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Montag, 3. Juni 2013

Innovationen

Es ist so eine Sache mit moderner Technik: Im Allgemeinen habe ich mich spätestens seit meinen 60. Geburtstag aus jeder Hype um i-phones, i-pads, i-pods und ähnlichem Krimskram für I-dioten ausgeklinkt. Und das nicht erst, seitdem mir i-tunes für meinen blöden i-pod das mp3-Verzeichnis auf dem Computer völlig durcheinander gewürfelt hatte. Ich ordne heute noch, etwa 5 Jahre nach diesem unerwünschten Eingriff von Apple in meine Privatsphäre.

Allerdings gibt es im Speziellen schon einige Entwicklungen, auf die ich nicht verzichten möchte. Dazu gehört mein Palm Handheld m505, der schon vor rund 12 Jahren über einen farbigen Touchscreen verfügte, den Terminkalender und die e-mails mit dem Computer synchronisiert und auf dem man wunderbar Tetris und Billiard spielen kann. Da die Firma Palm vor Jahren von irgendeinem Großkonzern aufgekauft wurde, ging die Entwicklung dieses Super-Teils leider nicht weiter. Inzwischen habe ich den dritten Palm (der erste ging an einen Arbeitgeber zurück, beim zweiten war das Display kaputt, den dritten kaufte ich dann für 25 Euro - einem Zehntel des Neuwerts - bei Elektrobucht) und unterhalte zum Synchronisieren extra einen Rechner mit Windows 2000. Nebenbei bemerkt: Das beste Windows, das es je gab.

USB (Klicker  / pixelio.de) 
Manchmal allerdings wünsche ich mir mehr technischen Fortschritt. Zum Beispiel heute: Nach dem gestrigen verregneten Schlaftag war ich heute morgen um Viertel Vier wach und konnte nicht mehr so richtig einschlafen. Im Halbschlaf hatte ich dann schon einen wunderbaren satirischen Beitrag für dieses Blog zusammen geschrieben. In genialer Weise war es mir gelungen,die Probleme der Bernauer Bürger mit unserer unfähigen Stadtverwaltung und der servilen Stadtverordnetenversammlung mit den Unruhen in Istanbul und dem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz in Frankfurt am Main zu verknüpfen. Es war ein wirklich fantastisch-satirischer Beitrag, der die Menschen in diesem Staat aufrüttelte. Mein Blog-Counter war nur noch am Rotieren. Merkel musste endlich zurück treten, vom Balkon des Reichstages hatte ich die Republik und die Demokratie für alle ausgerufen. Alle Politiker mitsamt dem Beruf waren verboten worden, die Schuldigen standen längst vor Gericht. Wir konnten endlich anfangen, aus diesem Land etwas Vernünftiges zu machen. Und das hässliche und unnütze Bernauer Mühlentor, das Mausoleum, war wieder abgerissen, der Bahnhofsvorplatz endlich fertig.

Als ich dann um sechs Uhr dreißig aufwachte, war alles wie ausgelöscht. Alle wunderbaren Formulierungen weg! Warum,verflucht noch mal, hat als Einziger nur dieser Lieutenant Commander Data auf dem Raumschiff Enterprise so eine famose USB-Schnittstelle am Kopf,über die die Gedanken sofort automatisch aufgeschrieben werden können ?  Das wäre doch mal eine Innovation ! Wobei - um ehrlich zu sein  Mehr noch als eine Buchse im Kopf wünsche ich mir die Erfüllung meiner übrigen Träume...

Mittwoch, 29. Mai 2013

So nötig wie ein Kropf

Offensichtlich ist es mit der Besetzung von Ministerposten nicht ganz einfach: Während sich alle um den Justizminister oder den Innenminister oder den Kulturminister reißen, will Verkehr keiner machen.

So kommt es denn, dass man für diesen Job immer den größten Dödel nehmen muss. Siehe diesen albernen Bayern aus dem Hinterwald, der nicht müde wird, die PKW-Maut zu fordern, weil er zu dämlich ist, sich beim Bundesfinanz-Misanthropen Geld für den Straßenbau zu fordern. Dabei ist inzwischen schon dem kleinsten Kindergartenkind klar, dass es in Deutschland eine Zweckbindung von Steuern nicht gibt. Sonst würden ja der Soli tatsächlich für Solidarität mit dem Osten Deutschlands, die Ökosteuer für Ökologie, die Hundesteuer für Hunde, die Sektsteuer zum Sekttrinken für alle und die Mehrwertsteuer für mehr Werte in der Gesellschaft eingesetzt. Weil das aber nicht geht, versickern diese horrenden Summen irgendwo im immensen Bundeshaushalt und werden dort ausgegeben, wo die eigentlich Regierenden - also die Banken und Konzerne - es gerade für notwendig halten.

Auch bei uns in Brandenburg haben wir natürlich den dümmsten Volltrottel als Verkehrsminister abgefasst. Den wollte in seinem SPD-Kreisverein keiner mehr haben und so wurde er nach Potsdam weg gelobt.  Der kommt wirklich zur Eröffnung jeder öffentlichen Toilette und schneidet dort das Band durch.

Auch er hat natürlich chronisch zu wenig Geld, um wenigstens die vorhandene Infrastruktur zu erhalten. . "Die Mittel für den Straßenbau in Brandenburg sind in den vergangenen vier Jahren drastisch reduziert worden. Zu Beginn der Legislaturperiode 2009 standen noch 96,1 Millionen Euro für den Neu- und Umbau, die Erhaltung sowie den straßenbegleitenden Radwegebau zur Verfügung. Für 2013 sind es nur noch 39,7 Millionen, und für das kommende Jahr ist sogar eine Reduzierung auf 17,4 Millionen Euro vorgesehen." schreibt die "Märkische Oderzeitung" gestern.

Nun haben dem Brandenburger Miniskus seine Leihbeamten aus NRW den neuesten Clou eingeredet: Als konkrete Vorschläge zum Sparen werden "Einspurigkeit von Straßen" und "einspuriger Begegnungsverkehr auf Brücken und der Rückbau von Straßen" genannt. Klasse! Der Quatsch kommt aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, also aus der Hauptstadtregion um Potsdam herum. Die machen sich wieder einmal ungefragt den Kopf um weiter entfernte Brandenburger Gegenden

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der von Idioten geplante und von Voll-Idioten gebaute Flughafen in Schönfeld kostet im Monat 20 Millionen Euro. Nur weil die Schwachmaten um den SuperRiesenChefMännätscher Mähdown die Lichtschalter nicht finden! Und in ganz Brandenburg sind im ganzen Jahr 2014 gerade einmal 17 Millionen für den Straßenbau und die - erhaltung vorgesehen!? Und diese Flachzangen in der Landesregierung schämen sich noch nicht mal für ihre Dummheit.

Papierflieger ( Michael Staudinger  / pixelio.de) 
Als die Bundeswehr vor über 10 Jahren nach Afghanistan zog, sollten dort u.a. Straßen gebaut werden. Sicher sind die schon wieder kaputt und es wird neues Geld gebraucht. Die über 5000 BuWe-Soldaten dort in AFG bekommen jeden Tag rund 120 Euro Zulage = rund 220 Millionen pro Jahr.. Die Mission ist eigentlich gescheitert, aber Karsai und Familie sowie der Mohnanbau müssen geschützt und unterstützt werden.

Den Kosovo und die dort herrschende Mafia-Clique nicht vergessen, dort muss man für die nächsten 500 Jahre die Serben vor den Albanern (oder umgekehrt ?) schützen. Kosten unbekannt.

Die Bundes-Flotte schützt unsere wichtigen Transporte mit Trödel und Tand aus China am Horn von Afrika vor Piraten. Kosten und Erfolge? Unbekannt.

Auch Mali braucht unser Geld. Damit die Franzosen dort ungestört ihr Uran abbauen können.

Kriegsminister De Misere  braucht 670 Millionen für nutzlose Drohnen - weil Deutschland von Feinden umzingelt ist. Und er macht fleißig weiter  -siehe Abbildung -  wie heute der Presse zu entnehmen war.

Nicht vergessen die Euro- und Finanzkrise: Auf Geheiß Merkels ruht beides bis zur Bundestagswahl.  Der Misanthrop im Bundesfinanzministerium braucht allerdings jetzt schon zugegebene 30 Milliarden für Griechenland. Vorerst. Ende ungewiss, der Showdown startet ab Ende September 2013. Spanien steht schon in den Startlöchern. (Misanthrop heißt übrigens Menschenfeind)

Alle brauchen unser Geld und vor allem immer mehr. Auch für ständig höhere Diäten. Da bleibt für ein paar lumpige Straßen in Brandenburg nichts mehr übrig. Muss man doch verstehen! Verstehen wir auch. Alles ist wichtiger als die Menschen im Land. Vor allem die Profite.

Aber brauchen wir diese Leute, die über unser Geld bestimmen? Sicher. Genauso wie einen Kropf...


Dienstag, 28. Mai 2013

Tröstlich


Es ist ja bald Sonnabend...
(Ukrainische Volksweisheit)

Revolutionäre Gremien

Gestern gemeinsame Sitzung der Finanzausschüsse von Industrie-und Handelskammer Berlin und Brandenburg. Es werden u.a. Eckpunkte eines Forderungskataloges zum Umgang der Politik mit kommunalen Unternehmen erörtert. Neben einer professionelleren Steuerung der Landesunternehmen wie  Messe -oder Flughafengesellschaft wird gefordert, dass Politiker nicht mehr als Aufsichtsratsvorsitzende von Landesunternehmen agieren sollen. Begründung: Zu wenig Zeit und zu wenig Grips !

