Kinder-und Jugendsportschule ziemlich durcheinander und sowohl engstirnige Trainer als auch bekloppte Lehrer und FDJ-Bonzen an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht. Nun, aus uns beiden ist trotzdem etwas geworden und den obengenannten Berufsgruppen haben wir einigermaßen verziehen. (Manchmal allerdings, bei dem Gedanken an ein besonders ekelhaftes Exemplar dieser so genannten Erzieher, fällt mir ein Zitat der Valerie von Martens ein: "Die Zeit heilt keine Wunden, sie ordnet ein, sonst tut sie nichts.")

Am Sonnabend dann startete das eigentliche Liederfest mit Ralph Schüller aus Leipzig, Michael Günther aus Wandlitz, Jörg "KO" Kokott und Haase & Band aus Leipzig. Ein Überraschungsgast war angekündigt und trat auch auf, hatte es allerdings gegen die Konkurrenz ziemlich schwer: Ulla Meinicke. Irgendwie traf sie nicht ganz den Nerv der Zuhörer oder aber die anderen Sänger waren zu gut. Mit gefielen vor allem Michael Günther mit seinem Lied über die unbeliebten Berliner und über seine Gedanken, als seine Frau verreist war. Darin konnte ich mich wiederfinden. Und Kokotts Lied über das Klassentreffen sorgte allgemein für Heiterkeit. Den dargestellten Sachverhalt kennt wohl mittlerweile jeder - jedenfalls in unserem Alter. Sein Gitarrenspiel ist (siehe oben) von der Art, dass man am liebsten die eigene Gitarre verbrennen möchte, man selbst wird diese Perfektion nie erreichen, nicht mal annähernd.
Christian Haase hat eine völlig neue Band, mit der er offensichtlich noch üben muss. Er brachte - wahrscheinlich der Not gehorchend - zunächst einige schöne Solonummern. Die wenigen Haase-Titel, die die Band schon drauf hat, wurden sehr a la Hard Rock gespielt und diese Performance fand nicht den gewohnten Beifall. Er war früher besser und meine Freundin Siggi brachte ihre Enttäuschung sehr deutlich mit den Worten zum Ausdruck: " Ein Glück, dass ich seine CDs habe !" Nun gut, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Insgesamt haben wir allerdings unser Kommen nicht bereut und freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr, vielleicht wieder mit Haase in seinem eigenen Stil.

Am Sonntag dann als Abschluß der ganz großartigen dreitägigen Veranstaltung der musikalisch-literarische Frühschoppen mit Thomas Bruhn und Jörg "KO" Kokott. Thomas las Texte von Flan O'Brien und Sean McCuffin zum Thema "Durst". Was könnte man besseres lesen als diese beiden irren Iren und dann dazu irischen Whiskey trinken? Und das hatten wir auch schon in den Nächten zuvor ausgiebigst getan...

Das Foto zeigt Thomas Bruhn und Jörg "KO" Kokott

Freitag, 17. August 2007

Es ist soweit.,...



... sie haben ein Formular. Und wenn ein deutscher Beamter erst einmal ein Formular hat, geht es gleich los! (zum Vergrößern anklicken)

P.S. Das ganze ist im Moment noch ein Scherz oder sollte man lieber sagen, dass es wahrscheinlich nicht das Originalformular ist, das Original aber durchaus so aussehen könnte?

Donnerstag, 16. August 2007

Einundzwanzig plus Drei

Die Überschrift ist zwar mathematisch völlig richtig, denn mit den drei gestern in Afghanistan getöteten Bundespolizisten sind tatsächlich 24 tote Soldaten zu beklagen. Statistisch ist das natürlich nicht richtig, denn jedes Ministerium führt natürlich seine eigene Statistik und der ehemalige BGS untersteht dabei dem Rollstuhl-Mielke, sprich Bundesinnenminister. Zwar sind die Bundespolizisten vor allem auch leichte Infanterie, als solche werden sie aber nicht gezählt. Clever, so senkt man offiziell die Zahl der toten Soldaten und belügt gleichzeitig Bundestag und das dumme Volk über die Anzahl der tatsächlich bei sogenannten "Friedensmissionen" eingesetzten Soldaten. Warum schickt man nicht einfach richtige Polizisten, z.B. von BKA und LKA ? Übertroffen wird diese Zahlenspielerei nur noch von den Aussagen des Staatsministers im Auswärtigen Amt, Genossen Gernot Erler, SPD. Er verkündete tatsächlich heute mittag in der "heute"-Sendung des ZDF, dass sich an den fast täglichen Bombenattentaten in Afghanistan die zunehmende Schwäche der Taliban zeige. Natürlich ist das Pfeifen im Walde, gib es doch zu, lieber Gernot! Aber auch diese Form des Realitätsverlustes ist nicht so neu: Als der GröFaz und sein Propaganda-Minister Goebbels damals kurz vor dem 8.Mai 1945 den Stalin und seine roten Horden bis in die Reichskanzlei gelockt und damit wesentlich geschwächt hatten, hätten sie kurz darauf den fast vollständigen Sieg der deutschen Waffen vermelden können. Nur haben sie es nicht mehr erlebt...

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...