Dienstag, 24. Januar 2012

Was gibt es Neues in Bernau?

Nichts. Der Winterdienst der Stadt funktioniert hervorrragend, allerdings liegt kein Schnee. Die Rekonstruktion des  Schwimmbades in Waldfrieden ist immer noch nicht klar, das neue Schwimmbad im Sportforum ist nur eine Plantsche, in der Kinder nicht mal das Seepferdchen-Schwimmabzeichen ablegen können. Viel Geld für (fast) nichts. Der völlig fehlgeplante Bahnhofsvorplatz dümpelt seit zwei Jahren vor sich hin. Die teuren und schlecht verlegten Gehwegplatten dort wellen sich schon wieder. Der Neubau des Rathauses II  am Anfang der Bürgermeisterstraße ist geplatzt, die tollen Modelle dafür werden verschrottet und über die Ortsumgehungsstraße redet kein Mensch mehr. Fritz vom Bahnhofscenter bekommt seine jährliche Einzelhandelsflächenerweiterung, die er an der Stadtverwaltung vorbei schon längst realisiert hat und die nun eifrig eilig abgenickt wird. Über den Großinvestor Weber Motors hört man nur Nebulöses. Angeblich will er nun wirklich auf das Lieken-Gelände und dann 1,5 Millionen Euro für Altanschließerbeiträge an den stadteigenen Wasser-und Abwasserzweckverband zahlen. Die Ladeburger Ortsgranden wollen einen teuren Gehweg  und fordern eine Tempo-50-Strecke, um Fördermittel abzugreifen. Nur leider fragt wieder einmal niemand die Anwohner.

Wie immer also nichts Neues..Wahnsinn und Unsinn überall. Doch fast hätte ich es vergessen: Der Verfassungsschutz beobachtet die Stadtverordnete und Bundestagsabgeordnete Dagmar Enkelmann, was diese natürlich unverdientermaßen unerhört aufwertet. Und inzwischen liegt auch der Wortlaut des Dosto-Urteils des  Berliner Landgerichtes zur sogenannten "Antifa-Broschüre" vor und lässt Zusammenhänge mit den Schlapphüten erahnen.

Insgesamt also eher eine Situation, die an das Wetter erinnert: Trübe,träge, müde, unbeständig, keiner weiß so richtig, wo es hingehen soll. Noch 'n Konzept für die Schublade wird beschlossen, noch'n Plan erarbeitet,  der niemals realisiert wird, noch'n Beschluss gefasst, der nur den Parteien zur Profilierung dient.

Als Maßnahme für den Notfall haben wir daher gestern den Entwurf einer  Vorlage für die Bernauer Stadtverordnetenversammlung erarbeitet. Die Entschließungsvorschläge orientieren sich stark am Beispiel des US-Bundestaates New Hampshire, wo man  vor einigen Jahren alle Beamten - außer von Polizei und Gesundheitswesen - sowie den Senat und das Repräsentantenhaus einfach in den unbezahlten und unbefristeten Urlaub schickte. Keiner hat's gemerkt und es hatte den Vorteil, dass der Bundesstaat unheimlich viel Geld sparte, denn New Hampshire war zu diesem Zeitpunkt zahlungsunfähig.

Deshalb also folgende Vorlage für die Bernauer Stadtverordnetenversammlung:
  1. Die Stadtverordneten mögen beschließen, dass die Stadtverwaltung inklusive Bürgermeister in den unbefristeten und unbezahlten Urlaub geschickt werden.
  2. Die Verwaltung der Stadt Bernau bei Berlin wird bis auf weiteres von der Gemeinde Wandlitz übernommen.
Zwar galoppiert auch in Wandlitz der alltägliche Brandenburger Polit-Wahnsinn, aber dort zahlen die Bürger wenigstens nur 65 Prozent an Straßenbaubeiträgen. Es kann also für uns nur besser werden...

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Und das Mühlen-Tor?

Will hoffen ,dass es auch eine Luftnummer wird.

Und WOBAU`s 15 m hohe größte Wappen-Uhr der Welt ?

