Translate

Mittwoch, 13. Juni 2007

In Rom, in Rom, da steht der Kölner Dom...

... was für ein Quatsch, lieber Ingo Insterburg und lieber Karl Dall, den Ihr da Ende der 60er Jahre zusammengereimt habt. Soviele Kirchen und Kathedralen wie in Rom gibt es nicht mal bei den Katholen im Rheinland. Da werden die in Rom den popligen Kölner Dom brauchen...
M. und ich waren also für 4 Tage in der ewigen Stadt. Tony, unser englischer Freund, hatte uns eingeladen. Er hatte eine große Ferienwohnung mitten in der Altstadt angemietet und lud abwechselnd einige seiner Freunde, Verwandten und Bekannten ein, sodass die Wohnung auch voll wurde. Hier einige ungeordnete - eben sehr italienische - Eindrücke von einem Ort, der seit 2700 Jahren von Menschen besiedelt wird:
Wie immer überfiel uns mit dem Überfliegen der Alpen diese unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Wir wissen nicht woran es liegt, dass wir uns in Italien einfach wohl fühlen. Vielleicht am Licht,vielleicht am Essen, vielleicht am lebensfrohen Lärm der Italiener, vielleicht an der nostalgischen Unordnung und dem morbiden Charme der Städte, aber doch wahrscheinlich an der Kombination aller dieser Faktoren. So auch diesmal: Rom ist verkehrstechnisch gesehen ein einzigartiges und brüllendes Chaos. Wenn Berlin so wäre, würde ich es keine drei Minuten aushalten. Aber in Rom ist es etwas anderes. Man hält es nicht nur aus, man schwimmt im großen Schwarm der Verkehrsmittel und Fußgänger mit. Fast jeder auf der Straße telefoniert unterbrochen , natürlich benutzen Italienern nur Klapp-Telefoninos. Am schönsten war es an einem Regentag in einem kleinen Bistro etwas außerhalb der City, wo man wirklich nur Italiener traf. Diese Atmoshäre ist einfach unnachahmlich. Einen Riesenlacherfolg erzielte ich in der Straßenbahn, nachdem ein älterer Mann mir den Entwerter erklärt hatte und ich ihm leider gestehen musste, dass ich außer Pasta, Pizza, Espresso und ähnlichen wichtigen italienischen Begriffen kein Wort verstehen würde. Der halbe Straßenbahnwagon lachte verständnisvoll, einer stellte fest, dass wir Deutsche wären und immerhin die wichtigen Vokabeln für das Essen beherrschen. Großes Gelächter! Ich liebe diese Art von Image-Kampagnen für mein Vaterland !
Und dann die Kulturdenkmäler! Ich glaube, ein Schrebergarten in Rom ist unvorstellbar. Sobald man den Spaten in die Erde sticht, hat man schon einen römischen Tempel ausgegraben. Natürlich waren wir auch beim Papst und- haben ihn nicht gesehen. Nur etliche Tausende von ganz normal aussehenden Menschen, die auf Grund einiger im Petersdom verteilter Oblaten in völlige Verzückung gerieten. Aber vielleicht lag das ja auch an der starken Sonneneinstrahlung und den langen Wartezeiten vor St. Peter.
Es gäbe noch eine Menge zu erzählen. Natürlich haben wir auch mit unseren englischen FreundenTony und Jenny ausführlich geklönt. Immerhin hatten wir uns fast sieben Jahren nicht gesehen. Jedenfalls beschlossen wir, dass diese vier Tage nicht unsere letzte Romreise waren. Es gibt noch eine Menge zu sehen, was man in der kurzen Zeit nicht schaffen konnte. Und mit Tony und Jenny fahren wir irgendwann mal an das Schwarze Meer nach Odessa...

Foto: Die kapitolinische Wölfin säugt die Knaben Romulus und Remus, die sagenhaften Begründer Roms
Copyright und Bearbeitung: fv

Dienstag, 12. Juni 2007

Klassenkeile

Folgende Meldung von DPA möchte ich ausnahmsweise mal nicht kommentieren:

"Politiker hatten wenige Freunde

Kinder ohne Freunde gehen nach ei­ner britischen Studie später oft in die Politik. Forscher erklären dies damit, dass man dort nicht so schnell abge­lehnt werde: Seine Parteifreunde kann man sich nicht aussuchen. Wie die britische Zeitung „The Daily Te­legraph" berichtete, wertete das In­stitut für soziale und wirtschaftliche Forschung der Universität Essex für die Studie Angaben zu über 16 000 Menschen aus, die im April 1970 geboren wurden. Sie wurden im Alter von fünf, zehn, 16, 26 und 30 Jahren jeweils ausführlich befragt. Als sie zehn Jahre alt waren, sprachen sie unter anderem über ihre Freunde. Auch die Lehrer schätzten jeweils die Popularität ein. Damalige Außensei­ter, die schlecht integriert waren, sind den Angaben zufolge heute überdurchschnittlich oft in Parteien, aber auch in Kirchen aktiv. Dort kön­nen sie leichter Kontakte und An­erkennung finden, so die Forscher, als in einem selbst aufgebauten Freundeskreis ohne unterstützende Strukturen einer Organisation."
dpa

Das Foto zeigt den sogenannten Umweltminister S. Gabriel
Copyright: "Berliner Morgenpost"

Montag, 11. Juni 2007

Ein Schluckspecht regiert die USA

© David Hecker/DDP

Angeblich trinkt er hier in Heiligendamm alkoholfreies Bier - extra aus den USA eingeflogen. Und angeblich ist der Alkoholiker Bush seit Jahren "trocken". Hier die Meinung von Experten:


"Alkoholfreies Bier ist leider nur dem Namen nach wirklich alkoholfrei. Ein Restbestand von Alkohol ist auch in diesem Getränken enthalten. Die Gesetzgebung erlaubt bei einem sehr geringen Alkoholgehalt, die Bezeichnung "Alkoholfrei" zu benutzen. Das Trinken von alkoholfreiem Bier wird daher sehr oft unterschätzt. Auch der eindeutige Biergeschmack ist sehr gefährlich, weil die geistige Abhängigkeit bei Alkoholismus viel stärker zu bekämpfen ist als die körperliche Abhängigkeit. Jeder Alkoholabhängige sollte sich bewußt sein, das er jegliche Form von Alkohol vermeiden muß, um eine realistische Chance für seine Trockenheit zu haben."

Am nächsten Tag war dem Schorschdabbelju schlecht - und die Mini-Bar in seiner Hotel-Suite wahrscheinlich leer. Wir sollten bei dem allem nicht vergessen, dass dieser Säufer den aggressivsten Staat dieser Erde regiert, seinen Wählern seit Jahren einredet, dass er "trocken" ist und auch bei den Kriegsgründen gegen den Irak hemmungslos gelogen hat.

Zitat von
www.forum-alkoholiker.de


Donnerstag, 7. Juni 2007

Wahrheit

Die neue Glaubwürdigkeitsoffensive der Polizei startet gleich sehr stark: Polizei bestätigt, daß der enttarnte Agent Provocateur für sie gearbeitet hat, aber er habe nicht den Auftrag gehabt, andere zu Straftaten oder Störungen anzustiften.

Gestern:
Ulf Claassen, Sprecher der Polizei-Sondereinheit "Kavala", hatte gestern dementiert, dass Kavala einen Zivilbeamten eingesetzt habe. "Tatsache ist, dass wir keinen Beamten vermissen, es handelt sich also um keinen Kavala-Polizisten", sagte er. So etwas gehöre seiner Meinung nach auch "nicht in einen Rechtsstaat, das wäre inakzeptabel und unverhältnismäßig". Allerdings sei er über das, was beispielsweise der Verfassungsschutz tue, nicht informiert.
Und heute:
Nachdem die Polizei heute bestätigte, dass ein getarnter Mitarbeiter vor Ort ermittelte, sagte Claasen zu SPIEGEL ONLINE: "Das ist ein neuer Sachstand. Was ich gestern gesagt habe, war gestern zutreffend. Was ich heute sage, ist heute zutreffend." Er bleibe bei seiner Darstellung, dass er den Einsatz von agents provocatuers für verfassungswidrig und unangemessen halte. Aber bei dem Zivilpolizisten habe es sich eben nicht um einen agent provocateur gehandelt.

Natüüüüürlich nicht. Deshalb haben ihn friedliebende Demonstranten auch seinen Herren zurückgegeben. Weil er die Demonstranten nämlich zum Steinewerfen anstiften wollte.....

Collage: "Titanic", danke für den Link an fefe's blog/ Text von "Spiegel online"

Ein Leserbrief

Micha schreibt mir aus dem Norden der Republik
( nicht aus Heiligendamm, aber der Terror dieses Staates ist ja schon fast überall - und wenn er fest in den Köpfen steckt) :

" Was mich immer wieder verblüfft, ist die Staatsgläubigkeit meiner Wessi-Kollegen hier in FL. Nicht nur hier, auch bei Wessi-Studenten in Berlin war mir das aufgefallen.
Ein Beispiel: Wenn linke Demonstranten in Hamburg bei der G8-Demonstration von der Polizei eingekesselt werden, obwohl sie nur demonstrieren wollen, ist das für meine Wessi-Bekannten hier "richtig" denn "die verdienen es nicht besser". Wenn in Moskau irgendwelche schwulen Politiker verhaftet werden, weil sie dort Kulturkolonialismus betreiben, sprich den Leute dort vorschreiben wollen, wie sie zu denken und zu handeln haben, dann ist das "menschenrechtswidrig" und "gehört angeprangert". Genau dieselbe Doppelmoral, wie sie täglich in den gleichgeschal... äh normalen Medien vermittelt wird.

