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Montag, 30. März 2026

Ketten am Karussell

WEIL ICH GESAGT HABE:

Hier stinkt 's

wurden über meinem Kopf

einige Nachttöpfe entleert:

Als Gegenbeweis.


Günter Kunert 



 

 

Marx und Apologeten hatten Unrecht: Zwar wiederholt sich Geschichte, aber nicht als Farce. Geschichte an sich wiederholt sich auch nicht per se, sondern nur in ihren Schlechtigkeiten, miserablen Taten miserabler, schlechter Menschen. Insofern ist jede Geschichte eher wie ein Kettenkarussell, die Ketten drehen sich in alle Ewigkeit im Kreis...

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Die Fabel vom Böckchen, das ein großer Bock sein wollte

Es war einmal ein Böckchen, das war ziemlich übermütig. Es sprang auf der Wiese herum, fühlte sich groß und wichtig und hatte schon einmal von der großen weiten Welt geträumt. Es war ein wenig kümmerlich, vor allem im Kopf. Um von der Wiese in einem Vorort von Hannover weg zu kommen, erzählte das Böckchen jedem und auch denen, die es nicht hören wollten, dass es ein ganz besonderes Böckchen sei, dass es schon groß sei, fleißig gelernt und auch und vor allem in London wichtiges Papier produziert habe. Es sei, so tönte das Böcklein, bewandert in Völkerball oder Völkerrecht (so ganz genau wusste unser Böckchen nicht zu unterscheiden) und überhaupt: Die anderen Böcke hätten ja keine Ahnung.  

Aber die großen Böcke kümmerten sich nicht um unser kümmerliches Böckchen.

Da kam das Böckchen auf eine glänzende Idee: Wenn es nur genug fräße, würde es groß werden und dann müssten ihn die anderen Böcke schon Ernst nehmen. 

Gesagt, getan. Das Böcklein brach in eine Futterkammer ein, die jeden Tag von Neuem durch die Steuerzahler des Landes D. gefüllt werden musste, es fraß sich dick und rund an grünen Wahlscheinen und musste ständig rülpsen und furzen. "Oh!" dachten da die anderen Böcke, die auch nicht besonders schlau waren, "dieser Bock ist ja jetzt groß und hat viel zu sagen!" und sie schickten den kleinen Bock in die weite Welt, um mit den anderen großen Tieren zu reden. 

ajking  / pixelio.de

Nach drei Tagen hatte der kleine Bock mit seinem Gerülpse und Gefurze den polnischen weißen Adler, den russischen Bären, den serbischen Adler mit den zwei Köpfen und den chinesischen Panda dauerhaft verärgert. Der gallische Hahn und der britische Löwe hatten entsetzt ob der Rülpserei und der Flatulenzen das Weite gesucht. Der amerikanische Seeadler lachte nur laut, als er das Böckchen sah. Die anderen Tiere verstanden das Böckchen nicht, weil es wirr sprach. Auch sprach es die Sprache der anderen Tiere gar zu schlecht. Dazu hatten die Tiere gerade ganz andere Probleme zu bewältigen, denn eine rätselhafte Krankheit ging um. Keiner wollte mehr mit dem Böckchen reden oder gesehen werden.

Der kleine Bock war plötzlich ganz allein in der weiten Welt und hatte sich und das Land der großen Böcke auf lange Zeit blamiert. 

Was will uns diese Geschichte sagen ? Ganz einfach: Ein Dilettant auf hohem Ross ist in der großen weiten Welt und auch in einer Bundesregierung bald ziemlich allein. Und: Gebt Hochstaplern und Bärböcken nichts zu fressen.

Auch nicht Eure Wahlscheine ...

Montag, 9. August 2021

Subjektiv versus objektiv

 Im gemieteten Ferienhaus steht ein vorsintflutlicher Klapperatismus (erfunden in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts) - ein Fernsehapparat. Modernste Technik mit schlechten, abartigen Inhalten. Unseren letzten Vertreter seiner Art haben wir vor ca. 15 Jahren verschenkt, dürfen aber trotzdem für den Empfang ominöser Inhalte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens blechen. Schnell stellen wir nach dem Einschalten fest: Es ist in den inzwischen vergangenen Jahren noch schlimmer geworden. 

Auch ohne Genderhickserei und diversen versteckten Botschaften, den obligatorischen Schwulen, Lesben, Negern und sonstigen Minderheiten in der Werbung oder den ständigen Krimis von ARD und ZDF wird das Programm schnell nervig. Umerziehungsfernsehen. Selbst wenn man Minderheiten gegenüber aufgeschlossen ist - wobei: mir sind die Bettübungen, Hautfarben oder Weltanschauungen  meiner Mitmenschen reichlich wurscht und Arschlöcher gibt es überall - merkt man schnell die Absicht und ist verstimmt. Beim Umschalten zum privaten Müll erkennt man dann umgehend, dass sich die Sender kaum noch voneinander unterscheiden.

