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Sonntag, 15. August 2010
Blinde Nationen
Change we need ? Es wird Zeit, dass die US-Amerikaner, aber auch die Westeuropäer endlich merken, dass der größte, weltweit agierende Terrorist in Washington direkt am Chefschreibtisch im Oval Office des Weißen Hauses sitzt. Und deshalb nicht überall in der Welt gesucht werden muss...
Samstag, 14. August 2010
Wie immer unwählbar: Die Grünen und die SPD
Seit einiger Zeit berichten unsere komplett "freien" Medien vom Aufwärtstrend der SPD und der Grünen in der Wählergunst. Mit anderen Worten: Wären morgen Wahlen, könnten Schröder und Fischer oder deren nicht bessere Nachfolger sofort wieder da weiter machen, wo sie damals aufgehört hatten - nämlich bei der Verwirklichung des forcierten Sozialabbaus mittels ihrer famosen Agenda 2010. Finanz-und Monopolkapital würden sich noch mehr die Hände reiben, denn "Rot-Grün" würde wieder das durchsetzen, was sich Schwarz-Geld zur Zeit nicht mehr trauen.In diesem Sinne befürchte ich auch ein schon längst stattgefundenes Umschwenken der wahrhaft Herrschenden in diesem Land, denn die gegenwärtige Regierung ist ihnen viel zu zahm geworden, nicht nur beim Sozialabbau. Auch die Aggressivität nach außen wird von Merkel und selbst von ihrem Lügenbaron (man beachte dieses herrliche Foto dieses herrlichen Mannes!) nur noch sehr halbherzig betrieben. Es wird wohl wieder einmal Zeit für den Seeheimer Kreis der SPD und die sogenannten Realos der ehemaligen Ökoaktivisten. Denn die haben ja auch mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr entgegen Völkerrecht und dem erklärten Willen der Bevölkerung begonnen.
Auch der "Focus" trötet in das Reklamehorn für "Rot-Grün" und macht die Truppe um FrankminusWalter, Specki Gabriel und die grüne Renegatenbande gerade wieder regierungsfein. So gehen den rechten SPD-Kräften die geplanten Kürzungen und die Aussetzung der Wehrpflicht bei der Bundeswehr viel zu weit: "Wir melden uns damit von den Zusagen im Bündnis ab“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold. „Das entspricht nicht den Interessen und der Rolle Deutschlands. Die Fähigkeiten zur Bündnisverteidigung müssen bestehen bleiben.“ Auch reiche der geplante Umfang nicht aus, um mehrere größere Auslandseinsätze gleichzeitig bestreiten zu können.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: "mehrere größere Auslandseinsätze gleichzeitig". Jetzt sind sie völlig durchgeknallt. Und der ehemalige " linke Grüne" Trittin setzt dann nach der Verbreitung eines Nebelvorhangs mittels einigem unverbildlichen Gesabbel um Wehrgerechtigkeit und Wehrpflicht noch einen drauf: Für Stabilisierungseinsätze brauche die Bundeswehr „gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten, keine Amateure“, sagte Trittin.
Wer will diese Scharfmacher wirklich und wahrhaftig wählen? Hinterher ist es - wie schon mehrmals in der jüngeren deutschen Geschichte seit 1933 - wieder keiner gewesen....
Foto: Stillgestanden (Gemen64, www.pixelio.de)
Freitag, 13. August 2010
Noch ein Vollidiot
Paradies? Deutschland? Für wen? Was will dieser Schnulzenkönig in Afghanistan? Wärest du doch zu Hause geblieben, oh Xavier, und hättest du lieber geschwiegen. Denn wenn du schweigst, wirkst du ein wenig klüger.
Schnulzen machen also wirklich und definitiv blöd. "WZBW" oder "was zu beweisen war". Wie mein Mathelehrer immer sagte...
Willkommene Ausreden
sagte William Somerset Maugham, (* 25. Januar 1874 in Paris; † 16. Dezember 1965 in Saint-Jean-Cap-Ferrat bei Nizza). Er war ein englischer Dramatiker, Schriftsteller, Arzt und Geheimagent und liefert mir mit diesem Zitat die perfekte Ausrede, um völlig außer Form in das Wochenende zu gehen.
Mittwoch, 11. August 2010
Déjà-vu-Erlebnisse und fast ein Totalschaden
Konkret geht es um eine neue Glanzleistung unseres Infrastrukturministers Vogelsänger. Nachdem 15 Jahre lang ein großer Teil des Volkseigentums der DDR-Bürger rücksichtslos vernichtet wurde - das Programm nannte sich "Stadtumbau", wurde von der Bundesregierung gefördert und bestand darin, dass man die sogenannten Plattenbauten einfach abriß - soll nun in Brandenburg die Förderung vom Mietwohnungsbau wieder möglich sein. Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) stellt dafür 30 Millionen Euro zur Verfügung. Bis 2013 kann damit der Bau von rund 1000 Wohnungen unterstützt werden. Nach Jahren des Abrisses - seit der Jahrtausendwende wurden in Brandenburg fast 55.000 Wohnungen abgerissen - ist der Wohnraum knapper geworden. Dem soll begegnet werden. »Wir brauchen in moderatem Umfang wieder eine Neubauförderung.« so Vogelsänger. Vor allem haben unsere Politpfiffikusse wohl endlich festgestellt, dass vor allem bezahlbarer Wohnraum für die überwiegend einkommensschwachen Ossis fehlt.
Ich bedanke mich jedenfalls herzlich für gleich zwei Déjà-vu-Erlebnisse: Hat sich doch wieder bestätigt, dass man 55.000 Wohnungen abreißen musste, weil die DDR zutiefst bankrott war. Und dass Politiker im Allgemeinen und in Brandenburg im Besonderen völlige Idioten sind...
Montag, 9. August 2010
Radarbilder und sonstige Katastrophen
Vergangene Woche habe ich des öfteren die Radarbilder von Wetteronline angeklickt, weil ich sicher sein wollte, mit großer Wäsche und Gartenarbeit nicht einzuregnen. Was ich da fast jeden Tag sah, waren breite Unwetterfronten, die über Südwestpolen und Nordosttschechien nach Sachsen hineinzogen und sich dabei kräftig abregneten. Und mein erster Gedanke war. "Na, wenn da mal nicht wieder ein Teil von Polen und Sachsen absäuft, weil Neiße, Oder und andere Flüsse über die Ufer treten!" Und richtig, genau das passierte ! Hellseher Valli hatte leider wieder einmal Recht. Was natürlich den Hochwasseropfern nicht hilft.Was ich sagen will: Man hätte es einfach wissen m ü s s e n, die Bevölkerung warnen und Gegenmaßnahmen ergreifen können. Die Daten waren im Internet für jeden frei verfügbar. Jetzt wieder rumzuheulen und den Leuten zu erzählen, dass der Katastrophenschutz völlig überrascht wurde, ist Lüge und pure Heuchelei. Genauso wie bei der Love Parade-Katastrophe, die auch völlig "überraschend" kam. Quasi von Gott gesandt. Wie der Regen. Niemand, aber wirklich niemand konnte das Unglück voraussehen!
Oder hatten sich die Flachpfeifen in Politik und Verwaltung etwa wirklich darauf verlassen, dass der Wetterfrosch Kachelmann aus Dankbarkeit für seine Freilassung bei Petrus anruft und die Fluten abstellen lässt?
Foto: Regentropfen an Fensterscheibe (Markus Hein, www.pixelio.de)
Sonntag, 8. August 2010
Liebe , Sex und Totentanz
Na, mal wieder eine Reise nach Berlin geplant ? In Berlin ist kulturell ja sehr viel los. Damit man sich hier nicht verzettelt und verläuft und damit man schnell an den richtigen Punkt kommt, folgt mein diesjähriger Sommertheater-Tipp. Und der ist, wie kann es anders sein - derselbe wie im vorigen Jahr und heißt: Hexenkessel Hoftheater. Also, die Mädchen und Jungs der Hexenkessel-Truppe haben eine Menge Verstärkung bekommen und gemeinsam mit dieser Verstärkung wieder ihr Amphitheater am Monbijoupark aufgebaut - es gibt aber noch viel mehr zu sehen, zu hören und zu entdecken. Neues und Bewährtes, Lustiges und Tottrauriges (naja, nicht gar so traurig). Man verspricht dem Zuschauer nicht umsonst "Liebe, Sex und Totentanz" (siehe Überschrift). Alles zu ehrlichen Preisen. Und die Akteure antworten auf die Frage, warum sie Theater spielen: "Weil es das Herz bricht, nicht reich macht und wir nicht anders können."Noch bis zum 15. September im Monbijoupark in Berlin-Mitte. Das gesamte Programm findet man hier und hier kann man auch Karten bestellen. Regenumhänge gibt es für 50 ct vor Ort, Sitzkissen umsonst. Pizzahunger kann am neapolitanischen Steinofen, Durst an der Strandbar gestillt werden. Wie immer bekomme ich kein Geld für die Werbung, sondern schreibe hier nur über Dinge, die mich wirklich begeistert haben und die ich ergo empfehlen kann. Auf geht's ! Man sieht sich in Mitte. Rechtzeitiges Erscheinen sichert gute, auch überdachte Plätze.
