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Samstag, 31. Januar 2026

Wehrpflicht

Im Lazarett Heilbronn
Vor nicht allzulanger Zeit saß ich mit den beiden etwas älteren Enkeln (damals sechs und neun Jahre alt) über einem altem Fotoalbum, dass noch mein Vater zusammengestellt hatte. Der Urgroßvater der Beiden hatte verschiedene Ereignisse in der Familiengeschichte dokumentiert, so sie in Form von Lichtbildern irgendwo weit hinten im Schrank in diversen Kartons gelegen hatten. Bilder der reichen Apfelernten hier auf unserem Anwesen, des gerade bezogenen Behelfsheims, Fotos vom ausgelassenen Treiben der Familie im Fasching, das erste eigene Auto (das gleich im September 1939 Soldat wurde), Tante Trude mit dem Schäferhund Greif, mein Vater mit kühner Locke nackt auf dem obligatorischen Eisbärenfell (natürlich als Baby), aber auch der Ururopa der beiden Enkelchen in Uniform als Marineartillerist im WK II und in der eines Infanteristen im Lazarett Heilbronn im Jahre 1916. Mein Kommentar: “ Das ist euer Ururgroßvater nach seiner Verwundung im ersten Weltkrieg". 

Die beiden Kinder sahen mich etwas ratlos an und Madeleine fragte dann auch sofort nach: "Opa, was heißt denn Verwundung ? " Da wurde mir schlagartig klar, dass meine Generation die erste Generation in Deutschland ist, die nicht in den Krieg ziehen musste. Zwar war ich auch unfreiwillig in einem Krieg, 21 Monate und zehn Tage meines Lebens in einem Krieg, den man offiziell den Kalten Krieg nannte. 

Kalter Krieg und heiße Höschen
Ein heißer blieb uns erspart. Allerdings träumte ich noch Jahrzehnte später von meinen Erlebnissen bei der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik. Mehrmals im Jahr saß ich des Nachts in einem Albtraum auf einem imaginären Wachturm, im Scheinwerferlicht rannte ein Republikflüchtling auf den Zaun zu in Richtung Westen und ich musste schießen. Und-um ehrlich zu sein- ich hätte alle 60 Patronen meiner mir vom Staat der Arbeiter und Bauern anvertrauten Kalaschnikow sowie die drei Handleuchtzeichen hinterher geballert. Und zum Schluß auch noch die Knarre geschmissen. Das alles sicherlich im steilen Winkel nach oben. Hauptsache ein ordentliches Feuerwerk. Wir haben auch sonst immer ordentlich Krach gemacht, so dass nie ein Grenzverletzer kam und wir somit nicht schießen mussten. Einschlafen und einen Flüchtling durchlassen hätte Militärstrafanstalt Schwedt bedeutet.

Während mein Vater im November 1944 sofort nach seinem 17. Geburtstag zur Wehrmacht einrücken musste - man hatte nicht mal mehr einheitliche Uniformen, Vater überlebte nur aufgrund der Erfahrungen einiger Rommel-Veteranen und weil in dem Haufen ein Abiturient Englisch konnte -  "durften" der Vater  der beiden Mäuse und auch ihr Onkel dann auch noch ihren Wehrdienst im wiedervereinigten Deutschland ableisten, bevor Karl von und zu und das Murksel den Blödsinn endlich abschafften. Unsere Söhne verweigerten allerdings in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts den Dienst an der Waffe und arbeiteten lieber im Altenpflegeheim, um dabei zu richtigen Männern zu werden. 

Als Marineartillerist in Stettin
Insgesamt also alles in den vergangenen 80 Jahren relativ harmlos. Wer wollte und mit seinem Leben nichts Richtiges anzufangen wusste, konnte sich nach Bosnien, den Irak oder Afghanistan freiwillig melden und sogar dabei sterben. 

