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Freitag, 29. April 2016

Evolution macht Schule: Evokids-Lehrmaterialien stoßen auf große Resonanz

Düsseldorf machte den Anfang: Vor wenigen Wochen erhielten alle 100 Grund- und Förderschulen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt den Film „Big Family“ sowie das gleichnamige Buch aus der Evokids-Lehrstoffsammlung. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche zeigte sich bei der Übergabe der Materialien in der Düsseldorfer Theodor-Heuss-Schule von dem Projekt begeistert: „Die Evolutionstheorie ist eine wichtige Grundlage eines modernen Weltbildes. Wenn man davon ausgeht, dass Nationen, Völker und Religionen alle denselben Ursprung haben, führt das zu der Erkenntnis, dass die Menschen untereinander sehr viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Ich finde, diese Idee stellt eine wunderbare niedrigschwellige Basis für Integration und Miteinander her, und halte sie aus diesem Grund für absolut unterstützenswert.“

Die Westdeutsche Zeitung (WZ), die in ihrer Printausgabe über die Evokids-Veranstaltung in nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt berichtete, startete eine Online-Umfrage zu der Frage „Wollen Sie, dass Evolutionslehre schon in der Grundschule vermittelt wird?“, bei der 97 Prozent der Leserinnen und Leser meinten: „Ja, Dritt- und Viertklässler sind in der Lage, die Grundlagen zu verstehen“. Nur 3 Prozent entschieden sich für die gegenteilige Option: „Nein, das ist überflüssig und Stoff für weiterführende Schulen“.

„Natürlich sind solche Onlineumfragen nicht repräsentativ“, erklärte dazu Michael Schmidt-Salomon im Namen der Evokids-Verantwortlichen. „Aber das deutliche Ergebnis spiegelt recht gut die Reaktionen wieder, die wir auf das Evokids-Unterrichtsmaterial bisher erhalten haben. Auch auf der Didacta in Köln stießen wir auf unerwartet positive Resonanz. Als besonders bemerkenswert empfand ich dabei, dass sich neben Sachkunde-Lehrerinnen und Lehrer vor allem auch Religionslehrerinnen und -lehrer für unser Unterrichtsmaterial interessierten.“

Inzwischen haben 200 weitere Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet „Evokids-Boxen“ mit zusätzlichen Materialien für den Evolutionsunterricht erhalten. Ursprünglich hatte das Evokids-Team geplant, nur 50 Boxen zu versenden, aufgrund der starken Nachfrage wurde das Kontingent auf 200 Kisten erhöht. „Wir haben das Anmeldeformular schließen müssen, sonst wären noch sehr viel mehr Bestellungen bei uns eingegangen“, erklärte gbs-Geschäftsführerin Elke Held. „Mehr als 200 Kisten können wir angesichts der vielen anderen Aktivitäten der Stiftung nicht bereitstellen. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, sämtliche digitale Inhalte der Box auf der Evokids-Website bereitzustellen.“

Erfahren Sie mehr unter:
http://evokids.de/content/duesseldorf-evolution-macht-schule
http://evokids.de/content/versand-evokids-boxen-hat-begonnen

Peinlich: Brandenburger Landtag lehnt Solidarität mit Böhmermann ab

Der Brandenburger Landtag hat in seiner heutigen Sitzung mit Stimmen von SPD, CDU und Teilen der Linken den Antrag der Gruppe BVB / FREIE WÄHLER auf eine Solidaritätserklärung mit dem Satiriker Jan Böhmermann abgelehnt. Während bundesweit immer mehr Landtage entsprechende Beschlüsse überparteilich fassen, verschließt sich Brandenburg einem gemeinsamen Schritt.

Erst jüngst haben NRW, Schleswig-Holstein, Saarland, Thüringen, Bremen und Hamburg durch interfraktionelle Anträge ein Bekenntnis zur Meinungs- und Kunstfreiheit abgelehnt bzw. die jeweiligen Landesregierungen (oder Senate) angekündigt, eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung des § 103 Strafgesetzbuch zu ergreifen.