Zum Foto: "Julia & Romeo" läuft noch bis 11.September in einer Aufführung des Hexenkessel Hoftheaters.
Foto: Julias Balkon in Verona (Raffelina, www.pixelio.de)
Samstag, 7. August 2010
Spaß und Ernst, Ironie und Ratlosigkeit
meinte Peter Ensikat (* 27. April 1941 in Finsterwalde). Er ist ein deutscher Schriftsteller und Kabarettist. Nach seinem Studium an der Theaterhochschule Leipzig war er 1962 bis 1965 Schauspieler am „Theater der Jungen Generation“ in Dresden. Daneben arbeitete Ensikat für das Dresdner Kabarett "Die Herkuleskeule" als Autor. Bis 1974 war er Schauspieler am "Theater der Freundschaft" in Berlin (heute "Theater an der Parkaue"), seitdem ist er freischaffend. Seit 1969 schreibt er Texte für das Berliner Kabarett "Die Distel". Ensikat ist der meistgespielte Kabarettautor der DDR und erhielt 1985 den Lessing-Preis, 1988 den DDR-Nationalpreis. Von 1999 bis 2006 war er künstlerischer Leiter der "Distel". Daneben wirkt er weiter als Autor.
Mir jedenfalls ist der Spaß am öffentlichen Leben in dieser Bundesrepublik Deutschland schon lange restlos vergangen. Auch ich bin ratlos und ich halte es nur noch mit beißender Ironie aus...
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Freitag, 6. August 2010
"Flexible" Positionen und Genesungswünsche
"Flexibel sein – die eigene Meinung ständig der des Chefs anpassen..."
Dr. Rolf Handke, Ingenieur u. Hobby-Aphoristiker, geb. 1942.Donnerstag, 5. August 2010
Dummer August
August - ein dummer Monat. Alles stockt, alles läuft zäh wie Gummi. Kommunikation bei Null. Deutschland ruht sich aus. Über die sauren Gurken haben wir uns ja schon verständigt. Selbst der Google-Dienst, über den diese Blogseite läuft, arbeitet scheinbar auf Sparflamme. Eure Kommentare erscheinen in der rechten Spalte mit x Tagen Verspätung. Komisch.Faulheit ist ansteckend. Ich müßte dringend die Hecke schneiden und den Rasen mähen, den Filter für den Gartenteich sauber machen, für die IHK Frankfurt die Zuarbeit für die Qualitätsauszeichnung erarbeiten und und und. Von qualifizierten Blogbeiträgen ganz zu schweigen.
Na ja, was soll's. Lassen wir es etwas ruhiger angehen, gönnen wir auch den anderen ihren schönen Urlaub und uns, die wir schon wieder arbeiten müssen, einen niedrigeren Gang. Der Rest des Jahres wird schon wieder verrückt genug...
Foto: Erntezeit (uschi dreiucker, www.pixelio.de)
Mittwoch, 4. August 2010
Erfolg
Vallis Blog arbeitet sich langsam nach oben. Im Wikio-Ranking sind wir jetzt auf Platz 31 aller Brandenburger Blogs. Zwar ernährt sich das Eichhörnchen sehr mühsam, aber wir haben im Vergleich zur letzten Erhebung im Juli gemeinsam elf Plätze übersprungen. Bundesweit ging es von Platz 3612 auf 2573. Sage und schreibe um 1039 Plätze nach oben. Es ist nicht so einfach, Menschen abseits von Fußball, Handarbeiten, Tieren oder Körperkultur für rein persönliche Ansichten über Politik zu interessieren.Dass sich ab und zu tatsächlich Leser auf diese Seite locken lassen, freut mich dann doch. Und das, nachdem diesen Blog hier neulich ein Knaller aus dem Westen als "aussterbendes Biotop" bezeichnet hat. Ich könnte mich kringeln (LOL). NIx ist mit Aussterben ! Im Gegenteil. Bevor mir jetzt aber der Hals vor Stolz total zuschwillt, rufe ich Euch ein einfaches "Weiter so!" zu. Es gibt viel zu tun, die öffentliche Verblödung ruht leider in keinen Moment...
Grafik: Das Netz, in dem wir alle hängen - Internet( z) (pepsprog / pixelio.de)
Saure-Gurken-Zeit
"Wir verbringen unsere wenigen freien Tage in der oberfränkischen Heimat“, schwärmt Stephanie, die Baronin von und zu Guttenberg. Als Halb-Schwedin im Dirndl macht sie eine erstaunlich gute Figur, schwärmt jedenfalls die BLÖD-Zeitung. Nun, die Konkurrenz ist in diesen Kreisen nicht so ausgesprochen groß, wer wollte schon freiwillig eine bessere Figur machen als Chefin Merkel?
Der Baron muss also wachen, denn der Afghane an sich kennt keine Saure-Gurken-Zeit. Der Afghane an sich - und der Taliban besonders - hat viel Zeit. Nachdem am Dienstag Aufständische in der Provinz Kandahar erneut versucht hatten, einen der größten NATO-Stützpunkte in Afghanistan zu stürmen, warnte außerdem der pakistanische Präsident Zardari in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Monde", dass die NATO gerade dabei sei, den Kampf gegen die Taliban in Afghanistan zu verlieren. Der Allianz sei es nicht gelungen, die Herzen und Köpfe der dortigen Bevölkerung zu erobern.
Die Taliban haben unendlich viel Zeit. Und deshalb darf unser Herr Baron nicht so richtig in den Urlaub....
Sonntag, 1. August 2010
Farbenlehre am Sonntag

Sich grün und blau zu ärgern ist eindeutig Schwarzarbeit,
die überhaupt nichts einbringt...
Tja, ehrlich gesagt: Das sollte ich öfter beachten...
Foto: Mimikwürfel (S. Hofschlaeger, www.pixelio.de)
Freitag, 30. Juli 2010
WikiSpatzen pfeifen es von allen Dächern - und das ist auch gut so!
Gute Ideen
Mich fasziniert an diesem Kommentar die Idee mit den Umerziehungslagern. Abgesehen davon, dass ich selbst mich seit fast 20 Jahren in einem Umerziehungslager wähne - mit der realen Umerziehung fing bei mir schon im Frühjahr 1990 eine etwa sehr bornierte Angestellte der Dresdner Bank am Berliner S-Bahnhof Gesundbrunnen an, als sie mich in Tonfall und Stil einer chinesischen Kommissarin über das Bankleitzahlsystem der BRD aufklärte, später brachte man mir auf ähnliche Art bei, wie ich mich auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt zu bewähren hätte - wäre die Idee mal einen Test wert: Warum bringen wir nicht zuerst einmal unseren Spitzenpolitikern bei, sich nach den sogenannten christlichen Werten (du sollst nicht lügen, du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen, du sollst nicht töten., du sollst deinen Amtseid nicht brechen usw.) zu verhalten? Besonders hartnäckigen Verweigerern könnte man schon mal eindringlich mit einem Umerziehungslager drohen. Man muss ja nicht immer nach Osten gucken, es reicht ja so ein Ferienlager wie das von Obama schon vor einem Jahr geschlossene Guantanamo. Ach nein, das gibt es ja immer noch. Er w o l l t e es innerhalb eines Jahres schließen, so ist es richtig. Hat er wohl vergessen. Also, Guantanamo ist bis auf weiteres belegt. Aber daran soll die Idee nicht scheitern !
So quasi als Nachbemerkung: Ich kenne einige Minister aus den sogenannten Industrieministerien der DDR, auch einige ihrer Stellvertreter und Kombinatsdirektoren, für die dieses Rentenrecht ebenfalls gilt. Diese Leute waren quasi Tag und Nacht unterwegs, damit wir etwas zu Essen und Einzukaufen hatten. Und ich weiß, dass die meisten Vertreter dieser Riege zu DDR-Zeiten ihr zugegebenerweise über dem DDR-Durchschnitt liegendes Gehalt vor allem als Schmerzensgeld betrachtet haben. Dazu kommt, dass es nur Masochisten Spaß gemacht hat , sich vom größten Wirtschaftsstrategen aller Zeiten, dem SED- Politbürosekretär Günther Mittag und seinen noch unfähigeren Parteisekretären quasi täglich für die aus dem System der sozialistischen Planwirtschaft resultierenden und nicht behebbaren Mängel abbürsten oder in die Wüste schicken zu lassen.