Nun hat der Pistolius (SPD) - die größten, aktivsten Volksverräter kamen und kommen in Praxi  immer von der SPD, die führen aus, die Rechten des Zentrums  sind immer nur Maulhelden, die die dreckigen Ideen liefern - angefangen, Fragebögen zu verschicken. Junge Männer ab Jahrgang 2008 dürfen ihre persönlichen Daten eintragen und ihre Bereitschaft zum Dienst für die schon länger hier Lebenden, das neue Vaterland der Islamisten, die NATO, EU, Ukraine und Rheinmetall bekunden. Man muss sich das ungefähr wie ein Karussell vorstellen, besonders einleuchtend sieht man die Fakten in den USA: Jahrzehntelang haben dort diverse Rüstungskonzerne über alle Maßen Profite abgesahnt. Die Staatsverschuldung der USA haAnfang 2026 vor allem wegen der US-amerikanischen Kriege in aller Welt ein Rekordniveau von über 36 Billionen US-Dollar (in Ziffern ist das eine 36 mit 12 Nullen hintendran) erreicht, was einer Schuldenquote von rund 120 % des BIP entspricht. Nun wollten wahrscheinlich die übrigen, nicht in die Hochrüstung involvierten Konzerne wieder einmal ran und installierten den Trump.

In den europäischen NATO- Ländern war es größtenteils umgekehrt. Deshalb diese Forderungen nach Hochrüstung und das Schüren der Kriegsangst, verbunden mit wahnwitzigen Provokationen an die Adresse eingebildeter oder realer Gegner. Dass die versammelten Vollidioten unserer Bundestagsparteien sowie der Regierung gar keine Eier in ihren Hosen haben, mit denen sie protzen könnten, macht die Sache noch lächerlicher und durchschaubarer. 

Obwohl niemand auf mich hört hier mein Rat: Lieber Pistolius (SPD), liebste Pfuschi (EU und CDU), lieber Flunker-Fritz (CDU) , lieber Rottenknecht Kriegsgewitter (CDU), liebe Frau Flak-Rheinmetall (FDP)! Kauft euch mal 'ne Fahrkarte für die Transsibrische Eisenbahn und fahrt mal bis Wladiwostok. Ein Trip, der auch euren großen  Vorbildern Napoleon oder der Bestie Adolf gut getan hätte. Wenn ihr dann immer noch der Meinung seid, dass man diesen Feind und diese Völker dort im Osten besiegen kann, geht lieber freiwillig in die Klapse. 

Ach so: Fragebogen war das Stichwort. Ich wüsste, was ich da alles eintragen würde ...

 

Szenen einer Ehe


 

Sonntag, 25. Januar 2026

Altwerden

 

Spass muss sein!
Vor vielen, vielen Jahren sagte meine Mutter zu mir: "Das Schlimmste am Altwerden sind nicht die ganzen eigenen Gebrechen und Krankheiten. Das Schlimmste ist, dass man fast täglich Liebste, Freunde, Bekannte und Nachbarn verliert, weil sie uns verlassen müssen. Und dass man ihre Leiden mit ertragen und sie gehen lassen muss..."

Bei unserer Generation  kommt hinzu, daß uns peu 'a peu die Helden und Idole unserer Kindheit und Jugend verlassen. Vergangene Woche also Angelika Mann. Altwerden ist auch deshalb nichts für Weicheier...

Samstag, 24. Januar 2026

Letzter Ausweg: Wählerbeschimpfung


Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Arbeitsmentalität in Deutschland getadelt und längere Arbeitszeiten angemahnt. "Insgesamt ist die Arbeitsleistung unserer Volkswirtschaft nicht hoch genug", sagte Merz in einer Rede vor der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau. "Um es noch deutlicher zu sagen: Mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche lässt sich der Wohlstand unseres Landes, den wir heute haben, in Zukunft nicht erhalten - und deswegen müssen wir mehr arbeiten", fügte er hinzu.

Der Kanzler wies darauf hin, dass Menschen in der Schweiz jedes Jahr im Schnitt 200 Stunden mehr arbeiteten als Deutsche. Er sehe "keine genetischen Unterschiede" zwischen den Menschen in den beiden Ländern, die es rechtfertigten, dass in Deutschland weniger gearbeitet werde als in der Schweiz. "Die Arbeitskosten in unserem Land sind einfach zu hoch, und wir müssen von diesem hohen Niveau runter", sagte er. 

