"Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen, je selbstverständlicher, je unbewusster ich mich ihr überlasse." (Zitat nach V. Klemperer: " LTI - Notizbuch eines Philologen", Reclam Taschenbuch Nr. 20149).
Und sie entlarven sich jeden Tag mehr. Ob es ein Secondhand-Kanzler ist, der seinen Wählern Faulheit vorwirft oder ein ehemaliger Bundespräsident, der 16 Millionen Einwohnern seiner Heimat mal eben Unfähigkeit für Demokratie unterstellt: Es wird immer schlimmer. "Nichts ist mächtiger als Sprache ... " schreibt Julian Reichelt in seinem Vorwort zum Sammelband "links - Deutsch / Deutsch- links" (Westend Verlag 2026) und weiter: "Das Erkennungsmerkmal der vollständig links besetzten Sprachzone ist übrigens das Gendern. Wo konsequent gegendert wird, wird nur noch in eine politische Richtung gedacht."
Gedacht. Der Witz war gut ...Selbst wenn man sich - wie ich - nur noch selten zu ARD oder ZDF verirrt, fällt der zunehmende Dschänderwahn ins Auge oder besser: Ins Ohr. Mir kräuseln sich regelmäßig die Trommelfelle, wenn z.B. die ulkigen "Sterne"köche (kann man Sterne kochen? ) in den Kochshows des ÖRR sich fast die Zunge verbiegen, um auch wirklich ständig mit Wortschöpfungen wie "Zuschauerinnen und Zuschauer", "Teilnehmenden", "Kochenden" oder "Spätzlende" die Sprache Goethes und Schillers, Heines und auch Klempereres zu verhunzen. Dei scheinen (GEZ-) Geld dafür zu bekommen. Wenn sie dann wenigstens noch konsequent wären! Aber verbindliche Dschänderregeln gibt es offenbar nicht. Gottseidank!
Mittlerweile werden selbst Masterarbeiten, die sich der Dschänderei verweigern, konsequent niedriger bewertet. Eine Klagewelle steht den durchweg links verseuchten Hochschulen bevor. Es wird immer schlimmer und je mehr der Wähler von den Einheitsparteien abrückt, desto fanatischer liegt man ihm mit dem Dschänder-Geschwätz in den Ohren.
Man mag zu Julian Reichelt und seinem "NIUS" unterschiedlicher Meinung sein. Wenn er bemerkt, daß "wer in linker Sprache denkt, schreibt, Politik macht, ... immer nur linke Ergebnisse produzieren (wird)" gilt das zweifelsfrei auch für das Gegenteil. Ausschließlich EINES von beiden ist von Übel und führt in ein politisches, gesellschaftliches, kulturelles und mediales Gefängnis. Dem Indiviuum kann es letzendlich egal sein, ob es von der Stahlrute eines SA-Aufsehers erschlagen oder von der Kugel des Gulag-Schergen getötet wird. Oder vorher von linkem oder rechtem Geschwätz politikmüde gesabbelt.
Aller gesellschaftlicher Wandel beginnt mit Sprache. Wir sollten sie uns nicht weg nehmen lassen ....

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