Heute wirft man diesen Leuten vor, das "Unrechtsregime" in führender Position am Leben erhalten zu haben und kürzt ihnen die Renten. Auch wenn die "FAZ" suggeriert, dass sich der Initiator der feindlichen Übernahme nicht rächen will - was ist dieses Rentenrecht anderes als eine lebenslange Rache des "Klassenfeindes", verbrämt mit einer unerträglichen Heuchelei über sogenannte "Rentengerechtigkeit", weil selbst die gekürzten Renten immer noch erheblich über der Durchschnittsrente eines früheren DDR-Bürgers lägen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Rente ganz wesentlich unter der eines Bundeskanzlers Kohl oder der eines Chefs der Deutschen Bank - um nur mal zwei ziemlich dubiose Gestalten dieser Bundesrepublik zu nennen - liegen wird. Vielleicht sollte man auch hier endlich einmal Rentengerechtigkeit einklagen?
Donnerstag, 29. Juli 2010
Deutsche zweiter Klasse, Teil 14

Die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Anschlusses der DDR an die Bundesrepublik liegen vor uns. Grund für eine Bestandsaufnahme. Wie weit ist es mit der Wiedervereinigung ? Nun, offensichtlich leben wir hier im Osten immer noch im deutschen Mezzogiorno, das heißt im Armenhaus. Übertreibung? Mitnichten. Von den mehr als doppelt so hohen Arbeitslosenraten und der Zahl der HartzIV-Empfänger mal ganz abgesehen: Auch die Ostdeutschen, die so glücklich sind, einen Arbeitsplatz zu haben, werden immer noch massiv benachteiligt: So sind die Personalkosten in der ostdeutschen Industrie 40 Prozent niedriger als im Westen. Insgesamt gesehen verdienen Ostdeutsche nur 72,1 Prozent ihrer westdeutschen Kollegen. Die "Aufholjagd" des Ostens fällt dabei seit 1996 immer schwächer aus.
Grund zum ausgelassenen Feiern ? Wie man uns dieses herausragende Ergebnis einer zwanzigjährigen Politik nun wieder erklären wird? Ob da auch wieder die Stasi dran schuld ist ?
Foto: "Falschgeld" (Egon Häbich, www.pixelio.de)
Mittwoch, 28. Juli 2010
Dreißig Stunden gemeinnützige Arbeit
Herr Sch., so der Name des jungen Mannes, war gestern der Sachbeschädigung angeklagt. Es ging um einen Streitwert von sechs Euro. Soviel kostet ein Wahlplakat. Er war nachts beim Abreißen und Zertreten eines Plakates der Listenvereinigung "Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegung- Freie Wähler " für die Landtagswahlen 2009 beobachtet und anschließend von der Polizei gestellt worden. Dumm gelaufen. Anstatt nun den Strafbefehl zu akzeptieren, hatte er es auf einen Prozeß ankommen lassen.
Der Angeklagte gab sich bemerkenswert wortkarg. Außer den Angaben zur Person ließ er sich keinerlei Worte entlocken, weder der Richter noch der Staatsanwalt konnten die Beweggründe der Tat hinterfragen. So bleiben uns nur Vermutungen. Der Angeklagte bezeichnete sich bisher immer als "links" und hält sich wahrscheinlich sogar für einen Revolutionär und Kommunisten, der die Welt, aber zuerst einmal Bernau, vor den Nazis retten muss. Da sind sechs Euro Schaden doch einfach läppisch. Leider kennen sich aber die heutigen "Jungkommunisten" nicht so richtig mit der Leninschen Revolutionstheorie aus. Anarchistische Gewalt im Klassenkampf wurde gerade von den Bolschewiki immer abgelehnt. Denn Lenin musste zuerst die Massen geduldig agitieren, damit sie ihm folgen.
Auch die Verbindung zur Arbeiterklasse, eine Grundbedingung für die Arbeit eines jeden Kommunisten, konnte Herr Sch. aufgrund seiner bisherigen Erwerbsbiografie leider nicht so richtig nachweisen. Es war nur folgerichtig, dass das Verfahren zwar vorläufig eingestellt wurde, aber durch Herrn Sch. in drei Monaten die Ableistung von dreißig Stunden gemeinnütziger Arbeit nachzuweisen ist. Ausdrücklich nicht in seinem "linken" Jugendklub, wie der Richter betonte. Sonst wird das Verfahren wieder aufgenommen.
Der Richter gab ihm auch noch auf den Weg, während der 30 Stunden Arbeit über andere Wege der politischen Streitkultur nachzudenken. Und so endete das Verfahren wesentlich teurer und sogar noch mit potentiellen Kopfschmerzen für den Angeklagten ...
KT
Richtig, morden dürfen sie. Sie dürfen und müssen auch foltern. Kinder umbringen ist Pflicht, denn aus denen wachsen eh' nur neue Taliban heran. Selbst die eigenen Leute kann man so mir nichts, dir nichts abknallen. Nur juristisch muss das klar geregelt werden. Es muss alles seine Ordnung haben. Wie bei den Nazis. Die hatten für den Fall ja ihren Globke. Der wurde später Adenauers Staatssekretär. Alles schon vergessen ? Jedenfalls ist die Entwicklung dieser "Republik" kein Zufall.
Mich ekelt es ! Was für Heuchler, was für verlogene, verkommene Strolche ? Und an vorderster Front dieser vielleicht geistig völlig degenerierte adlige Unteroffizier der Reserve, dem Völkerrecht, das Grundgesetz oder gar humanistische Ideale völlig wurscht und piepe zu sein scheinen. Und den das Volk angeblich noch anbetet...
Im März 1977 schrieb Rainer Kirsch ein Gedicht über die Vernunft des Waffenlosen. Waffenlos - das sind wir, die wenigen, die noch ihre Vernunft einsetzen und die nicht im Mainstream der zunehmenden Verdummung und Verrohung untergehen wollen. Die sich - nur vermeintlich waffenlos - auflehnen.
Dem Waffenlosen
Bleibt was ? die Vernunft,
Wahr, es ist leichter sich aufzuhängen
Als das Gebelfer der Waffenträger
Fünf Minuten bloß zu ertragen:
Die Vernunft
Ist eine furchtbare Last
Nur die Vernünftigsten
Gehn mit ihr
Ein paar Schritte.
(Gedicht von Rainer Kirsch in: "Ausflug machen" Hinstorff Verlag Rostock 1980)
Montag, 26. Juli 2010
Freiheit der Meinung

"Die Freiheit der Meinung setzt voraus,
dass man überhaupt eine hat."
meinte Christian Johann Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf; † 17. Februar 1856 in Paris). Er war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts.Grafik: JaNein (Judith Lisser-Meister, www.pixelio.de)
Freitag, 23. Juli 2010
Ganz Neues vom Hubert
Das Bernauer Müllunternehmen GEAB ist insolvent. Wie der amtierende Bürgermeister Illge (Hubert Handke befindet sich in Urlaub) in der gestrigen Hauptausschusssitzung bekannt gab, übernimmt nun der Insolvenzverwalter die Kontrolle über die Beräumung des Grundstückes. Damit endet das unrühmliche Kapitel namens "Müllwirtschaft" oder "Abfallkompetenzzentrum" in der Bernauer Stadtgeschichte. Nach Bresto und Magnus sehen wir uns nun mit dem dritten insolventen Müllunternehmen auf Bernauer Stadtgebiet konfrontiert. Wir erinnern uns gut, wie Bürgermeister Handke die Abfallwirtschaft als Zukunft Bernaus lobte, und wie Vertreter der Unabhängigen, die permanent auf Gefahren hinwiesen, von allen anderen Parteien verhöhnt und diskreditiert worden sind. Wir bedauern, dass wir Recht behalten haben und hoffen, dass auch die anderen daraus gelernt haben.
Die Stadt Bernau muss für die anstehenden Beräumungs- und Dekontaminationsmaßnahmen schätzungsweise 5-10 Millionen Euro ausgeben.
Für die Deponierücklage und Rekultivierung der Ogadeberge in den Jahren ab 2010 wurden bisher 3,3 Mill. Euro in den Haushalt eingestellt. Aber nicht nur diese immensen Kosten sind der Skandal: Auf dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Grundstück der GEAB haben sich die Zustände nach dem Großbrand vom 10. September 2005 und der Schabeninvasion weiter verschärft. Wie in der MOZ berichtet, sollen mehrere zehntausend Kubikmeter zerkleinerter Kunststoffabfälle vergraben worden sein.
Wir stellen Fragen, auf die Handke nicht antworten kann!
1. Wird die Rücklage der Stadt allein für die Rekultivierung der Ogadeberge in Höhe von 3,3 Mill. Euro nach aktuellen Erkenntnissen ausreichen?
2. Wie ist der aktuelle Stand der Ermittlungen durch die zuständigen Behörden bzgl. GEAB?
3. Was hat die Stadt Bernau getan, um den Schaden zu verhindern oder abzuwenden?
Aus der Traum, Herr Handke! In den Müll mit Ihren Konzepten...
