
"Das Durchschnittsalter unserer Auswanderer beträgt 32 Jahre, es sind junge Ärzte und Ingenieure, Wissenschaftler und Facharbeiter, Handwerker, Techniker und ehrgeizige Dienstleister. Nach Angaben der OECD verliert derzeit kein anderer Staat so viele Akademiker.... Während unser Sozialstaat Hunderttausende Unqualifizierter aus den Randzonen Europas anzieht, fühlen sich die jungen Vertreter des Leistungsmittelstands hierzulande immer fremder. Der Handwerksmeister, der in Australien nicht vom Bürokratenstaat bedrängt wird, der Arzt, der in Norwegen nicht zum Medizinbeamten degradiert wird, der Wissenschaftler, der in den USA bessere Forschungsbedingungen hat, die Hotelfachfrau, die in der Schweiz das Doppelte verdient und dabei auch noch weniger Steuern zahlt, der Bauingenieur, der in China sein Können vergoldet bekommt – die Motive wechseln. Aber eines eint sie alle: Anderswo geht es ihnen besser als daheim...
... Während wir endlos über die Extreme von oben (Topmanager und deren Gier) und unten (Mindestlohn-Empfänger und gewalttätige Migrationsjugendliche) diskutieren, vollzieht sich ein Bruch der Gesellschaft in der Mitte. Man erörtert über Jahre, wie man den Wohlstandskuchen noch ein bisschen gerechter verteilen könnte, doch unterdessen flüchten diejenigen aus der Küche, die den Kuchen backen sollen. Unser Problem sind nicht 100 maßlose Manager oder 100000 türkische Familien in vermeintlicher Armut. Es sind die Millionen der Mittelschicht, die die Gesellschaft tragen, sich aber von ihr zusehends weniger getragen fühlen. Sie zahlen immer höhere Abgaben, erleben Wohlstandsverluste, werden bevormundet, müssen ihre Kinder in schlechte Schulen schicken und werden dem Wettbewerbsdruck der Globalisierung mit viel weniger Schutz ausgesetzt als die ganz unten und ganz oben."
Weggehen ist für mich noch nie eine Lösung gewesen, auch nicht damals in der DDR. Hierbleiben und verändern wäre besser. Aber wenn man sich unsere Knallchargen in der Politik so ansieht, kann ich die Leute verstehen. Allein dieser Finanzminister: Zuerst wirtschaftet er als Minsterpräsident das Bundesland NRW herunter und wird dafür mit dem Bundesministerposten belohnt. Dann schenkt er den Konzernen Milliarden und streicht gleichzeitig das Steuergesetz zu ungunsten der kleinen und mittelständischen Firmen zusammen. Allein sein permanentes und debiles Grinsen wäre für mich schon Grund genug für seine sofortige Entlassung. Und leider ist vernünftiges oder gar kluges Personal nicht in Sicht. Gute Nacht, Deutschland. Ich mache dann irgendwann das Licht aus...
Foto: "Wohin ?" von S. Hofschlaeger (pixelio.de)
Wart´ nicht zu lange, könnt sein, der Schalter ist auch schon ausgewandert!
AntwortenLöschenmfG Klaus