Zweitens: In Heiligdamm werden Passanten verhaftet, weil sie die Internationale singen. In Moskau werden bekannte Krawallmacher an der Reise zu einer internationalen Konferenz gehindert. Das in Deutschland ist normal, denn "die müssen doch den G8-Gipfel sichern", in Russland ist das ein "Verstoß gegen elementare demokratische Rechte".
Lernen die Wessis in der Schule immer noch: "Der Russe ist böse und will uns alle fressen"? Bringt ihnen hier niemand bei, dass es zwar schwieriger ist, aber von mehr Intellekt zeugt, wenn man selbst denkt, anstatt sich einer politischen Strömung anzuschließen?
Fragen über Fragen...

Ich bin ja auch in der Bundesrepublik zur Schule gegangen. Nur- da haben sie uns beigebracht, der Kalte Krieg sei vorbei. Antwort meiner Kollegen: "Es besteht zwischen Russland und Deutschland ja auch keine Vergleichbarkeit." Aha ...

Meine Deutschlehrerin hat immer gesagt: Man kann alles vergleichen. Vergleichen heißt Herausstellen der Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Mir fällt jetzt eine lange Liste von Unterschieden und Gemeinsamkeiten ein. Ich begnüge mich damit herauszustellen, dass Russland zur Zeit einen fähigen und gebildeten Staatschef hat."

50 Jahre Indoktrinierung hinterlassen eben Spuren in den Gehirnen...

Das Foto zeigt den "friedliebenden" Schwarzen Block unserer Polizei vor Ort in Heiligendamm . Übrigens, der "Spiegel" meldet, die Zahl der ernsthaft verletzten Polizisten vom Sonnabend sei wesentlich niedriger gewesen: "Nur zwei Polizisten, meldete die Nachrichtenagentur dpa heute, seien überhaupt stationär in einem Krankenhaus behandelt worden. Waren die gemeldeten Verletztenzahlen in der Nacht der fliegenden Steine eine grandiose Übertreibung?"
Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,487039,00.html

Freitag, 1. Juni 2007

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten !

Die Mauer steht doch längst, nicht nur in Heiligendamm. Auch zwischen Oben und Unten, Politikern und Volk, Ossis und Wessis, Alten und Jungen, Kassen- und Privatpatienten usw. Und das ist gewollt, denn wie sagten schon die alten Römer: Divide et impera oder Teile und Herrsche !
Denn es geht vor allem immer um eins: Um's Geld. Und dafür geht man eben auch über Leichen oder schafft mal eben die Demokratie ab...



Collage: "Eulenspiegel"-Leserblog

Donnerstag, 31. Mai 2007

TITANIC lesen und sich staunend ekeln,

... denn die sprechen aus, was andere nur zu denken wagen:

Unlizensiertes Zitat:

"Deutsche Journalisten!

In letzter Zeit bezeichnet Ihr den irrsinnigen RAF--Terror mit Vorliebe als eines der blutigsten, wenn nicht das blutigste Kapitel in der Geschichte der Bundesrepublik – und habt uns damit, mal wieder, ins Unrecht gesetzt: Das blutigste Kapitel in der Geschichte der Bundesrepublik ist also gar nicht der frühzeitige gesundheitliche Totalverschleiß des unteren Drittels unserer famosen Zweidrittelgesellschaft, nicht die tödliche Abschiebepraxis der deutschen Ausländerbehörden und nicht das massenhafte Ersaufen von Zehntausenden vergeblich nach einem besseren Leben in der »Festung Europa« suchenden sog. Wirtschaftsflüchtlingen im Mittelmeer, weder die Unterstützung zahlreicher Drittwelt-Diktatoren von Pinochet bis Suharto noch das Giftgas für Saddam Hussein, auch nicht die Panzer fürs türkische Militär oder die Spitzenprodukte aus dem Hause Heckler & Koch mit mehr als 1,5 Millionen Opfern und selbstverständlich auch nicht die Hilfe für völkische Separatisten auf dem Balkan und die menschenrechtlich dringend gebotene Bombardierung der Bevölkerungen Serbiens und Afghanistans oder die logistische Unterstützung des Krieges im Irak und auf gar keinen Fall die Agent Orange-Produktion unter Leitung des späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker * oder die Tätigkeit des heutigen Staatsoberhaupts Horst Köhler als Direktor des Internationalen Währungsfonds, welche möglicherweise mehr Menschenleben gefordert hat als alle Anschläge der RAF zusammengenommen, wofür in seinem Falle allerdings auch niemand ein Wort der Entschuldigung hören will.

So kann man sich täuschen!

Kratzfuß:

Titanic"


* bereits 1992 durch den "Spiegel" aufgedeckt. Von diesen Typen wurden und werden wir nun schon jahrelang regiert bzw. belehrt, was für Deutschland am besten ist. Ekelhaft ! Dieses Land - jedenfalls da oben, bei seinen Bonzen - ist noch verkommender als wir uns alle vorstellen können...

Zusammenfassung

Das Hornberger Schießen ist das Ereignis, das die Redewendung „das geht aus wie das Hornberger Schießen“ hervorgebracht hat. Die Wendung wird verwendet, wenn eine Angelegenheit mit großem Getöse angekündigt wird, aber dann nichts dabei herauskommt und ohne Ergebnis endet.
Andere Redewendungen zu ähnlichen Sachverhalten sind zum Beispiel: "vergebliche Liebesmüh'", "hätte der Hund nicht... dann hätt' er den Hasen", "viel Lärm um Nichts" oder "hätte, hätte liegt im Bette".

Alle diese Redewendungen werden ab Mitte Juni durch ein einziges Wort ersetzt:




Heiligendamm

Mittwoch, 30. Mai 2007

Was man technisch machen kann, muss man auch tun?

Kurzer Auszug eines SPIEGEL-Interviews mit der Generalbundesanwältin Harms:

"SPIEGEL:
Die Frage ist, wann die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit aus dem Gleichgewicht gerät. Wollen wir beispielsweise wirklich, dass an einer Mautstelle jedes Auto fotografiert und potentiell erfasst wird, um damit im Zweifelsfall auch Verbrechen zu bekämpfen?

Harms: Wir werden doch schon jetzt überall erfasst: mit der Kreditkarte oder der Versicherungsnummer, etwa beim Arzt. Wir sind auf dem Weg zum gläsernen Menschen. Demnächst erhalten wir vom Finanzamt eine persönliche Identifikationsnummer, mit der wir überall identifiziert werden können. Ich finde das auch nicht schön, aber wir leben in einer Welt, in der Technik so viele Erfassungsmöglichkeiten hat, dass prinzipiell fast alles über jeden nachvollziehbar ist."

Nur zwei Bemerkungen dazu:

1. Als Chefin eines der Machtorgane dieses Staates kann man natürlich nichts gegen die Datensammelwut des Staates und anderer tun ?!?

2. Wehe, wenn sie losgelassen...

Dienstag, 29. Mai 2007

Wörterbuch Ost-west, Teil 2

Berliner - von vielen beneideter, von den meisten direkt angefeindeter Bewohner der deutschen Hauptstadt, dieses vor allem von den Sachsen, die zu DDR-Zeiten in Strömen hierher zogen. (Das war so schlimm, dass Ost-Berlin schon in Saporu - eine Abkürzung von Sachsen -Polen -Russen- umbenannt werden sollte) In Wirklichkeit aber Bürger eines Bundeslandes mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung, was aber die meisten Berliner nicht interessiert, da die Schulden nicht vom normalen Berliner, sondern von der CDU-SPD-Koalition unter Diepgen und - Wowereit und dem windigen Diepgen-Freund Landowsky mit Immobiliengeschäfte verursacht worden sind. Die SPD hat aber elegant die Kurve gekriegt, die CDU hat hoffentlich über Generationen keine Chance, wieder an die Regierung zu kommen.
Der Ausspruch von Paul Felix Schlesinger (in Berlin geboren- 11.5.1878 - und dort auch gestorben am 22.5.1928) , des bekanntesten Gerichtsreporters der Weimarer Republik, hat heute wie damals seine Gültigkeit: "Eines unserer Hauptverdienste ist, dass wir Berlin bewohnen. Das ist sozusagen eine Last, die wir für die ganze Nation auf uns genommen haben. Anstatt uns dafür auf den Knien zu danken, sagt man uns ins Gesicht, Berlin sei scheußlich, und wir seien daran schuld. Jeder Einwohner von Neustadt an der Knatter ist überzeugter von den Schönheiten seiner Heimat als der Berliner von seiner Vaterstadt. Deshalb wurde auch nichts aus Neustadt."

Sachsen-Anhalt: Überwiegend öder Landstrich zwischen Thüringen und Brandenburg. Kein
Mensch möchte hier tot über einem Zaun hängen. Wird von Menschen bewohnt, deren Vorfahren als Fuß-oder Geschlechtskranke der letzten Völkerwanderung nicht über den gewaltigen "Höhenzug" des Fläming kamen. Sonst wären sie Berliner geworden...

Nachbemerkung: Meine Urgroßmutter kam übrigens aus der Nähe von Zerbst in Sachsen-Anhalt. Sie lernte meinen Urgroßvater, der aus einem Dorf nahe am Spreewald stammte, natürlich in Berlin kennen. Was beweist, dass ich nicht von Fuß-oder Geschlechtskranken abstamme...

Das Foto zeigt eine Ansicht des Doms zu Magdeburg, der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt (Quelle: Internetseite der Landesregierung Sachsen-Anhalt)

Gewalttätige G8-Gegner in Hamburg

Also, ich bin 54 Jahre alt, Asthmatiker und deshalb meide ich große Menschenansammmlungen. Ich bekomme in einer Menschenmasse einfach zu wenig Luft. Jetzt stelle ich mir vor, ich wollte trotzdem das mir von A. Merkel scheinheilig garantierte Demonstrationsrecht gegen die G8-Tagung in Anspruch nehmen. Ich glaube, irgendwann würde ich wohl um mich schlagen. (siehe oben- das Bild entstand vor den Krawallen)

Übrigens, zum besseren Verständnis: Die Typen mit den weissen Mützen (Helmen) - das sind die Guten, also die Polizisten. Die anderen, ja, die da in der Mitte, die paar Hanseln, das sind die Bösen, die Ungläubigen, die einfach nicht glauben wollen, dass ihnen Turbokapitalismus und Globalisierung a la Schorschdabbeljuh irgendwie gut tun. In ihrer Mitte gibt es einige wenige, die a.) vom Verfassungsschutz dafür bezahlt werden, dass sie regelmäßig im Anschluss an friedliche Demos Krawall machen, um so dem Spießbürger seinen Popanz liefern zu können oder b.) ein bißchen doll dumm in der Birne sind und sich deshalb mit der Polizei herumprügeln müssen oder c.) meinen, dass friedliche Demos keinen Sinn haben, da sie sowieso nichts ändern. Alle drei Gruppen freuen sich natürlich über ein derartiges Bild - siehe oben. Und so schaukelt man sich schön auf, wobei in den staatstreuen Medien natürlich nur von den Gewalttätigkeiten einiger Demonstranten berichtet wird...