Nun, wenn nichts mehr hilft, soll es offensichtlich die Wählerbeschimpfung richten. Denn wieder einmal erzählt Merz nur Quatsch, den er dazu dann auch noch beim Weltwirtschaftsforum in Davos breit tritt.  

Versucht man die unterschiedlichen Volkswirtschaften verschiedener Länder wie der Schweiz und Deutschland zu vergleichen, stösst man schnell an die Grenzen betriebswirtschaftlicher Kennziffern wie Arbeitsproduktivität, BIP oder auch durchschnittlicher Arbeitszeit. Es verwundert daher auch nicht, dass Finanzstandorte wie die Schweiz, Luxemburg oder Liechtenstein in allen Berechnungen vor den großen Industrienationen erscheinen. 

Vergleicht man allerdings die reine Wochenarbeitszeit der einzelnen EU-Länder miteinander fällt auf, dass Griechenland, Bulgarien und Rumänien an der Spitze und Dänemark und die Niederlande in der Rangfolge noch hinter Deutschland liegen. Nach Merzscher Logik würde das bedeuten, das erstere - weil mehr gearbeitet wird - über  wesentlich mehr Wohlstand als letztgenannte verfügen müssten. Allerdings gelten Rumänien und Bulgarien nach wie vor als die ärmsten Länder der EU und Griechenland hat sich wohl nicht  umsonst mit gefälschten Kennziffern in den Euro geschummelt. Seltsam, oder ?

Merz also wie immer auf dem falschen Pferd und das mit ganzer Kraft. Solange, bis der Gaul tot geritten ist. Oder bis wir ihn mal fragen, warum wir 2025 rund 62 Milliarden Euro plus Sondervermögen in das tote Pferd BUNDESWEHR gesteckt haben, Kühlschränke und Radwege in Südamerika sowie anderen Quatsch für rund 10 Milliarden finanzierten und mit rund 15 Milliarden die korrupte Ukraine unterstützten. Weiterhin hat allein der Bund 24,3 Milliarden Euro für Asylkosten eingeplant (ohne Länderkosten). Könnte man über diese Summen nicht noch einmal nachdenken, Herr Bundesaußenkanzler? 

Für die so eingesparten  rund 112 Milliarden Euro könnten wir uns wahrscheinlich sogar noch ein zweites paralleles Sozialsystem mit ordentlichen Löhnen und Renten für alle leisten, Herr Merz. Und - wenn Sie sich beim nächsten Mal wieder auf das Gebiet der Volkswirtschaftslehre verirren - empfehle ich Ihnen, mal über den Unterschied zwischen Brutto-und Nettolöhnen nachzudenken. Denn wie einer Ihrer etwas klügeren Amtsvorgänger einmal sagte: "Entscheidend ist, was hinten rauskommt." Auch dabei könnte ein EU-Vergleich ziemlich erhellend sein ...

Mittwoch, 21. Januar 2026

Grönland oder Globalisierung - in einfachen Worten

Vor 35 Jahren hatte das Ende der Geschichte endlich angefangen: Der Kapitalismus hatte unwiderruflich über das Böse in der Welt - sprich: den Kommunismus- gesiegt, himmlische Zeiten brachen an. Unsere Konzerne verlagerten Produktion, Patente und Knowhow in den Osten. Man erzählte uns, dass das vor allem deshalb geschah, weil man die chinesischen/indischen/indonesischen Reisbauern aus ihren Erdhütten herausholen wolle. Aus reiner Menschenfreundlichkeit. Eben jener Menschenfreundlichkeit, mit der man uns, die Bewohner der vorgeblich sozialistischen Länder, 40 Jahre lang überzogen hatte und die sich vor allem in Sabotage, der gezielten Abwerbung von Ärzten und anderen Fachkräften, in unzähligen Boykotten und Handelsperren wie z.B. der Comecon-Liste manifestierten. 