Natürlich drückt man letzteren Fakt etwas freundlicher aus. Ganz offensichtlich hat man aber die "Glanzleistungen" des Regierenden Partymeisters von Berlin, Wowereit und seines ebenfalls unfähigen Brandenburger Zwillingsbruders Plattschek beim Aufbau des Flughafens BER im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft vor Augen.

Was ist das nur für ein Land, in dem wahrhaft revolutionäre Ideen von den Kapitalisten kommen müssen?

Freitag, 24. Mai 2013

Nichts Neues!

Ehrlich gesagt habe ich im Moment wenig Lust, die ständigen Lachnummern unserer Polit-Pfiffiküsse zu kommentieren. Wenn ich z.B. das Schweinchen Schlau Gabriel sehe, wie es sich in den letzten 150 Jahren Geschichte der SPD suhlt und dumme Sprüche absondert - so von der Marke " Es geht heute wie damals darum, dass es allen Menschen besser geht" und ähnlichen Quatsch. Genau deshalb haben Gasprom-Schröder, Schweinebacke-P€€r und Lusche Steinmeier mit der Unterstützung fast aller SPD-Pfeifen über Gabriel oder Nahles bis hin zur fünften Vorstandsreihe das unselige Hartz IV und die Rente mit 67 eingeführt, oder ?. Da werde ich richtig schlecht vor soviel Heuchelei. Hört mir doch auf! 

Holger Witzel schreibt dann auch zum 150. Geburtstag dieser allerersten Partei der Arbeiterverräter heute in seiner aktuellen Kolumne "Schnauze  Wessi" in der Online-Ausgabe des "Stern": "Wie bei jedem betagten Jubilar verbietet sich sogar die Frage, wozu er knapp 100 Jahre nach dem Frauenwahlrecht noch nütze ist. Dessen Einführung sowie das ohnmächtige Nein zum Ermächtigungsgesetz der Hitler-Regierung 1933 gelten bis heute als größte Heldentaten der Bewegung. Besonnen und immer noch stolz, dass man sich damals wenigstens nicht selbst verboten hat, entwickelte sich die Partei von der Stimme der Arbeiter zur Partei der Arbeitsmarktpolitischen Sprecher.

10 Jahre Hartz IV (Dr. Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de)
Hin und her gerissen zwischen Kleingarten und dem Kampf um den Acht-Stunden-Tag hat sich die SPD an den Kapitalismus gewöhnt, und der sich an sie. Man duldet und spendet sich gegenseitig Gehör und Geld. Bis zu 20.000 Euro pro Vortrag, wie es heißt. "Reformen statt Revolution", so lobte Bundespräsident Gauck den gesellschaftlichen Burgfrieden heute. Man könnte auch sagen: "Lieber weiter Knecht statt Liebknecht". Oder:" Lassalle für alle" ...

Da sind natürlich diese alten Streitereien, wer wessen Ideale 1914, 1918 oder 2004 verriet und in den 1930er Jahren entschlossener Widerstand leistete oder sich spalten ließ. Dazu die widersprüchlichen Erinnerungen ostdeutscher Zeitzeugen, nach denen man 1946 – aus eben diesen Erfahrungen - die Hand zur SED doch freiwilliger reichte, als das die offizielle westdeutsche Parteigeschichtsschreibung mit dem Begriff "Zwangsvereinigung" suggeriert. Und natürlich Revisionismus, Godesberg, Groener-Pakt – immer das Gleiche: Als gäbe es keine offeneren Fragen zur SPD-Geschichte als deren Opportunismus!"

Kürzer gesagt- mit Kurt Tucholsky: " Es ist ein Unglück, dass die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas -: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: Zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen."

So ein Zirkus dort in Leipzig! Dabei: Nachdem die letzten drei Männer des SPD-Präsidiums (August Bebel, Rosa Luxemburg und Clara Zetkin)  tot sind, kommt da sowieso nichts mehr. Also abhaken. Bis auf zwei interessante Fragen ist auch alles geklärt. Und diese zwei Fragen lauten: Singt das Merkel bei den Feierlichkeiten in Leipzig die "Internationale" mit und schmeißt sie die Drohne de Maizière vorher oder nachher raus ? 

Ganz rechts auf der politischen Bühne sieht es allerdings nicht besser aus: Da quatschen hochbezahlte Innenminister der Länder tagelang über Auswahlkriterien und charakterliche Eigenschaften der künftigen V-Leute (für Ossis: Das hieß früher IM). Haben die nichts besseres zu tun ? Diese Auswahlkriterien gibt es doch schon längst! Einfach mal in den Dienstvorschriften des Ministeriums für Staatssicherheit nachsehen! Aber nebbich: Für die alten, glatzköpfigen, vom Staat bezahlten V-Leute von oder bei der NPD gibt es ja hoffentlich Bestandsschutz !?

Geht man noch weiter nach rechts, kommt man bei den richtigen Genossen an: Die sprangen am vorigen Wochenende wieder mal auf den Zug des Widerstandes gegen Rechtsradikale auf. In Fínowfurt fand auf einem Privatgrundstück ein genehmigtes Konzert von Nazi-Rockgruppen statt. Mal davon abgesehen, dass ein Rockkonzert egal von welchen Bands auf einem Privatgrundstück schon aus Gründen des Umwelt- und Lärmschutzes grenzwertig ist, frage ich mich wirklich, wer solchen Nazi-Dreck genehmigt. Unser Bürgermeister in Bernau ist jedenfalls immer sehr kreativ, wenn er den Bürgern in die Kniekehle hauen will. Will sagen: Muss man so etwas genehmigen? Findet sich wirklich kein Rechtsgrund in unserem umfangreichen bundesrepublikanischen Verwaltungsrechtsschatzkästchen dagegen? Beim Erfinden neuer Gebühren  oder der Verschlimmbesserung bestehender Abzockerquellen  seit ihr jedenfalls viel besser, liebe Verwaltungen. Dass sich der Bürgermeister der Gemeinde am Sonnabend demonstrierend auf die Seite der Nazi-Gegner schlägt, ist dann doch etwas zu billig.

Und ausgerechnet der unselige linke Brandenburger Finanzminister Markov marschiert auch noch an der Spitze der Demo ! Ein Nachbarschreck und eine der Schlüsselfiguren im Land, die für die Politikverdrossenheit vieler Menschen und damit für die geistige Verwirrtheit der Nazi-Wähler verantwortlich sind! Oder Axel Vogel, typischer Vertreter der nach Brandenburg implantierten West-Grünen: Satt, zufrieden, absolut sicheres Einkommen  Ein missionarischer Eiferer mit Beamten.-Mentalität, der die Welt aus einem völlig anderen Blickwinkel sieht als die Menschen, die sich Tag für Tag durch das Leben in Brandenburg kämpfen müssen. Einfacher kann man es den rechtsradikalen Rattenfängern nicht machen. Man muss nur noch ein paar mehr dieser Unsympathen in den Wahlkampf schicken

Wie gesagt: Nichts Neues! Weder im Kleinen noch im Großen. Was soll das erst im Sommer und damit in der richtigen Saure-Gurken-Zeit werden...

Donnerstag, 23. Mai 2013

Abiturfeiern

Jetzt irgendwann im Juni werden im Lande wieder unzählige Abiturfeiern statt finden. Zeit für mich, mal in meinem Tagebuch zu blättern und die Feier meines jüngsten Sohnes zu rekapitulieren. Der "Bengel" ist inzwischen ein gestandener Mann, herausragender und gut verdienender Anwalt, der sich schon mit 12 Jahren zu diesem Beruf wahrhaft berufen fühlte. Trotz Anwaltschwemme. Alle Versuche, ihm das Studium auszureden, fruchteten nichts, auch richtig gemeine Anwaltswitze hielten ihn nicht auf. Aber gehen wir mal zurück zum Anfang, zu seiner Abiturfeier inklusive Zeugnisausgabe vor vielen, vielen Jahren:

" ... Vor der Abiturfeier die Zeugnisausgabe im Theater der Freundschaft, Parkaue in Lichtenberg. Das Theater heißt jetzt Carousel und ist in einem grauenhaften Zustand. Die Veranstaltung gut gelungen. Wie immer befällt arglose Eltern von Söhnen (also M. und mich) ein Gefühl von Minderwertigkeit, wenn immer die drei selben Mädchen auf die Bühne müssen, um sich ihre Auszeichnungen für hervorragende Leistungen in den Fächern Sport, Musik, Mathematik Physik, Nadelarbeit, Deutsch, Englisch usw. abzuholen. Während meines Studiums wurde ein Mädchen ähnlichen Zuschnitts regelrecht verrückt und musste in die Klinik, weil sie im Chemiepraktikum mit Pauken und Trompeten durchfiel. Das Leben hat uns deshalb schon etwas gelassener gemacht und der von uns ausgeübte Leistungsdruck hielt sich - glaube ich - in Grenzen. Das Zeugnis unseres Sohnes ist also ok, er hat aber sicher noch Reserven.

Einige Dinge gibt es zur Feier noch anzumerken: Früher traten ja auch immer die Schulchöre auf. Während aber damals das erste Lied des Chores garantiert ein sowjetisches war, ist es heute ein US-amerikanisches. Dazu fällt uns noch besonders die eigenartige Freude der Musiklehrerin an Marschmusik auf.

Dieter Schütz  / pixelio.de
Was noch? Jeder Ballkünstler, der mal ein Tor geschossen hat, muss auf die Bühne und erhält ebenfalls eine Auszeichnung - seltsamerweise ein Buch.

Die vier Schüler, die das Jahrgangsbuch erstellt haben, werden wenigstens genannt. Eine Auszeichnung gibt es nicht, diese Leistung ist nicht so wichtig wie ein Tor im Fußball.