Freitag, 25. Mai 2007

Ist das noch 'n Wunder ?

... wird allerdings schwer oder gar unmöglich zu finden sein. Muss man vielleicht selber ein wenig mit dran 'rumbauen, vielleicht sich auch einfach nur 'n bißchen wehren. Wenn wir nicht bauen, bauen andere für uns, auch wenn es uns dann nicht gefällt. Und wenn es ein neuer Zaun in Heiligendamm ist. Weglaufen war schon früher keine Lösung, wie wir in den vergangenen 17 Jahren leidvoll lernen mussten...

Wörterbuch Ost-West, Teil 1

Unsere Welt wird täglich komplizierter. Die Globalisierung verlangt von jedem, dass er jeden Tag dazu lernt. Während sich große Verlage wie Langenscheidt z.B. mit dem Wörterbuch "Chef- Deutsch" um das gegenseitige Verständnis von Arbeitgeber und Arbeitnehmer bemühen - eine chinesische Fassung ist in Vorbereitung - hat der Bernauer Wasnscheiss-Verlag in seiner Reihe Politik & Unterricht ein Wörterbuch "Ost-west" herausgegeben. Von heute an werden wir in loser, unalphabetischer Folge Ausschnitte aus diesem richtungsweisenden Buch veröffentlichen.

Heute also Teil 1:

Ostdeutsch - vorherrschende Sprache und Diktion in den sogenannten neuen Bundesländern (siehe unten), im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung vieler Wessis (siehe unten) nicht mit sächsisch ( siehe unten) identisch, im Gegenteil lehnen die meisten Ostdeutschen den allzu eloquenten und angepassten Sachsen (siehe unten ) rundweg ab.

westdeutsch - auch denglish (siehe unten) , vor allem durch ca. 5o Jahre Einfluß der amerikanischen Besatzer gekennzeichnetes, schwer verständliches Idiom aus der Gegend um Texas, auch heute spricht man überwiegend in Manager- und Regierungskreisen ein derartiges Kauderwelsch aus Schwäbisch (siehe unten) und Pidgin-English (der Sprache der unterdrückten Eingeborenen in den englischen Kolonien), vor allem aus Vernebelungsabsichten , auch um das Fehlen eigenen Verstands zu verschleiern, oder wenn man nicht mehr weiter weiß.



Das Foto zeigt ein Heft der Reihe " Politik & Unterricht" der
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Donnerstag, 24. Mai 2007

Ja, ja der Aufschwung

















Wohl jeder kennt aus der Verwandschaft oder Bekannschaft einige Arbeitslose, die in letzter Zeit vom Arbeitsamt massiv bedrängt wurden, entweder die sogenannte 58'er-Regel in Anspruch zu nehmen oder sich sonst irgendwie aus der Arbeitslosenstatistik herausrechnen zu lassen, denn - Aufschwung muß her, koste es was es wolle!
Ähnlich verhält es sich mit dem sogenannten Wirtschaftsaufschwung , jedenfalls mit dem Teil , der die Arbeiter und Angestellten interessiert.
Wie uns die Grafik zeigt- und man sollte sich diese Übersicht wirklich auf der Zunge zergehen lassen - gibt es nur auf einem Gebiet einen Aufschwung, und das seit Jahren: Bei den Unternehmensgewinnen. Wie könnte es auch anders sein, denn wenn es wirklich anders wäre, würden die Medien ja sofort das Gürtel-enger-schnallen propagieren und der Hundt - dieser Großindustriellen-Schreihals - würde noch viel mehr Amok laufen. Die Zahlen sind doch toll, nicht ? Es ist gut, wenn man ab und zu zumindest im Internet zur gefühlten Lüge das bestätigende Argument findet. Aber ich wiederhole mich auch schon- genau wie unsere regierungstreuen Medien...

Afghanistan und kein Ende ?


Gestern in den Nachrichten des rbb-Fernsehens: Einer der drei bei einem Selbstmordattentat in Kundus getöteten Bundeswehrsoldaten stammt aus Schwedt. Es werden Leute auf der Straße um ihre Meinung gefragt und ein dummes Puttchen äußert sich tatsächlich, dass der Einsatz dort notwendig wäre. Spontan fällt mir der Ausspruch eines meiner Lieblingsdichter ein, der schon vor fast 500 Jahren die Menschen vollkommen durchschaut hat:

"Volk und Glück sind stets auf der Seite der Narren"
William Shakespeare (23.4.1564 - 23.4.1616)



Mittwoch, 23. Mai 2007

Die Internationale


Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
die stets man noch zum Hungern zwingt!
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Reinen Tisch macht mit den Bedrängern!
Heer der Sklaven, wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
Alles zu werden, strömt zuhauf!
|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht. :|
Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!
Leeres Wort: des Armen Rechte,
Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
Unmündig nennt man uns und Knechte,
duldet die Schmach nun länger nicht!
|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht. :|
In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
wir sind die stärkste der Partei'n
Die Müßiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muss unser sein;
Unser Blut sei nicht mehr der Raben,
Nicht der nächt'gen Geier Fraß!
Erst wenn wir sie vertrieben haben
dann scheint die Sonn' ohn' Unterlass!
|: Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht. :|

Musik: Pierre C. Degeyter
dt. Text: Emil Luckhardt

Elefanten im Porzellanladen

Dieser Elefant ist niedlich. Weniger niedlich sind Elefanten, wenn sie in Gestalt von Politikern auftreten. Und peinlich wirken sie, wenn sie dazu noch Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland sind. Wie oft war man als denkender Bundesbürger peinlichst berührt, wenn der dicke, nicht nur körperlich plumpe Kohl wieder in irgendein Fettnapf gestolpert war. Nun also auch seine Nachfolgerin:

"Auf verdammt glattes politisches Parkett sind am vergangenen Freitag Polizeibeamte aus dem mecklenburgischen Bad Doberan geraten. In den frühen Abendstunden hatten sie einen besorgten Anruf von privaten Sicherheitskräften des Grand Hotels in Heiligendamm bekommen. Vor der Anlage, in der demnächst die G8-Staatschefs tagen werden, sei eine Gruppe von zehn Personen auffällig geworden, hieß es. Sie habe lautstark die "Internationale" gesungen. "Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht."

Die Sicherheitskräfte baten um Unterstützung zur Gefahrenabwehr. Die für die Sicherheit des G8-Gipfels zuständige Polizeitruppe "Kavala" wird informiert. Gegen 18 Uhr stoppen drei Einsatzwagen der Polizei die Gruppe am Ortsausgang von Heiligendamm. Es stellt sich heraus, dass es sich bei den verdächtigen Sängern um zwei Deutsche, eine Engländerin und sieben Russen handelt. Vorwiegend Wissenschaftler und Studenten. Einer von ihnen ist der Rostocker Martin Krämer. Der 35-jährige Doktor der Agrarwissenschaften fragt die ermittelnden Polizisten, seit wann es verboten sei, in der Öffentlichkeit die Internationale zu singen. Er bekommt keine Antwort. Stattdessen werden er und eine weitere Person vorläufig festgenommen und zum zuständigen Polizeirevier nach Bad Doberan gebracht. Sicherheitshalber. Draußen beziehen die Russen Posten. Auch sicherheitshalber. Gegen 20 Uhr klingelt im Moskauer Büro des Duma-Abgeordneten Oleg Smolyn das Telefon. Russische Bürger seien in Heiligendamm von der deutschen Staatsgewalt daran gehindert worden, öffentlich ihre freie Meinung zu sagen, teilt der aufgeregte Anrufer mit. Die Behörden hätten es ihm und seinen Landsleuten verboten, die Internationale zu singen. Darüber hinaus seien zwei deutsche Freunde festgenommen worden. Russland möge sich bitte positionieren. Eine Standleitung in den Kreml wird aktiviert.

...etwas später an diesem Tag kritisiert unsere Bundeskanzlerin auf dem Gipfel in Samara den russischen Präsidenten wegen Defiziten bei der Umsetzung der Menschenrechte in Russland. Putin verweist auf die Festnahme von Globalisierungsgegnern vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm.

Was für ein Fettnapf ! Wer im Glashaus sitzt, sollte eben nicht mit Steinen werfen, liebe Angie. Auf eine derartige Steilvorlage hatte Zar Wladimir nämlich gerade gewartet...



Und morgen an dieser Stelle
zum Ausschneiden : Der vollständige Text der "Internationale". Falls irgendjemand in den nächsten Wochen nach Heiligendamm muss und Textschwierigkeiten hat.


Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland/:G8-Kritiker-Internationale-Festnahme/589513.html

Dienstag, 22. Mai 2007

Segeln auf der Müritz

Was macht der Mensch, wenn die Politik immer mehr durchdreht, die Arbeit nicht ganz so gut läuft, man ein wenig die Nase voll hat, ergo urlaubsreif ist und der Vatertag vor der Tür steht ? Richtig: Er geht aufs - nicht ins - Wasser ! In diesem Jahr auf die Müritz. Lene, Margrit (Foto !) , Micha, Stefan und ich machten 4 Tage lang den größten See der mecklenburgischen Seenplatte unsicher. Als Micha dann sogar noch die Piratenflagge hißte, war der Spaß mehr als garantiert. Leider ging uns keine dicke Hanse-Kogge in die Falle...

