
Wer mich kennt weiß, dass ich den politischen Schreibtischtätern in Stadt, Land und Staat gar nichts glaube. Vor allem dann nicht, wenn sie lauthals beteuern, alles gut und richtig in unserem Sinne zu tun. So auch bei den Brandenburger Alleen. Seit Jahren beteuern unsere Bonzen in Potsdam, dass sie sich für diese unvergleichlichen Alleen in unserem Bundesland quasi das letzte Hemd vom Leibe reißen. Zwar müssten alte Bäume aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden, aber es würde ja auch aufgeforstet am Straßenrand. Und so seien die Alleen nicht gefährdet. Wer sich viel bewegt in unserem Land, den belehrt der Augenschein, dass hier wieder einmal gelogen wird, dass sich die Bäume biegen.
Und der Augenschein trügt nicht: Der Baumbestand sinkt. Trotz oder wegen aller gegenteiligen Beteuerungen. Was nicht gefällt wird, pflegt man über mehrere Jahren durch unsachgemäße Schnittmaßnahmen tot. So faselt man zwar vom Klimawandel, Wetterkatastrophen und der zunehmenden Versteppung Brandenburgs , tut aber letztlich kaum etwas dagegen. Außer Reden schwingen.
Am 17. August 2009 wurde deshalb eine Volksinitiative ins Leben gerufen, die von NABU, ROBIN WOOD, der GRÜNEN LIGA, den NaturFreunden, dem BUND, der SDW, dem VCD und Einzelpersonen getragen wird. Ziel ist es, jeden gefällten Baum mindestens 1:1 zu ersetzen die Pflegemaßnahmen zu verbessern und die Transparenz, durch die jährliche Veröffentlichung der Fällungen, Nachpflanzungen und Soll-Zahlen zu erhöhen.
Bitte hier weiterlesen, die Unterschriftenliste ausdrucken und ein paar Unterschriften sammeln.
P.S. Das Logo der Aktion (siehe oben) finde ich außerordentlich gelungen ! So werde ich meinen Lebensabend verbringen, nur dass an die Stelle der Schreibfeder ein Laptop treten wird. Der Baum steht schon...
Laptop versaut auf Dauer aber die eigene Handschrift ;)
AntwortenLöschen(Vielen Dank für die Glückwünsche!)