Geistiges ist wie immer verdächtig, Eigenes sowieso. Niemand hat das Jahrgangsbuch bisher gelesen: Wer weiß, welchen Lehrer die da angreifen, verhöhnen, kritisieren? Und dann dafür noch eine Auszeichnung ? Deutschland hat in 50 Jahren gerade mal zwei Literatur-Nobelpreisträger hervor gebracht. Wahrscheinlich, weil den jungen Menschen spätestens bei der Abiturfeier klar wird, dass sich in diesem angeblichen Land der Dichter und Denker nur das Tore schießen lohnt? ... "


Im Jahr 2013 entstehende eventuelle Ähnlichkeiten dürften wohl rein zufällig sein...


Mittwoch, 22. Mai 2013

Die Mafia

Lobby (Gerd Altmann/AllSilhouettes.com)
"Es gibt weitaus größere Gauner als meinen Mann... " sagt Edie Falco in ihrer Rolle als Carmella Soprano in der US - amerikanischen Fernsehserie "Die Sopranos", die vom Leben einer italo-amerikanischen Mafiafamilie in New Jersey handelt. Carmelas Mann Tony mordet sich teilweise mit eigener Hand zum Boss der DiMeo-Familie in New Jersey hoch.

Trotz aller Brutalität und Gesetzlosigkeit der Mafia vermittelt die Serie den Eindruck, dass sich in dieser Verbrecherorganisation  nur die kleineren Gauner zusammen gefunden haben.

Die großen Ganoven dagegen bevölkern die Parlamente und Amtsstuben sowie die Hinterzimmer der Politik.

Vor allem aber ist die Mafia offenbar absolut ehrlich...

Samstag, 18. Mai 2013

Der Bernauer Kahlbutz

Nein, was gibt es doch für schreckliche Leute! Da hat doch neulich ein Leser in der Online-Ausgabe der "Märkischen Oderzeitung" vorgeschlagen, dem nutzlosen und hässlichen Neubau des Bernauer Mühlentors endlich eine Bestimmung zu geben. Nämlich als Mausoleum für den Bürgermeister. Das Tor wäre genauso hässlich, dunkel und trostlos wie das Lenin - Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau.

Natürlich wurde dieser Vorschlag für eine niveauvolle Nutzung der an und für sich nutzlosen Beton-Replika eines Stadttores, das vor rund 150 Jahren auf Wunsch der Bürger abgerissen wurde, umgehend abgelehnt. Zu Recht, denn die Räumlichkeiten des Mühlentors geben die würdevolle Aufbahrung der Bürgermeistermumie gar nicht her.

Allerdings ist der Gedanke schon faszinierend: Wenn dann in rund fünfzig Jahren das Tor wieder abgerissen wird, findet man im einzigen Raum so etwas wie einen  Bernauer Ritter Kahlbutz  Falls nicht genügend Platz da ist, kann man ihn ja senkrecht hinstellen. So im Kreise seiner willfährigen Ratsdamen und -herren...


Donnerstag, 16. Mai 2013

Entlarvende Begriffe

Gerd Altmann  / pixelio.de
"Aufbau Ost"  war der Codename für die Mobilmachung der Nazi-Wehrmacht in Vorbereitung der Operation Barbarossa - den Überfall  auf die Sowjetunion. Interessant ist übrigens, dass der Nazi - Codename "Aufbau Ost" nur in englischen Quellen genannt wird. In Deutschland könnte man vor der vollen Wahrheit wohl erschrecken:  Ein Staat, der von Alt-Nazis aufgebaut und am Leben erhalten wurde, verrät sich natürlich auch mit seinen Definitionen und Begriffen. 

Wie "Barbarossa" ausging, wissen wir aus den Geschichtsbüchern. Wie "Aufbau Ost"  abläuft, erleben wir tagtäglich am eigenen Leibe - seit 1990...


Meinungsfreiheit

Gerd Altmann  / pixelio.de
Meinungsfreiheit verführt nur wenige zur freien, weil eigenen Meinung. Die meisten schlagen ihre Zeit lieber mit Nicht-Denken tot und überlassen die Freiheit denen, die sie ihnen erklären.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber nicht erstrebenswert

Als gebildeter,vornehmer Mensch und Liebhaber dieser Hunderasse benutzte Loriot in seiner obigen Feststellung entgegen meiner Überschrift natürlich den Singular. Denn der Plural steht im Deutschen schon seit einiger Zeit als die etwas vulgäre Bezeichnung für ein sekundäres weibliches Geschlechtsmerkmal.

Nun hat sich Angelina Jolie soeben diese abschneiden lassen. Weil sie ein genetisches Risiko für Brustkrebs hat.  Nein, sie ist nicht an Brustkrebs erkrankt. Sie hat nur ein genetisches Risiko. Also muss man sich demnächst beide Beine amputieren lassen, denn man könnte sie sich ja mal brechen. Dieses Risiko besteht. Oder die Gallenblase herausnehmen lassen, es könnten ja mal Steine entstehen. Was ist mit Nierensteinen? Oder Zahnstein? Herzinfarkt ? Gleich den Schrittmacher implantieren? Leberzirrhose ?  Und der Säugling bekommt ganz sicher irgendwann den Grauen Star.Das ist genetisch im Menschen so angelegt. Wäre da nicht sofort nach der Geburt eine Kunstlinse angebracht? Wie ist es mit Hüftprothesen ?

Rainer Sturm/pixelio.de
Mit Krebs ist nicht zu spaßen. Mit Brustkrebs schon gar nicht. Eine unserer liebsten Freundinnen aus Wales ist daran gestorben. Carol hat bis zuletzt gekämpft und ihr großes walisisches Herz spendete noch anderen Frauen Trost, bis zum Ende. Die britische Königin schlug sie für ihr Engagement zum Member of the British Empire. Ein geringer Trost, denn mehr als nötig wären nicht nur in Großbritannien ordentliche Systeme der Vorsorge. Das steckt auch bei uns leider immer noch  in den Kinderschuhen. Obwohl unsere Frauen es im Osten Deutschlands schon einmal besser kannten. Aber das darf natürlich nicht wahr sein, lieber berichtet man alle halben Jahre über irgendwelche, angeblich illegalen  Medikamententests, als ob die Contergan- Affäre in der DDR stattgefunden hätte.

Sehen wir einmal davon ab, dass ich bis gestern noch dachte, Angelina bestünde eigentlich nur aus Silikon (der überwiegende Teil der Brüste und die Lippen jedenfalls) und sie auch bisher kaum als gute Schauspielerin im üblichen Sinne wahr genommen habe, mache ich mir Sorgen. Ich befürchte nämlich, dass sich jetzt Millionen ihrer weiblichen Fans im leider üblichen Nachahmungstrieb ihre Brüste amputieren lassen werden. Weil der fahrlässige Irrsinn dieser fehlgeleiteten Hollywood-Ikone heute natürlich in jeder bundesdeutschen Zeitung breitgetreten wurde. Und im Gegensatz zum Heldenmut unserer Freundin Carol mit diesem blödsinnigen Kram so wunderbar Kasse gemacht werden kann...


Montag, 13. Mai 2013

Neues aus Bernau, nichts Neues auf dem Bau

An der Bernauer Allee in Schönow finden seit dem 8. April Bauarbeiten für zwei Bushaltestellen statt. Der Verkehr wird zwischen Fritz-Reuter- und Hans-Sachs-Straße etwa über 200 Meter einspurig  geführt und durch eine Ampelanlage geregelt. Zusätzlich hat man nun doch eine Fußgängerampel geplant, nachdem die kreisgewaltigen Verkehrsplaner noch im vorigen Jahr keine Fußgänger feststellen konnten, die dort zu Rewe oder Netto einkaufen gehen wollten. Soweit, so gut.

Katharina Scherer  / pixelio.de
Es wäre aber ein Wunder, wenn in Bernau bei Berlin mal alles wie geplant oder auch nur mit einem kleinen Chaos ablaufen würde. Natürlich kann niemand dafür sorgen, dass am Wochenende oder nachts die eigentlich dann unnützen Verkehrsleiteinrichtungen weggeräumt und die Ampeln ausgeschaltet  werden, damit der Verkehr ungehindert fließen kann. Die Ampeln funzeln also seit über 4 Wochen ununterbrochen und strapazieren nicht nur die Nerven der Autofahrer. Da viele Autofahrer den gewaltigen Staus (teilweise bis zur Schönower Kirche) entgehen wollen, fahren sie durch angrenzende Wohngebiete. Dort staubt es aber auch ohne diesen zusätzlichen Verkehr wie in der afghanischen Wüste, weil die geistig etwas überforderte Bernauer Stadtverwaltung vor Jahren Recyclingmaterial auf den unbefestigten Straßen ausbringen ließ.  Mein Vater pflegte in solchen Situationen immer vom "Fluch der bösen Tat" zu sprechen. Wie immer haben die böse Tat Andere vollbracht, der Fluch trifft einzig die armen Anwohner.

Ein Ende der Bauarbeiten ist übrigens nicht in Sicht. Arbeiter werden dort an der Bernauer Allee nur sehr sporadisch gesehen. Die Ampeln beleuchten Tag und Nacht das gruselige Nicht-Geschehen, das wieder einmal so typisch ist für Brandenburg und Bernau bei Berlin Ich frage mich, warum simple Pflasterarbeiten länger als 4 Wochen dauern müssen ? Droht uns hier eine neue, weitere Brandenburger Dauerbaustelle,Bahnhofsvorplatz  ? Neben dem famosen Flughafen Berlin-Brandenburg International ? Denn der Bernauer Bahnhofsvorplatz und der Flughafen BER haben wenigstens drei Dinge gemeinsam: Sie sind fehl geplant, die Projekte werden von großmäuligen  Flachzangen geleitet und die grandiosen Bauten werden nie fertig...