Dennoch wurde in Brandenburg der Antrag von BVB / FREIE WÄHLER abgelehnt. Der Antrag sah vor, das Vorgehen der Kanzlerin auf Erteilung der Verfolgungsermächtigung an die Staatsanwaltschaft zu kritisieren und somit Verfassungsgüter über das empfindsame Ego des türkischen Präsidenten zu stellen.

In einer Zeit, in der die türkische Regierung im In- und Ausland immer weiterversucht, das Spektrum der Redefreiheit einzuschränken, sind alle politischen Parteien und Ebenen gefragt, ein klares Bekenntnis abzulegen. Brandenburg hat es aus falsch verstandener Parteidisziplin vertan, dieses Zeichen zu setzen.

Während die CDU über die Grenzen von Satire referierte, erklärte Gruppensprecher Péter Vida für BVB / FREIE WÄHLER: "Wir bleiben bei Kurt Tucholsky: Satire darf alles."


Mit freundlichen Grüßen,
Péter Vida, MdL
BVB / FREIE WÄHLER
0170-4890034

Donnerstag, 28. April 2016

„Säkulare Positionen gewinnen zunehmend an Bedeutung“: gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon über Veränderungen im linksliberalen Spektrum

„Es ist keineswegs progressiv, reaktionäre Normen zu verteidigen, bloß weil sie von Minderheiten vertreten werden“: Lange Zeit wollte in linksliberalen Kreisen kaum jemand wahrhaben, wie stark autoritäre, antisemitische, frauenverachtende oder homophobe Normen in bestimmten muslimischen Communities verankert sind – aber das scheint sich nun zu ändern, meint gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon, der in diesem hpd-Gespräch seine Eindrücke vom letzten taz.lab (Großveranstaltung der linksliberalen „tageszeitung“) sowie von einem Treffen mit dem Bundesvorstand der Grünen (u.a. mit Cem Özdemir) schildert:

http://hpd.de/artikel/saekulare-positionen-gewinnen-zunehmend-an-bedeutung-12978?nopaging=1

Was Auschwitz, Leningrad, Tschernobyl und Ilulissat verbindet

von Joachim Jahnke

"Vier Plätze, die mich heute noch im Gedenken umtreiben: Auschwitz, der Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof im damaligen Leningrad, Tschernobyl und Ilulissat auf Grönland. Sie verbinden sich für mich nur als Plätze der Erinnerung, nicht weil die Ereignisse dahinter vergleichbar wären, zumal vor allem Auschwitz in seiner schrecklichen Dimension unvergleichbar ist."

Weiterlesen: http://www.jjahnke.net/rundbr118.html#3462

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine e-mail, die Herr Jahnke in Ergänzung dieses Rundbriefes verschicken musste. Ich möchte sie dem geneigten Leser nicht vorenthalten: 

"Liebe Leser und Bewerter meines letzten Rundbriefs zu meinen Eindrücken von Auschwitz etc.
Natürlich war mein letzter Rundbrief ein Reflex sehr persönlicher Eindrücke. Ich freue mich umso mehr, dass er bei Ihnen ganz überwiegend gut angekommen ist (bis auf drei Bewertungen am untersten Ende der Skala, eine davon verbunden mit einer Abbestellung). Auch gab es eine Reihe sehr positiver zusätzlicher Kommentare.

Leider zeigte mir eine anonym zugesandte Zuschrift, wie nötig leider immer noch breite Aufklärung zu den unvorstellbaren Verbrechen im deutschen Namen ist. In der Zuschrift heißt es: „Warum diese unsägliche Selbstbesudelung in Sachen Auschwitz und Kriegsschuld? Es gibt längst andere Erkenntnisse, die auf Fakten beruhen! Wer meint, dass die Lügenpresse zum Thema 1933-45 eine Lügenpause eingelegt hat, der irrt gewaltig!“ 

Das Zitat „Lügenpresse“ verrät die Position des Autors. Leider haben seit Ausbruch der Flüchtlingskrise einige neue Leser die Rundbriefe bestellt, die nur an kritischen Kommentaren zu diesem Thema interessiert sind, aber sonst aus der rechtsextremen Ecke kommen und wahrscheinlich resistent gegen jede von der ihren abweichende Meinung sind. Ich bin froh, wenn ich die wieder loswerde.
Beste Grüße
Joachim Jahnke"

Leider machen es diese Art von "Lesern"  den gleichgeschalteten Politikern und auch der "Lügenpresse" (ich bleibe bei diesem Ausdruck, denn was sich seit der Ukraine- über Griechenland- bis Flüchtlings- Krise von Seiten der deutschen Medien über uns ergießt, ist nicht besser als mit Schmähkritik und dem Wort "Lügenpresse" zu charakterisieren) zu leicht, jeden Kritiker an Merkel und Co. in die rechte Nazi-Ecke zu stellen... 