Foto: Robert Wetzold, www.pixelio.de
Donnerstag, 22. Juli 2010
Opa auch schon Otto - oder so
Otto Waalkes, dt. Komiker, der heute genau vor 62 Jahren geboren wurde. In Ostfriesland.
Mittwoch, 21. Juli 2010
Weichen und weichen
In der Wirtschaft stellen wenige die Weichen so,
dass viele Stellen weichen müssen...
Wieder mal mit Wählerbeschiss...
Dazu fallen mir drei Dinge ein:
- Sicherlich ist der Plan trotz Karsais totaler Verkennung der Lage im Land zu halten. Denn spätestens bis 2014 werden die Taliban die Regierung in Kabul stellen und dann geht Karsais Plan zu hundert Prozent auf.
- Soviel ich weiß, hatten die Afghanen bis 2001 eine Regierung. Wozu also insgesamt 14 Jahre NATO-Invasion, tausende Tote und Milliarden-Verluste, auch für den deutschen Steuerzahler ?
- Eigentlich wollte Bush in Afghanistan doch wohl den Bin Laden fangen. Wann gibt die US-Regierung endlich zu, dass Bin Laden eine computeranimierte Comic-Figur, eine Erfindung unter Beteligung Hollywoods ist?
Überhaupt Guttenberg: Der ist ja angeblich im Volk so sehr beliebt. Weil er die Probleme anspricht und so offen ist. Eben ein Seiteneinsteiger. So stellt G. seit langem schon die Wehrpflicht auf den Prüfstand und wird dafür von weiten Teilen der Wähler bejubelt. Denn eigentlich hat sich die Wehrpflicht überholt, die Feinde sind weit weg und in einem dreiviertel Jahr kann heute niemand mehr zum Krieger ausgebildet werden. Also sitzen die Rekruten nur rum und saufen noch mehr als früher, als es noch eine richtige Wehrpflicht gab. Außerdem werden gar nicht mehr alle Wehrpflichtigen eines Jahrgang auch eingezogen. Sofern so gut, weg mit dem uralten Mist aus den Befreiungskriegen.
Niemand durchschaut allerdings die wahre Absichten der Politik. Guttenberg soll die Bundeswehr zu einer schlagkräftigen Berufsarmee für Einsätze überall in der Welt umbauen. Dabei stört die Wehrpflicht nur. Und insofern ist der Herr Baron eigentlich nur der richtige Patron am richtigen Platz, ausgewählt von den wirklich Herrschenden in diesem Land...
Dienstag, 20. Juli 2010
Vor vierhundertundvierundneunzig Jahren
Montag, 19. Juli 2010
Wenn das Kind im Brunnen liegt

"Soldatenmutter zeigt Guttenberg an." meldet heute die Rheinische Post. Die Mutter eines toten Hauptfeldwebels will demnach ermitteln lassen, warum ihr Sohn in Afghanistan sterben musste.
Tja, nun ist das Kind tot. Es liegt im sprichwörtlichen Brunnen. Mal abgesehen davon, dass die ganze Regierung und ihre Vorgänger auf die Anklagebank gehören: Wäre es nicht besser gewesen, den Sohn oder die Tochter, Ehemann oder Ehefrau, Bruder oder Schwester, jedenfalls den fehlgeleiteten Menschen, der sich für einhundertelf Euro zusätzlich am Tag oder wegen eines falschen Ehrgefühls dazu überreden liess, das eigene Leben in Afghanistan einfach weg zu werfen, schon vor dem Einsatz aus dem Truppentransporter zu holen? Auch eine Klage bringt niemanden ins Leben zurück...
Foto: Tote bis zum Horizont (A. Dengs, www.pixelio.de)
Sonntag, 18. Juli 2010
Das Holzhaus, die Parteien und ein Philosoph
Sein alter Schulfreund war von Beruf Baumeister und im Laufe der Jahre Alltagsphilosoph geworden, ihn konnte eigentlich nichts im menschlichen Leben mehr erstaunen und so wusste er auch auf die Frage meines ehemaligen, heimatlosen SPD-Mitglieds eine Antwort: "Ich glaube kaum, dass es ein Gegenmittel gibt." begann er mit der Antwort auf die schwierige Frage: " Mit solchen Körperschaften, ist es wie mit Häusern, die man aus Holz baut." " Wie das ?" kam prompt die Gegenfrage. "Ich habe im vorigen Jahr erst eins ausgeführt, und ehe ich es selbst bezogen, da hatten längst schon, ungelogen, die Schaben sich drin einquartiert."antwortete der Philosoph und Baumeister.
(Unter Verwendung einer Fabel von Iwan Krylow und zweier wahrer Lebensgeschichten)
Samstag, 17. Juli 2010
"Mister Data: Energie !"

Patrick Stewart zum 70. Geburtstag
Wer kennt diese Worte aus der Überschrift nicht, wer sieht nicht das Cockpit des Raumschiffes Enterprise mit seiner Mannschaft und seinem weisen Kapitän vor sich, der oft genug Probleme lösen musste, die noch kein Mensch vor ihm gekannt hatte? Geboren wurde der "Commander", der Schauspieler Patrick Stewart allerdings auf der Erde, am 13. Juli 1940 in Mirfield/England. Bereits im Alter von zwölf Jahren begann er, Theater zu spielen. Die Schule verließ er in seinem 16. Lebensjahr und arbeitete fortan als Journalist. Ein Stipendium eröffnete ihm die Möglichkeit, die Old Vic Theatre School nahe Bristol zu besuchen, und mit 19 Jahren begann er seine Karriere im professionellen Theater, wo er immer größere Erfolge erzielte.
Seine Bekanntheit erlangte Stewart durch die Rolle des Captain Jean-Luc Picard in der Fernsehserie "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" von 1987 bis 1994 und in den Star-Trek-Kinofilmen Nr. 7–10 von 1994 bis 2002. Allerdings bedeutet es eine ziemlich große Einschränkung, ihn lediglich auf diese Fernsehserie festlegen zu wollen: Seit 1966 ist er Darsteller der Royal Shakespeare Company (RSC), bis 1982 im Schauspieler-Kernteam, heute als Honorary Associate Artist. Stewart ist Kanzler der britischen University of Huddersfield und wurde durch die Queen zum Ritter geschlagen. Er darf sich seitdem SIR nennen.
Zurzeit konzentriert sich Stewart auf seine Theaterkarriere. In den vergangenen Jahren war er in unterschiedlichen Bühnenrollen zu sehen, vor allem am Londoner Westend und im Royal Shakespeare Theatre in Stratford-upon-Avon (z. B. im Sommer 2006 als Zauberer Prospero in Shakespeares "Der Sturm"). Anfang 2007 trat er am Londoner Westend/Novello Theatre im Rahmen der Complete Works Tour der Royal Shakespeare Company nochmals als Prospero auf, ferner als Antonius in "Antonius und Cleopatra". Außerdem folgten im Sommer 2007 während des Chichester Festival Theatre Events (West Sussex) die Rollen des eloquenten Butlers Malvolio in Shakespeares "Twelfth Night" ("Was Ihr wollt") sowie als Titelfigur in "Macbeth". 2008 stand er erneut für die RSC auf der Bühne, diesmal als brudermordender Claudius in Shakespeares "Hamlet" am Courtyard Theatre, Stratford-upon-Avon.
Seine Liebe zu Shakespeare ist also unübersehbar und das macht ihn seelenverwandt zu meiner Wenigkeit, denn ich bin inzwischen seit fast genau 40 Jahren Mitglied der Deutschen Shakespeare Gesellschaft, der ältesten literarischen Gesellschaft der Welt. Und wenn Patrick Stewart in einem Interview mit dem britischen "Telegraph" im April diesen Jahres sagt
" Nachdem ich viel Zeit mit Shakespeares Welt, Leidenschaften und Ideen verbracht habe, fühlt er sich für mich an wie ein Freund - wie jemand, der gerade aus dem Raum gegangen ist, um noch eine Flasche Wein zu holen", so spricht er mir da aus dem Herzen. Vielleicht sehe ich Stewart noch mal irgend wann auf der Bühne, vielleicht im wunderschönen Stratford? Wer weiß ? Bis dahin wünsche ich ihm jedenfalls vor allem Eines: Energie!