Inzwischen sind sie uns noch teurer ...

Bei soviel Enttäuschung in der Praxis  kommt das aktuelle Urteil des Bundesverfas- sungsgerichts zu den Fernseh- beiträgen gerade recht, um uns wieder auf staatlich verordnete Linie zu bringen:  Das oberste Verfassungsgericht spricht in diesem Urteil von der „Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltsicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden“. Es betont die Aufgabe des ÖRRs, dem Bürger ein faktenbasiertes und ausgeglichenes Informationsangebot zu liefern. 

Wie sagte schon Goethe damals im  Faust?  Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, Und grün des Lebens goldner Baum. Oder - um beim öffentlich-rechtlichen Niveau a la "Fack ju Göte" zu bleiben - hätten die Herren und Damen Richter doch vor Urteilsfindung wenigstens ein einziges Mal in eine Programmzeitschrift gesehen ...  

Freitag, 19. Juni 2020

Die machen was !

Innerhalb von drei Tagen sollen laut "Berliner Zeitung" schon 7 Millionen Obrigkeitsgläubige die offizielle Corona-App heruntergeladen haben. Die Franzosen brauchten für eine Million rund ein halbes Jahr. Woher kommt diese Obrigkeitsgläubigkeit? Wann werdet Ihr, liebe Mitbürger, endlich merken, dass der Staat und seine Satrapen eben nicht die treusorgenden Väter für uns alle sind? Sondern, dass die Politikerkaste und die von ihr bezahlten Medien nur immer ihr eigenes Süppchen kochen? Auch in diesem Fall will man suggerieren, dass die Politik uns alle behütet.

Inzwischen verirren sich ja namhafte Bundespolitiker und ihre journalistischen Schmierfinken bereits zu Aussagen, dass jeder, der die App ablehnt, ein Staatsfeind ist ! Nochmal, auch für die ganz Doofen: Das Ding bringt nichts, außer den Kontostand aller Beteiligten zu erhöhen. Es ist eine gigantische Verarsche! So wie man in der DDR vor die größten Ruinen rote Fahnen gehangen hat, soll die App suggerieren, dass die Regierung aktiv ist. Und da die Beteiligten Apple und Google nicht bereit sind, wesentliche Teile des Quellcodes offen zu legen, kann ich mir auch schon vorstellen, wo die Daten hingehen.  

Wer sich mit seriösen Einwänden gegen die Corona-App auseinandersetzen möchte, kann das hier tun. Ich selber freue mich darauf, wenn alle über 700 Volksvertreter des Bundestages oder gleich unsere famose Bundesregierung irrtümlich als infiziert angezeigt werden und in Quarantäne müssen, weil das Ding gehackt wurde. Wenn das nicht auch schon heute möglich ist.

Bis dahin warte ich auf die Updates, die dann  wahrscheinlich auch folgendes anzeigen werden:

Netzfund bei Twitter ( © Maik Pittel)

Und heute abend sehe ich mir im Netz den "Untertan" nach Heinrich Mann in der DEFA-Verfilmung von Wolfgang Staudte an. Wer das Buch und den Film nicht kennt: Diederich Heßling, ein kleiner Papierfabrikant zu Zeiten des deutschen Kaiserreiches, wurde zu Angst und Autoritätshörigkeit erzogen. Früh erkennt er: Wer es zu etwas bringen möchte im Leben, muss nach oben buckeln und nach unten treten. Mit dieser Einstellung erlebt er einen beispiellosen Aufstieg.

Das Buch erschien 1918. In über hundert Jahren hat sich in deutschen Köpfen aber auch NICHTS geändert ...

Mittwoch, 17. Juni 2020

Dumme und Fleissige

Netzfund
Wenn unsere gleichgeschaltete Presse wieder einmal triumphierend darüber berichtet, dass der Idiotenhaufen um Murkselmerkel sich zu neuem, für uns Steuerzahler teurem Unfug aufgerafft hat, wird mir immer ganz schlecht und ich halte mein Portemonnaie zu.  Meist wird jedenfalls der Eindruck hervor gerufen, Murksel und Co. haben mühsam bei Wasser und Brot und in einer Nachtsitzung schweißüberströmt den Stein der Weisen extrahiert. Abgesehen davon, dass Merkel in diesen Nachtsitzungen schon oft mit einem Glas Weißwein in der Hand von Fotografen erwischt wurde, haben diese nächtlichen Eskapaden Methode.  Der unmündige Bürger soll  schlußfolgern, dass die armen Politiker  sogar ihren Nachtschlaf für ihn opfern, um dringend notwendige Entscheidungen zu treffen.