Sonntag, 12. Mai 2013

Unverständliche Geldpolitik


„Ich weiß, dass Sie glauben, Sie wüssten, was ich Ihrer Ansicht nach gesagt habe. Aber ich bin nicht sicher, ob Ihnen klar ist, dass das, was Sie gehört haben, nicht das ist, was ich meinte.“ äußerte sich Alan Greenspan  (* 6. März 1926 in New York). 

Greenspan ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und war vom 11. August 1987 bis zum 31. Januar 2006 Vorsitzender der US- amerikanischen Notenbank. Er wollte zunächst Musiker werden und spielte  Saxophon und die Klarinette, mit der er seinem Vorbild Benny Goodman nacheiferte. Allerdings absolvierte er ab 1944 ein volkswirtschaftliches Studium, das er 1950 an der New York University mit dem Master-Degree abschloss. 1977 promovierte er an der New York University und erhielt dort 2005 auch  den  Ehrendoktor.

Was sagt uns das? Vielleicht das: Als Musiker wäre er heute nicht so umstritten und hätte wahrscheinlich nicht nur Finanzjongleure glücklich gemacht.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Heute mal wieder mit Sprachunterricht

Neulich bei McDonalds kurz nach 10 Uhr in Brandenburg auf dem platten Land: Nach stundenlanger Autofahrt überfällt mich ein Heißhunger auf Frühstück. "Ich möchte bitte das Rührei mit Schinken." Antwort der Fachkraft hinter dem Tresen: "Haben wir nicht, nur mit Bacon!" Mmh, nehme ich eben den/das/die Bacon. Oder Bazon? Mit Eggern? Rureggern?

Intelligente Menschen können sich allerdings auch in ihrer Muttersprache einigermaßen ausdrücken...

Mittwoch, 8. Mai 2013

Как аукнется, так и откликнется oder: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“

Gedenken ( © fv 2012)
Im sechsten Teil des Hörstücks "Wo ist eigentlich Europa" müssen wir maßloses Entsetzen erfahren, empfinden tiefe Trauer und fühlen uns in unserer Forderung bestätigt:

"Nie wieder  Krieg und Massenmord mit deutscher Hand !" 

Es tut so weh. Und trotzdem finden wir ausgerechnet in einem Bayerischen Haus einen optimistisch klingenden Neuanfang- auch für unsere Kinder und Enkel.

Rechtzeitig vor dem Feiertag wünscht Vallis Blog Erbauung und Nachdenken beim Hören des letzten Teils unseres Podcasts über eine Reise in ein nicht so fernes Land in Europa: (bitte den Player anklicken)



Viel Arbeit bis 2017

Großer Tag gestern in Frankfurt/Oder. Nicht wegen Genscher (man beachte vor allem die Leser-Kommentare - den lobhudelnden Artikel kann man wie immer knicken), der erlebt gerade das Scheitern seiner Lebensträume. Deshalb heftet man ihm schnell noch einen Orden an. Und nebenbei kassiert er noch als armer Politrentner mal eben so fünftausend Euro. Für Nichts. Money for Nothing.

Nein, dieser Tag in Frankfurt war viel größer! Ich habe mir freiwillig noch mehr Arbeit aufgeladen, denn gestern wurde ich in den Ausschuss für Finanzen und Steuern der IHK Ostbrandenburg berufen. Es ist ja seit jeher so, dass die kleinen Indianer arbeiten müssen, damit sich  die großen Häuptlinge  gegenseitig die Orden und Preise anheften können...

Montag, 6. Mai 2013

Tote Soldaten, üble Gestalten

"Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glückssüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen" (Zitat Joachim Gauck, Bundespräsident und emsiger Vertreter des Kapitals)

Wäre ich eine Mutter und wäre mein von Menschen wie Gauck verhetzter oder irregeleiteter.Sohn gefallen, würde ich jedem, der mir mit so einem hohlen Spruch kommt, der uns unser Glück abspricht, sofort ins Gesicht spucken. 

Die deutschen Gefallenen in AFG und anderswo in den Kriegen der Konzerne sind in Wirklichkeit eine Mahnung. Diese heißt: "Nie wieder Krieg!" Vor allem nicht mit deutscher Beteiligung. Diese Mahnung ist schwer zu ertragen und von vielen Verblendeten in dieser Gesellschaft wird sie trotz aller Nazi- Bluttaten im von Deutschen entfesselten WK II nicht mehr oder noch immer nicht verstanden. 

Aber noch viel schwerer zu ertragen als diese tödliche Mahnung sind die Sprüche dieses unseligen Wanderpredigers...

Bürgerbegehren beendet: Mehr als 4.500 Unterschriften!


Das Bürgerbegehren "Gerechter Straßenausbau in Bernau" ist beendet. Es erfolgt nun die Sortierung und Nummerierung aller eingereichten Formulare. Am Dienstag, dem 07.05.2013 um 07.00 Uhr werden durch die beiden Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens Jörg Arnold und Péter Vida alle Unterlagen beim Wahlleiter der Stadt Bernau eingereicht, der dann unverzüglich mit der Prüfung beginnt.

Nach bisherigen Auszählungen werden dem Wahlleiter insgesamt mehr als 4.5oo Unterschriften überreicht. Eine fantastische Leistung ! Allen Mitwirkenden herzlichen und aufrichtigen Dank.

Wir Bernauer haben alle zusammen viel Kraft und Engagement bewiesen, so dass diese gewaltige Zahl erreicht werden konnte. Diese Aktivierung der Bernauer Bürgerschaft zeigt deutlich, dass Veränderungen in Bernau möglich sind.

Wie erst jetzt bekannt wurde, war es Ende April anlässlich einer Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren auf dem Bernauer Marktplatz zu einem Zwischenfall gekommen:  Der Bernauer Wirtschaftsamtsleiter, Thomas Rebs (Mitglied der Linken), wollte gesetzwidrig einen Sammelstand für Unterschriften auf dem Bernauer Markplatz verbieten. Mit unsachlichen Bemerkungen und Beleidigungen (in etwa „Was für ein Jurist sind Sie?“, „Sie sind Stadtverordneter, Ihr Verhalten eignet sich gut, um öffentlich daraus ‚etwas‘ zu machen…“ ) versuchte er, den Fraktionsvorsitzenden der Unabhängigen Fraktion, Péter Vida, vom Platz zu vertreiben. Während beim Bürgerbegehren der Linken die Sammlung von Unterschriften sogar im Rathaus von Amts wegen gestattet wurde, durften die Formulare für das jetzige Bürgerbegehren „selbstverständlich“ nicht im Rathaus ausliegen.

Die Nerven der Machtbesessenen  liegen wohl inzwischen so blank, dass Rebs sich an die Methoden aus guten alten SED-Zeiten erinnern musste?  Immer mehr Bürger durchschauen indes die Machtspielchen der etablierten Parteien und das Durcheinander, dass die Linke im trauten Verein mit der anderen Verräterpartei, der  SPD, in Brandenburg angerichtet hat und weiter anrichtet


Samstag, 4. Mai 2013

Одесса - Я хочу познакомиться с тобой поближе !

Das heißt auf deutsch:  Odessa - ich möchte Dich näher kennen lernen !

Wer Lust auf den fünften Teil meiner Erzählung über eine Reise nach Europa hat, klickt einfach auf den folgenden Player und dort auf das Bild mit der Braut:

Freitag, 3. Mai 2013

Weit weg oder nah dran: Reiseerlebnisse

"Es gibt keine Leute, die nichts erleben; es gibt aber Leute, die nichts davon merken." meinte Curt Goetz, eigentlich Kurt Walter Götz (* 17. November 1888 in Mainz; † 12. September 1960 in Grabs, Kanton St. Gallen, Schweiz). Er war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller und Schauspieler.

Odessa: Der Hafen (© fv 2012) 
Übrigens: Einer kann wunder wie weiß weit weg fahren und hat außer SHOPPING nichts weiter erlebt. Dem anderen aber geht das Herz über und er belästigt seine Mitmenschen endlos mit den Abenteuern einer einzigen Woche in einem fremden Land:  Nächste Woche folgt daher Teil 5 meines Podcasts zum Thema "Wo ist eigentlich Europa? ", der sich mit einer Reise in die Ukraine, in die wunderschöne Stadt Odessa beschäftigt. Ich verspreche hiermit hoch und heilig:  Mehr als sechs Teile wird es nicht geben...

Montag, 29. April 2013

Heute mal mit österreichischer Volkskunst oder: Alles passt in Bernau bei Berlin


Traut man dem Internet, handelt es sich bei folgendem Lied aus meiner Jugendzeit um österreichische Folklore: 


"Wir gründen 'nen Idioten-Club 
und laden herzlichst ein,
Ein Jeder kann dort Mitglied werd'n.,
Nur blöde muss er sein.
Bei uns heißt die Parole:
Sei blöde bis zum Tod
und wer am allerblödsten ist,
wird Ober-Vollidiot..."

Was steht mir auf der Stirn geschrieben?
(Gerd Altmann  / pixelio.de) 

Ich kann nichts dafür, dass mir dieses Lied unweigerlich und immer wieder bei bestimmten Nachrichten aus dem Bernauer Politzirkus einfällt und ich mir dann die Frage stelle, ob fast 93 Prozent der Bernauer Stadtverordneten wirklich geistige Flachzangen sein können oder nur aus parteipolitischen Gründen einen derartigen gequirlten Unsinn verzapfen? In der Realität des täglichen Stadtlebens scheinen diese 33 Männer und Frauen jedenfalls noch nicht angekommen zu sein...