Foto: SV

Montag, 21. Mai 2007

21:0 in Afghanistan


Die fünf bei dem Selbstmordanschlag in Afghanistan verletzten Bundeswehrsoldaten sollten am Sonntag nach Deutschland zurückgeholt werden. Nach den Hintermännern des Attentats, bei dem drei Soldaten getötet wurden, wird intensiv gefahndet. Ein Foto derjenigen, die diesen Anschlag erst möglich gemacht hatten, wurde auch den Angehörigen der getöteten deutschen Soldaten sowie der deutschen Bevölkerung übermittelt. (siehe oben)

Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bundesbildstelle
"Bis auf wenige Ausnahmen hat die politische Nachwende-Klasse der Region (Barnim)ausgedient. Eine neue Generation aufrechter und unabhängiger Politiker muss endlich her, die über den Tellerrand hinausschaut und die ökonomische und ökologische Verantwortung für unsere Erde mit Blick auf die Zukunft wahrnimmt."

Dr. Andreas Steiner (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Barnim)

Niemand, der mit offenen Augen durch diese Landschaft geht, wird diese Aussage in Zweifel ziehen. Und jeder, der einmal mit Kritik an den Landrat oder irgendeinen Bürgermeister oder anderen Amtsbonzen herangetreten ist, wird vor ohnmächtiger Wut mit den Zähnen knirschen. Was aber macht die SPD, in der Herr Dr. Steiner seine Heimat sieht:
Wie am 19. Mai 2007 bekannt wurde, hat der Unterbezirksvorstand der Barnimer-SPD bereits am 02.05.2007 die Einleitung eines Parteiordnungsverfahrens gegen Dr. Andreas Steiner beschlossen. In der von Petra Bierwirth (MdB) unterzeichneten Beschlussvorlage heißt es zur Begründung:

"
Aus Sicht des Unterbezirksvorstandes hat Dr. Andreas Steiner öffentlich das Gebot der
innerparteilichen Solidarität außer Acht gelassen, in dem er Mitglieder und Funktionsträger der SPD verunglimpft hat. Insbesondere hat er innerparteiliche Debatten öffentlich in den Medien geführt, ohne dabei den Weg der innerparteilichen Auseinandersetzung zu suchen."

Kommentare erübrigen sich eigentlich, aber wie lautete doch gleich das berühmte Zitat von Rosa Luxemburg ? Da war mal irgend etwas mit "Andersdenkenden" und deren Freiheit. Aber ich kenne auch noch einen anderen äußerst aktuellen Spruch: " Wer hat uns wieder verraten ? Sozialdemokraten !" (Volksmund)



Bild von Lassallle auf http://spdnet.sozi.info/brandenburg/barnim/afabar/

Sonntag, 20. Mai 2007

Ich bin ja auch ein Optimist

"Die herausragende Tugend der Deutschen ist ihr Optimismus... Ich meine das genau so, wie ich es sage: Optimismus. Ihre Ungeduld mit allem, was nicht gut genug und verbesserungsfähig ist, führt zu einer Verzweiflung über die Welt und zu einer Frustration über deren Dummheit, ist aber dennoch ein optimistischer Impuls. Die Welt ist voller Möglichkeiten, auch wenn es vielleicht, um dieses Gefühl zu schützen, manchmal besser ist, so zu tun, als gäbe es keine. Außerdem assoziere ich die Deutschen mit außergewöhnlicher Qualität. Die sie fordern und die sie erreichen. Das können nur Optimisten."

Jonathan Franzen, US-amerikanischer Schriftsteller (* 17. August 1959)


Der Mann hat recht. Wir werden auch diese Regierung überleben, die die Grundrechte immer mehr aushöhlt, unser sauer verdientes Geld in allen Krisengebieten dieser Welt wie z.B. Afghanistan verpulvert, den Konzernen unter dem Vorwand einer vermeintlichen Globalisierung immer größere Gewinne sichert, dafür große Bevölkerungsteile verarmen lässt, für den Rest die Schraube der Steuern, Abgaben, Zuzahlungen usw. noch mehr anzieht und das Sozialsystem langsam abschafft, im übrigen aber das Volk in einer Weise verarscht, wie es noch nicht mal Honecker und Co. versucht haben. D i e schaffen uns nicht ...

Mittwoch, 16. Mai 2007

Endlich weiß ich es,...


... ich bin ein Linksextremer:

"Linksextremisten werten die Verschärfung der Sicherheitsgesetze nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 als eine neue Qualität "staatlicher Repression". Sie nehmen auch die Sicherheitsmaßnahmen [..] zum Anlass, den aus ihrer Sicht permanenten Ausbau des Überwachungsstaates und die repressive Wirkung der dabei eingesetzten neuen Technologien anzuprangern, wie z. B. RFID-Chips, Gen- oder Biometrische Datenbanken, Kameraüberwachung öffentlicher Plätze."*

Frage an Mielke 2.0 und Co.: Ist das jetzt schon verboten? Das hatten wir auch schon mal: Ein ganzes Volk, nur weil es sich vi e l l e i c h t etwas denkt, unter Generalverdacht stellen und über alles und jeden Spitzelberichte sammeln. Junge, wo geht dieser Staat noch hin ? Wohin sollen wir diesmal flüchten ? Über Ungarn in den freien Westen ? Da sind wir doch schon...



* Quelle: Verfassungsschutzbericht 2006, Seite 192, das Bild zeigt den berühmten Anarchisten Michail Alexandrowitsch Bakunin ( 30.05.1814 bis 1. 07.1876)



Dienstag, 15. Mai 2007

Noch was zur gesunden Ernährung...

Hullondüsche Tumautn
Harrlüch! – dönckst tu, gauffßt die rauten
Glantzind pfröschn Totumauten.
Duch peim Ößßn marckstde dunn,
dißß monn gurnüxx tschmarckn kunn;
Sünd'z nonn Gorcken, sünd'z Tumautn, –
Üst öss garr oin Heunarbrautn,
pfrösch oss Hullondt ümmporturt?
Hart monn düch woll arnngeschmuurt?


Gedicht in Starckdeutsch von Matthias Koeppel - zitiert nach Wikipedia, Foto auch daher.

Donnerstag, 10. Mai 2007

Bundesregierung ruft zu gesunderer Ernährung und mehr Bewegung auf

"Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.


Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser."

Klassische, athletische Schönheiten, die vor gesunder Ernährung strotzen und damit als Vorbild für das dumme fette Volk mehr als tauglich sind:
  • Helmut Kohl,
  • Angela Merkel
  • Ulla Schmidt,
  • Sigmar Gabriel,
  • Kurt Beck (und viele andere.)
Unter uns gesagt und wieder mal politisch völlig unkorrekt: Kommt mir so vor wie die "Modell"-Arier Hitler, Goering, Goebbels und Himmler, nach deren Willen damals der neue Deutsche gezüchtet werden sollte !

Andere Frage: Gesundere Ernährung, mehr Bewegung, Hartz IV ? Bleibt wohl nur abgepackte Nahrung von ALDI und Konsorten. Bezahlt das Arbeitsamt 'nen neuen Trainingsanzug, Turnschuhe oder gar das Fitnessstudio ? Und wer blecht denn für das gesündere Schulessen, wo das große A... aufreissen schon bei den Kitas losging und die alten West-Männer völlig überfordert sind ? Wird es denn z.B. Schulessen oder Essen für die Kinder in den Kitas in den sozial etwas zurück gebliebenen westlichen Bundesländern geben ? Fragen über Fragen an Horst und Ulla.

Da hilft, glaube ich , nur eine Lösung:

"Ein neues Lied, ein besseres Lied
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
Was fleißige Hände erwarben."

Gedicht von Heinrich Heine aus "Deutschland. Ein Wintermärchen". Darin kommentierte er äußerst bissig die staatlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse Deutschlands, durchaus im Sinne von Karl Marx. In den Eingangsversen schildert er eine Szene gleich nach dem Grenzübertritt, in der ein Mädchen eine fromme Weise singt.

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft und G8-Gipfel

War also alles auch schon mal da, selbst A. Ferkel oder der ständig in der Weltgeschichte 'rumrei(s)sende Außenminiskus Steinbeisser...

"Unter vielen Königen findet man kaum einen
- wenn man einen findet - dem sein Reich genügt.
Unter vielen Königen findet man kaum einen
- wenn man einen findet - der sein Reich zu regieren verstünde."


Epigramm von Thomas Morus
(engl. Thomas More) (* 7. Februar 1478 in London; † 6. Juli 1535 in London) war ein englischer Staatsmann und humanistischer Autor.




Dienstag, 8. Mai 2007

Noch'n Ossi


" Lasst uns faul in allen Sachen,
nur nicht faul zu Lieb' und Wein,
nur nicht faul zur Faulheit sein."

Schön, wenn sich bedeutende Menschen zumindest außerhalb des Deutschunterrichts als ganz normal entpuppen.

Gotthold Ephraim Lessing (* 22. Januar 1729 in Kamenz (Sachsen); † 15. Februar 1781 in Braunschweig) war der wichtigste deutsche Dichter der Aufklärung. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften hat er die weitere Entwicklung der deutschen Literatur wesentlich beeinflusst.
Das Bild ist Bestandteil der Kunstsammlung der Universität Leipzig.

Mittwoch, 2. Mai 2007

"1. Mai, ich suche Dein Gesicht...