Dienstag, 26. April 2016

Der Mut zum aufrechten Gang: Raif Badawi und Ensaf Haidar wurden in Frankfurt mit dem Deschner-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung ausgezeichnet

Der in Saudi-Arabien zu 10 Jahren Haft und 1000 Stockhieben verurteilte Blogger Raif Badawi und seine Frau, die Menschenrechtsaktivistin Ensaf Haidar, wurden am vergangenen Samstag im Rahmen eines bewegenden Festakts in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt mit dem Deschner-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) ausgezeichnet. Badawi und Haidar erhielten den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihren „gemeinsamen, mutigen und aufopferungsvollen Einsatz für Säkularismus, Liberalismus und Menschenrechte“.

In seinem Eröffnungsstatement sagte gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon, der Festakt sei eine „Protestveranstaltung gegen das barbarische Unrecht“, das Badawi in Saudi-Arabien widerfahren sei, aber auch eine „Feier des freien Geistes, der sich selbst unter grausamsten, diktatorischsten Verhältnissen nicht gänzlich unterdrücken lässt“.
Raif Badawi und Ensaf Haidar haben, so Schmidt-Salomon, den „Mut zum aufrechten Gang“ in eindrucksvoller Weise bewiesen und seien so zu „Vorbildern für Männer und Frauen weltweit geworden, die sich mit totalitärer Politik, religiöser Bevormundung und patriarchalen Rollenmodellen nicht länger abfinden wollen“.

Hamed-Abdel-Samad erläuterte in seiner Laudatio, wie groß die Bedeutung von Raif Badawi und Ensaf Haidar für die säkulare Bewegung in den arabischen Ländern ist. Badawi und Haidar seien zu Symbolfiguren des Widerstands gegen den politischen Islam geworden, nicht zuletzt durch ihre ethische und politische Standfestigkeit. So sei Raif Badawi dem Vorschlag eines "bedeutenden europäischen Politikers" nicht gefolgt, der ihm nahegelegt hatte, sich für sein Eintreten für Freiheit und Menschenrechte zu "entschuldigen", um so die Chance zu erhöhen, früher entlassen zu werden.

Einen ausführlichen Bericht über die Preisverleihung, die nicht nur für die aus Kanada angereiste Preisträgerin Ensaf Haidar sehr bewegend war, finden Sie unter:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/festakt-badawi-haidar

Das Video zum Festakt:
https://www.youtube.com/watch?v=7UZNt31Fzpc




"Bauchschnitt ist Bauchschnitt"

Heute mal mit einem großen Dankeschön. Und das geht, obwohl der Internationale Ehrentag der Krankenpflege erst am 12.Mai ist, an das Personal des Immanuel-Krankenhauses in Bernau. Diesen fleißigen und aufopferungsvoll arbeitenden Menschen habe ich es zu verdanken, dass es mir nach meiner Gallen-OP wieder einigermaßen gut geht.  Tendenz ansteigend.

JMG  / pixelio.de
Mein Dank geht an  "meinen" Operateur, aber auch an die so überaus nette Schwester in der OP-Vorbereitung und den resoluten Pfleger im Aufwachraum, der meine harschen Widerworte (er musste mich leider aus einem schönen Narkosetraum wecken und ich wollte unbedingt weiter schlummern) verständnisvoll mit den Worten kommentierte, er wäre auch ein Morgenmuffel.