Samstag, 27. April 2013

Holz und verbohrte Köpfe

In der vergangenen Woche erschien in unserer Provinzzeitung ein Artikel über eine sich ständig verknappende Ressource: Holz. Nachdem die bundesdeutschen  Medien seit Jahren das Heizen mit Holz oder Holzpellets regelrecht hoch geschrieben haben - jeder musste sich quasi sofort einen Ofen im Baumarkt besorgen, um dann preisgünstig und angeblich umweltbewusst heizen zu können-  wird  Holz inzwischen knapp. 
Sterweise aufgeschichtet (berggeist007  / pixelio.de)

Dr. Andreas Steiner setzt sich in seiner Leserzuschrift (nur im Eberswalder Teil des Barnim Echos zu lesen) zum Artikel mit diesem Thema auseinander und beleuchtet vor allem die Politik des Barnimer Landrates und des Eberswalder Bürgermeisters sowie die  Rolle des unseligen "Hokawe", das dieser Landrat zwar nicht kaufen durfte, das aber nichtdestotrotz immer noch die Umwelt ruiniert. 

Herr Dr. Steiner fordert ganz klar: 

Herr Landrat  Ihrke, Herr Bürgermeister Boginski: Legen Sie das Holzkraftwerk Eberswalde endlich still!

Nach Einschätzung des Landeskompetenzzentrums Forst in Eberswalde wird im Barnim der langsam nachwachsende Rohstoff Holz immer knapper.

Es ist zu betonen, dass zu dieser Verknappung das Holzkraftwerk Eberswalde (HoKaWe) einen nicht unerheblichen Teil beiträgt und die Ressource Holz hinsichtlich der regionalen Verfügbarkeit in absehbarer Zeit an seine Grenzen stoßen wird. Denn das Werk hat einen unersättlichen Appetit, folglich werden die heimischen Wälder übernutzt und ausgebeutet. Seit dem Bau des HoKaWe weisen seine Kritiker unermüdlich darauf hin, dass es keineswegs nachhaltig arbeitet und warnen vor negativen ökologischen und ökonomischen Auswirkungen für die Region.

 Doch nicht nur die großen Mengen an Holz, die das Werk verschlingt, stimmen bedenklich. Das HoKaWe verwendet wenig abgelagertes Frischholz mit einem hohen Wasseranteil. Um vor der Verbrennung die Feuchtigkeit zu entfernen muss zunächst viel mehr Energie als bei gut abgelagerten Kaminholz hineingesteckt werden. Im Vergleich zu modernen Kaminspeicheröfen, die eine energetische Ausnutzung von mindestens 75 % haben, liegt die Effizienz des Holzkraftwerkes Eberswalde entsprechend auf dem Niveau einer frühindustriellen Dampfmaschine. Je nach Feuchtegehalt des Holzes weist es eine Energieausnutzung von nur 25 – 30 % auf. Welche große Mengen an Wasserdampf mit darin enthaltener Energie bei der Verbrennung freigesetzt und ungenutzt in die Atmosphäre verpuffen kann man eindrucksvoll zu Nachtzeiten am beleuchteten Kraftwerk sehen. 

Ganz übel ist aber, dass nicht nur bei der Durchforstung entstehendes Restholz für die thermische Verwertung verwendet wird, sondern nachgewiesenermaßen dicke Stämme an wertvollem Hartholz, u.a. Eiche, welches für eine stoffliche Verwertung (Möbelindustrie, Bauholz) bestimmt sein sollte. Trotz erheblicher technologischer Bedenken wurde das HoKaWe vom Land Brandenburg unter dem Anschein ökologischer Nachhaltigkeit jahrelang mit billigem Holz subventioniert, eine „Schmutzkonkurrenz“ etabliert und damit Marktverfälschung betrieben. 

Andere Holzverwerter leiden darunter. Die Verfügbarkeit von Holz ging stetig zurück und sie konnten Holz nur zu höheren, marktüblichen Preisen einkaufen. Im letzten Jahr war dann glücklicherweise Schluss mit der Subventionierung von Billigholz. Trotz erheblicher finanzieller Unterstützung mit Steuergeldern hat es das Kraftwerk seit Inbetriebnahme jedoch nicht schaffen können, rentabel zu wirtschaften. Wie wir wissen ging es im letzten Jahr in die Insolvenz.

Vor diesem Hintergrund erneut mein Appell an den Landrat des Landkreises Barnim und den Bürgermeister von Eberswalde: Herr Ihrke, Herr Boginski: Zeigen Sie Herz für die holzverarbeitende mittelständige Wirtschaft, für die Holzofen betreibenden Eigenheimbesitzer sowie für unsere Wälder und legen Sie das Holzkraftwerk Eberswalde endlich still! Seien Sie vernünftig und sehen Sie es bitte endlich ein: Jeder weitere Tag der Aufrechterhaltung seines Betriebes ist schädlich für die Region.

Dr. Andreas Steiner

Freitag, 26. April 2013

Рыба ищет где глубже, а человек где лучше...

 ... oder auf deutsch: Der Fisch sucht die tiefste Stelle, der Mensch hingegen die beste. Heute gibt es in Vallis Blog wieder etwas für die Ohren. Und zwar den vierten Teil des Podcasts über die Frage, wo sich eigentlich Europa befindet:






Viel Vergnügen ! 

Dienstag, 23. April 2013

In memoriam Richie Havens

Der Gitarrist und Sänger Richie Havens erlag gestern im Alter von 72 Jahren einem Herzinfarkt. Richard Pierce „Richie“ Havens (* 21. Januar 1941 in Brooklyn, New York City) war als Schwarzer in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in der von Weißen dominierten Folk-Szene eine absolute Ausnahme.

Er erlangte Weltruhm, als er 1969 das legendäre Woodstock-Festival eröffnete. Havens war von den Veranstaltern gebeten worden, die Zeit bis zum Eintreffen der anderen Musiker zu überbrücken,

Am Freitag, dem 15. August 1969 um 17:07 Uhr eröffnete er das Festival. Die ganze Zeit über erhielt er Beifall, er spielte so lange Zugaben, bis ihm nach drei Stunden die Lieder ausgingen. Darauf entschloss er sich, eine Version des Spirituals "Motherless Child" zu improvisieren, der er eine Strophe, bei der er immer wieder das Wort Freedom wiederholte, hinzufügte. Dieser Titel war sein musikalischer Durchbruch.

Havens wurde als ältestes von neun Kindern geboren . Er nahm in den 30 Jahren seines aktiven musikalischen Schaffens 30 Alben auf und spielte in so bedeutenden Konzertsälen wie der Royal Albert Hall in London und der New Yorker Carnegie Hall. Obwohl er selbst relativ viele Lieder schrieb, feierte er seine größten Erfolge durch die Interpretationen vor allem der Songs von Bob Dylan und den Beatles.

Eine besonders schöne und mitreißende Interpretation des Liedes "Here comes the sun" von George Harrison in der Interpretation von Richie Havens findet man hier.

... Little darling, the smiles returning to the faces
Little darling, it seems like years since it's been here
Here comes the sun
Here comes the sun, and I say 

It's all right...


Richie Havens ist tot.



Montag, 22. April 2013

Steuervermeidung


Nach einer  Schätzung des Beratungsunternehmens KPMG wird ein Fünftel der in der Bundesliga abgeschossenen Fußbälle nicht in Deutschland versteuert. Der Fall Hoeneß ist nur die Spitze des Eisberges! Unglaublich, was da vorgeht! Dem deutschen Fiskus entgehen Milliarden an aufgeblasenen Gummi-, Plaste- und Lederbällen -  nicht nur in der Bundesliga! Und alle landen in der Schweiz !

Auch bei Zigaretten ist die Lage katastrophal:  KPMG schätzt, dass ein Fünftel der hierzulande gerauchten Zigaretten nicht in Deutschland versteuert wird. Insgesamt seien 21 Milliarden Glimmstengel am deutschen Fiskus vorbei verqualmt worden.

Um den damit einhergehenden Steuerausfällen gegen zu steuern, erwägt die SPD mit ihrem Topp-Kandidaten P€€r Steinbrück bei Machtübernahme im Herbst eine Haushaltsabgabe analog zu den Rundfunk-Gebühren einzuführen.  "Wenn es nicht mehr darauf ankommt, ob man Rundfunk empfängt, kommt es auch nicht mehr darauf an, ob man raucht." argumentierte der P€€r gegenüber Vallis Blog. .

Kanzlerin Merkel ließ daraufhin von ihrem Pressesprecher Stefan Seibert dementieren, dass die von der CDU geführte Regierung im Falle eines Wahlsieges eine ähnliche Steuer plane. Regierungssprecher Seibert sagte auf konkrete Nachfrage von Vallis Blog anlässlich der heutigen Bundespressekonferenz, dass man im Bundesfinanzministerium lediglich besorgt über die hohen Steuerschäden sei, die durch konsequentes Nichtrauchen entstehen. Auch die vielen Fahrradfahrer, die sich einfach der Mineralölsteuer entziehen, sorgen vermehrt für Steuereinbußen des Bundes und für Unmut der Finanzbeamten. Konkrete Pläne für eine Nichtraucher- und Fahrradfahrer-Haushaltsabgabe beständen aber bisher nicht.

Unter der Verwendung von Ideen einiger Leser der "Märkischen Oderzetung" (Deichkind, Steuermann und Kai Wagner).