Letzten Endes ging es auch bei der Globalisierung nur um den Profit. Die Kapitalisten verkauften ihren Feinden auch noch den Strick, an dem diese sie - die Globalisten - aufhängen wollten. Und man trug ihnen - den Feinden - freiwillig alles an. So kam es dann unter anderem dazu, dass China inzwischen mehr als 60% der in Deutschland benötigten Medikamente herstellt. Alle Stoffe für OP-Kittel und Abdecktücher werden in Indien hergestellt. "Nit mööööööglich!" würde da der Clown Grock ausrufen und sich an den Kopf fassen. Und das sind nur zwei Beispiele!

Grönland - Creative Commons
Wie sich eine derart beschränkte, ausschließlich profitorientierte  Wirtschafts"strategie" auswirkt, haben wir während der Coronaseuche ertragen müssen. Und plötzlich stellen wir außerdem fest, dass der böse Feind gar nicht tot ist. Er sitzt in China, bei den Kommunisten, die in Wirklichkeit auch nur primitive Imperialisten sind. Bei den Chinesen, denen wir freiwillig unsere in Stuttgart, Wolfsburg, Köln und Ingolstadt abmontierten Fließbänder hingestellt haben und die damit jetzt bessere Elektroautos bauen als unsere Automobilkonzerne. Chinesische E-Autos, deren Absatz wir laut Willen des Merz mit 6000 Teuro fördern. Schlau, nich´? 

Und er bedroht uns, der Chinese, in dem er die Seidenstraße baut und seine Handelsflotten über die Nordwestpassage an Grönland vorbei nach Westeuropa schickt. Und nun kommen Donny und die NATO ins Spiel. Zwischen den ganzen Handelsschiffen werden sich nämlich sicherlich auch viele chinesische U-Boote verbergen, denn die Chinesen gönnen uns unseren Wohlstand nicht, den wir gerade abbauen, weil wir uns gegen sie (und Putin) verteidigen müssen. Also muss der Donny uns schützen und uns in den NATO-Ländern zwingen,wenigstens fünf Prozent unseres BIPs für US-amerikanische Waffen auszugeben und ihm Grönland auszuhändigen.

Alles begann mit der Globalisierung. Wenn ich es mir richtig überlege, waren die DDR-Politiker wohl doch nicht so doof. Den ganzen Mist hätten auch Honecker und Co. hingekriegt. Sie haben nur zu früh aufgegeben ...   

Dienstag, 20. Januar 2026

Der Wiener Kongress

Der Wiener Kongress (1814-1815) war ein europaweiter Friedenskongress nach den Napoleonischen Kriegen, der die politische Landkarte Europas neu ordnete, um die alte monarchische Ordnung (Restauration) wiederherzustellen, Legitimität und Solidarität der Herrscher zu sichern und ein Mächtegleichgewicht zu schaffen, was zur Gründung des Deutschen Bundes führte. Unter der Leitung Metternichs legten die Großmächte (Österreich, Russland, Großbritannien, Preußen, Frankreich) neue Grenzen fest und etablierten Prinzipien wie Legitimität und Restauration, um zukünftige Revolutionen zu verhindern und Stabilität zu gewährleisten, auch wenn er als "tanzender Kongress" für seinen prunkvollen Rahmen bekannt wurde.


Beschäftigt man sich etwas näher mit dieser Veranstaltung, die alles in allem nur ein dreiviertel Jahr dauerte, springen einem direkt die Ähnlichkeit mit der Jetztzeit ins Auge.

Feste, Liebesaffären, Skandale: auf vergleichbaren Tagungen heutzutage wird bei der Ankunft jedes einzelnen Herrschers ausgiebig informiert, wo er wohnt, welche Roben die Damen tragen, ob die begleitende Dame eventuell ein umgebauter Mann ist. Auch wieviele Damen des horizontalen Gewerbes zusätzlich anreisen müssen.  Beispielsweise nach Davos in die prüde Schweiz.