Bild: Stefan Bayer (www.pixelio.de)
Freitag, 16. Juli 2010
Heute mal mit einer Anekdote
Nein, mir ist bei meiner gestrigen Abendlektüre wieder einmal aufgefallen, dass es nichts wirklich Neues auf der Welt gibt. Eine Alterserscheinung ? Vielleicht eher ein Resultat von zu vielen Erfahrungen. Ich las also gestern Anekdoten von Roda Roda. Der Mann wurde 1872 geboren und beschrieb in seinen Geschichten vor allem das in sich verfaulende österreichisch-ungarische Kaiserreich, das man uns im Fernsehen immer so schön mit den "Sissy"-Filmen nahebringt. Nun, auch ich lasse mich von Kostümschinken gerne verzaubern, aber dass es für das gemeine Volk eben doch nicht so schön bunt war, davon zeugen u. a. die manchmal ziemlich bitteren Werke des Sandor Friedrich Rosenfeld, wie Roda Roda eigentlich hieß. Hier nun die Anekdote, für Russisch-Japanischen Krieg kann man jeden anderen Krieg einsetzen - vorzugsweise natürlich einen in Afghanistan geführten - und statt Infanterie nimmt man NATO-Stab, Weißes Haus, Bundesregierung oder ähnliche Schwachköpfe: Genug geschwafelt, Ihr wißt schon, wie ich's meine:
Danzers Armeezeitung hatte einen Preis ausgeschrieben für die kürzeste Bearbeitung des Themas:" Was hat unsere Infanterie aus dem Russisch-Japanischen Kriege gelernt?" Die kürzeste, preisgekrönte Antwort lautete: " Nichts."
Tatsächlich nur verfaulendes, dekadentes Österreich-Ungarn, ein Vielvölkerstaat mit antagonistischen Gegensätzen nicht nur der Klassen. der 1918 ob dieser Widersprüche krachend in sich zusammen stürzte? Man sollte mal drüber nachdenken...
Donnerstag, 15. Juli 2010
Eine dringend nötige Nachlese

Der politische Alltag hat uns wieder. Und da das politische Leben so überaus schnell vor sich geht, ist heute schon vergessen, was uns gestern noch wochenlang beschäftigte. Deshalb an dieser Stelle ganz schnell eine dringend nötige Nachlese zur Wahl unseres Bundespräsidenten, bevor der Kerl wieder in der völligen Versenkung verschwindet:
Kritische Staatsbürger wußten im voraus, was ihnen mit diesem Bundespräsidenten eingehandelt wurde. Allerdings gab es - jedenfalls vom realistischen Standpunkt aus - keinerlei Alternativen, denn Frau Jochimsen war wohl von den Linken nur als Lückenfüller wie weiland die zweimal von der SPD verladene Gesine Schwan gedacht. So in dem Stile "Wir kennen da auch noch jemanden, die/der es gern werden würde!". Da waren Peter Sodann oder selbst Gesine Schwan wohl noch bekannter und hatten konkrete Inhalte zu vertreten.
Sei es wie es sei. Nun haben wir endlich wieder einmal einen Liebling des Volkes im Schloß Bellevue - einen Volkstribun wie Karl-Eduard von und zu Nichtbeitrost, diesen auch geistig etwas verwachsenen Kriegsminister, oder wie den Wulff-Vorgänger Köhler, der so überaus beliebt war, dass ihn jeder knuddeln wollte. Nebenbei gesagt: Der Arme ist jetzt arbeitslos und bekommt als HartzIV-Empfänger bis zum Ende seiner Tage nur 210.000 Euro pro Jahr. Einfach lächerlich, diese Summe. Trotzdem muss ich wieder stänkern, denn ich hätte es genauso schlecht für die Hälfte gemacht! Denkt mal drüber nach!
Ein anderer Liebling des Volkes hat es dagegen nicht ins Schloß Bellevue geschafft, obwohl fast sämtliche Massenmedien auf die Wahlfrauen und - männer der Bundesversammlung einhämmerten. So wie der "Stern" texteten unisono Springer, Burda und wie sie alle heißen: "Das Volk würde Gauck wählen". Durfte es aber nicht ! Auch deshalb geht der Preis für die blödeste Bildunterschrift des Jahres an die Redaktion der Illustrierten "Stern", die tatsächlich unter ein Bild des Großinquisitors Gauck von Mielkes Gnaden ( denn hätte es Erich Mielke nicht gegeben, wäre J. Gauck ja nicht so beliebt, oder ?) das Wort "Revolutionär" schrieben. Dieses Wort war wahrscheinlich von einem früheren Artikel über Che Guevara übriggebleiben. Positiv daran ist, dass Vallis Blog gleichzeitig für diese Tat der "Stern"-Redaktion den Preis für die beste Resteverwertung hinterher schiebt. Und mit "Resteverwertung" ist durchaus nicht das o.g. Wort, sondern ausschließlich das Bildmotiv gemeint...
Foto. Das Berliner Schloß Bellevue - der Sitz des Bundespräsidenten (Juana Kreßner, www.pixelio.de)
Mittwoch, 14. Juli 2010
Die Geschädigten der vorerst letzten Gemeindegebietsreform

Man kann davon ausgehen: Alles, was unsere Superstrategen in der öffentlichen Verwaltung und Politik vollmundig in Angriff nehmen, geht garantiert und hundertfünfzigprozentig schief. So natürlich auch die Gemeindegebietsreform 2003 in Brandenburg.
Abgesehen davon, dass man bis heute den Nachweis schuldig geblieben ist, durch diese sogenannte Reform - in Wirklichkeit nur ein Furz im Kopf eines senilen ehemaligen Bundeswehrgenerals - auch nur einen Cent eingespart zu haben, knabbern die Bürger dieses Bundeslandes noch immer an deren Folgen. Höhere sowie vor allem neue Steuern und Abgaben, wesentlich längere Wege zu den Ämtern, noch undurchschaubare Entscheidungen der kommunalen Verwaltung und fast keinerlei Einfluß der dörflichen Parlamente und Ortsvorsteher auf die Entscheidungsfindung sind nur die augenfälligsten Auswirkungen dieses gigantischen Unsinns aus dem Hause des damaligen Innenministers Generalissimus Schönbohm.
Wenn dann wie in Bernau und den Gemeinden Zepernick und Schwanebeck noch scheinbar größenwahnsinnige Politiker ihre Spielchen auf dem Rücken der Bürger austragen, wird es lebensgefährlich. So hatte die Stadt Bernau zwar mein Heimatdorf Schönow im Jahre 2003 quasi auf höheren Befehl "geschluckt", wollte aber anschließend nicht mehr für Schönow gemeinsam mit den o. g. Gemeinden im zugehörigen Abwasser-Zweckverband Panketal sein. Das nahmen die beiden Dörfer Zepernick und Schwanebeck, die inzwischen zur Gemeinde Panketal fusioniert waren und den Abwasserverband nun ohne Bernau betreiben sollten, dermaßen übel, dass sie ihrerseits aus dem Wasser- und Abwasserverband "Panke/Finow" austraten. In dem hat nämlich Bernau mit seinen Stadtwerken das Sagen und das kann ja nun nicht sein. Panketal gründete vollmundig einen Kommunalen Eigenbetrieb, kappte medienwirksam sämliche Rohrleitungen von und nach Bernau und fiel folgerichtig kräftig auf die Schnauze. So fehlt schon längere Zeit ein Klärwerk, man leitet das Abwasser also an ein Berliner Klärwerk und kann dafür ordentlich zahlen. Betrifft ja nur die Brieftaschen der Bürger, ist also für die Gemeindestrategen eigentlich nicht so wichtig. Auch die Bereitstellung von Trinkwasser funktioniert offensichtlich nicht richtig. Es gibt nicht genug Tiefbrunnen, Wasser muss ebenfalls teuer von den Berliner Wasserbetrieben zugekauft werden.
Nachdem hier im Barnim seit Wochen teilweise Temperaturen um die 38 ° Celsius herrschen, gibt es in Teilen von Schwanebeck nun erstmals kein Trinkwasser. Und wer jetzt meinen Eingangssatz eventuell immer noch bezweifelt, hat die letzten 20 Jahre bundesdeutsche Bürokratie und den zugehörigen Größenwahn verschlafen...
Foto: Platsch (Rene Schmidt, www.pixelio.de)
Montag, 12. Juli 2010
Wieder mal die Schlußlichter
In den ostdeutschen Bundesländern nutzen noch immer deutlich weniger Menschen das Internet als im Westen. Eine repräsentative Umfrage, die die Initiative D21, ein Zusammenschluss von Wirtschaftsunternehmen und politischen Institutionen, vor kurzem in Berlin vorstellte, zeigt, dass vor allem die Schere zwischen Ost und West weiter gewachsen ist. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest hatte für den sogenannten „(N)Onliner Atlas 2010“ zwischen Februar und Mai dieses Jahres rund 30.000 Interviews geführt und ausgewertet. Spitzenreiter bei der Internetnutzung ist demnach Bremen mit 80,2 Prozent. Brandenburg liegt mit 67,8 Prozent auf dem elften Platz noch vor allen anderen neuen Bundesländern und dem Saarland. Auf dem letzten Platz rangiert Mecklenburg-Vorpommern mit 62,7 Prozent.Für die schlechten Ergebnisse der neuen Bundesländer gibt es sicherlich mehrere Ursachen. Internet-Flatrates sind für den Einzelnen teuer, vor allem aber sind schnelle Internetanschlüsse auf dem Land Mangelware. Selbst in gut versorgten Landesteilen wie im Berliner Umland kommt es vor, dass der Nachbar einen DSL-Anschluß hat, eine Querstraße weiter aber nur noch wenige Bits fließen.