... am Marx-Engels-Platz, ich find' es nicht." Tja, Manne, wärste mal damals nicht abgehauen. Den Marx-Engels-Platz gibt es nicht mehr, den kannste auch nicht mehr finden. Und mein Gesicht ? Ich war wie jedes Jahr seit der Wende am 1. Mai in Schönow und bin bei strahlendem Wetter mit dem Fahrrad um den Liepnitzsee gefahren. Schön war's. Vor allem als um Punkt 9:50 Uhr bei uns die Türglocke ging und ... meine alte Schulfreundin Charly (auch Charlotte Marita Käthe genannt) vor der Tür stand. Wir haben uns unheimlich gefreut, vor allem, weil sie die längste Strecke des Tages zurückgelegt hatte: Von Motzen 20 km mit dem Fahrrad bis KW und dann vom Bahnhof Bernau noch mal 4 km bis zu uns. Dann die ganze Radtour wie eine Eins mitgehalten - ca. 20 km. Rücktour nach Hause dann von Mittenwalde 8 km. Obwohl sie öfter behauptete, sie sei übertrainiert (Klasse Ausrede, habe ich mir gleich notiert!), muss das erstmal jemand nachmachen. Wir anderen waren allerdings auch nicht faul. Ralf sagte sogar, dass die Tour jedesmal kürzer wird. Das heißt, wir werden immer schneller ! Ansonsten war es wieder richtig lustig. Der Tag besteht ja letztendlich neben dem bißchen Fahrradfahren vor allem aus Quatschen und Essen. Das Büffet im Wald (siehe Foto), Margrits Streuselkuchen und Ralfs hervorragendes Grillmenü am Abend gehören einfach dazu. Zum Beispiel hat Walter uns gestanden, dass er sich das ganze Jahr über auf den Streuselkuchen freut. Und wie Ralf aus dem dicksten Stück Fleisch ein zartes, nicht verbranntes Steak macht, versuche ich seit Jahren heraus zu finden. M. brachte es dann auf den Punkt: Der Tag hat jedesmal nur einen Nachteil - er ist so schnell vorbei !

Montag, 30. April 2007

Anpaddeln

Gestern ging es das erste Mal in diesem Jahr aufs Wasser. Da die aus rein touristischen Gründen betriebenen Schleusen auf dem Finowkanal zur Zeit noch nicht in Betrieb sind, fuhren wir einige Kilometer in das Finowfließ hinein und freuten uns an der total unberührten Natur. Später wurde das Fließ für unseren dicken Canadier doch zu schmal. Ein Canadier lässt sich auch ziemlich schlecht durch die engen Kehren eines so schmalen Flüsschens steuern. Wir wendeten also an einer ausgetretenen Wildtränke und ließen uns ein Stück von der ziemlich starken Strömung zurück treiben. Der junge Schwan, der uns schon bei der Hinfahrt etwas verwundert ansah, kam uns auf der Rückfahrt noch näher. Aber unser Butterbrot hatten wir leider schon verzehrt. Tut uns Leid, Kumpel !
Es geht offensichtlich auf diesem Bächlein doch nicht bis nach Biesenthal zur Wehrmühle , obwohl Kanukarten etwas anders sagen. Vielleicht mit dem Kajak. Na gut.
Dann fuhren wir noch bis zur Grafenbrücker Schleuse. Zurück bei starkem und vor allem kalten Gegenwind. Die Schultern schmerzten schon verdächtig, als wir in Finowfurt wieder den Steg erreichten und - nachdem die "Wah-ta-Wa" wieder auf dem Autodach lag - in das schön aufgeheizte Auto stiegen. War das angenehm in der Sonne hinter Glas. Für das erste Mal in diesem Jahr nicht ganz schlecht, wenn auch der Winterspeck mächtig drückt und die Knochen erst wieder elastisch werden müssen...
Am Abend wälzte M. das Standardwerk aller Jungen Naturforscher, den "Förster Grünrock", um die entdeckten und uns unbekannten Bäume und Vögel zu klassifizieren.

Sonntag, 29. April 2007

Geld oder Leben

Deutlicher kann man wohl nicht werden...

>> Aktion „Der Bundestag ist gescheitert”

Junge politische Menschen setzen ein Zeichen vor und in dem Bundestag. Die Betitelung der Aktivisten als „Humankapital“, das Verstreuen von Geld und das Entrollen von Bannern mit Sprüchen wie „Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar“ sollen verdeutlichen, dass der Bundestag lediglich das Ausführungsorgan der großen Unternehmen ist und keine freiheitliche, demokratische Institution darstellt. Dieses Bild wird dadurch verstärkt, dass auf dem Dach des Reichstags der Schriftzug „Dem deutschen Volke“ durch das Banner „Der deutschen Wirtschaft“ ersetzt wird. Ziel dieser Aktion ist es, einen Diskurs anzustoßen, der die Scheindemokratie kritisch hinterfragt und mit Vehemenz gesellschaftspolitische Veränderungen durchsetzt. Wir fühlen uns durch die Größe der Probleme zu dieser Aktion genötigt.

Wir üben harte und tiefgreifende Kritik am bestehenden politischen System.

Schon in der Schule wird uns beigebracht, dieses System eine Demokratie zu nennen. Es soll eine Herrschaft aller darstellen. Diese Herrschaft beschränkt sich dann aber in der Praxis darauf, einmal in vier Jahren wählen zu dürfen. Eine Weiterentwicklung des Systems ist offenbar nicht angedacht. Diese parlamentarische Demokratie ist keine Demokratie, sondern eine Scheindemokratie: Die WählerInnen werden nicht als teilnehmendes Element am gesellschaftlichen Aufbau betrachtet, sondern nur als passive KonsumentInnen, die über unterschiedliche Marketingstrategien der Parteien zu urteilen haben.

Die Regierung hat kein Vertrauen in die Bevölkerung, sie kontrolliert sie, setzt sie immer stärker einem Allgemeinverdacht aus und schafft ein Klima der Angst. Die Parteien haben sich von weitergehenden Visionen verabschiedet und leben nur noch in einer engen Welt der Realpolitik. Die Menschen reagieren mit Politikverdrossenheit auf die zunehmende Ununterscheidbarkeit der Parteien. Politik fungiert nur noch als Verwalterin der Wirtschaft, als Ausführungsorgan der großen Unternehmen. Das liegt einerseits am massiven Lobbyismus der Unternehmen, welcher mit viel Geld betrieben wird, andererseits an der erstaunlichen großen Schnittmenge von Abgeordnetenmandaten und Aufsichtsratposten. Entscheidenden Problemen wie Klimawandel, Armut und Perspektivlosigkeit begegnet die Scheindemokratie mit staunender Unfähigkeit. Der eingeschlagene Weg der kleinen Reformen bewirkt, wenn überhaupt, negative Entwicklungen und dreht die Spirale des scheiternden Systems immer weiter.

Wir haben keine Hoffnung in die PolitikerInnen dieser Zeit, sie sind zu fest im System verankert, um über den Tellerrand blicken zu können. Sie unterstützen eine fatale Entwicklung. Die Entmündigung aller durch ihre sogenannten Vertreter muss zugunsten einer ständigen, politischen Einflussnahme der gesamten Bevölkerung abgeschafft werden. Es ist Schwachsinn, dass dieses System alternativlos ist. Wir wollen eine Gesellschaft, in der alle Menschen Politik leben und ein andauernder Diskurs grundlegende Veränderungen ermöglicht. Dafür ist eine radikale Form der Demokratie notwendig.

Statt der Entwicklung politischer Visionen zur Verbesserung der allgemeinen menschlichen Lebensumstände beherrscht ein unkritischer Wirtschaftsglaube das politische Handeln. Das heutige politische System hat das nationale Wirtschaftwachstum zum einzigen Maßstab politischen Erfolgs erkoren. Konsum gilt als Ausdruck individueller Selbstverwirklichung. Es handelt sich hierbei um ein System, das, in seiner einzig logischen Konsequenz, die Umwelt zerstören, soziale Ungleichheit verschärfen und das menschliche Leben in Formen pressen muss.
Der Mensch ist ein austauschbarer Funktionsträger in einer sinnlos wachsenden Wirtschaft, wer sich weigert oder scheitert, ist nur noch Abfall. In einer Gesellschaft, in der es wichtig ist, zu den Gewinnern zu gehören, bleibt immer eine Mehrheit von Verlierern übrig. Das Ideal des mobilen, flexiblen, motivierten und leistungsbereiten Menschen führt zu einer vereinzelten Gesellschaft, in der ein solidarisches Miteinander zugunsten eines wirtschafts-vergötternden Denkens dem Geld geopfert wird.

Gerade junge Menschen gestalten ihr Leben nur noch nach Bewerbungskriterien. Unter dem Damoklesschwert der Arbeitslosigkeit ordnen viele ihr Leben scheinbar freiwillig der wirtschaftlichen Verwertbarkeit unter.

Wir brauchen die Entkopplung von Arbeit und materieller Grundausstattung. Eine kostenlose Grundversorgung, sprich Bildung, Gesundheit, Wohnraum, Lebensmittel und Kultur, ist notwendig, um den Menschen ein freies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Die immer stärkere Einflussnahme der Wirtschaft auf Bildungseinrichtungen sowie die Orientierung vorgefertigter Lehrinhalte an ihrer ökonomischen Nutzbarkeit sind maßgeblich verantwortlich für eine geistige Verkümmerung und Normierung der Gesellschaft. Nicht soziales Denken, sondern Konkurrenz und Leistungsdruck bestimmen den Ausbildungsalltag. Ziel einer jeden freien und emanzipierten Gesellschaft muss es sein, die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit und selbstbestimmten Meinungsbildung zu fördern. Dabei darf es Selektionskriterien wie solche nach sozialem Status, persönlichen Fähigkeiten, Geschlecht sowie religiösem, nationalem oder kulturellem Hintergrund, nicht mehr geben.

Während der Großteil der Weltbevölkerung in Armut lebt und durch transnationale Konzerne ausgebeutet wird, kaufen wir alle wesentlich mehr, als wir tatsächlich benötigen, als für uns ausreichend ist. Um den Menschen in eine den Rest der Welt und die Herstellung ihres Produkts ignorierende Kaufmaschine verwandeln zu können, bedient sich die Wirtschaft eines trickreichen Instruments: der Werbung. Werbung ist keine Produktinformation, sie ist Propaganda - subtile Propaganda, welche uns einen Lebensstil aufzwängen soll, der dem Unternehmen Gewinne beschert und der Volkswirtschaft gute Zahlen. Dass ein Geländewagen und Billigflüge den Klimawandel anheizen, Kleidung unter menschenrechtsverachtenden Zuständen entsteht, wird in dieser freundlichen Warenwelt nicht erwähnt. Wir lehnen Werbung ab. Die Öffentlichkeit muss einer politisierten Gesellschaft zurückgegeben werden.