Meistens kommt allerdings Mist heraus. Wie bei der Corona-App. Gerade diese App  ist ein besonderes Beispiel dafür, dass es den Regierenden nur darauf ankommt, gegenüber der Bevölkerung Handlungsstärke in irgendeiner Form zu beweisen. Wie, wie teuer und womit ist ihnen dabei völlig egal.  Auch ob diese Maßnahme wirkt, ist nebensächlich.

 "Sie tun wenigstens was und meckern nicht nur. Und  fleissig sind sie doch, sogar nachts tagen sie!" höre ich den gehirngewaschenen Nachtmützenträger. Der Schriftsteller Erik Neutsch zitiert dazu in seinem Buch "Spur der Steine" den General Carl Philipp Gottlieb Clauswitz, später von Clausewitz. Von Clausewitz war ein preußischer Generalmajor, Heeresreformer, Militärwissenschaftler und -ethiker. Der General hatte die Offiziere gesichtet und sie in vier Kategorien eingeteilt:

"Die Fleißigen und Klugen gehören unbedingt in den Stab, denn sie müssen die Strategie und Taktik der Feldzüge entwerfen. Die Faulen, aber Klugen schickt man am besten in die Kasernen, sie sollen die Rekruten ausbilden. Die Faulen und Dummen mögen auf dem Schlachtfeld dienen, dafür reicht es noch immer. Hütet euch aber vor denen, die fleißig und dumm sind, denn sie zersetzen jede Armee"

Und in 15 Jahren mit Murksel schaffen sie jeden Staat ...    



Donnerstag, 14. März 2019

Eine Bundesrepublik am Rande der dritten Welt (Teil 1)


Heute: Zur Entwicklung des Bildungssystemes oder warum aber auch jeder heute Abitur machen kann...

Anmerkung: Wahlweise kann man auch das Wort "Flächeninhalt" tanzen. Allerdings sollte man darauf achten, nicht nur die maskuline Form des Rechtecks zu bezeichnen.

Montag, 25. Januar 2016

Verantwortung für die Kölner Untaten

"Die Frauen tragen selbst Verantwortung für die Übergriffe, wenn sie halbnackt herumlaufen und sich parfümieren. Das ist nämlich, als würde man Öl aufs Feuer gießen. Wenn man so herumläuft, passieren eben solche Dinge." meinte der salafistische Kölner Imam Sami Abu-Yusuf in einem Interview mit dem russischen Sender REN TV und gab damit den Opfern der Übergriffe in der Silvesternacht eine Mitschuld an den Untaten ihrer Peiniger. 

Eigentlich habe ich die Relativierung der Kölner Untaten ( leider nicht nur durch diesen üblen Apologeten Mohameds) sowas von satt, aber sei 's drum - dieser gequirlte Mist verlangt einfach einen  Kommentar :

Also, ich persönlich beherrsche  mich jetzt schon wenigstens 53 Jahre lang, wenn ich irgendwo ' ne scharfe Biene mit Minirock oder am Strand oben ohne wahrnehme und ich bin nachweislich noch nie mit "männlicher" Gewalt über eine Frau hergefallen. Das ist wohl meiner mitteleuropäischen Sozialisierung und der Erziehung, Frauen als gleichberechtigte Partner und nicht als Eigentum und Gegenstand anzusehen, geschuldet. Und so wie ich werden es wohl geschätzt 99 Prozent der deutschen Familienväter halten. Mit dem übrigen einen Prozent müssen wir zweifellos auch besser fertig werden. Ich bin allerdings auch der durch Erfahrung gestützten Meinung, dass ein richtiger Mann Gewalt gegen Frauen gar nicht nötig hat. Gewalt gegen Frauen üben immer nur Kopfkranke und Waschlappen aus. Women is the nigger of the world. (John Lennon)

Dieser Imam, dieser Anhänger eines "unmoralischen  Beduinen, dessen Religion als verwesender Kadaver das Leben vergiftet" (Zitat Kemal Atatürk), tut ja nun wirklich seinen Landsleuten und Brüdern im Geiste  mit dieser Äußerung gar keinen Gefallen. Denn eigentlich stellt er sie damit ALLE - auch die Nichttäter-  auf eine Stufe mit wildgewordenen Neandertalern, die ihre Sexualität und ihre Agressionen nicht unter Kontrolle halten können und damit eigentlich nicht in eine moderne menschliche Gesellschaft passen. So nach dem Motto: Hänge einem Tiger ein Schnitzel vor die Nase und er wird es sich notfalls mit Gewalt holen und fressen. Nur dass der Mensch eigentlich ein  sozialisiertes Raubtier ist und er eine gewisse Moral sein Eigen nennen sollte. Diese Moral - sie unterscheidet den Menschen vom Tiger.

Fazit: Eigentlich gießt der Herr Imam mit seinen Äußerungen  nur Wasser auf die Mühlen der rechten Rassisten in diesem Land ...

Impressum und V.i.S.d.P.

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...