Der Umfang aller in den Medien breitgetretenen Belanglosigkeiten beweist, dass die Journalisten in Wirklichkeit gar nicht wissen, was vorgeht. Der einzige Unterschied zu damals sind die elektronischen Medien, die uns zusätzlich zu den Gazetten heute mit allerlei breitgetretenen Quark aus der Sudelküche der Mächtigen versorgen - so ist uns überhaupt noch interessiert. Ob Münchner Sicherheitskonferenz, das Treffen der vermeintlich Mächtigen in Davos ( ja, auch Annalena und der Robert durften mal daran teilnehmen, bevor zumindest Annalena sich zur Weltregierung berufen fühlen durfte und in New York ihren Hammer schwingt) - ignoriert sie, sie wissen schon lange nicht mehr, was sie tun. Wußten sie es jemals? 

Eine (wie man heute sagen würde) Hatespeech aus Volkes Mund dieser Zeit habe ich noch:

"Der Zar von Russland liebt für alle,
der König von Preußen denkt für alle,
der König von Dänemark spricht für alle,
der König von Bayern trinkt für alle,
der König von Württemberg frisst für alle,
und der Kaiser von Österreich zahlt für alle." (1)

Einige Dinge ändern sich nie, sie verschieben sich höchstens. Zum Beispiel von Württemberg zum neunmal"klugen" Wurstfresser nach Bayern. Und der Zahlmeister (mit geborgtem Geld) sitzt heute in Berlin.

Übrig bleibt bis in alle Ewigkeit Volkes Witz, heute gemeinhin Fakenews und Hatespeech genannt.  Aber wenn man dann das bissige Bonmot aus der Gegenwart vom Unterschied zwischen den USA und einem Becher Joghurt berücksichtigt*, merkt man dann doch, dass sich mit dem Donny die Schwerpunkte etwas verschoben haben ...



* Auflösung:  Wenn man einen Becher Joghurt 200 Jahre lang in  Ruhe lässt, entwickelt sich eine Kultur.

(1) zitiert nach Sabine Ebert: 1815 Blut und Frieden, Knaur 2015
 

Donnerstag, 15. Januar 2026

Donny Knopf und die wilde Dreizehn oder mit der Bumswehr im Eis

 "Hitlergrüße, Drogen, Mobbing: Bundeswehr schmeißt Fallschirmjäger raus. Nach monatelangen Ermittlungen hat die Bundeswehr mehrere Fallschirmjäger wegen mutmaßlicher Fälle von Rechtsextremismus, sexualisiertem Fehlverhalten und Drogenmissbrauch entlassen. Gegen insgesamt 55 Beschuldigte des Fallschirmjägerregiments 26 im rheinland-pfälzischen Zweibrücken wird ermittelt, wie eine Sprecherin des Heeres der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Bei 19 Beschuldigten wurde die Entlassung eingeleitet. In drei Fällen ist diese bereits erfolgt.“ So die Frankfurter Rundschau gestern.

Alexander Hauk / alexander-hauk. de
 Laut FAZ geht es um mehr als 200 einzelne Delikte. Umgerechnet auf die normale Regimentsstärke sind das fast genau 10 Prozent. Unter Berufung auf Regimentsinsider berichtet die Zeitung von „Hitlergrüßen und einer angeblichen Nazi-Party“ sowie einer „rechtsextremen, offen antisemitischen Clique“ im Regiment. Frauen in der Truppe seien mit Exhibitionismus, Pornowitzen und Vergewaltigungsfantasien konfrontiert worden. Ausgelöst wurden die Untersuchungen durch mehrere Eingaben von Soldatinnen des Regiments an den Wehrbeauftragten des Bundestages im Juni.

Was für Super-Werbung für die Wehrpflicht! Wäre ich Sittenstrolch und/oder Neonazi - nichts wie hin! Dazu passt, dass Flunkerfritze jetzt 13 Soldathicksinnen (bei dem Klima dort werden die wohl kaum mal vor die Tür gehen) nach Grönland schicken will. Augsburger Puppenkiste as its best! Fehlt nur noch das Urmel, das ja bekanntlich damals als Ei wohlkonserviert  im Eis gefunden wurde.