Die Wirtschaft wird immer mehr von größeren Subjekten bestimmt und unterwirft alles ihrem Streben nach Gewinn. Hier an das nicht vorhandene Verantwortungsdenken der Unternehmen zu appellieren, greift zu kurz.
Den Konzernen muss der politische Einfluss und die Beherrschung öffentlicher Räume entrissen werden. Dabei ist eine Zerschlagung aller Konzerne notwendig, darunter verstehen wir eine Zerteilung und Vergesellschaftung. Die Gesellschaft könnte somit wieder selbständig handeln, ihren politischen Rahmen selbst definieren.

Wir verlangen, Utopien leben zu dürfen. Die Menschen sollten auf ihre Art und Weise leben und an der Gesellschaft partizipieren dürfen. Die fortschreitende technische Entwicklung und Produktivitätssteigerung würde der Bevölkerung ermöglichen, weniger zu arbeiten für das Lebensnotwendige und insgesamt mehr Freiräume zu haben. Der Einzelne muss den Glauben an die Gesellschaft, an einen Sinn in seinem Leben außerhalb des Geldbeutels wiederfinden.

Wir treten für eine Demokratie ein, die es Menschen gestattet, den politischen Rahmen und ihr Umfeld zu gestalten und mitzubestimmen. Wir treten für eine menschliche, ökologische und soziale Wirtschaft ohne Konzerne und eine solidarische, freie, emanzipatorische Gesellschaft ein.

Unsere Forderungen richten sich an keine herrschende Elite. Wir rufen zu einem öffentlichen Diskurs und zu einer neuen freien Bewegung auf. Mit dieser Aktion setzen wir ein Zeichen gegen das derzeitige System. Alle, die mit dem Bestehenden unzufrieden ist und die Hoffnung auf eine freie bessere Gesellschaft nicht aufgegeben hat, rufen wir auf, Widerstand zu leisten.

Geld oder Leben<<


Diese Aktion fand am Freitag , dem 27. April statt und wurde von fast allen unserer gleichgeschalteten Medien als Untat verdammt. Man kann darüber denken wie man will, als älterem Menschen mit etwas mehr Lebenserfahrung sind mir z.B. die Utopien etwas ausgegangen - das soll nicht überheblich sein. . Aber sicherlich sind die meisten der Feststellungen und Forderungen berechtigt.
Nebenbei gesagt: Bundestags-Vizepräsident Thierse stellte danach die Beschlussunfähigleit des "Hohen Hauses" fest, da weniger als 300 Abgeordnete zur Arbeit erschienen waren. Auch dazu leisten wir uns ein derart demokratisch gewähltes teures Parlament ?


Freitag, 27. April 2007

Mein Lebensmotto beim Blick auf den Kontoauszug






" I am not interested in money. I just want to be wonderful!"

Marilyn Monroe (richtiger Name: Norma Jean Baker) 1. Juni 1926 bis 5. August 1962





Foto: George Barris

Donnerstag, 26. April 2007

Schönow bei Bernau

Seit 1996 wohnen wir wieder richtig in Schönow. Zwar bin ich hier in Brandenburg aufgewachsen, mein ältester Sohn ist sogar vor 29 Jahren in Bernau geboren worden, aber seit 1965 wohnten wir eigentlich in Berlin.

Als wir vor mittlerweile 11 Jahren mit der Planung für unser Eigenheim begannen, fielen uns zwei alte Urkunden in die Hände: Die eine Urkunde war die Auflassung des Grundbuchamtes Niederbarnim, wonach mein Urgroßvater am 16. April 1903 zwei Grundstücke in Schönow erworben hat. Damit feierte meine Familie in diesem Jahr das 104-jährige Jubiläum unseres Grundstücks. Die Familiensaga erzählt, dass die Straße damals eigentlich noch Wald war und die neuen Siedler erst einmal die Bäume schlagen mussten. Vom Verkauf des Holzes soll mein Urgroßvater den Kaufpreis für das Grundstück wieder erlöst haben.

Die zweite Urkunde ist die Veranlagung zur Umsatzsteuer für diesen Grundstückskauf. Beide Grundstücke kosteten damals zusammen 2400,- Mark - es sollen Goldmark gewesen sein. Die Umsatzsteuer - etwa mit der heutigen Mehrwertsteuer vergleichbar- betrug sage und schreibe 24 Mark, d. h. ganze ein Prozent. Welch ein Unterschied zu der heutigen Zeit.

So ist das Schicksal meiner Familie schon seit über 100 Jahren mit Schönow und der Mark Brandenburg verbunden. Die Grundstücke ernährten meine Vorfahren in zwei Weltkriegen, in der Inflation nach dem Ersten und den schweren Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Urgroßeltern, Großeltern und Eltern wurden im Zweiten Weltkrieg durch englische und amerikanische Flugzeuge dreimal ausgebombt und waren froh, als sie hier im Jahre 1944 ein so genanntes Behelfsheim bauen und vom zerstörten Berlin nach Schönow ziehen konnten.

Es ließe sich sicherlich noch viel erzählen, zum Beispiel vom bereits zweimal eingezahlten Pflastergeld ( einmal bei Kaisers und einmal in der Nazizeit - wo das Geld blieb, wissen wir ja). Auch da stoßen wir wieder an die Neuzeit, wenn wir bedenken, dass unsere Straße laut Straßenbaukonzept der Stadt Bernau nun bereits im Jahre 2008 ausgebaut werden soll - zwar mit 75 Prozent finanzieller Eigenbeteiligung, aber kaum Mitsprachrechten der Anwohner. Der Berliner (eigentlich Stendaler) Otto Reutter sang übrigens in einem seiner Couplets so etwas wie "hundert Jahre später ..." Unendliche Geschichten, denn da fallen mir dann gleich einige Nachbarn ein , die in den siebziger Jahren aus Sachsen - Anhalt oder Sachsen nach Schönow zogen und uns heute immer noch als "Neubürger" bezeichnen...


Alle Rechte für den Dorfplan liegen bei der Stadt Bernau bei Berlin

Montag, 23. April 2007

Wieder 'n müder Montag und schlecht geträumt


Nach einem blöden Traum (über das dänische Königshaus - so ein Quatsch, so richtig zum Ärgern) müder als gestern abend aufgewacht. Trost: Es geht mir nicht allein so, seit Menschengedenken quälen sich arme Schweine wie ich montags früh aus dem Bett.




Friday on my mind (The Easybeats)


Monday morning feels so bad,
Ev´rybody seems to nag me
Coming tuesday I feel better,
Even my old man looks good,
Wednesday just don´t go,
Thursday goes too slow,
I´ve got Friday on my mind

Chorus

Gonna have fun in the city,
Be with my girl she´s so pretty,
She looks fine tonight,
She is out of sight to me,
Tonight....I spend my bread,
Tonight...I lose my head,
Tonight...I got to get tonight
Monday I have Friday on my mind.

Do the five day drag once more,
Know of nothing else that bugs me
More than working for the rich man,
Hey I´ll change that scene one day,
Today I might be mad,
Tomorrow I´ll be glad,
I´ve got Friday on my mind

Gonna have fun in the city,
Be with my girl she´s so pretty...


The Easybeats waren eine australische Popband, die mit "Friday On My Mind" im November 1966 ihren größten Hit hatten.


Mittwoch, 18. April 2007

"Wir können nicht immer verhindern, dass ....

... Sie mehrere Briefsendungen an einem Tag von uns erhalten. Das Aussortieren der Sendungen wäre teurer als das zusätzliche Porto." So oder so ähnlich reden sich eine Vielzahl von Ämtern, Institutionen und Unternehmen heraus, die es einfach nicht schaffen, ihre Arbeit zu koordinieren oder vernünftig zu gestalten. Und das in Zeiten von Computernetzwerken und zentralen Datenspeichern. Warum kann ich den Computer am Arbeitsplatz Büro nicht einfach so programmieren, dass er aufquietscht, wenn zwei oder mehr Leute auf den gleichen Datensatz zugreifen und dann zwei oder mehr Briefe im Namen ihres Arbeitgebers an einen einzigen Empfänger schicken wollen ? Es ist ja so bequem: Brief durch den Portoautomaten und weg. Tausendmal und mehr am Tag. Tausendmal am Tag doppelt, dreifach und wer weiß wie oft. Umdenken ? Warum, ist doch bloß Porto. Wirklich "bloß Porto"? Eigentlich transportiert der Spediteur wie z.B. die Post doch nur zusätzliche, nicht notwendige Last, verpulvert damit u.a. sinnlos Benzin und produziert nur deshalb Kohlendioxyd und Feinstaub, weil wir und andere es nicht gelernt haben, die Arbeit zu organisieren. Und nicht darüber nachdenken. Wie bei so vielen "kleinen" Dingen: Es ist eben so Punkt.

Nachdem -wie vorausgesagt- die allgemeine Diskussion um die begonnene Klimakatastrophe und die Zusammenhänge wieder eingeschlafen ist und in Deutschland leider nicht in eine spezielle Diskussion umschlug, hier mal ein Blick über den Gartenzaun- nach Holland:
  • anders als in Deutschland wird z.B. in den Niederlanden die ÖKO-Steuer (weiß eigentlich noch jemand, was das ist und dass wir sie immer noch zahlen und nicht zu knapp ?) nur für Umweltschutzmaßnahmen verwendet, auch für Subventionen bei privaten Investitionen, z.B. bei der Gebäudedämmung oder beim Einbau von Hochleistungsheizkesseln in Wohnhäusern.
  • mit Carpooling und Carsharing will man in Holland dem täglichen Berufsverkehr mit seinen endlosen Staus und gewaltigen Emissionen an die Wäsche - und das wird staatlich gefördert !
  • das vorhandene System der Spezialbusse in unterschiedlichen Größen wird erweitert.
  • Man diskutiert tatsächlich die Umwandlung des ÖPNV in eine kostenlose, steuerfinanzierte Dienstleistung, bisherige Experimente auf lokaler Ebene sprechen dafür.
Das sind nur einige Ansatzpunkte, die beim Nachbarn sogar bis zu einer Zukunftsdebatte über die äußerst energieintensive Landwirtschaft in beheizten Gewächshäusern gehen. Und nun sollte mir mal jemand erzählen, welche Überlegungen es außer Steuererhöhungen und Verboten eigentlich in Deutschland gibt...