Die zahlreichen „weiße Flecken“, die es in puncto schneller Internetzugang in Brandenburg noch gibt und die sich zunehmend als Standortnachteil für Familien und Firmen erweisen, müssen endlich beseitigt werden. Die Kommunen reagieren nur sehr vereinzelt und zögerlich auf die Forderungen der Bürger nach schnellem Internet. Im Interesse der Bürger haben sich allerdings auch schon Ämter zusammengeschlossen, um gemeinsam Förderanträge zu stellen. Vorreiter ist das Amt Seelow Land, wo derzeit sowohl Richtfunk- als auch Glasfaserkabelstrecken installiert werden.
Meistens allerdings sind die Möglichkeiten der Politik, die Telekom-Unternehmen für den Anschluss ihrer Bürger zu gewinnen, vor Ort sehr beschränkt. Handlungsanstöße führen nur selten zum Ziel. So scheiterte erst kürzlich eine Initiative für schnelles Internet in Haselberg und Schulzendorf, die Breitbandversorgung sollte eigentlich mittels teurem und langsamen Richtfunk gesichert werden. Nun sucht man nach anderen Lösungen und denkt dabei vor allem über das ebenfalls teure UMTS nach.
Wenn die Bundesregierung wie die Regierungen anderer EU-Länder die Versorgung mit schnellem Internet zu den sogenannten Universaldiensten zählen würde, wären diese meist individuellen Kraftanstrengungen nicht nötig. Dann hätte jeder Bürger Anspruch auf einen leistungsstarken Internetzugang. So aber wird in bewährter CDU-/FDP-Manier (wie schon einmal in Ostdeutschland)den Marktgesetzen vertraut, nach denen die Unternehmen der Telekommunikationsbranche natürlich nur dort investieren, wo diese Investition Gewinn verspricht.
Aber der Schwarze Peter liegt nicht nur beim Bund: Die Förderung neuer Techniken durch die Brandenburger Landesregierung und die Landkreise darf sich nicht nur auf Innovationen wie die fragwürdige CCS-Technik oder gar sogenannte Abfallkompetenzzentren erstrecken.
Auch die von der Brandenburger Landesregierung angestrebte Nutzung der ehemaligen Richtfunktürme der Deutschen Post kann nicht die Lösung sein, denn die zugehörigen Frequenzen werden erst ab 2015 versteigert. Außerdem ist dabei immer zu betonen, dass alle Funklösungen teuer und von der Transferkapazität her beschränkt sind.Brandenburg sollte deshalb wirkliche Innovationen ins Auge zu fassen und nicht nur darauf vertrauen, dass schon irgendwann die Funktechnik zur Verfügung stehen wird.
Eine bedeutende Möglichkeit ist die optische Datenübertragung, Glasfasertechnik heißt das Zauberwort: Damit sind bei Privatleuten Übertragung von Megabits, im professionellen Bereich Gigabits und in Backbone-Netzen bald auch Terabits pro Sekunde durch eine einzige dünne Leitung möglich. Das Problem: Es wird auch bei Verwendung von Glasfaserkabeln noch viele Jahre dauern, bis wirklich jeder Haushalt mit dieser Technik versorgt ist. So liegen in Deutschland zwar in immer mehr Straßen Glasfasern, doch der direkte Heimanschluss bis in die Wohnung ist aufwendig und teuer. Deshalb versucht man derzeit, aus den bereits verlegten regulären Kupfer-Telefonleitungen mehr Bandbreite herauszuholen.
Der französisch-amerikanische Telekommunikationskonzern Alcatel-Lucent – zu ihm gehören unter anderem die bekannten Bell Labs - hat dazu ein neues Verfahren vorgestellt, mit dem bis zu 300 Megabit pro Sekunde über eine gewöhnliche Kupferverbindung übertragen werden können – auf bis zu 400 Metern. Diese relativ kurze Strecke reicht aus, um die Distanz zwischen Wohnung und Glasfaser-Vermittlungskasten auf der Straße zu überbrücken. Auf einen Kilometer Entfernung werden noch 100 Megabit erreicht. Zum Vergleich: Die aktuell verfügbaren VDSL-Technik auf Basis des Telefonkabels zum Hausanschluss arbeiten zur Zeit lediglich mit maximal 50 Megabit.
Das neue Verfahren von Alcatel-Lucent basiert auf der Kombination dreier Techniken. Das sogenannte Vectoring, erlaubt ein besseres Ausfiltern von Störsignalen. Das Bonding verknüpft mehrere Kupferkabel zu einer Leitung, was die Bandbreite erhöht. Technik drei, der sogenannte Phantom-Modus, ist bereits über 100 Jahre alt und erlaubt eine dritte zusätzliche "virtuelle" Leitung über zwei bestehende digitale Kupferverbindungen, indem das Zusatzsignal über mehrere Kabel gesplittet und am Empfangsort wieder zusammengesetzt wird.
100 Megabit per regulärem DSL sind laut Alcatel-Lucent ab 2015 denkbar. Die Firma hofft, ihre High-Speed-Kupfertechnik in den nächsten zwei Jahren kommerziell anbieten zu können, momentan gibt es erste Diskussionen mit Telekommunikationsunternehmen.
Wie wäre es mit Brandenburg als Großversuchsfeld? Die Landesregierung ist gefordert!
Bild:Peter Kirchhoff, pixelio.de
Sonntag, 11. Juli 2010
Regen, Sonne, John, Paul, George und Ringo
Brandenburg ächzt unter der unbarmherzigen Sonne des Südens. Morgens und abends renne ich mit Gartenschlauch und Gießkanne - auch mit unserer polnischen Gastarbeiterin Gieselda Przbylska - durch den Garten und rette wenigstens die wichtigsten Pflanzen vor dem Verdursten. Maximal siebenunddreißig Grad Celsius im Schatten ! Wochenlang über dreißig Grad, nur unterbrochen durch einen kurzen Guss am Montag der vorigen Woche! "Puh" sagt da auch der Willy-Hund und hat Stammplatz in meinem kühlen Büro im Keller bezogen. Einfach zu warm für Leute mit Fell (Zitat Gordon Shumway). Drei neu gepflanzte Bäume machen trotz der Zwangsbewässerung keinen guten Eindruck: Wir werden uns wohl von ihnen und schätzungsweise 80 Euro verabschieden müssen. So hoch war der Kaufpreis der drei Neulinge in unserem Garten.
Aber bevor wir uns nun völlig in den kalten Keller zurückziehen, erfreuen wir uns an den großen, Schatten spendenden Bäumen in unserem Garten - die wir im Gegensatz zu unseren Nachbarn nicht umgehauen haben -und singen mit den Beatles ein Lied über den Regen:
They might as well be dead.
If the rain comes, if the rain comes.
When the sun shines they slip into the shade
(When the sun shines down.)
And sip their lemonade.
(When the sun shines down.)
When the sun shines, when the sun shines.
Rain, I don't mind.
Shine, the world looks fine."
auf deutsch:
"Wenn der Regen kommt, laufen sie und verstecken ihre Köpfe.
Sie könnten genauso gut tot sein.
Wenn der Regen kommt, wenn der Regen kommt.
Wenn die Sonne scheint, schlüpfen sie in den Schatten,
Und trinken ihre Limonade,
Wenn die Sonne scheint.
Regen, ich habe nichts dagegen,
Sonne, das Wetter ist gut..."
Was sollen uns diese Worte sagen? Ganz einfach, Leute: Meckert nicht immer über's Wetter! Nehmt es einfach, wie es kommt! Und gerade für diese einfachen Weisheiten liebe ich die vier Jungs aus Liverpool...
( "Rain" ist die B-Seite der Single "Paperback writer" und wurde im Juni 1966 veröffentlicht. Beide Titel sollten ursprünglich auf die LP "Revolver" und stammen von Lennon/McCartney.)
Foto: "Eintauchen" ( © mv 2010)
Leistung zahlt sich aus

Sagen wir es deutlich und ohne Augenwischerei: Mein Berufsleben geht unwiderruflich dem Ende entgegen. Auch wenn eine wie auch immer zusammengesetzte Koalition den Beginn des Rentenalters für uns irgendwann auf 75 Jahre festlegt, habe ich den größten Teil meiner Zeit als Wertschöpfer oder Produzent von Neuwert in dieser Gesellschaft schon hinter mir. In stillen Stunden überlege ich mir daher manchmal, was ich in meinem Berufsleben falsch gemacht habe, da eine ganz große Karriere bisher an mir vorbeiging. Konkret besteht immer die Frage, in wieviel und in wie große Ärsche man(n) hätte kriechen müssen, um einen richtig steilen Aufstieg hinzulegen.
