
Vor ziemlich 2 Jahren habe ich begonnen, mich bei den Unabhängigen in Bernau zu engagieren. Besonders, weil deren drei Abgeordnete in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung auch mal Probleme beim Namen nennen, was in Bernau völlig aus der Mode gekommen war. Als ich an den ersten Sitzungen der Unabhängigen Fraktion teilnahm und mir die Geschichten aus der Bernauer Murkelei anhörte, dachte ich hinterher immer, die Leute leiden unter Verfolgungswahn. So unwahrscheinlich, beschränkt und regelrecht dumm erschien mir so manche Provinzposse der etablierten Parteien und ihrer Vertreter, gegen die die drei Unabhängigen da unverdrossen angingen wie Don Quichote gegen die Windmühlen.
Inzwischen habe ich etwas mehr Einblick in den hiesigen Provinzpolitzirkus und leider muss ich sagen, dass es noch viel schlimmer ist, als es mir beim ersten Hinhören schien. Ein gutes Beispiel findet man hier. Zur Erinnerung: Der Bürgermeister liess sich in nichtöffentlicher Sitzung der SVV den Kauf einer Innenstadtimmobilie beschließen, die kurz vor der Zwangsversteigerung stand und die er damit viel billiger hätte haben können. In dieser Zwangsversteigerung wäre dann für den Eigentümer, einen Parteifreund des Bürgermeisters, ein geringerer Erlös erzielt worden. Da springt man als Bürgermeister gern ein! Einen der Stadtverordneten ließ sein Gewissen nicht ruhen und er informierte wegen dieses dunklen Geschäftes die Presse. Jetzt wird von Seiten der Staatsanwaltschaft ermittelt - gegen den anonymen Stadtverordneten, nicht gegen den Bürgermeister. Wegen Geheimnisverrats.
Wenn man dann nach dem o.g. Artikel in der heutigen "Märkischen Oderzeitung" eine Seite weiter noch lesen kann, dass ein CDU-Abgeordneter sich wirklich erdreistete, die obige Vorlage mit den Worten abzulehnen, "hier würde die Stadt mit Schmutz beworfen", weiß auch der Gutgläubigste, was hier in Bernau seit 20 Jahren Klüngelwirtschaft los ist. Jetzt frage ich besorgt, ob der Mann so unbedarft ist oder eventuell auch nur Korruptheit dahinter steckt. Nein, nicht die Stadt, sondern der unglaubliche Bürgermeister und sein Chor der Speichellecker gehören an den Pranger. Und man wird immer mehr geneigt, die entsprechenden Instrumente aus dem Bernauer Henkerhaus wieder in Betrieb zu nehmen...
Foto: Am Pranger ( Templermeister, www.pixelio.de)
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