Dienstag, 17. April 2007

Ein Dienstagmorgen




„Die Welt ist so schön bei allem Graus und wäre noch schöner, wenn es keine Schwächlinge und Feiglinge auf ihr gäbe“



Rosa Luxemburg (5. März 1870 - 15. Januar 1919)






8. Mai 1919: Die Angeklagten in den Mordfällen Liebknecht und Luxemburg erhalten Strafen zwischen 6 Wochen Stubenarrest und 2 Jahren Gefängnis. Die Justiz ist eben doch ein Machtorgan der herrschenden Klasse.

Montag, 16. April 2007

Naturschutzgebiet "Faule Wiesen"


Seit etwa drei Jahren führe ich einen einsamen Kampf gegen die immer mehr zunehmende Vermüllung des NSG "Faule Wiesen" an der Panke zwischen Bernau, Schönow und Zepernick. Leider habe ich festgestellt, dass an den dort herrschenden Zuständen außer mir scheinbar niemand weiter interessiert ist. Obwohl lt. Gesetz die Untere Naturschutzbehörde des Kreises zuständig ist, erfolgte auf meine Briefe, Anzeigen und Fotos keine Reaktion. Nach Beschwerden über die untätige Behörde speiste mich der Landrat damit ab, dass die Verunreinigung oder besser: die Vermüllung tatsächlich "nicht ernsthaft" sei. Die Ordnungsämter Bernau und Panketal erklärten sich für nicht zuständig und unternehmen natürlich nichts. Der Bernauer Bürgermeister forderte mich auf, mit den verantwortlichen Dreckschweinen vertrauensvoll zu reden und sie aufzufordern, das Dreckabladen zu unterlassen. Habe ich versucht, wenn man tatsächlich mal jemanden erwischt, nutzt Reden natürlich nichts, man wird nur blöde angeglotzt, bekommt dämliche Antworten und wird beschimpft. Anzeigen wegen Baumfällarbeiten im NSG wurden vom Bernauer Ordnungsamt offensichtlich nicht bearbeitet, denn der Angezeigte sieht mich seit einiger Zeit richtig siegessicher an. Tolles Gefühl, Steuern zu zahlen und in einem Rechtsstaat mit Super-Gesetzen zu leben, die - niemand durchsetzen will. Dreck selber wegräumen nutzt auch nichts, bin mit dem Auto hingefahren, habe den Kofferraum voll geladen und den Schutt in meiner kostenpflichtigen Mülltonne entsorgt. Am nächsten Tag lag an der selben Stelle die doppelte Menge. Einige Dreckschweine -Verzeihung: Bürger - gehen offensichtlich ganz planmäßig vor. Und die Behörden billigen es. Einmal jemanden von diesen "mündigen Bürgern" zu 10.000 € Geldstrafe verknackt und es ist Ruhe, das ist meine Meinung dazu. Aber das macht ja Arbeit und man müsste die dicken Amtsärsche vom Schreibtisch wegbewegen. Undenkbar.

Das Foto zeigt eine Anliegerin, die ich bereits mehrmals dabei erwischt habe, wie sie Gartenabfälle in einen kleinen Teich kippt. Natürlich ist das ihrer Meinung nach alles rein biologisch und das NSG schreit geradezu nach dem Dreck.

Freitag, 13. April 2007

Spuren


" Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur."


Jean Paul* (21.3.1763 - 14.11.1825) , deutscher Schriftsteller der Aufklärung

* eigentlich: Johann Paul Friedrich Richter, benannte sich aus Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau
( französisch-schweizerischer Schriftsteller, Pädagoge und Komponist, Wegbereiter der französichen bürgerlichen Revolution von 1789) um.

Donnerstag, 12. April 2007

Hier steht noch 'ne Kamera, Herr Ministerpräsident !


Die offensichtlich landeseigenen und sicherlich gleichgeschalteten Medien in Brandenburg ergehen sich seit einigen Tagen wieder einmal in Lobeshymnen auf den Ministerpräsidenten. Anlaß ist der erste Jahrestag seines Rückzuges aus der SPD-eigenen Bundespolitik. Ich frage mich natürlich zuerst, ob wir das damalige Desaster (auch als jämmerliches Schwanzeinziehen bekannt) nun jedes Jahr feiern müssen. In zweiter Linie interessiert mich die bisherige Lebensbilanz dieses ehemaligen FDJ-Kaders, der in seinem Leben bis heute wenigstens drei totale Kehrtwendungen um 180 ° hingelegt hat. Da war zunächst die Wendung vom FDJ-Boss zum Grünen, als er rechtzeitig merkte, dass es mit der FDJ zu Ende ging. Vom grünen Minister unter Stolpe mutierte er zur SPD, weil die Grünen aus dem Potsdamer Landtag flogen. Und als er dann SPD-Chef wurde merkte er sehr schnell, dass da etwas Arbeit auf ihn zukam. Das Ergebnis ist bekannt. Es gab damals Menschen, die ihm aus tiefstem Herzen eine richtige Arbeit abseits der Politik wünschten, bei der er wirklich mal zeigen kann und auch muss, ob etwas in ihm steckt. Der Junge ist ja scheinbar nicht ganz dumm, er ist immerhin ein Blitzmerker und wendet sein Mäntelchen stets mehr als geschwind nach dem Wind. Diese Eigenschaft wäre der Bundes-SPD jedenfalls sicher gut bekommen. In letzter Zeit lässt er sich wieder viel mit Umweltschützern fotografieren und tauchte 2007 sogar zur "Unterstützung" bei den Ostermarschierern in der Ruppiner Heide auf. Nur zur Erinnerung: Die SPD stellte vor 2005 sieben lange Jahre die Verteidigungsminister im Bund , da hätte sich Herr P. eigentlich etwas früher gegen das Bombodrom - auch im Parteivorstand der Bundes-SPD - engagieren können. Sehr durchsichtig, diese (Wahlkampf-) Manoevre in the dark !

Wie sieht nun die Bilanz als Ministerpräsident aus ? Mit Hilfe der Kronprinzen-Regelung an die Macht gekommen, wurde er dann nach 2 Jahren Regierungszeit und massivem Einsatz aller SPD-Kräfte mit regelrechtem Trommelfeuer auf den Wähler auch tatsächlich gewählt.
Und Brandenburg ?
Die Wirtschaftsleistung des Landes schrumpfte 2005 (andere Zahlen liegen noch nicht vor) um 1,5 % des BIP, damit war Brandenburg - nicht etwa Meck-Pomm oder Sachsen-Anhalt- das Schlußlicht unter allen Bundesländern. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert seit Jahren zwischen 16 und 18 %, in einzelnen Regionen trotz aller Taschenspielertricks bei über 25 %. Neben einer völlig verfehlten Umwelt-und Landwirtschaftspolitik - in Brandenburg werden z.B. so viele Flächen mit gentechnisch veränderten Pflanzen bebaut wie nirgendwo sonst in Deutschland- haben die Menschen vor allem die unter ständigen Experimenten leidende Schulpolitik satt. Neuerdings wird z.B. der Übergang von den Grundschulen auf das Gymnasium erschwert, was mit Sicherheit zu erhöhter Jugendarbeitslosigkeit führen wird. (Allerdings sind diese Jugendlichen dann lt. offizieller Statistik nicht arbeitslos, weil sie nie gearbeitet haben).

Die Riege der Minister in der Großen Koalition unter P. wird von Schönbohm angeführt, über dessen Leistungen hier schon ausgiebig berichtet wurde. Alle anderen fallen mehr oder weniger nur durch Fehlentscheidungen, fehlenden Arbeitswillen oder Anstifter kabinettsinterner Querelen auf.

Meine alte Tante Hedwig wurde 93 Jahre alt und hatte Natur gemäß in ihrem Leben eine Menge erlebt. Eine ihrer Aussagen war, dass in Zeiten des Umsturzes immer eine Menge Dreck nach oben kommt. Leider hält sich dieser Dreck in Brandenburg schon viel zu lange an der Oberfläche.

Wie wird es weiter gehen ? P. wird weiter in jede Kamera grinsen, auch in solche, die sein rechtsextremer Freund S. aufgehängt hat. Weitere herausragende Leistungen sind von ihm und seinem Kabinett nicht zu erwarten. Und das ist traurig, denn es gibt so viel zu tun in Brandenburg.

Mittwoch, 11. April 2007

Wollt Ihr es wohl endlich GLAUBEN !

Mit Statistik läßt sich fast alles machen. Die Produktion von Erfolgsmeldungen ist dabei nur eine Möglichkeit. Eine andere ist z.B. das Verschwindenlassen von Tausenden Menschen. So hat Brandenburgs Sozialministerin Ziegler (SPD) gestern als erstes eine Erfolgsmeldung verkündet:

50.000 Arbeitslose im März weniger.!

Der Aufschwung ist also da, auch in Brandenburg und er ist NACHHALTIG! Niemandem stieß es dabei auf, dass nur 10.305 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten gemeldet wurden. Also, mal nachgerechnet: 50.000 - 10.305 = 39695 Verschwundene. Böse Assoziationen zu Pinochets Chile oder zu Argentinien in den 80er Jahren werden wach. Oder sind die jetzt etwa alle Unternehmer geworden ? Oder im Urlaub, arbeiten sie vielleicht in Skandinavien, Österreich, Kanada, Neuseeland oder irgendwo dort, wo man mit Arbeit noch halbwegs sein Leben finanzieren kann?
Mein Tipp an die Frau Minister: Des Rätsels Lösung liegt wahrscheinlich wieder einmal bei den wieder einmal geänderten statistischen Erfassungskriterien der Bundesanstalt (pardon: -agentur) für Arbeit. Vielleicht gilt jetzt im April nur noch der als arbeitslos, der nebenbei einen mutterlosen, dreibeinigen Goldhamster aufzieht ? Goldene Zeiten für Zahlenakrobaten...