Mein besonderer Dank gilt allerdings den Schwestern, Pflegern und Ärzten der Station 3. Es ist übermenschlich, was Ihr jeden Tag und jede Nacht leistet. Und ich möchte an dieser Stelle meinen Zimmergenossen, den 78-jährigen Jürgen P. aus W. zitieren, der sich bei der Gartenarbeit fünf  Rippen gebrochen hatte, zeitweise unter sehr starken Schmerzen litt und bei seiner Entlassung sagte:  "Trotz allem war es nicht schlecht hier!"  Für einen Barnimer das höchste an Lob. Mehr kann da nicht kommen.

Ach ja, die Überschrift ist ein Zitat der Oberschwester der Altenpflegestation, auf der unser Ältester seinen Zivildienst ableistete. Sie hatte es nicht so mit den minimalinvasiven Eingriffen...


Samstag, 23. April 2016

Schadensersatzforderungen gegen das Land: BVB / FREIE WÄHLER begrüßt Vorgehen des Wasserverbandes Jüterbog-Fläming

Der Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog-Fläming hat jüngst gegenüber Landtag und Landesregierung seine Schadensersatzansprüche gegenüber dem Land Brandenburg in Sachen Altanschließerbeiträgen angemeldet.

BVB / FREIE WÄHLER begrüßt dieses Vorgehen und fordert weitere Zweckverbände des Landes auf, ihre Forderungen frühzeitig gegenüber dem Land anzumelden.


Mit freundlichen Grüßen,
Péter Vida, MdL
0170-4890034

Alles Gute zum Wochenende



Montag, 18. April 2016

BVB / FREIE WÄHLER mit Böhmermann-Solidaritätsantrag im Landtag Brandenburg

Die Landtagsgruppe BVB / FREIE WÄHLER stellt im Landtag Brandenburg den Antrag, ein Solidaritätsbekenntnis zum Satiriker Jan Böhmermann abzulegen. BVB / FREIE WÄHLER möchte damit eine Lanze für die verfassungsrechtlich geschützten Güter der Meinungs-, Rede- und Kunstfreiheit brechen.

In einem freiheitlichen-demokratischen Rechtsstaat ist es schlechterdings unerträglich, Personen, die von diesen Freiheiten Gebrauch machen, zu bedrängen, zu schikanieren und – wie derzeit im versucht wird – zu kriminalisieren.

Deswegen soll die Entscheidung der Bundesregierung, die Strafverfolgungsermächtigung zu erteilen, missbilligt werden. Angesichts der häufigen Menschenrechtsverletzungen gegenüber Minderheiten in der Türkei wie Christen und Kurden, die von der dortigen Regierung erkennbar nicht ausreichend geschützt werden, ist es nicht hinnehmbar, dass ein Satiriker, der sich kritisch und zugespitzt damit auseinandersetzt, nun auf Geheiß eines Präsidenten, der ein gespaltenes Verhältnis zu Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung hat, verfolgt werden soll.

Mit unserem Antrag soll ein Bekenntnis zum bundesrepublikanischen Wertekanon, der auch der Brandenburgische ist, abgelegt werden.

Die Überlegung, Böhmermann durch Ausstellung eines Diplomatenpasses internationalen Schutz zukommen zu lassen, musste leider verworfen werden. Zwar besteht völkerrechtlich die Möglichkeit, Personen kurzfristig zu Sonderbotschaftern (Ad-Hoc-Botschafter) samt diplomatischer Immunität zu ernennen, jedoch hat die Bundesrepublik dieses Abkommen nicht ratifiziert.


Mit freundlichen Grüßen,
Péter Vida, MdL
0170-4890034


Sonntag, 17. April 2016

Feigheit hat einen Namen oder: Geschichte wiederholt sich

"Hegel bemerkte irgendwo, dass alle großen welt- geschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce." schrieb Karl Marx in seinem Werk" "Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte".