Für Angehörige der flotten Bumswehr gibt es bekanntlich neben der ideellen Konservierung der Jahrgänge 1933 bis 1945 nur zwei Vorteile im ewigen Eis: Erstens kann man nach dem Saunagang mit den Kameradinnen zu jeder Jahreszeit nackig in den erfrischenden Schnee hüpfen. Es ist kein Geheimnis, dass schon Temperaturen unter 10 °C - nun, sagen wir - beruhigende Wirkungen auf gewisse Ständer haben. Womit ich nicht die Ständer für gewisse Handfeuerwaffen meine. Aber das ufert jetzt etwas aus. 

Zweitens knistert das Jahrtausende alte Gletschereis immer so schön im Whiskyglas. Ob allerdings die Tamponautomaten dort an der Westfront vor dem US-Stützpunkt Thule nicht regelmäßig einfrieren, werden wir wohl erst nach mehreren Eingaben von Soldatinnen der bunten Bumswehr erfahren...

Mittwoch, 14. Januar 2026

213 Jahre Vertrag von Kalisch

 Eine "krumme" Jahreszahl? Nichts wäre heute aktueller, wenn nicht total verblödete Gestalten dieses Land beherrschen würden: Der Vertrag von Kalisch vom 28. Februar 1813 zwischen Preußen und Russland schuf die diplomatische Voraussetzung für den Beginn der Befreiungskriege, die zum Ende der Herrschaft Napoleons führen sollten. Preußen wechselte auf die Seite Russlands nach Napoleons gescheitertem Russlandfeldzug im Jahr zuvor.

Dem Bündnis vorausgegangen war die Konvention von Tauroggen, mit der am 30. Dezember 1812 der Kriegszustand zwischen Preußen und Russland beendet wurde. In einem Rescript an seinen Unterhändler Paulucci hatte Zar Alexander I. bereits am 6.jul. / 18. Dezember/greg. seine Absicht geäußert, ein Bündnis mit Preußen gegen Frankreich eingehen zu wollen.

Im russischen Hauptquartier in Kalisch, im von Russland eroberten Herzogtum Warschau, schlossen Preußen und Russland einen Friedens-, Freundschafts- und Bündnisvertrag. Preußen beendete öffentlich das ihm im Mai 1812 von Napoleon aufgezwungene Bündnis gegen Russland. Auf Seiten Preußens überbrachte Oberst Karl Friedrich von dem Knesebeck – er stieg kurz danach zum Generaladjutanten des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. auf – den preußischen Entwurf. Dieser sah die Wiederherstellung Preußens in den Grenzen von 1806 sowie weiteren Gebietszuwachs für Preußen im norddeutschen Raum vor. Aus Kalisch berichtete in militärischen Angelegenheiten an die preußische Regierung der Generalmajor Gerhard von Scharnhorst.

Der dann maßgebliche russische Vorschlag wurde wesentlich von dem in Russland im Exil am Zarenhof wirkenden Freiherrn vom Stein mitbestimmt. Dieser garantierte in zwei geheimen Artikeln die Wiederherstellung Preußens in den „statistischen, geographischen und finanziellen“ Verhältnissen von 1806 sowie territoriale Abrundungen. Preußen musste auf das Territorium des Herzogtums Warschau verzichten. Eine Verbindung zwischen dem „alten“ Preußen und Schlesien wurde jedoch zugestanden – gemeint war dabei nicht die schon bestehende Verbindung über Pommern und die Neumark, sondern die Abtretung eines Teils von Großpolen, nämlich des späteren Großherzogtums Posen. Auch sollte Preußen seine Besitzungen in Norddeutschland mit Ausnahme des früheren Kurfürstentums Hannover zurückerhalten. Der Wiener Kongress orientierte sich im Prinzip im Jahre 1815 an diesen territorialen Vorgaben.

Russland verpflichtete sich, gegen Frankreich eine Armee von 150.000 Mann aufzustellen. Preußen sagte 80.000 Mann zu. Der Vertrag wurde am 27. Februar 1813 in Breslau und einen Tag später in Kalisch endgültig unterzeichnet. Preußen erklärte am 16. März 1813 Frankreich den Krieg. (Wikipedia) 

 

Setze EU, NATO und Trump für Napoleon und statt Befreiungskriege Illusion ...

Impressum und V.i.S.d.P.

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...