Sonntag, 8. April 2007

Wilsberg und die Wiedertäufer...

Wahlspruch des Täufermärtyrers Balthasar Hubmaier
(Abbildung : Public domain)

... oder: Was das öffentlich-rechtliche Fernsehen aus durchaus kritischen Romanen macht.

Gestern, 7. April im ZDF mal wieder ein Krimi mit dem Privatdetektiv Wilsberg aus Münster. Mit großer Erwartung eingeschaltet, obwohl - ich hätte gewarnt sein müssen, es ist schließlich Ostern und seit Wochen werden wir ständig über irgendwelche Jesusgeschichtchen aufgeklärt und vor allem katholische Osterriten ausführlich ausgewalzt. Ständig melden sich vermeintliche Augenzeugen der Kreuzigung und erzählen allen Ernstes, wie z.B. damals Gott mit seiner Polaroid-Sofortbildkamera ein Bild vom toten Jesus abgelichtet hat und dieses Foto ( konnte natürlich nur auf Muschelseide reproduziert werden, da nur Muschelseide jesusadäquat ist, weil: besonders wertvoll) dann natürlich nach Italien trug und dort in einer völlig unbedeutenden Kirche ablegte, so dass der Papst schließlich neidisch wurde und und und.... Als mir dann am Donnerstag eine Moderatorin des rbb - Fernsehens mit quäkiger Stimme erzählte, dass wir uns am Ostersonntag dann alle in der Kirche einzufinden hätten, dachte ich wirklich, ich bin immer noch in der DDR, allerdings in einer DDR mit umgedrehter Polarität. Natürlich kann man auch die weithin lodernden Osterfeuer nicht verbieten, man kratzt sonst an den Grundpfeilern jedweder Religion oder war da mal was mit Feinstaub und Kohlendioxyd in der Atmosphäre oder so ?
Wie gesagt, ich hätte gewarnt sein müssen oder "I should have known better" (Lennon/McCartney) .

Irgendwann im vorigen Jahr fehlten mir noch ein paar Euro am Mindestbestellwert bei einem bekannten Bücherversand und mir fiel ein, dass im Abspann zu der mitunter ganz lustigen Krimireihe "Wilsberg" immer geschrieben stand: "Nach Motiven von Jürgen Kehrer." Also mal schnell 3 Krimis von diesem Kehrer bestellt und - alle drei an einem Tag gelesen. Phantastisch, der Jürgen. Immer haben seine Themen einen aktuellen Bezug, ob Umwelt- und Artenschutz, Uniwahnsinn, Altentotpflege, RAF oder Kirche. Da gerade die beiden letzten Themen für mich unmittelbar zusammenhängen - beides sind und waren terroristische Organisationen- habe ich vor allem den Roman "Wilsberg und die Wiedertäufer" mit großer Freude gelesen. Er handelt von den dunklen Machenschaften der katholischen Kirche und kirchennaher Kreise und davon, dass eine kleine Gruppe von Menschen, die durch diese Kirche und vor allem deren Machthaber vielfältige Deformierungen ihrer Körper und ihrer Seelen hinnehmen mussten, versucht, sich zu wehren- leider auf teilweise obskure und fast kriminelle Weise. Die katholische Kirche und ihre Satrapen kommen dabei allerdings ganz schlecht weg und man merkt frühzeitig , bei wem die Sympathien des Autors liegen.

Wie kommt das Ganze nun beim ZDF daher ? Die Kirchenfürsten sind natürlich die Opfer , die von einem geldgierigen, erpresserischen und -nun, ja, leider - bigotten Bauunternehmer mit einem Immobilienfonds vorgeführt werden. Der Bischof wird sogar noch umgebracht, weil er so ehrlich ist. Die Gruppe der sogenannten "Wiedertäufer" gibt es nicht, es ist nur ein armer verirrter Knabe, der zudem noch der Inzucht mit besagtem Bauunternehmer entstammt. Die Institution der Kirche wird also nicht verletzt, geschweige denn in Frage gestellt. Letzten Endes wandert das Geld entgegen der Realität nicht in den Vatikan, sondern in Form von Spielgerät auf einen Spielplatz, auf dem ein selig grinsender Pfaffe zwischen lauter Kindern umhergeht - wenigstens das grenzt an Ironie. Hony soit qui mal y pense. Kehrer hat allerdings nicht das Drehbuch geliefert, was mich wiederum etwas aufrichtete

Gerade im Zusammenhang mit Immobilienfonds fällt mir der Skandal um die Vatikanbank vom Anfang der 80er Jahre ein. Diese Bank war (?) völlig von Opus dei unterwandert und der neue Papst Johannes Paul II. hatte mächtig viel zu tun, die Untersuchungen zu verhindern und letztlich unter den Teppich zu kehren.

Letzter Satz: Wieder mal GEZ-Gebühren fehlgeleitet, nämlich für die Reconquista- der Rückeroberung verirrter Seelen und vor allem der verlorenen Kirchensteuern.


Impressum und V.i.S.d.P.

Dieser Weblog ist ein privates Tagebuch von
Dr. F. Valentin
Waldstr. 70
16321 Bernau
frank(at)drvalentin.de

Alle Beiträge geben ausschließlich meine eigene Meinung zu den besprochenen Themen wieder.Das Recht auf eigene Meinung ist durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland geschützt. Um meine Beiträge ohne längere Erklärungen verständlich machen zu können, sind manchmal Zitate aus Büchern, Filmen, Zeitschriften, Fernsehsendungen, Liedtexten oder auch von Internetseiten nötig. Diese Zitate ( auch Bilder, Karikaturen, Grafiken, Tabellen, Diagramme oder Zeichnungen) dienen lediglich als sogenannte "Aufhänger", um Meinungen oder gesellschaftliche Tendenzen besser und gegebenenfalls komprimierter darstellen und herausarbeiten zu können. Zitate sind somit ein weltweit erlaubtes Mittel der Publizistik. Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht (UrhG) geregelt und unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, ohne dass eine Erlaubnis des Urhebers eingeholt oder diesem eine Vergütung gezahlt werden müsste. Paragraph 51 UrhG in Deutschland besagt dazu: "Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe, wenn in einem durch den Zweck gebotenen Umfang

1. einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden..."
Die allgemeine Begründung dafür ist, dass Zitate der kulturellen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung einer Gesellschaft dienen.Trotzdem: Sollten mit diesen Zitaten irgendwelche weitergehenden Urheberrechte berührt werden, bitte ich um umgehende Mitteilung- der entsprechende Beitrag oder Link wird sofort entfernt.
Achtung: Inhalte dieses Blogs - sofern sie einen publizistischen Neuwert darstellen - unterliegen natürlich ebenfalls dem Urheberrecht. Selbstverständlich sind Zitate erlaubt, aber alles was über das gesetzlich Zulässige (siehe oben) hinaus geht, bedarf meiner vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Die Kommentarfunktion am Ende jedes Beitrages ermöglicht für den Leser dieses Blogs die Diskussion der angesprochenen Themen. Die jeweiligen Verfasser sind für den Inhalt ihrer Kommentare selbst verantwortlich. Anonyme Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht. Ich behalte mir außerdem vor, Kommentare zu löschen. Soweit Links auf externe Seiten führen, bedeutet dies nicht, dass ich mir den dortigen Inhalt zu Eigen mache.

Haftungsausschluss:

Haftung für Inhalte:
Die Inhalte dieses Blogs wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Diensteanbieter sind gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links:
Dieses Blog enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

Urheberrecht:
Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitte ich um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Inhalte umgehend entfernt.

Datenschutz:
Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.
Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten durch Dritte zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-Mails, vor.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Facebook-Plugins (Like-Button):
Auf unseren Seiten sind Plugins des sozialen Netzwerks Facebook, 1601 South California Avenue, Palo Alto, CA 94304, USA integriert. Die Facebook-Plugins erkennen Sie an dem Facebook-Logo oder dem "Like-Button" ("Gefällt mir") auf unserer Seite. Eine Übersicht über die Facebook-Plugins finden Sie hier: http://developers.facebook.com/docs/plugins/.
Wenn Sie unsere Seiten besuchen, wird über das Plugin eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Browser und dem Facebook-Server hergestellt. Facebook erhält dadurch die Information, dass Sie mit Ihrer IP-Adresse unsere Seite besucht haben. Wenn Sie den Facebook "Like-Button" anklicken während Sie in Ihrem Facebook-Account eingeloggt sind, können Sie die Inhalte unserer Seiten auf Ihrem Facebook-Profil verlinken. Dadurch kann Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Benutzerkonto zuordnen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch Facebook erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von facebook unter http://de-de.facebook.com/policy.php. Wenn Sie nicht wünschen, dass Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Facebook-Nutzerkonto zuordnen kann, loggen Sie sich bitte aus Ihrem Facebook-Benutzerkonto aus.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Twitter:
Auf unseren Seiten sind Funktionen des Dienstes Twitter eingebunden. Diese Funktionen werden angeboten durch die Twitter Inc., Twitter, Inc. 1355 Market St, Suite 900, San Francisco, CA 94103, USA. Durch das Benutzen von Twitter und der Funktion "Re-Tweet" werden die von Ihnen besuchten Webseiten mit Ihrem Twitter-Account verknüpft und anderen Nutzern bekannt gegeben. Dabei werden auch Daten an Twitter übertragen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch Twitter erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von Twitter unter http://twitter.com/privacy. Ihre Datenschutzeinstellungen bei Twitter können Sie in den Konto-Einstellungen unter http://twitter.com/account/settings ändern.


Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...