Einer, der es geschafft hat, ist der hier. Und Leute, mal ehrlich: Was der sich ständig den Kopf hat waschen müssen! Oder hat der den permanent-braunen Streifen rings um seine Birne kurz oberhalb der Ohren samt Geruchsbelästigung irgendwie kaschiert ? Und in diesem Sinne ist auch die Überschrift zu diesem Beitrag zu verstehen...
Foto: Thomas Blenkers, www.pixelio.de
Freitag, 9. Juli 2010
"Taxman" oder: Das Finanzamt schlägt wieder zu
Um ehrlich zu sein: Im Moment habe ich keine Lust, mir über diese Bundesregierung oder die lächerlichen Provinzfürsten jeglicher Coleur den Mund zu zerfetzen oder gar das Gehirn zu zermartern. Noch höhere Krankenkassenbeiträge, Afghanistan-Lüge, noch mehr Sozialabbau - erstens war sowieso klar, dass während der Fußball-WM wieder die üblichen Sauereien ausgeheckt und durchgedrückt werden würden. Das hatte man ja schon zur letzten EM probiert und war beim fußball-besoffenen Volk quasi unbemerkt damit durchgekommen. Zweitens ist mir meine Galle viel zu viel wert, als dass ich sie für Äntschie, Westerschnulli, Karl-Eduard von und zu Gutenfürst und all die anderen Doofen opfern würde.Beschäftigen wir uns lieber mit etwas Schönem. Zum Beispiel mit meiner Lieblingsmusik. Und da haben wir in diesem Jahr einmal Grund zur Freude, aber auch genügend Grund zur Trauer: Im August 1960, vor 50 Jahren, wurden offiziell "The Beatles" gegründet. Und am 10. April 1970, also vor vierzig Jahren, gab Paul McCartney ebenfalls offiziell die Trennung der Gruppe bekannt. Ereignisse, die die musikalische Welt bewegten. In einem lesenswerten Artikel setzte sich der "Spiegel" schon im Mai diesen Jahres mit den beiden Jahrestagen auseinander. Einen relativ polemikfreien Abriß der Bandgeschichte findet man hier.
Nun ist es nicht meine Aufgabe, diese Bandgeschichte zu werten oder einzuordnen. Ich denke nur all zu gern an die sechziger Jahre und die Musik der Beatles zurück. Wie ich am Radio hing und ihre neuesten Hits mit dem Tonbandgerät mitschnitt. Wie ich eine halbe Nacht lang aufblieb, nur um im Westfernsehen über Eurovision die Beatles ihr "All you need is love" live spielen zu sehen. Wie ich die ersten AMIGA-Platten der Beatles vor und zurück dudelte.
Über unsere Lehrer, die wirklich mit allen bösartigen Mitteln versuchten, die Frisuren der Beatles bei uns zu verhindern, habe ich mir inzwischen ein mildes Urteil gebildet. Einer von diesen armseligen Idioten namens Harry Lehmann (Spitzname Mafia-Harry), Direktor der Kinder-und Jugendsportschule Wasserfahrsport in Berlin-Köpenick, wollte noch im Frühjahr 1972 einen meiner besten Freunde von der Schule verweisen, weil er etwas längere Haare und ein Oberlippenbärtchen a la Paul McCartney trug. Als sich mein Vater, ebenfalls Lehrer, aber wesentlich toleranter, in einer Elternversammlung gegen diese Pläne verwahrte, geriet auch ich in das Visier unseres ausgewiesenen Vollblut-Pädagogen. Na ja, er wohnt heute in Kleinmachnow und es ist vielleicht ganz gut, dass die komplette Adresse dieses Armleuchters nicht im Telefonbuch steht. Man möge mir die offene Nennung seines Namens verzeihen, aber dieser Unmensch hat in meiner jugendlichen Seele zuviel Böses angerichtet.
Neulich geriet mir wieder einmal "The Beatles Songbook" in die Finger. Ich besitze noch eine Ausgabe aus der CSSR von 1968, natürlich vor dem 20. August herausgegeben. Die Texte der Vier sind größtenteils genial und man findet tatsächlich auch heute noch Anleitungen für das Leben an sich - im Allgemeinen und im Speziellen. Für den Rest des Jahres werde ich daher in loser Folge immer wieder Beatles- Texte und deren Bezug auf unser reales Leben im 21. Jahrhundert untersuchen.
Mal sehen, ob es so spaßig bleibt, wie es heute anfängt. Als ich gestern meinen neuesten Steuerbescheid vom Finanzamt zugeschickt bekam, fiel mir natürlich das wunderschöne Lied "Taxman" von der siebten Beatles-LP "Revolver" aus dem Jahre 1966 ein:
"...If you drive a car, I'll tax the street,
If you try to sit, I'll tax your seat.
If you get too cold I'll tax the heat,
If you take a walk, I'll tax your feet...
und besonders schön sarkastisch:
Now my advice for those who die
Declare the pennies on your eyes
'Cause I'm the taxman, yeah, I'm the taxman
And you're working for no one but me."
Foto: Cover der Single " It won't be long" und "Devil in her heart" von VEB AMIGA Deutsche Schallplatten aus dem Jahre 1965
Richard Starkey zum 70. Geburtstag

Nun wird es aber wirklich Zeit! Also, wie immer zu spät, aber nicht weniger herzlich: Richard Starkey ist am Mittwoch 70 Jahre alt geworden. Allerherzlichste Glückwünsche auch von Vallis Blog ! Happy Birthday und so.
Wer jetzt fragt " Richard wer ?", dem werde hier an dieser Stelle geholfen: Dieser Richard wurde 1962 allgemein bekannt, weil er bei den Beatles als Schlagzeuger einstieg. Ringo Starr, MBE, am 7. Juli 1940 in Liverpool als Richard Henry Parkin Starkey Jr. geboren,wuchs im Liverpooler Hafenviertel Dingle auf. Seine Eltern ließen sich früh scheiden. Zusätzlich wurde seine Kindheit durch zahlreiche Krankheiten überschattet. Bevor er sich den Beatles anschloss, war er von 1959 bis 1962 Schlagzeuger bei der Liverpooler Band "Rory Storm & the Hurricanes". Als die Beatles im August 1962 ihren Plattenvertrag erhielten und einen neuen Schlagzeuger benötigten, holten sie Ringo Starr fest in die Band. Starr ersetzte den von George Martin (dem überragenden Tonmeister der EMI) als spielerisch zu schwach eingeschätzten Pete Best. Der Rest ist bekannt und kann unter anderem auch in Vallis Blog nachgelesen werden.
Ringo sang selten in wirklichen Beatles-Hits. Sein bester Song als Gesangs-Interpret stammt vom ersten Konzept-Album der Musikgeschichte, von der LP "Sergeant Pepper's lonely hearts club band" und heißt "With a little help from my friends". Hier ein Auszug aus dem Text zu unserer Erbauung und gefälligen Berücksichtigung, denn irgendwann brauchen wir alle einmal die Hilfe unserer Freunde:
if I sang out of tune,
Would you stand up and walk out on me ?
Lend me your ears and I'll sing you a song
And I'll try not to sing out of key.
Oh, I get by with a little help from my friends
Mm, I get high with a little help from my friends
Mm, I'm gonna try with a little help from my friends.
auf deutsch:
Was würdet ihr tun , wenn ich mal falsch sänge ?
Würdet ihr aufstehen und ganz einfach geh'n ?
Leiht mir eure Ohren und ich singe euch ein Lied,
werd' mich bemühen, nicht falsch zu singen.
Oh , ich schaff’s schon, wenn meine Freunde mir helfen,
ich komm hoch mit ein wenig Hilfe meiner Freunde,
ich werde es versuchen, mit Hilfe meiner Freunde.
engl. Text: © Lennon/McCartney
dt. Text: © fv 2010
Foto: Pilzköpfe ( Ingo Anstötz, www.pixelio.de)
Donnerstag, 8. Juli 2010
Freie Menschen lachen auch über sich selbst
Wechsel- und Gleichstrom
Wer beschreibt allerdings mein Erstaunen, als ich heute feststellte, dass die Jungs um Angus Young und Brian Johnson nach dem Konzert mitnichten nach Australien abgedampft sind. Nein, wirklich ! Sie sind hier. Bei uns in Schönow! Kaum zu glauben, aber wahr. Sie schindern hier auf dem Bau. Mit Wechsel und Gleichstrom ! Zum Beweis hänge ich noch ein Foto ran. Und immer schön vorher die Sicherungen rausschrauben, wenn man an der elektrischen Leitung arbeiten muss...
Foto:
© fv 2010
Mittwoch, 7. Juli 2010
Was ich alles schon fast vergessen hatte...