Einen großer Hussitenstreich (von Häßler im Alleingang),den sich die Mieter hier ungewöllt leisten.
Über die Höhe der Kosten scheind man sich einig zu sein, dass bleibt geheim !
Die MOZ ist ja kein Bild.

Anonym hat gesagt…

Ich dachte die Motoren söllen nun in Biesenthal-Möbel-Folie gebaut werden?

Dr. Frank Valentin hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Dr. Frank Valentin hat gesagt…

Beim Mühlentor wühlt man zur Zeit wahrscheinlich im Untergrund, denn offiziell hört man nichts. Herr Handke hat für die Wappenuhr wahrscheinlich doch zu viel Geschmack und wird das Monstrum hoffentlich letztendlich gemeinsam mit einigen vernünftigen Sttadverordneten verhindern.
Die Möbelfolie Biesenthal arbeitet doch.

Anonym hat gesagt…

Nach der MOZ soll es doch eine Auftragserteilung ( Vertrag ?)durch die WOBAU geben oder habe ich da etwas falsch verstanden ?

Stand in der MOZ nicht, dass Monstrum wird sowieso gebaut, dies lässt sich nicht mehr verhindern.

Nach WOBAU Aussage sollte dies der Innenstadtbelebung Tourismus dienen.
Hat sich Herr Häßler damit die 20.000 € für den Ideenwettbewerb –Belebung Markt- nicht verdient ?
Die Abgabefrist ist noch nicht abgelaufen.

Impressum und V.i.S.d.P.

Dieser Weblog ist ein privates Tagebuch von
Dr. F. Valentin
Waldstr. 70
16321 Bernau
frank(at)drvalentin.de

Alle Beiträge geben ausschließlich meine eigene Meinung zu den besprochenen Themen wieder.Das Recht auf eigene Meinung ist durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland geschützt. Um meine Beiträge ohne längere Erklärungen verständlich machen zu können, sind manchmal Zitate aus Büchern, Filmen, Zeitschriften, Fernsehsendungen, Liedtexten oder auch von Internetseiten nötig. Diese Zitate ( auch Bilder, Karikaturen, Grafiken, Tabellen, Diagramme oder Zeichnungen) dienen lediglich als sogenannte "Aufhänger", um Meinungen oder gesellschaftliche Tendenzen besser und gegebenenfalls komprimierter darstellen und herausarbeiten zu können. Zitate sind somit ein weltweit erlaubtes Mittel der Publizistik. Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht (UrhG) geregelt und unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, ohne dass eine Erlaubnis des Urhebers eingeholt oder diesem eine Vergütung gezahlt werden müsste. Paragraph 51 UrhG in Deutschland besagt dazu: "Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe, wenn in einem durch den Zweck gebotenen Umfang

1. einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden..."
Die allgemeine Begründung dafür ist, dass Zitate der kulturellen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung einer Gesellschaft dienen.Trotzdem: Sollten mit diesen Zitaten irgendwelche weitergehenden Urheberrechte berührt werden, bitte ich um umgehende Mitteilung- der entsprechende Beitrag oder Link wird sofort entfernt.
Achtung: Inhalte dieses Blogs - sofern sie einen publizistischen Neuwert darstellen - unterliegen natürlich ebenfalls dem Urheberrecht. Selbstverständlich sind Zitate erlaubt, aber alles was über das gesetzlich Zulässige (siehe oben) hinaus geht, bedarf meiner vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Die Kommentarfunktion am Ende jedes Beitrages ermöglicht für den Leser dieses Blogs die Diskussion der angesprochenen Themen. Die jeweiligen Verfasser sind für den Inhalt ihrer Kommentare selbst verantwortlich. Anonyme Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht. Ich behalte mir außerdem vor, Kommentare zu löschen. Soweit Links auf externe Seiten führen, bedeutet dies nicht, dass ich mir den dortigen Inhalt zu Eigen mache.

Über mich

Mein Foto
Bernau bei Berlin, Brandenburg, Germany

Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...