Der Bundesinnenminiskus gibt bekannt

C-Bombe (www.JenaFoto24.de  / pixelio.de)
(Vallis Blog - Exklusivmeldung): Ab sofort müssen Briefe und andere Postsendungen an den Kunduspräsidenten mit dem deutlichen Aufdruck "Enthält keine Bombe" gekennzeichnet werden und eine Überwachungskamera mitführen, teilte das Kunduspräsidentenamt in Abstimmung mit dem Bundesinnenminiskus soeben mit. Dabei ist es gleichgültig, ob die Mitteilung " Enthält keine Bombe" als Stempelaufdruck oder als Aufkleber auf der Postsendung aufgebracht ist, wird weiter verlautet. Das Fabrikat der Videokamera wird nicht vorgeschrieben.

Hintergrund dieser Maßnahme ist offenbar die Geldspende eines bisher unbekannten Spenders. Das Paket mit mehreren Millionen Euro Inhalt sei direkt an das Salatoberhaupt adressiert gewesen.  Es ist am vergangenen Donnerstag in der Poststelle bei einer Routinekontrolle aufgefallen. Die Kunduspolizei habe daraufhin ein Sprengstoffkommando angefordert. Spezialisten sprengten die Postsendung kontrolliert im Garten des Kunduspräsidentenamtes in Bellin. Der Geldregen über Bellin - in diesem Fall handelte es sich allerdings um pulverisierte Geldscheine - hielt stundenlang an. Aus Sicherheitskreisen hatte es zunächst geheißen, in der Postsendung habe sich sprengfähiges Material befunden. Diese Information bestätigte sich nicht.

Bisher ist völlig unklar, wer die Millionen und vor allem das überaus hohe Porto von 5,90 Euro für den zwar nervigen, aber eigentlich völlig unwichtigen Wanderprediger G. gespendet hat.

Sonntag, 21. April 2013

Wütend !

"Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer. " meinte Aristoteles (altgriechisch: Ἀριστοτέλης Aristotélēs, Betonung lateinisch und deutsch: Aristóteles; * 384 v. Chr. in Stageira; † 322 v. Chr. in Chalkis). Er gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Philosophen der Geschichte. Aristoteles hat zahlreiche Disziplinen entweder selbst begründet oder maßgeblich beeinflusst, darunter Wissenschaftstheorie, Logik, Biologie, Physik, Ethik, Staatstheorie und Dichtungstheorie. (Quelle: Wikipedia) 

Im Moment nervt mich gerade wieder einmal unser Bürgermeister Hubert. Dieser Mensch ist nicht nur beratungsresistent, er muss sogar boshaft und dumm sein! Denn anders kann ich mir die absolut blöden Sprüche nicht mehr erklären, mit denen er auf Kritik (die seit Monaten praktisch täglich auf ihn einprasselt) reagiert. 

Adlerapotheke in Bernau (© fv 2009) 
Stichwort Bahnhofsvorplatz Bernau: Seit ungefähr 5 Jahren wird daran herum gebaut, es wird nur noch schlimmer. Die Busse können nicht wenden bzw. gefährden dabei die Fußgänger. Es gibt nicht genügend Warteplätze für Taxen. Kurzzeit-Parkplätze für PKW sind auch nur wenige vorgesehen. Die wenigen sind natürlich gebührenpflichtig. Neulich habe ich unseren Enkel samt Eltern und Kinderwagen am Bahnhof absetzen wollen. Es war nicht möglich, ohne dass man sich entgegen der Verkehrsregeln verhalten musste. Sicher geht es Leuten mit Rollstuhl genauso, wenn sie sich am Bahnhof absetzen lassen wollen.  Nun wurde vergangene Woche dazu im Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Bernau beraten.  

Fazit unseres obersten Verwaltungschefs: " ... aber in erster Linie soll der Individualverkehr zurück gedrängt werden zugunsten der Fußgänger." !  Bei soviel nonchalanter Dumm - und Frechheit waren die Volksvertreter wieder einmal sprachlos und offenbar ausgetrickst, wie man dem Artikel dann anschließend entnehmen kann. Dümmer geht's offensichtlich immer in Bernau. Das  Problem ist damit wahrscheinlich für Stadtverwaltung und Stadtverordnete erledigt.  Also, von Schönow, Ladeburg, Börnicke usw. über 5 bis 10 Kilometer am besten zu Fuß mit dem Kinderwagen (oder Rollstuhl) zum Bahnhof, weil es für Individual- PKW nicht genügend Kurzzeit-Parkplätze gibt. 

Übrigens: Dass die Taxenzählung entweder spät in der Nacht oder am Ostersonntag um 7 Uhr stattgefunden hat, traue ich unserem Super-Schlauberger und Vernebelungskünstler auch noch zu. 

 Zu diesem Bürgermeister und seinen absoluten Fehlleistungen sowie den ständigen dummen Ausreden fällt mir wirklich fast nichts mehr ein. Außer vielleicht eines, passend zum Bahnhof: "Zurücktreten!"

Donnerstag, 18. April 2013

Eine optimistische Lösung

"Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung." meinte Marcel Pagnol (* 28. Februar 1895 in Aubagne, Bouches-du-Rhône; † 18. April 1974 in Paris). Er war ein französischer Schriftsteller, Dramaturg und Regisseur. Seine zwischen 1957 und 1959 erschienene autobiographische Romantrilogie "Souvenirs d’enfance" ( dt.: "Eine Kindheit in der Provence") gehört seit Jahrzehnten zur Standardlektüre französischer Schüler und begründete Pagnols bis heute ungebrochene Popularität in Frankreich.

Mittwoch, 17. April 2013

Bürgerbegehren auf sehr gutem Weg!

Das Bürgerbegehren für gerechten Straßenausbau in Bernau steht kurz vor dem Erfolg. Innerhalb weniger Wochen haben fleißige Helfer bereits über 3000 Unterschriften gesammelt. Das Bürgerbegehren "richtet sich gegen die bisherige Praxis der Stadt, bei Erschließung und Ausbau von Anliegerstraßen den Bürgerwillen unberücksichtigt zu lassen." schreibt die "Märkische Oderzeitung" heute.

Anliegerstraße (uschi dreiucker  / pixelio.de) 
"Sind Sie dafür, dass ab dem 1. Januar 2014 Maßnahmen zum Ausbau von Anliegerstraßen und Maßnahmen zur Herstellung von Erschließungsanlagen, die zwar schon vorhanden sind, aber nicht als bereits hergestellt gelten, nur durchgeführt werden, wenn die Mehrheit der Beitragspflichtigen der jeweils geplanten Maßnahme zuvor zustimmt, sofern die Stadt zur Durchführung der jeweiligen Maßnahme nicht verpflichtet ist?", lautet die Frage, über die Bürgerinnen und Bürger Bernaus entscheiden sollen. Es werden 3100 + X Unterschriften benötigt, damit im Herbst diesen Jahres anlässlich der Bundestagswahl ein Bürgerentscheid durchgeführt werden kann, und in Zukunft die Anlieger - sofern sie die überwiegenden Kosten zu tragen haben - selbst entscheiden dürfen, ob sie die geplanten Straßenbaumaßnahmen überhaupt und auch in welcher Ausführung wünschen.

Eile ist geboten, denn Anfang Mai sollen die Unterschriften für den Bürgerentscheid im Bernauer Rathaus übergeben werden. Dazu finden weitere Unterschriftensammlungen



  •  am Samstag, 20.04., um  9 Uhr auf dem Marktplatz Bernau und vor dem ToomBaumarkt in der Schwanebecker Chaussee sowie
  •  am Samstag, 27.04., um 9 Uhr bei Edeka, Bahnhofspassage


statt.

Der breiten Bernauer Öffentlichkeit wird der Bürgerentscheid anschließend mittels eines Bürgerbriefes an alle  Bernauer Haushalte vorgestellt.

Um den Stand der Unterschriftensammlung zum Bürgerentscheid sowie weitere Perspektiven  der Bernauer Kommunalpolitik geht es dann in einer  Bürgerversammlung zum Thema "Gerechter Straßenausbau in Bernau" am 29.04.2013 um 19 Uhr in die Aula der Tobias-Seiler-Oberschule, Zepernicker Chaussee. 20-24, zu der die Unabhängige Fraktion der Bernauer Stadtverordnetenversammlung  alle interessierten Bernauerinnen und Bernauer herzlich einlädt.





Dienstag, 16. April 2013

GEZ-Zwangsgebühren stoppen!

Gebühren und  Abgaben ( Gerd Altmann/dezignus.com  / pixelio.de  )
Es geht um unsere Geldbörsen und es geht um Qualität in der Fernsehunterhaltung.  Deshalb wurde die GEZ-Petition am vergangenen Mittwoch  zunächst im Bayerischen Landtag an Dr. Thomas Goppel (MdL, CSU) übergeben

Die Einreichung der Petition in den übrigen Landtagen und Senaten wird in den nächsten Wochen stattfinden

Mehr Informationen zu den nächsten Schritten und Protesten gibt es unter diesem Link.

Sonntag, 14. April 2013

Schurkereien

"Es geht ungerecht zu auf der Welt: Ein Schurke darf sich jede Anständigkeit herausnehmen, ein anständiger Mensch aber nicht die kleinste Schurkerei." meinte  Samuel Langhorne Clemens (* 30. November 1835 in Florida, Missouri; † 21. April 1910 in Redding, Connecticut) – besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller. 