Eine Farce ist eine Komödie, die das Ziel hat, die Zuschauer durch die Darstellung von unwahrscheinlichen oder extravaganten, aber häufig denkbaren Situationen,
 Verkleidungen und Verwechslungen zu unterhalten. Sprachlicher Humor inklusive Wortspielen und sexueller Anspielungen und ein schnelles Tempo, das im Verlaufe des Stückes noch schneller wird, und bewusste Absurdität oder Unsinn sind ebenfalls häufig in einer Farce zu finden. (Wikipedia)

Geschichte wiederholt sich. Und so verwundert es eigentlich nicht, dass vor fast genau 40 Jahren ein anderer Klassenclown für Furore in den beiden deutschen Staaten sorgte: Wolf Biermann. Auch Biermann war ursprünglich - wie heute sein billiges Imitat Böhmermann - sowohl im Osten als auch im Westen Deutschlands eher marginal bekannt. 1976 wurde Biermann von der IG Metall zu einer Konzertreise in die Bundesrepublik Deutschland eingeladen, wofür ihm die Behörden der DDR eine Reisegenehmigung erteilten. Das erste Konzert fand, vom Hörfunk des WDR in der Reihe „Radiothek“ live übertragen, am 13. November 1976 in der Kölner Sporthalle statt. Dieses Konzert – Biermann hatte die DDR stellenweise kritisiert, bei anderen Anlässen wie etwa einer Diskussion über den 17. Juni aber auch verteidigt – diente dem Politbüro der SED als Vorwand für die Ausbürgerung „wegen grober Verletzung der staatsbürgerlichen Pflichten“, wie von der DDR-Nachrichtenagentur ADN am 16. November verbreitet wurde. Kleingeist und Salonkommunist Biermann war auf den Kleingeist und Stalinisten Honecker getroffen.

Die Ausbürgerung Biermanns war ein einschneidendes und prägendes Erlebnis für die Künstler der DDR. Hatte es nach dem Machtantritt Erich Honeckers 1971 Hoffnung auf eine gesellschaftliche Liberalisierung und wirkliche Ansätze von Meinungsfreiheit gegeben, so wurden diese Hoffnungen durch das repressive Vorgehen gegen B. wieder zerstört. Nicht wenige Dissidenten änderten ihre Haltung zur DDR nach der Ausbürgerung Biermanns von einer „solidarischen Kritik“ hin zu radikaler Distanz. Honecker und Konsorten hatten mit der Ausbürgerung vor allem die Solidarität der Künstler untereinander unterschätzt. In der Folgezeit kam es zu einem Exodus bedeutender Schauspieler, Schriftsteller, Maler und Musiker aus der DDR, die sich nicht länger auf der Nase herum tanzen und aus nichtigen Gründen zensieren lassen wollten. Der Anfang vom Ende der Ära Honecker und letztlich der ganzen DDR war eingeläutet.

Nun also Böhmermann. Zweifellos ein intellektuell etwas kleineres Licht als der Herr B. aus der DDR. Aber es geht schon lange nicht mehr darum, ob man sein Schmähgedicht oder seine seichten Scherze mag. Es geht um das Prinzip der Meinungsfreiheit und ob ein mehr als fragwürdiger "Demokrat" vom Bosporus, der seit Jahren unverhohlen sein Land islamisiert, es in die Dritte Welt führt und tausende Kurden auf dem Kerbholz hat, einen derartigen Einfluss auf die deutschen Medien bekommen soll. Und das dann auch noch mit Billigung der deutschen Bundeskanzlerin.

Didi Hallervorden, Döpfner vom Springer-Verlag, ca. 70 deutsche Kabarettisten, die Schauspielerin Katja Riemann, der Kabarettist Oliver Kalkofe, Satiriker Micky Beisenherz und Comedian Carolin Kebekus, aber auch der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis haben sich in offenen Briefen zu Böhmermann bekannt. Online-Petitionen sind gestartet.

Das Merkel hat offenbar die Solidarität der Künstler untereinander unterschätzt - so wie Weiland der Kleingeist und Stalinist Honecker. Auf die Gerichtsfarce - sollte es sie je geben - können wir alle gespannt sein. Was, wenn ein deutscher Richter entscheidet, dass Jan Böhmermann 2,50 € als Strafe an Erdowahn zahlen soll? Die so genannte Ehre des Wahnsinnigen aus Anatolien tatsächlich SOVIEL wert? Oder wird es danach den ersten offiziellen politischen Gefangenen der BRD geben? Oder muss Böhmermann tatsächlich fliehen und  politisches Asyl in Nordkorea beantragen? In jedem Fall hat endlich die Götterdämmerung der Ära Merkel begonnen...

     


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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...