Es gibt Dinge im Leben, die vergißt man einfach. Andere sind so unwahrscheinlich oder verblüffend, dass man immer meint, man hätte sie wohl bisher vergessen. Wieder andere würde man gern vergessen. Ein kurzer Urlaub bringt Einiges wieder zu Tage. So meinte ich vergessen zu haben...
- ... dass das Wasser aus dem Kaltwasserhahn der Dusche auf dem Campingplatz wesentlich kälter sein kann als der Badesee;
- ... dass die Wildecker Herzbuben und ihre vielen, vielen fetten Verwandten und Bekannten von überall aus Deutschland auch mit einer Schwimmweste an Bord eines Kanus nicht sonderlich sportlich aussehen;
- ... dass ein großer See in Mecklenburg bei stehender Hitze ein Glutkessel sein kann, obwohl man sich eigentlich auf dem Wasser befindet;
- ... dass stundenlanges Betrachten der eigenen nackten Füße im Wasser wahrscheinlich zu besserer Durchblutung des Gehirns und damit zu neuen Gedanken für Arbeit und Privat führt;
- ... dass die Kombination Schmerbauch und Hängehintern mit einem Tanga nicht nur geschmacklos, sondern geradezu eklig ist;
- ... dass Kindergeschrei am Badestrand lustig und angenehm klingt und damit wesentlich schöner ist als das ständige Rasenmähergedröhn meiner Nachbarn zu Hause;
- ... dass "Rocky Racoon" nicht nur ein Titel der Beatles ist, sondern diese Tiere als Waschbären Mecklenburg bevölkern und Pfannkuchen (oder "Berliner") außerordentlich lecker finden.
Foto: © mv 2010
Dienstag, 29. Juni 2010
Wegen Urlaub bis auf Weiteres geschlossen
Foto: Bootshäuser an der Havel bei Kakeldütt ( © fv 2008)
Montag, 28. Juni 2010
Vergangenheit
Die Zeitenfolge ist trügerisch...
Die Menschen fürchten die Vergangenheit,
die kommen kann...
meinte Stanisław Jerzy Lec (* 6. März 1909 als de Tusch-Letz in Lemberg, Polen, heute Ukraine; † 7. Mai 1966 in Warschau). Er war ein polnischer Lyriker und Aphoristiker. Inspiriert wurde Lec vor allem durch seine Übersetzungen von Gedichten Goethes, Grillparzers, Lessings, Morgensterns und Heines, aber auch bon Krauss und Ringelnatz. Neben den "Unfrisierten Gedanken" von 1959 veröffentlichte er "Aus tausendundeinem Scherzgedicht" , "Ich spotte und fragte nach dem Weg" ( alle 1959), "An Abel und Kain" (1961), "Steckbrief" (1963), "Gedichte auf dem Sprung" (1964). Ebenfalls 1964 erschienen die "Neuen unfrisierten Gedanken" und 1966 "Epigrammlese".Lec starb am 7. Mai 1966 in Warschau. Er erhielt ein Staatsbegräbnis mit militärischen Ehren und wurde auf dem Militärfriedhof Powązki in Warschau beigesetzt.
Es ist nur traurig, dass die Spötter, Satiriker und bitteren Zyniker meistens Recht behalten. Und so befürchte ich, dass uns die finstere Vergangenheit sehr bald einholen wird. Lasst das Merkel und Co. noch eine Weile so weiter machen...
Sonntag, 27. Juni 2010
Mal wieder Neues vom Hubert
In der vergangenen Woche hat ihn die untere Kommunalaufsicht des Landkreises schon einmal von einem der Vorwürfe entlastet. Was auch sonst, der Volksmund hat dazu den Spruch von der Krähe, die der anderen kein Auge aushackt, parat.
Überhaupt ist unser Hubert ein Meister des Vertragsabschlusses. Nun stinkt es nur noch in der Nelkenstraße, rumpelt es um den sinnlosen Ausbau der Thaerfelder Chaussee, den niemand braucht. Bis auf einen einzigen Herrn in der Bernauer Stadtverwaltung, den Alleinherrscher und e-mail-Kontrolletti.
Im September 2010 wird er den Stadtverordneten erklären, warum er im Herbst 2009 unbedingt das Grundstück Klementstraße von seinem insolventen Parteifreund kaufen musste.
Und 2011 wird er etwa 10 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel für die Sanierung der unzähligen Müllkippen im Bernauer Stadtgebiet zahlen müssen. Bernau sollte ja mal Abfallskompetenzzentrum werden. Wurde es auch, gleichzeitig aber auch Selbstbedienungsladen für kriminelle Müllentsorger und ein wunderbares Biotop für diverse Schädlinge. Auch wenn der Brand schon einige Zeit zurückliegt: Das Problem ist nicht gelöst, sondern wird von der Bernauer Stadtverwaltung auch unter dem Vorwand der Nichtzuständigkeit nach wie vor verschleppt !
Hat man sich einmal durch diese Ansammlung von bürokratischen Höchstleistungen gelesen, befallen den mündigen Bürger doch - gelinde gesagt - einige Zweifel, ob es in Bernau so weiter gehen kann. Einen ganz persönlichen Eindruck von der Arbeit der Stadtverwaltung konnte ich in meiner Arbeit im Stadtentwicklungsausschuß gewinnen: In einem ganzen Jahr wurde nicht ein einziger Bürgereinwand zu Bauvorhaben der Stadt positiv entschieden oder gar verwirklicht. Alles, aber auch alles wird abgebügelt, Protokolle von Bürgerversammlungen - z.B. zum Straßenausbau - werden den demokratisch gewählten Abgeordneten nicht vorgelegt.
Zur Zeit ist unser Hubert in der Reha. Es ist allerdings zu befürchten, dass er wieder kommt und sein Auftritt in Verkleidung als Bürgermeister zum diesjährigen Hussitenfest leider nicht der letzte war. Wenn er denn mal ein Meister seiner Bürger wäre...
Foto: J. Arnold 2010
Heute mal (wieder) mit Boulevard-Journalismus
"Nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der Bild am Sonntag halten 42 Prozent der Bundesbürger Gauck für den besseren Bundespräsidenten. 36 Prozent sind für den Kandidaten von Union und FDP, Christian Wulff. Damit legte Gauck seit seiner Nominierung vor gut drei Wochen zehn Prozentpunkte zu. Im Vergleich zur Vorwoche gewann er drei Punkte hinzu, Wulff verlor einen Prozentpunkt."
Was soll uns diese Nachricht sagen ? Nun, zunächst einmal natürlich, dass es sich um einen regelrechten normalen Wahlkampf handelt. Tut es nicht, denn beide Kandidaten sind von Parteien willkürlich "ausgewählt" und werden nicht vom Volk gewählt. Zweitens will man im Hause Springer unbedingt diesen geifernden Pfaffen vor das Loch schieben, weil man meint, der ist im Volk beliebt. Beste Voraussetzung, um dem großen Lümmel Michel in Zukunft noch größere Zumutungen unterzujubeln. Gauck ist genug Opportunist. Er kann das, denn er handelt immer nach der Maxime "Wes Brot ich ess' , des' Lied ich sing' ". Deshalb sagt er kein Wort zu den Schandtaten der heute Regierenden, vor allem nicht zum Töten in Afghanistan, sondern haspelt stereotyp nur seine Phrasen zur zweiten deutschen Diktatur ab. Wenn er sich zu den Sparorgien der Bundesregierung, zu Armut und Arbeitslosigkeit äußert, klingt es notgedrungen, halbherzig, unehrlich. Zur herrschenden Parteiendemokratur sagt er nichts, das ist für ihn Demokratie pur. Nun gut, ein Pfaffe eben, der seine Sprüche ableiert. Wenn man daran noch Zweifel hegte, sollte man sich seine Interviews der letzten Tage ansehen.
Das er im Gestern gefangen ist, macht ihn noch weniger geeignet für das Amt. Sein Leben in der DDR und sein sich daraus ableitender grenzenloser Hass auf alles, was sich links von Adenauers seligem (Un-) Geist befindet, haben ihn wichtig gemacht für die Herrschenden.
Zum Schluss noch ein wenig Demoskopie von der Qualität der "BamS"(siehe oben) : Vallis Blog hat in Umfragen hier bei uns auf dem Land ermittelt, dass sich 97,3 Prozent aller deutschen Frau zwar ein Kind von Gauck wünschen, aber nur 9,37 Prozent der deutschen Männer mit Wulff eine gleichgeschlechtliche Ehe eingehen würden. Vallis Blog liefert damit die Nachricht des Tages, sie sollte uns - neben der Fußball-WM - bis auf weiteres komplett vom alltäglichen Elend der Politik ablenken...
Impressum und V.i.S.d.P.
Dr. F. Valentin
Waldstr. 70
16321 Bernau
frank(at)drvalentin.de
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1. einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
- 2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden..."
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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...