Gerd Altmann  / pixelio.de  
Periodisch kommt auch hier im Blog immer mal wieder die Kritik hoch, man dürfe unser lieben Politiker nicht beschimpfen oder gar beleidigen, man müsse mit ihnen ernsthaft diskutieren und vor allem respektvoll umgehen. Ich frage dann jedesmal, welchen Respekt diese aufgeblasene Bande eigentlich uns gegenüber zeigt? Hören sie uns auch nur einmal zu, wenn sie wieder neue Truppen, Aufklärungs- und Kampfflugzeuge oder Kriegsschiffe in irgendein Land mit wichtigen Rohstoffvorkommen schicken oder irgendwelche wichtigen Bankster retten? Fragt man uns jemals, was wir über immer neue Befugnisse für die Eurokraten in Brüssel denken? Ziehen sie wirklich in die Universitäten, nur um dort mit Studenten zu diskutieren?  Gehen sie respektvoll mit uns und unseren Steuergeldern um? Fragt man uns, ob wir aufgeblasene  Potemkinsche Einkaufszentren mit angeschlossenen Flughäfen/Bahnhöfen/ Stadtschlössern/Philharmonien brauchen oder haben wollen, die niemals fertig werden und nur dafür da sind, damit sich Bauunternehmer, Rechtsverdreher  und Super-Männätscher wie Mähdown die Taschen füllen können?  Wenn sie für unsere Steuergelder unbedingt Drohnen anschaffen wollen, damit sie in aller Welt effektiv Krieg führen können?  

Niemals werden wir gefragt. Einmal alle vier bis fünf  Jahre darf das Stimmvieh antreten und den Ganoven einen weiteren Freibrief ausstellen.  Mehr Respekt genehmigt man uns nicht. Dieses Wenige nennt man dann Demokratie. 

Und deshalb sollte man Schurken viel öfter auch Schurken nennen. Auch wenn es Polit-Schurken sind.  Denn Schurken kann man gar nicht beleidigen...

Freitag, 12. April 2013

Lesen!

"Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese."  meinte Groucho Marx (* 2. Oktober 1890 in New York City als Julius Henry Marx; † 19. August 1977 in Los Angeles). Er war ein US-amerikanischer Schauspieler und Entertainer, der vor allem durch die Filme mit seinen Brüdern Chico, Harpo, Gummo und Zeppo, den Marx Brothers, bekannt wurde.

Well done, Groucho. ich schnappe mir heute Abend auch wieder einen Original-Wilsberg von Jürgen Kehrer und werde etwas für meine kriminalistische Bildung tun. Kehrers Wilsberg hat den Vorteil, dass er bei fast jedem seiner Fälle mit einer Lebenslüge der Bundesrepublik Deutschland aufräumt. Deshalb hat die gleichnamige ZDF-Reihe "Wilsberg" auch schon lange nichts mehr mit dem Original aus Münster zu tun....

Donnerstag, 11. April 2013

Stolz

Ich bin stolz auf meine Alma mater. Nicht auf den Präsidenten der Humboldt-Universität, der diesen Kriegstreiber  de Maizière unnötigerweise eingeladen hat, sondern auf die Studenten. Unter de Maizière werden entgegen dem Grundgesetz die Kriegseinsätze der Bundeswehr planmäßig ausgeweitet, die Bundeswehr soll Drohnen erhalten und immer weiter aufgerüstet werden, der Wehrkundeunterricht an Schulen wird Normalität. Dazu deckt er den katholischen Militärbischof Overbeck, der im vergangenen Jahr praktisch allen Atheisten moralische Gesinnung und quasi das Lebensrecht absprach. Gott mit uns für noch mehr Kriegseinsätze der Bundeswehr in aller Welt. De Maizière ist ein übler Schreibtischtäter par excellence, man muss nicht mit ihm diskutieren. Man muss ihn bremsen, wo es nur geht.

Werbung in eigener Sache

Inzwischen stehen schon drei Teile meines Podcasts zum Thema "Wo ist eigentlich Europa" zum Anhören hier im Blog bereit. Einfach im Player das jeweilige Bild (für Teil 1 die Potjomkin-Treppe, für Teil 2 die Atlanten und für Teil 3 das Denkmal der Zarin Katharina) anklicken und los geht's !  Der Player ist so gut gemacht, dass man im Blog zum nächsten Podcast nicht mehr nach oben oder unten klicken muss, es lässt sich alles aus einem Link heraus anhören.

Teil 4 bringt übrigens etwas weniger Geschichte, dafür mehr Aktuelles, auch aus
Odessa - das Opernhaus ( © fv 12012) 
der herrlichen Oper. Teil 5 wird sich  mit der  jüngeren Vergangenheit der Stadt z.B. im 20. Jahrhundert beschäftigen. Ein Boxer tritt auf, mit wuchtigen Schlägen seine Heimat voran zu bringen, Isaak Babel und Valentin Katajew werden uns etwas über ihr Leben in Odessa, über die Revolution und die Katakomben erzählen. Alles ist gewürzt mit unseren persönlichen Eindrücken und soll neugierig auf diese faszinierende Stadt machen, denn "Мечтать не вредно!". Auf deutsch: "Träumen schadet nichts!"

Und: Last but not least Teil 6:  Конец - делу венец.  Sinngemäß heißt das: "Erst das Ende krönt das Werk."  Viel Spaß und kommentiert mal was !

Wunschträume. Oder lieber doch nicht?

"Ach, wie gerne wäre
Ich im Klub der Millionäre.
Doch da kommt man nicht so einfach rein.
Da muss man schon Erfinder 
Oder Schwerverbrecher sein."

sang einst Udo Gerhard Lindenberg (* 17. Mai 1946 in Gronau (Westf.)) Er  ist ein deutscher Rockmusiker, Schriftsteller und Kunstmaler und war mal gar nicht so schlecht.

10 000 000 Mark, Danzig 1923 ( Niki K. , Wikipedia)
Hier gibt es einen passenden Hinweis auf ein Buch von Daniel Kahnemann ""Thinking, Fast and Slow" . Kahnemann ist ein israelisch-amerikanischer Psychologe . Er war 2002 Gewinner des Nobelpreises für Ökonomie. Herausragende Arbeiten hat er auch auf dem Gebiet der Psychologie des Urteilsvermögens und der Entscheidungsfindung geliefert. Spannend ist zum Beispiel der Ansatz, Probanden mit der Idee von Geld zu konfrontieren. Auch wenn das nur am Rande geschieht, werden sie selbständiger, weniger hilfsbereit und halten unbequeme Tätigkeiten länger aus. Ist die menschliche Psyche also Schuld daran, dass die meisten Millionäre irgendwie asoziale Kotzbrocken sind? Und lecken Politiker oder Yuppies wirklich jeden Arsch, um nach oben zu kommen und ordentlich Kohle abzuschöpfen? Kann das ansteckend sein? Wie wäre es mit einem Versuch? Ich stelle da mal uneigennützig mein Bankkonto zur Verfügung.
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Mittwoch, 10. April 2013

Stefan Heym zum 100. Geburtstag

"Bestehen wird nur ein Staat, der glaubwürdig ist, mit einer Regierung, der man vertraut." meinte Stefan Heym, (* 10. April 1913 in Chemnitz als Helmut Flieg; † 16. Dezember 2001 in En Bokek, Israel) Er war ein deutscher Schriftsteller. Einen sehr guten Beitrag zu Leben und Werk Heyms findet man hier.

Bundesdeutsche Regierungen - egal welcher Couleur - wird er wohl damit nicht gemeint haben. Heym war immer Stachel im Fleisch der Selbstgefälligen im Staate . So hielt er  im November 1994 als Alterspräsident die Eröffnungsrede zum 13. Deutschen Bundestag, bei der die Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, mit Ausnahme der anschließend zur Bundestagspräsidentin wiedergewählten Rita Süssmuth, ihm den Schlussapplaus verweigerten. Ausgerechnet der Kriminelle Helmut Kohl warf Heym  vor, dass er in seinem Leben immer die Fahne nach dem Wind gedreht habe. Entgegen langjährigen Gepflogenheiten wurde die Rede Heyms nicht im Bulletin der Bundesregierung veröffentlicht. Billig, wie fast alles in der bundesdeutschen Politik. 

Während man allerdings auf das sogenannte Lebenswerk Kohls inzwischen spucken kann, wird man Heyms Werke noch lange lesen...

Ohren-Palaver

Wer jetzt immer noch noch nicht schläft und sich für europäische Geschichte interessiert, sollte hier anklicken:

Das Hörstück zum Blog - "Wo ist eigentlich Europa ? Teil 3: Одесса – Я влюбился в тебя с первого взгляда! " 


Dienstag, 9. April 2013

Politisch korrekt

Die Political Correctness (Made in U.S.A.) verlangt auch vom Zyniker, über verstorbene asoziale Schurken und andere kriminelle oder aggressive Politiker nur das Beste zu sagen. Würden Reagan, Pinochet, Hitler, Göring , Franco oder  Salazar heute sterben, dürfte man darüber keineswegs in Jubel ausbrechen oder gar Witze reißen. Freude auszudrücken wäre pietätlos. Im Gegenteil, man müsste die Verdienste der teuren Verstorbenen hervorheben und würdigen.

Gestern nun ist eine - nun, sagen wir - eiserne Lady verblichen, die der ganzen Welt vor exerzieren ließ, was uns mit dem von ihr propagierten Neoliberalismus alles blüht. Unsere Politiker haben sie dann auch eifrig nachgeahmt. England und später wir alle wurden von ihren Gedanken und Taten entscheidend geschädigt. geprägt.

Aus Gründen der Political Correctness  hier diese zweifellos etwas überzogene Huldigung des gestern verstorbenen Beweises dafür, dass Frauen in der Politik auch nicht besser sind. Und keinesfalls sozialer, friedlicher, freundlicher, geistvoller handeln müssen. Man beachte auch den ersten Kommentar. Vorsicht, Satire!

goodbye england's rose...

Montag, 8. April 2013

Rechtsstaat oder Bananenrepublik ?

Rest der Berliner Mauer  (olga meier-sander  / pixelio.de)

Was sind Recht und Gesetz noch wert in diesem Land? Es gibt eine Baugenehmigung, nach der der Investor handelt/handeln darf. Da man nun auf rechtlichen Wege nichts mehr unternehmen kann, wird zu Mitteln der Stasi, nämlich der Denunziation gegriffen. Siehe da, der Investor dort an der East-Side-Gallery ein Lumpenhund, ein Stasi-Mann! Und? Ist er rechtsstaatlich verurteilt für irgendwelche Schandtaten?

Jeder Totschläger wäre bei guter Führung nach 15 Jahren wieder raus aus dem Knast. Auf gesetzlicher Grundlage könnte er von vorn anfangen. Auch mit Immobilien handeln oder welche aufbauen.  Vermeintliche Stasi-Spitzel haften ihr Leben lang? Nur weil Rachsucht, Eigensucht oder der Wille zur Ablenkung von den heutigen Schandtaten der Politik es so wollen? Rechtsstaat? Nein, ein Staat, der auf unterstem Niveau die Sensationslust und den Geifer des geistig armen Pöbels bedient. Werft sie den Löwen vor, diese Stasi-Barbaren, dann ist der Pöbel abgelenkt. Auch nach 23 Jahren. Das alte Rom lässt grüßen.

Noch was zur East-Side-Gallery als angebliches Kunstwerk oder Unesco-Kulturerbe: Kunstgeschmack ist bekanntlich Ansichtssache. Mir gefällt das Spreeufer nicht, wie es heute aussieht. Es ist zu einem ganz eigenartigen  Biotop verkommen, zur Müllkippe und Pinkelecke. Es kann nur aufgewertet werden, wenn diese sogenannten Kunstwerke weg sind. Vielleicht sogar im Museum. Ob dort nun rechts der Oberbaumbrücke Luxuswohnungen hin müssen ? Darüber hat der Bezirk mit seinen zuständigen Ausschüssen schon ganz demokratisch entschieden. Es gibt nämlich eine nach Recht und Gesetz zustande gekommene Baugenehmigung.  Damals hätte man protestieren können. Einfach hingehen zu den Ausschusssitzungen und dort Transparente hoch halten. Wenn nur genug hingehen und ihre Meinung sagen, denken auch Stadtverordnete nach. Wenn keiner kommt, ist eben alles in Butter, oder?

Nebenbei: Dass diese erst jetzt mit soviel Vehemenz und Raffinesse verteidigte Betonwand mit der eigentlichen Mauer soviel zu tun hatte wie der Müggelsee mit dem Atlantischen Ozean, sollte sich auch bei den eifrigen Verteidigern herum gesprochen haben. Beide Gewässer sind zwar nass, aber schon geographisch unterschiedlich gelegen.

Es gäbe sicher wichtigere Objekte in Berlin, für die sich mündige Bürger engagieren könnten.

Samstag, 6. April 2013

Kabarett vom Feinsten

Zugegeben: Ich war schon 23 Jahre nicht mehr im politischen Kabarett. Auch diese Sendungen im Öffentlich-Rechtlichen wie "Scheibenwischer" oder "Neues aus der Anstalt" habe ich noch nie gesehen. Der Grund liegt einfach darin, dass auch die eifrigsten Kabarettisten in diesem Land nicht gehört werden. Das Publikum lacht und - das war's. Und die Bonzen sind sowieso über alles erhaben, die kümmern sich nun schon gar nicht um so ein wenig Satire.Also bleibt alles, wie es ist. Selbst wenn ein Unternehmer wie Claus Hipp vor der IHK Ostbrandenburg über die Politiker herzieht, dabei (fast) alle Missstände in diesem Land von Altenpflege über Bildung und Bundeswehr im Ausland bis hin zu den Zuständen im Gesundheitswesen beim Namen nennt, denkt nicht einmal jemand mehr nach. Is' eben so, so bleibt es. Göttlicher Wille.

Neulich habe ich mal wieder mit meiner amerikanischen Schwiegertochter diskutiert und gemeint, die nächste Revolution sollten wir hier im Juni anfangen. Im November würden immer gleich alle wegen des schlechten deutschen Wetters nach Hause gehen und die Laternen blieben wieder einmal unbenutzt
So dass wir anschließend wieder genau denselben Menschentyp an den Schaltstellen der Macht haben. Im günstigsten Fall mit einem anderen Parteiabzeichen, aber genauso dumm, falsch, obrigkeitsgläubig, untertänig, karrieregeil  und verlogen. Das Mädel winkte nur ab, genauso wäre doch überwiegend der Charakter der meisten Deutschen. Die Jahreszeiten hätten damit gar nichts zu tun.  Und ihr Ehemann, also der von mir erzogene eigene Sohn, meinte noch, dass im Juni eh alle auf Malle wären. Nichts mit Revolution,.wieder nichts.

Bleibt mir nur der Trost, dass ich neulich zum Ami ehrenhalber ernannt wurde und deshalb den Button " Live free or die" hier rechts im Blog angebracht habe. Ich weiß, auch in Amiland ist nichts so, wie es scheint oder sein sollte, vor allem sind die normalen Menschen ganz anders. Aber ich denke, die Amis werden sich irgendwann auch mal wieder am eigenen Haarschopf aus dem Dreck ziehen, in den ihre Politiker sie gestoßen  haben.
Die größere Flasche hat die SPD (birgitH  / pixelio.de )

Zurück zum Kabarett: Die deutschen Politnarren und Clowns wie Steinbrück, Westerwelle, Rösler und wie sie alle heißen ersetzen ihre Profi- Kollegen auf der  Bühne ganz vortrefflich. Das spart Geld für Eintrittskarten. Ich bewundere zum Beispiel den  P€€r Steinbrück. Wie der ständig oder wenigstens einmal in der Woche um Prügel durch die Medien bittet! Und seine permanenten Freud'schen Versprecher, wenn es um Alkohol geht. Eierlikör wollte er mit seinen Wählern trinken, auf einer einsamen Insel wäre von drei möglichen Dingen natürlich unbedingt Rotwein an Bord. Und wer implantiert dann auf der Insel die neue Leber? Schlecht durchdacht, lieber P€€r.

Flughafen Berlin-Brandenburg (Modell) © fv 2010
Ein anderer großer Kasper ist der Superriesenmonumental-Männätscher ( 1,52 m hoch) Mehdorn, in Fachkreisen bei Heidelberger Druck, Deutscher Bahn und Air Berlin auch Mähdown genannt. Auf dem Flughafen BER arbeitet seit Monaten kein Mensch, im JUNI  will man endlich schon weiter machen. Obwohl die Halle eigentlich ein Dach hat, das Licht Tag und Nacht brennt, arbeitet dort niemand! An der Brandschutzanlage?

Um so einen kleinlichen Mist kann sich Mähdown nicht kümmern. Der 71-jährige muss einen 78 Jahre alten, gerade von Wowereit und Plattschek gekündigten Architekten zurück holen, eine  Führungskraft von Stuttgart 21 abwerben und für Sympathien bei den Westberliner Wende-Verlierern in Zehlendorf und Steglitz betteln, denen man schon ihren Flucht-Flughafen Tempelhof geschlossen hat  und die sich immer noch davor fürchten, dass die Russen irgendwann kommen könnten und dann auch noch Tegel geschlossen ist. Wo sollen dann bloß die Rosinenbomber landen? In der Zone? In diesem Schönefeld? Ohgottohgott. Also sülzt der Mähdown etwas von Tegel offen halten und ist umgehend der Star von Tout Westberlin. Kabarett vom Feinsten und alles ohne Eintritt, zu verfolgen beim Tagesspiegel und den Online-Leser-Kommentaren.

Alle emanzipierten, politisch korrekten Frauen und Männer mögen mir verzeihen, wenn ich hier zu guter Letzt  noch einen üblen,chauvinistischen, sexistischen, kapitalistischen Witz bringe: Ein junger Mann freut sich auf den ersten gemeinsamen Abend mit seiner neuen Freundin bei Kerzenschein, Rotwein und Häppchen  in deren möbliertem Zimmer. Er klingelt, sie macht ihm schnell auf. Keine Kerze brennt, Rotwein ist nicht zu sehen, keine Häppchen. In sein ratloses Gesicht sagt sie: "Zu Essen und zu Trinken gibt es nichts. Aber guck mal, wie ich daliege..."

Es tut mir leid, dass mir bei diesem Mähdown aber auch immer dieser blöde Uralt-Witz einfällt! Einen Flughafen haben (und kriegen wir auch nicht), aber hört mal, wie schön ich schwätze !


Mittwoch, 3. April 2013

Und wieder gibt es etwas für die Ohren

                           


  Das Hörstück zum Blog: Wo ist eigentlich Europa? 
Teil 2 "Grau und öde ? Das Leben hinter dem Eisernen Vorhang". 
Anklicken, hören, Spaß haben! (Vorsicht, lang !)

Dienstag, 2. April 2013

Ernstgemeinte Bosheiten

"Satire ist nur Feigheit vor der Zensur." meint jedenfalls Holger Witzel in seiner Kolumne "Schnauze, Wessi!" im neuesten "Stern". Und deshalb gibt es hier im Blog auch keinerlei Wischiwaschi oder etwa Satire, sondern nur völlig ernst gemeinte Bosheiten...

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1. einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden..."
Die allgemeine Begründung dafür ist, dass Zitate der kulturellen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung einer Gesellschaft dienen.Trotzdem: Sollten mit diesen Zitaten irgendwelche weitergehenden Urheberrechte berührt werden, bitte ich um umgehende Mitteilung- der entsprechende Beitrag oder Link wird sofort entfernt.
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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...